22-09 – Das gute Recht eines Wohnungseigentümers

Positionen

ZitatEs ist das gute Recht eines Wohnungseigentümers, sich zum 80.tigsten Geburtstag von der Verwalterin herzlich gratulieren zu lassen und andererseits aber zu verneinen, dass hierin eine Art von Kompromittierungsversuch liegen könnte, dergestalt, dass die Verwalterin versuche zu erreichen, dass sich der Jubilar nicht auch weiterhin -wie bisher- für Maßnahmen ordnungsgemäßer Verwaltung einsetzen werde. Denn die ‚absichtslose, einseitige‘ Willenserklärung einer Verwalterin, einem stolzen Jubilar zu dessen rundem Geburtstag zu gratulieren, verfange jedenfalls nicht in der vermeintlichen Idee, damit dessen stillschweigende Zustimmung zu solchen Maßnahmen zu ‚erkaufen‘, die künftighin nicht ordnungsmäßiger Verwaltung entsprechen.

Die Verwalterin in ihrer Erwiderung angesichts von TOP 01 – Formalia – auf einen entsprechenden Einwand

19-09 – Das Projekt ‚Stolpersteine‘ braucht noch Sponsoren!

Der in Köln lebende Künstler Günter Demnig schuf das Projekt ‚Stolpersteine‘ und erinnert damit an die Verfolgten, Vertriebenen, Vergasten des Hitler-Regimes (1933-1945) auf eine emotional und persönlich ansprechende Weise. Der erste Stolperstein datiert auf den 16.12.1992. Dabei handelt es sich um einen Steinkubus (Pflasterstein) mit einer Kopfplatte aus Messing. Auf dem ersten Stolperstein waren die ersten Zeilen eines Erlasses des SS-Reichsführers Heinrich Himmler zur bevorstehenden Deportation von ‚Zigeunern‘ (vor dem Kölner Rathaus) zu lesen. Inzwischen sind (Stand Dezember 2008) rund 17.000 Steine in 430 Städten in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt (Quelle: wikipedia.de).

Es sind nicht wirklich Stolpersteine, der Künstler sagt dazu: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“. Die Website gotthal.de hatte früher bereits zu diesem Projekt verlinkt. Beim Relaunch der Website (2007/8) sei das Projekt dann herausgefallen. Aktuell gebe es aber keinen Grund, das Projekt nicht wieder erneut in die Liste nennenswerter Projekte erneut aufzunehmen, teilt die Website heute mit.

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12-09 – Innovative Themen? Beschlusskompetenzen…. Fenster

Kunststofffenster
Kunststofffenster

 Herzen haben keine Fenster“ (Elfi Graf, Schlager, 1973)

Ein Vorschlag auf Beschluss in der Versammlung

* die WEG möge beschließen, dass Fenstererneuerungen in der Wohnanlage künftig ausschließlich mit dem Material Kunststoff zu erfolgen haben

begegnet verwalterseitig Bedenken.

Das ist wie folgt bekannt. Regelrecht jüngerhaft vertreten die Holzfans, wie die ‚Plastik-Fraktion‘ ihre eigene Meinung zu dem Thema. Entscheidungsgremium soll die Wohnungseigentümerversammlung sein. Die dogmatische Fraktion derjenigen, die Fenster von Wohnungen (ausnahmslos) zu Gemeinschaftseigentum erklären möchten, will die Zuständigkeit dafür daher ausschließlich bei der Gemeinschaft angesiedelt wissen. Folglich habe diese ‚das ausschließliche Ermessen‘, beispielsweise die Materialvorschrift durch Beschluss zu regeln. Die Holzfans wenden beispielsweise ein, dass es Unsinn ist, Plastikfenster in Wohnungen einzubauen.

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11-09 – Verfahrensbericht: Eine ‚Contrahage‘ wegen Wohngeld…

Was bitte ist eine ‚Contrahage‚? Nachfolgend wird so eine im Prinzip erläutert.

Zeit für einen (weiteren) Verfahrensbericht aus der Dunkelkammer des Wohnungseigentumsrechts. Ein Verfahrensbericht ist auch ein Bericht über ein verfahrenes Verfahren. – Ein jüngerer Rechtsanwalt hat einen erheblich älteren Mandanten. Wir vermuten ‚Beratungsresistenz‘ des Älteren von beiden. Der jungsche Advokat mag talentiert sein auf anderen Gebieten. Nicht jeder Rechtsanwalt versteht auch was von Wohnungseigentum. Das ist eine andere Baustelle. Die Spruchkammer des Berliner ‚Amtsgerichts Irgendwo‘ hat so einen jüngeren Anwalt heute am Schlafittchen.

Ein Mandant ist ein Mandant und der bringt Penunse, Mücken, Flöhe, Kohle, kurz: Anwaltshonorar. Für Anwälte muss es auch auf eine ‚auskömmliche Gesamtbetrachtung‘ des Mandanten ankommen. Und wenn der Mandant schlicht verrückt ist, heißt das noch lange nicht, dass er nicht eine erquickliche, sprudelnde Geldquelle sein kann. Was soll’s?

