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	<title>Wohngemeinschaft &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Wohngemeinschaft &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1715-14 &#8211; Positionen: Die Wohnungssuche von Zärtliche Zunge at GmxPunkt und von Mona Vegano birgt tiefe Einsichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2014 10:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Tolerante Sie sucht tolerante Euch! Aus dem Anzeigensprengel, zwei Zitate, weil man beim Aufschnappen von öffentlich geposteten Kleinanzeigen im Grunde Copyrights nicht verletzen kann. Um sich aber auch nicht der Kuppelei schuldig zu machen, erfolgt keine Verlinkung mit den Originalanzeigen. Bei Interesse bitte Großtante Gugel danach fragen. Zärtliche Zunge at gmx Punkt Watt weeeß icke ... <a title="1715-14 &#8211; Positionen: Die Wohnungssuche von Zärtliche Zunge at GmxPunkt und von Mona Vegano birgt tiefe Einsichten" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/202714-positionen-die-wohnungssuche-von-zaertliche-zunge-at-gmxpunkt-und-von-mona-vegano-birgt-tiefe-einsichten/" aria-label="Mehr Informationen über 1715-14 &#8211; Positionen: Die Wohnungssuche von Zärtliche Zunge at GmxPunkt und von Mona Vegano birgt tiefe Einsichten">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1741" aria-describedby="caption-attachment-1741" style="width: 333px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1741" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/04/_kleinanzeigenschnipsel-ehefrau.jpg" alt="Ehefrau schaltet Kleinanzeige" width="343" height="187" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/04/_kleinanzeigenschnipsel-ehefrau.jpg 343w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/04/_kleinanzeigenschnipsel-ehefrau-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 343px) 100vw, 343px" /><figcaption id="caption-attachment-1741" class="wp-caption-text">Ehefrau schaltet Kleinanzeige</figcaption></figure>
<blockquote>
<h1 class="posR anzeige_titel" style="bottom: 2px;">Tolerante Sie sucht tolerante Euch!</h1>
<div class="FR disI likeLink"><span id="to-fav-4409945" class="list-details-to-fav btnSm " style="margin-right: 3px;"> <img decoding="async" id="fav-button-4409945" class="s_fav_empty" src="http://www.wg-gesucht.de/img/d.gif" alt="" /> </span></div>
</blockquote>
<p>Aus dem Anzeigensprengel, zwei Zitate, weil man beim Aufschnappen von öffentlich geposteten Kleinanzeigen im Grunde Copyrights nicht verletzen kann. Um sich aber auch nicht der Kuppelei schuldig zu machen, erfolgt keine Verlinkung mit den Originalanzeigen. Bei Interesse bitte Großtante Gugel danach fragen.</p>
<p>Zärtliche Zunge at gmx Punkt Watt weeeß icke aus dem Berliner Speckgürtel (also Hamburg) will folgende Versprechungen verheißen, und halten wir fest, das wird nicht gerade groß geschrieben:</p>
<p><span id="more-16016"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_5744" aria-describedby="caption-attachment-5744" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5744" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Skurril_Personenvereinzelun1.jpg" alt="Skurril: Personenvereinzelungsanlage" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Skurril_Personenvereinzelun1.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Skurril_Personenvereinzelun1-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Skurril_Personenvereinzelun1-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-5744" class="wp-caption-text">Skurril: Personenvereinzelungsanlage</figcaption></figure>
<blockquote><p>Kuschel-Wg &#8211; nette mitbewohnerin für zweier-wg gesucht,entweder gemeinsame nutzung der wohnung oder eigenes zimmer,wenn also zärtlichkeit kein fremdwort für dich -W- ist,melde dich.zentrale lage,vollbad, balkon. internetnutzung möglich. bin solo mittleren alters, offen spontan, nichtraucher-rauchen auf dem balkon ist möglich. suche kurzfristig oder längeres zusammen wohnen,gemeinsame unternehmungen gerne gesehen. mietpreis verhandelbar.suche keine zweck-wg, biete eher eine familiere gemeinschaft.solarium vorhanden.schwimmen und sauna sowie spazieren gehen und kochen gehören genauso zu meinen interessen wie musik oder weg gehen. gute bus und bahnanbindung trotz ruhiger lage..kontakt per mail oder sms oder tel.</p></blockquote>
