1328-12 – Fotowelt: Im Vorderhaus, Kreuzberg, Keller, ist eine Abflussleitung undicht, es tropft. #Foto des Tages

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Fotowelt!

 

VH_Keller-Abflussleitung
VH_Keller-Abflussleitung

ALLCURA: cura (lat.) … Die Pflege….

Mir kann keiner was vormachen: Fotos von Handys und Smartphones haben ihren ganz eigenen Reiz. So wie dieses Foto von M. Kutsche, Hauskommissar bei der Fa. ALLCURA. Das Foto hat alles, was der Hausverwalter benötigt, um einer formlosen Schadenmeldung mit Verve nachzugehen. Es ist schon fast, als gäbe es eine Art unabgesprochenen Fotowettbewerb, „to be the best“ of this fotographers all around the city of Berlin. Weiter so. Gutes Foto, traumhaft. Jedes einzelne Pixel klasse.

Die Reparatur wurde veranlasst. Und halten wir fest: Kellergänge sind irgendwie auch pittoreske Plätzchen. Apropos Plätzchen: Ist bald Weihnachten?

Weblotse

 (EP)

1327-12 – Prognosen: Seit der Erfindung des T-Lichts besteht Hoffnung, Ravi Shankar ist von uns gegangen und im Broilerraum sind Mängel

Innovatives Telekomprodukt in Planung: Das T-Licht
Innovatives Telekomprodukt in Planung: Das T-Licht

Szenekenner werden es schon gemerkt haben: Das Geschäft der magentafarbenen Tante „T“ brummt zur Weihnachten wieder. Endlich wieder Weihnachten. Seit wir als innovatives Neuprodukt gezielt das „T-Licht“ bewerben, sind die Smartphones von „Tante T“ praktisch mängelfrei. Wie praktisch. Und irgendwie auch „galaktisch“. Dessen ungeachtet werden wieder viele Fotos geschossen, auch von Hauskommissaren wie Hrn. Stöß, der uns den Goldbroiler näher bringt.

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1326-12 – News: Die einheitliche Wertstofftonne kommt – Abfalltrennung wird 2013 einfacher!

Die Berliner Orangen! BSR
Die Berliner Orangen! BSR

big orange news at the final curtain of year: Die Berliner Stadtreinigung versucht, den Müll besser als bisher zur Trennung zu bringen! Eine gemeinsame Pressemitteilung vom 10. Dezember erklärt´s. Wir fassen zusammen.

Jörg Rudolph von „the Berliner Stadtreinigung“ did 2012 a fine job, zu Deutsch: Jörg Rudolph von der Berliner Stadtreinigung tat 2012 einen feinen Job. Oder ist es eher eine Art Berufung? Er berät, nicht brät, seine Kunden. Kürzlich kam sogar ein newsletter mit Weihnachtsmannmütze von ihm. Großartig. Jetzt gibt es noch einen drauf:

Berlin, SenStadtUm, BSR und Alba frönen einem abfalltechnischen Lust-Zugewinn: Jogurtbecher in die Gelbe Tonne, kaputtes Plastiksieb in die Orange Box oder zum Recyclinghof, das ist nicht besonders logisch und ab Januar 2013 auch vorbei. Ja, Müllinformatik, so ungefähr hieß das noch zu gründende Studienfach an der Freien Mülluniversität Berlin, um Berlinern beizubringen, wie man richtig trennt. In der neuen einheitlichen Wertstofftonne werden alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien gesammelt – egal ob sie Verpackungen sind oder nicht.

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1325-12 – Report: Instandhaltung: Ein Sondereigentümer hat auch Pflichten, die Verwalterin ist gern behilflich. Wenn sie Zeit hat.

Banner Report: Instandhaltung

Dass der Wohnungseigentümer Al-Baradey (* Name geändert) in Berlin-Wedding seine Erdgeschosswohnung im Gartenhaus des aus vier Aufgängen bestehenden Mehrfamilienhauses „aufhübscht“, ist ein edles Unterfangen. Alles wird neugemacht: Grundinstandsetzung. Damit hat er recht viel zu tun gerade. Die Leitungen für Sanitär gehen von dort aus durch die Kellerdecke in den Keller hinein: Dort ist der Kellerverschlag Nr. 24 des Eigentümers Lekkerland (* Name geändert) aus Amstelveen, Holland, der die Wohnung 25 im zweiten Obergeschoss links besitzt und vermietet. Seine Mieterin ist nicht kooperativ und lässt die Handwerker von Al-Baradey nicht rein.

