34-09 – Wer arm ist, benutzt lieber das Handy….

Positionen

Interessante Forschungsergebnisse stellt der SPIEGEL dieser Tage vor. Danach benutzen arme Menschen das Handy eher noch, als normale Einkommensbezieher. Im Alltag von Haus- und Grundstücksverwaltern fällt das ‚zumindest ähnlich‘ gelagert auf. Es sind diejenigen Mieter, denen man einen opulenten Lebensstil eher nicht zutraut, die normalerweise über Handy mit der Verwalterin kommunizieren. Über die Regeln richtiger Kommunikation muss sich diese Handybenutzer-Gruppe weniger Gedanken machen, sagt der Spiegel. U.a. sagt er:

Zitat Arme verlagern die Kosten für die Telefonie auf die Menschen, die bei ihnen anrufen. Und sie ziehen Preismodelle vor, bei denen sie absolute Kostenkontrolle bis hinunter zum Einzelgespräch haben. Das Handy stellt darüber hinaus sicher, dass sie auch dann noch erreichbar sind, wenn sie selbst die Kosten für die nächste Prepaid-Karte nicht mehr tragen können.“

Das ist eine konkrete Erfahrung aus unserem Berufsalltag. Angerufen wird beispielsweise grundsätzlich den ganzen Tag lang, und insbesondere dann, wenn es gerade einfällt. Der Anruf landet außerhalb der Bürozeiten einer Hausverwaltung auf Anrufbeantwortern, fällt unkonzentriert aus und schildert grundsätzlich den Anlass des Anrufs nur rudimentär, bruchstückhaft. OK, die Nachricht ist abgelassen, und nun reagier. Wer nicht reagiert, ist nicht ordentlich arbeitend. Das Prinzip wird ins Gegenteil verkehrt, dass wer gut erreichbar ist, auch gute Arbeit, gute Kommunikation, anbietet. Es obliegt nun ausschließlich dem Angerufenen, auf -sei es auch- unklare Anrufe zu reagieren. Mehrere Monate später beruft sich der Anrufer dann darauf, nicht zurückgerufen worden zu sein. Verkehrte Welt. Gute Kommunikation sieht vermutlich anders aus.

Der ganze Artikel ist bei externer hyperlinkspiegel-online hier erschienen. Prädikat: interessant, und lesenswert….

32-09 – Zitat des Tages

Bewerber(in) um einen Putzjob - Quelle: Kleinanzeige, kein Witz
Bewerber(in) um einen Putzjob - Quelle: Kleinanzeige, kein Witz

Zitat Frei nach dem Spruch: Baden allein genügt nicht – man muss  auch mal das Wasser wechseln!“

Eine Wohnungseigentümerin und Verwaltungsbeirätin (Kudammnähe, Wilmersdorf) denkt über das richtige Feuchtwischen in den Treppenaufgängen der Wohnanlage nach und meint nach Erörterung der Frage, ob Hochglanz nun gut für Steinzeug-Treppenhäuser sei oder eher nicht, weil sich z.B. auf Dauer ein schlieriger Film festsetzen könne: ‚Besonders in den oberen Geschossen muss vermutlich nicht so heftig gefegt werden. Wischen mit frischem Wasser tut’s sicher auch.‘

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31-09 – Neuer Award in Bearbeitung: die Jury tagt

Award from the wood - Award aus dem Wald
Award from the wood – Award aus dem Wald

