46-09 – Innovativ: Viagra in allen denkbaren Farben und Formen – denn „Weihnachten ist Potenzzeit“

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Viagrafreie Zone Verbotsschild
Viagrafreie Zone Verbotsschild

Kaum konzentrieren kann sich der moderne Hausverwalter-MenschMann. Denn auf komischen Wegen kommen immer wieder neue Angebote, sich mit anderen als den eigentlichen Kernaufgaben zu befassen. Irgendwo haben wir mal gehört, dass die Superpille Viagra nicht gesund sei, und insbesondere nicht, wenn man sie in Unmengen nascht. Gut, nun haben wir eigentlich ständig neue Angebote dieser Art, die niedlichen Dinger zu erwerben. Lutschen, zerkauen oder schlicht runterschlucken?

Und da der Mensch Mann bekanntlich schwer „nein“ sagen kann, mussten wir täglich gleich mehrere Schachteln davon erwerben, zwanghaft. Jedem individuellen Angebot folgend. So viel, wie angeboten wurde zu bestellen, konnten wir indessen nicht tagtäglich verspeisen.  Deshalb entschloss sich gesichtspunkte.de, diese Website zur Viagra-freien Zone zu erklären. Noch dieses eine Mal soll dieser verlockende Hinweis hier abgedruckt werden, entlarvend. Zugleich soll ein Hyperlink scharfgeschaltet werden. Denn,  so die bestechende Idee:  Wenn man Viagra per Hyperlink umleitet in die unendlichen Weiten der Internet-Galaxie, dann werden vermutlich Jahrzehnte vergehen, bis geschickte, neue Spyder den Weg zurück, von Link zu Link, klink, zu uns finden. Und wir haben endlich Ruhe. Ganz schön gewitzt, oder?

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45-09 – Remember: Der 11. September 2001 war ein rabenschwarzer Tag!

Trauerkerze

(Tagesschau, Beitrag vom 11. September 2001, Abendausgabe)

In stillem Gedenken an die Opfer dieses rabenschwarzen, zunächst ganz normalen Arbeitstages. An eine Welt, die sich erinnerungshalber in die Zeit vor dem 11. September 2001 und in die gesamte Zeit danach unterteilt. Die Welt hat sich sehr verändert seit dem 11. September 2001.

44-09 – Foto des Tages: Der besorgte Hausbesorger schaut auch hinter die Kulissen

Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)
Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)

Der Herr Hauskommissar ist Bestandteil der ’nationalen Eingreiftruppe‘ einer namentlich ungenannt bleibende Hausbesorgungs- und Hausreinigungsfirma. Und die Zusammenarbeit mit ‚den Jungs‘ ist immer wieder erfreulich. Er -der Kommissar Saubermann- war in Berlin-Kreuzberg, in welcher Straße genau, spielt keine Rolle. Gerüchteweise wurde uns bereits von Eigentümerseite zugetragen, ‚die Jungs‘ seien am Großreinemachen. Das ist so ein Turnus, der je Objekt unterschiedlich oft pro Jahr anfällt. Wir hatten noch eingewendet, nix dagegen, wer selbständig arbeitet, den soll man dafür nicht kritisieren. Wer nachdenkt, nachdenken kann, ist schließlich klar im Vorteil gegenüber Andersdenkenden bzw. nicht Denkenden, die man also ständig an schubsen, motivieren und auf den Weg bringen muss. Das ist hier eindeutig nicht der Fall, der Kommissar fürs Haus und sein Stellvertreter, aber auch umgekehrt, sind Mitdenkende im Kreise der gewissenhaft Gebliebenen. Der Alltag ihres Berufs hat sie noch nicht geschliffen und gleichgültig gemacht.

