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	<title>Zahlungsverkehr &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Zahlungsverkehr &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 11:58:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Sepa-Mandat hat den Zahlungsverkehr einigermaßen verlangsamt. Dabei wird doch umgekehrt proportional zum Anhäufeln immer neuerer Vorschriften und Regularien die Verfügbarkeit süßen Lebens verunmöglicht. Man hat dafür schlicht keine Zeit mehr: Erst noch die Liste der (neuen) Vorschriften abarbeiten. Nur jetzt ja keine Formfehler begehen. Uff, Inzwischen muss man, um recht zu handeln, Fristen und ... <a title="1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/313216-tueckisch-fuer-anfaenger-einzugsermaechtigung-ministererlaubnis-rigaer-str-94-und-patientenverfuegungen/" aria-label="Mehr Informationen über 1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17459" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung.png" alt="Einzugsermächtigung - Sepa-Mandat" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung.png 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-300x300.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-144x144.png 144w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Sepa-Mandat hat den Zahlungsverkehr einigermaßen verlangsamt. Dabei wird doch umgekehrt proportional zum Anhäufeln immer neuerer Vorschriften und Regularien die Verfügbarkeit süßen Lebens verunmöglicht. Man hat dafür schlicht keine Zeit mehr: Erst noch die Liste der (neuen) Vorschriften abarbeiten. Nur jetzt ja keine Formfehler begehen. Uff,</p>
<p>Inzwischen muss man, um recht zu handeln, Fristen und (immer weiter ausufernde) Regularien einhalten. Dafür besucht man auch Fortbildungsseminare. Nicht alle übrigens: Wer sich korrekt verhalten will, darf als Bundesminister Ausnahmegenehmigungen nicht in vertraulicher Atmosphäre aushandeln und EDEKA und Tengelmann zusammenbringen. Erzengel Gabriel tat es und wurde richterlich zurückgepfiffen. Die Räumung der Rigaer Str. 94 (Friedrichshain) erfolgte rechtswidrig, urteilt heute <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-raeumung-von-wohnprojekt-in-rigaer-strasse-war-rechtswidrig-a-1102815.html" target="_blank">das Landgericht</a>. Eine Hausbesetzung ist kein austauschbares Casting für beliebige Filmrollen. Es geht um ganze Lebensentwürfe. Nicht weniger.</p>
<p><span id="more-17458"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17460" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner.png" alt="R94_Banner" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner.png 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-300x300.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-144x144.png 144w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<blockquote><p>Soweit in den Medien gestern berichtet wurde, geht es den Anwohnern im Rigaer Kiez um das Bewahren letzter alternierender Bewohnermodelle. Es sind kaum noch Häuser besetzt: Der Status der Altfälle ist auf &#8222;Vermietungsmodell&#8220; umgeswitcht und damit längst legalisiert. Ross und Reiter nennen: Hausbesetzungen sind seit den Siebziger Jahren immer wieder als Reaktion auf verfehlte Stadtentwicklungsplanungen von Behörden vorgekommen. Sie nahmen ihren Ursprung im Westteil der damals geteilten Stadt.</p></blockquote>
