1756-14 – Philosophie-Cluster: Man kann nicht alles haben – Was von Helmut Kohl übrig geblieben ist… #Gnade #Ungnade

Die Gnade und die Ungnade zur späten Geburt.
Die Gnade und die Ungnade zur späten Geburt.

Heute war anderswo zu lesen: „Auf der Suche nach den richtigen Worten für seine Erinnerungen findet Marcus kluge…“ (das hier) – Inhaltlich ging es um Marcus Kluges schlaue Erinnerungen an ein Pink-Floyd-Konzert 1970. Kluge war 15 damals. Man kann sein Erinnerungen nachlesen. Wer schreibt, der bleibt.

So sind auch unsere Erinnerungen. Helmut Kohl taugt selten als „Leitfaden“ für „von Gott geborene Ideen“, er war Zeit seiner Regentschaft einer, der aussaß. Anders ausgedrückt hat Gerd Schröder (Nachfolger) seine „Politik der ruhigen Hand“ – das sind „geflügelte Worte“. Unterm Strich bleiben uns Erinnerungen an verflossene Zeiten und Gedankenblitze wie jener. Kohl hatte die Gnade der späten Geburt ins Feld geführt, an der nationalsozialistischen Gräuelepoche von dreizehn Jahren Terror, Krieg und Verbrechen gegen die Menschlichkeit maßgeblich unbeteiligt gewesen zu sein. Gorbi wusste: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Ein jeder legt sich seins zurecht. Wir müssen nur noch die Salatisten ruhig stellen. Dann funktioniert´s.  Sonst: Rübe ab. Mohrrübe.

Die ganze Wahrheit ist, all diesen Ausflüchten zum Trotze: Ein jeder lebt in seiner eigenen ….Zeit. Dies ist das wesentliche Ansinnen am Tage der Zeitrechnungsumstellung 2014. Schönen Sonntag allerseits.

1753-14 – Foto des Tages: Wenn der Herrenfriseur zu hat, ist er beim Zahnarzt oder zur Behandlung seiner Hühneraugen…. #Wedding

Icon fotowelt

Gott sei Dank nicht beim Intimpiercing...
Gott sei Dank nicht beim Intimpiercing…

Im Afrikanischen Viertel im vormals roten Bezirk Wedding ist jetzt die Gutbürgerlichkeit aufgeschlagen. Er betreibt einen Herrensalon, der Coiffeur an der Ecke. Niemand hat die Absicht, ihm seine Ehrlichkeit anzukreiden. Aber der Gedanke kommt uns, und er beschriftet das Foto daher als ein „Foto des Tages“ und den Gedanken als tröstlich. Es hätte ebenso gut das „brasilian waxing“ sein können. Ginge es um Hühneraugen, Akne, Senk- und Spreizfüße (hier) oder ein kurzer Fressgang zum Brummi Imbiss (Meat´n greet! – Fleisch treffen) an der Westhafenstr. 1.

Offenheit, Ehrlichkeit und der zutreffende Umgang mit der eigenen Kundschaft, alles prima. Weiter so…

1752-14 – Linktipp: Stadtaffe, Hüpfburg, Spagat des Lebens. – Die Fotos von Kai Heimberg lassen sich sehen! #Fotos

Foto: Kai Heimberg © 2014 (mit freundl. Genehmigung)

Icon fotowelt

Fotowelt!

Kai Heimberg (Quelle: Privatarchiv)
Kai Heimberg (Quelle: Privatarchiv)

Pssst. Kommt mal ein Stück näher. Ich zeig Euch was. Ist eine kurze Geschichte, spielt in Berlin, brauchst nicht so lange, keine Angst. Pass auf, das geht kurz gesagt so.

Digitale Schwemme. Zu viele Fotos. Zu viele Engel. Scheinbare Engel. Digitale Schwemme meint etwas anderes. Als zum Beispiel:

„Digitale Schwämme“, Fotos, die Farben aufsaugen. Oder absorbieren. Langsam Farbe rauslaufen lassen und zurück zur künstlerischen Strenge. Zu viel Farbe ist zu viel. Deswegen, sparsam.

