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	<title>Rotlicht &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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		<title>735-11 &#8211; Basiswissen Berlin: Wer ist der &#8222;König vom Stuttgarter Platz&#8220; und in welcher Liga spielt die Russenmafia?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 11:42:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Er besitzt drei Bordelle in der Hauptstadt, darunter das Edel-Etablissement &#8222;Bon Bon&#8220;. Damit will er &#8222;weg vom Schmuddelsex&#8220;, denn da sei die Konkurrenz zu groß. Vor allem Osteuropäer, sprich die Russenmafia, gäben sich nicht mehr nur mit dem Einschleusen von jungen Frauen zufrieden. Die wollen auch Etablissements übernehmen. (Berliner Zeitung, Link unten, 1996 über Steffen ... <a title="735-11 &#8211; Basiswissen Berlin: Wer ist der &#8222;König vom Stuttgarter Platz&#8220; und in welcher Liga spielt die Russenmafia?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/107811/" aria-label="Mehr Informationen über 735-11 &#8211; Basiswissen Berlin: Wer ist der &#8222;König vom Stuttgarter Platz&#8220; und in welcher Liga spielt die Russenmafia?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_3797" aria-describedby="caption-attachment-3797" style="width: 424px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-3797" title="Rotlicht" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht.jpg" alt="" width="434" height="600" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht.jpg 434w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht-217x300.jpg 217w" sizes="(max-width: 434px) 100vw, 434px" /><figcaption id="caption-attachment-3797" class="wp-caption-text">Rotlicht</figcaption></figure>
<blockquote><p>Er besitzt drei Bordelle in der Hauptstadt, darunter das Edel-Etablissement &#8222;Bon Bon&#8220;. Damit will er &#8222;weg vom Schmuddelsex&#8220;, denn da sei die Konkurrenz zu groß. Vor allem Osteuropäer, sprich die Russenmafia, gäben sich nicht mehr nur mit dem Einschleusen von jungen Frauen zufrieden. Die wollen auch Etablissements übernehmen. (Berliner Zeitung, Link unten, 1996 über Steffen Jacob und seine Qualitätsoffensive &#8222;Klasse statt Masse&#8220;) </p></blockquote>
<p><strong>Heute als Frage aufgetaucht</strong>: Wer ist bzw. war der &#8222;König vom Stuttgarter Platz&#8220;? Nein, offenbar <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Speer" target="_blank">nicht Klaus Speer</a>! Was übrigens die &#8222;Bildung eines bewaffneten Haufens&#8220; betrifft, &#8230;. Er war an dem Berolinismus beteiligt. Nach einer Schießerei wurde aus der Bleibtreustr. die &#8222;Bleistreustr.&#8220;, so hat der Berliner schnell Begrifflichkeiten &#8222;uff Tasche&#8220;, bzw. &#8222;auf den Lippen&#8220;. Der König vom Stuttgarter Platz soll Bernd T. sein, dessen <a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/bordell-prozess-koenig-vom-stutti-will-100-000-mark-an-prostituierte-zahlen/221260.html" target="_blank">Prozess im Jahre 2001</a> der Berliner Tagesspiegel beobachtete. 1996 war <strong>Steffen Jacob</strong> der &#8222;Rotlichtprinz von Berlin&#8220;, sagt die <a title="externer Link" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/1109/lokales/0097/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung 1996 hier</a>. Lebt er noch? 1996 schrieb die Zeitung: &#8222;Steffen Jacob will nur der Prinz im Rotlichtmilieu bleiben. Er weiß: König ist man nur, wenn man vier Fuß tief unter der Erde liegt.&#8220; <strong>Hmmmhhh</strong>!</p>