<p>Das weiß das holde Frollein, worauf sie sich einlässt&#8230;.subtil beschrieben und punktgenau ergänzt durch zwei Bildchen vom Bett, einem großen Teddybär und den aufgedruckten Worten: &#8222;Kuschel mit mir&#8220;. Hach, eine Falle der Sozialromantik, das ganze spielt sich in Hamburg ab.</p>
<blockquote>
<h1>WG-Zimmer in Stellingen</h1>
</blockquote>
<p>Mona aus Berlin hat einen so langen, geradezu eindeutigen Text verfasst, dass wir ihn im Interesse eines abgerundeten Eindrucks vollständig abbilden, Zitat:</p>
<p>&#8222;Ich, 31, bin eine fröhliche offen linke* und offen feministische Studentin der Geschichte (HU) und suche eine weltoffene und antikapitalistische WG in Friedrichshain/Kreuzberg. Ihr solltet alternativen Lebensmodellen gegenüber aufgeschlossen sein und Toleranz zu euren obersten Werten zählen. Ebenso wäre es super, wenn sich bereits eine Waschmaschine zur Mitbenutzung in der WG befindet. Ich halte nichts von Aggressionen und Machtspielen, daher suche ich eine 100prozentige Frauen-WG, in der mensch sich aktiv gegen Terror, Krieg, Rassenwahn, Faschismus, Chauvinismus und US-Kulturimperialismus einsetzt. Ich selbst lebe vegan und finde es für ein längerfristiges Zusammenleben sinnvoll, wenn tierische Produkte in meiner Wohnung kein &#8222;zu Hause&#8220; finden.</p>
<p>Ich bin grundsätzlich pflegeleicht, muss aber auch mal sagen dürfen, wo bei mir die Grenzen sind und wann ich niemanden sehen möchte. Das gehört für mich zu einem ehrlichen Zusammenleben dazu. Ich hatte in der Vergangenheit leider des Öfteren Erfahrung mit Menschen machen müssen, die geblieben sind, wenn ich sie darum bat, die Wohnung (temporär) zu verlassen.</p>
<p>Ich biete im Gegenzug für ein Zimmer (20-30qm) Arbeiten im Haushalt, Reparaturen und Gespräche an (auch therapeutisch). Geld ist ein Hebel des Stärkeren, womit ich mich nicht identifizieren kann. Da ich andere Haltungen aber respektiere, würde ich mich anteilig an WLAN und Strom beteiligen (auch wenn das zum Grundbedarf des Menschen gehört und damit unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden MUSS.)</p>
<p>Ich freue mich aufs &#8222;Casting&#8220;.</p>
<p>Mona&#8220;</p>
<p>Im Grunde, Freunde, ist alles gesagt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>1276-12 &#8211; Linktipp: Vom Leben in WGs, Kleinanzeigen mit bekloppten Sachzwängen &#038; von großen schwarzen, dicken Männern</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/162012/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 06:51:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
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		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
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		<category><![CDATA[Friedenau]]></category>
		<category><![CDATA[Gaby Sikorski]]></category>
		<category><![CDATA[Let the music play]]></category>
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		<category><![CDATA[Tageslied]]></category>
		<category><![CDATA[Wohngemeinschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[[iframe_youtube video=&#8220;V6NVnKFyY24&#8243;] Barry White &#8211; Let The Music Play (via Youtube) &#8222;Wir verorten uns anarchistisch / linksradikal / (pro) queer-feministisch / anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d.h. wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen ... <a title="1276-12 &#8211; Linktipp: Vom Leben in WGs, Kleinanzeigen mit bekloppten Sachzwängen &#038; von großen schwarzen, dicken Männern" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/162012/" aria-label="Mehr Informationen über 1276-12 &#8211; Linktipp: Vom Leben in WGs, Kleinanzeigen mit bekloppten Sachzwängen &#038; von großen schwarzen, dicken Männern">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;V6NVnKFyY24&#8243;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Barry White &#8211; Let The Music Play (via Youtube)</span></em></p>
