<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Quasimodo &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
	<atom:link href="https://gesichtspunkte.de/tag/quasimodo/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://gesichtspunkte.de</link>
	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Jun 2026 19:08:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>

<image>
	<url>https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/cropped-thomas.01-32x32.gif</url>
	<title>Quasimodo &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
	<link>https://gesichtspunkte.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>1526-13 &#8211; Positionen: Der Buhmann im Blickwinkel der Selbstkasteiung</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/183813-positionen-der-buhmann-im-blickwinkel-der-selbstkasteiung/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/183813-positionen-der-buhmann-im-blickwinkel-der-selbstkasteiung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2013 20:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychowelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schöneberg]]></category>
		<category><![CDATA[Quasimodo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=14789</guid>

					<description><![CDATA[Alle schauen auf dieses Haus, nur nicht Klaus, der schaut raus! (Kinderreim) Die Redewendung &#8222;Ich lass mich nicht zum Buhmann machen&#8220; kann das Gegenteil des Gesagten heißen: Dass man es bereits ist. Sehr ichbezogen, fällt auf als &#8222;floskolöse Ausflucht mit Nullinhalt&#8220;. Eher: Ich wünsche nicht, dazu gemacht zu werden. Ich bin es schon. Oder mit ... <a title="1526-13 &#8211; Positionen: Der Buhmann im Blickwinkel der Selbstkasteiung" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/183813-positionen-der-buhmann-im-blickwinkel-der-selbstkasteiung/" aria-label="Mehr Informationen über 1526-13 &#8211; Positionen: Der Buhmann im Blickwinkel der Selbstkasteiung">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_13482" aria-describedby="caption-attachment-13482" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13482" alt="Lehrer Lämpel: Keine Atempause...." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/01/Lehrer.Laempel_Keine.Atempa.jpg" width="600" height="600" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/01/Lehrer.Laempel_Keine.Atempa.jpg 600w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/01/Lehrer.Laempel_Keine.Atempa-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/01/Lehrer.Laempel_Keine.Atempa-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13482" class="wp-caption-text">Lehrer Lämpel: Keine Atempause&#8230;.</figcaption></figure>
<blockquote><p>Alle schauen auf dieses Haus, nur nicht Klaus, der schaut raus! (Kinderreim)</p></blockquote>
<p>Die Redewendung &#8222;Ich lass mich nicht zum Buhmann machen&#8220; kann das Gegenteil des Gesagten heißen: Dass man es bereits ist. Sehr ichbezogen, fällt auf als &#8222;floskolöse Ausflucht mit Nullinhalt&#8220;. Eher: Ich wünsche nicht, dazu gemacht zu werden. Ich bin es schon. Oder mit Gewalt: Wer mich zum Buhmann macht, bekommt es mit mir zu tun. Hui Buh, das <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hui_Buh" target="_blank">Schlossgespenst</a>, weiß: sich zum Buhmann zu machen, ist ganz einfach. Sich als Buhmann zu fühlen, ist die erste Form von <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kasteiung" target="_blank">Kasteiung</a>.</p>
<p>Buhmann sein, ein Ich-Gefühl, nicht ein Du-machst-mich-zum-&#8230; Etwas ganz persönliches, das einem niemand angedeihen lässt, außer man sich selbst. In Amerika hieße er &#8222;booman&#8220; vielleicht, und Quasimodo fühlt sich so in Paris. Kants <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ" target="_blank">kategorischer Aperativ</a>, vorm Essen: <b>„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“</b></p>
<p>Sich als Buhmann zu fühlen, ist eine Art irreversible Umschreibung dafür, &#8222;ein schlechtes Gewissen&#8220; zu haben, mit sich nicht im Reinen zu sein, etwas ausgefressen zu haben und dafür bei Anderen &#8222;um Schonung zu bitten&#8220;, um bitte nicht allzu harte, gar vernichtende Kritik einstecken zu wollen. Erst wenn es ausgesprochen, das Pulver verraucht ist und man einen Moment inne hält, merkt man: Ich bin nicht perfekt. Ich kann noch besser werden. Tröstlich, wer dieses von sich selbst empfinden kann. Er hat alle Chancen, zu ganz anderen Ufern aufzubrechen. Und wenn man von was mal gar keine Ahnung hat, einfach <a title="externer Link" href="http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA" target="_blank">mal die Klappe halten</a>&#8230;</p>
