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	<title>Reportagen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Reportagen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1311-12 &#8211; Prognosen: Irgendwo in Berlin-Schöneberg suchen sie jetzt einen neuen Verwalter! Viel Glück dabei!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 08:21:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sach ma, wieso habta nüscht jemacht, die janzen Jahre? Ja, jewollt ham wa schon, aber gekonnt ham wa nicht. #Credo der letzten Jahre Leicht ist das alles nicht. Leicht ist es nicht zu prognostizieren, ob die Eigentümer der Anlage in der Hauptstr. in Berlin-Schöneberg heute Abend gute Entscheidungen fällen werden? Aber sie haben &#8222;den Wechsel&#8220; ... <a title="1311-12 &#8211; Prognosen: Irgendwo in Berlin-Schöneberg suchen sie jetzt einen neuen Verwalter! Viel Glück dabei!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/165312-prognosen-irgendwo-in-berlin-schoneberg-suchen-sie-jetzt-einen-neuen-verwalter-viel-gluck-dabei/" aria-label="Mehr Informationen über 1311-12 &#8211; Prognosen: Irgendwo in Berlin-Schöneberg suchen sie jetzt einen neuen Verwalter! Viel Glück dabei!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-352" title="Prognosen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconprognosen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_13252" aria-describedby="caption-attachment-13252" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07919.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-13252" title="Hauptstr., Berlin-Schöneberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07919-1024x576.jpg" alt="Hauptstr., Berlin-Schöneberg" width="640" height="360" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07919-1024x576.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07919-300x168.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07919.jpg 1600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13252" class="wp-caption-text">Hauptstr., Berlin-Schöneberg</figcaption></figure>
<blockquote><p>Sach ma, wieso habta nüscht jemacht, die janzen Jahre? Ja, jewollt ham wa schon, aber gekonnt ham wa nicht. #Credo der letzten Jahre</p></blockquote>
<p>Leicht ist das alles nicht. Leicht ist es nicht zu prognostizieren, ob die Eigentümer der Anlage in der Hauptstr. in Berlin-Schöneberg heute Abend gute Entscheidungen fällen werden? Aber sie haben &#8222;den Wechsel&#8220; beschlossen.</p>
<p>Der bisherige Verwalter trieb Schindluder. Hat &#8222;sie verarscht&#8220;, wie einer aus dem Haus sagt. Er war schon gar nicht mehr Verwalter, aber niemand hat´s gemerkt. Einer schon. Der hat genauer hingeschaut. Ließ sich auch helfen. Dann stand fest: Der Verwalter ist nicht mehr Verwalter. Es war so ein bisschen &#8222;one man band&#8220;, diese Verwaltung. Bzw. Two and a half man. Ein Verwalter und eineinhalb Sympathisanten. Bis denen auch das Knopfband riss am Revers der Vertuschungen, Fehlinformationen. Vieles geistert rum in diesen Tage, sogar ganze Räuberpistolen. &#8222;`Ne goldene Nese&#8220; habe er sich verdient, der Holzhöfel (* Name geändert). An uns.</p>
<p><span id="more-13251"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_13253" aria-describedby="caption-attachment-13253" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07927.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-13253" title="Handwerker im Hof - Hauptstr., Berlin-Schöneberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07927-1024x576.jpg" alt="Handwerker im Hof - Hauptstr., Berlin-Schöneberg" width="640" height="360" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07927-1024x576.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07927-300x168.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/11/DSC07927.jpg 1600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13253" class="wp-caption-text">Handwerker im Hof &#8211; Hauptstr., Berlin-Schöneberg</figcaption></figure>
<blockquote><p>Im Grunde genommen schlägt in jedem Verwalterbewerber auch eine italienische Kommunardenbrust mit Pfiff und Raffinesse: Jeder sagt von sich, er sei &#8222;der Schärfste&#8220;. Wer genau von den Verwalterbewerbern aber tatsächlich schon einmal eine &#8222;Goldene Peperoni&#8220; von den Verwalterfestspielen in &#8222;Kann&#8220; bzw. &#8222;Pizza&#8220; erhalten hat, bleibt kritisch zu hinterfragen. Großmäuligkeit ist keine Zier, besser lebt man ohne ihr.</p></blockquote>
<p>Abgerechnet wird zuletzt. Auch mit der zuletzt verstorbenen Hoffnung. Heute Abend wird (endlich) alles anders werden. Claus Giesmüller (* Name geändert) hat kürzlich hier eine Eigentumswohnung billig geschossen. Die Wohnung stand in der Zwangsversteigerung und da hat er zugegriffen. Für &#8222;unter Hunderttausend&#8220; hat er die Wohnung bekommen, die mehr als 150 m² Wohnfläche hat. Er wohnt in der Wohnung schon lange. Wenn er sie jetzt verkauft, hat er gleich mindestens das Doppelte. Wenn nicht &#8230;.kaum auszudenken.</p>
<p>Das Haus hat ein &#8222;unterlassenes Ambiente&#8220;. Viel wurde in den letzten Jahren hier gerade erst nicht gemacht. Wenn auch die Bausubstanz im Grunde genommen richtig gut ist. Man sieht dem Haus an, dass es könnte. Wenn es nur wollte. Wer aber will schon? &#8211; Ganz hinten sind für &#8222;wahnsinnige Gelder&#8220; paar neue Balkone aus Fertigteilgerüst an die Fassade genäht worden. Gehäkelt oder gestrickt, jedenfalls teuer war´s. Der Verwalter ist Bauingenieur. Ein wesentlicher Punkt ist die beschlossene Entlastung für die Vorjahre. Da ist &#8222;nüscht mehr zu machen&#8220;, aber für 2011/2012 schon noch. Er hat sein Honorar gekriegt, der Verwalter, aber das war eigentlich nicht das wesentliche. Permanent hat er Bauleitungs-Sonderhonorare &#8222;für jeden Scheiß&#8220; abgegriffen. Sogar für eine Tankwartung, sagt Claus Giesmüller, hat Rotzlöffel (wie hieß er doch gleich?) 4 Stunden Überwachungstätigkeit abgegriffen. Ein richtiger Betrüger, vermutet man. Genau weiß man es noch nicht. Die Indizien sprechen eine richtungsweisende Sprache, sozusagen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5985" title="Das heiße Eisen!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Heisse.Eisen_.jpg" alt="Das heiße Eisen!" width="450" height="329" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Heisse.Eisen_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Heisse.Eisen_-300x219.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Die Eigentümer? Viel passiert in den letzten Jahren. Im Gartenhaus war einer im Grunde allein Eigentümer. Stimmrecht pro Wohnung. Viele kleine Wohnungen, viele Stimmrechte in der Eigentümerversammlung. Sodass der &#8222;große Rest&#8220; in den übrigen Gebäudeteilen nichts durchbekommt.</p>
<p>Vorn an der Straßenkante sind zwei Gewerbeeinheiten. Ist nicht viel los da drin. In einer wird gerade gebaut. Irgendwas &#8222;mit Kita&#8220;, sagt einer von zwei Handwerkern. &#8222;Du bist Hausverwalter,&#8220; sagt er fragend und zückt eine Visitenkarte von sich: &#8222;Hausverwalter, ist immer gut!&#8220; &#8211; Er buhlt um Aufträge. &#8222;Emailadresse?&#8220; Ja, hat er auch. &#8222;Wir machen gern allet Mögliche,&#8220; beschreibt er sein Aufgaben- und Leistungsspektrum. Ich stecke die Karte weg. Mit Visitenkarten mache ich es immer so, die stecke ich weg. Die wichtigen davon scanne ich später im Büro ein und werfe sie weg. Ich bin bereits seit längerem in der Digitalwelt angekommen, meinen Zustand nenne ich &#8222;digitalis&#8220;. &#8222;Was hast denn Du?&#8220; &#8211; &#8222;Ja, Digitalis irgendwie.&#8220; Ich esse gern Physalis. Ist aber ein anderes Thema.</p>
<p>Sie haben sich hier im Haus so ein Komitee der Unterhaltungskunst gewählt, das sind die Leute, die umsichtig, transparent und fairnymphdich nach einer neuen Hausverwaltung Ausschau halten. Die jetzt eine Matrix machen, eine Gegenüberstellung der abwägbaren Kriterien. Was spricht für die eine Verwaltung und was gegen die andere? Am Ende sind es nicht mehr zehn Kandidaten, die man eingeladen hat. Übrig geblieben sind drei. Drei so wie Frühstückseier für diejenigen, die mehr als eins mögen.</p>
<figure id="attachment_4774" aria-describedby="caption-attachment-4774" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/diesesacheistheiss.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4774" title="Diese Sache ist heiß!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/diesesacheistheiss.jpg" alt="Diese Sache ist heiß!" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/diesesacheistheiss.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/diesesacheistheiss-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4774" class="wp-caption-text">Diese Sache ist heiß!</figcaption></figure>
<p>Hartgekochte Eier sind die Verwalterbewerber heute Abend im Keller. Hartgesottenes Prüfkomittee der Unterhaltungskunst: hat ausgewertet, zusammengetragen und Leistungsaussagen &#8222;gläsern&#8220; gemacht. Damit es alle vor Augen haben. Heute abend ist V-Day, gewählt wird am Ende der Verwalter ab 01.01.2013.</p>
<p>Wenn sie heute abend nicht den richtigen wählen&#8230;..doch das ist eine andere Geschichte. Mehr als derjenige welcher gerade jetzt Verwalter seit ein paar Jahren schon war, kann jeder neue Verwalter schlicht leisten. Er muss angenehm sein im Umgang, nicht so eine &#8222;vorlaute Fresse&#8220; haben wie der geschasste &#8222;Bauernlümmel&#8220;, von dem sie sagen, er sei flapsig, arrogant und unfreundlich gewesen. Wenigstens der Ton muss stimmen.</p>
<p>Ansonsten geht es von nun an nur noch bergauf. Versprechen tun das heute Abend alle Verwaltungsbewerber. Ganz sicher.</p>
<p> <span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>1140-12 &#8211; Prognosen: Ich werde nie dazu kommen, den eBook-Reader anzuwerfen und zu lesen! Digitale Revolution? Keine Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:49:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Andreas Hoppe &#8211; Allein unter Gurken (Buchtitel) Ich haue ab von hier, verkündet der Reporter, dort hin, wo kaum ein Mensch je vor uns war &#8211; nach Hardrockhausen, Osten &#8230; und nebenbei erfahre ich alles über des Prolls reine Seele, über Hartz IV, Nazirock, Deutschlands beste Biersorten und die Wurzel der Gegenwart. (Moritz von Uslar, ... <a title="1140-12 &#8211; Prognosen: Ich werde nie dazu kommen, den eBook-Reader anzuwerfen und zu lesen! Digitale Revolution? Keine Zeit" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/148411/" aria-label="Mehr Informationen über 1140-12 &#8211; Prognosen: Ich werde nie dazu kommen, den eBook-Reader anzuwerfen und zu lesen! Digitale Revolution? Keine Zeit">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-352" title="Prognosen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconprognosen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<dl id="attachment_10844" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10844" title="Andreas Hoppe - Allein unter Gurken (Buchtitel)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Andreas.Hoppe_.Allein.unter_.Gurken.jpg" alt="Andreas Hoppe - Allein unter Gurken (Buchtitel)" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Andreas.Hoppe_.Allein.unter_.Gurken.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Andreas.Hoppe_.Allein.unter_.Gurken-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Andreas Hoppe &#8211; Allein unter Gurken (Buchtitel)</dd>
</dl>
<blockquote><p><em></em><em>Ich haue ab von hier, </em><em>verkündet der Reporter, </em><em>dort hin, wo kaum ein Mensch je vor uns war &#8211; nach Hardrockhausen, Osten &#8230; und nebenbei erfahre ich alles über des Prolls reine Seele, über Hartz IV, Nazirock, Deutschlands beste Biersorten und die Wurzel der Gegenwart.</em> (Moritz von Uslar, Deutschboden)</p></blockquote>
<p>Die digitale Revolution ist ein lüsterner Schwellkörper. Über diese digitale Reizschwelle, die eine Wulst ist, kann ich derzeit nicht kommen, aus Zeitgründen. Auch aus Umfangsgründen. Zu viele Bücher noch, die ungelesen hier herumliegen. An die ich erinnert werde, wenn ich nur darüber nachdenke, was ich als nächstes zu lesen beabsichtige. Und dann lauter Lebensratgeber, die sollen doch die Fre&#8230;.. halten. Ansonsten verleihen mir Menschen auch gern täglich neue Bücher. Lies mal.</p>
<p>Bin ich etwa immer noch nicht erwachsen? Wer schreibt, muss vielleicht selbst nichts lesen? Mitnichten. Schreiben ist Output. Lesen ist Input, so wie in dem Film: &#8222;Nr. 5 lebt&#8220; aus dem Jahre 1985, ein Jahr nach Orwells 1984, das 1948 geschrieben wurde. Nr. 5, ein Roboter auf Rädern mit menschlichen Zügen, ist äußerst wissbegierig: er scannt Wind pustend die Seiten umblätternd das städtische Telefonbuch. Liest es leer in wenigen Sekunden und sagt dann: &#8222;Noch eins&#8220;. Neugierig.</p>
<p><span id="more-11751"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_876" aria-describedby="caption-attachment-876" style="width: 193px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-876" title="Der digitale Detektiv" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/01/_digitalerdetektiv.jpg" alt="" width="203" height="278" /><figcaption id="caption-attachment-876" class="wp-caption-text">Der digitale Detektiv</figcaption></figure>
<p>Ja, so bin ich auch. Zumindest ähnlich.</p>
<p>Will ich dünner werden, kaufe ich einen Ernährungsberater in Buchform. Will ich umziehen, ist ein Umzugsratgeber nicht schlecht. Sehr gut laufen auch Lifestyle-Bücher prominenter Journalisten wie z.B. von Moritz von Uslar (Buchtitel: &#8222;<a title="externer Link" href="http://www.welt.de/kultur/article10085340/Moritz-von-Uslar-wo-die-wilden-Kerle-wohnen.html" target="_blank">Deutschboden</a>&#8222;).</p>
<p>Indem irgendjemand irgendwo einen Furz über ein Problem lässt, findet er seine Buchkäufer. Häme, Spott, sogar Niedertracht kann dem Stoff zugrunde liegen, es wird gekauft. Wie ist es, nach Brandenburg aufs Land zu ziehen? Das fragen sich viele Berliner. Berlin hat seit ein paar Jahren einen negativen Bevölkerungszuwachs. Es verblutet, ganz langsam. Grund sind die Wanderungsbewegungen, gen Umland.</p>
<p>Menschen wollen wohnen, wie das Grüngemüse, am liebsten &#8222;allein unter Gurken&#8220;, wovon das Buch von Tatort-Schauspieler Andreas Hoppe handelt. Auch wir <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/10/139411/">berichteten hier</a>, sogar noch über Gurken. So wie sich die WELTonline jetzt fragt,</p>
<blockquote><p>Könnte es sein, dass (Moritz von) Uslar auf seinem Spezialgebiet, der Beschreibung ästhetischer Details, sehr nachlässig vorging, um eine möglichst krasse Ost-Exotik zu schaffen? Ein Denker geht auf Reisen und sucht den edlen Wilden.  (Link oben)</p></blockquote>
<p>&#8230;so fragt sich jetzt die WELToffline (nicht die Printausgabe der so genannten Zeitung, übrigens) nämlich, wie man jetzt erst in den Oderbruch ziehen könne, um dann den Medienbruch, das &#8222;xmedia&#8220; (sprich: crossmedia) hinzuzubekommen? Das Buch geht on-line, genauer &#8222;goes digital&#8220;. Schon erscheinen für Autoren erste Ratgeber: Wie schreibe ich ein eBook? &#8211; Na, am besten ganz langsam, oder? Die Mehrheit der Menschheit besteht im Übrigen nicht aus Autoren, sondern nachweislich aus Lesern. Vermutlich gibt es mehr Nichtleser als Leser auf der Welt, oder?</p>
<p>Lesen blendet. Lesen verblödet. Lesen sortiert den Kopf und manipuliert das Gedankengut, versaut den Menschen mit fremden, teils befremdlichen Einflüssen, die daherkommen wie Einschüsse an der Scheunenwand. Rechnet man die Zahl der abgelagerten, ins Regal gestellten und in Kartons verpackten Bücher Deutschlands zusammen, würde platzmäßig vermutlich München wegfallen: für den &#8222;self storage&#8220; aller Bücherwürmer Deutschlands. Die Münchner müssen mir verzeihen, aber im Englischen Garten waren schon länger unerträglich viele Nackedeis am Liegen. Damit ist es jetzt Schluss, alles Bücher oder was?</p>
<p>Ein Problem mit dieser Schwellung Deutschlands, der digitalen Revolution, ist die Selbstbeschneidung und der Fortfall bereits erworbener Möglichkeiten. Das Buchregal ist zu groß. Am Ende eines Lebens ist das Bücherregal voll. Vollkommen nutzlos. Es sind etliche Leseschinken darunter und immer, wenn ich daran vorbeilaufe, würdige ich sie keines Blickes. Es ist so gewöhnlich, Bücher in der Wohnung abgestellt zu haben. So nutzlos das auch sein mag. So wie alles andere, was wir zum Bewohnen ins Inventarium stellen, die Wohnung als vollgestopfte Hülle, als &#8222;self storage&#8220;. In Wirklichkeit ist es überwiegend abgestandener &#8222;Hausrat&#8220;, der das Leben füllt, aber nicht mit Inhalten. Wohnungen werden kleiner, verkramter, unübersichtlicher &#8211; der freie Geist der büchernen, bleiern schweren Schriften entreißt uns allen Lebensraum, engt unsere Ausbreitung in Wirklichkeit ein und ist eigentlich unerträglich. Leute, ich kann so net arbeite&#8230;.</p>
<p>Die letzte Revolution war meiner Erinnerung nach die Abschaffung schwarzer Schallplatten und die Einführung der CD. Bei einem Versandhandel namens 2001 habe ich lange vor 2001 bereits Silberlinge als &#8222;reissue&#8220; (Wiedererscheinung) bestellt von Tonträgern, die ich zuvor als schwarze &#8222;33er&#8220; besessen hatte und nun nochmals erwerben musste. I wanted to go modern und so bezahlte ich für mein persönliches Weltkulturerbe doppelt. Es musste mir das nur wert sein. Jetzt stehen die Silberlinge in einem zu großen Regal und werden nicht mehr gespielt. Ich habe die Privatkopie digitalisiert. Auf einem iPhone mit jetzt 64 GB Speicher kann ich sämtliche -ich wiederhole: sämtliche!- Audiostücke meiner CD-Sammlung in hörbarer Qualität problemlos abbilden. Wozu noch CD-Rohlinge, Plattencover und duftige Booklets.</p>
<p>Genau. Und wozu noch Bücher?</p>
<p>In der Name der Rose (Verfilmung) frisst der böse Klosterschurke die vergifteten Blätter des Buches der Komödie am Ende auf, damit die Menschheit nichts vom nutzlosen Lachen erfährt. Es muss übrigens eigentlich kein eBook &#8222;Wie lese ich ein eBook&#8220; geben, denn wer es lesen kann, braucht diesen Ratgeber in Wirklich nicht mehr. Siehste.</p>
<p>Fakt ist: Die Abschaffung von Büchern ist nicht mehr aufzuhalten. In vielleicht fünfzig Jahren haben nur noch altersversessene Antiquare welche, alle anderen wurden, ja, &#8222;verbrannt&#8220;. Womit sich der deutsche Kreidekreis schließt. Bis ich selbst &#8222;den Rubikon&#8220; der Bücherwelt (zitiert &#8222;nach Wulff&#8220;) überschreite und Bücher weggeworfen werden, muss ich erst noch meine emotionalen Bindungen ans Kleingedruckte überwinden. Im Übrigen habe ich nicht wenige, sondern äußerst viele gedruckte Bücher noch zu lesen. Hinzu kommt der &#8222;gute Rat&#8220; meiner Umwelt. Wer mich sogar gern mag, drückt mir noch jetzt und ohne weiteres im persönlichen Gespräch weitere Bücher &#8222;leihweise&#8220; in die Hand. Das -so sagt er mit wissendem Blick- solle ich unbedingt mal lesen. Aber wann?</p>
<p>Ich werde wohl wegziehen und mich fragen, welche Art von Büchern brauche ich noch? Und überlegen, ob ich schon bereit bin für die digitale eBook-Schnittstelle zu Amazon, buecher.de oder thalia.de &#8211; und schon jetzt sehe ich die zugeschnürten Kommerz-Schnittstellen und Unverträglichkeiten verschiedener eBook-Systeme, insgeheim angelegt in der (heimlichen) Überlegung, den Bücherbezug künftig monopolartig zu beherrschen. Der gute alte Guttenberg, bzw. Gutenberg. Da kommt das &#8222;copy &#038; paste&#8220; nicht weit, mit digitalem Rechtemanagement.</p>
<p>In meiner künftigen Wohnstätte werde ich mit Sicherheit nicht vollkommen bücherlos dahinvegetieren und auf meinem eBook-Reader &#8222;Alleine unter Gurken&#8220; von Andreas Hoppe lesen. Ich müsste überhaupt erst mal die Zeit dafür besitzen zu erkunden, ob dieses Buch schon &#8222;buch- und ruchlos&#8220; digital gegangen ist, mithin als eBook erhältlich? Fakt aber ist: Ich leih mir jetzt und in meiner momentanen Verunsicherung, was den genauen, weiteren Verlauf meines Lebens betrifft, keine neuen Bücher und Ratgeber mehr aus. Ich muss mit einiger Gewalt einen mächtigen Schnitt in meinem Leben veranstalten. Meine Karten mische ich selbst neu. Ohne Ratgeber. Zu meinen Lieblingen, erinnere ich Udo Lindenberg, der sang: &#8222;Die Wohnung sieht jetzt anders aus, nichts erinnert mehr an dich. Ich hab alles knallbunt angemalt.&#8220; &#8211; Auch die Wände, an denen einst Bücherregale standen. Neue Bücherregale, das sind kleine Icons auf dem Smartphone, iPad und dem eBook-Reader &#8211; mit Internetanschluss. Deutschland wird kalt, lichtern und digital.</p>
<p>Ich werde einen echten Ofen einbauen und alles verheizen. Aber vorher muss ich, allein aus wirtschaftlichen Gründen, die bereits bezahlten Bücher alle noch lesen. Sie reichen schon jetzt bis über mein vermutliches Lebensende weit hinaus. Leicht ist es nicht, ein noch modernerer Mensch zu werden.</p>
<p> <span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>1129-12 &#8211; Ratgeber: Das Internet macht viele Angebote nahezu beliebig und vervielfältigt sogar dieselben Immobilien gleich mehrfach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 22:27:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Bauernregel sagte irrtümlich: &#8222;Schon mit einer Immobilie nährt der Makler die Familie.&#8220; Das war wohl gestern. Inzwischen ist das berufliche Leben der &#8222;Wald- und Wiesenmakler&#8220; nicht einfacher geworden. Das Internet wird immer mehr zum Feind des heimlichen, diskreten Eigentümerverkaufs. Vorbei die Zeiten, in den Eigentümer ihre Immobilien diskret verkaufen konnten. &#8222;Das Internet macht alles ... <a title="1129-12 &#8211; Ratgeber: Das Internet macht viele Angebote nahezu beliebig und vervielfältigt sogar dieselben Immobilien gleich mehrfach" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/147312/" aria-label="Mehr Informationen über 1129-12 &#8211; Ratgeber: Das Internet macht viele Angebote nahezu beliebig und vervielfältigt sogar dieselben Immobilien gleich mehrfach">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-906" title="Ratgeber" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/01/_iconratgeber.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_4150" aria-describedby="caption-attachment-4150" style="width: 274px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4150 " title="Ein Fax vom Makler - (c) Uli Stein" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/11/Makler.Uli_.Stein_.jpg" alt="" width="284" height="358" /><figcaption id="caption-attachment-4150" class="wp-caption-text">Ein Fax vom Makler - © Uli Stein (mit Genehmigung)</figcaption></figure>
<p>Die Bauernregel sagte irrtümlich: &#8222;Schon mit einer Immobilie nährt der Makler die Familie.&#8220; Das war wohl gestern. Inzwischen ist das berufliche Leben der &#8222;Wald- und Wiesenmakler&#8220; nicht einfacher geworden. Das Internet wird immer mehr zum Feind des heimlichen, diskreten Eigentümerverkaufs. Vorbei die Zeiten, in den Eigentümer ihre Immobilien diskret verkaufen konnten. &#8222;Das Internet macht alles kaputt&#8220;, denken inzwischen viele. Die Wahrheit ist: Der gute unterscheidet sich auch in Zeiten des Internets vom schlechten Makler. An schlechten Maklern kann man reichlich &#8222;mäkeln&#8220;.</p>
