Ein bisschen reißerisch formuliert, oder? Biggest Bohei oder gewissenhafte Berichterstattung? Bad Banks, Bad News…aufgeregte Statements allerorten. War schon jeder Zweite am Aderlass, ums auszuprobieren? Im Teaser heißt es wörtlich: ‚beinahe jede zweite EC-Karte‚ sei betroffen.
Der Artikel –hier– hält denn auch nicht, was die Headline verspricht. Denn schon einen Mausklick weiter (nochmals daher hier click) betreffen die Probleme nur noch jede dritte EC- und Kreditkarte.
gesichtspunkte.de hatte kürzlichhier über eine amtsgerichtliche Entscheidung in Tiergarten (Berliner Amtsgerichtsbezirk) berichtet, die unter dem Aktenzeichen 10 C 127/09.WEG am 08.10.09 verkündet wurde. In der (ad hoc) besprochenen Entscheidung ging es um die ‚en bloc‘-Wahl eines Verwaltungsbeirats aus vier Personen. Der Beschluss war für ungültig erklärt worden. Den Wortlaut dieser Entscheidung haben wir uns auch besorgt. Ein kostenloser download-Link befindet sich am Ende dieses Artikels. Der vollständige Wortlaut gibt uns Anlass, noch einmal auf das Thema zurück zu kommen. Wer allerdings die ersten Reaktionen von uns zuerst lesen möchte, bitte hier.
Unsere seinerzeitige Kritik zurück zu nehmen, besteht auch in Kenntnis des (jetzt vorliegenden) kompletten Wortlauts kaum Anlass. Die Entscheidung lässt uns Verwalter ahnen, dass auf den rechtsprechenden Gerichtsfluren ein Wind von Förmlichkeitserwägungen und stringentem Gedankengut weht, der der Praxis und (was wichtiger ist) dem ganz überwiegenden Eigentümerwillen heftig entgegenweht. Förmlich mag das Leben als Mieter sein. Warum auch Wohnungseigentümer in erster Linie förmliche Erwägungen gegen sich gelten lassen müssen? – darauf erhalten Ratsuchende gerichtlich kaum eine vernünftige, nachvollziehbare Antwort!