<p><strong>Dass es eine Russenmafia gibt</strong> und wie man sie zutreffend kategorisiert, wurde vom <a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/spiel-in-drei-ligen/381118.html" target="_blank">Tagesspiegel hier berichtet</a>. Auch hier weiteres <a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-ist-zentrum-der-russenmafia/v_default,1828756.html" target="_blank">interessant zu lesen</a>. Ob es noch stimmt? Die Berliner Zeitung schreibt viel über <a title="externer Link" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/315833/315834.php?ycl=rss" target="_blank">die rund 100.000 Russen</a>, die in Berlin leben: Das sind Menschen mit &#8222;russischem Migrationshintergrund&#8220;. Har har&#8230; ! Who knows: Hinjeschaut, hinjekiekt. Ma kieken, ob keena kiekt! (Berolinismus). Dazu bei passender Gelegenheit mehr. Bis dahin: Gut zu wissen. Sich darüber Gedanken zu machen, ist vielleicht erhellend. Das Thema &#8222;Rotlicht&#8220; ist hier ein festes Thema der Berichterstattung, übrigens. <strong>Vielleicht interessant</strong>. <strong>Vielleicht auch nicht</strong>.</p>
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		<title>322-10 &#8211; Mängelmeldung des Tages: Ich habe den Sitzpuff angehoben und Fraßmehl gefunden!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 09:43:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ Ich habe gestern den Sitzpuff im Schlafzimmer angehoben und da drunter ein ca. ein EURO großes Loch im Fußboden gefunden, dort lag Fraßmehl.&#8220; (Anruf eines Wohnungseigentümers) Alles klar. Verdacht auf Holzbockbefall? Altbau. 1918 gebaut. Tochter ist gerade dort eingezogen. Hatten vorher die Wohnung von Grund auf saniert. Waren sehr sorgfältig. Dass sie jetzt einen Sitzpuff ... <a title="322-10 &#8211; Mängelmeldung des Tages: Ich habe den Sitzpuff angehoben und Fraßmehl gefunden!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/6662010/" aria-label="Mehr Informationen über 322-10 &#8211; Mängelmeldung des Tages: Ich habe den Sitzpuff angehoben und Fraßmehl gefunden!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_5440" aria-describedby="caption-attachment-5440" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Hundsgefaehrlich.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-5440" title="Hundsgefährlich!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Hundsgefaehrlich-300x228.jpg" alt="Hundsgefährlich!" width="300" height="228" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Hundsgefaehrlich-300x228.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Hundsgefaehrlich.jpg 470w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-5440" class="wp-caption-text">Hundsgefährlich!</figcaption></figure>
<blockquote><p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="" width="18" height="18" /> Ich habe gestern den Sitzpuff im Schlafzimmer angehoben und da drunter ein ca. ein EURO großes Loch im Fußboden gefunden, dort lag Fraßmehl.&#8220; (Anruf eines Wohnungseigentümers)</p></blockquote>
<p><strong>Alles klar. Verdacht auf Holzbockbefall</strong>? Altbau. 1918 gebaut. Tochter ist gerade dort eingezogen. Hatten vorher die Wohnung von Grund auf saniert. Waren sehr sorgfältig. Dass sie jetzt einen Sitzpuff anheben, weckt allerdings unsere Neugier. Was bitte ist ein Sitzpuff. google muss ran. Suchbegriff <a title="externer Link" href="http://images.google.de/images?q=Sitzpuff&amp;um=1&amp;hl=de&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=wi" target="_blank">Sitzpuff</a>.</p>