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1324-12 – Nachbarn: Ein relativ würdeloser Umgang – Achtung: Niveau ist keine Handcreme!

Keine Badeaufsicht! Warnhinweis aus dem Sommer!
Keine Badeaufsicht! Warnhinweis aus dem Sommer!

Kollegial ist das nicht! – Achtung! Niveau ist keine Handcreme!

Im Prenzlauer Berg stehen die Häuser dicht an dicht. Viele davon sind um Innenhöfe herum gebaut, deren Innerstes einstmals entkernt wurde. Schönere Grundstücke haben auf dem Innenhof einen reichhaltigen, alten Baumbestand. Das veranlasst den Verwalter, von Zeit zu Zeit nach einem „mutmaßlichen Rückschnitt“ der Baumkronen zu trachten. Denn so schön das Grün, so dunkel die Anliegerwohnungen. Wenn die Bäume zum Nachbargrundstück gehören, wird es oft problematisch. Problematisch ist immer der Umgang mit Nachbarn, die im eigenen Saft schmoren.

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1323-12 – Feiertage: Zu Weihnachten 2012, relaunched from 2011

X-mas-Man

Die Redaktion von gesichtspunkte.de erhielt einen vertraulichen Hinweis auf folgendes Gedicht und bildet dieses im Interesse der Chancengleichheit aller Mitleser ab:

Das Nachfolgende ist wörtlich zitiert und liegt außerhalb der redaktionsinternen Vorstellungskraft. Weil jemand blafft.

Immer wenn die Jingles bellen,
wenn Menschen Gänse vorbestellen,
frag ich mich laut: „Was ist denn bloß
mit all den Leuten wieder los?“

Urplötzlich, bumms, von heut auf morgen
vergessen sie die Alltagssorgen.
Verschleppen Bäume in die Wohnung
die glücklich war´n in ihrer Schonung.

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1322-12 – Positionen: Sträfliche Falschorganisation zu Kundenkontakten #Pingpong wie in Pjönjang

Gute Kommunikation? Telefon
Gute Kommunikation? Telefon

Wer meint, hier werde nun allein die GASAG gescholten, irrt. Inzwischen haben sehr viele größere Unternehmen ihre Einheiten für den telefonischen Kundenkontakt straff organisiert. Und zwar so straff, dass es kaum noch möglich ist, zu kommunizieren. Mit einer Ausnahme: „Communication breakdown“ ist ganz leicht, Mainstream geht, alles was sich schwierig darstellt, ist schlicht nicht mehr besprechbar.

„Es gibt da gar keine Nummern, die wir rausgeben können,“ sagt Frau Gasoline Gasag (* Name abgeändert). Eigentlich telefonieren wir schon seit zwanzig Minuten. Aber eigentlich bin ich gar nicht aufgelegt. „Ich kann für sie eine Email schicken, um einen Rückruf anzustoßen.“ „Das läuft falsch,“ sage ich. Die GASAG hat mich heute Vormittag fünfmal angerufen. Die übermittelte Rufnummer habe ich zurückgerufen. Ich habe rund 30 Minuten vergeigt.

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1321-12 – Positionen: Das „Unternehmen Berlin“ ist ein Wunschtraum, dessen Realisierung die öffentliche Verwaltung entgegenhält!