<blockquote><p><em>&#8222;Wir verorten uns anarchistisch / linksradikal / (pro) queer-feministisch / anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d.h. wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen Mittelklassebackground und andere haben Klassenwechsel erlebt.  #Jargonitis digitalis einer Kleinanzeige </em>(Linktipp zur &#8222;Friedenauer Schreibstube&#8220;, Link unten)</p></blockquote>
<p>Let the music play, &#8222;toda la noche&#8220; (die ganze Nacht lang), singt Barry White (danke, <a title="externer Link" href="http://www.perazic-immobilien.de/index.html" target="_blank">Natalia Peracic!</a>) und alle Mitbewohner in der morgendlichen Frühstücksrunde bei der Wohngemeinschaft &#8222;In Flagranti&#8220; (frei erfunden) öden sich an. Okay, tolerant sind wir ja, aber welche Musik? &#8222;Ich mein: We know each other, aber dieser Brother hat musikalisch keinen Father, weißt Du, was ich mein, ey?&#8220; Also Musik, die allen gefällt? Mission Impossible. Zwei, eins, null, die Musikmaschine raucht sich auf &#8211; futschijama das Gerät, &#8230;.ja, bis er wieder eines näht! Du weißt? Der Gerrrättt!</p>
<p><span id="more-13003"></span></p>
<p>&#8230;</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;Z6QaA5sZgFA&#8220;]<br />
<em>Barry White &#8211; Just The Way You Are (via Youtube)</em></p>
<blockquote><p>I don&#8217;t want clever conversation<br />
I never want to work that hard<br />
I just want someone that I can talk to<br />
I want you just the way you are.</p>
<p>I need to know that you will always be<br />
The same old someone that I knew<br />
What will it take till you believe in me<br />
The way that I believe in you.</p>
<p>I said I love you and that&#8217;s forever<br />
And this I promise from the heart<br />
I could not love you any better<br />
I love you just the way you are.</p>
<p>Aus &#8222;Just The Way You Are&#8220; © Billy Joel, Quelle: <a title="externer Link" href="http://www.billyjoel.com/music/stranger-30th-anniversary-legacy-edition/just-way-you-are" target="_blank">hier</a></p></blockquote>
<p>Wie soll der Mensch nur überleben in so einer Wohngemeinschaft, wie eingangs textlich angedeutet ist, ohne vollkommen zu verzweifeln mit sich, seiner Umwelt und dem Anspruch an und Pfirsich? Es ist doch zum Mäuse melken. Nicht nur &#8222;Let the music play&#8220; war so ein Burner, der mehrmals nachbrannte auf unserer geschundenen, politischen Seele. Ein weiterer Song, den Barry White nicht selbst &#8222;schrub&#8220;, wurde von Billy Joel geschrieben und gewann überraschend einen Grammy. Billy Joel hat ihn geschrieben, am erfolgreichsten aber hat ihn der dicke Barry White aus Philadelphia gegeben, sonor, tieftönend und unvergleichlich: &#8222;I love you just the way you are&#8220;. Selbst- und bedingungsloser hat es niemand zu knödeln verstanden. Aber Barry White kam uns abhanden. Wie traurig.</p>
<p>Liebe ist in diesem, zweiten Textentwurf einer besseren Welt gegenüber dem eingangs gezeigten Anzeigentext, der den Weg in die Öffentlichkeit fand, eine Art von &#8222;bedingungslosem Grundeinkommen&#8220;. Liebe ist Zuneigung weil du bist wie du bist: &#8222;just the way you are&#8220;, das reicht. Punkt. Ruhe im Karton. Hör auf nachzudenken! Es ist, wie es ist. Auf das der Scheich sich schleich! &#8211; Jede Blüte will zur Frucht, nicht zur Furcht: nicht in das enge Gerüst zu dogmatischer Links- und Rechtsauslegung, so wie der eingangs gezeigte Anzeigentext, dessen kompletter Wortlaut hier nicht zitierfähig ist. Sie, die Zitierte, Autorin Gaby Sikorski, hat die Anzeige komplett rezitiert.</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/11/Niveauveraenderung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-7781" title="Niveauveraenderung" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/11/Niveauveraenderung.jpg" alt="" width="649" height="385" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/11/Niveauveraenderung.jpg 927w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/11/Niveauveraenderung-300x177.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px" /></a></p>
