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	<title>Rocker &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Rocker &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1973-17 &#8211; Positionen: Die etwas andere Wohnungsbewerbung oder: Kevin (8 Monate), allein zuhaus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 12:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 8 Monate alte Kevin schreibt eine Initiativbewerbung an eine Hausverwaltung in Berlin. Dazu nutzt er &#8211; oder war es doch seine Mama? &#8211; das Kontaktformular auf der Website der auf Wohnungseigentumsverwaltung spezialisierten Hausverwaltung. Ein Anruf wäre in diesem Fall besser gewesen. Denn die Hausverwaltung hat die Bewerbung nun gewissenhaft drei Jahre verwahrt und damit ... <a title="1973-17 &#8211; Positionen: Die etwas andere Wohnungsbewerbung oder: Kevin (8 Monate), allein zuhaus!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/319517-positionen-die-etwas-andere-wohnungsbewerbung-oder-kevin-8-monate-allein-zuhaus/" aria-label="Mehr Informationen über 1973-17 &#8211; Positionen: Die etwas andere Wohnungsbewerbung oder: Kevin (8 Monate), allein zuhaus!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12472" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters.jpg" alt="" width="318" height="314" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters.jpg 318w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/Phantom.des_.Vermieters-300x296.jpg 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></p>
<blockquote><p>Der 8 Monate alte Kevin schreibt eine Initiativbewerbung an eine Hausverwaltung in Berlin. Dazu nutzt er &#8211; oder war es doch seine Mama? &#8211; das Kontaktformular auf der Website der auf Wohnungseigentumsverwaltung spezialisierten Hausverwaltung. Ein Anruf wäre in diesem Fall besser gewesen. Denn die Hausverwaltung hat die Bewerbung nun gewissenhaft drei Jahre verwahrt und damit aufgehoben. Allerdings nicht unter &#8222;Schriftwechsel A-Z&#8220; und &#8222;B&#8220; wie Bewerbung. Sondern unter &#8222;K&#8220; für Kuriositätensammlung. Warum?</p></blockquote>
<p>Eventuell sollte der Berichterstatter klarstellen: Wir befassen uns im Grunde seltener als täglich mit Vermietung von Wohnungen. Überwiegend sind wir Verwalter von Wohnungseigentümern. Dass sich Menschen an uns wenden, weil sie meinen, wir könnten ihnen Mietwohnungen anbieten, passiert häufiger, als wir es wirklich befriedigen könnten. Die folgende Bewerbung trudelte per Email im Juni 2014 bei uns unbestellt ein. Auf der Website wird klar kommuniziert, dass wir keine &#8222;Bewerbungen&#8220; auf diesem Wege wünschen. Wie wenig Menschen ihre Daten gegen unbefugte Kenntnis schützen, zeigt der wörtlich hier abgedruckte Wortlaut der Wohnungsbewerbung.</p>
<p>Und soll man nun Mitleid haben? Das überlassen wir als Berichterstatter gefälligst dem Leser und werten es weder ab noch auf.</p>
<p>Natürlich sind alle persönlichen Daten verändert, Namen und Telefonnummern sind fiktiv. Allerdings streng getreu dem Bewerbungsplot mit Persönlichkeits- und Handlungssträngen besetzt wie ein Theaterstück. Die Bewerbung schreibt offenbar ein 8 Monate altes Kleinstkind. Ansonsten ist die Email wortgetreu abgebildet, es wurde bis auf die persönlichen Daten nichts abgeändert und auch keine Rechtschreibkorrektur durchgeführt.</p>
<p><strong>Das ganze Drehbuch</strong> (nachbearbeitet aus Datenschutzgründen)</p>
<p>Sehr geehrte Damen Herren,</p>
<p>meine Eltern (Mama Shantal Nitschke 33 Hausfrau und mein Papa Bert Nitschke 38 Sandstrahler) und ich (Kevin 8 Monate) suchen zusammen mit unserem kleinen Hund (Prince; York Shire Terrier 4 Jahre) eine neue Wohnung.</p>
