106-09 – Wilder Westen: Von großen Finalen und vom Duellieren im Kellergeschoss

Sein Sohn sagt über ihn, er sei ‚der alte Haudegen‚. Heut will er wieder einer sein. Das Prozessthema ist ‚Spiel mir das Lied vom Tod.‘ Die Beklagten sollen heute hingerichtet werden. Jedenfalls hinsichtlich ihrer illegalen Büronutzung.

Die Sache war zunächst beim Amtsgericht, doch da ging der Schuss gleich nach hinten los. Der Amtsrichter fand den Stoff nicht schwierig und die Klage Unsinn. Er wies sie gleich ab. Eine absurde Klage. Sie sei eine Contrahage aus ganz anderen Gründen gewesen, berichtete gesichtspunkte.de im April 2009.  Der Fall ist nicht so schwierig. Dem Landgericht reicht es aus, wenn einer von drei Senatsrichtern den Fall allein löst. Er ist nicht weit ab angelegt vom wohnungseigentumsrechtlichen mainstream. Dass derartiges überhaupt eingeklagt wird, ist unter Fachleuten mit Begriffen wie ’sinnlos‘ besetzt, eine Art Rohrkrepierer.

Die Kellerräume, deren Nutzung die Beklagten zu unterlassen hätten, sind auch weiterhin nur in begrenzten Rahmen nutzbar, nicht dauernd, nicht rund um die Uhr. Das will auch niemand. Das reicht den Klägern jedoch nicht aus, sie wollen, was dort stattfindet, komplett aus dem Haus verbannen. Das Prozessziel der Kläger ist in hohem Maße emotional und kaum sachlich überprüfbar. Sie wollen jemanden bestrafen, der es ihnen nicht wert ist, den sie niemals ernstnehmen werden. Sie werden jetzt  einen Platzverweis gerichtlich durchsetzen, bzw. sie versuchen das. Raus aus dem Haus, fort, schließt die Pforten, beendet die Illegalität. Die Kläger bilden sich ein, sie könnten Gerichte und Behörden mit ihrer Auffassung beeindrucken. Die sind genervt.

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106-09 – Qype: The Middle Way in Berlin-Zehlendorf

Frontansicht Thai Restaurant "The Middle Way"
Frontansicht Thai Restaurant "The Middle Way"

Berlin-Zehlendorf

Das Thairestaurant ‚The Middle Way’ wurde von deren Betreibern vor rund sieben Wochen neu eröffnet. Es wurden ehrwürdige, alte Hallen des feinschmeckerischen Ruhms gewählt. Bereits seit den Siebziger-Jahren residierte in dem Restaurant die italienische Pizzeria “La Cassetta”.

Das ist auch heute noch der Style des Innenausbaues, und der bereits örtlich orientierte Besucher des neugeschaffenen Thai-Restaurants wundert sich, wie durch Interieur sehr schnell ein gänzlich anderes Ambiente geschaffen werden kann. Die Wandlung vom Saulus zum Paulus, vom Italiener zur Thai-Küche, lässt sich zusammenfassend als ‚durchweg gelungen’ beschreiben. In Planung sind lt. Auskunft des Personals noch Außenplatz-Verschönerungen; eine Art Bambusgarten ist im Entstehen, doch was man aktuell schon vorfindet, läßt bei weitem schon die Vermutung zu, das wird mal ein ordentliches, gern besuchtes Lokal.

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