Es sind die besonderen Glanzleistungen auf dem Gebiet der Immobilienverwaltung, die uns alle gleichermaßen betreffen. Täter sind alle Beteiligten, nicht nur wir selbst oder unsere geschätzten Kollegen. Nein: auch Kunden sind in der Lage, wahre Glanzleistungen anzuzetteln. Oder Wohnungseigentümer, Mieter, Richter, Behörden, kurz: auch alle weiblichen, passenden Gegenstücke sind dazu in der Lage. Niemand ist vor Glanzleistungen gefeit. Sie passieren uns, bzw. preisverdächtigen Anwärtern auf den neu ausgelobten Preis, wenn Menschen in diese Geschichten verstrickt sind und sich bestimmte, eigentlich ganz einfach Punkte nicht (mehr) auflösen und klären (lassen), weil psychologische oder systematische Ladehemmungen bestehen. Verständnisferne, Bürokratie, die Überschätzung von rechtlichem Gedankengut, all diese Dinge führen oft zu Zuständen, in denen Menschen schlicht und ergreifend nicht mehr durchblicken. Jemand sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr)! Diese Redensart ist übrigens sogar in der anglophilen Sprachenwelt weltumspannend begrifflich zuhause. Den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, bedeutet schließlich einen empfindlichen Ressourcenverzehr auf allen beteiligten Seiten, die konstruktiven Kräfte sind blockiert und dem destruktiven, verschwenderischen und sinnlosen Kräfteabfluss gehört nun die Führerschaft im vergeblichen Miteinander. Manches Mal sind es dann sogar ausschließlich finanzielle Fliehkräfte, die dem aufgezeigten Verfahren den tödlichen Nimbus geben: denn wer Geld hat, dem scheint die Welt zu gehören! In ein auffälliges Missverhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen (Geld, Arbeitskraft, Energie) zum erzielbaren „Profit“ müssen die Dinge geraten, wenn sie -wie hier angedacht- preiswürdig werden wollen, um schließlich sogar ausgezeichnet zu werden.

30-09 – Zitat des Tages

biggest bohei

Zitat „Ein Baby ist kein Kuschelersatz, keine Zukunftsprothese“, sagt Katja Kessler in einem Interview mit RTL. Die Zahnärztin, Gattin von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Mutter hat früher die Busenbilder auf Seite 1 der Bild mit frivolen Texten versehen und Bücher mit Dieter Bohlen herausgebracht. Damit erfüllt sie gleich mehrere Kriterien, um RTL-Expertin zu werden.“

Der komplette Artikel der Süddeutschen Zeitung ist externer hyperlink hier nachzulesen.

29-09 – Gesichtspunkte einer Versammlung, vom Vorbereiten einer guten Versammlung

Positionen

Wilhelm R. Frieling, Verleger, Autor, Weblogger
Wilhelm R. Frieling, Verleger, Autor, Weblogger

Eins muss man sich mal klar machen: Es gibt ein Zeitfenster vor Stattfinden der Versammlung. Dieses Zeitfenster nennen wir die Ladungsfrist. Wir senden Papier ab, die Tagesordnung. Es tritt Kenntnis ein. Und nun denken Menschen nach und melden sich. Vielfach auch schon zeitlich vor der Versammlung. Man klopft die Dinge ab, ordnet sich und will dann gut vorbereitet auf die Versammlung kommen. Eine Dame mailt aus Moskau, nun könne sie nicht teilnehmen, weil zwischen Ladung und Versammlung nur rund 2,5 Wochen sind und sich auf diese Weise Flüge nicht kostengünstig buchen lassen. Das ist richtig, aber auch teils nicht zu ändern. Dafür gibt es ja die Ladungsfristen und nicht immer stehen Termine für Versammlungen ein halbes Jahr vorher fest. Können sie auch gar nicht. Denn die Dinge sind im Fluss, und wenn uns die Heizkostenablesefirma einen Strich durch die Rechnung macht, dann ist zufällig genau vierzehn Tage vor der Versammlung noch nicht einmal die Heizkostenabrechnung fertig. Das ist nur ein Beispiel. Dynamik hat das ganze Leben und so vor allem auch die Frage, wie eine gute Versammlung einberufen werden kann.

Die Gesichtspunkte einer einzuberufenden Versammlung von Wohnungseigentümern können sich stündlich ändern, ausweiten, reduzieren und in vollkommen andere, unerwartete Bahnen schlagen. Gruppendynamik. Die Versammlung hat weitreichendes zu beschließen. Wir hören dieser Tage von der internationalen Finanzkrise und es nimmt für uns Wunder, das sich die größten der großen Geschäftsbanken offenbar leichtfertig von sogenannten ‚faulen Krediten‘ trennen dürfen. Auch wenn Finanzminister Steinbrück es eine Weile kategorisch ausgeschlossen hat, so ist doch mittlerweile Stand der Dinge, dass die Banken eigene ‚bad banks‘ ausgründen dürfen, um sich von ‚faktischem Mist‘, schlechten Papieren trennen zu dürfen. Ganz anders verhält es sich trotz aller Reformbestrebungen mit den Wohnungseigentümergemeinschaften.