<p>Leider stehen meine Mama und mein Papa in der Schufa und haben in der jetzigen Wohnung Mietschulden (diese zahlen sie gerade in Raten ab), was die Suche nach einer neuen Wohnung nicht gerade erleichtert. Wir wohnen zurzeit in Berlin-Mitte / Reinickendorf in einer 3-Zimmer-Wohnung. Der Grund warum wir umziehen wollen ist der, dass unsere jetzige Wohnung zum einen zu klein für uns ist (alle 14 Tage am Wochenende und in den Ferien kommen noch meine beiden Halbschwestern 13 und 8 Jahre zu besuch) und zum anderen weil wir direkt im Industriegebiet wohnen. Bei uns auf dem Hof befindet sich eine Autowerkstatt (was nicht so toll ist, weil man da nicht spielen kann) und unsere Nachbarn sind die Banditos (Motorräder und Party sind ganz schön laut, gerade spät abends bzw. nachts).</p>
<p><span id="more-17814"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_1752" aria-describedby="caption-attachment-1752" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1752" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc06139_uhraufbalkon_450x3.jpg" alt="" width="450" height="338" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc06139_uhraufbalkon_450x3.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc06139_uhraufbalkon_450x3-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-1752" class="wp-caption-text">Sinnvolles Timing eines Mieters</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weil das alles noch nicht genug ist, hat mein Papa jetzt auch noch eine Lohnpfändung, weil das Geld (obwohl er eine feste Arbeitsstelle hat) für den Unterhalt meiner Halbschwestern nicht ausreicht. Die jetzige Miete ist auch mit Strom und Gas in Höhe von monatlich 820,00 € für 68 qm viel zu teuer. Das findet auch das JobCenter zu teuer. Diese würden eine Miete vom Warm in Höhe von 647,50 € übernehmen. Mama und Papa haben auch einen WBS für eine 3-Zimmer-Wohnung. Gerne würden wir in den Bezirken Reinickendorf, Charlottenburg oder Spandau unsere neue Wohnung haben, wenn möglich mit Balkon und nicht ganz oben.</p>
<figure id="attachment_9776" aria-describedby="caption-attachment-9776" style="width: 841px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9776" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg" alt="Hauptstadtrocker" width="851" height="638" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg 1200w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 851px) 100vw, 851px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9776" class="wp-caption-text">Hauptstadtrocker</figcaption></figure>
<p>Sollten Sie über eine Möglichkeit verfügen uns eine solche Wohnung anzubieten, würden wir uns sehr freuen. Eine Anmietung wäre auf Grund der Kündigungsfrist ab Ende September bzw. Anfang Oktober möglich. Wir freuen uns bald von Ihnen zu hören.</p>
<p>Für Rückfragen steht Ihnen meine Mama Shantal Nitschke unter der Rufnummer: 0170 / 12 34 567 gerne in der Zeit von 9:00 – 18:00 Uhr zur Verfügung.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Kevin und seine Familie Nitschke</p>
<p>(Ende Bewerbung)</p>
<p>Eine sehr ehrliche, ungefragt eingesandte Bewerbung.</p>
<p>Als Leser solcher Bewerbungen kann ich nur empfehlen, derart grundehrliche Texte nicht irgendwem zu schicken, sondern vorher bei einer Hausverwaltung anzurufen und zu erfragen, wem man eine Bewerbung schicken möchte. Als unfreiwilliger Leser habe ich diese Email aufgehoben und als Kuriosum gelesen. Um die Rechte des jungen, verzweifelten Paares nicht zu beschädigen, entschloss ich mich viel, viel später zeitversetzt für eine Veröffentlichung und eine durchweg sorgfältige Anonymisierung der Personendaten.</p>