<p><span id="more-11667"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter  wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure id="attachment_5930" aria-describedby="caption-attachment-5930" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Geschichte.des_.Wohnhauses.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5930 " title="Geschichte des Wohnhauses" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Geschichte.des_.Wohnhauses.jpg" alt="Geschichte des Wohnhauses" width="640" height="187" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Geschichte.des_.Wohnhauses.jpg 800w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Geschichte.des_.Wohnhauses-300x87.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-5930" class="wp-caption-text">Geschichte des Wohnhauses</figcaption></figure>
<p>Sonnengebräunt, Goldkettchen links, Rolex rechts, Sportwagen: Das war gestern. Der neue, erfolgreiche Immobilienmakler nennt sein Geschäftsmodell beispielsweise &#8222;Lieber individuell wohnen&#8220;. Auf seinem Handy angerufen, reagiert die gefürchtete Mailbox, die dieser Tage in der BILD-Redaktion präsidial beschimpft wird, wie folgt.</p>
<blockquote><p>Guten Tag, Lieber Individuell Wohnen, hier ist Krause, ich bin momentan nicht erreichbar, &#8230;. (Name geändert)</p></blockquote>
<p>Was haben wir gelacht.</p>
<p>Schon treibt uns um, dass die Hausverwaltung unsererseits auch so einen euphemistischen, neuen Namen erhält. &#8222;Guten Tag, hier ist Wir drehen jeden Eurocent dreimal um GmbH, meine Name ist Bloggwart&#8220;, würde ich bspw. künftig nicht ohne Stolz am Telefon werktäglich melden. Oder &#8222;Buongiorno, hier ist Fratello Tomaso von der ligurischen Wellnessverwaltung La Dolce Vita,&#8220; und (gebrüllt) &#8222;Pronto?????&#8220; Wobei die Vielzahl der Fragezeichen auch die Lautstärke, fortissimo, darstellt. Was würden wir künftig wieder was zu lachen haben.</p>
<blockquote><p>Tempelgesänge, tiefe Gongs und Maultrommeln, eine weibliche Stimme stöhnt: &#8222;Hallo, hier ist Lydia von der Kamasutra-Casual Verwaltung, aaachhhh, wir können derzeit nicht ans Telefon kommen, da wir im Auftrag unserer Kunden Raucherstäbchen anzünden&#8230;.. ♪♫♪ plöng&#8230;</p></blockquote>
<p>Aber im Ernst.</p>
<p>Der geneigte Immobilien-Interessent muss in dieser Zeit doch sehr aufpassen. Überall lauern stahlgrau gewandete Immobilienhaie, das sind diese Raubfische, die eine glänzende, lederartige Hautoberfläche (anthrazit) haben mit winzigen Kapillaren. Damit sie schneller schwimmen können. Der Immobilienkunde ist das Opfer. Wie in den Weltmeeren ist die Angriffsstrategie der Immobilienhaie angelegt. Sie schwimmen von seitlich unten Richtung Wasseroberfläche. Dort schwimmt der Immobilieninteressent. Und dann -zack- machen sie den ersten Probebiss. Gleich reißen sie ein großes Stück aus ihrem Fressopfer heraus, der unvermeidliche Blutverlust führt nun entweder dazu, dass das Opfer komplett aufgefressen werden kann. Der Probebiss dient auch dazu, abzuchecken, ob dies Fleisch überhaupt schmeckt.</p>
<p>Hat der Immobilienhai einen &#8222;Überbiss&#8220;, so führt der Biss eventuell ins Leere. Dann ist das Opfer gerade noch stark genug, davon zu schwimmen. Zu flüchten. Oder auch zurückzutreten. Hans Hass hatte den Trick, die Haie im roten Meer anzuschreien. Bis er in der Nähe des Suez-Kanals, der damals im Bau war, gewärtigte, dass die Haie dort im Unterschied zu überall woanders durch systematische Dynamitsprengungen an Lautstärke gewöhnt waren und unverdrossen auf Hänschens Flossen&#8230;.zuschossen.</p>
<p>Ja, Freunde, der Immobilienmarkt ist nicht ohne Schwierigkeiten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Doppelte Lottchen überall</strong></span></p>
<p>Die Immobilien-Suchmaschinen-Platzhirsche, von denen es gerade vier, fünf gibt, die ich hier nicht aufzählen muss, haben zu merkwürdigen Entscheidungen geführt. Angeboten wird auf der Basis von Datenbanken, deren möglichen Abfragen und mit Rücksicht auf Interessenten. Praktisch und bequem: Der Interessent kann sich Preisobergrenzen einstellen. Suche alles bis zu 500.000,- €. Das Problem: Der Verkäufer braucht gerade mindestens 510.000,- €, um einigermaßen verlustfrei zu verkaufen. Derlei war gestern. Der Makler mäkelt: an den Preisvorstellungen des Verkäufers herum. Er senkt den Preis ab. Auf 499.999,- €. Das passt gerade noch in die Preisvorstellungen vieler. Nur so sei man erfolgreich, sagt der Makler.</p>
<p>Und dann die Angebote selbst.</p>
<p>Die Menschen unterscheiden wohl wissentlich, was sie von einem Makler erwarten. Er soll nicht zu viel quatschen, ständig nerven und vor allem soll und darf er nicht lügen. Gerade in Berlin und Umgebung lügen aber viele und nicht gerade wenige Makler. Sehr verbreitet übrigens: Die Objekte klauen. Und das geht so.</p>
<p>Der Makler Christian Phantom (* Name geändert) führt eine Maklerfirma namens &#8222;Schnickerdönser Immobilienbörse&#8220; (* Name geändert). Er geht zu Häusern hin, die er über das Internet recherchiert hat und spielt einen interessierten Interessenten, gibt sich nicht als Makler zu erkennen. &#8222;Ich darf ja wohl ein paar Fotos machen&#8220;, sagte Christian Phantom. Kurze Zeit später taucht das zu verkaufende Objekt im Internet auf. Die Schnickerdönser hauen ordentlich Exposés nach dem Streuobstwiesenprinzip unter die Leute. Das Problem ist eigentlich: Herr Phantom hat gar keinen Auftrag.</p>
<p>In der Immobilienbranche Berlin-Brandenburg sind übrigens solche &#8222;Klauer&#8220; wohlbekannt, namentlich und wenn du ihren Namen hörst oder sie vor deiner Tür stehen, heißt es schon &#8222;Vorsicht&#8220;. Nun hat die unseriöse Firma, sagen wir mal, rund 150 Exposés rausgehauen. Das nennt man die klassische Tätigkeit eines Nachweismaklers.</p>
<p>Im Unterschied zum &#8222;Vermittlungsmakler&#8220; macht der &#8222;Nachweismakler&#8220; im Grunde nichts anderes, als nur den Nachweis über die Möglichkeit zum Abschluss eines Grundstückskaufvertrages zu führen. Richtig Mühe geben muss sich der Nachweismakler nicht, er arbeitet sozusagen &#8222;laid back&#8220;, lässig, locker und &#8222;auf Masse&#8220;, im Erfolgsfall dann &#8222;auf Kasse&#8220;. Solche Makler sind ausgesprochen ärgerlich zu beurteilen. Sie sind so ein bisschen parasitär, zusätzliche &#8222;kaltgewordene Schlagsahne&#8220; auf Immobilien-Traumkuchen.</p>
<p>Schon fordern nicht wenige, dass irgendeine &#8222;echte Dienstleistung&#8220; des Maklers zum Grundsatz eines Provisionsanspruchs führen müsse. Einem Makler solle nur dann Honorar zustehen, wenn auch der Nachweis einer &#8222;echten Vermittlungstätigkeit&#8220;, ein zugrunde liegender (schriftlicher) rechtsgültiger Auftrag des Verkäufers und eine kontinuierliche, nachprüfbare &#8222;Vermittlungstätigkeit&#8220; des Maklers erbracht worden sei. Nach hiesigen Informationen fehlt für eine derartige, gesetzliche Initiative noch jede Lust des Gesetzgebers, obwohl doch Verbraucherschutz&#8230;.</p>
<p>Ärgerlich auch die Tatsache, dass manche Eigentümer sogar eine Vielzahl von verschiedenen Maklern zeitgleich für den Verkauf beauftragen können. In der Praxis stehen daher viele Häuser gleich mehrfach bei unterschiedlichen &#8222;harten Fakten&#8220;, zu unterschiedlichen Kaufpreisen und zu widersprüchlichen, sich gegenseitig widersprechenden Objektangaben im Internet. Hier muss der Interessent schon mächtig üben. Zuallererst kann man den Interessenten nur dringend warnen, die Ausfüllmasken der Immobilienportalen stante pede auszufüllen nach dem Motto: &#8222;Hach, ein ganz schickes Objekt!&#8220; Bloß nicht. Es heißt:</p>
<ul>
<li>Erst einen Benutzer-Account anlegen, ggf. unter einem &#8222;Fakenamen&#8220;.</li>
<li>So genannte &#8222;Merkzettel&#8220;, &#8222;Merklisten&#8220;, also Objekte in die Merkliste packen und erst einmal &#8222;sämtliche vorhandenen&#8220;, ähnlichen Objekte anhand der Detailangaben und der Fotos sorgfältig vergleichen.</li>
<li>Doppelte Lottchen, also gleiche Häuser und Wohnungen, die mehrfach angeboten werden von unterschiedlicher Seite, herausfinden und die &#8222;Doppelungen&#8220; gezielt auswerten. Gar nicht mal so selten: Einer bietet was für 120.000,- € an, ein zweiter dasselbe Objekt für 195.000,- €. Kein Witz.</li>
<li>Jetzt bitte: Cool down! Wir kennen das vom Einkaufen von Lebensmitteln. Wer mit Hunger in den Supermarkt geht, kauft mehr und zu teuer ein. Richtig ist: Wo genau ich Exposés von Grundstücksmaklern abfordere, das sollte genau überlegt und abgewogen werden.</li>
<li>Entscheidest du dich für eine solche Bestellung, empfiehlt sich bspw. ein zunächst klärendes Telefonat. Denn jedes Exposé weniger, dass du bestellst, führt zu weniger neuen, ungefragt zusätzlich zugeschickten, weiteren Exposés. Das sagt man dem Makler auch: Pack mich nicht in irgendwelche Datenbanken und löse einen &#8222;Shitstorm&#8220; ständig neuer Immobilienexposés aus. Schick mir nur zu, worum ich ausdrücklich bitte. Bist du dazu bereit? Nur wenn der Makler das zusagt, gib ihm deine Adresse. Sonst nicht.</li>
<li>Ein weiterer Aspekt: Ein Exposé sollte mehr Informationen erhalten als der Internetauftritt. Wenn das Exposé keinerlei Dramaturgie weiterer, noch verbesserter und intensiverer Informationsvermittlung beinhaltet, ist das Exposé nichts wert und kann sofort entsorgt werden.</li>
</ul>
<p>Ärgerlich auch hier wie sonstewo anders im täglichen Leben: Die Makler machen &#8222;großen Bohei&#8220;, nennen nicht die Fakten, sondern veröffentlichen elendig schlechte, nichtssagende oder sogar irreführende Fotos von dem Verkaufsobjekt. Ein See, der in 150 m Entfernung vom Grundstück ist, eine Pferdekoppel vom Bauern nebenan und der Kirchturm am Dorfplatz sind keine Seltenheit. Sie sagen aber wenig bis gar nichts von der &#8222;Bruchbude&#8220;, die zum Verkauf ansteht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Zeit ist Geld und knapp</strong></span></p>
<p>Im Grunde genommen ist der gewöhnliche &#8222;Wald-und Wiesenmakler&#8220; natürlich in erster Linie an seiner Provisionsabsicherung interessiert. Wirklich gute Informationen sind aber unabdingbar erforderlich, um pro oder contra weitere Besichtigung zu entscheiden.</p>
<p>Geh niemals sofort zu einer Besichtigung. Richtig ist: Aus den Verkaufsunterlagen des Maklers muss sich (Hervorhebung: muss sich!!) so viel Information herleiten lassen, als das der Interessent damit &#8222;die grundlegenden Objektfragen&#8220; für sich beantworten kann. Dazu gehört im Mindesten:</p>
<ul>
<li>Die richtige Anschrift des Objekts mit Hausnummer und Wiederauffindbarkeit</li>
<li>Aussagekräftige, vollständige Fotos vom Wesentlichen, wenig bis gar nicht mit unwesentlichen, objektfremden Zusatzfotos angereichert, die nur ablenken.</li>
<li>Eine Flurkarte mit Ansicht der Lage und Positionierung der Baukörper auf dem Grundstück.</li>
<li>Angaben zur konkreten Nachbarbarschaft und Umgebung</li>
<li>Grundrisse aller Baukörper und Wohnungsgrundrisse</li>
<li>Angaben zum Instandhaltungszustand und zum voraussichtlichen Instandsetzungsbedarf, zur Haustechnik</li>
<li>(Platz für eigene Notizen hier: &#8230;&#8230;)</li>
</ul>
<p>Dann erst -wenn wirklich alle Informationen nachprüfbar vollständig da sind- gehe das Objekt besichtigen, falls du noch Interesse hast. Erfahrungsgemäß trennt sich auch schon bei der Unterlagenbeschaffung die Spreu vom Weizen.</p>
<p>Ach so: Es gibt nette, verbindliche und zuverlässige Makler. Andere auch.</p>
<p> <span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>1094-11 &#8211; Virtueller Stadtplan: Wie man Eintragsvorschläge auf kauperts.de erstellt und was es mit dem Recyling von Altschinken auf sich hat!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 13:34:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Bei Akzeptanz des Gedankens, dass es für Ortskenntnis und Regionalwissen steht, könnte aus dem Webportal kauperts.de echter Mehrwert für die Nutzer von internetbasierten Such- und Findeanfragen und bei mobilen Anwendungen werden. Dabei ist die Qualität von Sucheinträgen mit der Qualität von  &#8222;Erlebnissen&#8220; einer berlinweiten, relevanten Nutzercommunity verbunden. Datenbasis ist &#8222;user generated content&#8220;, das macht den Reiz aus. Und eröffnet jedem eigene Gesichtspunkte von ... <a title="1094-11 &#8211; Virtueller Stadtplan: Wie man Eintragsvorschläge auf kauperts.de erstellt und was es mit dem Recyling von Altschinken auf sich hat!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/143811/" aria-label="Mehr Informationen über 1094-11 &#8211; Virtueller Stadtplan: Wie man Eintragsvorschläge auf kauperts.de erstellt und was es mit dem Recyling von Altschinken auf sich hat!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11275 alignnone" title="Banner Eintragsvorschläge auf kauperts.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/banner.Kauperts.vorschlage1.jpg" alt="Banner Eintragsvorschläge auf kauperts.de" width="450" height="391" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/banner.Kauperts.vorschlage1.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/banner.Kauperts.vorschlage1-300x260.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Bei Akzeptanz des Gedankens, dass es für Ortskenntnis und Regionalwissen steht, könnte aus dem Webportal kauperts.de echter Mehrwert für die Nutzer von internetbasierten Such- und Findeanfragen und bei mobilen Anwendungen werden. Dabei ist die Qualität von Sucheinträgen mit der Qualität von  &#8222;Erlebnissen&#8220; einer berlinweiten, relevanten Nutzercommunity verbunden. Datenbasis ist &#8222;user generated content&#8220;, das macht den Reiz aus. Und eröffnet jedem eigene <span style="text-decoration: underline;">Gesichtspunkte</span> von Auswertung: Erlebnisschilderungen, die man als Nutzer für sich auswerten kann, mit Folgen für die eigene Entscheidungsfindung und ein wachsendes, gemeinschaftliches Beurteilungswesen. Erlebe Gutes und berichte darüber. <strong>Mein Erlebnisbericht ist vorläufig, subjektiv-distanziert und ich hoffe, auf den Punkt</strong>.</p></blockquote>
<p><strong>Auf der Berliner Website kauperts.de</strong> entsteht derzeit ein kenntnisreiches, intensives Portal zum Auffinden von Plätzen, Straßen und Orten in Berlin. Das Projekt ist verlockend. Dabei ist der Name Programm: Wer kennt ihn nicht schon seit &#8222;anno zwirn&#8220;? Richtig, die Rede ist vom großen Straßenführer Kauperts, einem Buch-Druckwerk, das schon in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als unentbehrlich galt. Jeder Taxifahrer hatte das Buch mit einer genauen Beschreibung aller Berliner Straßen, die Berliner Polizei setzt es auch heute noch ein. Autofahrer und &#8222;sich in Berlin Beweger&#8220;, alle nutzten und nutzen Kauperts Büchlein noch heute. Nun wächst, was papieren angelegt war, in Richtung Digitalisierung zu größerer Qualität und noch besserer Auffindbarkeit. Die alten Bücher wegwerfen? <strong>Wer das tut, sollte dabei den Aspekt &#8222;Papierrecycling&#8220; bedenken, sich den richtigen Entsorger suchen und den alten Schinken fleischfrei in die Recyling-Tonne kloppen</strong>.</p>
<p><span id="more-11262"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter  wp-image-11270" title="_seitentrenner Berliner Bär" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/seitentrenner.Berliner.Bae_.jpg" alt="" width="22" height="36" /></strong></p>
<blockquote><p><strong></strong>Das ist schon eine Art sinnvolles Vorhaben. Man geht auf die Website kauperts.de und registriert sich als Benutzer. Dann prüft man bei passenden Gelegenheiten den Berliner Stadtplan auf Lücken und ergänzt, bzw. schlägt neue Einträge vor, Firmen, Dienstleister, Restaurants, Hotels usw.. Eine -wie ich sagen kann- zuverlässige Redaktion prüft solche Vorschläge und setzt sie dann um. Außerdem kann man eigene Erlebnisse hinzufügen und anderen davon berichten. Eingeschlossen ist ein Ranking-System von eins bis fünf Sternen. Nu macht ma hinne, Freunde&#8230; </p></blockquote>
<p><strong>Kein Zweifel</strong>: Der Markt der Rohstoff- bzw. Altstoffpreise ist unübersichtlich und für Kunden wie Problemlöser schlecht im Vorhinein zu beurteilen. Gleichwohl ist Bewegung drin. Wenigstens so überschaubar ist der Markt für Altpapierpreise derzeit, dass sich Wertstoff-Entsorger bzw. Wiederverwerter zu Prognosen für 2012 hinreißen lassen. Wir verhandelten kürzlich erfolgreich mit einem großen, orange eingefärbten Entsorgungsriesen bestehende Verträge über die Entsorgung von Altpapier und Pappe nach. Im Kern lautet die neue Vereinbarung, dass wir als Großkunde jedenfalls für das Jahr 2012 sämtliche Papiercontainer in den Wohnanlagen <strong>kostenfrei für unsere Hausbewohner entsorgen lassen können</strong>.</p>
<p><strong>Für 2013 ist man noch zu keiner Prognose über Preisentwicklungen in der Lage</strong>, sagen uns die Orangen. Sie können sich daher noch nicht vertraglich manifestieren. Gut, aber was bedeutet das? Es bedeutet, dass Haus- und Grundstücksverwalter anders als früher nicht nur bestandsorientiert zu denken haben, im Gegenteil: Es wird Usus, dass wir unsere vertraglichen Vereinbarungen von Zeit zu Zeit in Frage stellen müssen. Unsere Branche, eine Börsen- und Reststoff-Müllbroker? <strong>Michael Douglas, der King von Wall Street, lässt grüßen</strong>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">RTB &#8211; Recycling Team Berlin e.K.</span></p>
<p><strong>Bei der Gelegenheit führten wir auch einen Anbieterresearch</strong> durch uns stießen dabei auf das Angebot einer Berliner Firma namens &#8222;RTB Recycling Team Berlin e.K.&#8220; Diese Firma haben wir auf kauperts.de zur Neu- bzw. Ersteintragung heute pflichtschuldigst angemeldet <strong>und berichten wie folgt über unsere Rechercheergebnisse</strong>.</p>
<p><strong>Die Firma &#8222;Recycling Team Berlin&#8220; bietet</strong> seit ihrer Gründung im Jahre 2007 die kostenlose Aufstellung von Papiercontainern in verschiedenen Behältergrößen an. Diese entsorgt sie im Monatsturnus. Für Hausverwaltungen und Großkunden erscheint allerdings grundsätzlich problematisch, dass erfahrungsgemäß der zur Verfügung stehende Müllplatz (Aufstellort aller Container bzw. Behälter) begrenzt ist. Hier kann ein lediglich monatlicher Entsorgungsrthythmus &#8222;kontraproduktiv&#8220; sein, weil in der Zwischenzeit die Container schon überquellen. In Wohnanlagen mit bspw. mehr als dreißig Parteien lässt sich so kein vernünftiges Entsorgungsszenario herunterbrechen. <strong>Mithin ist ein monatlicher Entsorgungsturnus, wie ihn übrigens auch einige andere Mitbewerber anbieten, untauglich, zu starr, zu selten. Es müssen andere Turnen vereinbart werden, bspw. wöchentlich oder 14-tägig. Hierüber sind keine präzisen Angaben vorhanden, da heißt es nachfragen.</strong></p>
<p><strong>Die Firma sitzt am Sebaldweg in Altglienicke</strong> und besitzt einen Recyclinghof am Blockdammweg ggü. vom Plänterwald. Alexander Budich, Jahrgang 1981, ist Chef des Unternehmens und sagt von sich selbst, er komme aus einer entsorgungserfahrenen Familientradition. Schon Mutter und Vater können längere Erfahrungen aus Zeiten vorweisen, in denen nicht Cola und Fanta, sondern Altstoffe &#8222;zero&#8220; genannt wurden, bzw. &#8222;sero&#8220;. <strong>Richtig. Wir erinnern uns</strong>.</p>
<p><strong>1989 war Budich neun Jahre alt</strong>. Es war das Jahr &#8222;Sero&#8220; der Rohstoff-Verwertung einer untergehenden Staatsform ohne Möglichkeit, sie noch einmal vernünftig zu recyclen. Eventuell war das auch gut so. Budich lässt verlauten, er habe sich &#8222;mit viel Muskelkraft&#8220; selbständig gemacht. <strong>Genau, so darf man die Branche wohl beschreiben</strong>.</p>
<p><strong>Die zunehmende Diversifizierung im Müllgeschäft</strong> wird hier durchaus kritisch gesehen. Denn ob es als Summe aller Zahlen- und Entsorgungstourenplanspiele für die Umwelt als win-win-Situation endet, dass eine Vielzahl von Firmen unkoordiniert &#8222;durch Berlin gurken&#8220;, um Behälter zu entleeren, wissen wir unterm Strich nicht! <strong>Niemand rechnet da global und jeder werkelt nur so vor sich hin</strong>.</p>
<p><strong>Fragwürdig, mindestens aber erläuterungsbedürftig ist</strong>, dass die Aufstellung des Papiercontainers nur gegen Zahlung einer Pfandgebühr erfolgt. Hier fragt sich der Kunde, ob damit -und wo steht das?- sozusagen eine Überwälzung des Behälterstandortrisikos auf den Endkunden erfolgen soll? Ja, was passiert dann, wenn der Container von irgendeinem Hirni in Brand gesteckt wird oder sogar geklaut? Gibt es dann das Pfand nicht zurück? Und was kann die Hausverwaltung dafür bzw. der Grundstückseigentümer oder dessen Hausbewohner? Das überzeugt nicht und <strong>erschließt sich lesetechnisch nicht aus den vorliegenden schriftlichen Angeboten</strong>.</p>
<p><strong>Auch beinhaltet das Angebot keine Aussage darüber</strong>, für wie lange die vereinbarten Preise mindestens gelten? Klar, ist kostenlos. Was aber, wenn sich der Recyclingmarkt gravierend verändert und die Preise zusammenbrechen? Dies wäre für eine gewisse Mindest-Planungssicherheit aber erforderlich. Die Lösung ist hier so einfach wie bestechend: bei allen Abänderungen am Vereinbarungsstand im jetzigen Umfange darf der Kunde jederzeit kündigen. <strong>Wenn das mal keine Lösung ist?</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Direkt verlinkt: <a title="externer Link" href="http://berlin.kauperts.de/search?query=Berlin+Recycling+Team" target="_blank">Suchanfrage zu Berlin Recycling Team e.K. auf kauperts.de</a> (Eintragsvorschlag erledigt)</li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>951-11 &#8211; FotoPodcast: Wie man aus Kleidung, Frisur &#038; der Attitüde leicht zu schlußfolgern weiß und sich irrt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:06:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Merke: Die Attitüde und die Verkleidung eines Menschen mit bestimmten stilbildenden Ausdrucksmitteln ist das eine. Ob das, was du darunter verstehst, also die Message, auch richtig ausgedeutet ist, ist damit noch nicht gesagt. So ertappt sich der nachdenkliche Mensch eigentlich andauernd wieder dabei, dass er etwas sieht, dass er in einen ihm bekannten Zusammenhang (Kontext) ... <a title="951-11 &#8211; FotoPodcast: Wie man aus Kleidung, Frisur &#038; der Attitüde leicht zu schlußfolgern weiß und sich irrt!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/129311/" aria-label="Mehr Informationen über 951-11 &#8211; FotoPodcast: Wie man aus Kleidung, Frisur &#038; der Attitüde leicht zu schlußfolgern weiß und sich irrt!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-232" title="Icon fotowelt" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/fotowelt.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="Das Leben der anderen..." width="255" height="255" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /></p>
<blockquote><p>Merke: Die Attitüde und die Verkleidung eines Menschen mit bestimmten stilbildenden Ausdrucksmitteln ist das eine. Ob das, was du darunter verstehst, also die Message, auch richtig ausgedeutet ist, ist damit noch nicht gesagt. So ertappt sich der nachdenkliche Mensch eigentlich andauernd wieder dabei, dass er etwas sieht, dass er in einen ihm bekannten Zusammenhang (Kontext) stellt: Und wenn sich der Stilbildner bzw. Mensch umdreht und den Mund aufmacht, ist man eigentlich nur noch überrascht. Alle vorherigen Vermutungen brechen justamente in sich zusammen, wie ein <strong>Kartenhaus</strong>. Der Stilbildner-Beratungsmodus in unserem Kopf macht &#8222;huch&#8220; und wir erkennen eine Stilblüte, in voller Blüte.</p></blockquote>