<p><span style="color: #888888;">(EP) </span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/183813-positionen-der-buhmann-im-blickwinkel-der-selbstkasteiung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>1445-13 &#8211; Quasimodo: Vom &#8222;Hässlichen Äußeren&#8216; &#038; innerer Schönheit und dem Streben unsererseits nach Vervollkommnung</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/175713-quasimodo-vom-hasslichen-auseren-innerer-schonheit-und-dem-streben-unsererseits-nach-vervollkommnung/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/175713-quasimodo-vom-hasslichen-auseren-innerer-schonheit-und-dem-streben-unsererseits-nach-vervollkommnung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 10:44:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ManTantra]]></category>
		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Zielfinder]]></category>
		<category><![CDATA[#Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Stalin]]></category>
		<category><![CDATA[Manta]]></category>
		<category><![CDATA[Quasimodo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=14192</guid>

					<description><![CDATA[Ich fahr jetzt Opel Mantra. Damit alles besser wird. Ich brauche dringend eine positive Veränderung. #ManTantra, Stoßgebet zum Himmel #Zielfindung Was dürfen wir uns herausnehmen? Was übersteigt unsere Genehmigungen? Hat alle geistige, innere Schönheit außen hässliche Seiten? Wie erleben hässliche Menschen den Alltag? Ist hässlich zu sein reine Äußerlichkeit? Oder gibt es auch Menschen, die ... <a title="1445-13 &#8211; Quasimodo: Vom &#8222;Hässlichen Äußeren&#8216; &#038; innerer Schönheit und dem Streben unsererseits nach Vervollkommnung" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/175713-quasimodo-vom-hasslichen-auseren-innerer-schonheit-und-dem-streben-unsererseits-nach-vervollkommnung/" aria-label="Mehr Informationen über 1445-13 &#8211; Quasimodo: Vom &#8222;Hässlichen Äußeren&#8216; &#038; innerer Schönheit und dem Streben unsererseits nach Vervollkommnung">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-14193" alt="Quasimodo_banner" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/Quasimodo_banner.jpg" width="650" height="430" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/Quasimodo_banner.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/Quasimodo_banner-300x198.jpg 300w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></p>
<blockquote><p>Ich fahr jetzt Opel Mantra. Damit alles besser wird. Ich brauche dringend eine positive Veränderung. #ManTantra, Stoßgebet zum Himmel #Zielfindung</p></blockquote>
<p>Was dürfen wir uns herausnehmen? Was übersteigt unsere Genehmigungen? Hat alle geistige, innere Schönheit außen hässliche Seiten? Wie erleben hässliche Menschen <a title="externer Link" href="http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20121214074352AAIxMcA" target="_blank">den Alltag</a>? Ist hässlich zu sein reine Äußerlichkeit? Oder gibt es auch Menschen, die in sich drinnen, durch und durch, potthässlich sind? Durchdrungen von Hässlichkeit.</p>
<p>Am 30. April jährt sich der Tod von Adolf Hitler (1945).  Hitler war nicht schön anzusehen, hässlich sah er nicht aus. Vielleicht eher lächerlich: Nur mit genügend Abstand können wir es uns heute leisten, das festzustellen. Abstand zu ihm und seinen Schandtaten. Ja, wir wurden befreit. Never forget! Free Lilly. Und free Heinz, Herbert und Hans-Peter. Hitlers böse Fresse haben viele Schöngeister gesehen. An Mahnungen mangelte es nicht. Ein weiterer Hässlicher, Josef Stalin, schob Warnungen beiseite, die nach dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt eintrafen.  Stalin konnte sich nicht vorstellen, dass der Deutsche einen Vertrag abschloss, den er zu brechen beabsichtigte. &#8222;Die Hitler kommen und gehen. Die Deutschen bleiben&#8220;. Das hat er gedacht, als Hitler das russische Kaninchen stahl. Der Rest ist Geschichte.</p>
<p><span id="more-14192"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_14202" aria-describedby="caption-attachment-14202" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00145.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-14202" alt="Mörser" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00145-1024x576.jpg" width="640" height="360" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00145-1024x576.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00145-300x168.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00145.jpg 1600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14202" class="wp-caption-text">Mörser</figcaption></figure>
<p><a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rser" target="_blank">Mörser</a>bande: Ich habe dem Hässlichen tief ins Gesicht gesehen. Ich fasse meinen Zeitgeist &#8222;für morgen&#8220;, den 30. April, wie folgt zusammen:</p>
