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	<title>Stolpersteine &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Stolpersteine &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1297-12 &#8211; Prognosen: Es ist jetzt was los in Verwalterland Deutschland, die Karten werden neu gemischt für 2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 09:04:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man merkt diesem Blog an, wenn es hyperaktiv geschrieben wird, wie die Leserzahlen sind. Dann ist hier richtig was los. Das schreibe ich ja ehrenamtlich, so wie &#8222;Geschäftsführung ohne Auftrag&#8220;, juristendeutschtechnisch ausgedrückt. Momentan habe ich kaum Zeit zu bloggen, viel zu tun. Doch heute Morgen ist das Telefon still und niemand ruft mich an. Ich ... <a title="1297-12 &#8211; Prognosen: Es ist jetzt was los in Verwalterland Deutschland, die Karten werden neu gemischt für 2013" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/163912-prognosen-es-ist-jetzt-was-los-in-verwalterland-deutschland-die-karten-werden-neu-gemischt-fur-2013/" aria-label="Mehr Informationen über 1297-12 &#8211; Prognosen: Es ist jetzt was los in Verwalterland Deutschland, die Karten werden neu gemischt für 2013">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-352" title="Prognosen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconprognosen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_13150" aria-describedby="caption-attachment-13150" style="width: 566px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Innsbrucker.Str_.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13150" title="Quelle: Pharus-Plan, Stand Mai 1930, Gebiet Schöneberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Innsbrucker.Str_.jpg" alt="Quelle: Pharus-Plan, Stand Mai 1930, Gebiet Schöneberg" width="576" height="651" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Innsbrucker.Str_.jpg 576w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Innsbrucker.Str_-265x300.jpg 265w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13150" class="wp-caption-text">Quelle: Pharus-Plan, Stand Mai 1930, Gebiet Schöneberg</figcaption></figure>
<blockquote><p>Man merkt diesem Blog an, wenn es hyperaktiv geschrieben wird, wie die Leserzahlen sind. Dann ist hier richtig was los. Das schreibe ich ja ehrenamtlich, so wie &#8222;Geschäftsführung ohne Auftrag&#8220;, juristendeutschtechnisch ausgedrückt. Momentan habe ich kaum Zeit zu bloggen, viel zu tun. Doch heute Morgen ist das Telefon still und niemand ruft mich an. Ich bin nicht böse. Alles gut. Zeit zu bloggen!</p></blockquote>
<p>Es ist viel los in Hausverwaltungs-Deutschland dieser Tage und in Berlin. Jetzt werden gerade wieder die Karten gemischt, so wie jedes Jahr um diese Zeit. Wohnungseigentümer aller Stadtteile sind mit ihren Verwaltungen unzufrieden. Aber auch Verwalter sind mit ihren Wohnungseigentümern teils unzufrieden. Man will sich voneinander trennen, aus welchen Gründen auch immer.</p>
<p>Alte Verwalterbestellungen werden nicht verlängert. Neue sind noch auf Orientierungssuchpfad. Wen nehmen? Alle versprechen das Blaue vom Himmel herunter, das ist normal. Wenn es nach dem schriftsätzlichen Angebot geht oder nach dem Reden, sind einige der Verwaltungsbewerber Anwärter auf die goldene Peperoni: Sie sind einfach rattenscharf. Andere wiederum sind gähnend langweilig vor lauter Sachlichkeit und ihre Angebote sind bereits irgendwie einschläfernd.</p>
<p><span id="more-13148"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_13151" aria-describedby="caption-attachment-13151" style="width: 507px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Wilmersdorf.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13151" title="Quelle: Pharus-Plan von Wilmersdorf, Stand Mai 1930" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Wilmersdorf.jpg" alt="Quelle: Pharus-Plan von Wilmersdorf, Stand Mai 1930" width="517" height="674" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Wilmersdorf.jpg 517w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/Pharus-Plan.Mai1930.Wilmersdorf-230x300.jpg 230w" sizes="(max-width: 517px) 100vw, 517px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13151" class="wp-caption-text">Quelle: Pharus-Plan von Wilmersdorf, Stand Mai 1930</figcaption></figure>
<p>Was für Typen sind das eigentlich, so Hausverwalter? Sind es &#8222;graue Mäuse&#8220;, &#8222;anthrazitfarbene Stadtratten&#8220; oder gar &#8222;Stadtaffen&#8220;, so wie Peter Fox sie besang? Sie tragen mausgraue Zweireiher, Schlips und reden sich um Kopf und Kragen? Glaubwürdigkeit ist wohl wichtiger als Kostümchen tragen und Pumps. &#8222;Ein Verwalter muss auch ein Typ sein&#8220;, irgendwie. Sagte mal jemand zu mir und sagte: &#8222;Du bist ein Typ.&#8220; Aber was für einer?</p>
<p>Mit unseren Bewerbungen bin ich im Grunde unglücklich. Sie entstanden als Arbeitsentwürfe vor vielen Jahren und wurden immer wieder angepasst, überarbeitet und inhaltlich neu gefasst. Aber man hat so &#8222;sein System&#8220;, wie man es macht. Erfolgreich sind die Bewerbungen rückblickend gewesen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="http://player.vimeo.com/video/23032353?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=1" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/23032353">Silly-Erinnert feat. Jan Josef Liefers</a> from <a href="http://vimeo.com/sillychannel">sillychannel</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Ich danke dir. Du hast mich an mich erinnert<br />
Mich und mich, Porzellan und Elefant<br />
Ich komm zu mir. Du hast mich an mich erinnert<br />
Ohne dich hätte ich mich nicht erkannt</p>
<div>Silly &#8222;Erinnert&#8220; &#8211; Album &#8222;Alles rot&#8220;, Text: <a title="externer Link" href="http://www.rockpoet.de/Der_Autor/der_autor.html" target="_blank">Werner Karma</a></div>
<div> </div>
</blockquote>
<p>Alles was andere mit Firmenautos, Anzeigen und &#8222;Imagebroschüren&#8220; machen, hielt ich im Grunde immer für Quatsch. Früher war eine rechenbare, jedoch teure Größe die Telefonbuchwerbung in den Gelben Seiten. Mein &#8222;Schwiegervater in spe&#8220; suchte sich seinerzeit gleich als erstes die Gelbe Seiten-Werbeanzeige heraus und verglich sie mit der von dem Reisebüro, in dem er arbeitet. Er beschied seine Tochter: &#8222;Die ist ja größer als unsere&#8220; und gab ihr den Segen. Urbi et orbi. Jetzt habe ich vier Kinder und würde gern von mir sagen, ich führe seit vielen Jahren eine glückliche Ehe mit einer großartigen Frau.</p>
