1767-14 – Fernsehtipp: „Es war einer von uns“ #Zdf

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Perfide After-Party: Nur einer weiß, was er letzte Nacht getan hat. Hält sich bedeckt, lange Zeit geht das gut, bis gegen Ende des Films ein Zufallsfund die Sache abschließend aufklärt. Die Frage: „Warum?“ – Der Täter schweigt. Das unerträglichste Rätsel, wer ist der Vergewaltiger,  ist gelöst.

Johanna bekommt K.O.-Tropfen, wovon sie nichts weiß und fährt mit dem Fahrrad nach der Party nach Haus. Am nächsten Morgen wacht sie lädiert, stark blutend und vergewaltigt im Park an der Elbe auf. Die Anzeige der Tat bei der Polizei löst empfindliche Ermittlungen aus, Freundschaften werden hart auf die Probe gestellt. Der Vergewaltiger war, soviel ist (vermutlich) sicher, einer der Partygäste auf der Fete bei der guten Freundin Anja Kling.

Ein hoch berührender, intimer Film voll Verletzlichkeit, hervorragend besetzt und empfindsam gespielt, leise, emotional und absolut sehenswert. Ein Film, der uns angreift und in Frage stellt.

Nur für kurze Zeit in der ZDF-Mediathek. Meine Empfehlung.

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1766-14 – Historie: Zum Mauerfall 09.11.89, dem Gedenktag 09.11.14, Wolf Biermann und West-Erinnerungen von Marcus Kluge #Linktipp

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Graffito Büro Gotthal - 20 Jahre Mauerfall
Graffito Büro Gotthal – 20 Jahre Mauerfall

Der Bloggwart findet den Auftritt von Wolf Biermann im Deutschen Bundestag insgesamt nicht unangemessen oder gar unanständig. Was Westdeutsche sich vornehmen könnten von den Ostdeutschen interessiert zu lernen: Zu verstehen, warum dieser Auftritt Gefühle -vor allem im Ex-Ostdeutschland- verletzt haben könnte. Mir persönlich ist nicht klar, warum? – Sein Vortrag ist historisch ja nicht verkehrt einzuordnen. Mit einer gewissen Befriedigung festzuhalten, es sei nun möglich, diese Moritat vor einem deutschen demokratischen Parlament zu singen, ist doch in der Tat ein Fortschritt, in geschichtlichen Dimensionen gedacht.

Als vor fünf Jahren dieses Pixeltrickserei angefertigt wurde, war Bildpersonalisierung gerade stark im Kommen. Inzwischen gang und gäbe und  nichts Ungewöhnliches mehr, befand sich diese Technologie damals noch in den Kinderschuhen.

Jetzt liefen klasse Filme teils erstmals (Bornholmer Str.) und als Wiederholung (Das Leben der Anderen). Wolf Biermann hat dem Deutschen Demokratischen Bundestag, der nach seinen Worten einen gewissen Fortschritt gegenüber der Vergangenheit darstellt, ein Ständchen gesungen. Bundestagspräsident Lammert hat ihn gelehrt, wäre er als Volksvertreter gewählt, so hätte er hier ein Rederecht. Und trotzdem hat er sich eins genommen, hat sich als Drachentöter bezeichnet und den Linken eine Ohrfeige gegeben. So ist er nun mal, der Wolf Biermann, der unbeugsame.

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1764-14 – Backoffice: Was die Verwalterin weiß? – Manches nur per Zufall: Aber Herr Romanoff ist jetzt der glücklichste Stromkunde Berlins.

Drehstrom-Wohnungszähler
Der digitale Detektiv
Der digitale Detektiv

Emaileingang:

Herr Romanoff fragt, ob Sie vielleicht Kopie des Übergabeprotokolls für seine Wohnung aus dem Jahr 2007 in Ihren Unterlagen haben? Er braucht dringend die Angaben zum Stom-Zählerstand, die im Protokoll notiert werden sollen. Falls Sie ihm helfen können, wird Herr Romanoff sehr dankbar!

Und ja, Herr Romanoff: Es geht einen Verwalter von Wohnungseigentumsanlagen zwar nichts an, aber manchmal findet Kommissar Zufall in den seinerzeitigen, alten Verwalterunterlagen tatsächlich Dokumente, die hilfreich sein können, wenn seit 2007 (!!) Stromzählerstände -besser Verbräuche- improvisiert abgerechnet wurden. Man kann sich nicht um alles kümmern. Gute Dinge brauchen Zeit. Herr Romanoff, dessen Namen wir natürlich geändert haben, wird jetzt sehr dankbar. So jedenfalls ist es angekündigt. Er ist jetzt einer der glücklichsten Stromkunden Berlins.

