1401-13 – #Positionslicht – Vom Finanzanlagekonzept „NULL“

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Finanzanlagekonzept NULL bezeichnet den gegenwärtigen Zustand am europäischen Geldmarkt. Verzinsung gleich Null, Idee, etwas besser verzinslich anzulegen: Ergebnisgenullt. Der Finanzmarkt ist eingelullt in Bedeutungslosigkeit. Eine Zustandsbeschreibung von Wohnungseigentümerverwaltung, diesbezüglich dessen….

Wir Hausverwalter sind Sachverwalter fremden Vermögens. Aber sind wir auch unvermögend? Wissen also vielleicht, wie man eine richtige Wohngeldabrechnung macht, aber nicht Bescheid am liquiden Geldmarkt? Manchmal glaubt man das.

In jeder WEG gibt es einen, der hat mehr wirtschaftlichen Sachverstand als man selbst und tut es kund. „Wir sollten mal einen Teil der Instandhaltungsrücklage, den wir kurz- und mittelfristig nicht benötigen, anlegen,“ sagt er auf der Versammlung. Das finden alle gut. Endlich einer, der sich Gedanken macht. Dass das Geld vom Verwalter nicht so gut verwahrt werden könne, wie von den Wohnungseigentümern selbst, höre ich oft auf Versammlungen. Meist geht dem voraus, dass ich selbst pflichtschuldigst über die „derzeit drögen Finanzmärkte“ fabuliere und gelangweilt und routiniert zum Besten gebe, die Instandhaltungsrücklage sei zwar „sicher“ (geflügeltes Wort von Merkel) aber uninteressant verzinst derzeit. Deswegen hat auch Hr. Müller aus Dahlem das Wort ergriffen und gesagt, da kümmern wir uns jetzt mal drum.

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1400-13 – Positionen: Von Morbus Telekom, großem DSL-Speedtest und der Quadratur konzentrischer Kreise

Morbus.Telekom: Internet? Ich habe Telekom
Morbus.Telekom: Internet? Ich habe Telekom

Nach eingehender Recherche ist der medizinische Fachbegriff „Morbus Telekom“ bislang wissenschaftlich noch nicht belegt und wird bundesweit in unterschiedlichen Bedeutungen -sehr selten- benutzt. Das macht erforderlich nachzudenken, ob nicht eine allgemein gültige Definition längst überfällig wäre! Die empirischen Forschungen dazu sind bereits im Gange, ähnlich wie die Überprüfung der tatsächlich geleisteten Internetgeschwindigkeiten, die zwischen Soll und Haben nicht nur mokant, sondern sogar „frappant“ vom vertraglichen Soll nach unten hin abweichen können. Ein äußerst lästiges Feld.

Die Grafikabteilung von gesichtspunkte.de hat die Ergebnisse der letzten Arbeitstage wie folgt zusammengefasst, wobei die Vorgaben der Textredaktion folgende waren:

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1399-13 – Positionen: Was einst der Wucherpfennig war, ist seit 2002 praktisch ungeklärt geblieben!

Was gut ist, kostet Geld, sagte Jonathan C. Dralle!
Was gut ist, kostet Geld, sagte Jonathan C. Dralle!

Musikalisch denkt sich Schwieriges leichter: Die Fermate (ital. fermare: anhalten) ist in der Musik ein Ruhezeichen in Form einer nach unten offenen Parabel mit Punkt in der Mitte über einer Note oder Pause, das auch als Aushaltezeichen verwendet wird oder Innehalten in der Bewegung anzeigt. (Link unten)

„Was gut ist, kostet Geld,“ sagt Jonathan C. Dralle. An den ich denke, weil mich eine Formulierung anderswo erinnert, jemand schreibt: „Warum wurde an Pfennigartikeln wie einer Dichtung und Abdeckungen gespart…“. Dralle ist Gartenbau-Unternehmer, hat mit der Sache gar nichts zu tun. Aber die Diskussion über Werthaltigkeit, die hatte hier schon mal Spuren hinterlassen. Ich denke: „Sind eigentlich „Pfennigartikel“ seit Anfang 2002 im Wert adäquat der EURO-Umstellung im Wert gestiegen? Und warum hat sich der Begriff „Centartikel“ im Volksmund noch nicht durchgesetzt? Was ist eigentlich aus dem guten, alten Wucherpfennig geworden? Ist jetzt den Euro nicht wert, wer den Cent nicht ehrt?“ #Fragen, offene

Da die Fragen offen sind, brauchen sie jetzt nicht geklärt zu werden. Sie erleiden in ihrem geparkten Zustand eine Aufklärungsfermate. Mit längerem Haltebogen. Wenn auch unsere Ungeduld auf Sport-Flitzebogen….seid duldsam: Ich hab´s aufgeschrieben, das kommt nicht weg. Und weil es Kunst ist, darf das auch nicht weg. Das klären wir „gleich morgen“. Vielleicht fällt mir an einem anderen Tag dazu etwas Sinnvolles ein. Wenn nicht, ist übermorgen auch noch ein Tag. Dralle übrigens ist ein „Garten-Kolumner“ bei der Süddeutschen Zeitung. Weiter arbeiten…

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(EP)

1398-13 – Alltag: Briefe an die Hausverwaltung/Redaktion #Alltag

Alltag

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Was alles so eingeht bei einer Hausverwaltung. Z.B. diese Nachricht und man denkt, „Häh?“ – Soll ich wirklich? Oder ist das gar nicht für uns, Zitat:

Ich habe im Keller mehrere alte Fahrräder, die ich gerne abgeben würde. Zum Verschrotten sind sie aber eigentlich noch zu gut. Würden Sie die abholen und wieder herrichten?