<figure id="attachment_13154" aria-describedby="caption-attachment-13154" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07621.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13154" title="Paparazzi bei der Arbeit: Architekt fotografiert Giebelwände!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07621-1024x576.jpg" alt="Paparazzi bei der Arbeit: Architekt fotografiert Giebelwände!" width="640" height="360" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07621-1024x576.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07621-300x168.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07621.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13154" class="wp-caption-text">Paparazzi bei der Arbeit: Architekt fotografiert Giebelwände!</figcaption></figure>
<p>Seit den Achtzigern habe ich menschlich viele, viele Veränderungen durchgemacht. Erst war ich ein junger Karrierist, fuhr einen weißen Mercedes Benz (mit stoffbraunen Bezügen) und einem Bosch-Autotelefon, C-Netz, Anschaffungspreis für das Telefon: 6.500,- Deutschbucks. Später fuhr ich einen Mercedes Benz 220 Coupé, Baujahr 1964 in weiß mit schwarzem Dach und Eichenholzinterieur. Drinnen eine großartige Stereoanlage mit CD-Wechsler und hörte vorzugsweise Steve Vai, Toto und Prince. Was für eine Mischung. Dann entdeckte ich das Motorradfahren und war sukzessive &#8222;karrieristische Attitüden&#8220; über Bord. Ich entdeckte mich und meine Neigungen Stück für Stück mehr und gewann an innerer Freiheit, schwamm weg vom beruflichen mainstream und zog mein Ding stärker durch. Das hat mir gut getan.</p>
<p>Inzwischen sind mir viele dieser Dinge überhaupt nicht mehr wichtig, ich bin fünfzig Jahre alt und bin weitgehend &#8222;nicht einzuordnen&#8220; für andere. Darauf lege ich auch Wert. Beruflich finde ich Authentizität wichtig, Ehrlichkeit und offenes Miteinander. Durch die verschiedenen Erfahrungen meines beruflichen Lebens bin ich viel sicherer geworden und manchmal belächele ich die Unsicherheit viel jüngerer Kollegen mit einem Augenzwinkern. Ja, dann erinnere ich mich an mich selbst &#8222;Ich danke Dir, du hast mich an mich erinnert,&#8220; singt die Band SILLY auf einem ihrer großartigen Songs auf dem Album &#8222;ALLES ROT&#8220;. Genau so ist es. Die Leute von SILLY sind alle ähnlich alt wie ich, aber haben ganz andere Lebensläufe.</p>
<figure id="attachment_7294" aria-describedby="caption-attachment-7294" style="width: 258px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/nobody.cant_.reach.us_.the_.wa_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7294" title="Nobody can´t reach us the water! Unvergleichlich!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/nobody.cant_.reach.us_.the_.wa_.jpg" alt="Nobody can´t reach us the water! Unvergleichlich!" width="268" height="369" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/nobody.cant_.reach.us_.the_.wa_.jpg 268w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/nobody.cant_.reach.us_.the_.wa_-217x300.jpg 217w" sizes="auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7294" class="wp-caption-text">Nobody can´t reach us the water! Unvergleichlich!</figcaption></figure>
<p>In Berlin-Schöneberg schmeißen sie an der Hauptstr. gerade ihren Verwalter raus. Das Haus kenne ich schon sehr lange, weil berufliche Kollegen von mir es früher verwalteten. Nun werden wir gefragt und geben ein Angebot ab.</p>
<p>In Berlin-Wilmersdorf liegen vor dem Haus fünfzehn Stolpersteine verlegt, denn in diesem Haus haben fünfzehn Juden gelebt, die während des Nationalsozialismus von hier, ihrem letzten Berliner Wohnsitz nach Auschwitz und Treblinka, Sobibor und Maidjanek deportiert wurden. Weil ich das Projekt &#8222;Stolpersteine&#8220; stets besonders aufmerksam beobachtet und gefördert habe, spricht mich die Idee an, dieses geschichtsbehaftete Haus zu verwalten. Wir würden das gern tun, denke ich, es passt zu uns. Weil wir uns dessen so bewusst sind.</p>
<figure id="attachment_13152" aria-describedby="caption-attachment-13152" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_9563.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13152" title="&quot;Du willst es. Du kriegst es!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_9563-768x1024.jpg" alt="&quot;Du willst es. Du kriegst es!" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_9563-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_9563-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_9563.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13152" class="wp-caption-text">&#8222;Du willst es. Du kriegst es!</figcaption></figure>
<p>In Berlin-Schöneberg haben wir aufgrund unseres Umzugs kein Angebot abgegeben, in dem Haus, in dem die Familie von Graf zu Stauffenberg einst ihre Stadtwohnung hatte. In Berlin-Nikolassee wohnte die Familie von Graf zu Stauffenberg in der Tristanstr.. Dort im Wohnzimmer stand die Aktentasche mit der Bombe, die Hitler zerreißen sollte, was misslang. Jetzt ist das Haus eine kleine WEG, die wieder einen Verwalter sucht. Schon 2008 suchten sie einen, ach, es wird öfter gesucht, als gut ist.</p>
<p>Denn Verwalterwechsel schleifen ja auch die Unterlagen und Aktenbestände. Bei jedem Verwalterwechsel geht ein Stück Identität des Hauses verloren. Mit Ausnahme derjenigen Wechsel, die um gut durchgeführt zu werden, auch ein Stück Aufarbeitung unzulänglicher Vorverwaltung betreffen. Häufig steht das an.</p>
<p>Anderswo in Berlin-Schöneberg wohnen heute die Menschen um einen Innenhof herum, der schwarz-weiß kariert verlegt ist und an dessen oberem Ende ein gut abdeckendes Glasdach draufgebaut ist. Es ist wetttergeschützt dort und die Kellerabgangstreppe zu den mehr als 2,80 m hohen Kellergängen ist trockenen Fußes auch bei schlechtem Wetter erreichbar. Sehr schön ist der alte Aufzug des Hauses, das 2012 ihr hundertjähriges Jubiläum feierte. Das ist schön, schöner als schön.</p>
<p>All diese Wohnungseigentümer suchen rastlos und ruhig nach neuen Verwaltern. Wir sind im Gespräch, werden um Angebote gebeten und geben dieser Tage unsere ab. Ob sie sich wohl positiv von den anderen Angebotstexten abheben werden?</p>
<figure id="attachment_13153" aria-describedby="caption-attachment-13153" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07550.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13153" title="Aufzugsschild von &quot;anno zwirn&quot;, Berlin-Schöneberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07550-1024x576.jpg" alt="Aufzugsschild von &quot;anno zwirn&quot;, Berlin-Schöneberg" width="640" height="360" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07550-1024x576.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07550-300x168.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC07550.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13153" class="wp-caption-text">Aufzugsschild von &#8222;anno zwirn&#8220;, Berlin-Schöneberg</figcaption></figure>