<blockquote><p>Morgen ist ein internationaler Freudentag, den wir als &#8222;die Welt&#8220; gemeinsam feiern sollten: Adolf Hitlers Selbstmord jährt sich. Er brachte sich am 30. April 1945 um. Es war summa summarum die einzige richtige Entscheidung, die Adolf Hitler bis dahin getroffen hatte. Keine andere seines Lebens bis zu diesem Punkt war richtig gewesen. Völkermord, Rassenwahn und Größenwahnsinn, der Versuch, ganz Europa und dann die Welt einzunehmen und zu unterjochen, scheiterten natürlich an den &#8222;zwei linken Händen&#8220; dieses Gescheiterten, dem jegliches Talent zur Menschlichkeit zeitlebens fremd blieb. Auch bis heute hat nie wieder ein Politiker und Staatsmann eine so richtungsweisend richtige Entscheidung sich selbst betreffend getroffen. Dazu kann man ihm am 30. April 2013 nur aufrichtig und aus ganzem Herzen gratulieren. Auch wenn es banal erscheint: Danke, danke, danke, Adolf Hitler! Das wollte ich schon immer mal sagen. #30. April 2013</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Judenverbrennung light und unschöner Geschichtsunterricht</strong></span></p>
<p>Dennoch: Was wie selbstverständlich da steht, verändert sich in unserer Wahrnehmung. Es wachsen Jugendliche heran, nachwachsendes Kanonenfutter für künftige Kriege um Wirtschaftsgüterverteilung, Glaubensfragen und die Beherrschung irgendeiner lausigen kulturellen Identität. Sie wissen wenig darüber, was gewesen ist, kennen sich immer schlechter mit der Zeit zwischen 1933 und 1945 aus. Ein promovierter Strafrechtler hat kürzlich in einer Auseinandersetzung mit mir dafür plädiert, die Sache &#8222;mit Auschwitz&#8220; nicht für &#8222;gefühlte fünf Jahre&#8220; im Geschichtsunterricht der Schulen behandeln zu wollen. Ja, wie lange denn dann?</p>
<p>Vor allem: Das ist doch auch jetzt gar nicht der Fall. Schon wachsen wieder welche nach, die deutsche &#8222;eklatante&#8220; Geschichte aus den Augen verlieren. Ein Unsinn, derartiges zu sagen. Eine Worthülse, die eines ganz deutlich sagt. Schon jetzt wird von manchen die Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte des Nationalsozialismus für überbewertet gehalten. Nationalsozialismus überwertet?</p>
<p>Auf drängende Nachfragen findet der Herr Strafrechtler Ausflüchte und kommt zu keinem vernünftigen Punkt. Er meint, die Juden hätten am Judenstammtisch im Berlin des Jahres 2013 Witze darüber gemacht, wie die Deutschen triefnass vor Betroffenheit seien. Die Deutschen verhöhnten damit die Opfer. Er meint, &#8222;zu viel Erinnerung an die Opfer verhöhnt Opfer&#8220;. Denken wir auch an die Opfer, indem wir nicht (mehr so viel) an sie denken.</p>
<p>Ein unerträglicher Gedanke. Themenschnitt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Die böse, unerträgliche Seite in uns</strong></span></p>
<p>Quasimodo ist die Verballhornung des Unerträglichen in unserer Geschichte, das geistige Vollkornbrot und Schrot und Korn der menschlichen Unzulänglichkeiten. Wir können uns zu Quasimodo in uns nicht bekennen, weil wir die Beschäftigung mit uns selbst und all unseren negativen Gedanken schlicht nicht aushalten. Die unerträglichen Gedanken spalten wir ab und helfen sie anderen über. So lautet die Theorie. Bis hierhin. Themenschnitt.</p>
<figure id="attachment_14194" aria-describedby="caption-attachment-14194" style="width: 566px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00241.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14194" alt="Das &quot;Neueste Testament&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00241-576x1024.jpg" width="576" height="1024" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00241-576x1024.jpg 576w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00241-168x300.jpg 168w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00241.jpg 901w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14194" class="wp-caption-text">Das &#8222;Neueste Testament&#8220;</figcaption></figure>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kommunikationsdesaster</strong></span></p>
<p>Im Feld der menschlichen Kommunikation sind neue Eselsbrücken entstanden. Früher gingen Kinder raus und schnappten frische Luft. Heute smsen sie und chatten sie per &#8222;What´s up&#8220;, immer auf der Suche nach einem Coolfaktor alles dahin Geschriebenen. Wir reagieren auf noch so absurde &#8222;Unterhaltungsversuche&#8220; mit diesen Tellerminen der Beliebigkeit in Minutenschnelle per Pushmitteilung. Menschliche Kontakte finden immer mehr in Attitüden statt, in &#8222;sozial eingeübtem behaviour&#8220;, in einer gleichgezogenen, statisch festgelegten Art und Weise von Benimmse, die die Menschen für schick halten. Man schaut sich ab, wie man cool reagiert und äffen, was wir für das halten, nach. Gruppenzwang. Was aber, wenn die Gruppe längst neurotisch geworden ist? Zeit für eine Gesprächstherapie mit ganz anderen Mitteln.</p>