<p><strong>Alles klar, den Begriff gibt es wirklich</strong>. Na, dann kann ja der Schädlingsbekämpfer mal dorthin fahren und einen Befund schreiben. Hoffentlich nichts Ernstes. Aber wieder was dazugelernt.  Was ein Sitzpuff ist, wissen wir jetzt. Gibt es einen <a title="externer Link" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;um=1&amp;q=Stehpuff&amp;oq=&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=iw" target="_blank">Stehpuff</a>? Antwort: Eher nicht. Das könnte man noch designen. Was ein Liegepuff ist? Das verlinke ich nicht&#8230; <strong>Mag der geschätzte Leser hier selbst recherchieren</strong>.</p>
<p><strong>Der Schädlingsbekämpfer fährt jetzt zur Tochter hin und schaut unter ihren Sitzpuff</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Weiterführend</strong></p>
<ul>
<li>Rotlichtmilieu: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/rotlichtmilieu-puff/" target="_self">Wie wohnt es sich über einem Puff</a>?</li>
<li>Report: Nachbarn: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/report-nachbarn-wenns-beim-liebesspiel-zu-laut-wird/" target="_self">Wenn´s beim Liebesspiel zu laut wird&#8230;</a></li>
<li>Briefschnipsel: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/01/briefschnipsel-dein-treppenhausfussboden-das-empfindliche-wesen-rucksichtnahme/" target="_self">Dein Treppenhausfußboden, das empfindliche Wesen</a></li>
<li>(andere) Mängelmeldung des Tages: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/die-mangelmeldung-des-tages/" target="_self">Die herabgefallene Gardingenstange</a></li>
</ul>
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		<title>126-09 &#8211; Völker, hört die Signale, auf zum letzten Gefecht: Die Internationale verderbt das Menschenrecht.</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/volker-hort-die-signale-auf-zum-letzten-gefecht-die-internationale-verderb-das-menschenrecht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 08:46:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Internationale ganz anderer Art ereignet sich dieser Tage in Berlin-Kreuzberg. Es ist eine Internationale fragwürdigen Zuschnitts. Und ob diese Melange von Internationalitäten das Menschenrecht erkämpft, ist zweifelhaft. Die Geschichte geht etwa so: Es ist ein Kreuzberger Eckgrundstück. Im zweiten Weltkrieg hat die Altbebauung an der signifikanten Hauptverkehrsader so gelitten, dass sie abgebrochen werden musste. ... <a title="126-09 &#8211; Völker, hört die Signale, auf zum letzten Gefecht: Die Internationale verderbt das Menschenrecht." class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/volker-hort-die-signale-auf-zum-letzten-gefecht-die-internationale-verderb-das-menschenrecht/" aria-label="Mehr Informationen über 126-09 &#8211; Völker, hört die Signale, auf zum letzten Gefecht: Die Internationale verderbt das Menschenrecht.">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_3797-2" aria-describedby="caption-attachment-3797-2" style="width: 142px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3797 " title="Rotlicht" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht-217x300.jpg" alt="Rotlicht" width="152" height="210" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht-217x300.jpg 217w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Rotlicht.jpg 434w" sizes="auto, (max-width: 152px) 100vw, 152px" /><figcaption id="caption-attachment-3797-2" class="wp-caption-text">Rotlicht</figcaption></figure>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="315" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/kDwZAtE6yWY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="315" src="http://www.youtube.com/v/kDwZAtE6yWY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object></p>
<p><strong>Eine Internationale ganz anderer Art ereignet sich dieser Tage in Berlin-Kreuzberg</strong>. Es ist eine Internationale fragwürdigen Zuschnitts. Und ob diese Melange von Internationalitäten das Menschenrecht erkämpft, ist zweifelhaft. Die Geschichte geht etwa so:</p>