<p><strong>Wir wollen stark sein und unabhängig</strong>, individuell und anders als die Anderen.</p>
<p><strong>Und dann werden wir beobachtet</strong> und was andere an uns beobachten, gefällt uns eventuell gar nicht. Wir werden es allerdings auch eventuell nie erfahren. Es sind nur Gedanken. Niemand sagt uns seine Gedanken, wenn keine Veranlassung dazu besteht. Bei denjenigen, die Sachen aufschreiben und veröffentlichen, ist das allerdings anders. Das erfahren wir mit etwas Glück. Und dann denken wir, es kam hinterrücks. So wie die starken Gedanken und Emotionen, die der Mann mit dem Irokesenschnitt und dem T-Shirt auslöste. <strong>Nein, nicht Sascha Lobo, Blogger und Oftfernsehgast in Deutschland´s quälenden Talkshowterias</strong>.</p>
<p><span id="more-9957"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p> <em>[iframe_youtube video=&#8220;8nTFjVm9sTQ&#8220;]</em><br />
<span style="color: #888888;"><em>Radiohead &#8211; House of Cards (via Youtube)</em></span></p>
<p><strong>Früher gab es die Bedeutung von festen Zeichen</strong>, die sich Menschen als Ausdruck einer bestimmten Einstellung hart erarbeiten mussten: und es gab den Inhalt, für den die Zeichen standen infolgedessen. Diese Zeit ist längst vorbei, wir dürfen also gar nicht konservativ die Welt betrachten, <strong>sondern müssen sie progressiv sehen</strong>.</p>
<figure id="attachment_9960" aria-describedby="caption-attachment-9960" style="width: 160px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9960" title="David Gilmour (Pink Floyd)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/David.Gilmour.gif" alt="David Gilmour (Pink Floyd)" width="170" height="170" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/David.Gilmour.gif 170w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/David.Gilmour-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px" /><figcaption id="caption-attachment-9960" class="wp-caption-text">David Gilmour (Pink Floyd)</figcaption></figure>
<p><strong>1967, 1968 undsoweiter, da wuchsen die Haarlängen der Männer</strong>. Dann zogen sich plötzlich alle aus und zusammen feierte man &#8222;nackicht&#8220;, Ruprecht Frieling erzählt in seinem Buch vom &#8222;Rudelbumsen&#8220; der 68iger, es ging um &#8222;APO, Rock´n Roll, Sex&#8220; und dies alles <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2010/05/16510/" target="_blank">wurde uns in Gegenwart einer Eule im Spreestern in Kreuzberg erzählt, interessant</a>. Immer mehr Superbands kamen auf den Plan, die Haare immer länger: Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, dann Genesis, Pink Floyd. Niemand konnte diesen Bands das Wasser reichen und irgendwann machte es &#8222;ratsch&#8220; und die Jugendlichen waren dessen überdrüssig. Also schnitten sie sich die Haare ab, ganz kurz und stachen sich Sicherheitsnadeln durch die Ohren und Lippen, ins Gesicht und sie rempelten sich an und skandierten, die Königin von England möge sich bitte rasieren: &#8222;God shave the Queen&#8220;. Hoho, was war das komisch. Die Punks gerieten ebenso schnell wieder in Vergessenheit: Was wollte man auch aus drei Akkorden eine bessere Welt stricken? <strong>So nen Quatsch</strong>.</p>
<figure id="attachment_1804" aria-describedby="caption-attachment-1804" style="width: 230px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1804" title="Es ist ausgesprochen tückisch, ..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/05/frielingtuecke.jpg" alt="" width="240" height="148" /><figcaption id="caption-attachment-1804" class="wp-caption-text">Wilhelm R. Frieling, Verleger, Autor, Weblogger</figcaption></figure>
<blockquote><p>Wer heute nach &#8222;APO&#8220;, &#8222;Sex&#8220; und &#8222;Rock´n Roll googlelt, wird schnell fündig, besonders der zweite Suchbegriff ist äußerst populär. Allerdings gründen die wilden 68iger von einst jetzt so genannte Alters-WGs (Wohngemeinschaften) und ein Schmargendorfer Makler witzelte nach einer Besichtigung durch fünf angehende Senioren, die eine Eigentumswohnung erwerben wollen, die sie sich als Senioren teilen: Wahrscheinlich haben die früher alle miteinander gepoppt. Diese These haben wir nicht überprüft und zu fragen geziemte sich nicht. Es waren ausnahmslos nette, freundliche Leute mit Sonnenstrahlen von Güte im Gesicht und ihr Gesicht war voller Lebenslinien!</p></blockquote>
<p><strong>Popper, Punks und ähnliche stiltechnische Pirouetten</strong>, Beatnicks, Mods, Rods (Was wollen wir trinken), AntiAKW-Bewegung, Öko, Nico, Schuh des Manitou: all das sind Etiketten aus einer anderen Zeit, in der einige von uns das Deutschen von Zeichen erlernten. Die Zeichen sollten zeigen: Wir sind anders! <strong>Anders als die Anderen</strong>.</p>
<blockquote><p>Man tut solche Dinge, um sich von anderen abzugrenzen: Dahinter steckt oft wenig Selbstbewußtsein.</p></blockquote>
<p><strong>Und jetzt</strong>? Simplify your life? Trivialisieren?</p>
<p> <em>[iframe_youtube video=&#8220;oQVAy_wR1d0&#8243;]</em><br />
<span style="color: #888888;"><em>Kollektive Intelligenz (via Youtube)</em></span></p>
<blockquote><p>Wie aber können wir Menschen bewerten und in für uns passende Schubladen stecken? Mit Intuition? Intuition bedeutet, dass mein Gehirn Musterbildungen gelernt hat, die jenseits meines rationalen Verstehens hilfreich sind. Wenn die Welt sich zwischendurch geändert hat, dann sind meine Intuitionen, die sich gestern ausgebildet haben, heute noch immer genau so sicher wie früher, nur leider völlig daneben, weil die Rahmenbedingungen nicht mehr die sind, unter denen ich sie heute anwenden möchte. In meinem Gehirn habe ich immer das Gefühl, richtig zu sein.&#8220; (Zitat aus dem Video &#8222;Kollektive Intelligenz&#8220;) </p></blockquote>
<p><strong>Jetzt ist alles durchkommerzialisiert bis ins Letzte</strong>. Aus jedem denkbaren, neuen Mist hat man Geschäft generiert, entwickelt und Geld eingesackt und als alles abgegrast gewesen zu sein schien, besannen sich die Kommerzialisten auf die Vergangenheit: Nun wird die Erinnerung an die Beatles in Form von WII-Konsolen-Spielen verkauft. Jeder noch so inspirierende Vergangenheits-Straßenfeger in musikalischer oder cineastsischer Hinsicht wurde neu durch den kommerziellen Quark gezogen: nun haben wir Musicals wie &#8222;Falco&#8220;, &#8222;We will rock you&#8220; (Queen) oder zuletzt &#8222;Rocky Horror Show&#8220; (ohne &#8222;Picture&#8220; in der Mitte). Das Unerklärliche daran: Wer sieht eigentlich so einen Mist an? Es ist ja nichts anderes als ein Zitat einer längst verflossenen Zeit? Etwas das schon da gewesen ist, nur besser, originaler und -damals- einzigartig. Heute ist es neu, arrangiert, orchestriert und abweichend vom Original, nur schlechter, einfältiger, billiger und irgendwie auch dämlicher. <strong>Es ist eine schlechte Kopie</strong>.</p>
<p><strong>Und so erscheint es uns auch, was die Mode angeht</strong>, sich auf bestimmte Art und Weise zu &#8222;hübschen&#8220;, zu &#8222;designen&#8220; und zu kleiden. Wir sind auf einem Pferdereitturnier, das ist etwas zutiefst Bürgerliches. Es ist im besten Sinne spießbürgerlich. Alles ist hübsch gekleidet, auf eine schreckliche Weise uniform. Man sieht kleine und größere, ganz kleine, größere und ältere Mädchen in Berlin-Heiligensee auf dem Reiterturnier. Es sind hier diejenigen hingekommen, die es sich leisten können, neben den &#8222;costs of living&#8220;, wie Miete, Strom und Gas wenigstens einen Mittelklassewagen oder ein gehobenes Gefährt zu erwerben, stark genug, um den dahinter angekoppelten Pferdeanhänger zu ziehen, samt Pferd. <strong>Pferde zu unterhalten, das ist immer noch nicht &#8222;ganz billig&#8220;</strong>.</p>
<p><strong>Unter den Zaungästen ist auch das Pärchen</strong>, dessen Outfit uns auffällt. Er sieht aus wie ein Punk von früher. Er trägt einen Irokesenschnitt und das T-Shirt zu Karottenhose und Springerstiefeln trägt diesen Aufdruck (siehe Foto, unten). Sie hat ihre längeren Haare seitlich auch wegrasiert, das ist etwas Clubartiges, willkommen im Club der Teilrasuren. Sie stellen sich an für Fleisch, Grillwurst und Kaffee, Kuchen, Gummibärchen. Er hält die Tasche seiner Freundin, die ähnlich frisiert ist. Sie ist kariert, die Tasche, eine Handtasche, so wie Handtaschen eben so sind. Handtaschen, das sind eigentlich Accessoires für Gutbürgerliche, man trägt sie über den Knick am hoch getragenen linken Arm geschlungen, hat Feuerzeug, Handy und Lippenstift drin. Handtaschenpunks, gutbürgerlich. Am Ende ist Punk nur noch eine hohle Mode ohne jeden Inhalt, und wir sollten nicht vergessen zu erinnern: längst sind die Bedeutungen selbst in die Geschichte eingegangen und was die Menschen heute davon noch hinübergerettet haben, hat längst lediglich noch null Bedeutung. Es ist einfach nur eine Mode, von der Karl Lagerfeld behauptete: Mode ist so hässlich, dass man sie alle halbe Jahre ändern muss. <strong>Unsere beiden Wohlstandspunks haben den Satz überhört</strong>.</p>
<figure id="attachment_9958" aria-describedby="caption-attachment-9958" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_4356.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9958  " title="Zu nichts zu gebrauchen, aber zu allem fähig!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_4356.jpg" alt="Zu nichts zu gebrauchen, aber zu allem fähig!" width="450" height="594" /></a><figcaption id="caption-attachment-9958" class="wp-caption-text">Zu nichts zu gebrauchen, aber zu allem fähig!</figcaption></figure>
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		<title>950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 06:59:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob in Berlin, Paris oder London &#8211; überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren umgepflügt. &#8222;Gentrification&#8220; nennen Soziologen diese Aufwertung. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, denn steigende, oft unbezahlbare Mieten sind die Folge, und ein Stück originärer, lebendiger Stadtteilkultur geht verloren. Die Dokumentation &#8222;Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt&#8220; zeigt, wie ... <a title="950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/129211/" aria-label="Mehr Informationen über 950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6390" aria-describedby="caption-attachment-6390" style="width: 260px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6390 " title="Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung.jpg" alt="Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost" width="270" height="689" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung-117x300.jpg 117w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung-401x1024.jpg 401w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption id="caption-attachment-6390" class="wp-caption-text">Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ob in Berlin, Paris oder London &#8211; überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren umgepflügt. &#8222;Gentrification&#8220; nennen Soziologen diese Aufwertung. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, denn steigende, oft unbezahlbare Mieten sind die Folge, und ein Stück originärer, lebendiger Stadtteilkultur geht verloren. Die Dokumentation &#8222;Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt&#8220; zeigt, wie sich Künstler gegen diese Prozesse wehren. Denn sie sind die Pioniere, die Viertel mit günstigen Mieten entdecken und ihnen ein besonderes Flair geben &#8211; bis die ersten Investoren kommen. (Klappentext zum Film)</p></blockquote>
<p><strong>Wer früher stirbt, ist länger tot, das ist bekannt</strong>. Aber stirbt die Stadt, und findet ihre Seele keine Ruhe? Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsplanung, Ghettoisierung, über derlei Gesichtspunkte haben wir hier schon ausführlich berichtet. Ein Begriff fiel indes noch nicht: Gentrifizierung, auf immobilien-kauderwelsch: Gentrification. Es geht um die Veränderung der Stadt infolge professioneller, aber gewissenloser und reißbrettartiger Immobilien- und Standortentwicklung. Ökonomisch geprägtes Immobilien-Development. Die Investoren kommen aus aller Herren Länder und ihr Einsatzort ist ihnen ziemlich egal. Motiv ist der Prozentsatz der zu erwartenden Rendite, die Immobilien-Consultants rechnen Zahlenprognosen schön. Auch der deutsche Immobilien-Tycoon Schneider machte das. Bis das Traum- und Schaumgebäude in den Mädler-Passagen in Leipzig zusammenbrach, die Handschellen klickten. <strong>Die überwiegende Anzahl der anderen, weiteren Immobilienfritzen ist schlauer</strong>.</p>
<p><span id="more-9951"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p> <em>[iframe_youtube video=&#8220;bb5NhxwKAH8&#8243;]</em><br />
<span style="color: #888888;"><em>Kultur oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt  (via Youtube)</em> </span></p>
<blockquote><p>Der gezeigte Beitrag auf arte begleitet u.a. Prof. <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_H%C3%A4u%C3%9Fermann" target="_blank">Hartmut Häußermann</a>, der inzwischen am Prenzlauer Berg wohnt. Häussermann ist eine bekannte Persönlichkeit aus der Universitäten- und  Stadtentwicklungsforschung. Prenzlauer Berg, so Häußermann, ist inzwischen immer weniger ein &#8222;Szeneviertel&#8220;, genau: die Szene kann sich diesen Standort nicht mehr leisten. Dafür steht jetzt Neukölln auf der watchlist. Die Agentur coopolis bearbeitet und schafft &#8222;Anti-Gentrifizierungs-Signale&#8220;, vermittelt Mietverträge für Künstler und nadelt die Stadtteilkarte mit bunten Glaskopf-Nadeln ab, um den Stand ihrer Bemühungen zu dokumentieren. Von Berlin-Mitte nach Neukölln zog auch Gaulliaume, der sich die Miete in Mitte nicht mehr leisten konnte.</p></blockquote>
<p><strong>Im Hintergrund stehen Blasen</strong>, wie die Austragung internationaler Festivitäten, wie beispielsweise eine Olympia-Entscheidung für London. Im Vergleich mit anderen europäischen Städten hat Berlin Sparschweincharakter, es zählt das Gesetz der Portokasse. Europäer und Weltbürger aus anderen Kontinenten legen in Berlin gern Geld an und es nicht so viel wie in München, Stuttgart, Frankfurt/Main. Vor allem nicht wie in London, Paris oder St. Petersburg. <strong>Sie erwerben Immobilien aus der Portokasse</strong>.</p>
<p><strong>Diese Art von Aufkäufertum</strong> geht zu Lasten der Substanz. Die Investoren möchten ihre Investitionen gern versilbern. Angestammte Stadtstrukturen werden aufgelöst, Mietverträge gekündigt, Mieter bzw. Bewohner vertrieben. Diese ziehen dorthin, wo sie es sich gerade  noch leisten können zu leben. Neukölln ist gerade das Zielobjekt von Investoren. Bildete es noch zehn Jahren eine Art Schlußlicht im ehemaligen Westen Berlins und verkarstete zu einer &#8222;No Go-Area&#8220;, haben die Investoren nun den besonderen Reiz des Authentischen gerade in Neukölln gefunden. Was bleibt Ihnen auch übrig? <strong>Andere Bezirke sind längst abgegrast</strong>.</p>
<p><strong>Gewissenlos</strong>, von Zahlen geleitet und ohne Empathie in die &#8222;gewachsenen Strukturen&#8220;: Selbst in Berlin-Zehlendorf tut sich inzwischen unheimlich viel. Den Anfang bildete die städebaulich relativ unvernündig dimensionierte &#8222;Zehlendorfer Welle&#8220; an der Clayallee, für die es keinen Bedarf gibt. Oder eben gerade doch: der kleine Laden an der Ecke stirbt und die Gewerbeflächen am U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte (&#8222;Ladenzeile&#8220;) werden immer schwieriger vermietbar. Dafür kommen &#8222;DM&#8220; (Drogerie), Saturn (Elektrogroß-Fachhandel) und solche &#8222;Filialisten&#8220;. Die inzwischen siebenundzwanzigste Apotheke, die in der Zehlendorfer Welle angestammt werden sollte, musste einen Millionenbetrag &#8222;Standort-Abstand&#8220; mitbringen: um in eine solche Perle der Hochkultur einziehen zu dürfen, müssen die Mieter, nicht die Vermieter, <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Incentive" target="_blank">incentiv</a> sein. <strong>Niemand braucht noch eine weitere Apotheke dort</strong>.</p>
<blockquote><p>Erst wird die Hausordnung durcheinandergewirbelt und für gescheitert erklärt. Dann die ganze Stadtordnung. Am Ende steht kein Stein mehr so richtig auf dem anderen, neue Menschen ziehen ein und mit ihnen Hoffnungen, die sich als seelen- und substanzlos erweisen. Die Struktur, wegen der sie kamen, ist längst verdrängt, abgehauen und auf der Flucht. Gentrifizierung ist daher so was wie &#8222;heimlich untergeschobene Genmanipulation&#8220; am Maiskolben und dem Verbraucher sagt niemand, wie er aufgewachsen ist. Manchmal stirbt diese Gemengelage großer Investitionen erst, wenn schon die ersten Neuen eingezogen sind. Wenn z.B. auf einer danebenliegenden, vorgesehenen Baufläche Bodenkontaminationen festgestellt oder zumindest vermutet werden, wie <a title="externer Link" href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/basteglitzzehlendorf/bvv/2wahlperiode/kleine_anfragen/249ka2wp.pdf?start&amp;ts=1307605212&amp;file=249ka2wp.pdf" target="_blank">eine Kleine Anfrage aus dem Jahr 2003 belegt</a>.</p></blockquote>
<p><strong>In Berlin-Lichterfelde wechseln die Gebäudeigentümer</strong> in der ehemaligen Telefunken-Wirkungsstätte, den vormaligen McNair Barracks der Besatzungsmacht Amerika, an der Goerzalle wie die Eintagesfliegen. Einer der letzten Investoren starb mit Leemann-Brothers und der amerikanischen Großbankenpleite. Banken bescheren uns Probleme, aktuell hören wir in den Nachrichten vom Schwielower &#8222;Ressort&#8220;, der Inhaftierung des Immobilieninvestors und die vorläufige Nachricht, er habe im &#8222;kriminellen Zusammenwirken mit seiner Hausbank&#8220; Projektunterlagen gefälscht, aufgehübscht und frisiert, damit das Land Brandenburg Fördermittel raustut. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, <strong>bis dahin gilt die Unschuldsvermutung</strong>.</p>
<p><strong>Die Investoren schummeln, gaukeln und tricksen</strong> auf der Oberfläche der Gebäude-Außenhaut, die oberflächlich bleibt. So richtig gut sind nämlich die bild- und metaphernhaft gedruckten Imagebroschüren der Immobilienentwickler nicht: es wird vom Kulturmix, Urbanität und &#8222;must go&#8220;-Umwelt gesprochen! Genau da mittenrein flanschen sie ihre Modernisierungs- und Neubauprojekte, aber der angestammte Kiezbewohner klagt:&#8220;<strong>Ich will keine Glasfassaden, ich will leben!</strong>&#8220; (Filmbeitrag)</p>
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			</item>
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		<title>934-11 &#8211; Kampagnen: Max Liebermann betrachtete den Fackelzug und wir den Polizeiticker des Tages &#8211; zum Kotzen</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/127611/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 15:23:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Legende zufolge stand Max Liebermann am Pariser Platz (am Brandenburger Tor) am Fenster und betrachtete die vorbeiziehenden Fackelzüge der Nationalsozialisten, als er den historisch verbrieften Spruch von sich gab. &#8222;Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.&#8220; Weil er historisch verbrieft ist, dürfen wir ihn benützen, denn über Max Liebermann´s Leben haben ... <a title="934-11 &#8211; Kampagnen: Max Liebermann betrachtete den Fackelzug und wir den Polizeiticker des Tages &#8211; zum Kotzen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/127611/" aria-label="Mehr Informationen über 934-11 &#8211; Kampagnen: Max Liebermann betrachtete den Fackelzug und wir den Polizeiticker des Tages &#8211; zum Kotzen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-236" title="Kampagnen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/kampagnen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9828" title="Banner hingeschaut!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/banner.Childwatch.jpg" alt="Banner hingeschaut!" width="450" height="125" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/banner.Childwatch.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/banner.Childwatch-300x83.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Der Legende zufolge stand Max Liebermann am Pariser Platz</strong> (am Brandenburger Tor) am Fenster und betrachtete die vorbeiziehenden Fackelzüge der Nationalsozialisten, als er den historisch verbrieften Spruch von sich gab. &#8222;Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.&#8220; Weil er historisch verbrieft ist, dürfen wir ihn benützen, denn über Max Liebermann´s Leben haben wir in Ansätzen auch schon berichtet, <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/08/in-stillem-gedenken/" target="_blank">hier zum Beispiel</a>. Verbrieft ist das Zitat <a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=3349" target="_blank">hier</a>. Berlin ist schwarz, musikalisch, wird da behauptet. Ist was dran. <strong>Cindy aus Marzahn und ihre &#8222;Alzheimer-Bulimie&#8220; breiten wir hier jetzt nicht aus, das wäre &#8222;off topic&#8220;</strong>.</p>
<p><span id="more-9826"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;PIiFAs6xPXM&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Kalle Kalkowski &#8211; der elektrische Poet: Neukölln, Du alte Hure! (via Youtube)</em> </span></p>
<p><strong></strong><strong>Einer weiteren Legende</strong> zufolge sind am Berliner Canisius-Kolleg, einer Schule, immer wieder Schüler mißbraucht worden und es dauerte weit mehr als zwanzig Jahre, bis die Öffentlichkeit davon erfuhr. Informationen verbreiten sich allerdings nun merklich schneller und seit es das Internet und RSS-Feeds, Newsroboter und dergleichen gibt, sekündlich. Dann sind sie verfügbar. Wie auch beispielsweise der Polizeiticker des Polizeipräsidenten von Berlin, der derzeit nicht mehr im Amt ist und wogegen ein Bewerber klagt. Allerdings ist die Auswertung einer einzigen Tages-Nachrichtenlage durchaus bedrückend, wenn man die Nachrichtenzeilen der Polizei aus ihrem eintägigen &#8222;Newsfeed&#8220; <strong>auf das Thema &#8222;Wie geht es Kindern in Berlin?&#8220; fokussiert</strong>. </p>
<p><strong>Allerdings haben wir die entsprechenden Nachrichten nicht verlinkt</strong>: sie sind schon bald nicht mehr verfügbar und mithin lediglich nur tagesaktuell. Und Gott sei Dank: Dass derartige Nachrichten ein Verfalldatum besitzen, läge ja vielleicht daran, dass nun offensichtlich ist, was längst längere Zeit im Verborgenen blieb. <strong>Dass es Kindern hier teils dreckig gehen muss</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Vielen Kindern in Berlin</strong> geht es wie Autos: ausgebrannt. Oder Treppenhäusern: abgebrannt. Die Zahl der Brände an Autos und Treppenhäusern ist inzwischen ähnlich groß. Viel größer ist die Zahl der aus- und abgebrannten Kinder in Berlin. Kinder mit &#8222;kaputten Eltern&#8220;, verwahrlost, allein gelassen und in der &#8222;Hölle auf Erden&#8220;. Die werden sich das merken, wo sie aufgewachsen sind und später ihre Schlüsse daraus ziehen. Beispielsweise, indem sie harmlose S-Bahn-Fahrgäste tödlich zusammentreten. So ist nun mal das Leben, werden sie denken. Keine liebenswerte Spiritualität, kein lebenswerter Schöngeist noch, kein großer Geist des ganzheitlich Sinnlichen. <strong>Zum Kotzen eben</strong>.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9833" title="Indianer 01.11: Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Indianer_01.11.jpg" alt="Indianer 01.11: Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten." width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Indianer_01.11.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Indianer_01.11-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Auszüge der Nachrichtenlage vom 14.06.11</strong></span></p>