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43-09 – Zitat des Tages: Harald Schmidt ein ganz Großer, und wem Schmidts Zusammenarbeit genützt hat…

Zitat Schmidt profitiert weiterhin von der Ödnis um ihn rund herum. Wo ein Jörg Pilawa zwischen den Sendern hoch gehandelt wird, ist einer wie Harald Schmidt zwangsläufig ein ganz Großer, der sich nicht scheut, auch mal auf den einen oder anderen Kollegen einzudreschen und die Verhältnisse gerade zu rücken: „Nicht jeder, der ab 22 Uhr sendet, macht eine Late Night.“ (Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung, Onlineausgabe vom 09.09.09 – „Beim Bart des Propheten„)

Da hat Hans Hoff ganz ohne jeden Zweifel recht. Und dem deutschen Fernsehpublikum erwächst nun Hoffnung, dass die schrecklichen Momente eines Teams Schmidt-Pocher überwunden sind und sich niemals wiederholen werden.

Zitat Überhaupt hätte es allen seinen ehemaligen Mitarbeitern genützt, mit ihm zusammen zu wirken. Herbert Feuerstein, Manuel Andrack und auch Oliver Pocher, alle seien sie nun auf der Sonnenseite gelandet. Dank Schmidt. „Für alle hat es sich extrem gelohnt“, heißt es dazu aus seinem Mund.“

berichtet Hans Hoff von der Süddeutschen von der Pressekonferenz zur neuen, alten Late Night von Harald Schmidt denn auch. Mag sein, dass es denen genützt hat. Uns aber nicht.

42-09 – Gemeinsam einsam – alle für alle – jeder für sich – Vom Reglement in geschlossenen „groups“

Positionen

Zitat zusammen, getrennt
die leere im gesicht
gemeinsam einsam
alle für alle, jeder für sich“

(Rivo Drei, Song „Alle für alle“) – Live-Video hier

 Erwachsene Menschen, aber auch schon Kinder, sind heute über das Internet vernetzt in vielerlei Zusammenhängen. Es gibt zwar noch ein paar ‚Ewiggestrige‘, die die Nutzung von Internet und Email ablehnen, oder sich „da nicht mehr“ eingewöhnen möchten. 1998 hatten 8% einen Internetzugang zuhause. 2003 waren es 51% der Haushalte. Inzwischen nutzen (mehr als) 70% der deutschen Bevölkerung Internet (von zuhause aus). Wie die Berliner Popgruppe RIVO DREI singt, sind wir aber auch zunehmend „gemeinsam einsam“, alle für alle, jeder für sich, alle gegen jeden. Womit hier keine Kritik an alten Menschen, die sich nicht mehr eingewöhnen möchten, geübt wird. Gerade der Anteil der alten Menschen steigt seit Jahren kontinuierlich an, sie werden „Silver Surfer“ genannt, in Anleihe an die Vorstellung vom grauhaarigen Senior, der sich mit 80 Jahren noch anschickt, die weltweiten Gewebe des „weh weh weh“ zu erforschen. Über Zuspruch kann sich das Internet gerade bei alten Menschen nicht beklagen.

Zielgruppenfragen: Eltern von Kindern, Sportvereins-Mitglieder, Freizeitmusiker, und auch Wohnungseigentümer bzw. Hausbewohner von Mehrfamilienhaus-Wohnanlagen nutzen das Internet noch nicht befriedigend mit seinen zur Verfügung stehenden Nutzungsmöglichkeiten. Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig. Jahrelange Erfahrung trieb Thomas Gotthal jetzt an, einmal einen „Roten Faden“ übersichtlich zusammen zu schreiben, in dem er uns zu erklären versucht, was für Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, wenn sich Menschen miteinander vernetzen.

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41-09 – Sachen gips, die gips ja gar nicht: Die Verwalterin als Geburtshelfer des Grundbuchamts

Rechtliches

Leitsatz der Berichterstattung

Sachen gips, die gips ja gar nicht. (Alte, eigene Redensart)

Verursacher & Vorlageberechtigter

Amtsgericht Lichtenberg als Verwalter des Wohnungsgrundbuch-Bezirks in Berlin-Neukölln

Festgestellte Hindernisse

– Das Geburtsdatum der Wohnungseigentümerin Monika Furtwängler (* Name geändert) weicht ab. Während das hinterlegte Versammlungsprotokoll der Verwalterbestellung zur niedrigsten Blattnummer die Unterschriftenbeglaubigung für Monika Furtwängler (*), geborene Schniederpelz (*), geboren am 13.07.1956 enthält, ist in der WEG-Serie (der weiteren, fortlaufend nummerierten Wohnungsgrundbuchblätter zur Blatt Nummer 9897 (* Blattnummer geändert) allerdings nur eine Monika Paravent (* Name geändert), geborene Schniederpelz (siehe oben), geboren am 13.07.1958 grundbuchlich eingetragen.