GewA 2 - Gewerbeanmeldung Formular der Verwaltung Berlin
GewA 2 – Gewerbeanmeldung Formular der Verwaltung Berlin

Sie heißen in Berlin „Ordnungsamt“, bringen aber in Wirklichkeit vieles in Unordnung. Der Begriff „Ordnungsamt“ bezeichnet daher nicht, was sie sind, sondern wonach sie streben: Nach Ordnung, endlich Ordnung in einer unordentlich geführten öffentlichen Verwaltung. Dabei verhalten sie sich im Grunde genommen wiederum unordentlich. Denn sie bestrafen die Bürger für unterlassene (eigene) Organisation. Ruft man sie an, gerät man in telefonische Warteschleifen, in denen von EDV-Systemen dazu aufgerufen wird, sich das „Dienstleistungsangebot der Berliner Verwaltung“ lieber im Internet anzugucken als anzurufen. Möchte man auf kurzem Dienstwege Sachen persönlich erledigen, die das Ordnungsamt eingerührt hat, wird man an jedem zweiten Berliner Dienstsitz der Verwaltung mindestens einmal darauf hingewiesen, dass diese Dienststelle nun gerade nicht die richtige sei. Man müsse nun zur anderen Dienststelle. Dies auch und insbesondere bei einer Einrichtung, die sich die Berliner Verwaltung als „Bürgeramt“ namensmäßig ausgedacht hat. Kafkaeske Zustände. Unternehmen Berlin? Da lachen ja die Hühner. #Tagesgedanken

Der Witz ist ja eigentlich gar nicht mehr komisch: Wieso bist du denn sauer auf die Verwaltung des Landes Berlin? Die tun doch gar nichts.

Der Witz ist alt. Er ist nicht mehr komisch. Vielleicht wählen wir uns das nächste Mal eine ganz neue Verwaltung? Kein schlechter Gedanke.

(EP)

1320-12 – Psycho-Logik: Der soziale Messie

Der soziale Messie schreibt in einem gruppenadäquaten Zusammenhang (Eltern, Arbeitsgruppe, Wohnungseigentümergemeinschaft, Hausgemeinschaft, Verein, Gesellschaft bürgerlichen Rechts #Beispiele) grundsätzlich die von ihm für richtig gehaltenen Nachrichten an eine Vielzahl von Personen gleichzeitig, ohne dieses im Detail mit einem Korrespondenzpartner abzustimmen. Dies jedoch ohne den Widerhall dessen zu verorten und sozial zutreffend einzuordnen. Er sucht nicht den persönlichen Kontakt, sondern die Bloßstellung seines Korrespondenzpartners. Ihm geht es nicht um die Nachricht selbst, sondern um die Selbstdarstellung. Er handelt rücksichtslos.

Der soziale Messie ist ein neues Phänomen. Früher hätte er es schwerer gehabt. Emails schreiben ist leicht. Es ist technisch leicht geworden, mit einem Mausklick eine Vielzahl von Menschen zu erreichen. Zu leicht.

Er ist unfähig, die Folgen seines Tuns sozial und gesellschaftlich zutreffend einzuordnen und er lebt allein in der Vorstellung, dass was er schreibt 100%-ig relevant ist. Der soziale Messie ist sozial verhaltensauffällig. Sein Tun steht allerdings durchaus unter Beobachtung. Zumindest derjenigen, die ihn ertragen.

 (EP)

1319-12 – Eigentümerversammlung: Vom Umfang eines Protokolls

Wörter- und Datenzähler eines Protokolls
Wörter- und Datenzähler eines Protokolls

Ein Protokoll einer Versammlung soll nicht zu lang sein. Gesetzlich verlangt ist ein reines Beschlussprotokoll. Ablaufinformationen dürfen zusätzlich aufgenommen werden. Seit der WoEigG-Rechtsnovelle kommt zusätzlich die „Beschlusssammlung“ als „doppeltes Lottchen“ der WEG-Verwaltung hinzu. Über den Sinn dessen kann man trefflich streiten. Die einfachste Form der Beschlusssammlung ist mit Sicherheit der Verwaltungsordner mit der Aufschrift „Protokolle“. In der Praxis gehen wir dazu über, das Protokoll zweizuteilen: Teil 1 ist die Beschlusssammlung, reineweg die Beschlussprotokollierung. Teil 2 sind zusätzliche „Ablaufinformationen“, auf die nach hiesiger Auffassung nicht verzichtet werden darf, weil sonst die Verständlichkeit der Geschehnisse nicht gegeben ist. 765 Wörter, wie hier: das ist nicht viel. Recht kurzgehalten, aber treffend. Interessant: Neuere Software kann solche Statistiken abrufen, heißen sie doch nichts anderes als: Arbeitest du noch am Entwurf oder lebst du schon? Bzw. warum schwafelst du so viel?