Webschnipsel des Tages: Manche Abstimmungen finden auf dem Bierzettel statt

Biertischzettel mit Meinung

Biertischzettel mit Meinung

„Erhöhung der Instandsetzungsrücklage wäre o.k.“ (Aufschrift auf Bierzettel)

  • Instandhaltungsrücklage: Finanzielle Ansparrücklage von Wohnungseigentümern zur Sicherstellung von Instandhaltungsvorhaben, die in der Zukunft liegen.
  • Instandsetzungsrücklage: Finanzielle Ansparrücklage von Wohnungseigentümern für Instandsetzungsvorhaben infolge unterlassener Instandhaltung?

Bitte die beiden vorherigen Definitionen noch nicht als gottgegeben hinnehmen. Dazu ließe sich noch was ausführen. Ist aber gar nicht das Thema, nur weil es so auf einem Bierzettel stand.

Auf einer Versammlung in Berlin-Neukölln ist der Zeitdruck inzwischen groß geworden. Etliche Eigentümer sitzen schon etwas unruhiger auf ihren Stühlen. Wir sind in einer Stampe. Zur Begriffsklärung Stampe am Ende dieses Artikels.

Sie will jetzt gehen, denkt sie. Sie haben beide noch was vor, auch ihr Lebensgefährte hat schon ein paarmal was herüber gemurmelt. Sie fasst sich ein Herz und sie trifft eine Entscheidung. Time to say goodbye. Aber die Eigentümer sind nach jahrelangen pädagogischen Empfehlungen eines Versammlungsleiters auch ein bisschen geschult in Sachen wechselseitiger Rücksichtnahme. Es gehört zu den vornehmen Pflichten eines Eigentümers, einer Versammlung beizuwohnen. Und nur wenn man gar nicht anders kann, entscheiden allein die Füße – gehen! So weit ist es jetzt. Später steht noch der Wirtschaftsplan 2010 an.

Weiterlesen

Minarettverbot in der Schweiz: Spiegel berichtet über TV-Zuschauerreaktionen in Deutschland

Minarettverbot Schweiz

Zitat Ausgerechnet die urdemokratische, weltoffene und polyglotte Schweiz, in der selbst einfache Servicekräfte fließend französisch und italienisch, rätoromanisch und hochdeutsch sprechen, gilt nun als rückständig, verbohrt und ausländerfeindlich.“ (Reinhard Mohr, Der Spiegel – online – 03.12.09)

Der Spiegel berichtet am 03.12.2009 in seiner Online-Ausgabe hier über ein TV-Duell unter Leitung des unsäglichen Moderators Frank Plassberg (Hart, aber fair!).

Unter der gelungenen Überschrift ‚Träumen von der Toblerone-Republik‘ (grins, gute Assoziation) schreibt Spiegel-Journalist Reinhard Mohr rezitativ über den Verlauf einer harten, aber (angeblich) fairen TV-Diskussion. Allerdings ist das ja auch schon so: Kommt so eine TV-Diskussion, schaltest du möglichst schnell weg. Denn solche TV-Diskussionen gibt es erstens viel zu viel und im Übrigen ist die Empörung durch eigene Stellvertreter im Fernsehen niemals befriedigend. Man kann daher sagen, dass TV-Diskussionen überflüssig wie ein Kropf sind. Unangenehme Bekenntnistümelei. Ich meine, also bin ich….

Weiterlesen