<p>Ein Anruf der Mama von Kevin, der in Wirklichkeit ganz anders heißt, Shantal ist jedenfalls an strenge Tageszeiten gebunden.</p>
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			</item>
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		<title>1792-15 &#8211; Hintergrund: Rock, Höllenengel, Meredith Hunter und das Ende der symbolischen Unschuld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 09:10:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Udo Lindenberg &#8211; Ich bin Rocker Wer Hells Angels ist oder werden will, müsse einen monatlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 110 bis 130 Euro zahlen, bar und pünktlich zum Ersten eines Monats, berichtet Kassra Z. den Ermittlern. Jedes neue Mitglied werde per E-Mail allen Clubs weltweit bekannt gegeben. Der Besitz einer Harley Davidson sei Pflicht, ... <a title="1792-15 &#8211; Hintergrund: Rock, Höllenengel, Meredith Hunter und das Ende der symbolischen Unschuld" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/300415-hintergrund-rock-hoellenengel-meredith-hunter-und-das-ende-der-symbolischen-unschuld/" aria-label="Mehr Informationen über 1792-15 &#8211; Hintergrund: Rock, Höllenengel, Meredith Hunter und das Ende der symbolischen Unschuld">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4768" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/icon.Tageslied.png" alt="_icon Tageslied/Lied des Tages" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_9776-2" aria-describedby="caption-attachment-9776-2" style="width: 641px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9776" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg" alt="Hauptstadtrocker" width="651" height="488" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440.jpg 1200w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2440-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9776-2" class="wp-caption-text">Hauptstadtrocker</figcaption></figure>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube.com/embed/XPX4U_idBbc?rel=0&amp;controls=0&amp;showinfo=0" width="650" height="488" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Udo Lindenberg &#8211; Ich bin Rocker</p>
<blockquote><p>Wer Hells Angels ist oder werden will, müsse einen monatlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 110 bis 130 Euro zahlen, bar und pünktlich zum Ersten eines Monats, berichtet Kassra Z. den Ermittlern. Jedes neue Mitglied werde per E-Mail allen Clubs weltweit bekannt gegeben. Der Besitz einer Harley Davidson sei Pflicht, „das ist eine Weltregel“, sagt er. Denn: „Als Hells Angels fährt man nicht Bahn oder Bus.“ Es gebe Schriftführer, Logistiker und Schatzmeister. Der „Sergeant at Arms“ sei zuständig für Waffen. Die Bibel der Hells Angels, in der die Regeln der Rockergruppe geschrieben stehen sollen, nennt Kassra Z. schlicht: „das Buch“.</p></blockquote>
<p>(Quelle: Wiebke Ramm, 02.12.14 &#8211; yahoo &#8211; <a title="externer Link" href="https://de.nachrichten.yahoo.com/blogs/reingezoomt/ein-h%C3%B6llenengel-bricht-das-schweigen-155122476.html" target="_blank">hier</a>)</p>
<p>Ich bin Rocker, ich bin Rocker<br />
doch ich steh&#8216; nicht auf Gewalt<br />
ich bin nicht so &#8217;n primitives Schwein<br />
und schlag &#8217;nem Schwachen die Fresse ein<br />
wir sind Rocker, wir sind Rocker<br />
doch ohne amputiertes Gehirn<br />
und wenn man uns nicht dumm<br />
von der Seite anquatscht<br />
dann kann auch nichts passieren&#8230;!<br />
(Aus: Ich bin Rocker &#8211; Udo Lindenberg)</p>
<ul>
<li><a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meredith_Hunter" target="_blank">Meredith Hunter</a>: <a title="externer Link" href="https://www.youtube.com/watch?v=0qTKsylrpsg" target="_blank">Die Rolling Stones und ihr Konzert in Altamont, mit Rockermord (06.12.1969)</a></li>
