3008/15: Historie: Früher galt es unpersönlich, Briefe elektronisch abzusetzen. Es glich einer Missachtung persönlicher Gefühle.

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google-Classics Postkarte

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Früher versandten sie Suchanfragen wohl per Postkarte, wie  hier abgebildet. 30 Tage Bearbeitungsfrist waren zugesagt. Heute ist das alles anders. Der Mensch ist online, schnell und effizient. Diejenigen, die heute noch nicht gern dabei mitmachen, bekommen Handgeschriebenes, wie früher.

Doch heute ist das Gott sei Dank anders.

Der handgeschriebene Brief bildet die Ausnahme.

Die üblichen Dinge gehen per PC, Email und Internet leichter von der Hand.

Die Erinnerungen an den Griechenlandurlaub mit Dalida beispielsweise, die jetzt (immer noch) in Paris lebt. Lebte. Vielleicht. In Paris, Berliner Speckgürtel. Wie lange hat sie schon um ein aktuelles Foto gebeten?  Ich würde mein Versprechen einlösen: Diesen Gefallen mochte ich Dalida gern tun. Ich hatte sie seit den Achtzigern nicht mehr gesehen.

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3007/15: Unwort des Jahres: Verdammte Presse

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„In früheren Jahren verzichteten die politischen Sammlungsbewegungen (Sekten) auf diese Praxis, um nicht auf den letzten Metern vor der Wahlurne die Stimmung der Wähler unwortmäßig zu beeinflussen.“ – 2015 hat sich das Blatt gewendet.Verdammte Presse! #Projektionen

Das Unwort des Jahres heißt „Lügenpresse“. Alles was gedruckt da steht, ist gelogen. Verdammte Presse. Die es benutzen, gehen teils in Dresden auf die Straße und reden Unsinn, so Dinge wie „Wir sind das Volk“. Die Wahrheit: Gerade auch diejenigen, die nicht mit auf die Straße ziehen, sind das Volk. Zahlenmäßig in der Überzahl. Die da laufen, mobben die Presse und die polyglotte Glückseligkeit der Bunten Republik Deutschland. Nicht mit uns. Verdammte Lügenpresse.

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3006/15: Internationale Fragen: Der Ostblock ist gut vertreten im Leben einer Hausverwaltung, aber auch beim Bloggeschäft

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Wer ein Blog im wilden W (Web) betreibt, muss sich um Besucher nicht kümmern. Viele kommen automatisch. Die Zahl der vollkommen unsinnigen Kommentare in der entsprechenden Funktion auf dieser Website geht in die Tausende. Es sind Russen, Chinesen, Kasachen und Wachulken. Aus aller Herren Länder kommen Kommentare. Sinnvoll sind die wenigsten.  Soweit zur Berliner Speckgürtel Welt.

In Berlin-Wilmersdorf herrscht heute Vormittag Alarm. „Männer auf dem Dach“, ruft einer an und sagt: „Ich hol die Polizei.“ – Eine weitere Frau, im Dachgeschoss wohnhaft, hakt ebenfalls nach: „Männer aus dem Ostblock,“ sprechen polnisch untereinander. Ja, es sind die drei Brüder Meinislaw aus Deinislaw (* Namen geändert). Sie sind nicht auf Raubzug über Dach. Die leben seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland, sind außerordentlich fitte Dachdecker und beseitigen im Auftrag der Hausverwaltung Undichtigkeiten am Dach. Irgendjemand hat ihnen die Zeit gestohlen. Deswegen vergaßen sie, wie ausdrücklich erbeten, vorher bei Frau S. aus Wilmersdorf anzurufen und die Arbeit anzumelden. Sachen gips.