Gute Fotos müssen zuweilen Farbe abgeben, ausbluten, abtropfen. Die besten ihres Fachs schwören teils auf Nihilismus, auf ein klares „Nein zur Digitalfotografie“. Jim Rakete ist so einer, ein Dinosaurier der Fotografenszene, und „der Beste“, jene besondere Kategorie von Fotografen, die man sich bucht, wenn man Fotos von sich braucht, die Fotos sind, wie es noch keine vergleichbaren gibt. Schon mal von Kai Heimberg was gesehen?

Weiterlesen

1748-14 – Foto des Tages: „Da ist mehr für Sie drin“. Willkommen auf dem modernsten Flughafen Europas #BER #B3 #Fusion

Da ist mehr für Sie drin. #BER
Da ist mehr für Sie drin. #BER
Da ist mehr für Sie drin. #BER

Werbung hält, was sie verspricht. Marketing auch. Dazu, um das auszuprobieren, wurden Tassen fertig gestellt. Zu früh. Solch Geschirr hält einige Zeit lang, ein Segen. Eine schräge Berliner-Szenewebsite wirbt indes mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen zum Großfluchhafen #BER und bewirbt stattdessen die Fusion: Gemeint ist die Musikrichtung „Fusion“, der sich eine neue Berliner Band widmet: „B3“ ist der Name der Band und einer bekannten Orgel.

Mann, ist das verwunderlich. Aber nun wissen wir wenigstens, wie Berliner Zeitungen auf den Berliner Großflughafen eingeschworen wurden. Mit Kaffeetassen für die Redaktionen. Kleine Geschenke, die so geringfügig sind, da sie abfallen. Einfach so.

Weiterlesen

1747-14 – Positionen: Salafistenpredigten, Islam, Islamismus, Günter Jauch und die Anfertigung von #Sonntagsreden

Icon Zitatfilter, Zitate

Wolfgang.Bosbach_Sonntagsreden

Entscheidend ist doch nicht, was in dieser respektablen Sendung, gesagt wird, sonntags. Entscheidend ist der
Werktag….“ (Wolfgang Bosbach, 28.09.14, bei Günter Jauch)

Über die Sendung von Günter Jauch mit dem Titel „Gewalt im Namen Allahs“ vom 28.09.14 ist jetzt viel geschrieben worden. Und Gift verspritzt wurde auch.

Der kluge und kühl differenzierende, zutreffend formulieren könnende Wolfgang Bosbach (CDU) sagte in der Sendung den obigen Satz. Den haben wir mal festgehalten.

Weil er für die Wehrhaftigkeit der Demokratie gegens Köpfe abschneiden stehen kann, ohne in „einem Maße tolerant zu sein“, das uns nicht gut tun würde. Also uns allen, die hier lebenden Muslime eingeschlossen. Liebe Nachbarn: Habt Euch bitte lieb! Piep! Alles andere ist doch gräuslich. Ist einfach, was?

Weblotse

1745-14 – Positionen: Hier geht es nicht um Leben und Tod! Hier wohnt ein Idiot! #Wedding

Berlin-Wedding: Luftdruckgewehr-Übungen im Keller

Positionen

_Hirn

Dass welche sagen, die Hausverwaltung vertrete spießige, großbürgerliche Einstellungen, hört man hier und da. That´s life.

Das geht gar nicht:

Der Elektriker schickt seinen Tätigkeitsbericht. In Berlin-Wedding ist immer wieder das Kellerlicht ausgefallen. Am Volkspark Rehberge haben die Bewohner den Mehrfachausfall gemeldet. Der Elektriker war jetzt da. Was er meldet, erstaunt einen bass. Auch wenn´s von der Formulierung her alt klingt. Ein Hirnverbrannter geht hinunter in den „bewohnten Mehrfamilienhauskeller“ des Hauses aus Vorderhaus, 2 Seitenflügeln und einem Gartenhaus (mehr als 50 Wohnungen) und schießt mit einem Luftdruckgewehr auf die Verteilerdosen.

