27-09 – Wer klagt gegen wen? – Von Parteien

Rechtliches

Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg hat in einem Beschluss folgendes herausgefunden:

Zitat

Partei ist, wer in Wahrheit klagt oder verklagt sein soll, nicht schon derjenige, den der Antrag als Partei bezeichnet.“

Quelle lt. Amtsgericht: Baumbach/Hartmann, 60. Auflage, Grdz. vor § 50 Rdn. 4

Merke: Es kann sein, Du wirst verklagt, und erst einmal merkt man das gar nicht. Es stellt sich eventuell erst zu einem späteren Zeitpunkt (des Verfahrens, z.B. durch Klarstellungen) heraus. Oh, Deutschland, Du schwieriges und gerechtes Terrain. Im hier erwähnten Verfahren hatte ein immer wieder gern klagender Wohnungseigentümer ein aussichtsloses, weiteres Verfahren versucht zu benützen, um einen Prozesskostenhilfeantrag (!!) zu stellen. Im Ergebnis war trotz einer Vielzahl von Fehlern und vollkommen haltlosen Behauptungen (Unsubstantiiertheit des Klageantrags) das Amtsgericht zu dem Ergebnis gelangt, dem Prozesskostenhilfe-Antragsteller seinen Wunsch auf Beiordnung eines Rechtsanwalts auf Kosten der Staatskasse abzulehnen.

26-09 – Zugeschaut beim Arbeiten: Die Industriekletterer kommen…

Icon fotowelt

Nein, sie sind keine besonderen Menschen und haben fünf Arme, fünf Beine und einen Kletterholm am Steiß. Sie sind ganz gewöhnliche Menschen, die allerdings körperlich über eine gute Fitness verfügen. Die ist Grundvoraussetzung. Wenn die Verwalterin eine Fassade mal schnell überholungstechnisch anstreichen lassen will, sind sogenannte Industriekletterer eine gute Alternative zu konventionell arbeitenden Firmen aus dem Malergewerk. Wir haben uns freundlicherweise mal einen Satz Fotos von einer derartigen Arbeit zur Verfügung stellen lassen und ermöglichen unseren geneigten Lesern so einen Einblick in die Welt der Kletterfritzen. Viel Spaß beim Ansehen. Wir finden die Fotos ‚befruchtend‘  in jeder Hinsicht und auch insofern, als sie einen mal überlegen lassen, auch andere Wege zu gehen, um zum Ziel zu kommen.

 Link zu einer Fotogalerie Industriekletterer

Die Firma, die diese Arbeiten durchgeführt hat, können wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen uneingeschränkt weiter empfehlen und dafür gibt es heute den Linktipp des Tages:

Website der Industriekletterer

25-09 – Digitale Schnipsel aus dem Verwalteralltag

Paar digitale Schnipsel aus mehreren Bezirken Berlins sind wieder aufgetaucht. Die seinerzeit vorgenommenen Bemerkungen dazu muss man nicht weiter kommentieren. Viel Spaß. Sie werden zum Zwecke Archivierung erbrachter Lebensleistungen hier zur Verfügung gestellt, müssen aber nicht unbedingt ganz ernst genommen werden.

24-09 – Der Verwaltungsbeirat tagt, Erkenntnisse

Zitat ‚Dienstaufsichtsbeschwerden sind form-, frist- und sinnlos‘

Juristenweisheit aus der öffentlichen Verwaltung – angesprochen von einem Volljuristen (im Ruhestand, ehemaliger Richter)


23-09 – Oma Brink´s Kartoffelhaus in der Gastro-Kritik

Gastrotipp

(Quelle: qype.com)
Teaser Gastrotipp

Oma Brink? Find ich gut. Wir wundern uns, wir finden dieses angestammte Lichterfelde-West-Lokal noch nicht auf qype? Sicher, es gibt eine ganz einfache Erklärung dafür: die Generation der Älteren, zu der auch Oma Brink gehört, die sogenannten ‚Silver Surfer‘, die mögen das Internet nur teils, und Oma Brink versteht mehr vom Kochen, als vom Schreiben befeuernder Gastro-Beiträge? So wirds, nein, so wirts wohl sein!

Oma Brink´s Kartoffelhaus, von der Straße her
Oma Brink´s Kartoffelhaus, von der Straße her

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22-09 – Das gute Recht eines Wohnungseigentümers

Positionen

ZitatEs ist das gute Recht eines Wohnungseigentümers, sich zum 80.tigsten Geburtstag von der Verwalterin herzlich gratulieren zu lassen und andererseits aber zu verneinen, dass hierin eine Art von Kompromittierungsversuch liegen könnte, dergestalt, dass die Verwalterin versuche zu erreichen, dass sich der Jubilar nicht auch weiterhin -wie bisher- für Maßnahmen ordnungsgemäßer Verwaltung einsetzen werde. Denn die ‚absichtslose, einseitige‘ Willenserklärung einer Verwalterin, einem stolzen Jubilar zu dessen rundem Geburtstag zu gratulieren, verfange jedenfalls nicht in der vermeintlichen Idee, damit dessen stillschweigende Zustimmung zu solchen Maßnahmen zu ‚erkaufen‘, die künftighin nicht ordnungsmäßiger Verwaltung entsprechen.