<p>Danke, Gaby Sikorski,  lesenswerte &#8222;Friedenauer Schreibstube&#8220;, im Grund genommen gilt immer die Devise: Was immer sie auch schrub, war vom Niveau her &#8222;fetter Gabelstaplerhub&#8220; &#8211; &#8230;Richtung hohes Niveau. Wer sich auskennt, weiß: Friedenau gehört in Teilen sehr präzise schon zu Schöneberg, trenddeutsch, angloamericano, mit rollendem &#8222;RRRR&#8220;, aber ohne Angelschein: Beautymountain. Doch das ist eine andere &#8230;. &#8211; Let the music play, großer, großartiger Barry White, we miss you very much! Oh yeah!</p>
<p>Morgens bin ich immer <a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=5217" target="_blank">müde</a>. Mit Musik lässt sich alles besser ertragen. Genug Anregungen gab es heute hier am frühen Morgen, gehabt euch wohl und ohne Sorgen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Linktipp: <a title="externer Link" href="http://friedenauer-schreibstube.blogspot.de/2012/09/neues-aus-der-texterei.html" target="_blank">Doofdeutsch, Bekenntnisbeckmesserei &amp; Schluderjahn im Text einer Kleinanzeige</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>726-11 &#8211; Video: To Whom It May Concern, Rainer Langhans, APO-Opa, Sept. 2007, Dschungel-Fieber!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/106911/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 10:05:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Linktipp]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Report: Das Leben der Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[#Linktipp]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunarde]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Langhans]]></category>
		<category><![CDATA[Wohngemeinschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[In dem verlinkten Videobeitrag reflektiert Alt-Kommunarde Rainer Langhans Sinn und Unsinn des Feldexperiments &#8222;Dschungel Camp&#8220;. Was man in dieser Gruppenchose lernen kann, was daran Bösartigkeit ist oder Weiterentwicklung, bzw. wann diese regelrecht durch Art und Weise der Aufnahmen konterkariert werden, darüber macht sich Langhans in dem 3 minütigen  Videospot Gedanken. Die nun teils aktuelle Fragen ... <a title="726-11 &#8211; Video: To Whom It May Concern, Rainer Langhans, APO-Opa, Sept. 2007, Dschungel-Fieber!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/106911/" aria-label="Mehr Informationen über 726-11 &#8211; Video: To Whom It May Concern, Rainer Langhans, APO-Opa, Sept. 2007, Dschungel-Fieber!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="Das Leben der anderen..." width="255" height="255" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /></p>
<blockquote><p>In dem verlinkten Videobeitrag reflektiert Alt-Kommunarde Rainer Langhans Sinn und Unsinn des Feldexperiments &#8222;Dschungel Camp&#8220;. Was man in dieser Gruppenchose lernen kann, was daran Bösartigkeit ist oder Weiterentwicklung, bzw. wann diese regelrecht durch Art und Weise der Aufnahmen konterkariert werden, darüber macht sich Langhans in dem 3 minütigen  Videospot Gedanken. Die nun teils aktuelle Fragen an ihn beantworten, finden wir! Deshalb die Verlinkung</p></blockquote>
<p><strong>Rainer Langhans steht für die ersten anders gearteten Wohnexperimente Deutschlands</strong> nach dem Krieg in Richtung auf die Aufweichung der bürgerlichen Wohnkonventionen. Die Kommune I in Berlin, die heute wie eine ehemalige Popgöttin verehrte Uschi Obermaier und die inzwischen mehreren Verfilmungen der damaligen Zeit stehen für eine inzwischen etwas mildere Sichtweise der &#8222;bürgerlichen Mitte&#8220; auf die Alt-Achtundsechsziger. Diese 68-er sind inzwischen selbst 68, 79, Eltern, ja Großeltern und erzählen ihren bürgerlichen Nachfahren, wie sie versucht hatten, weniger bürgerlich zu sein. Was diese Geschichten betrifft, war die Welt doch wieder zu einer Scheibe geworden: zu einer Art Drehteller und aktuell ist, was 68 begann, inzwischen wieder im Großbürgerlichen angekommen, zumindest überwiegend. <strong>Das Experiment 68 dürfte sich nicht sehr durchgesetzt haben, wenn man das mal vorsichtig festhalten darf</strong>.</p>