<p>Schreiben kann ich inzwischen besser. Ich habe in den letzten Jahren viel dazu gelernt. Ob ich aber auch die Herzen der Angebotsempfänger erreiche, ist ungewiss. Ich werde es bald wissen. Und wieder etwas aus mir selbst und unseren angedachten Vorhaben lernen, Konsequenzen ziehen. Nur eins werde ich mit Sicherheit nicht tun. Wir werden uns nicht verbiegen. Es gilt das Prinzip des &#8222;aufrechten Gangs&#8220;. Mit Verve.</p>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>838-11 &#8211; Linktipp: Berlin ist nicht Gelsenkirchen, aber Gelsenkirchen ist auch Berlin #Stolpersteine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 10:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Jahrgang 1898 Verhaftet 7.8.1943 &#8218;Hochverrat&#8216; Hingerichtet 20.4.1944 Plötzensee schrieb einen Abschiedsbrief: Liebe Frau ! Die letzten Grüße sendet Dir Dein Paul. Werde Deiner gedenken bis zum letzten Atemzug. Grüße Bernhart und Jule, Johann und Maria nebst Tante Tine und Kinder, Peter, Maria und Kinder, Trautchen, Jupp und die Kleinen. Auch Anna Krauth grüße (Quelle: hier) ... <a title="838-11 &#8211; Linktipp: Berlin ist nicht Gelsenkirchen, aber Gelsenkirchen ist auch Berlin #Stolpersteine" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/1181-11/" aria-label="Mehr Informationen über 838-11 &#8211; Linktipp: Berlin ist nicht Gelsenkirchen, aber Gelsenkirchen ist auch Berlin #Stolpersteine">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_7106" aria-describedby="caption-attachment-7106" style="width: 990px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7106" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/07/Stolperstein.Edith.Mueller.jpg" alt="Stolperstein Edith Müller, geborene Wertheim, verlegt Waltraudstr. 27, 14169 Berlin" width="1000" height="1000" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/07/Stolperstein.Edith.Mueller.jpg 1000w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/07/Stolperstein.Edith.Mueller-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/07/Stolperstein.Edith.Mueller-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-7106" class="wp-caption-text">Stolperstein Edith Müller, geborene Wertheim, verlegt Waltraudstr. 27, 14169 Berlin</figcaption></figure>
<blockquote><p>Jahrgang 1898<br />
Verhaftet 7.8.1943<br />
&#8218;Hochverrat&#8216;<br />
Hingerichtet 20.4.1944<br />
Plötzensee</p>
<p>schrieb einen Abschiedsbrief:<br />
Liebe Frau ! Die letzten Grüße sendet Dir Dein Paul. Werde Deiner gedenken bis zum letzten Atemzug. Grüße Bernhart und Jule, Johann und Maria nebst Tante Tine und Kinder, Peter, Maria und Kinder, Trautchen, Jupp und die Kleinen. Auch Anna Krauth grüße (Quelle: <a title="externer Link" href="http://www.stolpersteine-gelsenkirchen.de/stolpersteine_paul_bukowski.htm" target="_blank" rel="noopener">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Als wir uns entschlossen</strong>, in der Berlin-Zehlendorfer Waltraudstr. einen Stolperstein verlegen zu lassen, bzw. dessen Verlegung finanzieren zu wollen, wussten wir bereits von mehr als zwanzigtausend verlegten Stolpersteinen &#8222;all over Europe&#8220;. Dass Berlin nicht Gelsenkirchen ist, ist richtig. Dass sich aber Gelsenkirchen auch in Berlin abgespielt hat, wird deutlich, wenn man die Website des Projekts Stolpersteine -Gelsenkirchen- ansteuert. Auf diese Weise war Gelsenkirchen einmal auf furchtbare Weise der &#8222;Berliner Speckgürtel&#8220;, von dem sich die Schergen von Heinrich Himmler Futter für ihre Tötungsindustrie zuführten. Denn dort lebte früher <strong>Paul Bukowski</strong>, der in Plötzensee hingerichtet wurde. <strong>Der Mund verstummt, aber das Herz schweigt nie</strong>! Ein Stolperstein kostet den Spender/Finanzier übrigens bisschen über 90,- €. <strong>Gut investiertes Geld</strong>!</p>
<p><span style="color: #888888;">(Mit Dank an Szuzsi Klara Schindler via facebook)</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Projekt-Website: <a title="externer Link" href="http://www.stolpersteine-gelsenkirchen.de" target="_blank" rel="noopener">Stolpersteine Gelsenkirchen</a></li>
<li>Zehlendorf: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/07/8832010/" target="_blank" rel="noopener">Erinnerungen an Edith Müller, die in der Waltraudstr. wohnte</a></li>
</ul>
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		<title>534-10 &#8211; FotoPodcast: Neuer Stolperstein in Berlin-Zehlendorf verlegt</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/fotopodcast-neuer-stolperstein-in-berlin-zehlendorf-verlegt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 13:43:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute hat der Kölner Künstler Günter Demnig vor dem Haus Waltraudstr. 27, 14169 Berlin einen neuen Stolperstein verlegt. Der Stein wurde vom Büro Gotthal finanziert. Er erinnert an Edith Müller geb. Wertheim, die in Auschwitz umgekommen ist! Das Büro Gotthal hat bereits mehrere solcher Verlegungen gezielt vermittelt. Ein genauerer Bericht folgt nach. &#8211; Posted using ... <a title="534-10 &#8211; FotoPodcast: Neuer Stolperstein in Berlin-Zehlendorf verlegt" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/fotopodcast-neuer-stolperstein-in-berlin-zehlendorf-verlegt/" aria-label="Mehr Informationen über 534-10 &#8211; FotoPodcast: Neuer Stolperstein in Berlin-Zehlendorf verlegt">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-232" title="Icon fotowelt" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/fotowelt.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><strong>Heute hat der Kölner Künstler Günter Demnig</strong> vor dem Haus Waltraudstr. 27, 14169 Berlin einen neuen Stolperstein verlegt. Der Stein wurde vom Büro Gotthal finanziert. Er erinnert an Edith Müller geb. Wertheim, die in Auschwitz umgekommen ist! Das Büro Gotthal hat bereits mehrere solcher Verlegungen gezielt vermittelt. <strong>Ein genauerer Bericht folgt nach</strong>.<br />
<a title="See more at MobyPicture.com" href="http://www.mobypicture.com/user/gotthal1/view/6927054"><img decoding="async" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/07/bd4ff667c363521e30d9124d635ddc30.jpg" alt="Image posted by MobyPicture.com" width="400" /></a><br />
&#8211; Posted using <a href="http://www.mobypicture.com">MobyPicture.com</a></p>