<p><strong>Gott, was ist die Welt fair geworden.</strong> Juristisch vollkommen überbetont: Oder undurchsichtig. Alles geht in Richtung Verschriftlichung. Das ganze Leben, gut aufgehoben zwischen Textbausteinen aller Art. Rechtsanwälte und Notare sind so und sagen, sie wollten sich da nur absichern. Ärzte auch. Eine gesundheitliche Anamnese wird heute nicht mehr vom Arzt ausgefüllt, sondern vom Patienten und ist als rechtliche Freistellungsbescheinigung des Patienten für Kunstfehler aller Art theoretisch zu erwägen Und Architekten. Erst recht Steuerberater. Und die Banken: Schlimm.</p>
<blockquote><p>Der eingetretene Haftungsfall war vorher allerdings nie besprochen worden: Er kam im subtilen Gedankenmodell des Einzelfalls leider doch nicht vor. Kommt er hingegen erstmals vor, so wird daraus so vollständig als möglich die Konsequenz gezogen. Wenn es die Deutsche Notarzeitung empfiehlt, sind schon morgen sämtliche Textbausteinbibliotheken um diesen einen weiteren Satz ergänzt. Die Lücke ist geschlossen. Bis zur nächsten.</p></blockquote>
<p>Die übersichtlich große Hausverwaltung entwickelt permanent Textbausteinkästen voll gekonntem Textgerüst. Es geht um Aufgabenerledigung, ohne jedes Mal zu individuellen Formulierungen greifen zu müssen.</p>
<p>Die Folge: Immer mehr Menschen schreiben sich Texte, die man unterschiedlich auffassen kann und in größeren Teilen für überflüssig erachtet. Gut, schlecht, hundsmiserabel oder oberlehrerhaft. Ein Notar verlangt vom Verwalter schriftlich zu versichern, dass gegen den Verkäufer der Wohnung keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wegen Wohngeldrückständen eingeleitet wurden. Das ist kaum seine Aufgabe. Aber es wirkt kompetent und engagiert. Dies nennt man zu schreiben <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/coram_publico" target="_blank">coram publico</a>. So tut es auch der Verwalter. Und weist den Notar in seine Schranken. Was erlauben Verwalter?</p>
<p>Immer schön auf Trab halten. Bitte nicht mich. Es gilt, das Leben der Anderen zu beschleunigen.</p>
<p>Oder zu verlangsamen. Wie beim Sepa-Lastschriftmandat, das man früher Lastschrifteinzugsermächtigung nannte.</p>
<p>Die Einzugsermächtigung des Wohnungseigentümers in Berlin-Wilmersdorf wurde von ihm am 10. Mai als pdf-Formular ausgefüllt und unterschrieben. Der Mann hat das richtige Formular an der richtigen Stelle (im Formulartiger genannten download der Verwalterwebsite) gefunden. Es ist am Bildschirm ausfüllbar, sofern man einen Adobe reader besitzt. Nun trägt das Formular auch ein Kopffeld, in das man sich als Eigentümer richtig eintragen soll, damit die Verwaltung weiß, von wem die unleserliche Unterschrift weiter unten stammt.</p>
<p>Die Mitarbeiterin des Wohnungseigentümers ist zuverlässig. Er sagt, sie weiß vieles besser als er selbst. Der Anruf bei ihr offenbart profunde Sachkenntnis. Wir lernen im Telefonat über die Vorzüge aktueller Aktenverwaltung: Beachte stets beim Bildschirmlesen von Dokumenten, ob hinter Seite 1 noch Seite 2 anhängt. Dass der Eigentümer eine Wohnung hat, für die es eine neue Bankverbindung gibt, nötigt die Frage auf, ob er für das Wohngeld, aber auch für den zusätzlichen Stellplatz die Bankverbindung ändern möchte? Die Frage stellt sich als unnötig heraus. Frau Gewissenhaft (* Name geändert) hat zwei Formulare geschickt. Der Verwalter kann das ja mal übersehen. Sie weiß es noch.</p>
<p>Sie ist durch und durch korrekt. Wie Peitschenhiebe sind ihre Sätze und angefüllt mit Detailwissen. Sie weiß alles, ganz fotografisch genau.</p>
<p>In einem Fall hat sie sich geirrt. Sie hat das Feld für die Bezeichnung des Absenders für den Eintrag des Empfängers benutzt und zweckentfremdet. Dann hat sie da die alte Büroanschrift der Hausverwaltung eingetragen, die 2012 anderswohin gezogen ist. Der Fensterumschlag kam zurück. Informationsmist. Am 12. Juli 2016 (Datum: 10. Mai) geht die neue Einzugsermächtigung ein. Also erfolgt die Umstellung zum 1. August. Weil das doch so ist.</p>