<p><span id="more-8398"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<blockquote><p>Er liegt mit 30.000 Kakerlaken in einem gläsernen Sarg und hält es für eine &#8222;raffinierte Massage&#8220; – Rainer Langhans meditiert sich locker durch seine Dschungelprüfung. So viel Ausgeglichenheit würde man auch Topmodel-Mitläuferin Sarah Knappik wünschen. (stern.de <a title="externer Link" href="http://www.stern.de/kultur/tv/rtl-dschungelcamp-2011-tag-2-oberzicke-sarah-braucht-die-langhans-therapie-1643472.html" target="_blank">hier über das Experiment</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Eine gewohnte Schiene bzw. Bahn</strong>, in der zu denken dieser Tage offenbar verbreitet zu sein scheint, ist die Vorwurfshaltung gegen den Verräter Rainer Langhans. Dem Alt-Kommunarden aus der 68-er-Zeit wird Verrat an der Sache vorgeworfen, wenn er sich, wie aktuell der Fall, in Australien in den Dschungel einsperren lässt und dort als Teilnehmer sinniert. Es ist vielleicht nicht jedem bekannt, dass die Sache einen etwas längeren Vorlauf hat. Was Rainer Langhans im September 2007 auf seinem Blog veranlasste, einen Videobeitrag auf focus zu posten, <strong>kann heute ja jeder nachsehen</strong>.</p>
<p><strong>Einfach mal den Link besuchen</strong>, der Rest ist dann selbsterklärend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Linktipp: <a title="externer Link" href="http://rainerlanghans.de/?p=28" target="_blank">Post für Langhans, Folge 24: Anfrage vom Dschungelcamp</a> (Sept. 2007)</li>
<li>Wer? <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Langhans" target="_blank">Rainer Langhans, enzyklopädisch erklärt auf wikipedia</a></li>
<li>Für Hartgesottene: <a title="externer Link" href="http://www.stern.de/panorama/sommerschule/die-sommerschule-apo-uschi-und-die-raf-633925.html" target="_blank">Apo, Uschi und die RAF </a>(14 Fragen Selbsttest)</li>
</ul>
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		<title>80-09 &#8211; Reportagen: Das Leben der anderen &#124; Wohngemeinschaften</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/wohngemeinschaften/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/wohngemeinschaften/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 08:28:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[  &#8218;Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!&#8216; &#8211; Wohngemeinschaften: Sie waren zunächst Feldversuche menschlichen Zusammenlebens und gründeten sich aus den Wehen der wilden Sechziger Jahre. Ihre erste offizielle nannte sich denn auch Kommune I und befand sich in Berlin-Schöneberg. Das war zunächst spektakulär und medienwirksam. Die Alt-Kommunarden Rainer Langhans und Uschi Obermaier haben bis heute ... <a title="80-09 &#8211; Reportagen: Das Leben der anderen &#124; Wohngemeinschaften" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/wohngemeinschaften/" aria-label="Mehr Informationen über 80-09 &#8211; Reportagen: Das Leben der anderen &#124; Wohngemeinschaften">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="Das Leben der anderen..." width="255" height="255" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /></p>
<p><a href="http://www.gotthal.de/wohngemeinschaften"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2290" title="querverweis.auf.gotthal.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/05/querverweis.auf.gotthal.de.jpg" alt="querverweis.auf.gotthal.de" width="300" height="30" /></a></p>
<p> </p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/npusTmtiWI8&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/npusTmtiWI8&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"/></object></p>
<p><strong>&#8218;Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!&#8216;</strong> &#8211;</p>