<p><strong>In Berlin-Mitte</strong> (Meldung #2208) wurde die 44-jährige Mutter nachmittags vollkommen betrunken mit ihren zwei Töchtern im Tiergarten aufgegriffen. Die Kinder, 6 und 8 Jahre alt, wurden dem Kindernotdienst anvertraut, die auf der Durchreise befindliche Frau aus Bayern hatte mit ihren Kindern vollkommen besoffen an einem Imbiss gesessen, so wie man als Tourist aus Bayern eben für gewöhnlich sturzbetrunken seinen Kindern Berlin zeigt und eine Bulette einpfeift. <strong>Normalität des Gräuslichen</strong>.</p>
<p><strong>Sie ist 11 Jahre alt</strong>, wohnt in einem Miethaus in Berlin-Lichtenberg und Bewohner berichten, sie sei vollkommen auf sich allein gestellt (Meldung #2205). Ihre Mutter ist erst 26 Jahre alt und die Nachbarn berichten von einem &#8222;gestörten Verhältnis&#8220; der Kindesmutter zu ihrer Tochter, sie sei schon sehr öft allein geblieben, die Tochter. Klar, Mutter war 14 Jahre alt, als sie schwanger wurde, sie wurde zu früh geschwängert und nun hat sie ihr ganz Leben mit einer zu frühen Mutterschaft zu kämpfen, will auch mal &#8222;leben&#8220;. Leben, das fasst sie auf als &#8222;frei sein&#8220; und &#8222;ohne Verantwortung&#8220;. Die Freundin der Mutter kümmerte sich um die Echsen, die dort ebenfalls in der Wohnung sind. Sie, die 11-jährige, ist dort eingeschlossen, es gibt keine frischen Nahrungsmittel und saubere Kleidung ist auch nicht vorhanden. <strong>Banalität des Alltäglichen</strong>!</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;GeMujehoi5g&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Kinderarmut in Deutschland &#8211; Der Leiter der &#8222;Arche&#8220; berichtet über einen Skandal (via Youtube)</em> </span></p>
<p><strong>Am vergangenen Samstag</strong> (Meldung #2204) wird die Polizei nach Wedding gerufen, Hausbewohner  informieren darüber, dass ein Kleinkind vom Balkon zu stürzen drohe. Als sich die Beamten Zutritt zur Wohnung verschaffen durch heftiges Klingeln, ist die 26-jährige Kindesmutter mit ihrem 24-jährigen Freund anfangs noch sehr verschlafen. Sie hat nichts mitbekommen. Die Beamten wurden durch ein 2,5-jähriges Kleinkind in die Wohnung gelassen. Die gesamte Wohnung ist unaufgeräumt und stark verschmutzt. Das 2,5-jährige Kind, dass sich anfangs eine Stuhl auf den Balkon gestellt hatte, um Dinge herunterzuwerfen ist unbemerkt vorgegangen. Die Mutter hätte den Absturz verschlafen. Die weiteren Kinder der Frau, fünf und sechs Jahre alt, sind mit dem Kindesvater unterwegs. Jetzt müssen sie dort auch bleiben. Der Kindernotdienst hat sich eingeschaltet. Der 2,5-jährige Junge wurde durch seinen Vater, einen anderen, in Obhut genommen. <strong>Ordonanzen des Unerträglichen</strong>!</p>
<p><strong>In Berlin-Neukölln</strong> (Meldung #2201) an der Grenzalleebrücke stützt sich morgens um 5 Uhr die 43-jährige Großmutter auf ihre sechsjährige Enkelin, die sie der 27-jährigen Kindesmutter für ein paar Tage mit dem Auftrage &#8222;entlieh&#8220;, auf das Kind aufzupassen. Am Boden liegend, gefesselt von der Polizei, um die lautstarke Gegenwehr der betrunkenen &#8222;Oma&#8220;, errechnen wir als Parallelleser dieser Meldungen anhand der Zauberformel: &#8222;43 minus 27?&#8220; Macht sechszehn! Auch der Lebensgefährte der Großmutter ist in der gemeinsamen Wohnung so stark betrunken, dass die Polizei das Kind den Großeltern nicht wieder aushändigt. Nun sieht Großmutter einem Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Aufsichtspflicht entgegen. <strong>Appetitlosigkeit auf mehr davon</strong>!</p>
<p><strong>Tja, es ist was los in Berlin</strong>.</p>
<p><strong>Die Auswertung des Polizeitickers eines Tages zeigt</strong>, dass in Berlin etwas nicht  stimmt und das viele Berliner ein nicht gerade beneidenswertes Leben führen. Die Leidtragenden allerdings sind deren Kinder. Der Maler Heinrich Zille proträtierte das &#8222;Milljöh&#8220; in zutreffender Weise, einen Nachfolger hat er nicht gefunden und niemand macht durch expressive Veröffentlichung von Schandtaten wie diesen auf die Ausnahmesituation der Kinder aufmerksam, mit Ausnahme. Der Polizeiticker ist abonnierbar und interessant. <strong>Es geht um Vorkommnisse in ganz Berlin</strong>.</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;6IfvDnm1Ix4&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>social spot &#8211; Die Arche &#8211; Kinderarmut (via Youtube)</em> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Was wir bedenken sollten</span></strong></p>
<p><strong>Vor langer Zeit</strong> hat das <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de" target="_blank">Büro Gotthal</a> als Verwalterin von Mehrfamilienhäusern in ganz Berlin das &#8222;<a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/methusalem/" target="_blank">Methusalem Kompott</a>&#8220; aus dem gefühlsmässigen Kühlschrank der Gleichgültigkeit geholt. Dabei versteht man sich als Hinweisgeber, der kostenloses, problemfreies Management zu organisieren versucht: denn Hinschauen kostet nichts, aber bringt sofort was! Bei der Hausverwaltung hinterlegt der Mitbewohner Erkenntnisse seinerseits, die &#8222;wachem Beobachten&#8220; entspringen. Eine alte Frau, ein alter Herr, ganz allein, niemand kümmert sich. Dasselbe kann man als Verwalter auch und gerade hinsichtlich von Kindern in auffälligen Wohn- und Lebensumständen fordern. <strong>Wir können hinschauen</strong>.</p>
<p><strong>Ob wir uns einmischen dürfen, ist die Frage</strong>? Denn zunehmend gerät das &#8222;Einmischen von außen&#8220; in Verruf. In der S-Bahn darf sich niemand einmischen, wenn jemand zusamengetreten wird, vielleicht Chuck Norris? Eine offensiv &#8222;indianische&#8220; Lebenskultur wäre wünschenswert. Indianer nehmen die Erziehung und das Aufwachsen von Kindern als ganzheitliche Dorfaufgabe. Es ist erwünscht, dass sich Erwachsene in die Kindeserziehung einmischen, so funktioniert Sozialisation. <strong>Wir müssen uns einmischen (dürfen)</strong>.</p>
<p><strong>So wenig aufgedrängte, unzutreffende Beratung</strong> von Außenstehenden erwünscht wird, so sehr ist sie erforderlich, wenn eine gewisse &#8222;Betriebsblindheit&#8220; von Erwachsenen eintritt, die von außen betrachtet ihre einfachsten Lebensumstände nicht mehr in der Lage sind, angemessen zu regeln. Dann verkommt die Wohnung und mit ihr das Kind, dass in diesem Umfeld aufwächst. <strong>Da müssen wir hinschauen, auch aktiver, als wir es bisher taten.</strong></p>
<p><strong>Das Alltägliche im Wahnsinn liegt offen vor uns</strong>. Wo wir wohnen und leben und Dinge mitbekommen, die nicht offen ausgesprochen werden aber passieren, können wir eine Aufgabe wahrnehmen. Sie lautet: Wir vernetzen die &#8222;zu bürgerliche&#8220; Gesellschaft und bilden Verantwortungsbewußtsein, Gemeinsinn und vor allem Solidarität mit den zu kurz gekommenen Kindern, wenn wir nicht mehr schweigen. <strong>Darum geht es</strong>.</p>
<p><strong>Alles andere</strong> ist &#8222;zum Kotzen&#8220;. Und das hier betraf auch nur die Nachrichtenlage an einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag.</p>
<p><strong>Das ist auch der Grund, warum auf der Website der Hausverwaltung Büro Gotthal seit 2009 bereits für das Projekt &#8222;Die Arche&#8220; geworben wird und gebeten wird, die Einrichtung mit Spenden zu unterstützen. Und wenn wir uns daran nochmals erinnern, schadet das nicht, es nützt. Hingeschaut! Nicht weg.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Aufruf zur Hilfe: <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/diearche" target="_blank">Das Projekt die Arche</a></li>
<li>Aufruf zur Hilfe: <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/nachbarschaftsheim" target="_blank">Das Projekt Nachbarschaftsheim Neukölln</a></li>
<li>Neukölln: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/03/112511/">Wenn Häuser brennen, fragt man sich, was man besser machen kann&#8230;</a></li>
<li>Neukölln: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/03/kurt-kroemer/">Kurt Krömer macht den Kiez liebenswerter&#8230;</a></li>
<li>Linktipp: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/04/120011/">Kokereien, Kläranlagen und Kinder sind Emmissionsbeispiele, deren Regelung Gesetz wurde&#8230;</a></li>
</ul>
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		<title>901-11 &#8211; Kommunikation: Es gibt äußerst heitere Telefonspiele für Büromenschen, z.B. gab es das WBK-Spiel!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 08:52:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir kennen die Schwarmtheorie von Frank Schätzing, dessen gleichnamiger Roman überaus erfolgreich war. Wir kennen die isländische Flugasche aus der Praxis über ganz Europa und selbst Präsident Obama tut gut daran, vor der Wolke herzufliegen. Rücksicht nehmen auf innere Sachzwänge. Wie ist es aber mit den Kunden, die schlichtweg mal anrufen müssen, um &#8222;ihre Geschäfte ... <a title="901-11 &#8211; Kommunikation: Es gibt äußerst heitere Telefonspiele für Büromenschen, z.B. gab es das WBK-Spiel!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/124311/" aria-label="Mehr Informationen über 901-11 &#8211; Kommunikation: Es gibt äußerst heitere Telefonspiele für Büromenschen, z.B. gab es das WBK-Spiel!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6256" title="_banner.Kommunikation" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Wir kennen die Schwarmtheorie von Frank Schätzing, dessen gleichnamiger Roman überaus erfolgreich war. Wir kennen die isländische Flugasche aus der Praxis über ganz Europa und selbst Präsident Obama tut gut daran, vor der Wolke herzufliegen. Rücksicht nehmen auf innere Sachzwänge. Wie ist es aber mit den Kunden, die schlichtweg mal anrufen müssen, um &#8222;ihre Geschäfte zu erledigen&#8220;? Sie werden ohne Rücksicht auf Gefühlsverluste insgesamt &#8222;outgesourct&#8220; in Callcenter, bei denen Mitarbeiter dämliche Antworten auf hundsgescheite Fragen geben. Oder man dreht den Spieß einfach mal um.</p></blockquote>
<p><strong>Wie hassen wir alle das</strong>? Man ruft irgendwo an, um etwas zu klären und dann geht so ein Callcenter ran. &#8222;Ja bitte?&#8220; &#8211; &#8222;Nein danke!&#8220; will man gleich sagen. Man weiß es ja: die großen Unternehmen haben &#8222;outgesourct&#8220; und verlagern ihren &#8222;Telefonsupport&#8220;, in Wirklichkeit ihre Ansprechbarkeit, nach Irland (Hewlett Packard) oder nach &#8222;Hamudistan&#8220; (Heinz Erhardt), wie spricht man denn solchen Idiom? Abgebügelt, verlassen und ignoriert werden wir. Erlaubt sind nur noch &#8222;mainstream&#8220;-Fragen, alles weitere geht an Fachabteilungen bzw. Fachidioten. Die Folge: Du wirst, mit etwas Glück, weiterverbunden. Oder es wird &#8222;ein Rückruf notiert&#8220;. Und dann rufen sie dich irgendwann später an, während du mit dem Kopf schon wieder ganz woanders bist. <strong>&#8222;Rückruf bei sich bietender Gesamtunverträglichkeit&#8220;</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-9589"></span><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure id="attachment_9592" aria-describedby="caption-attachment-9592" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_0031-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9592  " title="Investitionsbank Berlin - Bundesallee 210, Berlin-Wilmersdorf" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_0031-1.jpg" alt="Investitionsbank Berlin - Bundesallee 210, Berlin-Wilmersdorf" width="450" height="594" /></a><figcaption id="caption-attachment-9592" class="wp-caption-text">Investitionsbank Berlin - Bundesallee 210, Berlin-Wilmersdorf</figcaption></figure>
<p><strong>Irgendwann in den frühen Achtzigern</strong> schlug &#8222;unser System&#8220; aber einmal kongenial zurück. Ausgedacht hatte sich Jürgen das. Wir hatten als privatwirtschaftliche Hausverwaltung mit Schwerpunkt in der Verwaltung von Eigentumswohnungen (Jürgen: &#8222;Der Abbau des Menschlichen&#8220;) tätig, hatten Wohnungseigentümer am Wickel. Zu dieser Zeit gab es diesen Förderungsausschluss noch nicht, wonach keine Fördermittel aus Berliner Töpfen erhält, wer in Eigentumswohnungen wohnt. Dieser bis heute geltende Grundsatz weicht erst jetzt langsam wieder auf, zugunsten allerdings eines Geschäftsbankmodells, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau aufgesetzt hat. <strong>Doch zurück in die Vergangenheit</strong>.</p>
<p><strong>Die Investitionsbank Berlin</strong> hieß damals noch Wohnungsbau-Kreditanstalt -Kürzel: WBK-, war braun verfenstert rundum und der ehemalige Finanzsenator Klaus Riebschläger (SPD) saß ihr vor. Es war eher eine Wohnungsbauförderungsbehörde, als eine Bank. Die Angestellten wurden nach BAT (Bundesangestelltentarifvertrag) bezahlt und von &#8222;Kundennähe&#8220; war noch nicht viel zu spüren. An der Förderung kam gleichwohl niemand vorbei und so handelte, wer mit Wohnungen zu tun hatte, nach den <del>Dschungel</del>Dschunkengesetzen eines überregulierten Wohnungsmarkts: Friß und stirb, bzw. verreck daran. Oder geh gleich unter! Zuweilen ließ es sich nicht verhinden, dass eine Frage zur Bearbeitungsreife anschwoll und <strong>mit der Frage schwoll auch der eigene Kamm</strong>.</p>
<p><strong>Es hieß, die Wohnungsbau-Kreditanstalt telefonisch kontakten zu müssen</strong>, sei eine irgendwie insgesamte Arbeitswoche lang eine Strafe. Zu hoch die Gefahr, letztlich niemanden zu erreichen. Die besondere Tücke der WBK bestand darin, über die Telefonzentrale anzurufen und sich -zutreffend oder nicht, das erschien einem vollkommen willkürlich- weiterverbinden zu lassen.</p>
<p><strong>Jürgen, Jahrgang 1959, Moabiter, mit Wohnsitz in Spandau</strong>, hatte schon von jeher eine äußerst große Abneigung gegen &#8222;gewachsene Strukturen&#8220;, ihm erschien vieles in dieser zunehmend kompliziert werdenden Welt als Verdikt, gegen das er sich aufzulehnen hätte. Dazu gehörte der Vorstand einer Aktiengesellschaft mit grünen Sichtvermerken, dem er mit Worten aus Goethe´s Werther kündigte und ankündigte, es sei doch einerlei, ob er Erbsen zähle oder Linsen. Für ihn gehörte dazu auch, dass es auf europäischer Rechtsebene eine &#8222;Enteneierverordnung&#8220; gäbe und solchen Quatsch. Einen auf diese Weise hyperkritischen, aber geschärften wachen Geist schätzte ich an ihm und lernte von ihm, die Welt durch eine &#8222;skurrile, auf Distanz angelegte Brille&#8220; zu betrachten. Jürgen darf auch als Urheber des WBK-Telefonspiels gelten, dass ich heute hiermit öffentlich mache und in Erinnerung rufe: denn man könnte es dem Zeitgeist entsprechend fortschreiben und zu neuer Blüte bringen. <strong>Jawoll</strong>.</p>
<figure id="attachment_2329" aria-describedby="caption-attachment-2329" style="width: 440px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/telefon.gut.zuhoeren.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2329 " title="Gute Kommunikation? Telefon" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/telefon.gut.zuhoeren.jpg" alt="Gute Kommunikation? Telefon" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/telefon.gut.zuhoeren.jpg 500w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/telefon.gut.zuhoeren-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/telefon.gut.zuhoeren-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2329" class="wp-caption-text">Gute Kommunikation? Telefon</figcaption></figure>
<p><strong>Und dies leckere Spiel</strong> ging so:</p>
<ul>
<li>Ein Mitarbeiter der Wohnungsbau-Kreditanstalt ruft in unserem Büro (der Hausverwaltung) an. Blitzschnell weist Jürgen uns ein. Er hat den Anruf entgegen genommen, gefragt, was Herr WBK von uns will? Und ihn dann auf Pausenschleife gesetzt, durchaus etwas länger, um uns alles zu erklären. Wir klopfen uns auf die Schenkel, hohoho, das wird eine Gaudi. Schliesslich unterbricht er die Pausenschleife und sagt zu dem Mitarbeiter der WBK Berlin: &#8222;Ja, alles klar, ich habe verstanden, ich verbinde Sie weiter!&#8220; Er verbindet zu Andrea.</li>
<li>Andrea nimmt den Mitarbeiter der WBK entgegen und fragt schnippisch: &#8222;Ja, was wollen Sie?&#8220; Dann sagt sie &#8222;Oh, einen Moment bitte! Ich muss überlegen.&#8220; Der Anrufer erhält erneut die Pausenschleife. Dort wird er wie ein guter Schinken &#8222;abgehangen&#8220;, wartet. Auf Godot. Nach einer Weile nimmt sie ihn wieder und sagt: &#8222;Ja? Was wollen Sie?&#8220; und während er erneut erklärt, was er will, fällt sie ihm ins Wort: &#8222;Oh, klar, na klar, ich verstehe, ich muss sie verbinden&#8220;.</li>
<li>Thomas geht ans Telefon: &#8222;Ja, bitte?&#8220; Der Sachbearbeiter sagt, er habe erklärt, was er wolle und ob das jetzt richtig sei? Thomas sagt barsch: &#8222;Was wollen Sie?&#8220; und &#8222;Ich bin doch nicht meine Kollegin&#8220; und ähnliche Dinge. Pausenschleife. Unterbrechung. &#8222;Kleinen Moment, ich muss nachschauen!&#8220; Pausenschleife. Unterbrechung: &#8222;Wie heißen Sie nochmal?&#8220;, Pausenschleife, Unterbrechung: &#8222;Ah, ich hab mich sachkundig gemacht, ich verbinde.&#8220;</li>
<li>Dagmar geht ran. &#8222;Ja bitte?&#8220; Inzwischen ist der Anrufer etwas dünnhäutig geworden. Leicht pikiert wiederholt er sein Anliegen. Und so weiter und so fort. Wobei nun eine Mitarbeiterschleife (von oben nach unten) erneut beginnt. Auf diese Weise ist ein bezaubernder eigener Turnaround von drei bis vier Durchläufern richtig spaßig.</li>
</ul>
<p><strong>Das vernügliche Spiel kann sich leicht über 30 Minuten oder länger hinziehen</strong> und weicht auch den härtesten Sachbearbeiter rasch auf. Hinter all dem steht: &#8222;Du drückst uns deine Regeln von Zusammenarbeit, Kommunikation und Miteinander nicht auf, denn wir haben von euch gelernt.&#8220; Wenn Ihr es nicht schafft, uns telefonisch gut zu betreuen, dann zeigen wir euch, wie es ist, wenn ihr auf Sachbearbeiter-Granit beißt.</p>
<p><strong>Merke: Wenn du das nächste Mal bei Vattenfall</strong>, der TELEKOM oder anderswo in einem großen Konzern anrufst, überlege einmal, ob du nicht diese Gelegenheit mit einem Treffen guter alter Freunde verbindest und als &#8222;heiteres Gesellschaftsspiel&#8220; ausdehnst? Nachdenken läßt sich auch über eine komplette Verteilung des Spiels &#8222;Wir melden einen Zählerstand&#8220; in die Waschküche, den Hausanschlussraum und in den Außengartenbereich (Stichwort: Sprengwasserzähler). Der Anlass muss sauber durchdacht sein und dem jeweiligen Spielepartner auf eine Weise aufoktroyiert werden, die dieser mit Sicherheit nicht gleich bemerkt. Denn sonst droht ein vorzeitiger Spieleabbruch. Wichtig dabei: In jedem Callcenter notiert man sich zuallererst den genauen Namen desjenigen, der im Callcenter den Anruf entgegennimmt. Denn sonst kann man später nicht die nachgeschobene schriftliche Beschwerde an das beauftragende Unternehmen absetzen (Focus-Prinzip: Fakten, Fakten, Fakten), <strong>um die fristlose Kündigung des vollkommen genervten Callcenter-Mitarbeiters zu erreichen</strong>.</p>
<p><strong>Unangefochten spitze</strong>, gleichsam als Krönungsmesse zu verstehen, ist das gegebene Rückruf-Versprechen. Nach vorstehenden vier, fünf Turnarounds fragt man den Mitarbeiter der WBK (die hier nur als Synonym gilt und untergegangen ist), ob das jetzt nicht irgendwie unhöflich gewesen wäre? Schliesslich habe man ihm ja nicht helfen können? Ob das Versprechen, ihn zurückzurufen, seinen Unmut besänftigen könne? Er ruft dann vierzehn Tage später garantiert zurück, um sich nach noch nicht eingetroffenen Rückruf zu erkundigen. Und schon hat man eine erneute heitere Spielfolge auf dem Büroschreibtisch. Diesmal ist der Favorit denkbarer Gesprächsthemen mit dem Mitarbeiter das gezielte Bestreiten aller gewesenen Gespräche und das wiederholte Insistieren, die von ihm notierten Mitarbeiter, mit denen er das letzte Mal telefoniert habe, gebe es hier gar nicht und das sei sicher ein Versehen seinerseits. <strong>Hach, die Welt ist bunt, man muss ihre Farben nur zu deuten wissen</strong>. <strong>Grün soll ja die Hoffnung bedeuten: weswegen die Investitionsbank Berlin nun auch komplett in grün verkleidet zu sein scheint</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>* *</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Positiver Nachsatz</strong>: Die Investitionsbank Berlin (früher WBK) hat gerade in diesem Bereich unheimlich viel Arbeit investiert. Heutzutage sitzen bereits in der Telefonzentrale kompetente Sachbearbeiter mit &#8222;Sachverstand&#8220;, mit der Folge, dass Verständnis, Sachkunde und Professionalität vorherrschen. Es gibt sogar &#8222;mint- bzw. türkisfarbene Gummibärchen&#8220; für Besucher. Was übrigens für Kunden einer magentafarben agierenden Menschen- bzw. Unternehmensgruppe noch nicht gilt.</p>
<p> </p>
<p>Viel Spaß, Freunde, beim heiteren Telefonspiel.</p>
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		<title>893-11 &#8211; FotoPodcast: Es ist leichter geworden, in einer WEG eine &#8222;Bauliche Veränderung&#8220; zu beantragen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 10:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liebte ein Mädchen in Griechenland, die die Liebe am schönsten im Kriechen fand. Ich liebte ein Mädchen auf dem Laubengang, die das Liebesspiel schönstens beim Entstauben fand. #Mashup &#8222;Ich liebte ein Mädchen&#8220;, Insterburg &#38; Co. Die ganze Sache mit der wunderbaren Welt der Laubengänge diente in einem bestimmten Zeitalter der Architektur den damaligen Vorlieben. ... <a title="893-11 &#8211; FotoPodcast: Es ist leichter geworden, in einer WEG eine &#8222;Bauliche Veränderung&#8220; zu beantragen!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/123511/" aria-label="Mehr Informationen über 893-11 &#8211; FotoPodcast: Es ist leichter geworden, in einer WEG eine &#8222;Bauliche Veränderung&#8220; zu beantragen!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-232" title="Icon fotowelt" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/fotowelt.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_9552" aria-describedby="caption-attachment-9552" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/§_22_Bauliche.Veraenderunge.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9552" title="§ 22 WoEigG - Bauliche Veränderungen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/§_22_Bauliche.Veraenderunge.jpg" alt="§ 22 WoEigG - Bauliche Veränderungen" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/§_22_Bauliche.Veraenderunge.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/§_22_Bauliche.Veraenderunge-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/§_22_Bauliche.Veraenderunge-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9552" class="wp-caption-text">§ 22 WoEigG - Bauliche Veränderungen</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ich liebte ein Mädchen in Griechenland, die die Liebe am schönsten im Kriechen fand. Ich liebte ein Mädchen auf dem Laubengang, die das Liebesspiel schönstens beim Entstauben fand. #Mashup &#8222;Ich liebte ein Mädchen&#8220;, Insterburg &amp; Co.</p></blockquote>