<p>Das &#8222;Neueste Testament&#8220; löst das Alte und das Neue zugleich ab. Staatsstreichartig und gesellschaftlich so behäbig und mopslangweilig wirkend wie ein &#8222;Parlament der Sitzkissenpupser&#8220;. Niemand bewegt sich mehr. Menschen sitzen da und niemand mehr läuft Straßen entlang, um gegen Unrecht zu protestieren. Dafür gibt es Websites, auf denen man notorisch gegen und für alles unterzeichnen kann. Um ja nicht erst noch Mühe zu investieren. Jede dieser Websites spielt mit Selbstbetrug und Täuschung: &#8222;Ich bin engagiert.&#8220; Bewegen tut sich bis auf die linke Maustaste und den Zeigefinger gar nichts. Demokratie per Mausklick? Zu anstrengend.</p>
<blockquote><p>Es vergeht nicht eine Sekunde, in der nicht um Aufmerksamkeit auf den drei großen Plattformen geworben wird. Der Clou: Das passiert nicht nur auf den Plattformen selbst, sondern auf Werbeplakaten, in Interviews, beim Fernsehfilmfilm der Woche oder sogar in den Nachrichten – ohne Ende Werbung für die Milliarden-Dollar-Unternehmen. (Artikel auf socialmediawatchblog, Link unten)</p></blockquote>
<p>Das &#8222;Neueste Testament&#8220; ist die tiefe Frömmigkeit und Ehrfurcht vor Mobilfunktelefonen mit Internetapplikationen. Nie waren wir auf eine so schwerwiegende Art und Weise gläubig und niemals zuvor haben wir mehr Zeit unseres Lebens damit zugebracht, die entsprechenden Psalmen zu leben, aus innerster Überzeugung. Eines Tages werden diejenigen, die nicht heiliggesprochen wurden, vor dem Jüngsten Gericht stehen und Gott wird Ihnen sagen: &#8222;Ich weiß, ich habe Deine SMS gelesen.&#8220; Gott wird sagen, dass Du jetzt hier bist, das &#8222;gefällt mir&#8220;. Das ist der Sinn unseres neuesten Lebens. Themenshit.</p>
<figure id="attachment_14195" aria-describedby="caption-attachment-14195" style="width: 566px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00148.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14195" alt="Fleischklopfer &amp; Duftwasser" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00148-576x1024.jpg" width="576" height="1024" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00148-576x1024.jpg 576w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00148-168x300.jpg 168w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00148.jpg 901w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14195" class="wp-caption-text">Fleischklopfer &amp; Duftwasser</figcaption></figure>
<p>Die Natur bricht sich ihre Bahn selbst.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der betörende Duft vollkommen geruchsgetunter Menschen</span></strong></p>
<p>An manchen Tagen ziehen an uns Menschen vorüber, die eine Duftfahne hinter sich herziehen. Die sportlichen Männer beispielsweise, die ein rasantes Rasierwasser auftragen und mehrmals am Tag duschen. Keine Irritation soll ihr Duft auslösen, keinen Zweifel. Manche tragen ihren Duft mit einem Fleischklopfer auf: Der betörende Duft ist dann ins Fleisch gemeißelt. Doch schon nach wenigen Stunden bricht sich der Mensch selbst wieder Bahn. Das Leben überlagert noch jeden kosmetischen Duft.</p>
<p>&#8222;Das Parfüm&#8220; ist verführerisch, aber trügerisch. Junge Mädchen mögen Erdbeergeruch. Das klebt so schön. &#8222;The Body Shop&#8220; verkauft das. &#8222;The Nobody´s Shop&#8220;. Der Dicke geht rein und sagt: Guten Tag, mein Name ist &#8222;Ich habe einen No-Body&#8220;. Weil sowieso lieber keiner hinschaut. Der Nächste, bitte.</p>
<p>Familie Flodder segnet ihre Tochter rein. Das Outfit ist schrill. Die Familie besteht aus neun Personen, sieben Kindern. Die 16-jährige hat auf dem Rücken Vögel tätowiert. Ihr Rücken ist frei, die Männer denken an Vögeln und Schwärmen. Sie hat in der Disco schon ihren Ruf weg. Vögeln und Schwärmen für Schawarma: Oder für beides.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das perfekt-defekte Selbstbild</strong></span></p>
<p>Unser Selbstbild? Wir fotografieren alles, was wir sehen und betrachten es auf diese Weise später &#8222;mit Distanz&#8220;. Welche Fotos sind gut geworden? Welche löscht man besser gleich? Der fotografierte Fotograf ist das doppelte Lottchen in sich selbst. Der sich im Spiegelsaal betrachtet, gewinnt die Erkenntnis, dass Mensch zu sein aus Schichtungen der Realität und der Wahrnehmung entsteht. Dieses Mosaik ist wesentlich vom Selbstbewusstsein beeinflusst. Auch und gerade vom nicht vorhandenen.</p>
<blockquote><p>Früher war NSU ein begehrenswertes Automobil, ein Moped, ein Roller, ein Fahrzeug. Heute steht NSU für die hässliche Fratze Deutschlands. #Zeitenwenden</p></blockquote>