<p><strong>Wohngemeinschaften:</strong> Sie waren zunächst Feldversuche menschlichen Zusammenlebens und gründeten sich aus den Wehen der wilden Sechziger Jahre. Ihre erste offizielle nannte sich denn auch <a title="externer link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommune_I" target="_blank">Kommune I und befand sich in Berlin-Schöneberg</a>. Das war zunächst spektakulär und medienwirksam. Die Alt-Kommunarden Rainer Langhans und Uschi Obermaier haben bis heute Popstar-Status, vor allem unter &#8218;altgewordenen 68-ern&#8216;. Noch heute probt Rainer Langhans das Zusammenleben lieber im Quartett, wovon er den männlichen Part gibt, während drei Frauen seine Liebesobjekte sind, mit denen er Bett, Stuhl und Küche teilt. Wir haben nicht erfahren, ob die eine der drei Frauen eher für das Kulturelle zuständig ist, während die andere besser kocht, und ob etwa die dritte Frau diejenige ist, mit der die körperliche Ertüchtigung besonders vorzüglich klappt. Das tut für uns heute, aufgeklärterweise, auch nicht mehr unbedingt viel zur Sache. Sie verstanden sich als soziale Revolutionäre, und das waren sie auch. Ihre Experimente, das bürgerliche Wohnen und das Institut der Ehe als langweilige Form einer Art menschlicher Verhaftung zu entlarven, haben auch bei Architekten und Stadtplanern zu anderen Entwürfen für Wohnungen und Reihenhäuser geführt. Unter dem Dach der evangelischen Kirche entstand so beispielsweise 1976 in Berlin-Zehlendorf eine Reihenhausanlage, in der den Menschen ein ganzes Dorf zur gemeinschaftlichen Nutzung angedient wurde. Es gibt die Rückzugsstätten für das bürgerliche (oder freie) Leben, die Einfamilienhäuser, die in ihrer Ausstattung den förderungsfähigen Wohnflächen und Standards im sozialen Wohnungsbau entsprechen. Doch darüber hinaus gibt es den gemeinschaftlichen Dorfplatz, und noch heute laufen dort morgens (inzwischen älter gewordene) Menschen im Bademantel und mit Latschen herum. Sie sind auf dem Weg ins gemeinsame Schwimmbad. Neben dem Schwimmbad bewirtschaften die Wohnungseigentümer auch eine gemeinschaftliche Sauna und ein Gemeinschaftshaus steht den Menschen zur Nutzung zur Verfügung. Dort veranstalten einige auch Bauchtanzseminare. Es ist zusammengefasst ein ganz liebreizendes, gut gedachtes Modell vom Zusammenwohnen, das sich hier abspielt. Im Unterschied zur Kommune I in Berlin-Schöneberg, die am 1. Januar 1967 gegründet wurde, ist aber die beschriebene Wohnanlage 1976 schon mit einer Vielzahl von durchdachten Anpassungen entwickelt worden. Und das Ganze hat sich -rückblickend betrachtet- durchaus bewährt und seine Berechtigung bewiesen, allen anderslautenden Unkenrufen zum Trotz.</p>
<p><span id="more-2235"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>*<span style="color: #ff0000;">*</span>*</strong></p>
<p>Die Bewohner sind zu großen Teilen aus dem beamteten Universitätsbereich, in kirchlichen Dingen hoch engagiert und auch gesellschaftlich-politisch &#8218;wilde Gesellen&#8216;, deren Demokratieverständnis äußerst tiefgehend ist und teils auch durch &#8218;ausdrücklich erwünschte Basisdemokratie&#8216; vertieft wird. Das kann nervig sein, wenn wieder eine Eigentümerversammlung ansteht. Es kann nämlich sein, dass allein schon der Tagesordnungspunkt &#8218;Formalia&#8216; ausladend und tiefgehend diskutiert wird. Zeitfenster: mindestens eine halbe Stunde. Oder länger. Aber das macht nichts. Manchmal ist Atmosphäre dann einfach gut, weil solche Tagesordnungs-Diskussionen häufig auch &#8218;reinigenden Charakter&#8216; haben (können, nicht müssen). Es kommt auf die Stimmung an diesem einen Tag der Versammlung an.</p>
<p><strong>Wohngemeinschaft ist das allerdings nicht.</strong> Denn Wohngemeinschaft bezeichnet inzwischen, als Begriff längst in die Jahre gekommen, nichts Politisches, gesellschaftlich Welt bewegendes. Vielmehr ist Wohngemeinschaft heute in erster Linie eine Frage der wirtschaftlichen Ersparnisse, der Pragmatik, sich Lebensräume, wie Wohnungen aufzuteilen, zu etwa vergleichbaren, gerechten Bedingungen. Die Rahmenbedingungen einer Wohngemeinschaft müssen grundlegend geklärt sein:</p>
<p>&#8211; Wer darf, und wer darf auf gar keinen Fall in die Wohngemeinschaft (WG) mit einziehen?</p>
<p>&#8211; Wer ist &#8218;Chef&#8216; (Hauptmieter) und wer ist &#8218;Zugereister&#8216; (Untermieter)?</p>
<p>&#8211; Wie wird die anteilige Fläche finanziell gerecht abgegolten?</p>
<p>&#8211; Wie ist die Nutzung der gemeinschaftlichen Bereiche (Flur, Küche, Klo, Keller) inhaltlich geregelt?</p>
<p>&#8211; Darf im Stehen gepinkelt werden? (siehe Video ganz oben)</p>