Die Verwalterin in ihrer Erwiderung angesichts von TOP 01 – Formalia – auf einen entsprechenden Einwand

21-09 – #Statistiktrallala – März 09: Die Zugriffszahlen steigen…

#Statistiktrallala_Icon
#Statistiktrallala_Icon

Die Website gesichtspunkte.de wurde im Monat März 09 von 12.560 Besuchern aufgerufen, die insgesamt 27.920 Seitenzugriffe (page impressions) verursachten. Danke an alle Leser. Wir veröffentlichen gelegentlich diese Zahlen, um die Relevanz der Seite kritisch zu beleuchten und zu- oder abnehmende Besuchertendenzen darzustellen.

Momentan lässt sich erfreulicherweise nur vermelden: Die Zugriffe wachsen an.

20-09 – In Deutschland gibt es etliche Mietnomaden, und der Staat schaut zu

Spiegel TV berichtete am 14.04.09 über das Phänomen von Mietnomaden. Auch uns sind derartige, bizarre Erscheinungen nicht unbekannt. Hier geht es zum dem Beitrag auf spiegel-online. Viel Spaß können wir nicht wünschen, das Thema macht einfach keinen.

Ein Beitrag der ‚Akte 09‘ zeigte am 24.03.09 einen derartigen Fall in Karlsruhe.

(Videobeitrag 1/2 – Akte 09 vom 24.03.09)


(Videobeitrag 2/2 – Akte 09 vom 24.03.09)

19-09 – Das Projekt ‚Stolpersteine‘ braucht noch Sponsoren!

Der in Köln lebende Künstler Günter Demnig schuf das Projekt ‚Stolpersteine‘ und erinnert damit an die Verfolgten, Vertriebenen, Vergasten des Hitler-Regimes (1933-1945) auf eine emotional und persönlich ansprechende Weise. Der erste Stolperstein datiert auf den 16.12.1992. Dabei handelt es sich um einen Steinkubus (Pflasterstein) mit einer Kopfplatte aus Messing. Auf dem ersten Stolperstein waren die ersten Zeilen eines Erlasses des SS-Reichsführers Heinrich Himmler zur bevorstehenden Deportation von ‚Zigeunern‘ (vor dem Kölner Rathaus) zu lesen. Inzwischen sind (Stand Dezember 2008) rund 17.000 Steine in 430 Städten in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt (Quelle: wikipedia.de).

Es sind nicht wirklich Stolpersteine, der Künstler sagt dazu: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“. Die Website gotthal.de hatte früher bereits zu diesem Projekt verlinkt. Beim Relaunch der Website (2007/8) sei das Projekt dann herausgefallen. Aktuell gebe es aber keinen Grund, das Projekt nicht wieder erneut in die Liste nennenswerter Projekte erneut aufzunehmen, teilt die Website heute mit.

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18-09 – Zur Schadenstatistik der Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung versichert auch Leitungswasserschäden. In einer Wohnanlage (Baujahr 1976) steigen -für die Verwalterin bemerkbar- die Leitungswasserschäden spürbar an. Das gibt Anlass zu einer besorgten Meldung an die Wohnungseigentümer. Die Verwalterin findet es ‚fairnymphdich‘, den Wohnungseigentümern mitzuteilen:

 aus gegebenem Anlass möchte ich meinen Eindruck nicht unerwähnt lassen, dass sich die Anzahl der stets auftretenden Wasserschäden (Leitungswasser) stark steigert. Dies kann nachteilige Auswirkungen auf die Beobachtung durch die Gebäudeversicherung haben. Erfahrungsgemäß verlangen diese irgendwann bei hoher Schadenstatistik sogenannte Eigenanteile bei weiteren Leitungswasserschäden. So weit ist es jetzt noch nicht. Aber das kann passieren. Wir machen die Versicherung nicht darauf aufmerksam. Möglicherweise muss man irgendwann über substanzielle Instandsetzungsmaßnahmen nachdenken? Dies nur als „Gesichtspunkt“ ordnungsgemäßer Verwaltung. Dann kommt einem das Thema zu gegebener Zeit nicht insgesamt unbekannt vor.“

Genau, es gehört sich, den Wohnungseigentümern derartige Gefährdungsumstände beizeiten mitzuteilen, denn wer hat einen besseren Überblick über die (von der Verwalterin geführte) Schadenstatistik der Wohnanlage?

(Dieser Beitrag erschien auch auf gotthal.de)