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	<title>Stadtentwicklung &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Stadtentwicklung &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>2103-19 &#8211; #Positionen Wenn der Milieuschutz klingelt &#8211; Und was Bewohner über diese Information sagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 17:03:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man lebt so rein im persönlichen Milieuschutz und hat schon eine Weile sehr gelitten. An der ganzen Gegend. An der Situation. An dem speziellen Haus. Man hofft, dass sich da mal was dreht: Dass die Vermieter unter den Eigentümern ihre Wohnung mal an bessere Mieter vermieten. Die alten Mieter sind schließlich gebrauchte und das freundliche ... <a title="2103-19 &#8211; #Positionen Wenn der Milieuschutz klingelt &#8211; Und was Bewohner über diese Information sagen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/3252-19-positionen-wenn-der-milieuschutz-klingelt-und-was-bewohner-ueber-diese-information-sagen/" aria-label="Mehr Informationen über 2103-19 &#8211; #Positionen Wenn der Milieuschutz klingelt &#8211; Und was Bewohner über diese Information sagen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18685" aria-describedby="caption-attachment-18685" style="width: 115px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-18685" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Icon_Positionen.png" alt="Icon #Positionen" width="125" height="30" /><figcaption id="caption-attachment-18685" class="wp-caption-text">Icon #Positionen</figcaption></figure>
<figure id="attachment_18692" aria-describedby="caption-attachment-18692" style="width: 840px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-18692" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Milieu_Banner.png" alt="Kinder der Straße (Heinrich Zille, 1923, Titelblatt der Ausgabe, nachbearbeitet) #Milljöh #Milieu" width="850" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Milieu_Banner.png 850w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Milieu_Banner-650x344.png 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Milieu_Banner-768x407.png 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-18692" class="wp-caption-text">Kinder der Straße (Heinrich Zille, 1923, Titelblatt der Ausgabe, nachbearbeitet) #Milljöh #Milieu</figcaption></figure>
<blockquote><p>Man lebt so rein im persönlichen Milieuschutz und hat schon eine Weile sehr gelitten. An der ganzen Gegend. An der Situation. An dem speziellen Haus. Man hofft, dass sich da mal was dreht: Dass die Vermieter unter den Eigentümern ihre Wohnung mal an bessere Mieter vermieten. Die alten Mieter sind schließlich gebrauchte und das freundliche Verhältnis hat sich durch deren schlechtes Benehmen deutlich abgenutzt.</p></blockquote>
<p>Jetzt vorläufiger Milieuschutz, DAS Instrument gegen Vertreibung von Mietern. Mieter, die aus ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten zugezogen waren. In manchen Häusern und Gegenden sind Häuser wie Waffen. Man kann Menschen mit Wohnungen erschlagen, wussten früher kluge Leute. Anders herum: Damit alles so bleibt, wie es schon immer war. Wären in einem Hause im Milieuschutzgebiet schlechte Mieter angestammt, Menschen, die einer Gegend nicht gut tun, manifestierte sich durch Milieuschutz und ein Verbot von Mieterhöhungen (Mietendeckel) deren Angestammtheit.</p>
<p><span id="more-18693"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier sind wir beim vielbeschriebenen Milljöh des Berliners Heinrich Zille, dessen Milieukenntnis und Beschreibung in Fotos und Zeichnungen drastisch nachgewirkt hat und beispielgebend illustrierte, warum moderne Stadtplaner übereinkamen, ganze Kiezen nach Kahlschlagsanierung (negativ) in behutsame Stadterneuerung (besser) zu überführen. Für diesen Ausgleich haben im Westen Berlins die Hausbesetzer gesorgt Anfang der Achtziger Jahre. So wurde aus behutsamer bedeutsame Stadtsanierung. Nun kamen monetäre Kalmücken, kauften für Ein-EURO-Beträge die Wohnungen des Berliner Senats raus. Dass dieser Basisschutz der Berliner Bevölkerung wegfiel, lässt Mängel bei der Bedarfsdeckung auf die übrigen Immobilienbestand hinüberschwappen. Die ganze Strukturkrise eines unausgeglichenen Wohnungsmarkts hat der Berliner Senat selbst verzapft. Leider. Ich schreibe nichts zum Ideallösungsersatz: Ich habe keinen und rede nicht einfach daher, indem ich nur einfach ein paar Sätze schreibe.</p>