<p>&#8211; Müssen bestimmte Tageszeiten als Ruhezonen oder zur Ausübung eigener Religionen eingeräumt werden?</p>
<figure id="attachment_2237" aria-describedby="caption-attachment-2237" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/bitteimsitzenpinkeln.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2237" title="Bitte im Sitzen pinkeln!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/bitteimsitzenpinkeln-300x194.jpg" alt="Bitte im Sitzen pinkeln!" width="300" height="194" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/bitteimsitzenpinkeln-300x194.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/bitteimsitzenpinkeln.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2237" class="wp-caption-text">Bitte im Sitzen pinkeln!</figcaption></figure>
<p>Die heutige Praxis, in Wohngemeinschaften miteinander zu wohnen, ist unspektakulär, pragmatisch und orientiert sich nicht mehr an politischen Zielvorstellungen, ist also unideologisch geworden. Ein allgemeiner, gesellschaftlicher Trend bei deutschen Hausverwaltungen, etwa problemlos Wohngemeinschaften vertraglich zu konstruieren, dürfte auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel sein. Denn eine Wohngemeinschaft &#8218;aus Betreiben eines Hausverwalters&#8216; auszugründen und vertraglich mit ganzheitlich, gleich strukturierten Rechten aller WG-Mitbewohner ist ein ständiges ToDo in der täglichen Hausverwalterpraxis. Susi geht und Peter kommt, Max zieht nach München und Vanessa zieht mit ihrem Liebsten zusammen. Oder Vanessas Liebling zieht einfach mit ein und die anderen sind genervt. Er frisst immer den Kühlschrank leer, ohne auf die fest verabredete Realteilung der Kühlschrankfächer zu achten. Und, was viel schlimmer ist: Er macht sich lustig über das Schild &#8218;Bitte im Sitzen pinkeln&#8216;. Er hat so ein zweites davon aufgehängt, das hat die anderen sehr geärgert.</p>
<p>Schließt die Hausverwaltung -ausnahmsweise- doch selbst die jeweiligen Mietverträge im Rahmen einer solchen Wohngemeinschaft, ist das ganze Konstrukt verwalterisch mächtig in Bewegung. Denn es werden immer selbständige Hauptmietverträge ausgestaltet und abgeschlossen. Herr über das Ganze ist die Hausverwaltung. Die Bewohner haben nur wenige gemeinsame, rechtliche Berührungspunkte und können sich untereinander kaum auf Rechte in Anspruch nehmen. Wenn was viel häufiger der Fall ist, einer der &#8217;spiritus rector&#8216; (Hauptmieter) ist, sieht die Sache anders aus. Dann schließt jener Untermietverträge. Einem deutschen Rechtsgrundsatz folgend, darf dieser dann nicht mehr Rechte einräumen, als ihm nach den Buchstaben seines Hauptmietvertrages zusteht. Denn im Verhältnis zum Vermieter haftet der Hauptmieter einer Wohnung seinem Vermieter gegenüber für das Verschulden seiner Untermieter. Derartige Untervermietungen dürfen auch nicht ohne jegliches Mitwissen des Vermieters abgeschlossen werden. Der Vermieter hat Anspruch auf Kenntnis der Personalien des Untermieters, denn er darf wissen, wer in seinem Haus ständigen Wohnsitz nimmt. Der Vermieter darf auch einen angemessenen Untermietzuschlag fordern. Während sich einerseits in der großen Mehrzahl Wohngemeinschaften vornehmlich mit jüngeren Menschen bilden, die sich ihre finanziellen Rahmenbedingungen für das Wohnen erträglich gestalten möchten, tritt in letzter Zeit auch immer mehr das gemeinschaftliche Wohnen von alleinstehenden, älteren Menschen hinzu. Sie wünschen sich, nicht mehr so allein zu wohnen und lediglich nur die Gardinensäume anzustarren. Das nimmt in letzter Zeit zu. Viel zu viele alte Menschen sind mutterseelen allein, weshalb auch das Büro Gotthal dieses ein &#8218;Methusalem Kompott&#8216; nennt und <a title="externer link" href="http://www.gotthal.de/methusalem" target="_blank">zur Wahrnehmung von sozialen Patenschaften hier aufruft</a>. Derartiges wäre wohl nicht notwendig, wenn sich mehr alte Menschen dazu entschließen würden, mit anderen Gleichaltrigen (oder jüngeren) zusammen zu wohnen.</p>
