Geschichte in Augenblicken: Wie sich die Zeiten ändern, und auch die Webseiten

Historie

Ja, man kann durchaus sagen, dass die Firmenwebseite der Hausverwaltung Büro Gotthal ein digitaler Dinosaurier aus der Prähistorie ist. 1997 fing das Berliner Büro für Hausverwaltungskunde (kurz: Hausverwaltung) an, die Leistungen der Firma im Internet mit einer eigenen Homepage zu präsentieren. Das ist aktuell zwölf Jahre her. Seinerzeit strickte ein html-Kundiger namens Steffen David von der erfolgreichen Berliner Firma I/P/P Berlin die erste Darstellung.

Steffen David (Quelle: Privatarchiv)

Steffen David (Quelle: Privatarchiv)

Gotthal lieferte vorher ein Script in Textform, geschrieben in der Programmiersprache LotusWordPro, einem schnöden Textverarbeitungsprogramm, und was später auf den Seiten der Homepage stehen sollte, war auf eine neue, beglückende Art schön gestaltet. Das Programmieren von Webseiten galt damals noch als eine geheime Domäne von besonderen Menschen mit tiefsitzenden Spezialkenntnissen. Herausgekommen war dabei eine grün-türkisfarbene Kleinst-Webseite und das Beste war, dass alle enthaltenen Hyperlinks auch tatsächlich funktionierten.

Inzwischen hat sich das Web grundlegend gewandelt. Aus dem Web 1.0 der Gründungstage wurde das Web 2.0, und aktuell prognostizieren Fachleute, dass es im Web 3.0 künftig darum gehen würde, nicht nur immer persönlichere, aktuellere und einfach selbst eingestellte Inhalte zu produzieren und diese einem großen Publikum zur Verfügung zu stellen.

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Google Noodle: Die URL mündet in die YBBS und Visitenkarten ersetzen nicht das Internet

Internet & Email

The meaning of life - (Quelle: publishblog.de)

The meaning of life - (Quelle: publishblog.de)

Zitat Die Url ist ein ca. 35 km langer Fluss in Niederösterreich, der durch das Mostviertel fließt und kurz vor Amstetten in die Ybbs mündet.“ (Wikipedia hier)

Wie Menschen das Internet nutzen. Gestern kam von einem Handwerker (aus Berlin, nicht aus Österreich, wo Amstetten liegt) folgende Email:

Zitat Sehr geehrter Herr Gotthal, ich habe Sie, wie versprochen, bei Google gesucht und gefunden… Hier nun mein Angebot für die…‘ (Auszug aus einer Email)

Was nicht -gar nicht- den Tatsachen entspricht. Er hat was versprochen, bei Google zu suchen, das war nicht verlangt worden. Er sagt, er hat bei Google was gefunden, was nicht stimmt, und nun -und das stimmt- kommt ein Angebot per individuelle Email mit Anhang und an meine Emailadresse, die er gar nicht kennen dürfte. Und das hängt wie folgt zusammen:

google-Classics Postkarte

google-Classics Postkarte

Ausgangspunkt war seinerseits die Frage, ob ich mal eine Visitenkarte für ihn hätte, als wir uns vor ein paar Tagen trafen. Wir trafen uns auf Vermittlung eines Malermeisters, der ihn empfiehlt und über ihn sagt , er wäre ein guter Fußbodenleger für Parkett und Laminat und so.  Ich sagte zu ihm: ‚Ich benutze so was nicht, Visitenkarten, ich bin inzwischen digital.‘  Altmodische Menschen kaufen sich so Einschweißmäppchen für die Aufbewahrung von -sagen wir- 150 Visitenkarten. Das würde bei mir erstens nicht reichen und zweitens gibt es PCs, PDAs, Kontaktverwaltung, Zugriff auf Telefonbücher von Handys und dergleichen. Ein aus billigem, hässlichen Plastikmaterial hergestelltes Visitenkartenkarussell bewirkt bei mir vor allem eins: mir wird schwindlig. – Was die betreffenden Karusselle angeht, so erhoffe ich insgeheim, dass mir entsprechende Google-Anfragen im Internet beispielsweise folgendes bestätigen:

Zitat Zu Deinem Suchbegriff haben wir leider nichts Passendes gefunden. Hast du dich vielleicht vertippt?

Oder versuch doch mal Folgendes:
* Stöbere in unserem Geschenkefinder
* Lass Dich von unseren Trends inspirieren
* Frag die Geschenkdetektive und erhalte Tipps aus der Blabla Community
Über 400.000 Produkte warten auf Dich.“

Richtig, die Beispielsuche belegt eindeutig: ein Visitenkartenkarussell muss es nun wirklich nicht sein, warum nicht lieber 400.000 andere Alternativen in Erwägung ziehen?

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