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28-09 – Ernährungsumstellung und was man damit bewirken kann…

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Mehr Fisch essen....
Mehr Fisch essen....

Es liegt doch auf der Hand: Wer sich gesund ernährt  hat mehr vom Leben. Und wer gute gedankliche Leistungen auf den Weg bringt, kann sich auch in wohnungseigentumsrechtlicher Hinsicht nicht wie ein ‚Narr‘ nach ‚Eulenspiegel’scher Manier‘ verhalten. Dass es wohnungseigentumsrechtliche Narren zuhauf gibt, die tagtäglich Gerichte mit dummem Zeugs beschäftigen, ist bekannt und daher auf diesem Weblog weder eine Sensationsmeldung, noch in Abrede zu stellen. Wer mit ‚Narren‘ regelmäßig zu tun hat, verspürt auf Dauer  zunehmend abnehmend Freude daran, wenn ‚Narren‘ Anträge verfassen, um auf den Höhepunkt eines künstlerisch wertvollen, inhaltlich aber nutzlosen ‚Theaterauftritts‘ hinarbeiten. Es gilt, Wirrungen in den narrenhaften Gedanken und Vorstellungen therapeutisch aufzuarbeiten oder auch schlicht ‚zur Sprache‘ zu bringen. Dies ist immer dann der Fall, wenn der bearbeitende Richter den Kläger fragt: ‚Was wollen Sie eigentlich damit bezwecken?‘ Der Richter hat dann so ein inneres Gefühl, dass was in Schriftsätzen steht, nicht das ist, was dahinter (in Wirklichkeit) steht.

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27-09 – Wer klagt gegen wen? – Von Parteien

Rechtliches

Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg hat in einem Beschluss folgendes herausgefunden:

Zitat

Partei ist, wer in Wahrheit klagt oder verklagt sein soll, nicht schon derjenige, den der Antrag als Partei bezeichnet.“

Quelle lt. Amtsgericht: Baumbach/Hartmann, 60. Auflage, Grdz. vor § 50 Rdn. 4

Merke: Es kann sein, Du wirst verklagt, und erst einmal merkt man das gar nicht. Es stellt sich eventuell erst zu einem späteren Zeitpunkt (des Verfahrens, z.B. durch Klarstellungen) heraus. Oh, Deutschland, Du schwieriges und gerechtes Terrain. Im hier erwähnten Verfahren hatte ein immer wieder gern klagender Wohnungseigentümer ein aussichtsloses, weiteres Verfahren versucht zu benützen, um einen Prozesskostenhilfeantrag (!!) zu stellen. Im Ergebnis war trotz einer Vielzahl von Fehlern und vollkommen haltlosen Behauptungen (Unsubstantiiertheit des Klageantrags) das Amtsgericht zu dem Ergebnis gelangt, dem Prozesskostenhilfe-Antragsteller seinen Wunsch auf Beiordnung eines Rechtsanwalts auf Kosten der Staatskasse abzulehnen.

26-09 – Zugeschaut beim Arbeiten: Die Industriekletterer kommen…

Icon fotowelt

Nein, sie sind keine besonderen Menschen und haben fünf Arme, fünf Beine und einen Kletterholm am Steiß. Sie sind ganz gewöhnliche Menschen, die allerdings körperlich über eine gute Fitness verfügen. Die ist Grundvoraussetzung. Wenn die Verwalterin eine Fassade mal schnell überholungstechnisch anstreichen lassen will, sind sogenannte Industriekletterer eine gute Alternative zu konventionell arbeitenden Firmen aus dem Malergewerk. Wir haben uns freundlicherweise mal einen Satz Fotos von einer derartigen Arbeit zur Verfügung stellen lassen und ermöglichen unseren geneigten Lesern so einen Einblick in die Welt der Kletterfritzen. Viel Spaß beim Ansehen. Wir finden die Fotos ‚befruchtend‘  in jeder Hinsicht und auch insofern, als sie einen mal überlegen lassen, auch andere Wege zu gehen, um zum Ziel zu kommen.

 Link zu einer Fotogalerie Industriekletterer

Die Firma, die diese Arbeiten durchgeführt hat, können wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen uneingeschränkt weiter empfehlen und dafür gibt es heute den Linktipp des Tages:

Website der Industriekletterer