Der jungsche Rechtsanwalt klagt jetzt namens seines Mandanten auf Unterlassung der Nutzung von im Untergeschoß befindlichen Kellerräumen als ‚Büro mit intensiver Nutzung‘ durch den Beklagten. In der Teilungserklärung der (kleinen) Wohnanlage befindet sich (aber) diese Regelung. Das stößt irgendwie sauer auf. Alle jetzigen und alle künftigen Wohnungseigentümer, so die entsprechende Klausel, erteilen schon jetzt ihre Zustimmung zu einer derartigen Nutzung. Fest steht auch, dass von irgendwelchen Bedingungen für eine derartige Zustimmung nichts ausgeführt ist. Jetzt werden Bedingungen aufgefahren, sogar gerichtlich. Es geht zur Sache…

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7-09 – Spruch des Tages

Franz Gröning, Ernährungsberater (Foto: Website)
Franz Gröning, Ernährungsberater (Foto: Website)

 Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ – Franz Gröning, Ernährungsberater

Auf der Website von Randori Pro, Berlin-Spandau, werden auch Ernährungsberatungen angeboten.

Übergewicht ist ein Schlüssel zu einer negativen Lebensweise, ergo spielt die aktive Beobachtung und Kontrolle des eigenen Körpergewichts eine Schlüsselrolle für ein glückliches, erfülltes Leben.

Der Hinweis durch gesichtspunkte.de hat nichts damit zu tun, dass Vermieter um die zunehmende Über-Belastung von Altbau-Stockwerksdecken aus Gründen des Übergewichts fürchten, sondern ausschließlich mit dem Wunsch, lohnenswerte Lebensziele zu fördern und zu unterstützen. Übergewicht ist in Deutschland kein Einzelproblem, sondern eine gesellschaftliche Gesamtkonsequenz aus industriellem Fertig-Food und falscher Ernährung.

6-09 – Stalking, Teil 2: Die Mieterin Lohsemann und Wut auf Briefkästen

Auszüge aus Erinnerungsprotokollen eines Hausbewohners: Alle Namen wurden wegen der Gefahr von konkreten Rückschlussmöglichkeiten verändert:

 …die Mieterin Frau Lohsemann (*) terrorisiert mich, seitdem ich eingezogen bin. Ich selber rede kein Wort mit ihr. Sie beschimpft und beleidigt mich, sobald sie mich sieht, läuft mir teilweise auf der Straße hinterher. In einem Fall habe ich sogar die Polizei rufen müssen, als sie nicht aufhörte, mir auf der Straße nachzulaufen. In sehr späten Nachtstunden (3.00 bis 5.30 Uhr) spielt sie häufig so laute Musik, dass ich immer wieder geweckt werde. Da die Ruhestörungen oft intensiv, aber nur kurzfristig sind, trifft die Polizei meist nicht rechtzeitig ein.

5-09 – Regeln für die Gruppenarbeit – was die Grundschule uns lehrt…

Gruppenarbeit
Gruppenarbeit

Ein Besuch in einer Grundschule erinnert uns kurzerhand an elementare Dinge des Zusammenlebens. Wir vergegenwärtigen uns, wie eine gut organisierte Wohnungseigentümerversammlung ablaufen könnte? Dass manches nicht so abläuft, können wir uns jetzt erklären. Wenn wir derartiges schon in der Grundschule gelernt haben, dann nimmt es ja nicht Wunder, wenn wir es wieder verlernen. Schließlich ist es soooo lange her.

2-09 – Stalking – ein ekelhaftes Phänomen…

Wer mit mehreren Menschen auf engstem Raum zusammen lebt, etwa in einem noch so kleinen Mehrfamilienhaus, muss sich darüber im Klaren sein, dass sein eigenes Leben ‚öffentlich‘ ist. Ureigentlich hat jeder Mensch ein Recht auf unverletzte Privatsphäre. Eine kleine Kaste von besonders widerlichen Menschen aber späht andere ständig aus. Dies nennt man Stalking. Der verstorbene Berliner Sänger Heiner Pudelko texte dazu einst:

Doch hinter der Gardine, da hat sich was bewegt, ich glaub, es war im ersten Stock. (Heiner Pudelko, 1985 ‚Lass mich rein‘

Pudelko konnte es in kurze, treffende Worte fassen.  Hinter der ständigen Ausforschung anderer Leute Leben stecken meist eigene, große psychische Störungen und Schwierigkeiten. Der stalkt oder schlicht auch nur Helfershelfer eines Stalkers spielt, hat oft selbst ein ganz verzweifeltes, einsames Leben und kann infolgedessen zwischen wichtigem und unwichtigem Tun kaum noch unterscheiden. Auch ist ihm Respekt vor seinem Opfer, das er erniedrigen und am liebsten vernichten möchte, vollkommen fremd. Er insistiert und insistiert. Und in einer von außen als Pedanterie wahrnehmbaren, ständigen Anklagehaltung über das verpfuschte Leben seines Stalking-Opfers liegt im wahren Kern nur ein seelisches Selbstbild seiner selbst vor. Gefährlich sind vor allem ‚mächtige‘ Stalker mit Geld und Macht: diese binden Hörige, Abhängige, Weisungsempfänger, ja, ganze Firmen in die Stalkingmaschine mit ein – sogar bis zum finanziellen Ruin. Häufig anzutreffen: alte Patriarchen, oft schon über 70 Jahre alt, und ihre Stalkingmethoden sind Lebenssaft, Treibstoff und Antrieb, Lebensenergie, die ihre ganze Familie mit in die Stalking-Handlungen einbinden. Wenn dieser Personen-Spezies ein wirksamer Schlag entgegen gesetzt wird, fallen sie von einem auf den anderen Tag ins eigene Grab und versterben. Und auf dem Grabstein möchte man lesen: ‚Er lebte aus der Energie seiner Opfer‘.

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