Pfadfinderisch, also Pfade zur Vergangenheitsbewältigung auffindend, tätig sein. Jeden Tag eine gute Tat. Für mehr ist auch kaum Zeit.

1761-14 – Video: Erinnerungen an den Kurfürstendamm kurz nach dem Mauerbau

Von Haus zu Haus am Kurfürstendamm (Buchcover)
Geschichte des Wohnhauses
Geschichte des Wohnhauses


Kufürstendamm Sechziger Jahre

Chromblitzendes Prestige blitzt. Das Berliner Urgestein, der Journalist Alexander von Bentheim führte uns des Weges entlang.

Sony ist der Name eines neuen Plattenspielers. Das Europa-Center stand noch nicht.

Eine lustige Fahrt, den Kurfürstendamm entlang, wie er kurz nach dem Mauerbau aussah.

1760-14 – Video: Berlin-Kreuzberg (1979) im Filmüberblick – Und über: Das Bloggen an sich.

Schmierereien an der Tür, Oranienstr. 24, Kreuzberg

Berlin-Kreuzberg, 1979 from BERLIN GRAFFITI on Vimeo.

Schlesisches Tor und Umgebung: Das Bildmaterial ist der Dokumentation „Spreeufer Süd-Ost“ aus der Reihe „Berlinische Berichte“ von Ingeborg Euler entnommen. Musik: Brian Eno – „Dunwich Beach, Autumn 1960“ aus „Ambient 4 – On Land“ Montage: Falko Brocksieper

Jemand sagt: „Der bloggt, das ist nicht seriös.“ Bzw. jemand blökt: „Der bloggt.“ Von einem Blog kann man auch auf einen Menschen schließen. Ach? – Ich z.B. schreibe auf, was mir passiert. So eine Art Tagebuch meines beruflichen Lebens. Manchmal auch diese Grenze überschreitend. Ich bin nicht en passant einfach nur thementreu und Zweckblogger, um mit Texten berufliche Karrieren zu fördern. Viele, viele Geschichten wären niemals erzählt worden ohne Blogger. Beispielsweise.

Dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Was soll denn daran unseriös sein? Blogger machen sich Gedanken über die Welt wie sie ist. Wie sie mal war. Manchmal auch darüber, was man besser machen könnte. Oder sie halten einfach nur die Gegenwart fest. Ich find „bloggen“ prima. Das bewegt was. Den Rest kann man gar nicht richtig aufklären. Ist es „oberflächliches Gesülze“? An den Haaren herbeigezogener Mist Ersatz für eine Aussage: „Den mag ich nicht.“ – Weil: „Der bloggt sogar.“ Tut mir leid. Tut ench amun. Schöner Film, oben, finde ich. Deswegen habe ich ihn reingestellt. Wer bloggt, teilt auch. Es ist besser, Wissen zu teilen, als Kopfhörer aufzusetzen und mp3-Playlisten rauf und runter zu hören. Genug davon. Für heute.

 

1759-14 – Video: Ein gemischter Chor aus dem Hause Albrecht, die einzige Tochter Ursula, genannt „Röschen“ singt mit

InderTat


Familie von Ernst Albrecht singt…

„Chorsingen und Hausmusik, das sind die Wiegen jeden weiteren, halbwegs ernsthaften Strebens Richtung qualifizierter Musikausübung“. Im bewohnten Mehrfamilienhaus spielen sie bereits eine wichtige, die Familie einigende, tragende Rolle, vor allem wenn man, wie die Ministerpräsidentenfamilie ins Einfamilienhaus flüchtet, vor allzu viel Öffentlichkeit und nicht nach Großburgwedel…

Die tragende Prinzenrolle und das zarte „Röschen“, heute Bundes-Uschi genannt von vielen da draußen. „Das war ja ganz entzückend,“ moderiert Moderatorin Gundula an.

Das Video wurde ursprünglich auf facebook gezeigt in einer Gruppe namens „Spezialistengruppe: Musikerwitze“. Das Sujet von Chorsingen in der Familie und Hausmusik“ und vom mangelnden Spaß in der Gegenwart kommt auch in einem weiteren Zitat zum Ausdruck.

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