17-09 – Wie man eine Eigentumswohnung (richtig) erwirbt….

Gleich am Anfang dieses Artikels weisen wir nochmals auf die ‚vermeintliche Innovation‘ (im Zuge der WEG-Novellierung) durch den Gesetzgeber hin und fragen uns: ‚Warum hat noch kein einziger Mensch (Stichtag heute) die sogenannte Beschluss-Sammlung‘ der WEG einsehen wollen?‚ Eine denkbare Antwort ist: Die Menschen wissen davon nichts…, also ist das Ziel offenbar (damit) verfehlt?

Wie oft sind wir schon gefragt worden: Sag mal, ich habe vor, eine Eigentumswohnung zu erwerben, was muss ich eigentlich tun, um eine richtige Entscheidung zu treffen? Unsere Antwort heute hier, jedoch ausdrücklich ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit: wir können in diesem einen Artikel ganz sicher nicht die Welt von hinten aufrollen und gleichzeitig eine Vollständigkeitsgarantie abgeben. Was wir allerdings können: Wir können ein paar gesichtspunkte (das ist das Wort wieder) hinzufügen, auf das die Welt ein bisschen klarer wird. Nun können Menschen lesen. Und wir können darauf verweisen: das ist bequem, nicht nur für uns. ‚Wer lesen kann, ist klar im Vorteil‘, sagt eine bekannte Redensart. Neulich -oder war es heute?- trug sich folgendes zu:

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16-09 – Zitat des Tages: Grausam, aber wahr?

 

 Immer mehr ältere Menschen verschwinden spurlos im Internet, weil sie gleichzeitig „alt“ und „entfernen“ drücken.“

Wilhelm-Ruprecht Frieling auf twitter.com, 22.04.09

Nachsatz: Ob die Ursprungsquelle auch so ist, war bis zum Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen. twitter ist ein Kurznachrichtendienst zur Versendung von kurzen Nachrichten mit maximal 140 Zeichen. gesichtspunkte.de kann man bei twitter hier abonnieren. Der Wahrheitsgehalt der Aussage wurde nicht überprüft.

15-09 – Die etwas andere Sicht: das Bauhaus nervt!

Wo stehen heute Bauhaus-Möbel? In der Chefetage!“, gibt Janek Müller zu denken. Oder im Museum. Vom „Design fürs Volk“ kann nicht die Rede sein. „Das Bauhaus ist heute absolut elitär“, so der Weimarer Theatermacher. Das Staatliche Bauhaus, einst in Weimar gegründet, ist dieses Jahr 90 geworden. Stadt, Land und Klassik-Stiftung Weimar feiern es mit geballter Marketingkraft. „90 ist ein ehrenwertes Alter“, findet Janek Müller. „Aber jedes Jahr ein Jubeljahr – das ist nervig.“ Seiner Meinung nach hat sich die „Impuls-Region Erfurt-Weimar-Jena“, wie sie sich nennt, einen touristischen Coup einfallen lassen.“

Bericht der Tageszeitung vom 20.04.09

gesichtspunkte.de berichtet hierüber, weil in Berlin in der Tat viel Bauhaus anzutreffen ist. Ob uns Berliner Bauhaus ebenso nervt, war bei Redaktionsschluss noch nicht ganz sicher.

14-09 – Qualifizierung von WEG-Verwaltern: Dr. Deckert meint…

 Das neue RDG erwähnt auch erstmals in § 5 ausdrücklich den „Verwalter“, damit sicher unstreitig auch den WEG-Verwalter. Auch im Anschluss an die nach wie vor gültige BGH-Entscheidung von 1993 darf, kann und muss der Verwalter im Rahmen seiner gesetzlichen und vertraglichen Berufspflichten a u ß e r g e r i c h t l i c h rechtsberatend für Eigentümer und Gemeinschaft sicher sehr weitgehend tätig werden.