<li>Hintergrund: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altamont_Free_Concert" target="_blank">Informationen auf Wikipedia zum Altamont-Konzert</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>1566-13 &#8211; Alltag: Kellerdeckensanierung in Spandau und Rockerleben in Lichtenberg &#8211; Ein alltäglicher Berlinmix</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/187813-alltag-kellerdeckensanierung-in-spandau-und-rockerleben-in-lichtenberg-ein-alltaeglicher-berlinmix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2013 11:05:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[In Berlin-Spandau wird eine Kellerdecke saniert, nächstens. Dazu müssen per Aushang alle Bewohner des Hauses auf eine nickelige Vorgehensweise eingeschworen werden. Im Kern geht es darum, den eigenen Keller &#8222;im Bereich der geschädigten Kellerdecken&#8220; (wo ist kartographiert) wenigstens teils zu beräumen. Ein Mieterkeller muss ganz und gar beräumt werden. &#8230; http://www.youtube.com/watch?v=lI_-MktbNFY Sag zum Abschied leise ... <a title="1566-13 &#8211; Alltag: Kellerdeckensanierung in Spandau und Rockerleben in Lichtenberg &#8211; Ein alltäglicher Berlinmix" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/187813-alltag-kellerdeckensanierung-in-spandau-und-rockerleben-in-lichtenberg-ein-alltaeglicher-berlinmix/" aria-label="Mehr Informationen über 1566-13 &#8211; Alltag: Kellerdeckensanierung in Spandau und Rockerleben in Lichtenberg &#8211; Ein alltäglicher Berlinmix">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4750" aria-describedby="caption-attachment-4750" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4750" alt="Aktion: Aushang für die Ewigkeit" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei.jpg" width="450" height="67" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4750" class="wp-caption-text">Aktion: Aushang für die Ewigkeit</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15041" aria-describedby="caption-attachment-15041" style="width: 612px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Time.To_.Say_.Goodbye.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-15041 " title="Time To Say Goodbye #Korrekturhilfen" alt="Time To Say Goodbye #Korrekturhilfen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Time.To_.Say_.Goodbye.jpg" width="622" height="433" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Time.To_.Say_.Goodbye.jpg 691w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Time.To_.Say_.Goodbye-300x208.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 622px) 100vw, 622px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15041" class="wp-caption-text">Time To Say Goodbye #Korrekturhilfen</figcaption></figure>
<p>In Berlin-Spandau wird eine Kellerdecke saniert, nächstens.</p>
<p>Dazu müssen per Aushang alle Bewohner des Hauses auf eine nickelige Vorgehensweise eingeschworen werden. Im Kern geht es darum, den eigenen Keller &#8222;im Bereich der geschädigten Kellerdecken&#8220; (wo ist kartographiert) wenigstens teils zu beräumen. Ein Mieterkeller muss ganz und gar beräumt werden.</p>
<p><span id="more-15040"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=lI_-MktbNFY<br />
<span style="color: #999999;">Sag zum Abschied leise Servus &#8211; Hans Albers und Paul Hörbiger</span></p>
<blockquote><p>Der Kellerraum wird ausgeräumt. Von einigem könnte man sich jetzt mal trennen.</p></blockquote>