<figure id="attachment_14196" aria-describedby="caption-attachment-14196" style="width: 566px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00269.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14196" alt="Fotografierter Fotograf" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00269-576x1024.jpg" width="576" height="1024" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00269-576x1024.jpg 576w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00269-168x300.jpg 168w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC00269.jpg 901w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14196" class="wp-caption-text">Fotografierter Fotograf</figcaption></figure>
<p>Alles auf diese Weise zu betrachten, ist mühselig, aber großzügig. Mit Großzügigkeit müssen wir unsere menschlichen Beziehungen betrachten. Jemand sagt zu einem Anderen, er sei ein &#8222;geldgeiles Arschloch&#8220;. Na und? Ein Anderer sagt, &#8222;Du bist ein Charakterschwein.&#8220; Ja und?  Ich bin alles und nichts, oder? Die wesentliche Antwort aber ist: Ich bin wie du. Also lass mich in Ruh. Ich werde dich niemals beleidigen. Never. Ich habe Respekt und Achtung vor dir und deinen bisherigen Grenzen. Ich nehme dich an mit all deinen persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn du willst. Sonst geh, Quasimodo, und lebe und kehr zurück, wenn du reif für etwas ganz Besonderes bist, das so noch nie dagewesen ist. Sei mutig.</p>
<p>Ich bin heute so und morgen so. Mein Leben verändert sich andauernd. Wer einen anderen festzumachen versucht, scheitert. Denn &#8222;alles fließt&#8220; und statische Betonsockel sind zwecklos. Schon schlüpft der Getroffene aus seiner Lederhaut und hinein in eine nächste. Menschen sind wie Zwiebeln und häuten sich von Zeit zu Zeit. Auf jede Erkenntnisstufe folgt eine nächste. Nur ein Tor ist keine Zwiebel.</p>
<p>Die Wahrheit liegt im eigenen Ich, im Selbstbild, das man vor sich und vor seinen Liebsten versucht zurechtzuzimmern. Das Selbstbild ist ein trügerischer Wicht. Wir erkennen es im Umgang mit Fotos von uns selbst, wie auch mit Tonbandaufnahmen (Voicemails) unserer eigenen Stimme. Um uns zu gefallen, müssen wir üben. Wir müssen mehr üben, wenn wir besonders unsicher in uns selbst sind. Weil wir in Wirklichkeit schwache, kleine Würstchen sind. Wir alle, jeder für sich und alle allein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Klicks for Kicks</strong></span></p>
<p>Wie schnell sind wir mit der Kamera dabei. Ein kurzer Klicks, mit dem wir alles festhalten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Vom Leben die &#8222;Kicks&#8220;, verfügbar als Klicks. Wenn uns das Porträt nicht gefällt, weil wir den Kopf ungünstig in die Kamera gehalten haben, machen wir das &#8222;Recht am eigenen Bild&#8220; geltend und widersprechen seiner öffentlichen Nutzung. Nur solche Bilder lassen wir zu, die uns auf eine für uns selbst günstige Art und Weise im glanzenden Lichte erscheinen lassen. So ist auch das Lebensprinzip. Wir wollen nur gut gesehen werden und gut in der Beurteilung anderer Menschen wegkommen. Wir wollen Gewinner sein oder werden, für gebrochene Prismen von Glück und Leid, Pech und Glück, Yin und Yang ist kaum Platz. Erst wenn wir erheblich wachsen, weil wir älter werden, sehen wir langsam ein, dass uns das Leben auch Gebirgszüge ins Gesicht meißelt und das Unebenheiten wie diese &#8222;schön&#8220; sind in einem neu hinzugewonnenen Sinne.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Neue Großzügigkeit bricht sich Bahn</strong></span></p>
<p>Starker Tobak, anstatt seichtes Gelaber. Der Quasimodo in uns ist das &#8222;Hässliche Äußere&#8220;, wenn wir unseren Verwalter anrufen und ihm persönlich zusetzen, weil wir glauben, dazu im Recht zu sein. Wenn wir ihn für eine &#8222;gemeinsame Sache&#8220; korrumpieren wollen, die keine ist. Oder wenn wir versuchen, unsere Miteigentümer oder Hausbewohner zu manipulieren in einem furchterregend offensichtlichen Sinne. Wenn wir als Verwalter jemanden rund machen, nur weil er einmal die Hausordnung gestört hat. Na und? Einmal ist keinmal. Wenn wir den Einflussversuch abwehren und trotzdem keine Türen zuschlagen, aber etwas beendigen, was als unlauter, selbstgerecht und Fehleinschätzung infolgedessen von jemand ausgeübt wird, der Zusammenhänge nicht verstehen kann. Seid großzügiger und weniger selbstgerecht. Und seid geduldiger. Mit euch selbst. Und mit jenen, von denen ihr &#8222;Gleichschritt&#8220; erwartet, anstatt in den unterschiedlichen Fortbewegungsgeschwindigkeiten gerade deren großen Reiz zu sehen.</p>
<p>Seid in eurem Innersten großartige Menschen und brecht aus gewachsenen Käfigen aus, seid frei. Dann wird´s schon. Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Diese Bestandsaufnahme war unvollständig. Sie wird niemals vollständig werden.</p>
<p>Quasimodo? Das ist jetzt quasi der Modus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" alt="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Link- und Lesetipp: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/weltweit/?p=770" target="_blank">&#8230;am Abend ist Quasimodo da, der Glöckner von Notre Dame</a></li>