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12-09 – Innovative Themen? Beschlusskompetenzen…. Fenster

Kunststofffenster
Kunststofffenster

 Herzen haben keine Fenster“ (Elfi Graf, Schlager, 1973)

Ein Vorschlag auf Beschluss in der Versammlung

* die WEG möge beschließen, dass Fenstererneuerungen in der Wohnanlage künftig ausschließlich mit dem Material Kunststoff zu erfolgen haben

begegnet verwalterseitig Bedenken.

Das ist wie folgt bekannt. Regelrecht jüngerhaft vertreten die Holzfans, wie die ‚Plastik-Fraktion‘ ihre eigene Meinung zu dem Thema. Entscheidungsgremium soll die Wohnungseigentümerversammlung sein. Die dogmatische Fraktion derjenigen, die Fenster von Wohnungen (ausnahmslos) zu Gemeinschaftseigentum erklären möchten, will die Zuständigkeit dafür daher ausschließlich bei der Gemeinschaft angesiedelt wissen. Folglich habe diese ‚das ausschließliche Ermessen‘, beispielsweise die Materialvorschrift durch Beschluss zu regeln. Die Holzfans wenden beispielsweise ein, dass es Unsinn ist, Plastikfenster in Wohnungen einzubauen.

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11-09 – Verfahrensbericht: Eine ‚Contrahage‘ wegen Wohngeld…

Was bitte ist eine ‚Contrahage‚? Nachfolgend wird so eine im Prinzip erläutert.

Zeit für einen (weiteren) Verfahrensbericht aus der Dunkelkammer des Wohnungseigentumsrechts. Ein Verfahrensbericht ist auch ein Bericht über ein verfahrenes Verfahren. – Ein jüngerer Rechtsanwalt hat einen erheblich älteren Mandanten. Wir vermuten ‚Beratungsresistenz‘ des Älteren von beiden. Der jungsche Advokat mag talentiert sein auf anderen Gebieten. Nicht jeder Rechtsanwalt versteht auch was von Wohnungseigentum. Das ist eine andere Baustelle. Die Spruchkammer des Berliner ‚Amtsgerichts Irgendwo‘ hat so einen jüngeren Anwalt heute am Schlafittchen.

Ein Mandant ist ein Mandant und der bringt Penunse, Mücken, Flöhe, Kohle, kurz: Anwaltshonorar. Für Anwälte muss es auch auf eine ‚auskömmliche Gesamtbetrachtung‘ des Mandanten ankommen. Und wenn der Mandant schlicht verrückt ist, heißt das noch lange nicht, dass er nicht eine erquickliche, sprudelnde Geldquelle sein kann. Was soll’s?

Der jungsche Rechtsanwalt klagt jetzt namens seines Mandanten auf Unterlassung der Nutzung von im Untergeschoß befindlichen Kellerräumen als ‚Büro mit intensiver Nutzung‘ durch den Beklagten. In der Teilungserklärung der (kleinen) Wohnanlage befindet sich (aber) diese Regelung. Das stößt irgendwie sauer auf. Alle jetzigen und alle künftigen Wohnungseigentümer, so die entsprechende Klausel, erteilen schon jetzt ihre Zustimmung zu einer derartigen Nutzung. Fest steht auch, dass von irgendwelchen Bedingungen für eine derartige Zustimmung nichts ausgeführt ist. Jetzt werden Bedingungen aufgefahren, sogar gerichtlich. Es geht zur Sache…

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10-09 – Bald eröffnet das 1. Berliner Currywurstmuseum….

Quelle: nahrungsmittel-blog.de
Quelle: nahrungsmittel-blog.de

Gut zu wissen: Es wird bald eröffnet. Genauer gesagt am 16.08.09. Diesen Termin müssen wir uns vormerken und dann ins Currywurstmuseum eilen. Guten Hunger. gesichtspunkte.de vermutet, dass diese Meldung im Wesentlichen unsere Berliner Leser interessiert. Macht nichts. Es muss auch Lokalpatriotismus-Tendenzen geben, oder? In der Schützenstr. 70, unweit vom Checkpoint Charlie, wird das Museum seine Pforten öffnen.