<p>Währenddessen ruft &#8222;Atze&#8220; (* Name geändert) an. Er ist der Sprecher des Rockerclubs &#8222;Bloody Sundays&#8220; (* Name geändert) aus Berlin-Lichtenberg. Ein ganz ruhig wirkender, netter und verbindlich auftretender Mensch. Wir haben ihn und seinen Motorradclub angeschrieben, als Nachbarn mit einem Verwaltungsgrundstück. Man müsse sich mal austauschen, sagt der betreibende Hausverwalter, ganz Kommunikator, über dies und das. Und Nachbarn sollten miteinander reden. Richtig reden. Freundlich, verbindlich, direkt. Ohne fernes Blabla.</p>
<blockquote><p>Ich bin Rocker, ich bin Rocker<br />
meine Gang nennt sich &#8222;Lucifer Mob&#8220;<br />
am Tage bin ich Schlosser<br />
das ist &#8217;n ziemlich mieser Job<br />
aber abends hol&#8216; ich dann meiner Ofen aus dem Stall<br />
in den Lederjackentaschen dicke Feuerwasserflaschen<br />
und zwischen den Knien der Tank voll Benzin.</p>
<p>Ich bin Rocker, ich bin Rocker<br />
doch ich steh&#8216; nicht auf Gewalt<br />
ich bin nicht so &#8217;n primitives Schwein<br />
und schlag &#8217;nem Schwachen die Fresse ein<br />
wir sind Rocker, wir sind Rocker<br />
doch ohne amputiertes Gehirn<br />
und wenn man uns nicht dumm<br />
von der Seite anquatscht<br />
dann kann auch nichts passieren&#8230;!</p>
<p>(Textauszug aus: &#8222;Ich bin Rocker&#8220; &#8211; Udo Lindenberg, 1976)</p></blockquote>
<p>Z.B. über Bäume, die gemeinsam entlang wachsen und vegetieren. Ab und zu ein Schnitt an einem Ast und gut ist. Damit nicht zusammenwächst, was nicht zusammen gehört. Ist gut, sagt er, machen wir so. Wir sind im Gespräch. Wir hinterlegen eine Handynummer und &#8222;Atze&#8220; als Name, das muss reichen. Weder eine Festnetznummer sollen wir aufschreiben, noch eine andere, abweichende Adresse. Es geht immer nur über dieses Grundstück. Gut, machen wir so. Wenn das die Spielregel ist. Bitte schön.</p>
<blockquote><p>Sie sind Pächter des Grundstücks, auf dem der MC sitzt, das Vereinsheim. Mit allem, was dazu gehört. Das schließt die Frage ein, wer sich um Baumbeschnitte kümmert. Oder um sonstige Fragen, die die Existenz als Grundstück mit &#8222;real existierenden Nachbarn&#8220; betreffen.</p></blockquote>
<p>Ach ja, und Freitag. Freitag, 18 Uhr: Da ist immer jemand da. Wenn de ma was willst, weeßte? Ja, weeß ick. Notier ick mir.</p>
<p>Zurück nach Berlin-Spandau und husch in den Keller.</p>
<p><strong>&#8222;Time to say goodbye&#8220;?</strong> Aus unerfindlichen Gründen schlägt das Berliner Textverarbeitsprogramm vor, stattdessen &#8222;Godesberg&#8220; zu sagen. Wir wissen nicht, ob der Programmierer das Wörterbuch mit Blick auf den längst abgeschlossenen Hauptstadtumzug so programmiert hat, das immer wenn &#8222;Goodbye&#8220; gesagt werden soll, ein weiterer Umzug nach Berlin angestoßen werden soll? Die Idee, goodbye (nicht &#8222;good buy&#8220;, also &#8222;Guten Einkauf&#8220;) zu sagen, entspringt der Vorstellung im Hausaushang der Verwalterin, den Leuten die Trennung von Sperrmüll an die Hand zu geben, jetzt und &#8222;bei dieser Gelegenheit&#8220;. Könnte man sich nicht bei dieser Gelegenheit mal von Sachen trennen, die man längst nicht mehr braucht?</p>
<p>Eventuell wird im nächsten Aushang, den zu verfassen, der lyrisch begabte Hausverwalter sich vornimmt, als Text stehen: <strong>&#8222;Sag zum Abschied leise Servus.&#8220;</strong> Was das Programm dann vorschlüge, ist noch nicht verprobt. Eins kann man nur hoffen: Dass der Mob angesichts des Aushangs zur Kellerdeckensanierung nicht tobt.</p>
<p>Dieser Beruf ist schon mannigfaltig. Zwei Geschichten in unterschiedlichen Stadtteilen und eine ganze Palette von Gesichtspunkten. Das ist der Grund, warum dieses Blog nie endgültig vollgeschrieben werden kann. Es ist immer noch ein Stück Platz im Internet.</p>