<li>Link- und Lesetipp: <a title="externer Link" href="http://socialmediawatchblog.de/2013/04/wie-medien-politik-und-unternehmen-andauernd-fuer-facebook-twitter-und-google-werbung-machen-und-sich-dafuer-auch-noch-feiern/" target="_blank">Wie Medien, Politik und Unternehmen Werbung für facebook, Twitter und google+ machen</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/175713-quasimodo-vom-hasslichen-auseren-innerer-schonheit-und-dem-streben-unsererseits-nach-vervollkommnung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/119611/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/119611/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 09:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Charlottenburg]]></category>
		<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gastrotipp]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarn]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarrecht]]></category>
		<category><![CDATA[öffentliche Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosen]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme der Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Charlottenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Edo Zanki]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Spiesberger]]></category>
		<category><![CDATA[Quasimodo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=9201</guid>

					<description><![CDATA[Die Söhne und Töchter Berlin´s haben es nun wirklich nicht leicht, jammer jammer, aber wo hängt der Hammer? Leichter haben es die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;, bzw. und Umgebung. Es gibt eine Popakademie, in Berlin gab es da nie. Und es gibt Edo Zanki, den &#8222;Paten&#8220;. Leicht hat es die Stadt nicht, und speziell die Frage der ... <a title="854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/119611/" aria-label="Mehr Informationen über 854-11 &#8211; Work in progress: Im Charlottenburger Quasimodo steigt am 12.05.11 ein Soulsause #Edo Zanki">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6665" title="_personen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/05/personen.jpg" alt="" width="188" height="48" /></p>
<figure id="attachment_9206" aria-describedby="caption-attachment-9206" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9206  " title="Edo Zanki &amp; Band" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_5.jpg" alt="Edo Zanki &amp; Band" width="450" height="284" /></a><figcaption id="caption-attachment-9206" class="wp-caption-text">Edo Zanki &amp; Band</figcaption></figure>
<blockquote><p>Die Söhne und Töchter Berlin´s haben es nun wirklich nicht leicht, jammer jammer, aber wo hängt der Hammer? Leichter haben es die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;, bzw. und Umgebung. Es gibt eine Popakademie, in Berlin gab es da nie. Und es gibt Edo Zanki, den &#8222;Paten&#8220;.</p></blockquote>
<p><strong>Leicht hat es die Stadt nicht</strong>, und speziell die Frage der &#8222;guten Livemusik<strong>&#8222;, aber leicht hat es einen.</strong></p>
<p><strong>In Berlin sterben die guten Clubs wie Tüten Mücken weg</strong>. Hintergrund ist eine momentan eine etwas wirr verlaufende Stadt- bzw. Regionalplanung der für lokale Entwicklung zuständigen Fachbeamten, die zu sehr versachlicht ist. Das Problem: Niemand scheint noch zusammenhängend zu denken, ganzheitlich. Dieser Puzzle-Planung, die man &#8222;Planung&#8220; nicht nennen sollte, fiel unlängst der Knaak-Club, eine wichtige Berliner-Clubgröße zum Opfer.</p>
<p><strong>Die Stadtplaner waren so genial</strong>, direkt daneben einen neuen Wohnkomplex zu genehmigen, dessen Betrieb nun die unmittelbar daneben liegende Spielstätte &#8222;seit gefühlten 100 Jahren&#8220; nicht schallschutztechnisch berücksichtigte. Und dann ziehen die Neubewohner nebenan ein und führen erbitterte Nachbarschaftskriege über zu lauten Stadtbetrieb: Hätte man ihnen sagen müssen, sie hätten dies im Rahmen einer Duldungsklausel im Vorfeld akzeptieren müssen? Die Folge: Hohe, unerfüllbare Schallschutzanforderungen gegen die Clubbetreiber, aber die hatten doch immer nur gespielt, spielen lassen, auftreten lassen und, wirklich, das Publikum liebte das. <strong>Es war die Zeit, in der Livemusik noch erlaubt war, aber das ist Geschichte</strong>.</p>
<p><span id="more-9201"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></strong></p>