<p>Man muss Fristen einhalten.</p>
<p>Das Leben ist kompliziert geworden. Und verhuscht. Hier und da. Deswegen, weil es so verhuscht, eilig, vollgefüllt mit dringend zu erledigenden Aufgaben ist, liest man vielleicht auch vorgefasst &#8222;Türkisch für Anfänger&#8220;, dabei heißt der neue Hashtag, einfach aus Spaß an der Freude tatsächlich #tückischfürAnfänger. Spielt auf diese Weise mit unserer Lebenseile und der Tatsache, dass nur noch Bruchteile der Menschheit überhaupt mehr als nur Schlagzeilen lesen und sich ein vollkommenes Bild von einem Menschen, einer Website, einer Zeitung, einer angeblichen Alternative für Deutschland oder was weiß ich gibt. Der moderne Mensch im Informationszeitalter hält sich für gut informiert, dabei ist dieses Wissen oberflächlich, von Überschriften und Hashtags geprägt, die man sich gerade noch merken konnte und ist daher auch nur scheinbar aufgeklärt.</p>
<p>Ich hab es jetzt gut erklärt. Bitte merken.</p>
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		<title>1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2013 20:58:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist jetzt hier im Jahre 2013 so eine Zeit in Deutschland, die unmittelbar vor einer großen, weiteren Zeitenwende steht. Denn Europas Schergen rationalisieren und vereinheitlichen weitere Normen, auf dem Sprung in ein einheitliches, angeblich besseres und noch freieres Europa. SEPA: Im internationalen Zahlungsverkehr soll sich alles jetzt noch besser, noch einheitlicher anfühlen. Irgendwie wird ... <a title="1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/188413-erfahrungshorizonte-seminaris-structuralis-bei-der-gfad-software-ag-in-berlin/" aria-label="Mehr Informationen über 1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12682" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte.jpg" alt="Erfahrungshorizonte" width="342" height="50" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte.jpg 342w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte-300x43.jpg 300w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></p>
<figure id="attachment_15071" aria-describedby="caption-attachment-15071" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15071" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15071" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Es ist jetzt hier im Jahre 2013 so eine Zeit in Deutschland, die unmittelbar vor einer großen, weiteren Zeitenwende steht. Denn Europas Schergen rationalisieren und vereinheitlichen weitere Normen, auf dem Sprung in ein einheitliches, angeblich besseres und noch freieres Europa. SEPA: Im internationalen Zahlungsverkehr soll sich alles jetzt noch besser, noch einheitlicher anfühlen. Irgendwie wird an einem paneuropäischem Fluidum gestrickt. Ob die Soße dadurch lauer wird oder ob noch Kapern hineingehören? Blubber&#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-15069"></span><br />
&#8230;</p>
<figure id="attachment_15070" aria-describedby="caption-attachment-15070" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15070" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-768x1024.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15070" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>So wie anno zwirn bei der Einführung des Euro. Ungefähr zu jenem Zeitpunkt damals hatte die Hausverwaltung das letzte Softwareupdate bestellt. Die Software lief immer problemfrei. Updates alle fünfzehn Jahre: Ein Traum.</p>