<p><strong>Es ist ein Kreuzberger Eckgrundstück</strong>. Im zweiten Weltkrieg hat die Altbebauung an der signifikanten Hauptverkehrsader so gelitten, dass sie abgebrochen werden musste. Die Bombardierung durch die Alliierten (Amerikaner, Briten, Russen) war erfolgreich gewesen. Ende der Fünfziger wurde dies Grundstück in den senatseigenen &#8218;Aufbauplan 1959&#8216; aufgenommen. Es entstanden ein Hochhaus mit 7 Etagen (plus Flachdach) und ein Flachbau (plus Flachdach) mit 3 Etagen im öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau.  Ein Kratzputz verschönerte die planebene Fassadenfläche. Es ist jetzt schon länger her, dass dort Menschen einzogen. Der Bewohnersprengel ist international, womit wir wieder beim Thema sind. Aktuell sind es Eigentumswohnungen dort. 31 Stück plus eine (türkisch betriebene) Bäckerei.</p>
<p><strong>Es wohnen auch Palästinenser da, Hartz IV-Empfänger</strong>. Und Ukrainer, (Ex)Jugoslawen, nicht wenige Türken &#8211; ein paar Deutsche gibt es auch. Jeder sieht seins (Fernsehprogramm). Die Zahl der (ungenehmigten) Satellitenschüsseln ist immens, ein Wildwuchs. Und jetzt hat einer von zweiunddreißig Wohnungseigentümern seine kleine 1-Zimmer-Wohnung da verkauft. An einen Briten. Der spricht kein Wort Deutsch. Die Vertragsverhandlungen liefen auf Englisch, das Notariat auch. Der Brite, Herr Maroney (* Name geändert), hat die Wohnung erworben als Kapitalanlage. Es sind auch seitens der Wohnungseigentümer inzwischen viele, verschiedene Internationalitäten da. Eine Frau aus Kopenhagen (Dänemark) hat dort eine Wohnung, weil sie gelegentlich in Berlin ihre Freizeit verbringt. Für die Dänen sind solche Wohnungen aus &#8218;der Portokasse&#8216; finanzierbar. Berlin bildet bei den bundesdeutschen Großstädten ein preisliches Schlusslicht, es ist billig, in Berlin Wohnungseigentum zu erwerben.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3887"></span><strong>***</strong></p>
<p><strong>Herr Maroney</strong> hat eine (gut englisch sprechende) Sondereigentumsverwalterin beschäftigt, die hinsichtlich dieser 1-Zimmer-Wohnung immer nach dem Rechten sieht. Ausländische Eigentümer wie Herr Maroney brauchen solche (international) bewanderten Sondereigentumsverwalter. Sie verwaltet im Auftrag solcher ausländischen Anleger einen Bestand von ca. 80 solcher Wohnungen, auch diese hier an der Straßenecke in Berlin-Kreuzberg.</p>
<p><strong>Die 1-Zimmer-Wohnung vermietete sie an einen Türken aus Berlin</strong>. Die Wohnung liegt an einem Laubengang im Hochparterre des Hauses, zur Straße hin. Der palästinensische Familienvater aus dem Hochhaus, im 7. Stock, ganz oben, hat sich jetzt an die WEG-Verwalterin gewandt. Er hat die Verwalterin informiert, dass da in der 1-Zimmer-Wohnung im Hochparterre nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Er sagt, die Bewohner wollen jetzt Unterschriften sammeln. Gegen diese Vermietung. Es sind dort immer &#8217;so Männer&#8216;, zwei, die sich in Frauenkleider zwängen. Dann gehen sie auf den Bürgersteig vor dem Haus als &#8218;<a title="externer Link" href="http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/bordsteinschwalbe" target="_blank">Bordsteinschwalben</a>&#8218;, es sind &#8218;<a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transe" target="_blank">Transen</a>&#8218;, sagt er. Sie sprechen Männer an, die sich für ein Salär verwöhnen lassen möchten. Die beiden Männer sprechen rumänisch, sagt der Palästinenser. Versteht er rumänisch? Die Sondereigentumsverwalterin des englischen Eigentümers Herrn Maroney weiß von dieser Sache noch nichts. Die Sondereigentumsverwalterin ist eine junge, hübsche Frau und hat vor kurzem ihr erstes Kind bekommen. Sie arbeitet von zuhause aus, in Berlin-Mitte wohnt sie. Von wegen gute Connections. Nebenerwerb. Heimarbeitsplatz &#8211; jetzt mit einem Stallgeruch von Prostitution im Fokus der täglich abzuarbeitenden Dinge. Weit weg von dieser Kreuzberger Hauptverkehrsstraße mit Eckbebauung aus den frühen Sechzigern.  