<figure id="attachment_9207" aria-describedby="caption-attachment-9207" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"> <br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9207 " title="Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger.jpg" alt="Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo" width="450" height="652" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Klaus.Spiesberger-207x300.jpg 207w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-9207" class="wp-caption-text">Klaus Spiesberger, Chef vom Quasimodo© Mick Morley</figcaption></figure>
<blockquote><p>Denn wenn man was liebt,<br />
was man eigentlich kaum bekommen kann,<br />
was unerreichbar fern erscheint,<br />
wird man ein Stück traurig.<br />
Wird man ein Träumer.<br />
Oder man wird ein Radikaler.<br />
Oder ein radikaler Verwirklicher seiner Träume.<br />
(Susanne Zühlke)</p></blockquote>
<p><strong>Bisschen von sowas hat auch Klaus Spiesberger &#8222;an der Hacke</strong>&#8222;. Sein Club ist der Vorzeigeclub aller Berliner Clubs, und man kann getrost sagen, er hat ein kulturelles &#8222;leadership&#8220; aufgebaut. Zusammen mit dem Clubgründer <strong>Georgio Carioti</strong> (Nahporträt von Gerald Angerer <a title="externer Link" href="http://nahportrait2010.blogspot.com/2010/10/giorgio-carioti.html" target="_blank">hier</a>), der inzwischen die Führung abgegeben hat. <strong>Spiesberger </strong>ist seit Ende der Siebziger Jahre in Berlin und hat in Berlin die kulturellen Kuchenteige in vielfältiger Hinsicht durchgeknetet, bis sie zu dem wurden, was sie jetzt sind. Er hat auch Stars aufgebaut und empfahl angehenden Sternchen, was sie da jetzt vorspielen, doch erst noch einmal im Übungsraum zu verfestigen. Es muss &#8222;tighter&#8220; sein, forderte er und heute sehr bekannte Künstler hörten auf den Rat und feierten unlängst rauschende Bühnenjubiläen,<strong> wie z.B. die Grande Dame der Berlin Jazz-, Soul- und Funkmusik Jocelyn B. Smith </strong>(<a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=2634" target="_blank">Bericht hier</a>).</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;-AlfORkKixw&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;">Edo Zanki &#8211; Dass du zu mir gehörst &#8211; 2009 (via Youtube)</span></p>
<p><strong>Spiesbergers Club, das Quasimodo</strong>, steht an der Ecke Fasanenstr./Kantstr. in Berlin-Charlottenburg in einer Art &#8222;Kulturensemble der besonderen Art&#8220;. Vor Jahren einigte man sich mit dem benachbarten Vagantenbühne (nebenan) auf eine Art &#8222;tektonischen Platten- bzw. Kulturbetrieb&#8220;. Die Vagantenbühne arbeitet fleißig ihr Programm ab, aber ab 22:30 Uhr geht es dann im <strong>Quasimodo </strong>richtig los. Das nennt man saubere Absprache und hat was von Bach´schen Kirchenfügen: hübsch an stark an geil vorbeigelagert fügt sich eins ins andere.</p>
<p><strong>Im Unterschied zum &#8222;wilden Osten&#8220;, </strong>wo sich das Kulturhybride seinen Platz nahm in den Brachen und Breschen der verkommenen, unentwickelt gebliebenen &#8222;Ostberlin-Ruine&#8220;, die sich vom Selbstverzehr ernährt hatte, konnte das westliche &#8222;round about Bahnhof Zoo&#8220;, &#8222;delphi Filmkunst &amp; elsewhere&#8220; organisch wachsen. Wohl kaum ein Städteplaner käme hier auf die Idee, im dortigen Mischgebiet hübsche, herum drapierte Wohnhäuser für nachziehende badische Yuppie-Mehrkindeltern mit ökologisch korrektem Kinderwagen zu errichten, die dann klagenderweise dort einziehen, um Jahrzehnte gefestigter Stadtkultur <strong>mit unerfüllbaren Lärmschutzforderungen ihrerseits zu überziehen</strong>.</p>
<p><strong>Nein, dies ist ein Privileg angesichts der ostdeutschen Ankopplung</strong> (&#8222;Beitrittsgebiet&#8220;) an westdeutsche Verhältnisse und dem &#8222;normativen Zwang des Praktischen&#8220;, nämlich der Tatsache, dass man nun in zwanzig Jahren gerafftem Stadtentwicklungsszenario eben Details wie gegenseitige Respektierlichkeit schnell mal übersehen kann. Zu wenig Zeit für´s Detaillierte. Für einen Mikrofokus, der die Mikro- und die Makrolage dieser Stadt auskömmlich gegeneinander abwägt.</p>
<figure id="attachment_9208" aria-describedby="caption-attachment-9208" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9208  " title="Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Edo_Zanki_PR_3.jpg" alt="Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;" width="450" height="542" /></a><figcaption id="caption-attachment-9208" class="wp-caption-text">Edo Zanki - der Pate des &quot;german soul&quot;</figcaption></figure>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9376" title="Absagen.Veranstaltungen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen.jpg" alt="" width="424" height="182" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen.jpg 424w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/04/Absagen.Veranstaltungen-300x128.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" /></strong></p>