<p>Die Software basierte auf dem Betriebssystem MS DOS, das ist das Betriebssystem, von dem die Töchter heute sagen, es sei &#8222;TETRIS nicht unähnlich&#8220;.  EDV-Leute fachsprechen bzw. -sagen: Never chance a running system. Bloß nicht.</p>
<p>Wenn da nicht Europa wäre. Tja. Aus der Traum.</p>
<p>SEPA heißt ein Gespenst, dass Karl Murx sicher längst beschrieben hätte, hätte er nur gewusst, wie die europäische Ministerialbürokratie einst ticken würde. &#8222;Si tacuisses, philosophus mansisses&#8220;. Hättest Du geschwiegen, so wärest Du ein Philosoph geblieben. Haste aber nicht. Iss Wurscht.</p>
<figure id="attachment_15072" aria-describedby="caption-attachment-15072" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15072" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15072" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Letzte Woche Donnerstag und Freitag treffen sich in den Seminarräumen an der Huttenstr. in Moabit einige Hausverwaltungen Berlins. Es sind diejenigen, die vorgehabt haben, zum 01. Januar kommenden Jahres ihre Software auf den neuesten Stand zu bringen und damit gerade noch rechtzeitig alles vorbereitet haben, inklusive Erstling einer globalen Einweisung in die Nettigkeiten neuerer Software.</p>
<p>Vergleiche mit anderen zeigen: Die Fa. GFAD hebt sich von Mitbewerbern wohltuend ab, indem sie erstens nicht die Schleimspur unappetitlicher  Finanzmogule hinter sich herzieht. Auch in der Branche der Hausverwaltungs-Softwehren  kaufen die großen Buden die Kleineren auf, um sie zu verschlucken, so dass am Ende nichts mehr übrig bleibt als die Unkenntlichkeit.</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-15073" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-768x1024.jpg" alt="IMG_8450" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>So ist es bspw. CSI Software in Leinfelden-Echterdingen gegangen. Die Firma aus lauter &#8222;Stuttgarter Ehrenleuten&#8220; hatte mal einen sehr guten, ausgezeichneten Stand in Deutschland. Sie galt ein bisschen als der Mercedes unter den Hausverwaltungsprogrammen. Das ist längst Geschichte.</p>
<p>Inzwischen hat die aggressive Haufe AG sie aufgefressen und bis zur Unkenntlichkeit durchmodernisiert. Die ehemaligen Mitarbeiter weg. Diesen Bereich nennt man berufliche Lebenserfahrung und lebendes Menschenmaterial, das man neuerdings in Helpdesk-Anwendungen steckt, &#8222;FAQ&#8220; nennt (Häufige Fragen) oder &#8222;knowledge base&#8220; (Wissensbasis). Die Wahrheit aber ist: Über eine Datenbank wie brainwork, angefüllt mit &#8222;lebenslangem, beruflichen Wissen&#8220; verfügt auch die bestens programmierte Datenbank nicht. Dies alles ist schließlich nicht eine Frage von SQL, CEO oder gar SEQ. Ganz entscheidend ist hier der IQ.</p>
<p>Rücksichtslos finanzoptimiert. Anders die Fa. GFAD aus Berlin, ein Systemhaus in Form einer Aktiengesellschaft, die 30 bis 40 Mitarbeiter hat. Die Firma ist schon lange am Markt und bietet mit HausSoft ein modular gestricktes, nach oben hin skalierbares Softwareprodukt für die moderne Verwaltung von bewohnten Mehrfamilienhäusern in Form von Gewerbe-, Miethaus- und Wohnungseigentumsanlagen an. Uns ist die Firma seit ca. 1982 bekannt und da hatte sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel.</p>
<p>Die jetzt hier zu Schulungen auftreffen, sind Mitarbeiter von kleinen, mittleren und größeren Hausverwaltungen. Alle sind edv-erfahren, die meisten sind in der Lage, Buchungssätze in Systeme zu hacken, ohne noch sonderlich sorgfältig auf die PC-Tastatur zu schauen. Sie wissen zu buchen, zu kontieren, Stammdaten zu pflegen und die richtige Verwaltung von Häusern erstmals bzw. auf Dauer zu inszenieren. Sie können auch vorauseilende Fragen stellen.</p>