Weiterlesen

1737-14 – Nachruf: Joachim „Blacky“ Fuchsberger

Kerze

Selten hat mich eine Nachricht mehr ins Herz getroffen als heute die über den Tod von Blacky Fuchsberger. Und selten fiel es mir schwerer dazu ein paar passende Zeilen zu schreiben…
weil immer das Gefühl bleibt, dass ich eh nicht in Worte fassen kann, was für ein wundervoller Mensch er war und wie sehr er mir fehlen wird. Es gibt nicht viele Menschen, die ich wirklich bewundere oder als eine Art Vorbild sehe – Blacky war einer davon. Denn er war viel mehr als ein großer Entertainer, Schauspieler oder Moderator – er war ein fantastischer und uneingeschränkt großartiger Mensch.(Oliver Kalkofe auf facebook)

In München verstarb gestern zuhause Joachim „Blacky“ Fuchsberger.

Es kann nicht die Aufgabe dieses Blogs sein, den offiziellen Nachruf zu schreiben. Es gibt berufenere, zuständigere „Organe des öffentlichen Nachrufs“ und die werden dafür bezahlt. Der hier anzulegende Nachruf erfüllt vielmehr eine private Wächterfunktion als Hinzufügung zu denjenigen weiteren Nachrufen, die sich die Journaille so aus der Feder saugt.

Von Joachim „Blacky“ Fuchsberger, so habe ich gerade erst gelernt, ist kolportiert, aber m.E. nicht offiziell als richtig bestätigt, er habe sich in der ersten Zeit seiner beruflichen Betätigung als Radiosprecher in den Fünfziger Jahren vor einer Sendung gern einen genehmigt. Es war diese deutsche Zeit, in der es noch üblich war, härtere Geistgetränke zu sich zu nehmen: Schnaps, Cognac, Weinbrand oder Whiskey beispielsweise. „Blacky“ nahm „Black & White Whiskey“, ein Getränk, das aktuell nicht so groß in Mode ist. Das habe seinen damaligen Chef veranlasst, ihn um Absenz vom „Bölkstoff“ (vom Whiskey) vor Radiosendungen zu bitten. Und das habe letztlich auch zum genannten „Spitznamen“ Blacky geführt. Das ist eine lustige Geschichte aus einem anderen Jahrhundert.

Weiterlesen

1734-14 – Positionen: Was Konfusius über Neugier, klärende Gespräche und moderne Techniken weiß

Positionen

Konfusius_Email

„Normal ist der menschliche Kontakt im Rahmen eines zielführenden Gesprächs geprägt von dem Interesse, sich zu verstehen und voneinander zu lernen. Eine neue, ganz andere Technik heißt Email, sie ist häufig das Gegenteil davon. Leider.“ – „Normal is a human contact as part of a purposeful conversation, influenced by the interest to understand and learn from each other. A new, completely different technique is called email, it is often the Opposite. Unfortunately.“

Überall gehetzte Menschen, in aller Herren Länder. Die Welt globalisiert sich. Menschen kaufen Wohnungen in fremden Ländern und verstehen nicht, was da „in Deutschland“ abgeht. Der berühmte, alte chinesische Philosoph Konfusius aber ist ein schlauer Mann gewesen. Deswegen verleihen wir seinem weisen Wort hier Gehör.

Denn sie wissen scheinbar, wie man kommuniziert: Per Email. Auf diese komplett elektronische Art und Weise glauben sie, die Dinge vor sich hertreiben zu können. Doch am anderen Ende der Flatrate sitzen Menschen, denen einfach der schwarze Peter zugeschoben wird. Es geht darum: Wer muss was machen und wer ist wofür zuständig. Eine einfache Forderung könnte lauten: Bleib neugierig. Und sei nicht unhöflich. Sondern „beweg Deinen Arsch“ (sorry) und geh ans Telefon. Frage dich durch und schieb das nicht auf eine schriftliche Ebene. Denn auf der schriftlichen Ebene wird alles zu Beton.

Unmöglich, noch etwas aufzuklären. Eine häufige Erfahrung: Für die größten Lappalien werden seitenweise Dokumente eingescannt, komplizierte Fragen in schlechtem Englisch abgefasst und hin- und her gemailt. Ein Anruf würde alles aufklären. Zur beiderseitigen Zufriedenheit. Das Thema ist unerschöpflich. Und ärgerlich.