Die WEG-Verwalterin schreibt einer jungen Mutter, die 80 Wohnungen für Ausländer verwaltet und ihr Kind meist dabei hat. Manchmal tut sie deswegen nicht alles, was Sondereigentumsverwalter zu tun beabsichtigen. Aus Rücksichtnahme auf ihr Kind. Verständlich.</p>
<p><strong>Die Geschichte mit diesen unappetitlichen Anwerbeversuchen</strong> der rumänischen Transen. So ein Brief muss konkret gefasst sein. Es müssen Fakten benannt werden, nicht nur Dinge vom hören sagen. Sie ruft zurück. Im geführten Telefonat stellt sich heraus, dass die im Brief -Abmahnung genannt- genannten Fakten unvollständig sind. Sie -Mutter mit Kind- sagt, sie wäre gerade in den letzten Tagen dort gewesen, in der Wohnung. Da habe ihr so eine ganz junge, niedliche, kleine Rumänin mit blonden Haaren die Tür aufgemacht. Nichts von sexbesessenen Transsexuellen. Aber auch eine Bordsteinschwalbe, offenbar. Flatsharing, Wohnraumteilung aus ökonomischer Vernunft. Die verschiedenen Gewerbe haben sich sozialisiert und die Nutzung der Gewerbebasis rund um die Uhr unter sich aufgeteilt. Das steigert die Rendite.</p>
<p><strong>Die Blondine spricht kein Deutsch</strong>. Sie -die Sondereigentumsverwalterin, Kind auf dem Arm- hat sie direkt zur Rede gestellt. Gefragt, was sie hier macht? Sie soll die Wohnung binnen drei Tagen räumen, hat sie verlangt. Sonst kommt sie wieder und lässt die Schlösser austauschen. Sie hat schon mehrere Monate keine Miete mehr von  dem türkischen Hauptmieter der Wohnung erhalten. Ein paar Tage später wiederholt sie den Besuch bei der niedlichen, kleinen Rumänin mit blonden Haaren. Sie ist immer noch da. Es stellt sich heraus, sie hat nicht verstanden, dass sie die Wohnung zu räumen habe. Sie hat verstanden, dass sie die Wohnung aufräumen soll. Die Wohnung ist jetzt aufgeräumt. Sie hat sich an ihren Part der Verabredungen gehalten. Heute war die Sondereigentumsverwalterin wieder da, diesmal ohne ihr Kind. Dem Kind zuliebe. Und ist deutlicher geworden. Nun kann sie die blondierte Rumänin nicht mehr falsch verstehen. Alles wurde ganz deutlich ausgesprochen. Wort für Wort.</p>
<p><strong>Wieder ein paar Tage später ist die Wohnung tatsächlich geräumt</strong>. Die Wohnungsnutzer sind weg, der türkische Hauptmieter ebenfalls. Von ihm wird die Sondereigentumsverwalterin keinen Cent der noch ausstehenden Mieten mehr sehen. Es ist ein abgebrochenes Geschäftsmodell. Der palästinensische Mieter im 7. Obergeschoss kann sich freuen, macht sich jetzt keine Gedanken mehr, ob seine Kinder im Stallgeruch der Prostitution aufwachsen müssen. In aller Herren Muttersprachen wird dieser Tage jubiliert. Das Bürgerliche hat sich durchgesetzt. Die &#8218;Nutten&#8216; sind weg, die männlichen, die weiblichen. Und der nächste Mieter wird dort einziehen. Die Sondereigentumsverwalterin hat dieser Tage wieder viel für ihr künftiges, berufliches Leben hinzugelernt.</p>
<p>Die Internationale der Hausbewohner ist erleichtert. Die rumänischen &#8218;Nutten&#8216; sind weg und werden nicht mehr wiederkehren. Die Erleichterung über diese Zustandsveränderung wird bis nach England rüberschwappen.<strong> So hat sich schließlich niemand eine attraktive Kapitalanlage vorgestellt.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Rotlicht" target="_self">Rotlicht &#8211; Milieustudien</a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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