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39-09 – Die neue Hauseigentümerin entdeckt eine mumifizierte Leiche

Skurril: Ralf Husmann meint...
Skurril: Ralf Husmann meint...

Heute ist folgende Meldung lesenswert:

Zitat München (ddp-bay). Eine Frau hat im Münchner Stadtteil Haidhausen einen 13 Jahre lang vermissten Mann in einem Kellerraum ihres Wohnhauses tot aufgefunden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, entdeckte die neue Hauseigentümerin am Samstag beim Ausräumen ihres neuen Kellerabteils eine ihr bis dahin unbekannte Tür, die hinter Gerümpel versteckt war. In dem dahinter liegenden Raum fand sie die mumifizierte Leiche des Mannes, der offenbar Selbstmord begangen hatte.“

Wir fragen uns, wie es in einem ordentlich verwalteten Haus so weit kommen konnte? Um mit Ralf Husmann zu sinnieren: Der Mann, der ehemalige Hausmeister des Hauses, war offenbar viel kürzere Zeit spannend für seine Umgebung, und keiner suchte richtig nach ihm. Die 80 Jahre alte Witwe der Mumie hatte ihn 1996 als vermisst gemeldet.

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38-09 – Stolpersteine sind aktive Erinnerungsbrücken und bedürfen individueller Befragung bei den Bewohnern

Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)
Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)

Über das Projekt Stolpersteine ist auf der Website des Büro Gotthal seit längerem gezielt berichtet worden. Und auch auf gesichtspunkte.de wurde das Thema immer wieder neu berichtet, aus den jeweils dort genannten Gründen. Ein Erfahrungsbericht aus Anfang September 2009 berichtet über erste Befragungen und Erfahrungen. Verwalter von Mehrfamilienhäusern müssen derartige Erfahrungen erst einmal machen. Privatleute vielleicht nicht. Oder doch? Wohnungseigentümer kommen in Versammlungen zusammen. Bis die Versammlung stattfindet, legt sich die Verwalterin aufgrund von Anregungen oder aufgrund vollkommen freien, eigenen Ermessens Erinnerungskrümel an, darüber wurde hier berichtet. Was Krümel sind. Krümel sind Gesichtspunkte. Nichts anderes.

Das Projekt Stolpersteine wird von bezirklich unterschiedlichen Projektkoordinatoren betreut, die Einsicht nehmen in das Berliner Gedenkbuch für die Verfolgten des NS-Regimes. Wohnanschriften müssen verzeichnet sein. Eine ganz bestimmte Adresse lässt sich recherchieren. Manchmal muss das Vermessungsamt helfen. Hat die Straße eine Namensänderung erhalten? Wurde sie, nach Einführung der aktuellen GrundstücksnummerierungsVO, umnummeriert. So entgeht kein Opfer des NS-Regimes, das verzeichnet ist, einer nochmaligen, gewissenhaften Recherche.

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37-09 – Zitat des Tages: Die Pflanzkästen sind da…

Aus Berlin-Spandau berichtet heute Morgen eine Wohnungseigentümerin, deren Namen wir aus ‚Tatenschutzgründen‘ nicht nennen wollen:

Zitat Die Pflanzkästen sehen super aus. Leider sind sie etwas heller als die Wand, obwohl ich Nussbaum bestellt hatte. Nun gut, das guckt sich weg.“

Das guckt sich weg? Nie gehört, diese Redewendung. Aber klug ist sie.

Ruft morgen einer an, sagt: „Das Treppenhaus, da hat die Farbfindungskommission aber versagt.“ Dann entgegnen wir ab morgen: Nun gut, das guckt sich weg.

Besser kann man es nicht sagen. Danke, Du Inspirationsquelle in meiner täglichen Arbeit.