<p><strong>Die ganze Sache mit der wunderbaren Welt der Laubengänge</strong> diente in einem bestimmten Zeitalter der Architektur den damaligen Vorlieben. Laubengänge, das waren irgendwie billigere Treppenhäuser, nämlich außenliegende Gänge, an denen man entlang lustwandeln sollte, bei Wind und Wetter, Sommer und Sonnenschein. Einige haben sich so Plastikstühle auf den Gang gestellt, andere auch Tischchen. Man kann sich, mit Blick nach hinten in den Garten hinaus, dort aufhalten, Kaffee trinken, oder man raucht eine! Damit die &#8222;Dame des Hauses&#8220; sich nicht beschwert, weil in der Wohnung&#8230;, das geht gar nicht. Der Laubengang ist ein architektonisches Element der Sechziger Jahre. Vereinzelt findet man auch welche in Siebziger-Jahre-Bauten, aber aktuell baut in unseren Breitengraden niemand mehr Laubengänge. Sie sind irgendwie aus der Mode gekommen. <strong>Auf einem Laubengang ist man stark wetterfühlig</strong>.</p>
<p><span id="more-9541"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5539 aligncenter" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure id="attachment_9542" aria-describedby="caption-attachment-9542" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC04628.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9542  " title="fliegende Holzkonstruktion am Laubengang, Berlin-Neukölln" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC04628.jpg" alt="fliegende Holzkonstruktion am Laubengang, Berlin-Neukölln" width="450" height="318" /></a><figcaption id="caption-attachment-9542" class="wp-caption-text">fliegende Holzkonstruktion am Laubengang, Berlin-Neukölln</figcaption></figure>
<blockquote><p><strong>§ 22 WoEigG &#8211; Textauszug (Besondere Aufwendungen, Wiederaufbau)</strong><br />
(1) Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen, können beschlossen oder verlangt werden, wenn jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden. Die Zustimmung ist nicht erforderlich, soweit die Rechte eines Wohnungseigentümers nicht in der in Satz 1 bezeichneten Weise beeinträchtigt werden.</p>
<p>(2) Maßnahmen gemäß Absatz 1 Satz 1, die der Modernisierung entsprechend § 559 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches oder der Anpassung des gemeinschaftlichen Eigentums an den Stand der Technik dienen, die Eigenart der Wohnanlage nicht ändern und keinen Wohnungseigentümer gegenüber anderen unbillig beeinträchtigen, können abweichend von Absatz 1 durch eine Mehrheit <strong>von drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer im Sinne des § 25 Abs. 2</strong> <span style="text-decoration: underline;"><em>und</em></span> <strong>mehr als der Hälfte aller Miteigentumsanteile </strong>beschlossen werden. Die Befugnis im Sinne des Satzes 1 kann durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.</p>
<p>(Textauszug, Hervorhebung durch Fettdruck: Die Redaktion)</p></blockquote>
<p><strong>In Berlin-Neukölln steht das Haus</strong>, in dem zur Gartenseite hinaus, also nach hinten, zwei Neubau-Baukörper an Stellen gesetzt wurden, wo früher zwei Altbauten standen. Mit den Mitteln des öffentlich geförderten Wohnungsbaus (1. Wohnungsbauprogramm) errichtet, nicht sonderlich gut ausgestattet, es sind karge Baukörper, der allgemeinen Nachkriegsarmut geschuldet. Die Wände haben schlechte Wärmedämmwerte und die Architektur ist nicht gerade &#8222;pittoresk&#8220;. <strong>Und dann diese vorgesetzten Laubengänge</strong>.</p>
<p><strong>IWF-ex-Direktor Dominique Strauss Kahn</strong> geht derzeit auf New York´s Gefängnisinsel vermutlich ähnliche Gänge entlang, ach nein, er durfte ja schon wieder raus: mit elektronischer Fußfessel. Aber so stellt man sich das eben vor: ein IWF-Direktor auf dem Laubengang, und zwar nicht in Berlin-Neukölln. Weswegen unsere Geschichte nicht nach Amerika abdriften darf. Sie spielt in &#8222;upper New Cologne&#8220;, dem aufstrebenden Berliner-Arbeiterbezirk Neukölln, wo jetzt die Kunstbeflissenen aus Kreuzberg umziehen, während die ehemaligen Anwohner nach Lichtenberg, Hellersdorf und Marzahn wegziehen. &#8222;Ist billiger&#8220;, sagen die Wegzöglinge, aber in den Satellitenstädten im Wilden Osten darf man abends kaum noch auf die Straße gehen. &#8222;Wirste zusammengetreten&#8220; auf irgendeinem S-Bahnhof am Rand der Stadt, aber tröstlich: Die Videokamera filmt die Täter und die schreiben Tage später Schreibebriefe, es tut ihnen leid und sie hätten das nicht gewollt. <strong>Ja, was denn dann</strong>?</p>
<p><strong>In der Wohnanlage in Berlin-Neukölln</strong> sind über vierzig Eigentumswohnungen und der &#8222;Bewohnermix&#8220; ist mannigfaltig, multikulturell, auch Griechen dort. Einst pflegte Antonia A. (* Name geändert) die inzwischen 100-jährige Mieterin, die vor Jahren hier verstarb, mit 101 Jahren. Gertrud N. (* Name geändert) verstarb und Antonia A. fand diese Wohnung schön. Die Wohnung war &#8222;billig zu schießen&#8220;, gerademal 500,- € zahlen Erwerber derzeit in dieser Mikrolage für den unvermieteten, einigermaßen durchschnittlichen m² Eigentumswohnung. Das rechnet sich. Man erreicht, selbst bei Vollfinanzierung, eine nahezu mietähnliche Belastung. <strong>Hinzu kommen die Betriebskosten</strong>.</p>
<p><strong>Inzwischen haben Antonia A. und ihr Mann</strong>, beide Griechen (und das seit Geburt!), zwei nebeneinanderliegende Wohnungen im Eigentum. Die Tochter wollte die Wohnung nicht haben,  also haben sie jetzt einen jungen Mann als Mieter, der ist auch handwerklich begabt. Davor, im Hochparterre, räkelt sich ein Laubengang auf dem Flur und im Winter friert er vor sich hin, während er im Sommer transpiriert. Als ihre andere Tochter kürzlich heiratete, stand ein großes Besuchsprogramm an, es kamen auch Verwandte aus Griechenland angereist. Da entschloss sich der Mann von Antonia A. als künftiger Schwiegervater, es den Angereisten schön zu machen. <strong>Er selbst geht gern auf die &#8222;Piazza&#8220;, so nennt er den Hermannplatz in Neukölln</strong>. <strong>Auf Nachfrage meinerseits erkärt er, Piazza ist auch ein griechisches Wort. Aha</strong>.</p>
<p><strong>Mit ein paar Tischlerleisten</strong> entwarf er ein einfaches Holzkonstrukt, schraubte bzw. verspannte es &#8222;derzeit wieder abnehmbar&#8220; gegen die Unterseite des oberen Laubengangs und unten auf das Brüstungsgeländer. Dann setzte er ein paar Plexiglasscheiben drauf und hinten, zur Abgangstreppe mit fünf Stufen, baute er eine Tür ein. Das ganze Konstrukt ist luftdurchlässig, die Zirkulation der Luft wird nicht gestört. Aber es gibt einen Kältepuffer. Vorher fragte er bei der Hausverwaltung an: Thomas, wir bekommen eine Menge Hochzeitsgäste, dürfen wir das? Ja, das geht in Ordnung für die Hochzeit. Die Hochzeit ist jetzt etwas länger her, die Gäste sind wieder abgereist. Das Konstrukt steht immer noch. Sie haben es liebgewonnen, es ist irgendwie dufte. Die Verwaltung hat es sich inzwischen angesehen und fotografiert. Jetzt kreisen Unterschriftenlisten: <strong>sie fragen bei den weiteren Eigentümern, die hier wohnen, nach, ob sie das Dingsbums einfach dranlassen dürfen</strong>?</p>
<p> [iframe_youtube video=&#8220;jSTKVIJHJfc&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Ich liebte ein Mädchen &#8211; Ingo Insterburg &#8211; mit Dank an Faber Bollonius, User &#8211; via Youtube</em> </span></p>
<p><strong>Die da wohnen</strong>, haben inzwischen alle unterschrieben. Niemand wendet sich dagegen, es dabei zu belassen. Die Verwaltung fragt sich, wie das bei den Übrigen ankommt, bei denen, die außerhalb wohnen? Werden jetzt welche nachzügeln und ebenfalls anfangen, weitere, aber andere Konstrukte zu bauen, vielleicht ähnlich oder -schlimmer- vollkommen anders? Wie wird das aussehen? Darf einer das und andere dürfen es nicht? Oder darf es keiner? Die Antwort ist recht einfach: für sowas liegt die Entscheidungskompetenz nicht bei der Hausverwaltung der Wohnungseigentümer. Der Verwaltungsbeirat der Wohnanlage findet ebenfalls, man könne dies nicht einfach durchgehen lassen, sozusagen &#8222;griechische Verhältnisse&#8220;, also schwierige Verhältnisse, die nicht von klaren Grundlagen geprägt sind, sondern von einem Hinnehmen, einem orientalisch gelassen bleiben, abwarten, zusehen, anstatt zu entscheiden, den Rückbau zu fordern, die Wiederversetzung in den ursprünglichen Zustand: denn es ist Gemeinschaftseigentum, nicht Alleineigentum. Der richtige Ort für eine Entscheidung darüber, ob die Holzkonstruktion bleiben darf, ist die Wohnungseigentümerversammlung. <strong>Sie hat über eine &#8222;Bauliche Veränderung&#8220; zu entscheiden</strong>.</p>
<blockquote><p>Entgegen landläufiger Meinung ist der Verwalter in dieser Situation nicht Haus- und Hofherr und sozusagen Gutsherr nach eigenem Gutdünken. Zwar kann er schreiben, er kann auch Fristen setzen und den Rückbau immer wieder brieflich fordern. Eine gerichtliche Verfahrensvollmacht jedoch hat er nicht. Richtig ist vor allem, dass die Wohnungseigentümer selbst den &#8222;Besitzstörer&#8220; in Anspruch nehmen können. Dem Verwalter fehlt eine solche, allgemeine und zu weit gehende Verfahrensvollmacht in aller Regel. Und das ist auch gut so. Vorgeschaltet werden muss daher ein Beschluss mit einer konkreten Ermächtigung! Die Versammlung ist zu hören, bevor &#8222;mit Kanonen auf Spatzen&#8220; geschossen werden darf.</p></blockquote>
<p><strong>Seit dem 01.07.2007 ist das Wohnungseigentumsgesetz</strong> (WoEigG) in diesem Punkt abgeändert worden. Mussten vorher 100% aller vorhandenen Eigentümer zustimmen, reicht inzwischen eine qualifizierte Mehrheit aller vorhandenen Wohnungseigentümer aus. Das ist schwierig genug zu erreicehn. Die Nachteilswirkung, die ein solches Konstrukt auf die Bausubstanz oder auf &#8222;ästhetische Gesichtspunkte&#8220; wie bspw. die &#8222;äußere Ansicht&#8220; des Gebäudes hat, wird von ablehnenden Eigentümern ins Feld geführt werden, mit Sicherheit. Es gibt immer welche, die gegen so ein Konstrukt sind. Sie sind geschützt, es ist alles andere als leicht, eine so stark beschlussfähige Eigentümerversammlung zu veranstalten, dass bspw. 75% aller Eigentümer wirklich da sind, persönlich oder in Vollmacht vertreten. Und selbst wenn 85% vertreten sind, müssen doch 50% aller vorhandenen Eigentumsanteile (es reichen in diesem Beispiel demzufolge 25% ablehnende Stimmen) dies qualifiziert zum Ausdruck bringen: Ja, dieses Konstrukt soll stehenbleiben dürfen. Dies nennt man lediglich nur &#8222;die Eingangsvoraussetzung&#8220;. Unbenommen bleibt unterliegenden Eigentümern einer Zustimmung, die Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer binnen Monatsfrist gerichtlich anzugreifen. In diesem Fall kein schweres Spiel. <strong>Ergo</strong>: <strong>Kein leichtes Unterfangen</strong>.</p>
<p><strong>Die Unterschriftenliste ist rechtlich unbedeutend</strong>. Allerdings kann sie wohl ein zutreffendes Stimmungsbild vermitteln. Es bleibt abzuwarten, wie die Versammlung entscheidet. Fest steht aber schon jetzt, dass eine Ablehnung für starke Mißstimmung in der Anlage sorgen würde. Kein Zweifel: Man darf genau so gut auch gegen den Verbleib dieser Konstruktion an dieser Stelle sein. <strong>Da beißt die Maus keinen Faden ab</strong>!</p>
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		<title>854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 09:52:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Söhne und Töchter Berlin´s haben es nun wirklich nicht leicht, jammer jammer, aber wo hängt der Hammer? Leichter haben es die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;, bzw. und Umgebung. Es gibt eine Popakademie, in Berlin gab es da nie. Und es gibt Edo Zanki, den &#8222;Paten&#8220;. Leicht hat es die Stadt nicht, und speziell die Frage der ... <a title="854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/119611/" aria-label="Mehr Informationen über 854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6665" title="_personen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/05/personen.jpg" alt="" width="188" height="48" /></p>
<figure id="attachment_9206" aria-describedby="caption-attachment-9206" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9206  " title="Edo Zanki &amp; Band" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_5.jpg" alt="Edo Zanki &amp; Band" width="450" height="284" /></a><figcaption id="caption-attachment-9206" class="wp-caption-text">Edo Zanki &amp; Band</figcaption></figure>
<blockquote><p>Die Söhne und Töchter Berlin´s haben es nun wirklich nicht leicht, jammer jammer, aber wo hängt der Hammer? Leichter haben es die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;, bzw. und Umgebung. Es gibt eine Popakademie, in Berlin gab es da nie. Und es gibt Edo Zanki, den &#8222;Paten&#8220;.</p></blockquote>
<p><strong>Leicht hat es die Stadt nicht</strong>, und speziell die Frage der &#8222;guten Livemusik<strong>&#8222;, aber leicht hat es einen.</strong></p>
<p><strong>In Berlin sterben die guten Clubs wie Tüten Mücken weg</strong>. Hintergrund ist eine momentan eine etwas wirr verlaufende Stadt- bzw. Regionalplanung der für lokale Entwicklung zuständigen Fachbeamten, die zu sehr versachlicht ist. Das Problem: Niemand scheint noch zusammenhängend zu denken, ganzheitlich. Dieser Puzzle-Planung, die man &#8222;Planung&#8220; nicht nennen sollte, fiel unlängst der Knaak-Club, eine wichtige Berliner-Clubgröße zum Opfer.</p>
<p><strong>Die Stadtplaner waren so genial</strong>, direkt daneben einen neuen Wohnkomplex zu genehmigen, dessen Betrieb nun die unmittelbar daneben liegende Spielstätte &#8222;seit gefühlten 100 Jahren&#8220; nicht schallschutztechnisch berücksichtigte. Und dann ziehen die Neubewohner nebenan ein und führen erbitterte Nachbarschaftskriege über zu lauten Stadtbetrieb: Hätte man ihnen sagen müssen, sie hätten dies im Rahmen einer Duldungsklausel im Vorfeld akzeptieren müssen? Die Folge: Hohe, unerfüllbare Schallschutzanforderungen gegen die Clubbetreiber, aber die hatten doch immer nur gespielt, spielen lassen, auftreten lassen und, wirklich, das Publikum liebte das. <strong>Es war die Zeit, in der Livemusik noch erlaubt war, aber das ist Geschichte</strong>.</p>
<p><span id="more-9201"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></strong></p>
<figure id="attachment_9207" aria-describedby="caption-attachment-9207" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"> <br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9207 " title="Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger.jpg" alt="Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo" width="450" height="652" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger-207x300.jpg 207w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-9207" class="wp-caption-text">Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo© Mick Morley</figcaption></figure>
<blockquote><p>Denn wenn man was liebt,<br />
was man eigentlich kaum bekommen kann,<br />
was unerreichbar fern erscheint,<br />
wird man ein Stück traurig.<br />
Wird man ein Träumer.<br />
Oder man wird ein Radikaler.<br />
Oder ein radikaler Verwirklicher seiner Träume.<br />
(Susanne Zühlke)</p></blockquote>
<p><strong>Bisschen von sowas hat auch Klaus Spiesberger &#8222;an der Hacke</strong>&#8222;. Sein Club ist der Vorzeigeclub aller Berliner Clubs, und man kann getrost sagen, er hat ein kulturelles &#8222;leadership&#8220; aufgebaut. Zusammen mit dem Clubgründer <strong>Georgio Carioti</strong> (Nahporträt von Gerald Angerer <a title="externer Link" href="http://nahportrait2010.blogspot.com/2010/10/giorgio-carioti.html" target="_blank">hier</a>), der inzwischen die Führung abgegeben hat. <strong>Spiesberger </strong>ist seit Ende der Siebziger Jahre in Berlin und hat in Berlin die kulturellen Kuchenteige in vielfältiger Hinsicht durchgeknetet, bis sie zu dem wurden, was sie jetzt sind. Er hat auch Stars aufgebaut und empfahl angehenden Sternchen, was sie da jetzt vorspielen, doch erst noch einmal im Übungsraum zu verfestigen. Es muss &#8222;tighter&#8220; sein, forderte er und heute sehr bekannte Künstler hörten auf den Rat und feierten unlängst rauschende Bühnenjubiläen,<strong> wie z.B. die Grande Dame der Berlin Jazz-, Soul- und Funkmusik Jocelyn B. Smith </strong>(<a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=2634" target="_blank">Bericht hier</a>).</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;-AlfORkKixw&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;">Edo Zanki &#8211; Dass du zu mir gehörst &#8211; 2009 (via Youtube)</span></p>
<p><strong>Spiesbergers Club, das Quasimodo</strong>, steht an der Ecke Fasanenstr./Kantstr. in Berlin-Charlottenburg in einer Art &#8222;Kulturensemble der besonderen Art&#8220;. Vor Jahren einigte man sich mit dem benachbarten Vagantenbühne (nebenan) auf eine Art &#8222;tektonischen Platten- bzw. Kulturbetrieb&#8220;. Die Vagantenbühne arbeitet fleißig ihr Programm ab, aber ab 22:30 Uhr geht es dann im <strong>Quasimodo </strong>richtig los. Das nennt man saubere Absprache und hat was von Bach´schen Kirchenfügen: hübsch an stark an geil vorbeigelagert fügt sich eins ins andere.</p>
<p><strong>Im Unterschied zum &#8222;wilden Osten&#8220;, </strong>wo sich das Kulturhybride seinen Platz nahm in den Brachen und Breschen der verkommenen, unentwickelt gebliebenen &#8222;Ostberlin-Ruine&#8220;, die sich vom Selbstverzehr ernährt hatte, konnte das westliche &#8222;round about Bahnhof Zoo&#8220;, &#8222;delphi Filmkunst &amp; elsewhere&#8220; organisch wachsen. Wohl kaum ein Städteplaner käme hier auf die Idee, im dortigen Mischgebiet hübsche, herum drapierte Wohnhäuser für nachziehende badische Yuppie-Mehrkindeltern mit ökologisch korrektem Kinderwagen zu errichten, die dann klagenderweise dort einziehen, um Jahrzehnte gefestigter Stadtkultur <strong>mit unerfüllbaren Lärmschutzforderungen ihrerseits zu überziehen</strong>.</p>
<p><strong>Nein, dies ist ein Privileg angesichts der ostdeutschen Ankopplung</strong> (&#8222;Beitrittsgebiet&#8220;) an westdeutsche Verhältnisse und dem &#8222;normativen Zwang des Praktischen&#8220;, nämlich der Tatsache, dass man nun in zwanzig Jahren gerafftem Stadtentwicklungsszenario eben Details wie gegenseitige Respektierlichkeit schnell mal übersehen kann. Zu wenig Zeit für´s Detaillierte. Für einen Mikrofokus, der die Mikro- und die Makrolage dieser Stadt auskömmlich gegeneinander abwägt.</p>
<figure id="attachment_9208" aria-describedby="caption-attachment-9208" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9208  " title="Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_3.jpg" alt="Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;" width="450" height="542" /></a><figcaption id="caption-attachment-9208" class="wp-caption-text">Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;</figcaption></figure>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9376" title="Absagen.Veranstaltungen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen.jpg" alt="" width="424" height="182" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen.jpg 424w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen-300x128.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" /></strong></p>
<p><strong>Ganz egal</strong>, <strong>was gestern war, heut ist ein neuer Tag</strong>. Das ist das Motto im <strong>Quasimodo am 12.05.2011</strong>. Denn an diesem Abend ist eine Naturerscheinung auf der Bühne des Quasimodo zu Gast. Der Mann ist Kroate mit festem Wohnsitz in Deutschland und er hat gewichtige, musikalische Argumente, verdiente sich schon künstlerische Meriten, als wir alle noch pampersversorgt von einer besseren Zukunft träumten. Zu seinen Kunden zählten Antipoden der Popkultur wie Tina Turner (&#8222;Fruit of the loom&#8220;), Ulla Meineke (Hit: &#8222;Die Tänzerin&#8220;) oder die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;. Die Rede ist von Edward &#8222;Edo&#8220; Zanki, in der schreibenden Presse wird er &#8222;Der Pate des german soul&#8220; genannt, wenngleich das eigentlich auch wieder so eine Art unzulässige Vereinfachung ist. Edo Zanki mag sie nicht, diese Tinte verklecksenden Schreiberlinge, die sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu vertreten. Ihm gefällt nicht, wenn einer schreibt, seine Musik, das sei keine Musik für die breite musikalische Masse. &#8222;Trau dich, eine eigene Meinung zu vertreten,&#8220; <strong>fordert er den Kritiker auf</strong>.</p>
<blockquote><p>Bleiern und schwer liegt die Zeit auf der Musik, unfähig ist sie noch zu zerfließen. Es ist ein neuer Tag, Zeit für neue Glücksgefühle. <strong>Edo Zanki </strong>hilft einem zu begreifen, dass die Abhandlung eigenen Lebens mit Musik leichter ist als ohne. Dass Musik lange Schatten wirft, nicht kurze, und sei der Zwerg auch noch so klein. Wir kommen da schon rein! <strong>Klaus Spiesberger </strong>ist am 12.05. Gastgeber eines musikalischen Giganten namens<strong> Edo Zanki</strong>. Kein Zweifel: da werden viele hinströmen, dem Paten des &#8222;german soul&#8220;, der das eigentlich gar nicht so richtig sein will, zuzuhören, wenn er seine neue CD vorstellt.</p></blockquote>
<p><strong>Und so kann man es eben sagen</strong>: Zanki ist beileibe kein Konformist, kein Architekt eines bestimmten, mainstreamartigen Kulturkonzepts, an dem er sich dann erfolgssicher entlanghangelt. Das Gegenteil ist der Fall. Zanki hat vieles gemacht, dass andere vor ihm noch nicht wagten und kennt alle Höhen und Tiefen, fuhr aber immer mehrgleisig, als Musiker, als Producer, als Besitzer eines Studios und selbst die Videos zum neuen Album (&#8222;Zu viele Engel&#8220;) kommen aus der &#8222;eigenen Imageschmiede&#8220;, und auf eine gewisse Art und Weise gibt alles zusammen eine feste Vorstellung davon, wie wichtig dies Werk ist. Ansonsten ist, was Zanki macht, im Kern &#8222;handproduziert&#8220;,<strong> live bzw. gut gespielt und von echten Menschen</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>* *</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Bleibt noch diese Frage zum Nachbarrecht</strong>: Darf wer irgendwo hinzieht, sich stets auf seine Unkenntnis der unmittelbaren, seit Jahrzehnten gewachsenen und zur Blüte gelangten Umgebung berufen? Gekauft wie gesehen, gemietet wie gesehen, aber nicht richtig hingeschaut? Dann erst einmal einziehen und losklagen: gegen Gott und die Welt, Nachbarn drangsalieren, nur weil man selbst zu doof war, sich eingehend über die Umgebung zu erkundigen? Genau: es waren ja die Stadtplaner, die keine Rücksicht nahmen auf den Bestand. Der Einzelne ist immer unschuldig und muss geschützt werden. <strong>Vor den Anderen: Aber wir, wir sind die Anderen</strong>! </p>
<div style="width: 320px; height: 275px;">
<div style="width: 320px; height: 240px;"></div>