<p>Weiter arbeiten&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" alt="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Zulässiger Gedanke: <a title="externer Link" href="http://www.youtube.com/watch?v=XPX4U_idBbc" target="_blank">Ich bin Rocker (von Udo Lindenberg)</a></li>
</ul>
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		<title>238-10 &#8211; Selbstbezichtigung: Die Verwendung von in Eigenregie erstellten Unterlagen hat unterschiedliche Gründe&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 16:22:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Das abfotografierte Hinweisschild (laminiert) hängt schon länger im Treppenhaus in Berlin-Pankow. Es ist uns jeweils positiv aufgefallen. Nun wird es berühmt, weil es auf gesichtspunkte.de gerühmt wird und gepriesen. Selbst wenn es diese Macke der Selbstbezichtigung trägt. Unterschrieben ist es mit &#8222;Die Hausverwaltung&#8220;. Die Wahrheit ist: es ist nicht von der Hausverwaltung entworfen worden und ... <a title="238-10 &#8211; Selbstbezichtigung: Die Verwendung von in Eigenregie erstellten Unterlagen hat unterschiedliche Gründe&#8230;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/selbstbezichtigung-in-eigenregie-erstellten-unterlage/" aria-label="Mehr Informationen über 238-10 &#8211; Selbstbezichtigung: Die Verwendung von in Eigenregie erstellten Unterlagen hat unterschiedliche Gründe&#8230;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4725" aria-describedby="caption-attachment-4725" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC05437_Selbstbezichtigung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4725 " title="Selbstbezichtigung: Du bist Hausverwaltung!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC05437_Selbstbezichtigung-300x200.jpg" alt="Selbstbezichtigung: Du bist Hausverwaltung!" width="300" height="200" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC05437_Selbstbezichtigung-300x200.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC05437_Selbstbezichtigung-1024x685.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC05437_Selbstbezichtigung.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4725" class="wp-caption-text">Selbstbezichtigung: Du bist Hausverwaltung!</figcaption></figure>
<p>Das abfotografierte Hinweisschild (laminiert) hängt schon länger im Treppenhaus in Berlin-Pankow. Es ist uns jeweils positiv aufgefallen. Nun wird es berühmt, weil es auf <strong>gesichtspunkte.de</strong> gerühmt wird und gepriesen.</p>
<p><strong>Selbst wenn es diese Macke der Selbstbezichtigung trägt</strong>. Unterschrieben ist es mit &#8222;Die Hausverwaltung&#8220;. Die Wahrheit ist: es ist nicht von der Hausverwaltung entworfen worden und wurde dann von einem tumben Hausmeister ausgehängt. Wahr ist, dass der kluge Hauswart es selbst angefertigt hat, und so wie es ist, sieht es gut aus und wird sogar von manchen Hausbewohnern befolgt. Auf jeden Fall hat es eine Art permanenten Wiederholungseffekt. Dass Hauswarte richtige Typographie-Künstler sind und ein geschicktes Händchen im Herstellen von lesbaren Mitteilungen an die übrige Belegschaft des Hauses haben, erfreut das eigene Herz und nicht häufig.</p>
<p><strong>Der Hauswartsposten ist nur eine Art Nebenerwerb</strong>. Beruflich befasst sich der Hauswart im Hauptberuf mit Grafischem, es nimmt also kaum Wunder, das ihm dieser Aushang gut gelingt. Selbstbezichtigung? Darüber haben wir schon mehrmals berichtet, u.a. <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/foto-des-tages-in-eigenregie-ausgehangt-eine-fortsetzungsgeschichte-aus-neukolln/" target="_self">hier</a>. Oder auch <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/foto-des-tages-in-eigenregie-ausgehangt/" target="_self">hier</a>.</p>