Nein, Fahrradwerkstatt sind wir nicht. Recycling-Kreislaufpartner auch nicht.

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1397-13 – Unwort des Jahres: Zum Unwort des Jahres 2013 schlagen wir „stöbern“ vor #TELEKOM

Telekom-Mashup - Herkunft: unbekannt
Telekom-Mashup – Herkunft: unbekannt

Wer in eine sorgenlose Zukunft schaut, hat den Kopf frei. Kann sich freuen zu existieren. In der bunten Welt des Kraftshoppings und Shophoppings sind „hippe Formulierungen“, um jugendliche Frische zu suggerieren. Das alte Ross ist dabei sogar längst lila angelaufen. Wir aber sollen erst mal stöbern, Antwort ist eh nicht zu erwarten. #Replik

Wer der TELEKOM eine Email schreibt, hat erst mal erhöhtes Postaufkommen. Dieses nennt man „AutoReply“. Große Chancen, zum Unwort des Jahres 2012 gewählt zu werden, hat nach reiflicher Überlegung das Wort „stöbern“. Es ist ein „AutoReply“ und jeder Emailversender bekommt es sofort, und das heißt: Ohne nachzudenken!, Zitat: „Herzlichen Dank für Ihre E-Mail an die Telekom. Wir kümmern uns gern um Ihr Anliegen, sodass Sie so schnell wie möglich eine Antwort von uns erhalten. Falls Sie in der Zwischenzeit etwas stöbern möchten: Unter www.telekom.de halten wir interessante Informationen für Sie bereit.“ – Wir fassen zusammen: Soviel Zeit (zu stöbern) ist gerade noch.
Ach ja? – Nicht etwa, dass das Telefon nicht funktioniert oder die Internetleistung nicht zufriedenstellend arbeitet? Hier waren Textredakteure am Werk wie Dünnbrettbohrer, so scheint es. Das Feld „richtige Kommunikation“ ist ein weites Feld. Und die Aufforderung zum Stöbern eine nachgerade ungeeignete Formulierung für Unternehmen, deren Leistung in diesem Schriftverkehr in Rede steht. Warum sonst würde sich wohl ein Kunde dieses Unternehmens dort melden?

1396-13 – Wissen: Was bedeutet eigentlich „GV-Vollmacht“? #Abkürzungen

_icon.Gut.zu.wissen.

Wissen hält nicht länger als Fisch!
Wissen hält nicht länger als Fisch!

Das Kürzel „GV-Vollmacht heißt übrigens „Vollmacht für die generelle Inlandszustellungsbevollmächtigung“ und regelt, dass der Wohnungseigentümer anstatt an sich selbst, Zustellungen seiner Post vom Verwalter der WEG an einen Dritten vornehmen lässt. Weil wir immer wieder gern gefragt werden, was „GV“ bedeutet. #Definitionen

Ja, die Sache ist ein „running gag“. Aber gar nicht so komisch, sondern rechtlich von einigermaßen großer Bedeutung. Nicht wahr?

So wie in Lichtenberg, wo eine Bauingenieurin mit ständigem beruflichen Aufenthalt in Algerien eine Berlinerin bevollmächtigt hat, ihre Post von der Verwalterin in Empfang zu nehmen. Dass dies auch rechtlich richtig eingeordnet wird, bedarf es eines Formalismus. Den versendet die Verwalterin an die Eigentümerin via Email nach Algerien. Damit die Sache „rund“ ist und kein Raum für falsche Interpretationen ist. Nach dem Motto „So war das ja gar nicht gemeint“. Doch, so war es gemeint. Und nicht anders.

Weiter arbeiten…

1395-13 – FotoPodcast: Notariatszinnober in Wilmersdorf: Impressionen

Notariat in Wilmersdorf: Impressionen

Ich sag ihm, da auf dieser Titanic, da sollten sie noch zwei Playmo-Figuren vorn drauf stellen, so direkt hintereinander. Er murmelt was von „Jaja“, in eine Art nicht vorhandenen Bart. Wahrscheinlich wird er meine Idee unberücksichtigt lassen, denke ich später.