<p>Simone Müller-Piepenbrink (Name geändert) aus Spandau fasst die Benachrichtigung des Bezirksamts Spandau so auf (aus einer Email):</p>
<blockquote><p>Kurz zusammengefasst: Wir wollen keine potenten, gebildeten Mieter und Eigentümer in Spandau haben und auf gar keinen Fall Spandau aufwerten. Interessant. Und habe ich das richtig verstanden, dämmen dürfen wir auch nicht, weil dann die Miete teurer wird? Das ist super, sparen wir eine Menge Geld.</p></blockquote>
<p>Müller-Piepenbrink sagt es lakonisch und zusammengefasst. Es steckt Wahrheit drin.</p>
<p>Ob Angela Merkel Wärmedämmmaßnahmen, die gezielt nicht durchgeführt werden können, gut fände, angesichts Kyoto stand bei Redaktionsschluss noch nicht abschließend fest. Milieuschutz ist Ländersache: Inzwischen wird schon an der Idee geschraubt, in Berlin auch Gewerbemieten einzufrieren. Dieser Weg wird auch kein leichter sein. Fachleute drücken die Sache momentan so aus:</p>
<p>Die Lage ist extrem unübersichtlich und könnte weite Teile der investitionsfreudigen Immobilienbranche erheblich verunsichern. So weit ist es jetzt schon.</p>
<p>Die Liste der lustigsten Fragen eines sozialen Netzwerks wird angeführt von Facebook, wo ein Algorithmus (anderes Wort für Alcopop?) bereits insinuiert und wer weiß schon die Antwort?</p>
<p>Screenshot</p>
<figure id="attachment_18695" aria-describedby="caption-attachment-18695" style="width: 840px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-18695" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet.jpg" alt="Ist das eine Immobilie? #Landgericht #Berlin #Facebook" width="850" height="233" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet.jpg 1488w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet-650x178.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet-768x211.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0892-Bearbeitet-850x233.jpg 850w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a><figcaption id="caption-attachment-18695" class="wp-caption-text">Ist das eine Immobilie? #Landgericht #Berlin #Facebook (Für größere Ansicht aufs Bild klicken.)</figcaption></figure>
<p>Dahinter steckt bestimmt Tetsche (Der Stern), dessen Bauernweisheit lautete: Schon mit einer Immobilie nährt der Makler die Familie. Und ein Land- als Leibgericht bietet sich da an. In Berlin lautet die sicher verbriefte, richtige Antwort auf diese Frage allerdings: Das schon, aber nicht für Dich!</p>
<p>Bämm. Fertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 06:59:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob in Berlin, Paris oder London &#8211; überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren umgepflügt. &#8222;Gentrification&#8220; nennen Soziologen diese Aufwertung. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, denn steigende, oft unbezahlbare Mieten sind die Folge, und ein Stück originärer, lebendiger Stadtteilkultur geht verloren. Die Dokumentation &#8222;Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt&#8220; zeigt, wie ... <a title="950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/129211/" aria-label="Mehr Informationen über 950-11 &#8211; Berlin &#038; all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6390" aria-describedby="caption-attachment-6390" style="width: 260px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6390 " title="Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung.jpg" alt="Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost" width="270" height="689" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung-117x300.jpg 117w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/Berliner.Morgenpost_frueher.Tot_.Zeitung-401x1024.jpg 401w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption id="caption-attachment-6390" class="wp-caption-text">Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ob in Berlin, Paris oder London &#8211; überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren umgepflügt. &#8222;Gentrification&#8220; nennen Soziologen diese Aufwertung. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, denn steigende, oft unbezahlbare Mieten sind die Folge, und ein Stück originärer, lebendiger Stadtteilkultur geht verloren. Die Dokumentation &#8222;Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt&#8220; zeigt, wie sich Künstler gegen diese Prozesse wehren. Denn sie sind die Pioniere, die Viertel mit günstigen Mieten entdecken und ihnen ein besonderes Flair geben &#8211; bis die ersten Investoren kommen. (Klappentext zum Film)</p></blockquote>
<p><strong>Wer früher stirbt, ist länger tot, das ist bekannt</strong>. Aber stirbt die Stadt, und findet ihre Seele keine Ruhe? Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsplanung, Ghettoisierung, über derlei Gesichtspunkte haben wir hier schon ausführlich berichtet. Ein Begriff fiel indes noch nicht: Gentrifizierung, auf immobilien-kauderwelsch: Gentrification. Es geht um die Veränderung der Stadt infolge professioneller, aber gewissenloser und reißbrettartiger Immobilien- und Standortentwicklung. Ökonomisch geprägtes Immobilien-Development. Die Investoren kommen aus aller Herren Länder und ihr Einsatzort ist ihnen ziemlich egal. Motiv ist der Prozentsatz der zu erwartenden Rendite, die Immobilien-Consultants rechnen Zahlenprognosen schön. Auch der deutsche Immobilien-Tycoon Schneider machte das. Bis das Traum- und Schaumgebäude in den Mädler-Passagen in Leipzig zusammenbrach, die Handschellen klickten. <strong>Die überwiegende Anzahl der anderen, weiteren Immobilienfritzen ist schlauer</strong>.</p>
<p><span id="more-9951"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p> <em>[iframe_youtube video=&#8220;bb5NhxwKAH8&#8243;]</em><br />
<span style="color: #888888;"><em>Kultur oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt  (via Youtube)</em> </span></p>
<blockquote><p>Der gezeigte Beitrag auf arte begleitet u.a. Prof. <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_H%C3%A4u%C3%9Fermann" target="_blank">Hartmut Häußermann</a>, der inzwischen am Prenzlauer Berg wohnt. Häussermann ist eine bekannte Persönlichkeit aus der Universitäten- und  Stadtentwicklungsforschung. Prenzlauer Berg, so Häußermann, ist inzwischen immer weniger ein &#8222;Szeneviertel&#8220;, genau: die Szene kann sich diesen Standort nicht mehr leisten. Dafür steht jetzt Neukölln auf der watchlist. Die Agentur coopolis bearbeitet und schafft &#8222;Anti-Gentrifizierungs-Signale&#8220;, vermittelt Mietverträge für Künstler und nadelt die Stadtteilkarte mit bunten Glaskopf-Nadeln ab, um den Stand ihrer Bemühungen zu dokumentieren. Von Berlin-Mitte nach Neukölln zog auch Gaulliaume, der sich die Miete in Mitte nicht mehr leisten konnte.</p></blockquote>
<p><strong>Im Hintergrund stehen Blasen</strong>, wie die Austragung internationaler Festivitäten, wie beispielsweise eine Olympia-Entscheidung für London. Im Vergleich mit anderen europäischen Städten hat Berlin Sparschweincharakter, es zählt das Gesetz der Portokasse. Europäer und Weltbürger aus anderen Kontinenten legen in Berlin gern Geld an und es nicht so viel wie in München, Stuttgart, Frankfurt/Main. Vor allem nicht wie in London, Paris oder St. Petersburg. <strong>Sie erwerben Immobilien aus der Portokasse</strong>.</p>