<p><strong>Selbstbezichtigung ist die vermeintlich größere Aufmerksamkeit</strong> erheischende Unterschrift &#8222;die Hausverwaltung&#8220;, weil sich der Verfasser entweder in fremden Auftrag wähnt, also ferngesteuert, z.B. aufgrund einer mündlichen Absprache, die am Telefon erfolgt sein kann. Selbstbezichtigung ist aber auch ein vermeintlicher Zugewinn an Autorität, der dem Verfasser dessen Mitteilung in einen unbekannt hohen Adelsrang erhebt, der ihn auszeichnet. Der Verfasser der Mitteilung als Ghostwriter der (untätigen?) Hausverwaltung?</p>
<p><span id="more-4724"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Ganz anders allerdings liegt der Fall in einem Fall in Berlin-Spandau</strong>. Dort erscheint heute ein türkisch klingender Herr namens Sahin (* Name geändert) und fragt den Hauswart, ob er ihm behilflich sein kann? Er habe diese Mieter, die da oben, 2. OG. links (*Lage verändert) im linken Seitenflügel (* Gebäudeteil geändert) auf dem Suchrohr. Die schulden ihm aus einer anderen Straße, wo er eine Wohnung hat, noch Miete. Das hintergründige Telefonat mit dem Eigentümer der Wohnung in Spandau, nachfragend, was das denn jetzt für eine Art Privatdetektiv sei, ist knapp und präzise. Ja, Miete sind die auch hier schuldig geblieben, sagt unser Kunde zu uns. Die machen auf Hartz IV und haben drei Mietquittungen fürs Amt gefälscht. Seine Unterschrift, schlecht nachgemacht, sagt er. Ob er Anzeige erstattet hat? Klar, die HartzIV-Behörde (das Jobcenter) habe ihm das geraten. Die haben auch gesagt, da passiert nichts weiter. Dokumentenfälschung, Fälschung einer Unterschrift. Im besten Fall, sagt er, machen die &#8222;du du&#8220; sagt er und zeigt den wippenden Zeigefinger durchs Telefon. <strong>Dass mehr passiert, ist kaum zu glauben</strong>. </p>
<p><strong>Oder ein Rocker, der einer von zwei namhaften Rockerbanden</strong> in der Stadt angehört. Er hat in Berlin-Reinickendorf seine Miete schon mehrere Monate nicht gezahlt. Am Telefon ist schließlich eine Hausverwalter-Kollegin. Es kam ihr irgendwie komisch vor, sagt sie, da wollte sie mal nachfragen. Und dann gibt sie uns mit einer verabredeten Emailanlage die Mietschulden-Freiheitsbescheinigung. Die sieht gut aus. Exakt so könnte eine von uns aussehen. Allerdings haben wir nie eine ausgestellt. Für Menschen mit Mietschulden Mietschuldenfreiheitsbescheinigungen? Das klingt nach Zeugnissen im Arbeitsrecht, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Ein Kollege sagte mal: Stell sie doch einfach aus, dann bist du den Vogel los, weil er eine neue Wohnung bekommt. Wir entgegneten höflich, aber christlich motiviert: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten! <strong>Amen</strong>.  </p>
<p><strong>Selbstbezichtigung: Du bist Deutschland.</strong> Ich bin &#8222;die Hausverwaltung&#8220; und &#8222;ich habe Miete gezahlt, unterschrieben vom Vermieter&#8220;. Die Fälle sind zwar ähnlich gelagert, aber Parallelen zwischen ihnen verbieten  sich. Denn der dritte von drei genannten Fällen ist strafrechtlich relevant. Deutschland oder Hausverwaltung zu sein, das geht gerade noch straffrei durch und dient hehren Ansprüchen gemeinschaftlicher Zielverfolgung. Erst wenn in Deutschland niemand mehr Mietschulden-Freiheitsbestätigungen fälscht oder Mietverträge für Dachgeschosse, und erst wenn die Fahrräder und Kinderwagen in Deutschlands Treppenhäusern nicht mehr als Brandlasten von der Bauaufsicht bezeichnet werden, dann ist Deutschland gut. Vorher nicht. </p>
<p><strong>Es ist, wie es ist, und es bleibt, wie es wird. Die Sache, die da oben in Berlin-Pankow aushängt, die funktioniert. Und das ist gut so.</strong></p>
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