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		<title>431-10 &#8211; Jahrestag: Der 12. April 2010 als Gedenktag wurde/wird in Berlin unbeachtet begangen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 09:34:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Über die Berliner umgekommenen Juden während der Naziherrschaft (1933-1945) ist offenbar genau Buch geführt worden. Allerdings ist wahrscheinlicher, dass auch noch welche nicht erfasst sind. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Am 12. April ist der Holocaustgedenktag der Juden. Diese Feier setzte gestern in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Fasanenstr. in Berlin-Wilmersdorf ein ... <a title="431-10 &#8211; Jahrestag: Der 12. April 2010 als Gedenktag wurde/wird in Berlin unbeachtet begangen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/7752010/" aria-label="Mehr Informationen über 431-10 &#8211; Jahrestag: Der 12. April 2010 als Gedenktag wurde/wird in Berlin unbeachtet begangen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-260" title="Historie" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconhistorie_100x22.jpg" alt="" width="100" height="22" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6410" title="55696 ermordete Berliner Juden" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/55696.ermordete.Berliner.Ju_.jpg" alt="55696 ermordete Berliner Juden" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/55696.ermordete.Berliner.Ju_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/55696.ermordete.Berliner.Ju_-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Über die Berliner</strong> umgekommenen Juden während der Naziherrschaft (1933-1945) ist offenbar genau Buch geführt worden. Allerdings ist wahrscheinlicher, dass auch noch welche nicht erfasst sind. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Am 12. April ist der Holocaustgedenktag der Juden. Diese Feier setzte gestern in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Fasanenstr. in Berlin-Wilmersdorf ein und dauert noch fort: Es werden jetzt die Namen der 55.696 erfassten, ermordeten Juden <strong>aus dem Buch vorgelesen</strong>.</p>
<p><span id="more-6409"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wNWYx4oapCw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="405" src="http://www.youtube.com/v/wNWYx4oapCw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Berlin-Wilmersdorf, Jüdische Gemeinde Berlin &#8211; 12. April 2010 (via Youtube)</span></p>
<p><strong>In der Berliner Fasanenstr</strong>. war es gestern Nachmittag relativ bescheiden gefüllt. Ein Rabbi sang Lieder, in denen die Worte Ausschwitz, Buchenwald, Treblinka fallen. Es wird der Opfer gedacht, die die Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten &#8222;bearbeitet&#8220; hat, gewissenhaft, perfekt und deutsch.</p>
<p><strong>Wer sich vor Augen führt</strong>, dass es näherungsweise 55.700 bis unklar mehr Juden waren, die infolge des Nationalsozialismus umgekommen sind, dem wir spätestens jetzt klar, dass die Anzahl der in Berliner bislang verlegten Stolpersteine mit dieser Opferzahl noch nicht korrespondiert.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1249" title="Trauerkerze" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/trauerkerze.gif" alt="" width="124" height="115" /></strong></p>
<p><strong>Dazu heißt es</strong> bei Wikipedia (und durch uns überprüft) auszugsweise derzeit:</p>
<blockquote><p> &#8222;Bis Januar 2010 hat Gunter Demnig über 23.000 Steine in etwa 550 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Polen, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt. Erste Stolpersteine in Norwegen und Dänemark sind im Jahr 2010 geplant.&#8220; (Wikipedia, Stichwort Stolpersteine <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine" target="_blank">hier</a>, telefonisch noch erfragt bei der Projektkoordinatorin Uta Franke)</p></blockquote>
<p><strong>2.704 (Stand März 2010)</strong> <strong>Stolpersteine</strong> sind lt. Auskunft von Carola Weinholz von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin verlegt. Es wird deutlich: da fehlen noch rund 53.000 Stolpersteine (Zahl gerundet) allein für die Berliner Juden, und ganz zu schweigen von der weitaus größeren Anzahl weiterer Opfer aus allen gesellschaftlichen Schichten der Zeit von 1933 bis 1945. Dass diese Zahl mindestens sechsstellig ist, aber nicht genau nachrechenbar, stört vielleicht die Buchhalter, lässt aber die Vermutung zu, dass wir noch lange nicht alles getan haben, um derer zu erinnern, deren Gedenken wir in einem guten Sinne im Schilde führen sollten.</p>
<p><strong>Klar ist</strong>: es gibt nur noch sehr wenige Überlebende des Holocaust und die es noch gibt, werden bald eines natürlichen Todes sterben. Sich der Gestorbenen bis 1945 zu erinnern, heißt, die Geschichte wachzuhalten. Und dazu besteht auch hinreichender Anlass. Nur weil die Jahre ins Land gegangen sind, wird die Erinnerung daran nicht unwichtiger. Das öffentlich rechtliche Fernsehen strahlte Anfang dieser Woche eine lange Dokumentation über den Genozid an den Armeniern (1916) aus, die in der Türkei auf einen langen Todesmarsch geschickt wurden. Über die Ära Stalin in der nachrevolutionären UdSSR ist inzwischen viel bekannt. Das letzte Jahrhundert war noch bis zur Jahrtausendwende eines der Massenmörder, überall auf der Welt, u.a. in Ruanda.</p>
<p><strong>Wer angesichts dessen</strong> sagt, das sei Vergangenheit und die müsse man ruhen lassen, <strong>irrt</strong>. <strong>Wir könnten noch viel mehr tun, wenn es uns nur bewusst wäre&#8230;</strong></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></strong></p>
<ul>
<li><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/stolpersteine" target="_blank">Projekt Stolpersteine</a> (auf gotthal.de)</li>
<li><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=stolpersteine" target="_self">Projekt Stolpersteine</a> (auf gesichtspunkte.de)</li>
</ul>
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		<title>38-09 &#8211; Stolpersteine sind aktive Erinnerungsbrücken und bedürfen individueller Befragung bei den Bewohnern</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/stolpersteine-sind-aktive-erinnerungsbrucken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 11:25:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Mitte]]></category>
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		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>
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					<description><![CDATA[Über das Projekt Stolpersteine ist auf der Website des Büro Gotthal seit längerem gezielt berichtet worden. Und auch auf gesichtspunkte.de wurde das Thema immer wieder neu berichtet, aus den jeweils dort genannten Gründen. Ein Erfahrungsbericht aus Anfang September 2009 berichtet über erste Befragungen und Erfahrungen. Verwalter von Mehrfamilienhäusern müssen derartige Erfahrungen erst einmal machen. Privatleute ... <a title="38-09 &#8211; Stolpersteine sind aktive Erinnerungsbrücken und bedürfen individueller Befragung bei den Bewohnern" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/stolpersteine-sind-aktive-erinnerungsbrucken/" aria-label="Mehr Informationen über 38-09 &#8211; Stolpersteine sind aktive Erinnerungsbrücken und bedürfen individueller Befragung bei den Bewohnern">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1961" aria-describedby="caption-attachment-1961" style="width: 215px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1961" title="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09-225x300.jpg" alt="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" width="225" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09.jpg 375w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-1961" class="wp-caption-text">Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)</figcaption></figure>