<p><strong>Diese Art von Aufkäufertum</strong> geht zu Lasten der Substanz. Die Investoren möchten ihre Investitionen gern versilbern. Angestammte Stadtstrukturen werden aufgelöst, Mietverträge gekündigt, Mieter bzw. Bewohner vertrieben. Diese ziehen dorthin, wo sie es sich gerade  noch leisten können zu leben. Neukölln ist gerade das Zielobjekt von Investoren. Bildete es noch zehn Jahren eine Art Schlußlicht im ehemaligen Westen Berlins und verkarstete zu einer &#8222;No Go-Area&#8220;, haben die Investoren nun den besonderen Reiz des Authentischen gerade in Neukölln gefunden. Was bleibt Ihnen auch übrig? <strong>Andere Bezirke sind längst abgegrast</strong>.</p>
<p><strong>Gewissenlos</strong>, von Zahlen geleitet und ohne Empathie in die &#8222;gewachsenen Strukturen&#8220;: Selbst in Berlin-Zehlendorf tut sich inzwischen unheimlich viel. Den Anfang bildete die städebaulich relativ unvernündig dimensionierte &#8222;Zehlendorfer Welle&#8220; an der Clayallee, für die es keinen Bedarf gibt. Oder eben gerade doch: der kleine Laden an der Ecke stirbt und die Gewerbeflächen am U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte (&#8222;Ladenzeile&#8220;) werden immer schwieriger vermietbar. Dafür kommen &#8222;DM&#8220; (Drogerie), Saturn (Elektrogroß-Fachhandel) und solche &#8222;Filialisten&#8220;. Die inzwischen siebenundzwanzigste Apotheke, die in der Zehlendorfer Welle angestammt werden sollte, musste einen Millionenbetrag &#8222;Standort-Abstand&#8220; mitbringen: um in eine solche Perle der Hochkultur einziehen zu dürfen, müssen die Mieter, nicht die Vermieter, <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Incentive" target="_blank">incentiv</a> sein. <strong>Niemand braucht noch eine weitere Apotheke dort</strong>.</p>
<blockquote><p>Erst wird die Hausordnung durcheinandergewirbelt und für gescheitert erklärt. Dann die ganze Stadtordnung. Am Ende steht kein Stein mehr so richtig auf dem anderen, neue Menschen ziehen ein und mit ihnen Hoffnungen, die sich als seelen- und substanzlos erweisen. Die Struktur, wegen der sie kamen, ist längst verdrängt, abgehauen und auf der Flucht. Gentrifizierung ist daher so was wie &#8222;heimlich untergeschobene Genmanipulation&#8220; am Maiskolben und dem Verbraucher sagt niemand, wie er aufgewachsen ist. Manchmal stirbt diese Gemengelage großer Investitionen erst, wenn schon die ersten Neuen eingezogen sind. Wenn z.B. auf einer danebenliegenden, vorgesehenen Baufläche Bodenkontaminationen festgestellt oder zumindest vermutet werden, wie <a title="externer Link" href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/basteglitzzehlendorf/bvv/2wahlperiode/kleine_anfragen/249ka2wp.pdf?start&amp;ts=1307605212&amp;file=249ka2wp.pdf" target="_blank">eine Kleine Anfrage aus dem Jahr 2003 belegt</a>.</p></blockquote>
<p><strong>In Berlin-Lichterfelde wechseln die Gebäudeigentümer</strong> in der ehemaligen Telefunken-Wirkungsstätte, den vormaligen McNair Barracks der Besatzungsmacht Amerika, an der Goerzalle wie die Eintagesfliegen. Einer der letzten Investoren starb mit Leemann-Brothers und der amerikanischen Großbankenpleite. Banken bescheren uns Probleme, aktuell hören wir in den Nachrichten vom Schwielower &#8222;Ressort&#8220;, der Inhaftierung des Immobilieninvestors und die vorläufige Nachricht, er habe im &#8222;kriminellen Zusammenwirken mit seiner Hausbank&#8220; Projektunterlagen gefälscht, aufgehübscht und frisiert, damit das Land Brandenburg Fördermittel raustut. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, <strong>bis dahin gilt die Unschuldsvermutung</strong>.</p>
<p><strong>Die Investoren schummeln, gaukeln und tricksen</strong> auf der Oberfläche der Gebäude-Außenhaut, die oberflächlich bleibt. So richtig gut sind nämlich die bild- und metaphernhaft gedruckten Imagebroschüren der Immobilienentwickler nicht: es wird vom Kulturmix, Urbanität und &#8222;must go&#8220;-Umwelt gesprochen! Genau da mittenrein flanschen sie ihre Modernisierungs- und Neubauprojekte, aber der angestammte Kiezbewohner klagt:&#8220;<strong>Ich will keine Glasfassaden, ich will leben!</strong>&#8220; (Filmbeitrag)</p>
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