Ich sag nur eins dazu: Ein Notar ist eine amtliche Person öffentlichen Zutrauens und genießt hohes Ansinnen. Und noch eins: Wenn ein Notar in seinem Büro „alten Tand“ hinstellt, aus vergangenen Zeiten, hat das was Fesselndes. Dann werden die Paragraphen unwichtiger. Ein Stück weit. Ich sag euch noch was: Ein Notar, der die Titanic in Pappe nachgebildet ausstellt, wird niemals untergehen. Denn er weiß um die Schwierigkeiten, große Schiffe an Eisbergen vorbei zu steuern. Irgendwann werden bestimmt die „Berliner Originale“ unter den Notaren aussterben. Und dann steht nirgendwo mehr eine alte Uhr, eine Briefwaage oder gar eine ganze Replik der Titanic aus Pappe.

 

1394-13 – Medienecho: Berliner Erzbischof plaudert exklusiv aus dem Nähkästchen – Ich bin nur einfacher Armleuchter im Weinberg des Herrn.

Vom Papst umarmt: Berliner plaudert aus dem Nähkästchen

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Vom Papst umarmt: Berliner plaudert aus dem Nähkästchen
Vom Papst umarmt: Berliner plaudert aus dem Nähkästchen

Ein Medienecho ist das Echo auf die in den Medien verbreiteten „True Stories“, also auf Geschichten, die sich Blattmacher ausdachten. Einen Medienecho hingegen vergibt die deutsche Wirtschaft im Moment noch nicht. Auch wenn so manche Schlagzeile einen verdient hätte. „Der Papst umarmte mich wie einen Bruder“, das ist nicht YellowPress und nicht „Sex & Crime“ als Verkaufsmotor, ja nicht einmal eine „Bedtime-Story“. Es ist einfach nur klasse getitelt und sofort springt das eigene Kopfkino unabsichtlich an. #HowTo Build Schlagzeilen von Weltrang

Eine Schlagzeile macht Schlagzeilen. Wer hat nur die Redaktion von Berlin´s anspruchsvollster Boulevard-Zeitung beraten?

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1393-13 – FotoPodcast: Was Teenager behaupten, was gut wäre

SHAMP SKATER Pinkt 38 - gutes Shampoo
SHAMP SKATER Pinkt 38 – gutes Shampoo

Zu was wir wurden, haben wir Maggi, Sinalco, Coca Cola, Milky Way, Bounty und Mars zu verdanken. Würden wir heute erst zu was werden, hießen die Marken ganz anders. Ein Reality Check. Oder: „You play the black, I play the white key“ (SEEED, „Everything is beautiful“, 2013)

Klar und deutlich: Wir alle haben unser „Markenbewusstsein“, ja und irgendwie auch „Markentreue“. Aus Erinnerung zehren wir, wissen, was ein Tempo ist und wollen, wenn Suppe zu würzen ist, Maggi (eventuell, falls wir nicht zu den Schmähern von Maggi gehören), nicht Suppenwürze. Oder wir wuchsen im Osten auf. Dort galten andere Nominationen. Am schlimmsten immer noch Usus: „Kaufhalle“.“Dance Hall“ klingt definitiv besser. Finde ich jedenfalls. Ragga muffin klingt besser als Morning Maffin.

Teenager entwickeln andere, selbständige, neue Markenvorlieben. Der Coolness-Faktor ist wichtig. Nie gehört: „Shamp Skater“ ein gutes Shampoo? Wir wissen es nicht. „Pink 38 bitte,“ sage ich am Drogerietresen, an dem die Verkäuferin noch nicht wegrationalisiert ist. Teste aus, ob mich überhaupt jemand verstehen würde? Wenigstens habe ich noch Haare und nicht einen silbrigen Kranz der Erleuchtung, Farbton: „Lichtgrau“ pardon „lightgray 1952“. Wie jetzt die B52s, die noch übrig geblieben sind. Anderes Thema. Es ist wenigstens nicht „Pink 38“ oder gar „Punk 76“. Unweigerlich denke ich an ein Projekt mit dem Namen „Punkfoto“. Jemand trägt Erinnerungen zusammen und alte Fotos, setzt daneben aktuelle und schon haben wir ein Soziologieprojekt. Waren am Ende die größten Punks die größten Spießer? Oder wurden sie zu welchen? – Gott sei Dank heißt es nicht „Prunkfoto“, so wie wenn Maschmeyer und Co. ihre AWD-Vertretertreffen posten. Gittigitt! Hach, wie einfach das alles ist.  #Feldversuche fürs Überleben

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1392-13 – Linktipp: Die BZ Berlin berichtet über ein interessantes Landkarten-online-Projekt, superwow!

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Berliner Speckgürtel? Was ist denn das...
Berliner Speckgürtel? Was ist denn das…

Ab Ende März sind erstmals preußische Landkarten aus den Archiven für jedermann im Internet verfügbar. (meldet die BZ Berlin in ihrer Online Ausgabe)

Landkarten von Berlin aus allen möglichen Zeiten. Superwow. Das ist interessant. Wir schicken unseren Lesern ein #Lesezeichen.

Damit die Karten nicht verbleichen. Wer will das schon: Geografische Leichen?

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