1188/11: Lied des Tages: Daniel de Lazo ist aus Detmold, das liegt in Deutschland und sein Stern ist am Aufgehen

Manchmal ist es eben so, du kannst es gar nicht beeinflussen: Erst geht irgendein Stern auf. Und dann dein Herz! Ganz automatisch! Aber: „Wo ist der Stern?“ Wir suchen hier einmal danach: mit echtem Herzblut!

Es war D.J. Ötzi, der das Thema der Sterne über Deutschland personifizierte. „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, den verschenke er heut nacht. Aber als ihn unlängst ein Journalist interviewartig befragen wollte, ob es überhaupt möglich sei, dessen Musik zu hören ohne sich vorher zu betrinken, da wurde es D.J. Ötzi denn doch zu viel und sein Ausraster ist inzwischen weltweit abzurufen. Der Grund: Der Journalist war schlecht vorbereitet und das neue Machwerk des Herrn, der eine Mütze trägt, kommt auf neue, andere Art daher: direkt und eigene Erlebnisse verarbeitend, ja, mit Gefühl.

Wobei wir schon beim Thema des heutigen „Kulturecke“-Beitrags sind: Daniel de Lazo aus Detmold hat offensichtlich Gefühl, und was wir  in den Schatzkammern des weltweit einzigartigsten Internets aller Zeiten fanden, belegt dies auf nachdrückliche Weise.

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Daniel de Lazo – Wo ist der Stern? (Ballade, Piano) – via Youtube

Buchstäblich warm ums Herz wird uns, und Daniel de Lazo intoniert die Anfänge eines äußerst charismatischen Musikstücks, begleitet sich dabei ganz allein am Flügel.  Die Stimme fällt unerwartet höher aus. Aber die Message ist klar: Die Hoffnung wird nie vergehen! Hofft auf „den Stern“, den zu suchen sich lohne. Wo ist die Liebe? Und wo sind wir eigentlich jetzt?

Verirrte aller Erdteile, oder kleiner heruntergebrochen: Serienstraftäter, die Dutzende minderjährige Opfer mißbrauchen und schliesslich irgendwo verscharren, um den kleinen Moment von Erlösung ausgekostet haben zu dürfen. Oder geistig Zurückgebliebene, die serienartig Mehrfamilienhäuser in Berlin-Neukölln oder in Berlin-Sonstewo anzünden, perfide immer auf die Kinderwagen von Kindeseltern, einige starben schon. Psychisch Verhaltensauffällige, die Autos anzünden, ohne Sinn und Verstand und sich für alternative Weltverbesserer halten. Angesichts von Fukushima, dem atomaren Supergau, aussterbenden Weltmeeren und ….immer weniger Mitgefühl.

Daniel de Lazo zeigt Mitgefühl. Und fügt sich damit ganz zufällig ein in eine Idee, die internetweit inzwischen Verbreitung findet: Zeigt doch mal Mitgefühl, Leute! Jetzt! Den Anschein eines Beweises dafür? Bitte gern, hier!

Die Liebe ist universell, meint es, und es ist „leise, leise“, nicht wie bei Rammstein, die es lauter sagen, aber durchaus nicht anders meinen, wenn man sie richtig verstehen möchte. Bei aller Agonie, dass wir uns derzeit in „schwierigen Gewässern“ befinden und viele von uns die Orientierung verloren haben: Daniel de Lazo aus Detmold hat sich zurückgezogen, ans Klavier gesetzt und einfach losgespielt. Gegen diese Art von alltäglichem Wahnsinn. Und das gefällt. Danke für diesen hoffnungsvollen Song, Daniel de Lazo, und noch viele, viele vergleichbare Tolltaten, in Berlin ist deine Message heute, zu Herzen gehend angekommen. Und weil bei Youtube inzwischen auch ein anderer Wahnsinn angekommen, der mit den gefühlten Pflichtverletzungen von Menschen, die sich gegenseitig Musik zeigen möchten, können wir nur beruhigend hinzufügen:

Dieses Video (hier oben) enthält Content von Daniel de Lazo und ist in Deinem Land verfügbar. Klickst du dort?

Ja, so ist es: Der Irrsinn länderspezifischer Inhaltskontrollen, die internationale Musikkonzerne als vermeintliche Gralshüter von Urheberrechtsinhabern veranstalten, treiben wüste Blüten. Vertreten werden diese Ansprüche von der deutschen GEMA, die im Einstweiligen-Verfügungs-Verfahren vor Gericht jedenfalls nicht überzeugend die Eilbedürftigkeit darlegen konnte, weswegen nun ein weiterer Rechtsstreit, diesmal in der Hauptsache geführt wird. Das Ziel ist die Untersagung der Veröffentlichung von urheberrechtsgeschützten Beiträgen bestimmter Künstler.

Daniel de Lazo hat sich demgegenüber offenbar auf „seinem Weg“ gewagt: Er läßt seine Musik erst einmal die Herzen der Menschen erreichen, gibt ihnen die Möglichkeit, hörenswerte Stücke kostenlos downzuloaden und immer wieder zu erinnern. Eines Tages werden wir uns sprechen: dann wird Daniel de Lazo die Herzen aller Menschen brechen, dann ist er ein Star, der in der Zeitung steht. Doch dann werden die Konzerne sehen, was sie getan haben, doch dann ist es zu spät. Zu spät! Wobei das nun wieder die Umtextung urheberrechtlich geschützten Materials der Berliner Band „Die Ärzte“ darstellte. Welches genau wird nicht verraten, denn dies ist ja in unserem Land nicht verfügbar. Leute, schaukelt mit den Köpfen, lasst Sonne in eure Herzen und erinnert bei der Gelegenheit: Jede Wurst hat immer mehrere Enden! Musik hören, bis Die Ärzte kommen!


Daniel de Lazo – Mitgefühl – via Youtube

Schönes Wochende nach hüben, drüben und „ooch“ nach oben, denn auch der Kosmos ist angesprochen!

Shalom!

Dieser Irrsinn in in deinem Land nicht verfügbar!

Dieser Irrsinn in in deinem Land nicht verfügbar!

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Wenn es auch unüblich ist in der Kategorie „Lied des Tages“ auf dieser Website, haben wir uns entschlossen, in diesem Beitrag gleich zwei Lieder vorzustellen! Beide sind „a message of love“ (Jimi Hendrix). Beide bilden den Inhalt dieses Beitrags zielführend ab und stellen so auf unvergleichliche, fast unerträgliche Weise das Thema in den Kontext der Musik, die uns betrifft. Und das tut sie! Wir bitten aus redaktionell-inhaltlichen Gründen um Verständnis.

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