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	<title>SEPA &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>SEPA &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1947-16 &#8211; Positionen: Zum Schreibschutz von digitalen Geschäftsprozessen in der Energieversorgung Deutschlands</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2016 17:05:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Stimmung in Berlin-Pankow ist wechselhaft. Einen anderen Gasversorger finden. Die Firma Lekker Gas hat nun Jahre lang das Gas geliefert. Wie das so ist in bestehenden Geschäftsverbindungen: Was lange währt, kann im Vergleich zu hochpreisig werden. Warum? Das ist eigentlich nicht klar. Man kann Kunden auch über einen guten Preis bei der Stange halten. ... <a title="1947-16 &#8211; Positionen: Zum Schreibschutz von digitalen Geschäftsprozessen in der Energieversorgung Deutschlands" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/316916-positionen-zum-schreibschutz-von-digitalen-geschaeftsprozessen-in-der-energieversorgung-deutschlands/" aria-label="Mehr Informationen über 1947-16 &#8211; Positionen: Zum Schreibschutz von digitalen Geschäftsprozessen in der Energieversorgung Deutschlands">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17470" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Kontaktformular.png" alt="tfA_Kontaktformular" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Kontaktformular.png 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Kontaktformular-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Kontaktformular-300x300.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Kontaktformular-144x144.png 144w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die Stimmung in Berlin-Pankow ist wechselhaft.</p>
<p>Einen anderen Gasversorger finden. Die Firma Lekker Gas hat nun Jahre lang das Gas geliefert. Wie das so ist in bestehenden Geschäftsverbindungen: Was lange währt, kann im Vergleich zu hochpreisig werden. Warum? Das ist eigentlich nicht klar. Man kann Kunden auch über einen guten Preis bei der Stange halten.</p>
<p>Wechselwillige Kunden wechseln nach einem Preisvergleich und sparen im ersten Jahr teils 30% der Energiekosten ein. Nicht schlecht.</p>
<p>Doch dann kommt das Vertragsprocedere.</p>
<p><span id="more-17645"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6488" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/04/batterien.jpg" alt="Batterien alle? Frische Energie: gesichtspunkte.de" width="300" height="225" /></p>
<p>Dieser Vorgang ist vollelektronisch. Abgeschlossen wird der Vertrag komplett digital. Über die akkreditierte Emailadresse wird &#8222;unheimlich viel Zeugs&#8220; geschickt, darunter auch Kleingedrucktes und das hat einen handfesten Vorteil für Brillenträger: Man kann das Dokument auf Augenhöhe zoomen und so lange groß machen, bis es sogar der Halbblinde lesen kann. Und es kommen Emails noch und nöcher. Die meisten dieser durchstandardisierten Textmitteilungen sind Bestandteil eines ausgeklügelten Wertekanons: Der Kunde wird in eine Schablone gepresst.</p>
<p>Der Durchschnittskunde hält die Schnauze, erteilt eine Lastschrifteinzugsermächtigung und zahlt beanstandungsfrei seine Deckungsbeiträge.</p>
<p>Der schwierige Kunde meldet sich zu Wort, wenn ihm was übergeholfen wird.</p>
<p>Die Wechselanbieter machen ihr Fernabsatzgeschäft in vorgestanzten Formularen. Schwierig ist es dort schon, die Kundendaten richtig einzugeben: Zum Beispiel WEG Türkistanstraße 1, 12345 Berlin. Diese vertreten durch die Hausverwaltung Büro Gotthal bla bla bla GmbH bla bla bla. Das ist schon zu viel. Vorgegeben wird Vorname und Nachname. Ein Anruf bei der Supporthotline ergibt: Trage in den Vornamen den Namen der WEG ein und im Nachname die Hausverwaltung. Na klar. Das ist ja einfach.</p>
<p>Die Prüfroutinen sind streng. Man darf nicht alles eingeben. Beispielsweise die Hausnummer 1, das ist eine Zahl. Vornamen mit einer Zahl sind nicht einzugeben, da geht da Feld auf Störung. Witzig: Man schreibt &#8222;Eins&#8220; und dann geht&#8217;s. Und die Anrede muss stimmen, Herr oder Frau.</p>
<p>So werden wir nun also zur sehr geehrten Frau WEG Türkistanstr. Eins ohne &#8222;,&#8220; (Komma, unzulässig) Einszweidreivierfünf Berlin. Dann geht das Vornamefeld nicht auf Störung. Allerdings würde auch kein Standesbeamter derartige Name erlauben. Undsoweiter.</p>
<p>Um es nicht zu lang zu machen.</p>
<p>Es gibt jetzt eine Vertragsbestätigung in elektronischer Form. &#8222;Wir würden Sie bitten, diese noch einmal zu überprüfen,&#8220; steht da.</p>
<p>Das machen wir. Wir haben den digitalen Vertrag als pdf vor uns auf dem Bildschirm und besitzen Adobe Acrobat-Vollversionen, das bedeutet, dass wir für den elektronischen Geschäftsprozess Berechtigungen haben, Pdf-Dateien zu bearbeiten, sie mit Kommentaren zu versehen, Anmerkungen zu machen, Bilder einzubetten, Häkchen zu setzen, Unterschriften einzubinden, das volle Besteck. Der Energieversorger Energieversorgung Deutschland GmbH hat die Sicherheitseinstellungen seiner Vertragsbestätigung scharf reglementiert. Zulässig ist, lesen wir, zu drucken. Änderungen, Anmerkungen und dergleichen sind nicht gewünscht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17200" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/01/MyComputer.gif" alt="MyComputer (gif)" width="400" height="222" /></p>
<p>Also Pamphlet mit acht Seiten ausdrucken, als Papier.</p>
<p>Ab hier beginnt das analoge Zeitalter wieder.</p>
<p>Kugelschreiber, Geodreieck (für Streichungen) und saubere Normschrift. Das ist noch lange vor der Erfindung der Kugelkopfschreibmaschine von IBM, in die sich Formulare einspannen ließen. Nun sind wir allerdings sehr viel gewitzter. Wir scannen, was wir ausgedruckt haben durften, umgehend wieder ein. Das ist eine Kopie dessen, was uns ohnehin digital vorliegt. Natürlich ist nun die gute Qualität etwas hin. Jedes Ausdrucken und nachfolgendes Einscannen gibt Reibungsverluste.</p>
<p>Okay, egal.</p>
<p>In dem jetzt eingescannten Dokument bewegen wir uns barrierefrei. Wir haben es gescannt. Wir dürfen insofern alles mit dem Dokument machen, das wir wollen. Denn wir sind die Herrscher dieses Systems.</p>
<p>Wir machen jetzt erst einmal das, worum man uns gebeten hat. &#8222;Wir würden Sie bitten, diese noch einmal zu überprüfen.&#8220; &#8211; Das machen wir: Pdf-Dateien zu bearbeiten, sie mit Kommentaren zu versehen, Anmerkungen zu machen, Bilder einzubetten, Häkchen zu setzen, Unterschriften einzubinden, das volle Besteck.</p>
<p>Am Ende sind wir recht zufrieden. Das Originaldokument ist einfach nur einmal ausgedruckt, dann erneut eingescannt worden und es ist fertig.</p>
<p>Eine Einzugsermächtigung haben wir längst erteilt. Das war Bestandteil des Geschäftsprozesses im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Wie durch ein Wunder fanden wir nun heraus, dass um das Einzugsverfahren in Gang zu setzen, doch noch mal ein Sepa-Mandat erteilt werden muss. Hier fällt jetzt der digitale Geschäftsprozess erneut in die Steinzeit zurück. Besonders wichtig und regelrecht komisch ist die profunde Überschrift, die wie folgt lautet:</p>
<blockquote><p>Achtung! Das SEPA-Einzugsverfahren bieten wir nur unseren Lastschriftkunden an.</p></blockquote>
<p>Darunter schreiben wir: &#8222;Dieser Satz, das ist ein Pleonasmus.&#8220; &#8211; Den könnte man doch weglassen, was?</p>
<p>Na ja, beklag dich nicht, Du sparst.</p>
<p>Zum SEPA-Mandat passend erinnern wir uns wieder an die Schulzeit. Ans Brieftauben falten aus einem DIN A 4 Blatt. Die Strichellinien auf dem dreigeteilten DIN A 4-SEPA-Mandat sind erläutert und fachgerecht gefaltet, bildet es einen analogen Brief per Post (bitte nicht vergessen, mit Klebeband die Falze zu verkleben) mit der Originalunterschrift des Kunden. Dass das formgebunden ist und nicht elektronisch geht, denn es ist ja bereits im ersten Einlogprozess (bei Abschluss des Fernvertrages) erfolgt, ist wieder eine Hürde.</p>
<p>Der Vertrag ist jetzt digital (nicht handschriftlich, unleserlich) auf- und durchgearbeitet, fix und fertig auf dem Bildschirm.</p>
<p>An dieser Stelle stellt sich heraus, dass aus einem Prozess zwei werden. Es gibt die</p>
<p>&#8211; Behinderung durch den eingebauten Schreibschutz, der nur durch Papierausdruck umgangen werden kann,<br />
&#8211; dann wird das Dokument eingescannt, weil ich niemandem meine unleserliche Handschrift zumuten will,<br />
&#8211; dann wird der Vertrag digital sauber lesbar durchgearbeitet,<br />
&#8211; um ihn erneut wieder in Papierform auszudrucken,<br />
&#8211; erforderlich ist nun die Unterschrift an allen richtigen Stellen.<br />
&#8211; also wieder alles ausdrucken, hübsch alles korrigiert mit Anmerkungen,<br />
&#8211; an den richtigen Stellen im Original unterschreiben,<br />
&#8211; alles wieder einscannen zu Beweiszwecken,<br />
&#8211; dann überlegen, dass alles wieder per Email als Pdf zurückgeschickt werden könnte,<br />
&#8211; mit Ausnahme der SEPA-Bestätigung, die ja per Post erfolgen soll,<br />
&#8211; dann erstmal überlegen, ob sie nicht vielleicht doch die eingescannte Fassung akzeptieren?</p>
<p>Und so weiter und so fort.</p>
<p>Es ist relativ kleinlich, hier alles haarklein aufzuschreiben. Es geht um das System. Das System ist edv-mäßig durchoptimiert, aber nur einseitig zum Vorteil des neuen Gasversorgers, und daher insgesamt kundenunfreundlich. Überall werden Hürden und Fallstricke aufgebaut, dann muss der digitale Geschäftsprozess mehrfach durch Analogarbeiten wie im Steinzeitalter unterbrochen werden und immer wieder erneut digitalisiert werden.</p>
<p>Normal ist das nicht. Die Leute, die diese Geschäftsprozesse bilden, müssen mal noch weiter nachdenken.</p>
<p>In diesem Büro hier gibt es inzwischen einen Banner (ein Bild), das man an solche feindlichen Vorgänge dranhängen kann. Es fordert die Empfänger harsch mit deutlichen Worten auf, mit der eigenen IT- und Orga-Abteilung zu sprechen und die Geschäftsprozesse so zu optimieren, dass der Flow nicht nur beim Unternehmen, sondern auch beim Kunden optimal und reibungswiderstandsfrei ist.</p>
<p>Ein Husten.</p>
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		<title>1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/313216-tueckisch-fuer-anfaenger-einzugsermaechtigung-ministererlaubnis-rigaer-str-94-und-patientenverfuegungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 11:58:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Sepa-Mandat hat den Zahlungsverkehr einigermaßen verlangsamt. Dabei wird doch umgekehrt proportional zum Anhäufeln immer neuerer Vorschriften und Regularien die Verfügbarkeit süßen Lebens verunmöglicht. Man hat dafür schlicht keine Zeit mehr: Erst noch die Liste der (neuen) Vorschriften abarbeiten. Nur jetzt ja keine Formfehler begehen. Uff, Inzwischen muss man, um recht zu handeln, Fristen und ... <a title="1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/313216-tueckisch-fuer-anfaenger-einzugsermaechtigung-ministererlaubnis-rigaer-str-94-und-patientenverfuegungen/" aria-label="Mehr Informationen über 1920-16 &#8211; Tückisch für Anfänger: Einzugsermächtigung, Ministererlaubnis, Rigaer Str. 94 und Patientenverfügungen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17459" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung.png" alt="Einzugsermächtigung - Sepa-Mandat" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung.png 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-300x300.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/tfA_Einzugsermaechtigung-144x144.png 144w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Sepa-Mandat hat den Zahlungsverkehr einigermaßen verlangsamt. Dabei wird doch umgekehrt proportional zum Anhäufeln immer neuerer Vorschriften und Regularien die Verfügbarkeit süßen Lebens verunmöglicht. Man hat dafür schlicht keine Zeit mehr: Erst noch die Liste der (neuen) Vorschriften abarbeiten. Nur jetzt ja keine Formfehler begehen. Uff,</p>
<p>Inzwischen muss man, um recht zu handeln, Fristen und (immer weiter ausufernde) Regularien einhalten. Dafür besucht man auch Fortbildungsseminare. Nicht alle übrigens: Wer sich korrekt verhalten will, darf als Bundesminister Ausnahmegenehmigungen nicht in vertraulicher Atmosphäre aushandeln und EDEKA und Tengelmann zusammenbringen. Erzengel Gabriel tat es und wurde richterlich zurückgepfiffen. Die Räumung der Rigaer Str. 94 (Friedrichshain) erfolgte rechtswidrig, urteilt heute <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-raeumung-von-wohnprojekt-in-rigaer-strasse-war-rechtswidrig-a-1102815.html" target="_blank">das Landgericht</a>. Eine Hausbesetzung ist kein austauschbares Casting für beliebige Filmrollen. Es geht um ganze Lebensentwürfe. Nicht weniger.</p>
<p><span id="more-17458"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17460" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner.png" alt="R94_Banner" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner.png 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-300x300.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/R94_Banner-144x144.png 144w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<blockquote><p>Soweit in den Medien gestern berichtet wurde, geht es den Anwohnern im Rigaer Kiez um das Bewahren letzter alternierender Bewohnermodelle. Es sind kaum noch Häuser besetzt: Der Status der Altfälle ist auf &#8222;Vermietungsmodell&#8220; umgeswitcht und damit längst legalisiert. Ross und Reiter nennen: Hausbesetzungen sind seit den Siebziger Jahren immer wieder als Reaktion auf verfehlte Stadtentwicklungsplanungen von Behörden vorgekommen. Sie nahmen ihren Ursprung im Westteil der damals geteilten Stadt.</p></blockquote>
<p><strong>Gott, was ist die Welt fair geworden.</strong> Juristisch vollkommen überbetont: Oder undurchsichtig. Alles geht in Richtung Verschriftlichung. Das ganze Leben, gut aufgehoben zwischen Textbausteinen aller Art. Rechtsanwälte und Notare sind so und sagen, sie wollten sich da nur absichern. Ärzte auch. Eine gesundheitliche Anamnese wird heute nicht mehr vom Arzt ausgefüllt, sondern vom Patienten und ist als rechtliche Freistellungsbescheinigung des Patienten für Kunstfehler aller Art theoretisch zu erwägen Und Architekten. Erst recht Steuerberater. Und die Banken: Schlimm.</p>
<blockquote><p>Der eingetretene Haftungsfall war vorher allerdings nie besprochen worden: Er kam im subtilen Gedankenmodell des Einzelfalls leider doch nicht vor. Kommt er hingegen erstmals vor, so wird daraus so vollständig als möglich die Konsequenz gezogen. Wenn es die Deutsche Notarzeitung empfiehlt, sind schon morgen sämtliche Textbausteinbibliotheken um diesen einen weiteren Satz ergänzt. Die Lücke ist geschlossen. Bis zur nächsten.</p></blockquote>
<p>Die übersichtlich große Hausverwaltung entwickelt permanent Textbausteinkästen voll gekonntem Textgerüst. Es geht um Aufgabenerledigung, ohne jedes Mal zu individuellen Formulierungen greifen zu müssen.</p>
<p>Die Folge: Immer mehr Menschen schreiben sich Texte, die man unterschiedlich auffassen kann und in größeren Teilen für überflüssig erachtet. Gut, schlecht, hundsmiserabel oder oberlehrerhaft. Ein Notar verlangt vom Verwalter schriftlich zu versichern, dass gegen den Verkäufer der Wohnung keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wegen Wohngeldrückständen eingeleitet wurden. Das ist kaum seine Aufgabe. Aber es wirkt kompetent und engagiert. Dies nennt man zu schreiben <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/coram_publico" target="_blank">coram publico</a>. So tut es auch der Verwalter. Und weist den Notar in seine Schranken. Was erlauben Verwalter?</p>
<p>Immer schön auf Trab halten. Bitte nicht mich. Es gilt, das Leben der Anderen zu beschleunigen.</p>
<p>Oder zu verlangsamen. Wie beim Sepa-Lastschriftmandat, das man früher Lastschrifteinzugsermächtigung nannte.</p>
<p>Die Einzugsermächtigung des Wohnungseigentümers in Berlin-Wilmersdorf wurde von ihm am 10. Mai als pdf-Formular ausgefüllt und unterschrieben. Der Mann hat das richtige Formular an der richtigen Stelle (im Formulartiger genannten download der Verwalterwebsite) gefunden. Es ist am Bildschirm ausfüllbar, sofern man einen Adobe reader besitzt. Nun trägt das Formular auch ein Kopffeld, in das man sich als Eigentümer richtig eintragen soll, damit die Verwaltung weiß, von wem die unleserliche Unterschrift weiter unten stammt.</p>
<p>Die Mitarbeiterin des Wohnungseigentümers ist zuverlässig. Er sagt, sie weiß vieles besser als er selbst. Der Anruf bei ihr offenbart profunde Sachkenntnis. Wir lernen im Telefonat über die Vorzüge aktueller Aktenverwaltung: Beachte stets beim Bildschirmlesen von Dokumenten, ob hinter Seite 1 noch Seite 2 anhängt. Dass der Eigentümer eine Wohnung hat, für die es eine neue Bankverbindung gibt, nötigt die Frage auf, ob er für das Wohngeld, aber auch für den zusätzlichen Stellplatz die Bankverbindung ändern möchte? Die Frage stellt sich als unnötig heraus. Frau Gewissenhaft (* Name geändert) hat zwei Formulare geschickt. Der Verwalter kann das ja mal übersehen. Sie weiß es noch.</p>
<p>Sie ist durch und durch korrekt. Wie Peitschenhiebe sind ihre Sätze und angefüllt mit Detailwissen. Sie weiß alles, ganz fotografisch genau.</p>
<p>In einem Fall hat sie sich geirrt. Sie hat das Feld für die Bezeichnung des Absenders für den Eintrag des Empfängers benutzt und zweckentfremdet. Dann hat sie da die alte Büroanschrift der Hausverwaltung eingetragen, die 2012 anderswohin gezogen ist. Der Fensterumschlag kam zurück. Informationsmist. Am 12. Juli 2016 (Datum: 10. Mai) geht die neue Einzugsermächtigung ein. Also erfolgt die Umstellung zum 1. August. Weil das doch so ist.</p>
<p>Man muss Fristen einhalten.</p>
<p>Das Leben ist kompliziert geworden. Und verhuscht. Hier und da. Deswegen, weil es so verhuscht, eilig, vollgefüllt mit dringend zu erledigenden Aufgaben ist, liest man vielleicht auch vorgefasst &#8222;Türkisch für Anfänger&#8220;, dabei heißt der neue Hashtag, einfach aus Spaß an der Freude tatsächlich #tückischfürAnfänger. Spielt auf diese Weise mit unserer Lebenseile und der Tatsache, dass nur noch Bruchteile der Menschheit überhaupt mehr als nur Schlagzeilen lesen und sich ein vollkommenes Bild von einem Menschen, einer Website, einer Zeitung, einer angeblichen Alternative für Deutschland oder was weiß ich gibt. Der moderne Mensch im Informationszeitalter hält sich für gut informiert, dabei ist dieses Wissen oberflächlich, von Überschriften und Hashtags geprägt, die man sich gerade noch merken konnte und ist daher auch nur scheinbar aufgeklärt.</p>
<p>Ich hab es jetzt gut erklärt. Bitte merken.</p>
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			</item>
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		<title>1695-14 &#8211; Positionen: Zu den Separationsbestrebungen der Separatisten, zum europäischen Zahlungsverkehr mit &#8222;SEPA&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 08:34:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungshorizonte]]></category>
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					<description><![CDATA[In der EU gibt es bereits länger spürbare Separatistenbestrebungen. Und SEPAratisten, die den Zahlungsverkehr umstellen möchten auf eine ganz neue, europäische Art und Weise. Dass nun wiederum einige deswegen aus der EU ausscheren möchten und austreten, weil ihnen das ganze zu SEPAartistisch vorkommt, ist zu separatistisch gedacht. Denke ich gerade. Ist nicht wichtig. Muss jetzt ... <a title="1695-14 &#8211; Positionen: Zu den Separationsbestrebungen der Separatisten, zum europäischen Zahlungsverkehr mit &#8222;SEPA&#8220;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/200714-positionen-zu-den-separationsbestrebungen-der-separatisten-zum-europaeischen-zahlungsverkehr-mit-sepa/" aria-label="Mehr Informationen über 1695-14 &#8211; Positionen: Zu den Separationsbestrebungen der Separatisten, zum europäischen Zahlungsverkehr mit &#8222;SEPA&#8220;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="Positionen" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_2842" aria-describedby="caption-attachment-2842" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2842" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/10euro.jpg" alt="10 Euro" width="450" height="237" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/10euro.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/10euro-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-2842" class="wp-caption-text">10 Euro</figcaption></figure>
<blockquote><p>In der EU gibt es bereits länger spürbare Separatistenbestrebungen. Und SEPAratisten, die den Zahlungsverkehr umstellen möchten auf eine ganz neue, europäische Art und Weise. Dass nun wiederum einige deswegen aus der EU ausscheren möchten und austreten, weil ihnen das ganze zu SEPAartistisch vorkommt, ist zu separatistisch gedacht. Denke ich gerade. Ist nicht wichtig. Muss jetzt was thun, Fisch.  #Wichtiges zum #Tage</p></blockquote>
<p>Es gibt Gedanken, die lohnen sich nicht, gedacht zu werden. Denke ich gerade.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>1646-14 &#8211; Positionen: Wenn auch Meinungen sich ändern, vieles klingt zunächst einmal undurchdacht&#8230;.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 17:50:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob der Stellplatz undurchdacht ist, also nicht mit durchgehendem Dach, unüberdacht, also gebaut wurde, ohne die Konsequenzen zu bedenken oder aber vollkommen überdacht werden muss, also von vorn bis hinten ein neues Dach erhalten soll bzw. insgesamt in Frage gestellt werden muss, weil er da in unakzeptabler Art und Weise aufgestellt wurde: Es kommt oft ... <a title="1646-14 &#8211; Positionen: Wenn auch Meinungen sich ändern, vieles klingt zunächst einmal undurchdacht&#8230;." class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/195814-positionen-wenn-auch-meinungen-sich-aendern-vieles-klingt-zunaechst-einmal-undurchdacht/" aria-label="Mehr Informationen über 1646-14 &#8211; Positionen: Wenn auch Meinungen sich ändern, vieles klingt zunächst einmal undurchdacht&#8230;.">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12472" alt="Phantom.des.Vermieters" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters.jpg" width="318" height="314" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters.jpg 318w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters-300x296.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 318px) 100vw, 318px" /></p>
<p>Ob der Stellplatz undurchdacht ist, also nicht mit durchgehendem Dach, unüberdacht, also gebaut wurde, ohne die Konsequenzen zu bedenken oder aber vollkommen überdacht werden muss, also von vorn bis hinten ein neues Dach erhalten soll bzw. insgesamt in Frage gestellt werden muss, weil er da in unakzeptabler Art und Weise aufgestellt wurde: Es kommt oft auf das kleinste Detail an.</p>
<p>Merke ich gerade, wenn ich Mietverträge von &#8222;anno zwirn&#8220; überarbeite, weil uns Europa immer glücklicher macht mit lauter weiteren Vorschriften, auch zu ganz banalen Dingen, wie z.B. Lastschrifteinzugsermächtigungen. Nichts ist so, wie es mal war. Und ist das gut so? #nurmalso</p>
<p>Und weggebloggt. Da steht es nun. Für immer.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>1622-14 &#8211; Positionen: Vom Kölner Landgerichts-GAU aller Zeiten (14 O 427/13), Rechtsprechungstendenzen &#038; Warteschleifen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2014 13:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Speckgürtel]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle sagten, das geht nicht. Und dann kam einer, der hat´s einfach gemacht. #Credo &#8211; Und zu folgendem, berühmt gewordenen Disclaimer, u.a.: &#8222;Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch ... <a title="1622-14 &#8211; Positionen: Vom Kölner Landgerichts-GAU aller Zeiten (14 O 427/13), Rechtsprechungstendenzen &#038; Warteschleifen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/193414-positionen-vom-koelner-landgerichts-gau-aller-zeiten-14-o-42713-rechtsprechungstendenzen-warteschleifen/" aria-label="Mehr Informationen über 1622-14 &#8211; Positionen: Vom Kölner Landgerichts-GAU aller Zeiten (14 O 427/13), Rechtsprechungstendenzen &#038; Warteschleifen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-57" alt="Rechtliches" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/rechtsanwalt.jpg" width="194" height="250" /></p>
<blockquote><p>Alle sagten, das geht nicht. Und dann kam einer, der hat´s einfach gemacht. #Credo &#8211; Und zu folgendem, berühmt gewordenen Disclaimer, u.a.: &#8222;Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Zu Landgericht Köln, Aktenzeichen: 14 O 427/13</strong>, im &#8222;Berliner Speckgürtel&#8220;</p>
<p>Der größte, anzunehmende Unsinn &#8222;GAU&#8220; der ersten Jahre im deutschen Internetz war jene Landgerichtsentscheidung 1998 aus Hamburg. Sie zeigte einen falschen, absurden Weg, es sei richtig und geboten, sich vom Inhalt fremder Websites zu distanzieren.  Wozu? In der Folge dieser Entscheidung distanzierte sich Gott von der Welt und der Mob vom Inhalt derselben. Ein hanebüchener Unsinn, etwas nicht existentes Digitales erst aufzugreifen, es mittels Hyperlinks (Lesehilfen) zu verlinken, um so sodann zu &#8230;.. Lieber vorsichtig: Ich distanziere mich von vorigen Sätzen.</p>
<p>Eine weitere, richtungsweisende Sachentscheidung hat jetzt das Landgericht Köln (Zum Urteil <a title="externer Link" href="http://openjur.de/u/672132.html" target="_blank">selbst hier&#8230;.</a>) gefällt. Wie zu lesen ist, reiche es nicht (mehr) aus, das Copyright eines Fotos zu achten und hinreichend zu würdigen, indem in &#8222;den Kontext der Einbettung&#8220; des Fotos mit einer  schriftlichen Copyright-Erklärung aufgenommen wird. Vielmehr sei es technisch möglich und komme vor, dass Menschen Fotos &#8222;extraordinär&#8220; ansurfen und (bspw. &#8222;rechte Maustaste, speichern unter&#8220;) abspeichern: In diesem Fall aber trage dieses Foto keinen Copyright-Vermerk (mehr), denn es steht nun nackig da, bar jeder Vernunft sozusagen. Wie hundsgefährlich. Berliner verstehen das &#8222;Bar jeder Vernunft&#8220;.</p>
<p><span id="more-15425"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<blockquote><p>Mit großem Erstaunen und Unverständnis haben wir vom Urteil des LG Kölns erfahren, welches über die fehlende Urheberbenennung beim Direktaufruf einer Bild-URL von Bildern geurteilt hat, welche über die Plattform pixelio erworben wurden. Aus unserer Sicht ist das Urteil aus mehreren Gründen unrichtig. (sagt pixelio.de, Link unten, in einer Stellungnahme dazu)</p></blockquote>
<p>Man muss es leider so sagen:</p>
<p>Richter sind auch nur Menschen und bestimmt befinden sich auch einige Idioten unter ihnen. Eine ganze Reihe von Beschlüssen und Urteilen sind auf erstaunliche Weise immer wieder auf uninformierter Basis, betreffen technische bzw. rechtliche Anforderungen, die sich in der Praxis überhaupt nicht erfüllen lassen und überhaupt: Wozu auch? Dies zu schreiben in einem Rechtsstaat mag natürlich gefährlich sein, denn irgendwann wird immer abgerechnet. Oft erst viel später.</p>
<blockquote><p>Binsenwissen: Richter sind sometimes auch nur Idioten. So wie ganz gewöhnliche andere Menschen. Kluge Richter erkennt man immer erst hinterher. Wenn schon alles gelaufen ist. Ansonsten sagen sie gern, auf bestimmte Kernfragen eines Sachverhalts käme es gerade nicht an, diese könnten dahin stehen &#8230;., vor allem, wenn es Arbeit macht, sich mit gerade diesen auseinander zu setzen.</p></blockquote>
<p>Das Urteil macht hier gerade Schlagzeilen und sogar pixelio.de <a title="externer Link" href="http://www.pixelio.de/static/stellungnahme" target="_blank">hat angekündigt</a>, den weiteren Verlauf dieses Rechtsstreits &#8222;aus eigenem Interesse&#8220; aktiv begleiten zu möchten. Richtig so. Der Richterspruch trifft den Nerv der Website-Programmierer und ihrer Benutzer, nicht zuletzt betrifft ein derartiger Richterspruch auch Blogger, also ehrenamtliche Schreiberlinge &#8222;von Herzens wegen&#8220;.</p>
<blockquote><p>Die vielleicht unwitzigste Pointe der ganzen Geschichte ist die Ausgabe von Nutzungsrechten durch den Rechteinhaber, den Fotografen, selbst: Gestattet dieser die Verwendung eines Fotos, nicht aber dessen Bearbeitung, z.b. durch die Aufbringung eines Coypright-Vermerks, so kann der Nutzungsinteressierte das Foto gar nicht mehr nutzen, weil in Köln gerade vorgezogener Gerichtskarneval war. Selbiger findet dieses Jahr übrigens erst am 27.02. und bis zum 04.03. statt, wie mir heute ein &#8222;Kölner Jeck&#8220; (ein Kunde, in Berlin wohnhaft) versicherte&#8230;.</p></blockquote>
<p>Nein, Richter beurteilen ihnen vollkommen fremde Lebenssachverhalte oft &#8222;mit der Axt im Walde&#8220; und man fragt sich, ob es rechtens ist, dass Richter in solche Lebenssachverhalte auf so zerstörerische, ja rabulistische Art und Weise eingreifen dürfen? &#8211; Nein, die Welt ist klein, sie ist klein und wird immer kleiner! Aber wo steht mein alter Cassettenrecorder?</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Rainald Grebe &amp; die KdV - Cassettenrecorder" width="825" height="619" src="https://www.youtube.com/embed/rVFQdQlUMH8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe><br />
<em><span style="color: #888888;">Rainald Grebe &amp; die KdV &#8211; Cassettenrecorder</span></em></p>
<blockquote><p>Die Welt ist klein, so klein<br />
Und sie wird immer kleiner<br />
Die Welt ist klein, so klein<br />
Und sie wird immer kleiner<br />
Ich fass mir manchmal an den Kopf<br />
Ist es denn noch meiner?</p>
<p>Da steht mein alter Cassettenrecorder<br />
Ich schalt ihn ein, ich schalt ihn ein<br />
Sometimes I feel so overfordert<br />
Und ich weiß, ich bin da nicht allein</p>
<p>(Rainald Grebe &#8211; Cassettenrecorder aus der CD &#8222;Zurück aufs Land&#8220;)</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15429" alt="Warteschleifen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Warteschleifen.jpg" width="240" height="292" /></p>
<blockquote><p>Mit mir nicht!</p></blockquote>
<p>Auf ganz ähnliche Weise greifen übrigens all diejenigen Lieferanten, Versorger und Vertragsunternehmen des Zivilrechts in Dein Leben ein, mit denen du auf freiwilliger oder gewillkürt freiwilliger Art und Weise Verträge abgeschlossen hast. Hierbei handelt es sich um die Telekom, um ein Beispiel zu nennen. Oder um Kabeldeutschland, die Deutsche Bank, Sparkasse oder Commerzbank oder sogar die Berliner Wasserbetriebe. All diese Moloche und Unternehmensungeheuer (manche davon heißen auch Vattenfall) treiben ähnliche, unverabredete Spielchen &#8222;im nachhinein&#8220; mit uns. Sie nennen uns ihre liebsten Kunden, aber sie behandeln uns nicht so. Auch die HAUFE-Verlagsgruppe, ihr Produkt &#8222;Lexware&#8220; und ähnliche Randschattengewächse: Ja, sie haben schon eine wesentliche Entscheidung verloren: &#8222;Ihre voraussichtliche Wartezeit beträgt mehr als 10 Minuten.&#8220; &#8211; Dazu sagen wir jetzt alle &#8222;NEIN&#8220;. Ich lebe.</p>
<p>Sie nennen uns &#8222;ihre Kunden&#8220;, aber sie lassen uns hängen. In Warteschleifen.</p>
<blockquote><p>Bei Chris Kurbjuhn fand ich ein schönes Zitat: &#8222;Im Grunde ist es egal, ob ein Mensch über einen gelungenen Text glücklich ist oder über ein Wurstweckle.&#8220; &#8211; Diesem füge ich aus eigenem Antrieb hinzu: Es ist im Grunde allerdings nicht egal, worüber sich ein Mensch zu Tode ärgert. So ist er nunmal, der Mensch: er merkt sich das ganz genau. Die Rache ist dann die Abstimmung mit den Füßen. (Zum Zitat oben, Link unten, Lesetipp zum eBook)</p></blockquote>
<p>Pünktlich zum 1. Februar ist die SEPA-Umstellung &#8222;voraussehbar&#8220; gewesen, seit langem. Es handelt sich hier um ein gesamteuropäische Petitesse ungeahnt nichtigen Ausmaßes. Deswegen schwellen jetzt gerade die Wartezeiten bei den Hotlines der Banken an. Beispiel Commerzbank Frankfurt: Seit Jahresbeginn ist überhaupt kein Durchkommen mehr. Wer Hilfe benötigt, hängt bis zu einer Zeitstunde in derselben Warteschleife, hört bescheuerte Wartemusik und wird auf diese Art und Weise &#8222;ans Telefon gefesselt&#8220; wie ein Sterbenskranker, der arbeitsunfähig ist und ins Bett gehört.</p>
<p>Das hat System.</p>
<p>Natürlich trifft in der Commerzbank Deutschland niemand Entscheidungen und sagt: &#8222;Das ist jetzt so eine überschaubare Sache, da setzen wir befristet 100 Leute mehr ran&#8220;, dann geht das schon. Nein, das vorhandene Personal muss das ausbaden. Und die Kunden, in erster Linie die Kunden.</p>
<p>Dabei ist das sonnenklar.</p>
<p>Diese Art von Kundenbetreuung macht da Platz für Bearbeitung, wo keiner ist. Im eigenen Unternehmen erfolgt eine vorher so nicht abgesprochene Gesamtstreckung. Von wegen Reaktionszeit. Lachhaft. Es geht darum, die Gewinnmarge nicht zu belasten mit der Gesamtsituation.</p>
<p>Man kann das auch Verlagerung nennen. Der Gewinn bleibt partout im Hause. Die Aufgaben bleiben wie die Anzahl der Mitarbeiter gleich groß und wer nicht bedient wird, hat eben zu spät angerufen. Derjenige, der nun gezwungen ist, fremden Sachverstand anzurufen (Beispiel: Elektronic Banking, Zahlungsverkehrssysteme ab Januar 2014), um die ganz gewöhnlichen, langweiligen Routinearbeiten eines jeden Gewerbetreibenden auch weiterhin gewissenhaft zu bearbeiten, wird aus dem Geschäftsverkehr im übrigen abgezogen und &#8222;freigestellt&#8220;.</p>
<p>Freigestellt von jeder Verantwortung für sein übriges Arbeitsgebiet, versucht nun der Mitarbeiter der Hausverwaltung die Problemlösungen herbei zu programmieren und wartet, wartet und wartet. Besonders perfide: Man muss in der Leitung bleiben. Es gibt keine Möglichkeit mehr, einen Rückruf zu erbitten. Es gibt keine Möglichkeit, mit einem Menschen anzubändeln und persönliche Betroffenheit bei ihm herzustellen. Ganze Zahlungsverkehrssysteme brechen zusammen. &#8222;Ihr Warteschleifenplatz ist Position 5&#8220; säuselt eine Drecksmama digital verquast in die Warteschleifenmusikbrühe.</p>
<p>Am Ende bringt sich irgendwo in Deutschland ein Mensch um.</p>
<p>Oder beendet ein paar Geschäftsbeziehungen.</p>
<blockquote><p>Bekannt ist, dass der Gesetzgeber immer erst zeitverzögerlich Dinge erkennt: Erkannt wurde, dass die Wartezeit in einer Warteschleife eines Unternehmens kostenlos zu sein hat. Aber erstens ist bereits dies falsch. Denn es ist mit erheblichen, viel zu hohen Kosten verbunden, in einer Warteschleife überhaupt warten zu müssen. Verboten werden muss daher das &#8222;Warten in Warteschleifen&#8220; und sei es durch &#8222;zivilen Ungehorsam&#8220; der werten Kundschaft, durch eine Abstimmung zu Fuß.</p></blockquote>
<p>Ja, richtig gehört. Wir müssen immer stärker darauf schauen, was wir im Falle eines Falles noch zu erwarten haben. Wer ein Auto kauft, muss hinterfragen, ob bei Gewährleistung und in Fällen von Reparaturen auch wirklich alles funktioniert? Wer erreichbar ist und innerhalb welcher Zeit reagiert wird? Wer Software oder Hardware kauft, ebenso.</p>
<p>Die Antwort ist: Gewöhnt Euch die Grossisten, die Global Player, ab und bezahlt für gute Dienstleistung einen passenden, etwas höheren Preis, besser aber denjenigen gar kein Geld, die einen versuchen klammheimlich zu berauben. Wählt ganz gezielt diejenigen ab, die euch so behandeln. Sie sind es nicht wert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" alt="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Chris Kurbjuhn: <a title="externer Link" href="http://mystory-verlag.de/blog/ich-setze-aufs-pferd/" target="_blank">&#8222;Ich setze aufs Pferd&#8220; &#8211; Zur polemischen Polemik übers eBook</a></li>
<li>Friedrich Forssmann: <a title="externer Link" href="http://www.logbuch-suhrkamp.de/forum/warum-es-arno-schmidts-texte-nicht-als-e-book-gibt" target="_blank">Warum es Arno Schmidts Texte nicht als eBook gibt</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>1600-14 &#8211; Breaking News: Sepa erst zum 01.08.2014</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/191214-breaking-news-sepa-erst-zum-01-08-2014/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2014 14:18:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[#News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Banken sind alle Verbrecher! (Straßenmeinung, Richtigkeit nicht überprüft) Heute über alle Ticker: Sepa kommt erst zum 01.08.14. Genaueres folgt später nach. Brüssel hat&#8217;s entschieden. Sepa hat große Bedeutung für den Zahlungsverkehr und sollte zum 01.02.14 eingeführt werden. Sepia hingegen, bitte hier zur Begriffsklärung&#8230;. &#8230; &#8222;Herr Doktor, was ich auch tu, ich höre Stimmen.&#8220; &#8222;Ja, ... <a title="1600-14 &#8211; Breaking News: Sepa erst zum 01.08.2014" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/191214-breaking-news-sepa-erst-zum-01-08-2014/" aria-label="Mehr Informationen über 1600-14 &#8211; Breaking News: Sepa erst zum 01.08.2014">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-162" alt="news" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/news.gif" width="80" height="35" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11629" alt="Banner &quot;Mein Leben in Zahlen&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/01/banner.Mein_.Leben_.in_.Zahle_.jpg" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/01/banner.Mein_.Leben_.in_.Zahle_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/01/banner.Mein_.Leben_.in_.Zahle_-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Die Banken sind alle Verbrecher! (Straßenmeinung, Richtigkeit nicht überprüft)</p></blockquote>
<p>Heute über alle Ticker: Sepa kommt erst zum 01.08.14. Genaueres folgt später nach. Brüssel hat&#8217;s entschieden.</p>
<p>Sepa hat große Bedeutung für den Zahlungsverkehr und sollte zum 01.02.14 eingeführt werden. Sepia hingegen, bitte <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sepia" target="_blank">hier zur Begriffsklärung&#8230;.</a></p>
<p><span id="more-15278"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p>&#8222;Herr Doktor, was ich auch tu, ich höre Stimmen.&#8220; &#8222;Ja, das ist normal, denn Sie sind als Versammlungsleiter derjenige, der solche Abstimmungen auswertet und ihr Ergebnis kund tut.&#8220; <a href="https://www.facebook.com/hashtag/berufskrankheiten?source=feed_text" data-ft="{&quot;tn&quot;:&quot;*N&quot;,&quot;type&quot;:104}">‪#‎Berufskrankheiten‬</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15297" alt="SepaUmstellung_Banner" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/01/SepaUmstellung_Banner.jpg" width="460" height="460" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/01/SepaUmstellung_Banner.jpg 460w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/01/SepaUmstellung_Banner-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/01/SepaUmstellung_Banner-300x300.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/01/SepaUmstellung_Banner-144x144.jpg 144w" sizes="auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px" /></p>
<p>(Update: Neuer Banner Büro Gotthal, <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de" target="_blank">Website</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/188413-erfahrungshorizonte-seminaris-structuralis-bei-der-gfad-software-ag-in-berlin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2013 20:58:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist jetzt hier im Jahre 2013 so eine Zeit in Deutschland, die unmittelbar vor einer großen, weiteren Zeitenwende steht. Denn Europas Schergen rationalisieren und vereinheitlichen weitere Normen, auf dem Sprung in ein einheitliches, angeblich besseres und noch freieres Europa. SEPA: Im internationalen Zahlungsverkehr soll sich alles jetzt noch besser, noch einheitlicher anfühlen. Irgendwie wird ... <a title="1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/188413-erfahrungshorizonte-seminaris-structuralis-bei-der-gfad-software-ag-in-berlin/" aria-label="Mehr Informationen über 1572-13 &#8211; Erfahrungshorizonte: Seminaris structuralis bei der GFAD-Software AG in Berlin">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12682" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte.jpg" alt="Erfahrungshorizonte" width="342" height="50" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte.jpg 342w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/Erfahrungshorizonte-300x43.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /></p>
<figure id="attachment_15071" aria-describedby="caption-attachment-15071" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15071" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8447.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15071" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Es ist jetzt hier im Jahre 2013 so eine Zeit in Deutschland, die unmittelbar vor einer großen, weiteren Zeitenwende steht. Denn Europas Schergen rationalisieren und vereinheitlichen weitere Normen, auf dem Sprung in ein einheitliches, angeblich besseres und noch freieres Europa. SEPA: Im internationalen Zahlungsverkehr soll sich alles jetzt noch besser, noch einheitlicher anfühlen. Irgendwie wird an einem paneuropäischem Fluidum gestrickt. Ob die Soße dadurch lauer wird oder ob noch Kapern hineingehören? Blubber&#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-15069"></span><br />
&#8230;</p>
<figure id="attachment_15070" aria-describedby="caption-attachment-15070" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15070" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-768x1024.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8446.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15070" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>So wie anno zwirn bei der Einführung des Euro. Ungefähr zu jenem Zeitpunkt damals hatte die Hausverwaltung das letzte Softwareupdate bestellt. Die Software lief immer problemfrei. Updates alle fünfzehn Jahre: Ein Traum.</p>
<p>Die Software basierte auf dem Betriebssystem MS DOS, das ist das Betriebssystem, von dem die Töchter heute sagen, es sei &#8222;TETRIS nicht unähnlich&#8220;.  EDV-Leute fachsprechen bzw. -sagen: Never chance a running system. Bloß nicht.</p>
<p>Wenn da nicht Europa wäre. Tja. Aus der Traum.</p>
<p>SEPA heißt ein Gespenst, dass Karl Murx sicher längst beschrieben hätte, hätte er nur gewusst, wie die europäische Ministerialbürokratie einst ticken würde. &#8222;Si tacuisses, philosophus mansisses&#8220;. Hättest Du geschwiegen, so wärest Du ein Philosoph geblieben. Haste aber nicht. Iss Wurscht.</p>
<figure id="attachment_15072" aria-describedby="caption-attachment-15072" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15072" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8449.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15072" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Letzte Woche Donnerstag und Freitag treffen sich in den Seminarräumen an der Huttenstr. in Moabit einige Hausverwaltungen Berlins. Es sind diejenigen, die vorgehabt haben, zum 01. Januar kommenden Jahres ihre Software auf den neuesten Stand zu bringen und damit gerade noch rechtzeitig alles vorbereitet haben, inklusive Erstling einer globalen Einweisung in die Nettigkeiten neuerer Software.</p>
<p>Vergleiche mit anderen zeigen: Die Fa. GFAD hebt sich von Mitbewerbern wohltuend ab, indem sie erstens nicht die Schleimspur unappetitlicher  Finanzmogule hinter sich herzieht. Auch in der Branche der Hausverwaltungs-Softwehren  kaufen die großen Buden die Kleineren auf, um sie zu verschlucken, so dass am Ende nichts mehr übrig bleibt als die Unkenntlichkeit.</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-15073" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-768x1024.jpg" alt="IMG_8450" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8450.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>So ist es bspw. CSI Software in Leinfelden-Echterdingen gegangen. Die Firma aus lauter &#8222;Stuttgarter Ehrenleuten&#8220; hatte mal einen sehr guten, ausgezeichneten Stand in Deutschland. Sie galt ein bisschen als der Mercedes unter den Hausverwaltungsprogrammen. Das ist längst Geschichte.</p>
<p>Inzwischen hat die aggressive Haufe AG sie aufgefressen und bis zur Unkenntlichkeit durchmodernisiert. Die ehemaligen Mitarbeiter weg. Diesen Bereich nennt man berufliche Lebenserfahrung und lebendes Menschenmaterial, das man neuerdings in Helpdesk-Anwendungen steckt, &#8222;FAQ&#8220; nennt (Häufige Fragen) oder &#8222;knowledge base&#8220; (Wissensbasis). Die Wahrheit aber ist: Über eine Datenbank wie brainwork, angefüllt mit &#8222;lebenslangem, beruflichen Wissen&#8220; verfügt auch die bestens programmierte Datenbank nicht. Dies alles ist schließlich nicht eine Frage von SQL, CEO oder gar SEQ. Ganz entscheidend ist hier der IQ.</p>
<p>Rücksichtslos finanzoptimiert. Anders die Fa. GFAD aus Berlin, ein Systemhaus in Form einer Aktiengesellschaft, die 30 bis 40 Mitarbeiter hat. Die Firma ist schon lange am Markt und bietet mit HausSoft ein modular gestricktes, nach oben hin skalierbares Softwareprodukt für die moderne Verwaltung von bewohnten Mehrfamilienhäusern in Form von Gewerbe-, Miethaus- und Wohnungseigentumsanlagen an. Uns ist die Firma seit ca. 1982 bekannt und da hatte sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel.</p>
<p>Die jetzt hier zu Schulungen auftreffen, sind Mitarbeiter von kleinen, mittleren und größeren Hausverwaltungen. Alle sind edv-erfahren, die meisten sind in der Lage, Buchungssätze in Systeme zu hacken, ohne noch sonderlich sorgfältig auf die PC-Tastatur zu schauen. Sie wissen zu buchen, zu kontieren, Stammdaten zu pflegen und die richtige Verwaltung von Häusern erstmals bzw. auf Dauer zu inszenieren. Sie können auch vorauseilende Fragen stellen.</p>
<p>Für viele ändert sich alles. Die Workflows haben sich in den letzten Jahren technisch drastisch geändert. Es waren immer mehr &#8222;Bearbeitungsinseln&#8220; und auf Software gründende Provisorien entstanden.</p>
<p>Allein die Pflege von Kontaktdaten von Mietern und Eigentümern (Kunden), um nur ein Beispiel zu nennen, ist geradezu explorativ. Jeder besitzt ein Festnetztelefon, ein Handy, eine Faxnummer, eine Emailadresse, viele haben mehrere, die sie bekannt geben. Nicht selten verbergen sich hinter maßlos vielen Nummern auch feste Regeln. Ruf nicht zwischen 1 und 3 an, ist nur eine. Fax mir nichts auf die Arbeit, eine andere. Schick die Abrechnungen nicht an meine Frau. Zwinker, ich hab ein paar Komplexitäten aus dem Alltag herbeigeholt, gerade. Nun ist deutlich: Es gibt &#8222;communication rules&#8220;. Rules rulez.</p>
<p>Die Post erlebt weitere technische Revolutionen und wird am Ende in ihrer jetzigen Form atomisiert bzw. abgeschafft. Mit der fortschreitenden Computerisierung ganzer Lebensbereiche verliert der analog geschriebene Brief gänzlich an Bedeutung. Elektronische Alternativen schreien zum Himmel. Inzwischen sagen die ersten Arbeitweltforscher der Email ihren baldigen Tod voraus. Gott sei Dank. Wer weiß?</p>
<p>Hier geht es jetzt um Stammdaten, Adressdaten von Mietern und Eigentümern, es geht um die Zusammensetzung von Miete aus Einzelbeträgen, um Wohngeld, Wirtschaftsplan, Mietenpflege und -erhöhung, kurz um den Unterbau vernünftig strukturierter Hausverwaltung. Hier gilt die Binsenweisheit: Wer richtig gepflegte Stammdaten hat, hat gewonnen. Oder schon die halbe Miete im Sack. Wir treffen Grundschulungskurs auf Fragen, deren unscharfe Ränder wir allenfalls streifen, aber nicht sezieren. Sezieren würde das Seminarthema mäandernd ausufern. Das ginge zu weit. Der Herr Dozent weiß es.</p>
<p>Überhaupt: Insbesondere die jungen, erfolgreichen Besserwissenden sind nervig. Man möchte Heißspornen zurufen, sie mögen einfach die Klappe halten, bitte schön, für diesen Moment Schnauze. Der Seminarleiter muss den Vorschnellen gekonnt ausweichen, ihnen Dinge entgegenhalten, die sie ablenken von der Idee, mit zu schnellen, zu vielen Fragen die Struktur des Seminarthemas komplett zu zerstören. Weil nur er die Seminarziele genau kennt und weil das unwesentliche Zwischengefrage von Besserwessis insgesamt ausbremst. Kein leichtes Spiel, hier und da ein regelrechter Parforceritt.</p>
<figure id="attachment_15074" aria-describedby="caption-attachment-15074" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-15074" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-1024x768.jpg" alt="HausSoft für Windows - Neueinsteiger" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-1024x768.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_8451.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15074" class="wp-caption-text">HausSoft für Windows &#8211; Neueinsteiger</figcaption></figure>
<p>Mit zwei Tagen ist das Seminar nicht zu lang bemessen. Wie sich herausstellt eher zu kurz. Kein Thema könnte nicht noch einen Meter tiefer erörtert und zwei Kubikmeter breiter ausdiskutiert werden.</p>
<p>Am Ende bleiben Fragen wie nach der Gründung einer User-Community auf der Strecke. Einer der Besserwissenden sagt pistotenartig dazu: Dafür habe ich aber keine Zeit. Siehste: Klappe aufreißen, weil´s der Chef bezahlt, aber zucken, wenn´s um Gründlichkeit und Nachhaltigkeit ginge, um Verbesserungen &#8222;unter Kollegen&#8220;, die hier und da Mühe machen könnten, also echtes Engagement voraussetzen. Nächste Mal fahre ich dem Kerl gleich in die Parade und brülle &#8222;Schnauze halten&#8220; durch den Raum.</p>
<p>Na, dann eben nicht. Gutes Seminar, Ziel erreicht.</p>
<p><span style="color: #888888;">(Dieser Beitrag erschien auf yelp.com)</span></p>
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