<div style="margin-top: 0px; color: #0099cc; font-family: verdana,geneva,arial,helvetica,sans-serif; font-size: 10px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; line-height: normal; text-align: center;"><a style="cursor: pointer; text-decoration: underline;" title="Edo Zanki  Ein neuer Tag-Video" href="http://www.clipfish.de/musikvideos/video/3549567/edo-zanki-ein-neuer-tag/" target="_blank">Ein neuer Tag von Edo Zanki</a><br />
© <a href="http://www.clipfish.de/musikvideos/artist/30301/edo-zanki/">Edo Zanki</a>-Videos bei Clipfish</div>
</div>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Qype: <a title="externer Link" href="http://www.qype.com/place/15204-Quasimodo-Berlin">Essenzielle Informationen zum Standort Quasimodo</a></li>
<li>Soulfan: <a title="externer Link" href="http://www.edo-zanki.de/home/" target="_blank">Edo Zanki´s Homepage</a></li>
<li>Vorgehört: <a title="externer Link" href="http://de.7digital.com/artists/edo-zanki/zu-viele-engel/" target="_blank">Das aktuelle Album &#8222;Zu viele Engel&#8220; bei 7digital</a></li>
<li>Veranstaltungstipp: <a title="externer Link" href="http://quasimodo.de" target="_blank">Das Quasimodo als Veranstaltungsort</a></li>
</ul>
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		<title>770-11 &#8211; Kreuzberg: Einer für alle, alle für einen, umgekehrt, Micha und die schrägen Vögel vom Kreuzberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 08:53:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Ich gehöre zu den Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Denn wer kann das schon von sich sagen: Ich bin seit über 40 Jahren mit Spaß Schornsteinfeger.&#8220; (sagt Schornsteinfegermeister Michael Schmidt hier &#8211; allerdings: Das ist schon &#8222;der Brüller&#8220;, oder? Kennt jemand einen, der das Hobby, Schornsteine zu fegen angibt? Und hat sich das ... <a title="770-11 &#8211; Kreuzberg: Einer für alle, alle für einen, umgekehrt, Micha und die schrägen Vögel vom Kreuzberg" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/111311/" aria-label="Mehr Informationen über 770-11 &#8211; Kreuzberg: Einer für alle, alle für einen, umgekehrt, Micha und die schrägen Vögel vom Kreuzberg">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-352" title="Prognosen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconprognosen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_3065" aria-describedby="caption-attachment-3065" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Schornsteinfeger_Button.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3065 " title="Schornsteinfeger-Website mit Usability" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Schornsteinfeger_Button.jpg" alt="" width="450" height="101" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Schornsteinfeger_Button.jpg 562w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Schornsteinfeger_Button-299x67.jpg 299w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3065" class="wp-caption-text">Schornsteinfeger-Website mit Usability</figcaption></figure>
<blockquote><p>„Ich gehöre zu den Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Denn wer kann das schon von sich sagen: Ich bin seit über 40 Jahren mit Spaß Schornsteinfeger.&#8220; (sagt Schornsteinfegermeister Michael Schmidt <a title="interner Link" href="http://www.schornsteinfeger-friedrichshain-kreuzberg.de/schornsteinfeger/michael-schmidt/" target="_blank">hier</a> &#8211; allerdings: Das ist schon &#8222;der Brüller&#8220;, oder? Kennt jemand einen, der das Hobby, Schornsteine zu fegen angibt? Und hat sich das positiv oder negativ auf die Partnerwahl ausgewirkt? Ich würde nie behaupten, es war schon in frühester Kindheit mein Hobby, Häuser zu verwalten! Wobei: In der Park- bzw. der Schloßallee auf dem Monopoly-Brett&#8230;? Nein, es ging darum, Immobilien und Straßenzüge zu &#8222;raffken&#8220; und nicht darum, sie mit Anstand, Beständigkeit und über Jahre hinweg kontinuierlich positiv zu verwalten. #Hobbys &amp; Sternstunden der Internet-Selbstdarstellung #Anregung zur Textüberarbeitung</p></blockquote>
<p><strong>Als wir über die Anfänge des Interneteinzugs</strong> (nicht Durchzug) im Schornsteinfegerwesen berichteten und die obige Sperrung der rechten Maustaste durch einen besonders klugen &#8222;Schorni&#8220; erwähnten, war die Welt schon anfangs in der Ruhr. In Aufruhr. Es hat sich seit dem viel getan, auch und sogar im Schornsteinfegerwesen. Die obige eingerückte Lösung ist eine Wahllösung für die berühmten <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_Musketiere" target="_blank">drei Musketiere</a>, aber sie gilt auch im Schornsteinfegerwesen als Wahlspruch, als Credo der schwarzgewandeten Männer, die jedenfalls früher regelmäßig auch zum Glück bringen verdonnert waren. <strong>Sie traten jedenfalls seltener in welches, als sie Glück brachten. Hoffen wir mal</strong>.<br />
<strong>Und wenn</strong>, wäre es nicht aufgefallen, die schwarze Kleidung von Kopf bis Fuß, <strong>doch lassen wir das</strong>.</p>
<p><span id="more-8656"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="368" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/iW_jSXnpzqc?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="368" src="http://www.youtube.com/v/iW_jSXnpzqc?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #999999;"><em>Görli, Görli &#8211; P.R. Kantate (2003) &#8211; via Youtube</em></span></p>
<blockquote><p>Leicht tadelt man die Fehler anderer, aber selten nur bedient man sich ihrer, um die eigenen zu verbessern. * François de La Rochefoucauld *(1613 &#8211; 1680)</p></blockquote>
<p><strong>Der Schornsteinfegerberuf steht vor dem Umbruch</strong>. Seit 2008 das Gesetz geändert wurde, müssen die Schornsteinfeger jetzt sukzessive vom &#8222;irgendwie verbeamteten&#8220; Mann mit der Kehrreuse und drohenden Mängelprotokollen zu modernen Dienstleistern morphen. Eventuell müssen sie jetzt sogar erreichbar sein, <strong>man denkt teils über 24-Stunden-Hotlines nach</strong>.</p>
<p><strong>Der Beruf, die Berufsgruppe ist &#8222;von Berufs wegen&#8220; eher konservativ</strong>, auch in allen modernen, schnörkeligen Dingen: Bürokommunikation wie früher, Fax noch sehr verbreitet, Emailadressen werden gehütet wie Betriebsgeheimnisse, inzwischen hat sich EDV für Schornsteinfeger durchgesetzt und das Abrechnungswesen des Schornsteinfegers ist dadurch transparenter geworden. Das Aufmaß des Kehrbezirks wird schon mal mitgeschickt.</p>
<p><strong>Schornsteinbelegungspläne</strong>? Nach wie vor schwierig und nur &#8222;mit Engelszungen&#8220; bestellbar. Was nicht heißt, sie stünden dann binnen Wochenfrist zur Verfügung. Viele ältere Schornsteinfeger reagieren erst einmal gar nicht auf die Bitte, die an den Schornsteinen belegenen Nutzer, deren Kamine, Altöfen, Dunstabzugshauben und Gasthermen aufzustrippen und verständlich aufzuzeichnen. Nach mehreren Anrufen dann &#8222;das kostet aber extra&#8220; und &#8222;ja ja, hüstel, machen sie man!&#8220;</p>
<p><strong>Schornsteinsanierung</strong>? Ganz schwieriges Thema: Im Moment scheint der Schornsteinfegerberuf auch im Generationenwandel festzustecken. Viele jüngere wollen jetzt die Freigabe des Schornsteinfegerberufs zu einer Vervielfältigung der Tätigkeitsgebiete nutzen: viele werden &#8222;Gebäudeenergieberater&#8220; (Nachschulung) oder bieten &#8222;sinnvolle Bauleistungen rund ums Eckige&#8220; (Dach, Schornstein usw.) an. Tradiert, traditionsbehaftet und auch in Traditionsdünkel verhaftet sind (auch teils) die Schornsteinfeger, die selbst kurz vor dem Eintritt ins Rentenalter stehen, überkommen sind auch manche ihrer Vorstellungen über das, was sie selbst nicht mögen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8658" title="Der schräge Vogel!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/der.schraege.Vogel_.jpg" alt="Der schräge Vogel!" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/der.schraege.Vogel_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/der.schraege.Vogel_-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Zum Beispiel</strong>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Acht Stunden im Büro sitzen und Akten von links nach rechts zu schieben, das wäre nichts für mich. Rauskommen, unter Leuten sein, den ein oder anderen schrägen Vogel kennen lernen. Das ist mein Ding.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Das sagt der Bezirksschornsteinfeger</strong> (seit 1963) <span style="color: #008080;"><strong>Michael Hebel</strong></span>, Kehrbezirk 0207 (Kreuzberg). Und in der Hoffnung, dass dies richtig ist, lässt zumindest der Kehrbezirk darauf schließen, dass hier Aktenberge nicht links und rechts hin- bzw. hergeschoben werden müssen. Auch dieses Bild ist im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung der Geschäfts- und Büroprozesse inzwischen veraltet und darf (fast) als überholt gelten. Mit Ausnahme derer natürlich, die sich schon seit mehr als zwanzig Jahren jedem &#8222;modernistischen Hype&#8220; gänzlich verschlossen haben. <strong>Dafür ist der Anspruch, insbesondere &#8222;schräge Vögel&#8220; kennen zu lernen also prima zu bewerkstelligen, das geht</strong>.</p>
<p><strong>Tja, es ist schwierig</strong>, bzw. es ist nicht leichter geworden. Aber eventuell auch nicht schwieriger! Das Monopol fällt und die Schornsteinfeger-Befreiungsbewegung wird den Markt ganz neu sortieren. Schauen wir mal, ob mit Erfolg und Reformwillen <strong>alles bald gut wird</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Mittelstreckenraketen <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/06/bombenalarm-2/" target="_self">im Mieterkeller in Wilmersdorf</a></li>
<li>Homepage <a title="externer Link" href="http://www.plattenreiter.de/" target="_blank">von P.R. Kantate, dem Sänger von Görli, Görli</a></li>
<li>Berliner <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/03/7052010/" target="_self">Gasserhauer Numero Zwo: Dickes B</a></li>
<li>Ín <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/05/8062010/" target="_self">Balin gehen die geilen Partys ab &#8211; P.R. Kantate</a></li>
<li>Schornsteinfeger-Kombinat Kreuzberg: <a title="externer Link" href="http://www.schornsteinfeger-friedrichshain-kreuzberg.de/schornsteinfeger/michael-hebel/" target="_blank">Michael Hebel ist einer für alle</a>!</li>
</ul>
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		<title>250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!</title>
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					<comments>https://gesichtspunkte.de/querulanten-vor-gericht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 12:05:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Gefängnis: Bald wieder Zeit für kultige Spiele (Dieter Hallervorden, Nonstop Nonsens, Fernsehserie 1975-1980) via Youtube Es gibt, immer wenn Gerichtsdinge anstehen, diese Art Verfahren, die komplett überflüssig sind. Sie haben überhaupt keine Aussicht auf Erfolg oder kosten lediglich nur Zeit und Geld, verfolgen aber kaum lohnenswerte Ziele. Manchmal ist selbst das nicht zu erkennen: ... <a title="250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/querulanten-vor-gericht/" aria-label="Mehr Informationen über 250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></strong></p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="" width="179" height="179" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /></strong></a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nQAM2KTGNeE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/nQAM2KTGNeE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Im Gefängnis: Bald wieder Zeit für kultige Spiele (Dieter Hallervorden, Nonstop Nonsens, Fernsehserie 1975-1980) via Youtube</span></p>
<p><strong>Es gibt, immer wenn Gerichtsdinge anstehen, diese Art Verfahren, die komplett überflüssig sind. Sie haben überhaupt keine Aussicht auf Erfolg oder kosten lediglich nur Zeit und Geld, verfolgen aber kaum lohnenswerte Ziele. Manchmal ist selbst das nicht zu erkennen: das Ziel. In denen es um etwas geht, was von einem menschlichen Standpunkt aus zweitrangig ist. Entscheidender erscheint uns, dass wir gesund sind und unsere begrenzte Lebenszeit nützlichen, schönen Dingen zugewendet ist, besonders wenn wir glauben, dass die Lebenszeit von vornherein begrenzt ist. Die inzwischen aufgelöste, etwas schräge Berliner Band </strong><a title="externer Link" href="http://www.knorkator.de" target="_blank"><strong>Knorkator</strong></a><strong> (1994-2008) hat das sehr gut auf den Punkt gebracht: Wir werden alle sterben! Den Kopf frei bekommen von Zwängen und wirtschaftlichen Sorgen, dass es uns gut geht. Und doch streiten manche wie die Kesselflicker vor Gericht. Das sind oft Menschen, denen etwas abhanden gekommen ist: Lebensglück</strong>.</p>
<p><span id="more-4359"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Sie sind passiv und aktiv an Gerichtsklagen beteiligt und das macht ihnen nicht einmal Angst</strong>. Einmal weil sie etwas wollen, das sie freiwillig nicht von den Anderen bekommen, weil ihnen menschliche Größe fehlt. Rechtschaffenheit, ein reines Herz und Integrität sind Voraussetzung für Akzeptanz. Sie aber werden nicht akzeptiert, und das wurmt sie. Sie gelten in diesen Bereichen als äußerst ungelenk, ja untalentiert. Kläger klagen manchmal nicht nur sich selbst an, ohne es zu merken, sondern im Zweifel Beklagte als Stellvertreter ihres eigenen, verlustig gegangenen Lebensgefühls. Mit der ins Feld geführten Klage wollen sie ihren Schmerz über die Sinnlosigkeit ihrer Existenz und ihre innere Leere bekämpfen, wofür sie Stellvertreter benötigen. Den zerren sie vor Gericht und nötigen ihm damit Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Gusto auf. Endlich werden sie wahrgenommen. Das ist eine persönliche Grenzüberschreitung frei von Achtung, Respekt und sozialverträglichem Miteinander. <strong>Eine Kommunikationsstörung</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/U7-60tyLQhA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/U7-60tyLQhA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Knorkator &#8218;Wir werden alle sterben&#8216; (via youtube)</span></p>
<p><strong>Grenzüberschreitungen, Quälereien, ständige Perfidie</strong>: Solche Menschen müssen manchmal (aktiv) verklagt werden, als Beklagte, weil sie in die Rechte anderer (zu) empfindlich eingreifen. Sie sind verantwortungslos in einem sozialen Kontext, weil sie es ablehnen, Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen und beherzt dafür Position beziehen. Sie überschreiten (teils ständig) <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/stop-stalking-nachbarn/" target="_self">Benimmgrenzen</a> und lassen imaginäre Muskeln spielen. Sie verkennen dabei, dass Gerichte Probleme <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">niemals lösen</a> und dass selbst gewonnene Rechtsstreite niemals etwas Sinnvolles folgen lassen. Dass nämlich Gesetze im Wesentlichen Lücken aufweisen, darüber wurde <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/weg-rechtsnovelle-mehr-probleme-geschaffen/" target="_self">hier auch schon mal berichtet</a>. Sie denken als Kriegsherr in den Kategorien von Obsiegen, Niedermachen und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/01/verfahrensbericht/" target="_self">Machtausübung</a>. Allerdings ist der Mächtige in den Persönlichkeitsgrenzen der Anderen kaum dazu berechtigt und daher müssen die Gerichte Stellvertretergefechte ertragen, die der Regent ins Feld führt, um den Gegner niederzukämpfen. Dass sie die Gerichte anrufen, ist ein Zeugnis ihrer eigenen Unfähigkeit, sich zur rechten Zeit zu artikulieren, Dinge ins Gespräch zu nehmen und einen Konsens zu finden, der auf Gemeinsamkeit beruht. <strong>Manche reden nicht mit anderen, weil ihr Selbstwertgefühl beschränkt ist</strong>.</p>
<p><strong>Von einem Kläger können wir bspw. berichten</strong>, der ergeht sich inzwischen -soweit Anwaltslosigkeit noch erlaubt ist-  in seinen ausufernden Schriftsätzen immer in Dubletten von Wörtern, Begriffen und Argumenten einer prozessualen Scheinwelt, die er andernorts, in anderen Zusammenhängen, aufgeschnappt hat. Aber es sind und es bleiben Kopien aus anderen Zusammenhängen und das man fremde Sachverhalte aus anderen rechtlichen Welten schablonenhaft auf jeden weiteren rechtlichen Vorgang übertragen kann, liegt nicht auf der Hand. Durch die Verwendung von Begriffen will er sich zeigen, männlich, und darlegen, dass er niemals aufgeben wird, auch wenn weitere Verfahren noch so nutzlos sind. Er ist schon vor Jahren auf ein Pferd aufgesprungen, und er hat nun Angst, dass es ihn irgendwann einfach abwerfen wird. Dagegen kann er sich nur schützen, wenn er seinen Gegnern beweist, wie fest er im Sattel sitzt. &#8218;Gestern noch waren wir dicht am Abgrund, heute, da sind wir schon einen Schritt weiter&#8216;, frohlockt der Reiter, und weil er zurückschaut und nicht nach vorn, <strong>reitet er gegen die Wand</strong>.</p>
<p><strong>Kopien von rechtlich gehörten Argumentationsketten lassen sich nicht</strong> auf jeden x-beliebigen Sachverhalt nochmals in ähnlicher Weise übertragen. Niemals lässt die bloße Wiederholung von Fachbegriffen und hintergründigen Wortkonstrukten auf eine besondere Intelligenz oder Eloquenz des Verwenders schließen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer abkupfert, ohne sich eigenes Wissen zu erarbeiten und dieses (richtig) anzuwenden, mutiert zum Clown und gibt sich der Lächerlichkeit preis. Denn die rechtliche Argumentation muss richtig auf den Sachverhalt angewendet werden, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben will. Das Gegenteil davon, das sind lediglich &#8218;Lippenbekenntnisse&#8216;, die sich der Erwidernde argumentatorisch aneignet. Mangels eigener tiefsitzender Bildung glaubt er oberflächlich an ein Gewinnenkönnen durch bloßes Kopieren von Textfragmenten, die andere Menschen (in anderen Zusammenhängen) entworfen haben.</p>
<p><strong>Das Abkupfern fing er zunächst grafisch an</strong>: er kopierte die Briefbögen einer Anwaltskanzlei in Stil, Art und Aufbau und individualisierte sie mit seinen eigenen Lebensdaten. Er fand das lustig. Kein anderer hat darüber gelacht. Die Anderen wussten seit dem, dass er ein Idiot sein muss. Später tauchte ein Briefbogen von ihm als &#8218;Verwaltungsbeirat a.D.&#8216; auf, angelehnt an den Briefbogen des amtierenden Verwaltungsbeirats, und auf dem gefälschten Rechtsanwaltsbogen -Tätigkeitsschwerpunkt: Wohnungseigentumsrecht- schrieb er  Architekturstudent mit Tätigkeitsschwerpunkt Wohnungseigentumsrecht. Warum aber, so fragt man sich im Nachhinein, hat er dann alle Prozesse immer verloren? Richtig: es war ein juristischer Dadaismus, den er pflegte, eine menschliche Katastrophe und auch eine offensichtliche Lüge. Seine Kenntnisse vom Recht waren nicht einmal marginal. Er hatte sich noch niemals in seinem Leben Mühe gegeben, etwas von Grund auf zu erarbeiten, weder das abgebrochene Architekturstudium, noch der ins Feld geführte Tätigkeitsschwerpunkt, denn von beidem hat der Mann zu wenig Ahnung. <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2007/09/die-ausfrierung-des-wohngeldschuldners-teil-01/" target="_self">Gefährliches Halbwissen</a>. Aber auch: <strong>Nonstop Nonsens</strong>, in Anlehnung an eine <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nonstop_Nonsens" target="_blank">Fernsehserie</a> der Siebziger. Seit Dieter Hallervorden in Berlin-Steglitz <a title="externer Link" href="http://www.schlossparktheater.de/" target="_blank">ein Theater</a> führt, könnte er sich Hoffnung auf einen Platz in seinem Ensemble machen. Doch Hallervorden soll streng sieben, wenn&#8217;s ums Personal geht. Noch etwas anderes spricht gegen diese Idee: Hallervordens Nonsens hatte Kultcharakter und humorige Qualitäten. <strong>Das spricht gegen die Idee, unseren Protagonisten dorthin zu vermitteln</strong>.</p>
<p><strong>Aktuell fertigt er ellenlange Doktorarbeiten an</strong>, über mehrere Rechtsfragen, und dem äußeren Anschein nach, auch über die Frage, warum seit mehr als zehn Jahren <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/02/josef-lieber-josef-mein/" target="_self">kein Wohngeld</a> für die Eigentumswohnung zu entrichten sei. Rechtliches Gedöns seitenlang: es heißt zur Überzeugung für ein hohes Gericht in Berlin, der Bundesgerichtshof habe schon früher entschieden, dass <a title="externer Link" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=WEG+%22zehn+Jahre+kein+Wohgeld+bezahlt%22&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">kein Wohngeld zu zahlen sei</a>, aus diesen oder jenen Gründen. Wohngeldbefreiungen allerdings kennt das Wohnungseigentumsrecht allerdings nicht für gutgelegene Eigentumswohnungen mit mehr 100 m² Wohnfläche, Heizungs- und Wasseranschluss und vielen weiteren Ausstattungsstandards. Er sagt, wenn seine Einheit zwangsverwaltet ist, dann zahlt ja der Zwangsverwalter das Wohngeld und <em>doppelt</em> will er nicht zur Kasse gebeten werden.</p>
<figure id="attachment_4836" aria-describedby="caption-attachment-4836" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4836" title="Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht...." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld-300x146.jpg" alt="Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht...." width="300" height="146" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld-300x146.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld.jpg 644w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4836" class="wp-caption-text">Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht....</figcaption></figure>
<p><strong>Allerdings ist die Kasse von ihm auch nicht gefüllt worden</strong>. Der Zwangsverwalter zahlt das Wohngeld, weil der betreibende Gläubiger (in diesem Fall: die WEG) an den Zwangsverwalter Gläubigervorschüsse zahlt. Aus diesen Vorschüssen zahlt der Zwangsverwalter das monatliche Wohngeld. Und er -der betreffende Wohnungseigentümer- will jetzt dem Gericht beweisen, dass er selbst daher kein Wohngeld zahlen muss. Wozu <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/praxisbericht-der-schuldner-hat-die-haft-abgesessen-nun-droht-erneut-verhaftung/" target="_self">das führen kann</a>. Unfreiwillig erinnert uns diese Argumentation an Hütchenspieler aus dem Kosovo, die es immer schaffen, das Geldstück unter diejenige Blechtüte zu zaubern, auf die man auf gar keinen Fall tippen würde. Nicht nur ein bisschen ist das Hütchenspiel sein Steckenpferd. Oder sind es Taschenspielertricks? Von einem anderen Rechtsanwalt und aus Blogartikeln im Internet hat er &#8218;gelernt&#8216;, was das Wort <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/zitat-des-tages-rabulistisch-ist-die-auffassung-des-beklagten-rabulistisch-klarungsbedarf/" target="_self">Rabulistik</a> inhaltlich bedeuten soll. Das wirft er jetzt dem Rechtsanwalt vor, der die offenen Wohngelder gegen ihn einklagt. Rabulistisch ist die Zahlungsklage <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/gewusst-wie-gewusst-warum/" target="_self">nun wirklich nicht</a>, wenn Wohnungseigentümer bereits seit mehr als zehn Jahren kein Wohngeld bezahlen und nichts unversucht lassen, den durch ihre Nichtzahlung entstandenen Schaden noch zu vergrößern.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Nb1-YYOIId4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/Nb1-YYOIId4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">(Berühmtes Rhabarbergedicht via Youtube)</span></p>
