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	<title>#Müllerstr. &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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		<title>2145-26 &#8211; &#8211; #Positionen &#8211; Guten Morgen, Berlin, Du kannst so hässlich sein, schmutzig und grau &#8211; Die Hitlerei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 18:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Wedding]]></category>
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					<description><![CDATA[Letzten Donnerstag vorm Bezirksamt Wedding (Mitte von Berlin) Müllerstr.: Der Platz ist bekannt, große gepflasterte Brachfläche. Am Bürgersteig steht eine einzelne Stele. Auf ihr handgeschrieben: &#8222;Wache auch! Wir müssen uns von der Hitlerei befreien!&#8220; Zustimmung, auch wenn es nur handgeklöppelt aussieht wie ein Provisorium, bis es wieder weggewischt wird. Also, wenn die Hitlerei wieder da ... <a title="2145-26 &#8211; &#8211; #Positionen &#8211; Guten Morgen, Berlin, Du kannst so hässlich sein, schmutzig und grau &#8211; Die Hitlerei" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/3984-26/" aria-label="Mehr Informationen über 2145-26 &#8211; &#8211; #Positionen &#8211; Guten Morgen, Berlin, Du kannst so hässlich sein, schmutzig und grau &#8211; Die Hitlerei">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18685" aria-describedby="caption-attachment-18685" style="width: 115px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Icon_Positionen.png"><img decoding="async" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2019/08/Icon_Positionen.png" alt="Icon #Positionen" width="125" height="30" class="size-full wp-image-18685" /></a><figcaption id="caption-attachment-18685" class="wp-caption-text">Icon #Positionen</figcaption></figure>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/Himmel.ueber_.Berlin_Otto.Sander.gif"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/07/Himmel.ueber_.Berlin_Otto.Sander.gif" alt="Himmel über Berlin - Otto Sander (gif)" width="491" height="286" class="alignnone size-full wp-image-17436" /></a></p>
<blockquote><p>Letzten Donnerstag vorm Bezirksamt Wedding (Mitte von Berlin) Müllerstr.: Der Platz ist bekannt, große gepflasterte Brachfläche. Am Bürgersteig steht eine einzelne Stele. Auf ihr handgeschrieben: &#8222;Wache auch! Wir müssen uns von der Hitlerei befreien!&#8220; Zustimmung, auch wenn es nur handgeklöppelt aussieht wie ein Provisorium, bis es wieder weggewischt wird. Also, wenn die Hitlerei wieder da ist. Wenn andere Prioritäten wieder gelten.</p></blockquote>
<p>Ich war dreißig Jahre und länger nicht mehr hier. Es hat sich nichts geändert. Nur Abschottung nach außen, die gab es früher nicht. Seltsam. Ich kannte Erika Hess, Bezirksbürgermeisterin, persönlich. Sie half ca. 1982, in Berlin (Wedding) einen Proberaum für meine Musikband zu finden. In der Prinzen-Grundschule im Kellergeschoss. Erika half. Heute heißt ein Eisstadion nach ihr. Erika, die Beste. Ich habe Erika geliebt. Sie SPD-Bezirksbürgermeisterin, ihr Mann Bundestagsabgeordneter (in Bonn). Wer wird uns nie verraten? Sozialdemokraten. Früher hieß das anders.</p>
<p>Übers Wochenende schreibt die Neue Zürcher Zeitung etwas, das mich an mich erinnert, es heißt:<br />
&#8222;Es ist immer etwas wohlfeil, auf Berlin zu schimpfen – aber es ist auch nötig. