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	<title>Schulmusik &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<title>Schulmusik &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 21:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Zehlendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Droste-Hülshoff-Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Schulmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Theresienstadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Zehlendorfer Droste-Hülshoff-Gymnasium findet aktive Verschmelzung der Schüler mit der deutschen Geschichte statt. Anders als an vielen anderen Berliner Schulen, besser intensiver als dort greift hier das Anfassen unrühmlicher Zeitabschnitte deutlich Platz: wider das Vergessen, wider Wiederholungsgefahren und eben nicht wider die Vernunft. In diesem Fall ist der Schmelztiegel, der Jugendliche und Geschichte zusammenführt und miteinander fest verschweißt, ... <a title="903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/124511/" aria-label="Mehr Informationen über 903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-260" title="Historie" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconhistorie_100x22.jpg" alt="" width="100" height="22" /></p>
<blockquote><p>Im Zehlendorfer Droste-Hülshoff-Gymnasium findet aktive Verschmelzung der Schüler mit der deutschen Geschichte statt. Anders als an vielen anderen Berliner Schulen, besser intensiver als dort greift hier das Anfassen unrühmlicher Zeitabschnitte deutlich Platz: wider das Vergessen, wider Wiederholungsgefahren und eben nicht wider die Vernunft. In diesem Fall ist der Schmelztiegel, der Jugendliche und Geschichte zusammenführt und miteinander fest verschweißt, die Musik. So darf uns Geschichte berühren. Beim Sommerkonzert 2011 am 31. Mai werden Werke aufgeführt, die 1575 und drumrum geschaffen wurden, aber auch der Beatles-Song &#8222;Eleanor Rigby&#8220; von 1967. Oder König der Löwen, deutlich später ebend. Einen Schwerpunkt bildet aus gegebenem Anlass Musik aus dem Konzentrationslager Theresienstadt. Sie bildet einen Reiseabschluss in ein &#8222;Vorzeige-KZ&#8220; der Nazis, die das KZ wahrheitswidrig als &#8222;Wiege freudigen Kulturschaffens&#8220; propagandatechnisch maliziös verballhornt hatten. Erinnerung an die Opfer dieses perfiden Systems und &#8222;der Ekel&#8220; ggü. den damaligen Tätern.</p></blockquote>
<p><strong>Ich war in Auschwitz. Deutsche unrühmliche Geschichte 1933-1945</strong>. Genauer gesagt: schon bald nach der Machtergreifung durch den österreichischen Gefreiten Adolf Hitler, dessen Familienname &#8222;Schicklgruber-Hiedler&#8220; eigentlich anders war. Hitler hieß die Familie nicht, aber <strong>als Familie Hitler</strong> (Sendung: <a title="externer Link" href="http://www.youtube.com/watch?v=P-nSuwC8lTc" target="_blank">Familie Hitler auf youtube</a>) ging sie später in die Geschichte ein. Von Anfang bis Ende unrühmlich. <strong>Post mortem betrachtet</strong>.</p>
<p><strong>Später griff er nach der Macht, die Deutschen waren nicht stark genug, </strong>ihre eigene Politikunmündigkeit zu  erfassen, zu begreifen, dass alles, was nun folgen würde, ohne jeden Vergleich sein würde<strong>.</strong> Ein ganz kleines bisschen später kamen viele, viele Menschen plötzlich in neu geschaffene Lager, die sie Konzentrationslager nannten. Die Lager waren weit verstreut und hatten Grausamkeitsstufen. Ich war &#8222;nur&#8220; in Auschwitz, nie in Theresienstadt. Auschwitz war schlimmer. <strong>Alles zusammen war</strong>: <strong>Widerlich, menschenverachtend und vor allem menschenvernichtend</strong>.</p>
<p><span id="more-9610"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><strong></strong>[iframe_youtube video=&#8220;eZbo9H6zNk8&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Ich wandre durch Theresienstadt &#8211; Julia Kaiser (voc) &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em> </span></p>
<blockquote><p>Dass Zeitungen wie der Tagesspiegel das Kultur- und Werkschaffen einer solch eloquenten Schule wie dem Droste-Hülshoff-Gymnasium bislang nur zu wenig beachteten, beklagt man. Liegt es doch auch daran, dass man im Kulturbetrieb Musik die Trivia hinter sich lassen muss. Denn die kulturellen Trivia sind im &#8222;artigen&#8220; Schulbetrieb gang und gäbe. Es gilt, die Grenzen des Bisherigen zu sprengen, sie zu überwinden und einer Kultur Platz zu geben, die aufsehenerregend, bisherige Grenzen überschreitend und damit bedeutsam ist. Gelungen ist das offenbar mit der Orchesterreise nach Theresienstadt. Das erschien dem Tagesspiegel offenbar als bedeutend, siehste! Daraus kann man lernen. Dass es nämlich richtig wäre, bedeutsame &#8222;Artefakte&#8220; platzgreifender anzufassen und für deren Bekanntmachung laut zu trompeten. Kein Zweifel: Theresienstadt hat diese Bedeutung für Nachkriegsdeutschland. Die es nicht kennen, denen muss man genau davon erzählen! Sie glauben es sonst nicht oder leugnen gar, so könne es niemals gewesen sein!</p></blockquote>
<p><strong>Ilse Weber </strong>(Link unten)<strong> war so eine, die die Nazis nach Theresienstadt verschleppten</strong>. Wir fühlen uns -eingedenk unsererVorberichterstattung- zugleich auch an <strong>Selma Meerbaum-Eisinger</strong> aus der Bukowina erinnert, und auch wenn ihre Geschichten miteinander auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben, so sind doch bemerkenswerte Parallelen sichtbar. Die vielleicht perverseste Parallele war: es war noch möglich, kunstbeflissen zu sein. Man konnte dichten, aber die Zettel musste man verstecken. Man konnte auch komponieren, so wie Ilse Weber, und sei es auch nur ein Schlaflied für den eigenen Sohn. Der war schon weg, sie schrieb es ihm von Sehnsucht voll hinterher. <strong>Tiefer Schmerz in flachatmender Mutter-Brust</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Ich wandre durch Theresienstadt</strong></p>
<p>Ich wandre durch Theresienstadt,<br />
das Herz so schwer wie Blei,<br />
bis jäh mein Weg ein Ende hat,<br />
dort knapp an der Bastei.</p>
<p>Dort bleib ich auf der Brücke stehn<br />
und schau ins Tal hinaus:<br />
Ich möcht so gerne weitergehn,<br />
ich möcht so gern – nach Haus!</p>
<p>»Nach Haus!« – du wunderschönes Wort,<br />
du machst das Herz mir schwer,<br />
man nahm mir mein Zuhause fort,<br />
nun hab ich keines mehr.</p>
<p>Ich wende mich betrübt und matt,<br />
so schwer wird mir dabei,<br />
Theresienstadt, Theresienstadt<br />
– wann wohl das Leid ein Ende hat –</p>
<p>wann sind wir wieder frei?</p></blockquote>
<p><strong>Schwer wie Blei, aber nicht zäh wie Leder oder hart wie Kruppstahl</strong>, oder wie der Unsinn noch so heißt, den sich Adolf Hitler in seinen Reden herbeisehnte, kurzum: voll von Traurigkeit sind diese wenigen Zeilen. <strong>Julia Kaiser </strong>ist 16 Jahre alt, Schülerin am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf und in ihrem Umfeld heißt es, sie könne sehr gut singen. Das macht sie prädestiniert für den Solovortrag des Liedes &#8222;Ich wandre durch Theresienstadt&#8220; von Ilse Weber, am Klavier begleitet. So schauerlich schön ist das Lied und man möchte meinen, alle hätten diese deutsche Geschichte schon vergessen. Wenn da nur nicht die Schule wäre. Kürzlich waren die Schüler in Theresienstadt. Musiklehrer <strong>Michael Riedel </strong>erklärt den Besuchern eines der Sommerkonzerte, dass am <strong>31. Mai 2011 </strong>in der großen, alten Aula des Gymnasiums stattfand, was es mit Theresienstadt und den dorthin verreisten Schülern auf sich hat. Sie waren ein paar Tage da. Schulleiterin Frau <strong>Dr. Wittkowski</strong> ist eine freundliche, nette Person mit vielen Vorzügen, aber einem Nachteil: Ihre Reden sind immer recht lang! <strong>Entschuldigung, dabei mag man sie</strong>. <strong>Trotzdem</strong>.</p>
<blockquote><p>Die Droste-Hülshoff-Schule hat ein besonderes, musikalisches Profil. So gibt es in jeder Klassenstufe eine musikbetonte Klasse, in der Schülerinnen und Schüler zusammenkommen, die sich in besonderem Maße musikalisch engagieren wollen. Alle spielen ein Instrument und/oder haben sängerische Erfahrungen. (Aus dem Schulprofil der DHS, <a title="externer Link" href="http://www.droste-gymnasium-berlin.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=70&amp;Itemid=71" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>2005 kehrte Greta Klingsberg aus Jerusalem </strong><a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-kinderstar-von-theresienstadt/657544.html" target="_blank">noch einmal zurück</a>. In Berlin wurde die KZ-Oper &#8222;Brundibár&#8220; aufgeführt, von 12 bis 15-jährigen Schülern. Greta Klingsberg hatte als Kind Teile der Oper in Theresienstadt selbst aufgeführt und gesungen. <strong>2011 </strong>ist es auf andere Weise wieder so weit, Reisen in die Erinnerung sind nie total gleich: Schüler aus dem Schülerorchester 1 des Droste-Hülshoff-Gymnasiums unternehmen eine Orchesterreise nach Tschechien in das frühere Konzentrationslager Theresienstadt. <strong>Spielen dort die Musik von damals</strong>. <strong>Gänsehaut</strong>.</p>
<blockquote><p>55 Mal führten jüdische Kinder in Theresienstadt Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“ auf. Es waren immer neue Kinder, die auf der Bühne sangen und tanzten. Viele wurden nach Auschwitz abtransportiert und ermordet. Etwa 70 Jahre später brachten jetzt die Schüler die Orchester-Suite aus der Kinderoper „Brundibár“ in Theresienstadt auf die Bühne. Zusammen mit einem tschechischen Mädchenchor spielten sie Stücke jüdischer Komponisten, die dort komponiert und aufgeführt wurden. Viele der damaligen Musiker starben bald darauf in Auschwitz. Ihre Musik aber ist eher fröhlich und selten tragisch. „Die Menschen haben die Musik als Strohhalm angesehen“, sagt Musiklehrer Michael Riedel. Damit auch der „fröhliche Geist der Musik“ nicht zu kurz kam, standen auch Mozart und Smetana auf dem Programm. (Tagesspiegel, 30.05.2011, Link unten)</p></blockquote>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;oSB7hCBGny8&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Und der Regen rinnt  und Wiegenlied &#8211; Julia Kaiser (voc) &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em></span></p>
<blockquote><p>Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Ich denk im Dunklen an dich, mein Kind.<br />
Hoch sind die Berge und tief ist das Meer,<br />
mein Herz ist müd und sehnsuchtsschwer.<br />
Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Warum bist du so fern, mein Kind?</p>
<p>Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Gott selbst hat uns getrennt, mein Kind.<br />
Du sollst nicht Leid und Elend sehn,<br />
sollst nicht auf steinigen Gassen gehn.<br />
Und der Regen rinnt, und den Regen rinnt&#8230;<br />
Hast du mich nicht vergessen, Kind?</p></blockquote>
<p><strong>Andere Version</strong><br />
<a href="http://www.zwockhaus.de/music/und_der_regen_rinnt.mp3">http://www.zwockhaus.de/music/und_der_regen_rinnt.mp3</a><br />
<span style="color: #888888;">Quelle: zwockhaus.de</span></p>
<p><strong>Auch die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums</strong>, Orchester 1, treffen eine Zeitzeugin von damals: Dagmar Lieberova. Sie hatte als Kind die Oper in Teilen gesungen und mitaufgeführt. So ist das musikalische Treiben in Theresienstadt im festen Fokus der Berliner Schulen nochmals ein Stück mehr als Pflock eingeschlagen worden. Die Hoffnung stirbt zuletzt, weil Schüler Musik machen, die in einer hoffnungslosen Zeit als Strohhalm aufgefasst werden konnte. Im Paradies, dass dem Märtyrium folgt, muss es besser sein! Michael Riedel erklärt: &#8222;Dagmar Lieberova überlebte eigentlich nur, weil ein Zahlendreher eine andere vorsah, die nun statt ihrer verschleppt wurde ins Gas.&#8220; <strong>Reiner Zufall</strong>.</p>
<p><strong>Ilse Weber wurde im Oktober 1944, fast ganz zum Schluß von Auschwitz, nach ihrer Deportation, dorthin gebracht und sofort umgebracht</strong>. <strong>Im Januar 1945, nur wenige Monate später, befreiten sowjetische Soldaten die Lagerinsassen und es bot sich ihnen ein schreckliches Bild</strong>. <strong>Ilse Weber aber war schon im Paradies angelangt</strong>. <strong>Zurück blieben Berge von Schuhen, menschlichen Haaren und Brillen</strong>. <strong>Die liegen da noch heute</strong>.<strong>Ich war in Auschwitz am 06. Mai 2005, mir standen Flüsse gefüllt mit Wasser in den Augen und sie zeronnen in Stürzbächen unter meinem Gesicht: ich schämte mich nicht dafür, sondern für Deutschland! Einmal im Leben sollte jeder Mensch in Auschwitz sein</strong>!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Tagesspiegel: <a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/konzertreise-an-einen-besonderen-ort/4235640.html" target="_blank">Theresienstadt: Konzertreise an einen besonderen Ort</a> (vom 30.05.2011)</li>
<li>Wikipedia: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Weber" target="_blank">Nähere Informationen zu Ilse Weber</a></li>
<li>Eine jüdische Poetin: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/06/meerbaum-eisinger/">Selma Meerbaum-Eisinger</a></li>
<li>Personen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/11/101310/">Lange genug in der braunen Soße gelebt zu haben bedeutet&#8230;</a></li>
<li>Kampagnen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/07/8832010/">Stolperstein in Waltraudstr. 27 verlegt&#8230;</a></li>
<li>Jahrestag: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/04/7752010/">Der 12. April wurde/wird in Berlin weitgehend unbeachtet begangen&#8230;</a></li>
<li>Verhalte dich ruhig: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/weltweit/2009/11/18/in-oswiecim-toilettenregeln/" target="_blank">In Oswiecim gab es genaue Verhaltensregeln für den gemeinsamen Toilettengang&#8230;</a> (mein Bericht aus Auschwitz)</li>
</ul>
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		<title>700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/104310/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 16:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Zehlendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Dave Brubeck]]></category>
		<category><![CDATA[Droste-Hülshoff-Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph McCarthy]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael Riedel ist der Orchesterleiter in diesem Fall und sowieso, so redet man, ein Freund der schöneren, jüngeren Künste! Wenn ihn die Muse küsst, dann darf es ruhig auch einmal etwas jünger sein, nicht in einem vorvorherigen Jahrhundert angesiedelt, sondern z.B. in den wilden Fünfzigern, Sechzigern oder -am Ende- noch ein bisschen später?  Das Stück ... <a title="700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/104310/" aria-label="Mehr Informationen über 700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4768" title="_icon Tageslied/Lied des Tages" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/icon.Tageslied.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5678" title="Banner Kulturecke" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Michael Riedel ist der Orchesterleiter in diesem Fall und sowieso</strong>, so redet man, ein Freund der schöneren, jüngeren Künste! Wenn ihn die Muse küsst, dann darf es ruhig auch einmal etwas jünger sein, nicht in einem vorvorherigen Jahrhundert angesiedelt, sondern z.B. in den wilden Fünfzigern, Sechzigern oder -am Ende- noch ein bisschen später?  Das Stück <strong>Take Five</strong> ist eins, dass ein Jazzer namens <strong>Paul Desmond</strong> geschrieben hat für das Dave-Brubeck-Quartett. <strong>Als Entstehungsjahr ist allgemein 1959 bestätigt</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-8190"></span><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5539 aligncenter" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8193" title="Der feine Unterschied: McCarthy &amp; McCartney!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney.jpg" alt="Der feine Unterschied: McCarthy &amp; McCartney!" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="345" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8qzPO6sEV_U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="345" src="http://www.youtube.com/v/8qzPO6sEV_U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<em><span style="color: #888888;">Take Five &#8211; Weihnachtsaufführung 2010 am 14.12.10 in Pauluskirche Zehlendorf (via Youtube)</span></em></p>
<p><strong>Die Aufführung war schön und vielschichtig</strong>, aber das Stück &#8222;Take Five&#8220; ist im Vergleich zum übrigen eine Ausnahmeerscheinung, ein flirrendes Licht am abendlichen Kulturhimmel, es sitzen überall ergriffene Menschen, weil´s die Kinder so schön &#8230;.und außerdem ist bald Weihnachten. <strong>Draußen verkaufen welche Kekse, Weihnachtsgebäck, für den Abiball 2010 sammeln einige erwachsen werdende Gören</strong>!</p>
<figure style="width: 425px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/uploads/pics/20090131__DSC2652.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" " title="Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin" src="http://www.junges-ensemble-berlin.de/uploads/pics/20090131__DSC2652.jpg" alt="Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin" width="435" height="289" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin</figcaption></figure>
<p> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7351" title="Banner Fotocredits" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/banner.FotoCredits.jpg" alt="Banner Fotocredits" width="163" height="32" /><span style="color: #888888;">Homepage Junges Ensemble Berlin e.V. </span><a title="externer Link" href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/so/leitung/" target="_blank"><span style="color: #888888;">hier</span></a></p>
<p id="eow-description"><strong>Die Droste-Hülshoff-Schule (Gymnasium) in Berlin-Zehlendorf</strong> führt am 14. und 15.12.2010 einige Musikstücke als Werkschau ihres Schaffens von Orchester und Chor auf. &#8222;Austragungsort&#8220; ist die Pauluskirche der Paulusgemeinde in Berlin-Zehlendorf, <strong>deren schöne Kirche ich bei der Gelegenheit das erste Mal betrat</strong>.</p>
<p><strong>Mit der weltweiten Veröffentlichung</strong> des (ab sofort) als &#8222;Riedelleaks&#8220; bekanntwerdenden, bislang geheimen Tondokuments wird natürlich die sich aufdrängende Frage an die (Schul-)Politik der Stadt gestellt, warum es nur durch &#8222;<em>erquicklich ausfallende Spendensammlungen</em>&#8220; möglich wäre, bspw. ein Bassfagott für Schüler (bei anfangs 8.000,- € und leicht bis zu 30.000,- €/Stück) anzuschaffen? <strong>Mann, Hamma, das sind Kosten</strong>!</p>
<p><strong>Die Schulleiterin</strong>, soviel steht fest, dankt am diesem Abend <em>zu vielen</em> Menschen und sogar auch den irgendwie mitverpflichteten Eltern. Als hätten diese sich sehr zur eigenen Freude dies Event ausgesucht! Hah! Wodurch sich der Anteil der Danksagungen ins Verhältnis gesetzt zum eigentlichen Musikschwerpunkt in ungünstige Korrelation zueinander&#8230;..? <strong>Man wird mit der Zeit müde vo Jauchszen, Frohlocken und Jubilieren, vom Festtagsgesänge mitsummen im Geiste. Und dann passiert etwas ganz zauberhaftes</strong>:</p>
<p><strong>Die Eltern beklatschen artig sich selbst, als ihnen ebenfalls gedankt wird</strong>,</p>
<blockquote><p>hurra, wir leben noch! und &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>&#8230;man fühlt sich an SED-Zeiten erinnert,</strong> und obwohl es gar kein bolschewistisch-sozialistisches Kulturprogramm ist, aber irgendwie sind es  kommunistische Sitten und Gebräuche. Ich hatte den McCarthy nie in mir, wenn dann den McCartney und doch: In diesem Fall hat fast niemand was bemerkt, geklatscht wurde eher rhythmisch/automatisch und weil Klatschen wieder dran war, denn wenn die Schulleiterin verstummt, dann nicht um ergriffen inne zu halten, sondern um das Klatschen einzufügen. Es hat ein bisschen was von Kirchenmusikmeister Johann Sebastian Bach: Erst gibt es eine Kantate auf alles Mögliche, z.B. auf die Danksagungen und dann -schwupps- ab in die Fuge den Beifall! <strong>So wird´s ein netter Abend</strong>.</p>
<blockquote><p>Ein bisschen lauert auch der Spieß der älter Gewordenen zwischen den Kirchenbänken: Ob man sich mal setzen könne da vorn, man könne ja hier hinten nichts sehen? Früher haben sie an der Krumme Lanke gesessen, die Eltern, <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/08/der-politische-club/" target="_blank">an der Affenschaukel</a>, du weißt schon, was da damals&#8230;.oder sie waren bei Bob Marley in der Waldbühne! Mann, wie das roch! Legalisierung und so! Pah, jetzt ist´s Weihnachts-Vorspiel und alle sollen artig sitzen, damit man von hinten&#8230;. und außerdem könnte die Schulleiterin ja auch mal was anderes anziehen, meint jemand! Ist schließlich ein feierlicher Anlass. Na, wenn das, dann&#8230;.<strong>Halt die Klappe, ich hab Feierabend</strong>!</p></blockquote>
<p><strong>Ach, hätte doch ein jeder ein wenig weniger gedankt</strong> und die Sache wäre reduziert gewesen auf den Themenkern dessen, worum es geht: Zu zeigen, es ist gut, wie es gelaufen ist, im vergangenen Jahr und nicht schlecht, <strong>was man insgesamt so herzeigen kann</strong>.</p>
<p><strong>Es lebe ein auskömmlicher Kulturetat</strong> für musizierende Schulen und für die noch mehr, als für vollkommen kulturlose Schulen, oder? <strong>Der Rest ist übrigens Ansichtssache</strong>.</p>
<p><strong>Wer von einer guten Idee besessen zu sein scheint</strong>, muss aufpassen, nicht zu enden, wie &#8222;Votan Wahnwitz&#8220;, dem Udo Lindenberg die bedeutungsschwangere Vita wie folgt antextete:</p>
<blockquote>
<div>
<div>
<p>Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand<br />
dieser Taktstockmeister war auch dafür bekannt<br />
dann stand er da, mit wirrem Haar<br />
dem Herzinfarkt verdächtig nah<br />
und wieder war er außer Rand und Band</p>
<p>Er wurde high von der Musik<br />
sehr schnell kam er in Rage<br />
der Satan saß ihm im Genick<br />
und trieb ihn zur Ekstase<br />
er heizte das Orchester an<br />
ein Befehl und hundert Mann<br />
im ganzen Saal ein einziges Gerase</p>
<p>Die Sopran-Vokalistin mit den riesigen Brüsten<br />
hatte es dem Meister angetan<br />
doch sie liebte einen Herrn vom Ballett, der war sehr nett<br />
der tanzte immer den sterbenden Schwan<br />
sie sang, so schön sie konnte<br />
nur für ihren Tänzer<br />
doch der hörte gar nicht hin<br />
denn seine ganze Liebe galt nur dem Maestro<br />
und nicht dieser Sängerin</p>
</div>
</div>
</blockquote>
<p><strong>Ob Meister Riedel nun als schwingender Taktstockmeister</strong> oder als (eher abwegig!) &#8222;taktloser Schwingstockmeister, aber als Zampano des ausufernden Tons durchgeht und ob er &#8222;nota bene&#8220; oder &#8222;bena note&#8220; spielt, dafür reichen die hiesigen Italienisch-Kenntnisse bei weitem nicht aus und wir sind &#8222;sowas von inkompatibilent, bzw. wie das heißt! Allerdings soll er das Ding recht gekonnt schwingen, wird  behauptet (hier), denn Riedel ist zugleich auch Leiter des Orchesters wider die tierische Versuchung, nicht etwa, wie Rainald Grebe, einer Art &#8222;Kapelle der Versöhnung&#8220;! Nein, Riedel kann den Beagle vielleicht Stöckchen holen schicken, aber der große Wurf, der steht dem Schulorchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf doch jetzt unmittelbar bevor: Das Schulorchester wird die Charts stürmen mit dieser &#8222;Neuauflage&#8220; von &#8222;Take Five&#8220;. <strong>Gut gespielt</strong>!</p>
<figure id="attachment_8057" aria-describedby="caption-attachment-8057" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8057" title="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg" alt="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" width="450" height="200" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend-300x133.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-8057" class="wp-caption-text">Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)</figcaption></figure>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Der <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taktstock" target="_blank">Taktstock</a> (bei wikipedia)</li>
<li>Der &#8222;Taktstockmeister&#8220; <a title="externer Link" href="http://www.udo-lindenberg.de/votan_wahnwitz.57150.htm" target="_blank">Votan Wahnwitz</a></li>
<li><a title="externer Link" href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/so/" target="_blank">Junges Ensemble Berlin, Sinfonieorchester</a></li>
</ul>
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