<p><strong>Eine andere Art von rechtlichem Rhabarber</strong> ist sein ständiges Lamento, die Schuld- und Sündenbocktheorie. Er wird die Welt nicht umdrehen: er ist und bleibt das schwarze Schaf, gleich wie viel er noch -in querulatorischer Weise- Juristen versucht, vor seinen Wagen prozessualer Dialektik zu zerren. Rabulistik meint ja genau das: in einem vollkommen abwegig und aussichtslos erscheinenden Punkt Recht behalten zu wollen.</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-67" title="Wissen ist Macht!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif" alt="" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
<strong>Vor kurzem hatte er eine Koalition der Gleichgesinnten gegründet</strong>, mit einem alten Mann, der kaum noch laufen kann, aber gerne streitet. Der alte Mann und das Meer, ein Sargassosee von Prozessen, Verfahren, Vorgängen, und zwei beauftragte Rechtsanwaltsbüros im Auftrag ihres Herrn: Der eine der zwei Anwälte spricht davon, dass die Verfahren des Alten schon einen ganzen Schrank mit Akten füllen. Was er nicht sagt: er hat sehr gut dran verdient. Der Alte hat Moos und jetzt auch diesen törichten Helfershelfer. Schuld an allem, so sagen die zwei unabhängig voneinander tätigen Rechtsanwälte des Alten, ist immer der Ehemann der (beklagten bzw. klagenden) Ehefrau und Wohnungseigentümerin, von dem sie inzwischen manchmal fälschlich behaupten, er sei der Stiefsohn seines Vaters, eines weiteren Eigentümers. Der sei ein <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/spiritus-rector/" target="_self">spiritus rector</a>, schalte und walte, obwohl nicht Miteigentümer, immer ganz allein und im eigenen Belieben gegen die Interessen aller anderen Parteien, auch der Ehefrau und des <span style="text-decoration: line-through;">Stief</span>vaters. <strong>Eins ist klar: Wenn Anwälte solchen Käse schreiben</strong>,<strong> haben sie zur Sache zu wenig zu sagen</strong>.</p>
<p><strong>Es ist ein Mangel an Argumenten inhaltlicher Art</strong>, es sind Rechtsstreitigkeiten in einem ominösen Gedankengebirge mit Sündenbock-Aspekten und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/erbittertes-freund-feindenken-ist-im-anwaltsberuf-ein-schlechter-berater/" target="_self">Stellvertreter-Theorien</a>. Der Sündenbock hält als Stellvertreter dafür her, dass den zwei Anwälten gute Argumente wohnungseigentumsrechtlicher Art fehlen. Dass ihre Klagen abstrus sind, merkt der Alte nicht, und so verdienen beide Anwälte weiterhin gut. Und der Pferdereitsportler oben reitet mit auf dieser Welle und wildert in <span style="text-decoration: line-through;">Feuchtgebieten</span> Sümpfen. Beteiligt sind an Rechtstreitigkeiten immer die Parteien selbst, und Sündenböcke, das können Ehemänner oder Ehefrauen sein, Strohmänner, Strohfrauen, Habenichte, pleite gegangene Pleitiers und so weiter und so fort.  Indem der Sündenbock als Stellvertreter herhalten muss, wird den eigentlichen Beteiligten die eigene Lebensgrundlage aberkannt. Sie geraten in die Rolle von Marionetten aus der Augsburger Puppenkiste. An den Fäden zieht der Drahtzieher, <a title="externer Link" href="http://www.das-schwarze-schaf.com/html/schwarzes_schaf_melden.html" target="_blank">das schwarze Schaf</a>, der Sündenbock.</p>
<p>Wikipedia bringt es sehr gut auf den Punkt, vor allem im letzten Halbsatz:</p>
<blockquote><p>&#8222;Als <strong>Sündenbock</strong> wird ein Mensch bezeichnet, dem man die Schuld für Fehler, Misserfolge oder sonstiges Konfliktpotential zuschiebt. <strong>Tatsächliche Schuld spielt dabei keine Rolle</strong>.&#8220; (ergänzende Informationen <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCndenbock" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Was für Dummköpfe</strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>195-09 &#8211; Wo die wilden Kerle/innen wohnen: In Zehlendorf weht ein rauher Wind kurz vor Weihnachten</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/wo-die-wilden-kerleinnen-wohnen-in-zehlendorf-weht-ein-rauher-wind-kurz-vor-weihnachten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 00:28:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Zehlendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresabrechnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Versammlung, die noch kurz vor Weihnachten einzuberufen war, hat gewichtige Gründe: Die Versammlung soll über zwei (neue) Abrechnungen für die Jahre 1999 (!!) und 2000 (!!) entscheiden. Nach zehn Jahren mit Prozessen gibt es jetzt die siebente Fassung (!!) der Abrechnung(en). So schreibt es einer der Wohnungseigentümer mit rotem Kugelschreiber auf seine Tischvorlage. Die ... <a title="195-09 &#8211; Wo die wilden Kerle/innen wohnen: In Zehlendorf weht ein rauher Wind kurz vor Weihnachten" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/wo-die-wilden-kerleinnen-wohnen-in-zehlendorf-weht-ein-rauher-wind-kurz-vor-weihnachten/" aria-label="Mehr Informationen über 195-09 &#8211; Wo die wilden Kerle/innen wohnen: In Zehlendorf weht ein rauher Wind kurz vor Weihnachten">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ynjIoymWHvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/ynjIoymWHvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object></p>
<p><strong>Die Versammlung, die noch kurz vor Weihnachten einzuberufen war, hat gewichtige Gründe</strong>:</p>
<p>Die Versammlung soll über zwei (neue) Abrechnungen für die Jahre 1999 (!!) und 2000 (!!) entscheiden. Nach zehn Jahren mit Prozessen gibt es jetzt die siebente Fassung (!!) der Abrechnung(en). So schreibt es einer der Wohnungseigentümer mit rotem Kugelschreiber auf seine Tischvorlage. Die darüber prozessierten, taten es mehrfach und immer wieder. <strong>gesichtspunkte.de</strong> hat darüber u.a. <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/02/2-teil-der-grose-bohei-sinnsuche-uber-jahresabrechnungen/" target="_self">hier berichtet</a>.</p>
<p>Als einer der Wohnungseigentümer einmal sagte, ihm kämen die Versammlungen seiner WEG zunehmend vor wie Muppet-Shows, hat sich dieser Eindruck im Gehirn der Verwalterin eingebrannt. Dieser Vergleich, er wurde nie vergessen. Heute Abend wieder Muppet-Show?</p>
<p><strong>Als nun die heutige Versammlung eröffnet wird</strong>, hat niemand hinsichtlich der Tagesordnung Bedenken. Die (siebente) Fassung von zwei Jahresabrechnungen wird unter TOP 02 richtig zur Abhandlung kommen. Unter TOP 03 erfolgt noch der Abwahlantrag gegen die derzeitige Verwalterin: Abwahl aus wichtigem Grunde. Was dann noch an weiteren Tagesordnungspunkten folgt, ist dagegen Geplänkel.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-4413"></span><strong>***</strong></p>
<p><strong>Zur Jahresabrechnung 1999</strong> meldet sich Prof. Zehsenick (* Name geändert) zu Wort. Er hat sich eine Handkladde handschriftlich aufgestellt. Er sucht sich Zahlen raus, die er angekreuzt hat und nun spricht der von verschiedenen Subtraktionen und Additionen.  Er sagt, Einnahmen und Ausgaben voneinander abgezogen, das ergibt zwei verschiedene Ergebnisse. Die Verwalterin versteht die Ausführungen zunächst nicht. Später stellt sich heraus, er hat die falschen Zahlen herbeigezogen. Das wird erst möglich, als sich der Versammlungsleiter persönlich Einblick in die Unterlagen geben lässt, die Prof. Zehsenick sich genommen hat. Kurze Zeit später steht fest: es ist nicht sinnvoll, jede erhältliche Zahl miteinander aufzurechnen. Wichtiger ist es, die richtigen Zahlen zusammen zu rechnen. Oder sie auseinander zu dröseln.</p>
<p>Herr Prof. Margel (* Name geändert) ist der eigentliche Schriftführer und intellektuell die Führungspersönlichkeit einer kleinen Gruppe von vier, manchmal fünf Eigentümern in dieser WEG, die sich vorgenommen hat, gegen jedes &#8222;obrigkeitsstaatliche, gutsherrenartige&#8220; Handeln eventueller Verwalter (und Verwaltungsbeiräten) zu jeder Zeit beherzt einzuschreiten. Aber heute verrennt sich die Diskussion um Abrechnungen von 10 Jahre zurückliegenden Wirtschaftsjahren in eine Art erkennbaren Selbstzweck. Es geht mehr darum, Recht zu haben und darauf zu beharren, als überfällige Abrechnungen zu genehmigen.</p>
<p><strong>Prof. Margel stellt sich die Behandlung</strong> von Jahresabrechnungen stets zweistufig vor. Zunächst gibt es eine Gesamtabrechnung, in der die Einnahmen und Ausgaben zunächst richtig kontiert und zugeordnet ausgedruckt vorliegen. Sodann tritt die Versammlung zusammen und spricht hinsichtl. der Zuordnung dieser Zahlen eine Billigung aus. Oder andererseits das Missfallen mit einer bereits vorgenommenen Kontierung. Die WEG beschließt, den einen Betrag so zu belassen, während sie den anderen Betrag per Beschluss umbucht und daher anders zuordnet.</p>
<p><strong>Dann geht die Verwalterin nach Hause</strong>. Sie liest das alles nochmal durch und führt nun die Einzelabrechnungen durch, erst nachdem sie die beherzten Umbuchungen vorgenommen hat. Dann findet eine zweite Versammlung statt und die beschließt nun die unstreitige Gesamtabrechnung in Einzelabrechnung zu verteilen. Dass dies regelmäßig zwei Versammlungen erfordert, findet Prof. Margel unproblematisch. Die Diskussion führt hier nicht weiter, allerdings erwächst aus dem soeben Geschilderten, dass die Verwalterin einfach der Genehmigung der Jahresabrechnung einen weiteren, gesonderten Beschluss vorausgehen lässt. Sie findet, die Gemeinschaft möge zunächst beschließen, dass die Summe von 66.805,93 € (* Betrag geändert) für größere Instandhaltungen gebilligt wird. Umbuchungsanträge werden von niemandem gestellt. Dies wird so beschlossen. Nachdem die Verwalterin sicherheitshalber noch einmal zurückfragt, ob eventuell eine andere Kostenposition oder Einzelbuchung auf anderen Konten der Jahresabrechnung von jemand angegriffen werde, erfolgt seitens der Versammlungsteilnehmer keine Beanstandung. Dies wird die Verwalterin sicherheitshalber ausdrücklich dem Beschluss über die Jahresabrechnung im Protokoll voranstellen. Wem&#8217;s nützt, das ist eine ganz andere Frage. Eine gerichtliche Anfechtung ist hiermit keineswegs verhindert.</p>
<p><strong>Nachdem dies alles klar ist</strong>, ist auch die Abrechnung 2000 relativ schnell verabschiedet. Auch die beiden soeben beschlossenen Jahresabrechnungen könnten durchaus erneut, und damit dann das dritte Mal vor Gerichten angefochten werden und solche Prozesse würden wieder Jahre dauern. Interessant aber ist: Mag auch körperlich dasselbe Abrechnungssystem vor einem gerichtlichen Spruchkörper ausgeweidet werden, es ist keineswegs sicher, dass die gerichtlichen Entscheidungen dazu homogen ergehen werden. Es baut nicht die Kammer auf die beiden Vorentscheidungen auf, sondern jeder (neue) Richter wird eine andere Brille tragen. Vor Gericht, das sagen auch die Richter selbst, sieht man, auf welchem verfahrensökonomischen Weg sich Jahresabrechnung aufheben oder bestätigen lassen. Es gilt der Grundsatz, dass die am einfachsten erreichbare Argumentation genommen wird. Das führt regelmäßig dazu, dass die inhaltlich sehr konkret vorgetragenen Rügen und Probleme der Realität kaum zur Erledigung durch richterliche Klärung kommen. Sie versacken in einer eigenen Vorstellungswelt bei Gericht. So sagt beispielsweise das zuerst angerufene Gericht, die Wasserkosten der Wohnanlage dürften hier nicht verbrauchsabhängig umgelegt werden, wie es allerdings geschehen ist. Drei Jahre später sagt ein anderer Richter derselben Kammer, nachdem die zweite Fassung derselben Jahresabrechnung erneut angefochten wurde, das mit der verbrauchsabhängigen Umlage der Wasserkosten sei aber entgegen der Ansicht der ersten Kammer kein Problem und könne unproblematisch erfolgen. <strong>Shit happens</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-1401" title="shit happens" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/shithappens-300x201.jpg" alt="shit happens" width="300" height="201" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/shithappens-300x201.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/shithappens.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Unter TOP 03 wird nun über die sofortige Abberufung der Verwalterin (aus wichtigem Grund) beraten. Der Antrag wird später glatt abgelehnt.</p>
<p><strong>Auffällig: Jetzt erst steht  eine der älteren Wohnungseigentümerinnen auf</strong> und verlässt den Raum. Sie erteilt Vollmacht an den Vorsitzenden des Beirats. Auf dem Hof spricht sie den Verwalter an, sagt, sie hätte gehen müssen. Sie habe keine Luft mehr bekommen. Sie kann es nicht ertragen, sagt sie. Fünf Minuten später verlässt auch eine weitere Eigentümerin die Beratung. Auch sie hat dem Vorsitzenden des Beirats Vollmacht erteilt. Sie weint. Es ist nicht auszuhalten, sagt sie, jetzt haben wir auch über Religion und Kirche gesprochen. Eine der giftig argumentierenden Wohnungseigentümerinnen sei gefragt worden, sie gehe doch auch immer regelmäßig  in die Kirche und wie sie das jetzt mit ihren ständigen Giftpfeilen und Ausfällen ggü. dem Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats in Einklang brächte, der Mitglied derselben Kirchengemeinde sei?</p>
<p><strong>Auf diese Frage kam keine Antwort</strong>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Uh_aG5MzPVM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/Uh_aG5MzPVM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object></p>
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		<title>34-09 &#8211; 24h Berlin &#8211; Ein Fernsehexperiment ist geglückt. Was nicht gesendet wurde&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 17:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme der Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Wilmersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Sendung &#8222;24h Berlin&#8220; wurde am vergangenen Samstag ausgestrahlt und umfasste 24h Reality TV, Eindrücke, Reportagen aus der bundesdeutschen Hauptstadt. Die Sendemacher haben sich derartige Erfolgsquoten(von bis zu 18% Zuschauer-Sendeanteil) nicht zu träumen gewagt. Gesendet wurde Eine der vielen Persönlichkeiten, deren Leben die Sendung eingefangen hat, ist eine alte Frau mit verbindlicher Krebsdiagnose. Sie wohnt ... <a title="34-09 &#8211; 24h Berlin &#8211; Ein Fernsehexperiment ist geglückt. Was nicht gesendet wurde&#8230;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/24h-berlin/" aria-label="Mehr Informationen über 34-09 &#8211; 24h Berlin &#8211; Ein Fernsehexperiment ist geglückt. Was nicht gesendet wurde&#8230;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_2866" aria-describedby="caption-attachment-2866" style="width: 200px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/der.Kritiker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2866 " title="Der Kritiker - MRR" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/der.Kritiker.jpg" alt="Der Kritiker - MRR" width="210" height="145" /></a><figcaption id="caption-attachment-2866" class="wp-caption-text">Der Kritiker - MRR</figcaption></figure>
<p>Die Sendung &#8222;24h Berlin&#8220; wurde am vergangenen Samstag ausgestrahlt und umfasste 24h Reality TV, Eindrücke, Reportagen aus der bundesdeutschen Hauptstadt. Die Sendemacher haben sich derartige Erfolgsquoten(von bis zu 18% Zuschauer-Sendeanteil) nicht zu träumen gewagt.</p>
<p><strong>Gesendet wurde </strong></p>
<p>Eine der vielen Persönlichkeiten, deren Leben die Sendung eingefangen hat, ist eine alte Frau mit verbindlicher Krebsdiagnose. Sie wohnt in einem Hospiz und erwartet ihren sicheren Tod. In wenigen Wochen wird es so weit sein. Sie erzählt vor der Kamera, die fest auf sie gerichtet ist. Zwischenfragen stellen die Kameramänner nicht. Sie lassen die Frau erzählen. Sie erzählt von 1989, von der Wendezeit, und von ihren zwei Kindern, die nun erwachsen sind. Sie haben sie verlassen, genau in diesen Tagen, als die Mauer aufging und man durchschlüpfen konnte. Richtung Westen. Seit dem hat sie ihre zwei Kinder nicht mehr gesehen. Sie sind nie wieder zurückgekehrt. Sie haben sich auch nicht gemeldet. Sie sagt, die haben jetzt ihr eigenes Leben, und sie will auch nichts Schlechtes über sie sagen. Sie sind doch ihre Kinder. Auch wenn sie sich nicht mehr melden. Ihre Augen werden wässrig, stehen dann komplett unter Wasser, sie weint und sagt, sie hat doch nur noch kurze Zeit zu leben, und sie hat nur einen Wunsch: Wenn wenigstens einmal noch ihre Kinder kämen, damit sie sie noch einmal, nur einmal sehen kann. <strong>Schnitt.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3091"></span><strong>***</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WGkUvSjSlqQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/WGkUvSjSlqQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object></p>
<p><strong>Was nicht gesendet wurde</strong></p>
<p><strong>Frau Haller</strong> (* Name geändert) lebt in Berlin-Wilmersdorf, unweit vom Fehrbelliner Platz. Sie ist weit über achtzig, und der Schriftverkehr mit ihr ist für die Verwalterin unauffällig. Die Hausverwaltung hat unlängst eine Kampagne gestartet und auf alleinstehende Menschen hingewiesen. Auf alte Menschen, die niemanden haben. Die Hausverwaltung nennt das &#8222;das Methusalem-Kompott&#8220;.  Weil man es irgendwie griffig benennen muss. Damit es sich einprägt.</p>
<p>Auf Frau Haller trifft vieles zu, was die <strong>Hausverwaltung als Problem bereits erkannt</strong> und für diesen Fall als <strong>regelungsbedürftig, verbesserungsfähig </strong>empfindet. Ja, es gibt Kinder, aber die wohnen woanders. Keiner im Haus weiß  genau, wo die wohnen. Die lassen sich auch nie sehen. Niemand hat eine Telefonnummer da gelassen. Warum hat sich niemand vorgestellt: &#8222;Haller, mein Name, ich bin der Sohn von Frau Haller, die hier wohnt.&#8220; Nichts dergleichen. Auch eine Betreuung existiert nicht, kein sozialmedizinischer Dienst, oder wie das heißt. Jetzt waren die Maler da, im Auftrag der Verwaltung, haben den Außenanstrich der Fenster bearbeitet. Sie sagen, sie werden es &#8222;dem Amt&#8220; mittteilen. Sagen sie. Dass die Wohnung jetzt mit Hausrat und Müll voll ist. Dabei ist die Wohnanlage äußerst gepflegt, und wer hier wohnt, kann eine &#8222;beneidenswerte Wohnumgebung&#8220; für sich selbst behaupten. Die Nachbarn geht das aber nichts an. Findet die Hausverwaltung nicht. Sie sagt, man kann für solche vereinsamten Menschen ganz bewusst &#8222;Patenschaften&#8220; übernehmen. Man kann sich &#8222;verantwortlich machen&#8220;.</p>
<p>Der Fall liegt anders, als bei anderen. Unlängst hat die Website <strong>mugshooting.de</strong> über <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/09/walter-r-bald-89/" target="_blank">Walter R. aus Neukölln</a> berichtet, der mit fast 89 Jahren &#8222;fit wie ein Turnschuh&#8220; ist, und das ist keine Übertreibung. Walter R. hat derlei Probleme nicht, nur dass seine Lebensgefährtin seit kurzem an Krücken laufen muss, beklagt er. Walter R. hat eine Vielzahl von persönlich hochgeschätzten, persönlichen Kontakten, steht voll im Leben und denkt gar nicht daran, sich einzuigeln, sich zurückzuziehen und wegzuschließen. Walter R. hat viele Lebensmittelpunkte, sogar mit fast 89 Jahren. Man kann die Hochachtung vor einem solchen Leben gar nicht angemessen ausdrücken. Am 30. September wird Udo Jürgens (Griechischer Wein) 75 Jahre alt, und <a title="externer Link" href="http://de.news.yahoo.com/2/20090908/tts-udo-juergens-haelt-sex-fuer-das-vorr-c1b2fc3.html" target="_blank">er spricht</a>: &#8222;Sex ist das Vorrecht der Jugend. Ich finde es geschmacklos, wenn ältere Menschen ihr Intimleben öffentlich ausbreiten.&#8220; Sagt der Frauenversteher Udo Jürgens. Gleichzeitig erklärt der frühere und jetzige Frauenschwarm zugleich in einem Anflug spiritueller Erhellung tiefe Dankbarkeit zu empfinden dafür, dass er bislang von totbringenden Krankheiten verschont wurde. Altersweisheit, auch (und gerade) von Udo Jürgens.</p>
<p><strong></strong></p>
<figure id="attachment_2089" aria-describedby="caption-attachment-2089" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><strong></strong><strong><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2089" title="Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo-244x300.jpg" alt="Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de" width="244" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo-244x300.jpg 244w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo.jpg 408w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /></a></strong><figcaption id="caption-attachment-2089" class="wp-caption-text">Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de</figcaption></figure>
<p>Der Aufruf zum &#8222;Methusalem-Kompott&#8220; zeigt erste Früchte. Anrufe laufen bei der Hausverwaltung ein. Verschiedene Menschen finden aus verschiedenen Gründen, da wäre es mal angebracht hinzuschauen. Wir schauen hin. Wir sagen, wir hätten gern eine briefliche Mitteilung, soviel Zeit muss sein. Der Brief ist elektronisch angekommen. Nun müssen wir den Text genauer lesen. Wer solch einen Brief schreibt, führt hoffentlich nur gutes im Schilde. Wenn der Brief Ernst zunehmen ist, was wir annehmen, dann hat er Konsequenzen. Unausweichliche Konsequenzen. Behörden müssen zutreffend informiert werden, aber auch Behörden wollen &#8222;einen Riecher&#8220; erst noch entwickeln, ob da tatsächlich Hilfebedürftigkeit vorliegt. Bei der Hausverwalterin bekommt die virtuelle Eigentümerakte eine &#8222;rote Einfärbung&#8220;. Die Farbe Rot signalisiert &#8222;Watch&#8220;, schau hin, die alte, gebrechliche Eigentümerin gerät unter Beobachtung. Die Hausverwalterin führt eine Vielzahl von weiteren Telefonaten, versucht Hintergrundinformationen zu bekommen. Denn sie kann auch nicht leichtfertig sein, und Menschen mit Behörden vernetzen, die dies vielleicht doch gar nicht benötigen. Das braucht seine Zeit. Es kommt jetzt nicht auf eine Woche an, aber nach zwei Wochen muss entschieden werden, ob wir etwas tun, oder ob wir es lassen. Ein persönlicher Eindruck von der Situation ist nicht schlecht.</p>
<p><strong>Schnitt. </strong>Die Szene wurde nie gesendet. Aber was die gesendete Szene angeht, so hat es uns ebenfalls das Wasser in die Augen getrieben. Angesichts solcher Szenen kann man einfach nicht gleichgültig sein.</p>
<p><strong>Der Sendung &#8222;24h Stunden&#8220; ist ein Experiment gelungen, und auch wenn das Leben streckenweise langweilig ist, wie gesendet, so war doch der Gesamteindruck, dass ein Blick in das Leben von Menschen in unserer Stadt nicht lang-, sondern kurzweilig ist. Nicht gesendet wurde, wie viele Aufrufe und Hinweise es von engagierten Menschen gibt, um das Leben von Hilfebedürftigen in unserer Stadt noch ein bisschen lebenswerter zu machen. Um bei dem Beispiel der krebskranken Frau im Hospiz zu bleiben: das derartiges sich niemals mehr wiederholen darf!</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.24hberlin.de/" target="_blank">24h Berlin &#8211; Website</a></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/09/walter-r-bald-89/" target="_blank">mugshooting.de: Walter R. aus Neukölln (88) wohnte schon immer hier</a></p>
