457-10 – Total Recall: Die totale Erinnerung setzt rechtzeitig vor Versammlungsbeginn ein

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Einmal nur im Leben tritt der Mensch hemdsärmelig, gänzlich unbekleidet vor irgendeinen Herrn namens Gott. Diesen Gott zu finden, kann mühsam sein.

Jesus wandelt durch die Wüste. Plötzlich hört er ein lautes Wehklagen. Er wandert über ein paar Dünen in Richtung des Wehklagens und begegnet einem alten Mann mit grauem Bart, gekleidet in ein ärmliches Gewand. Jesus: ‚Alter Mann, warum wehklagst Du denn so?‘ Darauf jammert der alte Mann: ‚Ich habe meinen Sohn verloren, ich habe meinen Sohn verloren!‘ Wieder Jesus: ‚Alter Mann, wie sieht dein Sohn denn aus, vielleicht kann ich Dir helfen!‘ Der alte Mann: ‚Er hatte Löcher in den Händen und Löcher in den Füßen!‘ Jesus: ‚Vater!‘ Alter Mann: ‚Pinoccio!‘

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456-10 – Lied des Tages: Jerry Lewis, die IBM-Kugelkopfmaschine & menschlichere Arbeitsbedingungen (Alltag)

Der unermüdliche Einsatz der gesamten Comedy-Branche für menschliche Arbeitsbedingungen kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon spätestens in den frühen Siebzigern war der Einsatz dieser Branche für die „verarbeitenden Berufe“ gang und gäbe. Hieran sei ausdrücklich erinnert.

Ohne gleich in den Verdacht zu geraten, allzu gewerkschaftsnahe oder sozialistenfreundlich zu sein, versuchte Otto Waalkes die graue Arbeitswelt schön zu reden. Er empfahl menschlichere Arbeitsbedingungen bei VW, dem Wolfsburger Autokonzern und hatte auch gleich die passende Idee.

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455-10 – Lied des Tages: Die große Hilde singt von Sommersprossen und landet, wo’s jetzt vorbei ist damit

„Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen und dein Mund ist viel zu groß. Dein Silberblick ist unverdrossen doch nie sagst du: Was mach ich bloß?“ – Hildegard Knef

Ein wankelwehmütiger Blick aus dem Kabinenfenster, es ist Hildegard Knef, die große Knef, die Unvergessliche. Ihre Stimme geht unter die Haut und manchen „älteren Semestern“ eventuell die schwarz-weißen Bilder aus der VogelRosinenbomberperspektive. This is Berlin Control. Großer Vogel, flieg! Oh, Hildegard: Hier stellen wir dir heute aus vergleichsweise nichtigem Anlass noch einmal eine kleine Erinnerungskerze auf!

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451-10 – Rosige Zeiten: Was die Königliche Gartenakademie dazu meint

Wie unsere Fachredaktion „Gärten & Grüngras“ soeben mitteilt, hat die Königliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem beschlossen, es heuer mit Theodor Fontane zu halten. Der sagte:

 Glück, von Deinen tausend Losen, eines nur erwähl ich mir, was soll Gold? Ich liebe Rosen und der Blumen schlichte Zier. – Theodor Fontane
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450-10 – Rosige Zeiten: In einem fernen Land liegen Lesebestätigungen auf einem Emailclient – in Kundus!

Da ist sie wieder, die globale Erinnerung, dass da noch was anderes war. Er schreibt an jemand Anderen, und er schickt uns eine Kopie zur Information. Was er dem Anderen schreibt, bezieht sich auf ihn und nicht auf uns, aber es ist deutlich:

 Ich war im Rahmen meines Dienstes bei der Bundeswehr ins Ausland kommandiert und daher in meiner Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt. Daraus und aus der mangelnden beziehungsweise überlasteten Technik vor Ort resultierte meine Unerreichbarkeit. Ich habe schon mehrmals versucht, per Mail Kontakt aufzunehmen, es wurde mir aber nie geantwortet. Die Lesebestätigung der Kanzlei befindet sich leider in Kundus auf meinem Emailclient, sonst hätt ich sie hier angehängt.

Ich kann nur sagen und es kaum anders ausdrücken: Respekt! Das dürfte „da unten“ wahrlich kein leichter Job sein und ich hege keinen Neid. Absolut keinen.

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448-10 – Video: Die Ölbohrinsel (aus aktuellem Anlass)


Versprecher Die Ölbohrinsel (via Youtube)

Ich liebte ein Mädchen in Mexiko, die hat nen runden Sexypo.“ (Ingo Insterburg – Ich liebte ein Mädchen, 1973)

Kurze Geschichte, guter Lacheffekt. Wenn auch aus traurigem Anlass. Gut zu wissen: Damals, im Oktober 2008, als der Versprecher hochgeladen wurde, ahnte noch niemand etwas davon, wie gut man in Übung käme Anfang Mai 2010, als im Golf von Mexiko dies Wort zu einem der häufigsten in Verwendung befindlichen Worte mutierte.