<p>Für viele ändert sich alles. Die Workflows haben sich in den letzten Jahren technisch drastisch geändert. Es waren immer mehr &#8222;Bearbeitungsinseln&#8220; und auf Software gründende Provisorien entstanden.</p>
<p>Allein die Pflege von Kontaktdaten von Mietern und Eigentümern (Kunden), um nur ein Beispiel zu nennen, ist geradezu explorativ. Jeder besitzt ein Festnetztelefon, ein Handy, eine Faxnummer, eine Emailadresse, viele haben mehrere, die sie bekannt geben. Nicht selten verbergen sich hinter maßlos vielen Nummern auch feste Regeln. Ruf nicht zwischen 1 und 3 an, ist nur eine. Fax mir nichts auf die Arbeit, eine andere. Schick die Abrechnungen nicht an meine Frau. Zwinker, ich hab ein paar Komplexitäten aus dem Alltag herbeigeholt, gerade. Nun ist deutlich: Es gibt &#8222;communication rules&#8220;. Rules rulez.</p>
<p>Die Post erlebt weitere technische Revolutionen und wird am Ende in ihrer jetzigen Form atomisiert bzw. abgeschafft. Mit der fortschreitenden Computerisierung ganzer Lebensbereiche verliert der analog geschriebene Brief gänzlich an Bedeutung. Elektronische Alternativen schreien zum Himmel. Inzwischen sagen die ersten Arbeitweltforscher der Email ihren baldigen Tod voraus. Gott sei Dank. Wer weiß?</p>
<p>Hier geht es jetzt um Stammdaten, Adressdaten von Mietern und Eigentümern, es geht um die Zusammensetzung von Miete aus Einzelbeträgen, um Wohngeld, Wirtschaftsplan, Mietenpflege und -erhöhung, kurz um den Unterbau vernünftig strukturierter Hausverwaltung. Hier gilt die Binsenweisheit: Wer richtig gepflegte Stammdaten hat, hat gewonnen. Oder schon die halbe Miete im Sack. Wir treffen Grundschulungskurs auf Fragen, deren unscharfe Ränder wir allenfalls streifen, aber nicht sezieren. Sezieren würde das Seminarthema mäandernd ausufern. Das ginge zu weit. Der Herr Dozent weiß es.</p>
<p>Überhaupt: Insbesondere die jungen, erfolgreichen Besserwissenden sind nervig. Man möchte Heißspornen zurufen, sie mögen einfach die Klappe halten, bitte schön, für diesen Moment Schnauze. Der Seminarleiter muss den Vorschnellen gekonnt ausweichen, ihnen Dinge entgegenhalten, die sie ablenken von der Idee, mit zu schnellen, zu vielen Fragen die Struktur des Seminarthemas komplett zu zerstören. Weil nur er die Seminarziele genau kennt und weil das unwesentliche Zwischengefrage von Besserwessis insgesamt ausbremst. Kein leichtes Spiel, hier und da ein regelrechter Parforceritt.</p>
<figure id="attachment_15074" aria-describedby="caption-attachment-15074" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15074" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15074" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Mit zwei Tagen ist das Seminar nicht zu lang bemessen. Wie sich herausstellt eher zu kurz. Kein Thema könnte nicht noch einen Meter tiefer erörtert und zwei Kubikmeter breiter ausdiskutiert werden.</p>
<p>Am Ende bleiben Fragen wie nach der Gründung einer User-Community auf der Strecke. Einer der Besserwissenden sagt pistotenartig dazu: Dafür habe ich aber keine Zeit. Siehste: Klappe aufreißen, weil´s der Chef bezahlt, aber zucken, wenn´s um Gründlichkeit und Nachhaltigkeit ginge, um Verbesserungen &#8222;unter Kollegen&#8220;, die hier und da Mühe machen könnten, also echtes Engagement voraussetzen. Nächste Mal fahre ich dem Kerl gleich in die Parade und brülle &#8222;Schnauze halten&#8220; durch den Raum.</p>
<p>Na, dann eben nicht. Gutes Seminar, Ziel erreicht.</p>
<p><span style="color: #888888;">(Dieser Beitrag erschien auf yelp.com)</span></p>
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