<p>Die besonders große Zahl von Single-Haushalten in Berlin hat ihren Ursprung in der zunehmenden elektronischen Vergesellschaftung und Vernetzung von Menschen, die -anstatt sich gut zu vertragen- immer größere Rückzugsgebiete und Ersatzleben in den elektronischen Weiten von Internet, Privatfernsehen und anderen Massenmedien finden. Hier wird ihnen vorgegaukelt, dass alle Menschen schön sind und auch hässliche Entlein leicht einen Erpel finden. Auf der Suche nach Zweisamkeit vergessen Menschen, auf die Straße zu gehen und andere Menschen kennen zu lernen, sie lediglich einfach nur anzusprechen und sich zu verabreden. Denn auf der Straße kommen die Menschen immer schwieriger ins Gespräch. Sie sind zu sehr abgelenkt, auch von Mobiltelefonen, die sie sogar in der U-Bahn gedankenlos nutzen, um vermeintlich nahen Freunden mitzuteilen, sie befänden sich jetzt gerade hier in der U-Bahn. Wie unwichtig.</p>
<figure id="attachment_2089" aria-describedby="caption-attachment-2089" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2089" title="Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo-244x300.jpg" alt="Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de" width="244" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo-244x300.jpg 244w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/altemenschenlogo.jpg 408w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2089" class="wp-caption-text">Alte Menschen (Kampagne) Quelle gotthal.de</figcaption></figure>
<p>Je älter die Menschen werden, vereinsamen sie zunehmend, denn es fällt ihnen immer schwerer, noch Kompromisse einzugehen und sich Partner auszusuchen, die ihren hohen Standards das Wasser reichen können. Insofern wäre es daher nicht schlecht, wenn sich jetzt mehr und mehr neue Wohngemeinschaften bilden, in denen Menschen wieder mehr lernen, anstatt ein Single-Dasein zu fristen, die Kompromisse gemeinsamer Lebensführung auszuhalten. Wegen der starken und immer mehr zunehmenden, ausgesprochen ausgeglichenen Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt stehen gerade für ein solches Vorhaben die Chancen sehr gut. Denn ein großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen, deren Vermieter lernen müssen, weitere Zugeständnisse zu machen, um ihre &#8218;Hütten&#8216; überhaupt noch vermieten zu können, ist auch eine große Chance für die Gründung von (neuen) Wohngemeinschaften. Daneben gibt es noch andere, ganz reizvolle, neue Formen künftigen Zusammenlebens. <strong>gesichtspunkte.de</strong> wurde kürzlich beispielsweise auf das Projekt eines Mehrgenerationenhauses in der Schönholzer Str. in Berlin-Mitte aufmerksam, dass durchaus als Modellcharakter bezeichnet werden kann. Das Bauvorhaben <a title="externer link" href="http://www.luu-berlin.de" target="_blank">kann hier virtuell besucht werden</a>. In der Objektbeschreibung heißt es wie folgt:</p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> <strong>Objektbeschreibung:</strong> Mehrgenerationenwohnen in Passivhausbauweise, generationsübergreifend, sozial gemischt, nachbarschaftlich orientiert. Das Projekt besteht aus jungen und älteren Menschen, Alleinerziehenden und Familien mit Kindern. Im EG steht eine Einheit für eine wohnungsverträgliche gewerbliche Nutzung zur Vermietung.&#8220; (Zitat Website)</p></blockquote>
<p>Das Objekt ist als Eigentumswohnanlage konzipiert. Und da sich die Projektanten ausgedacht haben, dass tatsächlich mehrere Generationen, ja Opa und Oma, Mutter, Vater und Kind dort unter einem Dach leben sollen, wurden deren besondere Belange im Angesicht individueller Bedürfnisse mitgeschnitten. So wird beispielsweise dem Umstand Tribut gezollt, dass ältere Menschen möglicherweise nicht mehr so viel Interesse haben, noch Eigentum zu erwerben und damit Kapital zu binden. Für diese Gruppe von wünschenswerten Bewohnern gründeten die Gesellschafter auch eine Genossenschaft, an der diese Menschen Anteile erwerben wollen. Solche innovativen Projekte kann man daher durchaus als Modelle für künftiges Wohnen begreifen.</p>
<p>Weiterführende Links</p>
<p><a title="externer link" href="http://www.luu-berlin.de" target="_blank">LUU &#8211; Living in Urban Units</a></p>
<p><a title="externer link" href="http://luu-berlin.blogspot.com" target="_blank">Weblog des Wohnprojekts Schönholzer Str.</a></p>
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