Twitter Wochenschau: 2010-08-10

Twitter Wochenschau: 2010-08-10

886/2010: Twitter Wochenschau: 2010-07-11

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885/2010: Foto des Tages: Pünktlich zum Spiel Spanien-Deutschland…

Gerade noch rechtzeitig, des Fußballs insgesamt unkundig, aber witzig ist das schon: das bevorstehende Spiel und unsere Möglichkeit, sich grundsätzlich zu irren. Wird man sehen: morgen!

884/2010: Alt wie ein Baum: Sie wirft Spaghetti aus dem Fenster, Bananen ins Klo, und der Maler macht nichts!

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Alt wie ein Baum möchte ich werden, genau wie der Dichter es beschreibt! (Puhdys, Songtext)

Die Dame ist 87 Jahre alt und wohnt seit 50 Jahren in der Wohnung. Sie ist dement, Pflegestufe hoch, drei- bis viermal am Tag kommt die Sozialstation. Sie macht Fenster zu, Jalousie rauf und runter. Ansonsten wirft sie Spaghetti aus dem Fenster und Bananen ins Klo.

Please don’t throw with noodles: Wurfnudeln im Rohzustand, bspw. Tagliatelle Verde oder Rohmakkaroni können bei ungeschicktem Wurf Verletzungen hervorrufen, im gekochten Zustand gelten sie als Wurfgeschosse eher als unbedenklich, allerdings verursachen sie dann, entsprechende Saucenverbindung vorausgesetzt, hässliche Flecken, die schwer herausgehen – Pesto, Tomatina und dergleichen. (Denkbarer Sicherheitshinweis der Hausverwaltung im begleitenden Hausaushang)

Das Problem ist nur, dass der Maler jetzt den Auftrag hat, den Fensteraußenanstrich im gesamten Haus zu machen. Das wird da nicht klappen. Eine Miteigentümerin, die dies schilderte, sagt zu uns, wir „warten auf die biologische Lösung“. Das bedeutet: Wir streichen diese Fenster jetzt nicht. Denn bei der Gesamtgemengelage ist ein vernünftiges Arbeiten in dieser Wohnung schwierig und für die alte Dame kaum „händelbar“. Der Vorschlag findet unsere Zustimmung: So machen wir das. Bzw.: So machen wir also nichts. Später.

Beim nächsten Hausfest ganz oben auf der Beliebtheitsskala: Nudelweitwurf, Buchstabensuppenbuchstaben verstecken und Sack hüpfen, genau in dieser Reihenfolge, sowie gegen Ende des Festes: gemeinsames Topfschlagen.

883/2010: Kampagnen: Stolperstein in Waltraudstr. 27, 14169 Berlin gibt Edith Müller in unsere Erinnerungen!

Stolperstein, verlegt in Waltraudstr. 27, 14169 Berlin

Stolperstein, verlegt in Waltraudstr. 27, 14169 Berlin

Edith Müller, geborene Wertheim, Jahrgang 1898, war eine freundlich lächelnde Frau mit einer grundsympathischen Ausstrahlung. Ihre grundfreundliche Ausstrahlung hat ihr nicht genützt. Heinrich Himmler gab den Befehl, Adolf Eichmann führte ihn „mit Verve“ aus und Lagerkommandant Rudolf Höß sorgte an Ort und Stelle mit Pflichtbeflissenheit für die gewissenhafte Umsetzung des Massengenozids, in diesem Falle der Juden Europas. In der Waltraudstr. 27, 14169 Berlin hatte Edith Müller zuletzt gewohnt. Ein Foto aus dem Archiv von Yad Vashem zeigt sie als Frau mit einem sonnigen Gemüt in besseren Tagen.

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882/2010: Lied des Tages: Im internationalen Internetz-Haifischbecken gefischt #Jaroslaw Ilski

Ich liebte ein Mädchen in Polen, die hat mir die Unschuld gestohlen! (Ingo Insterburg, Ich liebte ein Mädchen)

Stell dir vor, du verreist nach Polen, über die Oder. Irgendwo steht so ein Klavier herum. Es ist verstimmt, aber es lässt sich noch drauf spielen. Und dann schubst dich so ein junger Schnösel zur Seite und sagt auf Polnisch „Moment mal“, aber du verstehst es nur dem Sinn nach, nicht wörtlich. Du kannst kein polnisch.

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880/2010: Kampagnen: Die Berlin-Zehlendorfer Waltraudstr. bekam jetzt -endlich!- ihren ersten Stolperstein

Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)

Am Samstag, den 03. Juli 2010: Es ist richtig heiß in Berlin-Zehlendorf, 33,5 ° Celsius zeigt das Thermometer um 14:05 Uhr an. Michael Rohrmann, Projektbeauftragter für den Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf, ruft bei Thomas Gotthal an: „Wir sind jetzt am Wilden Eber, gerade fertig, in fünfzehn Minuten sind wir da!“. Um 14:25 Uhr trifft Rohrmann zuerst ein, wenig später folgt ihm ein metallicroter, kleiner Kastenwagen, an Bord Günter Demnig, Projektinitiator des Projekts Stolpersteine. Um 16 Uhr wird in Südafrika das Fußballspiel Deutschland:Argentinien beginnen. „Say No To Racism“ werden die Spieler eingangs auf einem großen, blauen Transparent vor sich hochhalten, sie werden es alle hoch halten, um damit ein klares Nein zu jeder Form von Rassismus zu bekennen! Wer das vor Fußballpublikum auf der ganzen Welt sagt, der wird wahrgenommen!

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Twitter Wochenschau: 2010-07-04

879/2010: FotoPodcast: Neuer Stolperstein in Berlin-Zehlendorf verlegt

Heute hat der Kölner Künstler Günter Demnig vor dem Haus Waltraudstr. 27, 14169 Berlin einen neuen Stolperstein verlegt. Der Stein wurde vom Büro Gotthal finanziert. Er erinnert an Edith Müller geb. Wertheim, die in Auschwitz umgekommen ist! Das Büro Gotthal hat bereits mehrere solcher Verlegungen gezielt vermittelt. Ein genauerer Bericht folgt nach.
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