<p>Über das Projekt Stolpersteine ist auf der Website des Büro Gotthal seit längerem <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/stolpersteine" target="_blank">gezielt berichtet worden</a>. Und auch auf <strong>gesichtspunkte.de</strong> wurde das Thema immer wieder neu berichtet, aus den jeweils dort genannten Gründen. Ein Erfahrungsbericht aus Anfang September 2009 <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/stolpersteine-ein-praxisbericht/" target="_blank">berichtet</a> über erste Befragungen und Erfahrungen. Verwalter von Mehrfamilienhäusern müssen derartige Erfahrungen erst einmal machen. Privatleute vielleicht nicht. Oder doch? Wohnungseigentümer kommen in Versammlungen zusammen. Bis die Versammlung stattfindet, legt sich die Verwalterin aufgrund von Anregungen oder aufgrund vollkommen freien, eigenen Ermessens Erinnerungs<strong>krümel</strong> an, darüber wurde <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/kruemel/" target="_self">hier berichtet</a>. Was Krümel sind. Krümel sind <strong>Gesichtspunkte</strong>. Nichts anderes.</p>
<p>Das Projekt Stolpersteine wird von bezirklich unterschiedlichen Projektkoordinatoren betreut, die Einsicht nehmen in das Berliner Gedenkbuch für die Verfolgten des NS-Regimes. Wohnanschriften müssen verzeichnet sein. Eine ganz bestimmte Adresse lässt sich recherchieren. Manchmal muss das Vermessungsamt helfen. Hat die Straße eine Namensänderung erhalten? Wurde sie, nach Einführung der aktuellen GrundstücksnummerierungsVO, umnummeriert. So entgeht kein Opfer des NS-Regimes, das verzeichnet ist, einer nochmaligen, gewissenhaften Recherche.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3112"></span><strong>***</strong></p>
<p>Wohnungseigentümer <strong>wollen</strong>, worüber wir ebenfalls berichtet hatten, vielfach nur solche Stolpersteine sponsoren, die auch einen <em>ganz direkten Bezug zur konkreten Hausadresse </em>haben. Das ist irgendwie auch verständlich, selbst wenn der Berichterstatter darüber etwas anders denkt. Denn ich laufe ja auch manchmal durch Berlin-Mitte, Nähe Oranienburger Str., und dann bin ich tief berührt, wenn ich an jeder Hausadresse gleich ein paar solcher Steine sehe. Überhaupt bin ich nur &#8222;durch frischen Wind in meiner Nase&#8220; überhaupt auf diese Idee gekommen, Stolpersteine gezielt zu fördern. Und ich war in Auschwitz.</p>
<p>Da haben früher viele <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juden" target="_blank">Juden</a> gelebt, in Mitte war was los. Bevor sie alle deportiert wurden. Aber auch Andersdenkende, sexuell anders orientierte Menschen, Zigeuner usw. usw&#8230; Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Das Projekt Stolpersteine ist kein Projekt zum massenhaften Gedenken an die umgekommenen Juden, obwohl diese nachweislich die allergrößte Bevölkerungsgruppe der Opfer des NS-Regimes darstellen. Das Projekt erinnert an &#8222;alle Verfolgten&#8220; des NS-Regimes an der mutmaßlichen Stelle ihres letzten freiwillig gewählten Aufenthaltsorts (der Wohnanschrift). Die Vorsitzende des <a title="externer Link" href="http://www.zentralratdjuden.de" target="_blank">Zentralrats der Juden</a>, Charlotte <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Knobloch" target="_blank">Knobloch</a>, hat sich beispielsweise eher ablehnend dem Projekt gegenüber <a title="externer Link" href="http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2626.html?sstr=Stolpersteine" target="_blank">geäußert</a>. Frau Knobloch ist eine sympathische, freundliche Frau mit einer anderen Meinung. Das ist ihr gutes Recht. Ihre Bedenken, Stolpersteine seien eine Missachtung der Opfer, deren Würde werde buchstäblich nochmals mit Füssen getreten&#8220;, teilt <strong>gesichtspunkte.de</strong> jedoch nicht. Wer reinen Herzens ist, empfindet den Anblick eines Stolpersteines <strong>rein </strong>und nicht umgedeutet als Fußtritt. Er wird zu jeder Zeit und an jedem Ort in angemessener, würdiger Weise an einen lieben, armen Menschen erinnert, der einmal gelebt hat und der vor langer Zeit verschleppt und ermordet wurde. Eine persönlichere Berührung mit ehemals lebenden Menschen und ihrem Gedenken -in liebender Sicht- halten wir anderweitig kaum für möglich, insbesondere nicht, indem man an einem ganz bestimmten Platz in Berlin gesichtslose, schwarz gestrichene Betonstelen durchwandert, an denen sich unbeobachtete Hirnis &#8222;auspinkeln&#8220;, und geschichtsunbewusste Jugendliche den Walkman über die Ohren streifen, bzw. Handygames spielen. Stolpersteine sind viel kleiner und wenigstens sehr konkret. <strong>Ein Mensch, ein Leben. Ein Schicksal. </strong></p>
<p>Zuerst fragst du also an, ob ein Betroffener des NS-Regimes an der konkreten Wohnadresse gelebt hat? Die Antwort kann durchaus &#8222;Nein&#8220; lauten. Und dann machst du dir weitere Gedanken, denn du findest den Gedanken wichtig, das Projekt zu unterstützen.</p>
<p>&#8211; <strong>erstens </strong>gibt es an der unmittelbaren Adresse (Haus Nr. ) keine Verfolgten des NS-Regimes, derer mit einem Stolperstein gedacht werden könnte,<br />
&#8211; <strong>zweitens </strong>stellt sich die Überlegung, ob beispielsweise auch an anderer Adresse (andere Hausnummer) ein solcher Stein beispielsweise durch dich gesponsort werden dürfte?, sozusagen als ein Zeichen in dieser Zeit,<br />
&#8211; <strong>drittens </strong>stellt sich noch die Überlegung an, wenn dies nicht, dann eventuell einfach mal im &#8222;eigenen Dunstkreis&#8220; zu schauen, ob es nicht möglich, überall woanders auch noch solche Steine bei überschaubaren Kosten zu sponsoren?</p>
<p>Das darf und kann auch die abweichende Wohnanschrift sein. Was man aber wissen sollte:</p>
<p>&#8222;Inzwischen (Juli 2009) hat Gunter Demnig über 20.000 Steine in etwa 430 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt.&#8220; (Zitat aus Wikipedia-Eintrag Stolpersteine)</p>
<p>Wer also über das Delta nachdenkt zwischen 20.000 Steinen und 6 Mio. Opfern, allein in deutschen Konzentrationslagern, der bemerkt, wie weit die Anzahl der Steine und der Opfer noch auseinanderfällt. Würde man noch zusätzlich darüber nachdenken, wie man mit den mindestens 20 Millionen Opfern der Stalinzeit umgeht, so könnte diese Idee fast weltumspannend Platz greifen. Auch wegen <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pol_Pot" target="_blank">Pol Pot</a> in Kambodscha und warum nicht für die <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Desaparecidos" target="_blank">Opfer</a> der argentinischen Militärjunta. Diese Frage stellen wir uns in Deutschland nicht, wegen des Michels großer, eigener Nase, an die wir uns aber beherzt fassen dürfen. Wir können aber festhalten: Es gibt genügend Möglichkeiten, angemessene Erinnerungen an personifizierbares Unglück in Deutschland und auf der ganzen Welt zu verlegen.</p>