<p><strong>Ganz egal</strong>, <strong>was gestern war, heut ist ein neuer Tag</strong>. Das ist das Motto im <strong>Quasimodo am 12.05.2011</strong>. Denn an diesem Abend ist eine Naturerscheinung auf der Bühne des Quasimodo zu Gast. Der Mann ist Kroate mit festem Wohnsitz in Deutschland und er hat gewichtige, musikalische Argumente, verdiente sich schon künstlerische Meriten, als wir alle noch pampersversorgt von einer besseren Zukunft träumten. Zu seinen Kunden zählten Antipoden der Popkultur wie Tina Turner (&#8222;Fruit of the loom&#8220;), Ulla Meineke (Hit: &#8222;Die Tänzerin&#8220;) oder die &#8222;Söhne Mannheims&#8220;. Die Rede ist von Edward &#8222;Edo&#8220; Zanki, in der schreibenden Presse wird er &#8222;Der Pate des german soul&#8220; genannt, wenngleich das eigentlich auch wieder so eine Art unzulässige Vereinfachung ist. Edo Zanki mag sie nicht, diese Tinte verklecksenden Schreiberlinge, die sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu vertreten. Ihm gefällt nicht, wenn einer schreibt, seine Musik, das sei keine Musik für die breite musikalische Masse. &#8222;Trau dich, eine eigene Meinung zu vertreten,&#8220; <strong>fordert er den Kritiker auf</strong>.</p>
<blockquote><p>Bleiern und schwer liegt die Zeit auf der Musik, unfähig ist sie noch zu zerfließen. Es ist ein neuer Tag, Zeit für neue Glücksgefühle. <strong>Edo Zanki </strong>hilft einem zu begreifen, dass die Abhandlung eigenen Lebens mit Musik leichter ist als ohne. Dass Musik lange Schatten wirft, nicht kurze, und sei der Zwerg auch noch so klein. Wir kommen da schon rein! <strong>Klaus Spiesberger </strong>ist am 12.05. Gastgeber eines musikalischen Giganten namens<strong> Edo Zanki</strong>. Kein Zweifel: da werden viele hinströmen, dem Paten des &#8222;german soul&#8220;, der das eigentlich gar nicht so richtig sein will, zuzuhören, wenn er seine neue CD vorstellt.</p></blockquote>
<p><strong>Und so kann man es eben sagen</strong>: Zanki ist beileibe kein Konformist, kein Architekt eines bestimmten, mainstreamartigen Kulturkonzepts, an dem er sich dann erfolgssicher entlanghangelt. Das Gegenteil ist der Fall. Zanki hat vieles gemacht, dass andere vor ihm noch nicht wagten und kennt alle Höhen und Tiefen, fuhr aber immer mehrgleisig, als Musiker, als Producer, als Besitzer eines Studios und selbst die Videos zum neuen Album (&#8222;Zu viele Engel&#8220;) kommen aus der &#8222;eigenen Imageschmiede&#8220;, und auf eine gewisse Art und Weise gibt alles zusammen eine feste Vorstellung davon, wie wichtig dies Werk ist. Ansonsten ist, was Zanki macht, im Kern &#8222;handproduziert&#8220;,<strong> live bzw. gut gespielt und von echten Menschen</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>* *</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Bleibt noch diese Frage zum Nachbarrecht</strong>: Darf wer irgendwo hinzieht, sich stets auf seine Unkenntnis der unmittelbaren, seit Jahrzehnten gewachsenen und zur Blüte gelangten Umgebung berufen? Gekauft wie gesehen, gemietet wie gesehen, aber nicht richtig hingeschaut? Dann erst einmal einziehen und losklagen: gegen Gott und die Welt, Nachbarn drangsalieren, nur weil man selbst zu doof war, sich eingehend über die Umgebung zu erkundigen? Genau: es waren ja die Stadtplaner, die keine Rücksicht nahmen auf den Bestand. Der Einzelne ist immer unschuldig und muss geschützt werden. <strong>Vor den Anderen: Aber wir, wir sind die Anderen</strong>! </p>
<div style="width: 320px; height: 275px;">
<div style="width: 320px; height: 240px;"></div>
<div style="margin-top: 0px; color: #0099cc; font-family: verdana,geneva,arial,helvetica,sans-serif; font-size: 10px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; line-height: normal; text-align: center;"><a style="cursor: pointer; text-decoration: underline;" title="Edo Zanki  Ein neuer Tag-Video" href="http://www.clipfish.de/musikvideos/video/3549567/edo-zanki-ein-neuer-tag/" target="_blank">Ein neuer Tag von Edo Zanki</a><br />
© <a href="http://www.clipfish.de/musikvideos/artist/30301/edo-zanki/">Edo Zanki</a>-Videos bei Clipfish</div>
</div>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Qype: <a title="externer Link" href="http://www.qype.com/place/15204-Quasimodo-Berlin">Essenzielle Informationen zum Standort Quasimodo</a></li>
<li>Soulfan: <a title="externer Link" href="http://www.edo-zanki.de/home/" target="_blank">Edo Zanki´s Homepage</a></li>
<li>Vorgehört: <a title="externer Link" href="http://de.7digital.com/artists/edo-zanki/zu-viele-engel/" target="_blank">Das aktuelle Album &#8222;Zu viele Engel&#8220; bei 7digital</a></li>
<li>Veranstaltungstipp: <a title="externer Link" href="http://quasimodo.de" target="_blank">Das Quasimodo als Veranstaltungsort</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/119611/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