<p><a title="externer Link" href="../2009/06/das-methusalem-kompott/" target="_blank">gesichtspunkte.de &#8211; Das Methusalem Kompott</a></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/methusalem" target="_blank">gotthal.de &#8211; Kampagne “Methusalem Kompott”</a></p>
<p><a title="externer Link" href="../?s=methusalem" target="_blank">gesichtspunkte.de &#8211; Fundstellen zum “Methusalem Kompott”</a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>85-09 &#8211; Die Bandbreite zwischen 52.000,- und 303.000,- EUR im Ermessen von Wohnungseigentümern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 00:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Instandhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Modernisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Report: Das Leben der Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Versammlung hatte heute vieles vor. Allein die Vorbereitungen zu einer gut vorbereiteten Versammlung zogen sich mehr hin, als zu erwarten war. Es ging um ein paar Gretchenfragen. Die Verwaltung hat vor 10 Jahren gewechselt, zu uns. Seinerzeit war eine -sagen wir- zerrüttete, unprofessionelle Verwaltung durch den teilenden (Mehrheits-)Eigentümer abgelöst worden. Der teilende Eigentümer hatte ... <a title="85-09 &#8211; Die Bandbreite zwischen 52.000,- und 303.000,- EUR im Ermessen von Wohnungseigentümern" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/in-kreuzberg-bandbreiten/" aria-label="Mehr Informationen über 85-09 &#8211; Die Bandbreite zwischen 52.000,- und 303.000,- EUR im Ermessen von Wohnungseigentümern">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="Das Leben der anderen..." width="153" height="153" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px" /></p>
<p>Die Versammlung hatte heute vieles vor. Allein die Vorbereitungen zu einer gut vorbereiteten Versammlung zogen sich mehr hin, als zu erwarten war. Es ging um ein paar Gretchenfragen. Die Verwaltung hat vor 10 Jahren gewechselt, zu uns. Seinerzeit war eine -sagen wir- zerrüttete, unprofessionelle Verwaltung durch den teilenden (Mehrheits-)Eigentümer abgelöst worden. Der teilende Eigentümer hatte seine Mehrheit schon verloren, das erleichterte den Wechsel erheblich. Gut ist: Mit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes wurde auch dieser Missstand beseitigt. Teilende Eigentümer dürfen eine ihren Interessen sehr genehme, eventuell personengleiche Verwaltung nicht mehr für fünf Jahre einsetzen. Der erste Verwalter, vom teilenden Eigentümer in der Teilungserklärung eingesetzt, darf nur noch auf die Dauer von (ersten) drei Amtsjahren eingesetzt werden. Das war damals noch nicht so.</p>
<p><span id="more-2319"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>*<span style="color: #ff0000;">*</span>*</strong></p>
<p>Es folgten Jahre der kaufmännischen Neuorientierung. Das Objekt musste erst wieder &#8218;in Schuss&#8216; gebracht werden. Mit allem, was dazu gehört. Heute ist die WEG in Schuss. Und im Unterschied zu früher hat sie -über einen nachvollziehbaren Zeitraum von jetzt zehn Jahren- einiges bewerkstelligt. Jedes Jahr wurden konsequent Instandhaltungsmaßnahmen vorangetrieben. Die (neue) Verwalterin teilte sich den Sachverstand von vornherein mit Miteigentümern der Anlage auf, die in &#8217;nützlichen Berufsgruppen&#8216; tätig sind: Darunter auch Architekten. Die Dachgeschoss-Ausbauten waren fertiggestellt. Sie wurden auch gewährleistungstechnisch in die Obhut der WEG überbürdet. Denn mit der Abnahme fließen auch die Dachinstandsetzungsmaßnahmen einer Ausbaumaßnahme in die Zuständigkeit der WEG hinüber. Es ist &#8218;zwingendes Gemeinschaftseigentum&#8216;, auch sogar, wenn beispielsweise aus einer &#8218;ollen Flachdachfläche&#8216; eine begrünte Grasdachfläche wird. Heute erzählt einer der damaligen Ausbauer noch mit witzigem Unterton davon, dass Herr Caldoni (* Name geändert), der italienische Mieter aus dem Seitenflügel, die Bauarbeiten seinerzeit immer behindert habe. Er sei &#8218;1,50 groß, 1,50 m breit und von vorn (Bauch) bis hinten (Rücken) gemessen, messe er ebenfalls 1,50 m&#8216;. Das können wir uns bildlich vorstellen. Morgens um 09 Uhr haben die Bauarbeiten am Dach angefangen, und nun war das Dach offen, und während die Bauarbeiter schwitzen, kommt der &#8218;italienische Stier&#8216; Herr Caldoni, in Schlafanzugshosen, aufs Dach gestapft. Voll emotionaler Anteilnahme schimpft er darüber, dass es so nun wirklich nicht ginge. Das Kabel seiner privaten Satellitenschüssel, die illegal über Dach geführt ist, wurde von den Bauarbeitern abgetrennt. Die ausbauenden Dachgeschoss-Neueigentümer lenken ein und sagen zu Herrn Caldoni, er solle sich beruhigen. Sie empfehlen ihm, wieder ins Bett zu gehen. Mittlerweile ist es 10:30 Uhr morgens. Ja, das sind Erinnerungen.</p>
<p>Heute ist die WEG eine solche, die praktische Bestandsverwaltung betreibt, und die funktioniert auch recht gut. Herr Hägers (* Name geändert) hat in seiner Hofremise an einen multikulturellen, südamerikanischen Kulturverein vermietet und sagt irgendwann während der Versammlung, das Wohngeld soll nun endlich, wie versprochen, massiv abgesenkt werden. Die anderen widersprechen ihm.</p>
<p>Zu viele noch unerledigte Punkte stehen noch unerledigt auf der Agenda der &#8218;demnächst erforderlichen Schritte&#8216;: Eine Strangsanierung ist mit ca. 28.000,- EUR kalkuliert worden. Verschoben. Und gerade eben hat die WEG nach ausführlicher Beratung beschlossen, die Fassade des Vorderhauses straßenseitig instandzusetzen. Die Bandbreite denkbarer Entscheidungsmöglichkeiten ist weit gefächert und eine solche Tragweite hat auch Auswirkungen auf die Teilnahme an der Versammlung. Es kommen sehr viele Eigentümer heute Abend. Nein, die Bandbreite ist wirklich erschreckend. Für die Fassade, Einfachverputz mit malermäßigem Anstrich, sind vom Architekten 52.000,- EUR angesetzt worden . Daneben gibt es die Überlegung, die Fassade, die massive Kriegsschäden (nach 1945) hatte, historisch korrekt nachzubauen nach alten Plänen. Stuck soll (wieder) ran. Eine Miteigentümerin hat ein Schwarzweiß-Foto einer historisch absolut vergleichbaren Fassade mitgebracht. Es ist aber ein anderes Haus, das nur sehr ähnlich gestrickt ist. Der Architekt hat einen &#8218;imitierten Stuck&#8216; aus Fertigelementen, die man heutzutage kaufen kann, vorgeschlagen. Die Elemente sind aus Styrodur, und einige sagen nun, das sei die &#8218;Plastiklösung&#8216;. Statt geschätzten 11.000,- EUR mehr für eine derartige &#8218;Plastiklösung&#8216; solle doch bitte der Architekt sagen, was eine richtige Lösung koste? Aber was ist eine richtige Lösung? Die Antwort: &#8218;richtiger Stuck&#8216;, ganz so wie früher. Gut, aber bei richtigem Stuck muss auch, im Unterschied zur &#8218;Plastiklösung&#8216; eine ordnungsgemäße, zusätzliche Verblechung der Stuckelemente erfolgen. Das kostet extra. Es wabern noch 20.000,- und 30.000 EUR durch den Raum, aber diese Zahlen sind insgesamt unüberprüft. Wir sind erst bei 52.000,- EUR (einfache Variante), dann rechnen wir geschätzte Mehrkosten von 11.000,- EUR für einen einfachen Stuck aus &#8218;Plastikvariante&#8216; hinzu, und nun kommt die WEG überein, es solle eine &#8218;Gestaltungskommission&#8216; beauftragt werden. Diese dürfe -aufgerundet- 15.000,- EUR für solche Art &#8218;Kunst am Bau&#8216; begründeter weise freigeben. Das findet schließlich die Mehrheit.</p>
<p>Doch bis dahin ist der Weg steinig. Schon runden einige gedanklich auf 70.000,- EUR auf, aber nun wird klar, dass diese Summe nicht insgesamt zur Verfügung steht, ohne eine extra Sonderumlage bilden zu wollen. Das missfällt den anderen, und auch der Remisenvermieter Herr Hägers hatte ja schon gesagt, er könne sein Geld schließlich viel besser verwalten, als irgendeine &#8218;tumbe&#8216; Hausverwaltung. Die Hausverwaltung sagt, wie zur Entschuldigung, in den letzten zehn Jahren sei das Geld aber nicht so schlecht verwaltet worden. Allgemeine Zustimmung. Ein dicker Hammer ist die weitergehende Frage nach Effekten, Wirkungen und Varianten von kompletten Wärmedämm-Maßnahmen. In dieser ausführlichsten aller denkbaren Varianten redet die Gemeinschaft nicht mehr über 70.000,-. Hier geht es nun um 303.000,- EUR und auch wenn man die 70.000,- EUR abziehe, die man ohnehin benötige, sei das ein ganz dicker Stiefel. Die Verwalterin berichtet eingehend von Recherchen über die Behäbigkeit der deutschen Förderungskultur. Und noch heute -ohne Spaß- hören wir im Radio, Minister zu Gutenberg fordere wegen der Ausnahmesituation im deutschen Kreditgewerbe, die Kreditanstalt wenigstens vorübergehend vom &#8218;Geschäftsbankenmodell&#8216; zu befreien. Das bedeutet, dass die KfW nun die Kredite direkt ausreichen soll, und dies nicht wie bisher stets über Geschäftsbanken forcieren möchte. Das wiederum ist so eklatant deckungsgleich mit Vorstellungen der Website <strong>gesichtspunkte.de</strong>, dass einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft.</p>
<p>Am 10. Juni 2009 hatte die Website der regelrechten Finanzierungsverweigerung des deutschen Kreditgewerbes <a title="externer link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/06/stimme-der-kritik-2/" target="_self">einen ersten ausführlicheren Artikel</a> gewidmet.</p>
<p>Die Sache mit den 303.000,- EUR läuft insgesamt nicht. Erstens ist sie unfinanzierbar, obwohl die gebäudeenergetische Bilanz des Hauses -trotz dicker Mauern von 45 cm Stärke- hundsmiserabel ist. Denn aus eigenem Geld kann die WEG das nicht leisten. Und Kredite wird sie aller Voraussicht nach nicht erhalten, WEGs sind unfinanzierbar.</p>
<p>Die Versammlung war insgesamt eine Reise durch Länder von 1.000 verschiedenen Möglichkeiten. Deren grundsätzliche Klärung war unendlich aufwendig und vielschichtig. Einiges davon wurde hier angesprochen. Vieles davon nicht. Fest steht jetzt aber: Die WEG wird ihre Fassade instandsetzen, aber nur zu ca. 30% einer ursprünglichen (Gesamt)Fassadenfläche. Sie wird nicht, wie vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht, eine Wärmedämm-Maßnahme durchführen. Sie hat wegen der Unfinanzierbarkeit der Maßnahme durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau keine Lust, sich mit Sonderumlage in gleicher Höhe auseinander zu setzen. Hinzu kommt ein unverputzter Giebel, der eine Sollbruchstelle des Wärmeabflusses darstellt und der zu allem Überfluss zu einem Nachbarn hin zeigt. Es droht eine Überbauung des nachbarschaftlichen Grundstücks. Mit welchen Schwierigkeiten dabei (allein) zu rechnen ist, haben <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de" target="_self">gesichtspunkte.de</a> und <a title="externer link" href="http://gotthal.de" target="_blank">gotthal.de</a> u.a. <a title="interner link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/01/enev/" target="_self">hier</a> und <a title="interner link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/10/bruno/" target="_self">dort</a> und <a title="interner link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/02/petitionsausschuss/" target="_self">da</a> und <a title="externer link" href="http://www.gotthal.de/infoformationsflut" target="_blank">dort</a> (hier: Stellungnahme des Petitionsausschusses Land Berlin vom 25.02.09 und auch -weiter unten- Stellungnahme Petitionsausschuss Deutscher Bundestag vom 04.06.08) sehr deutlich dokumentiert.</p>
<p>Eine Eigentümerin, die mittlerweile in Kiel Wohnsitz genommen hat, bedankt sich bei der Verwaltung. Sie fühlt sich durch die Art, wie die Wissens- und Informationsvermittlung durch das Büro Gotthal erfolge, gerade auch Außerhäusige, äußerst gut informiert und dafür wolle sie sich einfach mal bedanken. Die Verwalterin nimmt es aufmerksam entgegen und freut sich über wohlmeinende Anerkennung. Diese Versammlung war essentiell und hat Entscheidungen von großer Tragweite getroffen.</p>
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		<title>40-09 &#8211; Geschichte in Augenblicken: Das &#8218;Aufmüpfen oller Kabachen&#8216; im Wandel der Zeiten&#8230;</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/geschichte-in-augenblicken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 10:35:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Beruf Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ist im Zeitfenster von 1980 bis 2009 starken Veränderungen unterworfen. Wie man gesellschaftlich angesehen wird, ob als Polizist oder als Wohnungswirtschaftler, hängt 1980 von ganz anderen Faktoren ab wie 2009. Die Gesellschaft ist 2009 längst nicht mehr so politisch eingestellt. Auf gesichtspunkte.de erfolgt eine texlich straffe Zusammenfassung des Wandels...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-260 alignnone" title="Historie" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconhistorie_100x22.jpg" alt="Historie" width="100" height="22" /></p>
<p><object width="445" height="364" data="http://www.youtube.com/v/swOER1BOTjw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/swOER1BOTjw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object> </p>
<p>Wir schreiben das <strong>Jahr 1980</strong> und ein Auszubildender beginnt seine berufliche Zukunft als <img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-42 alignnone" title="externer hyperlink" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/extern.gif" alt="externer hyperlink" width="15" height="11" /><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/kaufmann" target="_blank">Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft</a>. Die Auszubildenden der <img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-42 alignnone" title="externer hyperlink" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/extern.gif" alt="externer hyperlink" width="15" height="11" /><a title="extern" href="http://degewo.de" target="_blank">Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues, kurz DEGEWO</a>, waren schon anfänglich in erste Untergruppierungen von Jugendlichen verstrickt. Es gab die ersten Popper, eine Spezies, die inzwischen ausgestorben ist. Schicken Seitenscheitel, eine Möhren-, nein Karottenhose, schwarze Lackschuhe mit Schleifchen drauf. Gott bewahre. Wohnungswirtschaftler waren allerdings nicht Punks, denn das hätte nicht zusammen gepasst. Die Eltern nicht weniger Heranwachsender auf der Suche nach beruflichem Profil empfehlen uns: &#8218;Geh doch zur Polizei, das ist sicher, und die suchen noch Nachwuchs.&#8216; Gut, pro forma mal einen Einstellungstest und dann noch Hotelkaufmann. Ein ganz schwieriges Unterfangen. In ganz Berlin(West, anno 1980) bilden sie zwei Hotelkaufleute aus. Das Steglitz International hat gerade eröffnet und der Personalchef will sich noch nicht zur Frage äußern, ob denn auch Auszubildende eingestellt werden. Das Arbeitsamt, Referat Lehrstellensuchen, am Ernst-Reuter-Platz empfiehlt kaufmännisch Interessierten: Mach doch Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft! Was? Diesen Beruf gibt es? Und -schwupps- schon eingestellt. Die Idee hört sich bestechend an: &#8218;Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin bauen und bewirtschaften öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau für die breiten Schichten der Bevölkerung.&#8216; Das hat so was von Sozialarbeit, gemeinnützigem Beruf und edler Tätigkeit.</p>
<p><strong>22. September 1981</strong> &#8211; Potsdamer Str., Schöneberg: Der aus Westdeutschland eingereiste Hausbesetzer <img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-42 alignnone" title="externer hyperlink" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/extern.gif" alt="externer hyperlink" width="15" height="11" /><a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-J%C3%BCrgen_Rattay" target="_blank">Klaus-Jürgen Rattay</a> gerät unter tragischen Umständen unter die Räder eines Linienbusses der BVG und wird zu Tode geschleift.</p>
<p><span id="more-1908"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>*<span style="color: #ff0000;">*</span>*</strong></p>
<figure id="attachment_1915" aria-describedby="caption-attachment-1915" style="width: 140px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/konzigwenzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-1915" title="Konzigwenzen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/konzigwenzen-150x150.jpg" alt="Konzigwenzen" width="150" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-1915" class="wp-caption-text">Konzigwenzen</figcaption></figure>
<p>Daraufhin brechen erhebliche Unruhen aus und entlang der Potsdamer Str. in Berlin-Schöneberg geht eine Vielzahl von Scheiben zu Bruch. Der wohnungswirtschaftliche Azubi läuft die Potsdamer Str. entlang, von dem Bürogebäude der DEGEWO herunter die Potsdamer Str. bis zum Kleistpark. Alles zu Bruch gegangen. Es war wohl die richtige Entscheidung, niemals bei der Polizei anzufangen. Polizisten sind in diesen heiklen Berliner Tagen ganz arme Schweine. Sie sind die Prügelknaben für das, was der Berliner Senat in puncto Städteplanung und Bau- und Wohnungswesen so angestellt hat. Nachdem etliche leerstehende Häuser in den Westbezirken besetzt wurden, wendet sich das Blatt langsam, ganz langsam. Die Besetzer bekommen Ohren geliehen. Man hört ihnen zu. Währenddessen lernt der Azubi im größten Stadterneuerungsgebiet von West-Berlin, im Sanierungsgebiet an der Brunnenstr. in Wedding, wie man Umzugswillige aus &#8218;Altbaukabachen&#8216; entmietet mit Telefongeld, Gardinengeld und Anspruch auf Neubauwohnung, denn &#8218;wir <strong>müpfen olle Kabachen auf</strong>&#8218; (Ausbildungsleiter Hans-Joachim Hinkelmann, DEGEWO, im innerbetrieblichen Unterricht).</p>
<p>Polizisten und Auszubildende in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft geraten unter politisch links Eingestellten nahezu in eine ähnliche Ecke: Die machen einen Beruf, der politisch nicht okay ist. Wer hätte diese Nähe zwischen beiden Berufen vermutet? Gleichwohl: Der Auszubildende bekommt stets zwei Seiten dieser beruflichen Medaille zu spüren. Die eine ist pure Ablehnung, denn dieser Beruf unterstützt ja dieses System. Die andere Seite ist die von möglicher Bevorzugung: Der Azubi lernt recht früh, auf Fragen nach seinem Beruf stets ausweichend zu antworten. Die praktisch automatische Folgefrage nach richtiger Antwort zum eigenen Beruf lautet: &#8218;Ey, hast Du mal ne Wohnung für mich/den/die/Mutter/Tante/Onkel&#8230;usw&#8230;&#8216; &#8211; Nein, man hat nicht automatisch eine Wohnung.</p>
<p><strong>August 1984 &#8211; Moritzplatz, Kreuzberg</strong>: Die Internationale Bauausstellung wird in Berlin veranstaltet. Inzwischen gibt es etliche Fördertöpfe, aus denen begleitende Events bezahlt werden. Ein großes Rockkonzert findet statt. Die im Rahmen der IBA gebauten Wohnanlagen werden später, 2005, 2006 schon, erneut auf dem Prüfstand stehen, einige sollen sogar wieder abgerissen werden, doch das ist eine andere Geschichte.</p>
<p><strong>September 1988</strong>: Der inzwischen beruflich fest im Sattel sitzende, ehemalige Auszubildende fährt durch die Straßen von Ost-Berlin. Die Kontakte nach drüben sind niemals abgerissen, es gibt familientechnische Bande nach drüben. Inzwischen schleicht sich eine erwachsene Sicht der Dinge ein, und der ständige Systemvergleich zwischen hüben und drüben zeitigt erste unternehmerische Auswüchse. Dieses Dingsbums namens KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung), das ist ja irgendwie ein Unsinn. Man sieht das ja, dass das nicht funktioniert. Es ist ein unerhörter Instandhaltungsstau im kommunalen Wohnungsbestand der DDR sichtbar. Die eigenen (westdeutschen) Gedanken kreisen um die Frage, ob nicht die DDR-Bürger tatsächlich bereit wären, ein angemessenes Mehr an Miete zu entrichten, wenn dafür im Gegenzug die Wohnungen besser würden. Wie viel Gutes kann allein schon etwas Fassadenfarbe  tun? Eines Tages, da werde ich das den Systemoberen vorschlagen&#8230;.</p>
<p><strong>November 1989</strong>: Die DDR bricht über Nacht weg, weil sich Günter Schabowski verplappert. Die Mauer wird durchlässig und fällt schließlich ganz weg. Irgendwelche Dummköpfe ärgern sich jetzt darüber, dass bei Aldi die Ossis alles wegkaufen. Das ärgert uns, denn wir freuen uns über die deutsch-deutsche Vereinigung. Wir haben alle geweint vor Freude und werden das nie vergessen. Dummköpfe, die&#8230;.</p>
<p>Die vorübergehende Wohnungsbauministerin Christa Luft (SED, PDS) sammelt Ideen zur Auflösung der immobileren Probleme. Sie bekommt auch ein Schreiben des ehemaligen Auszubildenden, in dem dieser die künftige privatwirtschaftliche Verwaltung von Mehrfamilienhausanlagen nach renditeorientierten Gesichtspunkten vorschlägt. Dass es dazu später kommt, ist nicht überraschend.</p>
<p><strong>1994/5</strong> bricht der Hype um den Berliner Immobilienmarkt in sich zusammen. Man kann sagen, dass die &#8218;Wendegewinnler&#8216; jetzt auf alles Hypotheken aufgenommen haben und die fällig werdenden Kreditzinsen brechen nicht wenigen schon bald wirtschaftlich das Genick.  Das ist eine &#8218;Immobilienblase&#8216; gewesen, wie später noch die &#8218;Internetblasen&#8216; aufkommen und in der Folgezeit dann zerplatzen sollen.</p>
<p><strong>2009, zurück in die Gegenwart</strong>: Aus den ehemaligen Hausbesetzern sind Mieter, Hausbesitzer oder Wohnungseigentümer geworden. Man steht gesellig beisammen: &#8218;Und, was machst Du so?&#8216; &#8218;Ich verwalte Häuser!&#8216; &#8211; Die automatische Frage: &#8218;Ey, hast Du mal&#8230;..&#8216; unterbleibt. &#8218;Ach so, Makler!&#8216; &#8211; Ich: &#8218;Nein, Makler ist was ganz anderes!&#8216; Wieso? Was ist denn der Unterschied? &#8211; Makler sind gut angezogene Leute, die anderen Wohnungen, Häuser oder ganz einfach irgendwelche Immobilien anbieten, damit sie sie mieten oder kaufen! Dafür erhalten sie im Erfolgsfall eine Courtage, eine Maklerprovision. Früher waren Makler welche, die braungebrannt sind und mit Sportwagen herumfahren (zulässige Verallgemeinerung). Heute sind Makler welche, die aussehen wie du und ich, und nur selten so richtig erfolgreich Abschlüsse vorweisen können. Die Immobilienszene ist schwieriger geworden. Der Makler kommt, der Makler geht. Der Hausverwalter bleibt, jedenfalls, wenn er seine Arbeit ordentlich macht. Er muss auch nicht Sportwagen fahren und Goldkettchen tragen (wieder zulässige Verallgemeinerung, ich weiß, jeder ist anders), sondern er kann sich wetterbewusst robust kleiden. Mit festem Schuhwerk, denn er muss auch mal aufs Dach. Der Mietwohnungen verwaltende Makler muss heutzutage schon werben: Ja, ich bin Verwalter, und ich kann Dir übrigens auch tolle Wohnungen anbieten, Interesse? Kein Problem: Du bekommst ein Fahrrad, wenn Du mietest (genannt: inzentive Vermietung). Der Beruf ist inzwischen einigermaßen (besser) angesehen. Die politischen Beweggründe sind irgendwann verflogen. Heute dürfen Menschen sogar Polizisten sein! Dazu beigetragen hat Extrabreit mit dem Hit &#8218;Polizisten&#8216; und die verflossene Zeit. Der Wohnungsverwalter ist heutzutage ein moderner Büromensch, einer guten Organisation gegenüber aufgeschlossen.  Und auf Dauer trennt sich &#8218;die Spreu vom Weizen&#8216;.</p>
<p><strong>Die Geschichte ließe sich noch länger fortsetzen, aber dann überstiege die gerade noch zu akzeptierende Textmenge dieses Beitrages die Erwartungen ermüdender Leser. Fest steht aber eins: Das Ansehen des Berufs hat sich stark verändert</strong>.</p>
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