<p><strong>Es ist naheliegend, dass derartige Überlegungen Platz greifen dürfen. Und sie sollten es auch.</strong></p>
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		<title>22-09 &#8211; Stolpersteine erinnern uns an schwere, vergangene Zeiten &#8211; ein erster Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/stolpersteine-ein-praxisbericht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 08:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Spandau]]></category>
		<category><![CDATA[Wilmersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein erster Erfahrungsbericht Das Projekt Stolpersteine wird seit geraumer Zeit auf der Homepage des Büro Gotthal aktiv gefördert. Der Grundgedanke dabei ist eine Art &#8222;Charity-Überlegung&#8220;, wonach eine Hausverwaltung nicht nur Hausverwaltung anzubieten hat, sondern vielmehr auch in geschichtlichen Dimensionen denken dürfe, insbesondere wenn diese etwas mit dem Oberbegriff Wohnen &#8211; Menschen &#8211; Lebenslinien zu tun ... <a title="22-09 &#8211; Stolpersteine erinnern uns an schwere, vergangene Zeiten &#8211; ein erster Erfahrungsbericht" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/stolpersteine-ein-praxisbericht/" aria-label="Mehr Informationen über 22-09 &#8211; Stolpersteine erinnern uns an schwere, vergangene Zeiten &#8211; ein erster Erfahrungsbericht">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1961-2" aria-describedby="caption-attachment-1961-2" style="width: 215px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1961 " title="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09-225x300.jpg" alt="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" width="225" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09.jpg 375w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1961-2" class="wp-caption-text">Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)</figcaption></figure>
<p><strong>Ein erster Erfahrungsbericht</strong></p>
<p>Das Projekt <a title="externer Link" href="http://stolpersteine.com" target="_blank">Stolpersteine</a> wird seit geraumer Zeit auf der <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/stolpersteine" target="_blank">Homepage des Büro Gotthal</a> aktiv gefördert. Der Grundgedanke dabei ist eine Art &#8222;Charity-Überlegung&#8220;, wonach eine Hausverwaltung nicht nur Hausverwaltung anzubieten hat, sondern vielmehr auch in geschichtlichen Dimensionen denken dürfe, insbesondere wenn diese etwas mit dem Oberbegriff <strong>Wohnen &#8211; Menschen &#8211; Lebenslinien</strong> zu tun haben. Insofern ist der Ansatz, das Projekt Stolpersteine aktiv zu fördern, keineswegs abwegig.</p>
<figure style="width: 141px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://ssg-itzehoe.de/homepage-alt/sophie-scholl/bilder/sophie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" " title="Sophie Scholl - altes Foto" src="http://ssg-itzehoe.de/homepage-alt/sophie-scholl/bilder/sophie.jpg" alt="Sophie Scholl - altes Foto" width="151" height="210" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Sophie Scholl - altes Foto</figcaption></figure>
<p>Der Background des Berichterstatters hier und heute ist auf jeden Fall ein &#8222;geschichtsversessener&#8220;. Wie war es nur möglich, dass ein ganzes deutsches Volk eine so perfide und perfekt inszenierte Tötungsmaschinerie zuließ? Können wir uns damit trösten, dass es einen deutschen Widerstand gab, dem u.a. ein Graf <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg" target="_blank">von Stauffenberg</a> angehörte, zu dem aber sicherlich noch viele, viele andere <em>gerecht denkende</em> Menschen, wie beispielsweise die hingerichtete <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Scholl" target="_blank">Sophie Scholl</a> gehörten? Wie unterschiedlich mag auch die politische Motivation von von Stauffenberg und Sophie Scholl vor dem individuellen Hintergrund ihrer persönlichen <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biografie" target="_blank">Biografien</a> gewesen sein? Während von Stauffenberg eher einen konservativen Hintergrund (in jener Zeit) hatte, mag Scholl demokratischere Visionen einer lebenswerten Gesellschaft verfochten haben. Beiden gemeinsam ist der gewaltsame Tod durch Hinrichtung. Reicht dieses Erinnern aus, oder gehört dazu auch etwas, was wir noch viel konkreter erledigen können, um nachfolgenden Generationen unsere ganze, deutsche Geschichte vor Augen zu führen? Und insbesondere diejenige, die sich zwischen 1933 und 1945 sogar mit Regierungsverantwortung abgespielt hat? Kürzlich erschien eine umfassende Biografie des SS-Organisators <a title="externer Link" href="http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HimmlerHeinrich/index.html" target="_blank">Heinrich Himmler</a> (Heinrich Himmler, <a title="externer Link" href="http://www.amazon.de/Heinrich-Himmler-Biographie-Peter-Longerich/dp/3886808599" target="_blank">Biografie von Peter Longerich, Verlag Siedler, 1040 Seiten</a>), die ein präzises Bild eines Unmenschen und Spießers versucht nachzuzeichnen, der sich als der federführende Architekt des forcierten Ausbaues von  Konzentrationslagern in Deutschland, und später in den so genannten Ostgebieten &#8222;profilierte&#8220;. Hitler sprach oft davon, wie sehr &#8222;mein Heinrich&#8220; ein &#8222;ergebener Freund und Kamerad&#8220; seiner widerlichen Pläne war. Bis Himmler sich einbildete, im Nachkriegsdeutschland wieder eine maßgebliche Rolle spielen zu können. Ein Biss auf Giftkapseln beendete diese unwirkliche Einbildung. Realitätsverlust pur.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3016"></span><strong>*<span style="color: #ff0000;">*</span>*</strong></p>
<p>Nachdem aktive Fördergedanken (ganz oben) Eingang in unseren beruflichen Alltag als Haus- und Grundstücksverwalter mit Objekten (Häusern) und Subjekten (Menschen) gefunden hatte, folgten den Ankündigungen inzwischen auch Taten. Und das ist beileibe besser, als nur Ankündigungen zu machen, denen keine Taten folgen.</p>
<p>Auf ersten Wohnungseigentümerversammlungen fand das Thema &#8222;Stolpersteine&#8220; aktiv Eingang in die Tagesordnung. Mit unterschiedlichem Ausgang, übrigens. In einer Wohnanlage in Berlin-Wilmersdorf war man zusammenfassend der Auffassung, dass das Projekt &#8222;Stolpersteine&#8220; ein gutes Projekt sei. Es stelle sich aber die Frage, ob eine Wohnungseigentümergemeinschaft sich mit solchen Fragen als &#8222;Fragen der gemeinschaftlichen Verwaltung&#8220; befassen dürfe? Warum eigentlich nicht? Aber es ist sicherlich auch zulässig, derartige Vorhaben, die Förderung/Subvention eines Steins als &#8222;gesellschaftliches Zeichen&#8220; eher als &#8222;reine Privatsache&#8220; von Menschen zu sehen, weniger als &#8222;verwalterische Aufgabe&#8220;. Jedenfalls findet der private Zuordnungsansatz nichtsdestotrotz im Anschluss an diese Versammlung in Berlin-Wilmersdorf drei Förderer, die sich im nachherein bereit erklären, jeweils einen Stolperstein zu sponsoren. Dies teilt die Verwalterin der Wohnanlage in &#8222;drei Stolperstein-Briefen&#8220; dem betreffenden Stolperstein-Projektkoordinator schriftlich mit. Die Antwort des Koordinators erfolgt heute Morgen per Email.</p>
<p>In der konkreten Wohnlage der Straße, in den konkreten Hausnummern, wohnten sechs jüdische Menschen, mit Namen, Geburtsdatum, Geburtsort und Deportationshinweis (&#8217;nach Theresienstadt&#8216;, &#8217;nach Auschwitz&#8216;). Zwei Steine sind schon verlegt, bleiben vier übrig, drei davon sind gesichert, einer fehlt noch. Wenn alle vier übernommen werden, was wahrscheinlich ist, dann ist auch der <strong>vierköpfigen Familie L.</strong>, deportiert am 26. Februar 1943 nach Auschwitz, Vernichtungslager, viermal persönliche Ehrung durch Verlegung der Steine zuteil geworden. Allein in der betreffenden Straße in Berlin-Wilmersdorf wurden <strong>147 </strong>Menschen, die 1939 dort gewohnt haben, Opfer der <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust" target="_blank">Shoa</a>. <strong>Stolpersteine werden am (vermutlich) letzten freiwillig gewählten Wohnsitz der Opfer verlegt. </strong></p>
<p>Andere Wohnanlage, anderer Stadtteil. In Berlin-<strong>Spandau </strong>ist das Projekt &#8222;Stolpersteine&#8220; nicht einmal auf der Tagesordnung. Allerdings haben die Kunden der Hausverwaltung offenbar aktiv auf der Homepage nachgelesen, eventuell auch auf <strong> gesichtspunkte.de</strong>, wo parallel berichtet wurde. Unter Verschiedenes meldet sich eine Wohnungseigentümerin zu Wort und fragt die Gemeinschaft, wollen wir derartiges nicht als WEG machen? Der Versammlungsleiter weist auf das formelle Problem hin, dass der Tagesordnungspunkt nicht geladen sei, derartiges sei daher anfechtbar. Die Wohnungseigentümer verständigen sich &#8222;ad hoc&#8220;, dass es hier nicht um &#8222;Formelkram&#8220; ginge, hier ginge es um ein &#8222;gesellschaftlich relevantes&#8220; Zeichen. Findet der Versammlungsleiter sehr gut, nicht immer nur Förmeln, Regeln, sondern auch mal handeln. Es regt sich kein Widerspruch, alle sind von einem guten Geiste besessen. Die Spandauer finden jetzt, dass es aber einen Zusammenhang mit dem konkreten Haus geben muss. Damit es eine WEG-Angelegenheit ist. Das fanden schon die Berlin-Wilmersdorfer eingangs oben. Also, die Kriterien wiederholen sich. Und in Berlin-Wilmersdorf ist es &#8222;private sponsoring&#8220; und in Berlin-Spandau ist es &#8222;public sponsoring&#8220; (durch die WEG). Verwaltersache bleibt es auf jeden Fall, denn der wird es federführend koordinieren.</p>
<p>Morgen kann es umgekehrt sein. Oder in Rudow, Wedding oder Prenzlauer Berg. <strong>gesichtspunkte.de</strong> wird bei passender Gelegenheit wieder über Erfahrungen im Umgang der Haus-und Grundstücksverwaltung mit derartigen gesellschaftlichen Anliegen berichten. <strong>Wir rufen nochmals dazu auf, dem Projekt Stolpersteine weitere Sponsorenschaften anzubieten, sehr gern auch über uns, soweit aus den Wohnanlagen der Hausverwaltung.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/stolpersteine" target="_blank">Büro Gotthal &#8211; Projekt Stolpersteine</a></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/08/in-stillem-gedenken/" target="_blank">passender Bericht auf mugshooting.de über Besuch Max Liebermann Villa</a></p>
<p><a title="externer Link" href="http://zukunft-braucht-erinnerung.de/" target="_blank">Informationen zur Shoa</a></p>
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		<title>46-09 &#8211; Zusage für zwei Stolpersteine ist unterwegs&#8230;.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 14:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor kurzem hatte die Website gesichtspunkte.de über das künstlerische Projekt Stolpersteine des Kölner Künstlers Günter Demmrich berichtet und dazu aufgerufen, selbst Stolpersteine zu sponsern. Wie die Website gotthal.de mitteilt, wurden nun die ersten zwei Sponsoren an die Berliner Projektkoordinatorin übermittelt, die bereit sind, einen Stolperstein zu finanzieren. Das Projekt Stolperstein wird seit kurzem sporadisch auf ... <a title="46-09 &#8211; Zusage für zwei Stolpersteine ist unterwegs&#8230;." class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/zusage-fur-zwei-stolpersteine/" aria-label="Mehr Informationen über 46-09 &#8211; Zusage für zwei Stolpersteine ist unterwegs&#8230;.">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1955" title="Update" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/_icon_update.png" alt="Update" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_1961-3" aria-describedby="caption-attachment-1961-3" style="width: 140px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-1961" title="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/verlegebeispielgross09-150x150.jpg" alt="Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)" width="150" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-1961-3" class="wp-caption-text">Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)</figcaption></figure>
<p>Vor kurzem hatte die Website gesichtspunkte.de über das künstlerische Projekt <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1592" title="interner Link" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/04/internerlink.gif" alt="interner Link" width="9" height="9" /><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/04/projekt-stolpersteine/" target="_self">Stolpersteine</a> des Kölner Künstlers Günter Demmrich berichtet und dazu aufgerufen, selbst Stolpersteine zu sponsern. Wie die Website <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-42" title="externer hyperlink" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/extern.gif" alt="externer hyperlink" width="15" height="11" /><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/stolpersteinupdate" target="_blank">gotthal.de</a> mitteilt, wurden nun die ersten zwei Sponsoren an die Berliner Projektkoordinatorin übermittelt, die bereit sind, einen Stolperstein zu finanzieren. Das Projekt Stolperstein wird seit kurzem sporadisch auf Wohnungseigentümerversammlungen angesprochen, mit der Zielsetzung, weitere Sponsoren für dieses Projekt zu finden.</p>
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		<title>19-09 &#8211; Das Projekt &#8218;Stolpersteine&#8216; braucht noch Sponsoren!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 10:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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		<category><![CDATA[David Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Der in Köln lebende Künstler Günter Demnig schuf das Projekt &#8218;Stolpersteine&#8216; und erinnert damit an die Verfolgten, Vertriebenen, Vergasten des Hitler-Regimes (1933-1945) auf eine emotional und persönlich ansprechende Weise. Der erste Stolperstein datiert auf den 16.12.1992. Dabei handelt es sich um einen Steinkubus (Pflasterstein) mit einer Kopfplatte aus Messing. Auf dem ersten Stolperstein waren die ... <a title="19-09 &#8211; Das Projekt &#8218;Stolpersteine&#8216; braucht noch Sponsoren!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/projekt-stolpersteine/" aria-label="Mehr Informationen über 19-09 &#8211; Das Projekt &#8218;Stolpersteine&#8216; braucht noch Sponsoren!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-236" title="Kampagnen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/kampagnen.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><strong>Der in Köln lebende Künstler Günter Demnig schuf das Projekt</strong> <a title="externer Link" href="http://www.stolpersteine.com" target="_blank"><span style="color: #990000;">&#8218;Stolpersteine&#8216;</span></a> und erinnert damit an die Verfolgten, Vertriebenen, Vergasten des Hitler-Regimes (1933-1945) auf eine emotional und persönlich ansprechende Weise. Der erste Stolperstein datiert auf den 16.12.1992. Dabei handelt es sich um einen Steinkubus (Pflasterstein) mit einer Kopfplatte aus Messing. Auf dem ersten Stolperstein waren die ersten Zeilen eines Erlasses des SS-Reichsführers Heinrich Himmler zur bevorstehenden Deportation von &#8218;Zigeunern&#8216; (vor dem Kölner Rathaus) zu lesen. Inzwischen sind (Stand Dezember 2008) rund 17.000 Steine in 430 Städten in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt (Quelle: wikipedia.de).</p>
<p><strong>Es sind nicht wirklich Stolpersteine, der Künstler sagt dazu</strong>: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“. Die Website <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de" target="_blank">gotthal.de</a> hatte früher bereits zu diesem Projekt verlinkt. Beim Relaunch der Website (2007/8) sei das Projekt dann herausgefallen. Aktuell gebe es aber keinen Grund, das Projekt nicht wieder erneut in die Liste nennenswerter Projekte erneut aufzunehmen, teilt die Website heute mit.</p>
<p><span id="more-1706"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>*<span style="color: #ff0000;">*</span>*</strong> </p>
<p> </p>
<figure style="width: 365px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" title="Verlegebeispiel eines Stolpersteins (Quelle: stolpersteine.com)" src="http://stolpersteine.com/images/VerlegebeispielGross09.jpg" alt="Verlegebeispiel eines Stolpersteins (Quelle: stolpersteine.com)" width="375" height="500" /><figcaption class="wp-caption-text">Verlegebeispiel eines Stolpersteins (Quelle: stolpersteine.com)</figcaption></figure>
<p><strong>Die Idee, einen Stolperstein zu sponsoren, ist denkbar einfach</strong>. Laut Website des Projekts schickt man einfach eine Email an die Betreiber der Website und erklärt sich bereit, einen neu zu verlegenden Stolperstein zu finanzieren. Der aktuelle Preis (Abfrage am 24.04.09) beträgt 95,- € (EURO). Dafür übernimmt man eine Patenschaft. Der Stein wird immer an einer passenden Stelle verlegt, und so ordnet sich ein blinkender Gehwegstein in den Fußgängerweg ein, vor einem Haus, in dem ein konkreter, namentlich benannter Mensch wohnte, bevor er von einem Terrorregime abgeholt, dann deportiert und schließlich ermordet wurde. Beispielsweise im Berliner Bezirk Mitte (um die Oranienburger Str., Auguststr. herum) stolpert man als Fußgänger auf diese Weise tatsächlich emotional berührt von Stein zu Stein. Denn eine große Anzahl von Stolpersteinen ist schon verlegt. Man flaniert zunächst bedeutungsloserweise auf dem Trottoir, und dann fällt der Blick unweigerlich aufs Fußwegpflaster. Man stoppt, denkt einen Moment nach, liest die Inschrift des Steins und überlegt, wie wohl der Mensch ausgesehen haben mag? Die Deportationsorte sind mannigfaltig, zumeist ging es gen &#8217;neue Ostgebiete&#8216;, denn &#8218;der Führer&#8216; hatte sich eine &#8218;Lebensraum-Ideologie&#8216; zueigen gemacht, die Lebensraum gewinnt durch Vernichtung unwerten Lebens im Osten. Wie das ganze enden musste, braucht hier nicht detailreich beschrieben zu werden.</p>
<p><strong>Ein Projekt wie dieses kann man so auf diese Weise einfach mal</strong> auf mindestens sechs Millionen Steine anlegen und so wird die Dimension erst richtig deutlich. In Wirklichkeit aber sind bei weitem mehr als 20 Millionen Steine denkbar, wenn man die Kriegsfolgen des zweiten Weltkriegs in diesem Raster auf die Toten ausweiten würde. Dies ist aber nicht das Ziel von Stolpersteine. Der gezielte Massen-Genozid, so der Künstler, steht im Fokus des Projekts. Wir empfehlen unseren Kunden, selbst die Bereitschaft zur Finanzierung eines Stolpersteins gegenüber dem Projekt zu erklären und die daran arbeitenden Menschen höflich zu bitten, an der Adresse unserer Liegenschaften nachzuforschen, ob auch dort Menschen gewohnt haben, über deren Namen wir bei möglichst jeder Gelegenheit &#8217;stolpern&#8216; sollten, in tiefem Gedenken und vor allem nachhaltiger Trauer über die große Zahl der Massenmordopfer des NS-Regimes. Eine ähnlich greifbare Kunstaktion, die das Opfergedenken so stark und erfolgreich personalisiert, ist uns nur in ganz wenigen anderen Fällen bekannt. Im Zusammenhang mit dem Gedenken an Verfolgte des NS-Regimes erlaubt sich gotthal.de, auch auf das Projekt des Schweizer Musikers David Klein (David Klein World Quintett) &#8218;Selma &#8211; Ich bin in Sehnsucht eingehüllt&#8216;  gezielt hinzuweisen. Der Musiker hat namhafte, im deutschsprachigen Raum bekannte Künstler wie Sarah Connor, Jasmin Tabatabai, Yvonne Catterfeld, Thomas D. (Fantastische Vier), die Schauspielerin Hannelore Elsner, Stefanie Kloß (Sängerin Silbermond) und einige andere um sich versammelt und den Gedichten der mit 18 Jahren in der Bukowina im Arbeitslager gestorbenen Selma Meerbaum-Eisinger hörenswerte Töne hinzugefügt.</p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://stolpersteine.com" target="_blank"><span style="color: #990000;">Website des Projekts Stolpersteine</span></a></p>
<p>(Dieser Beitrag erschien auch auf der Website <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-42" title="externer hyperlink" src="http://www.gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/extern.gif" alt="" width="15" height="11" /><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de" target="_blank">gotthal.de</a>)</p>
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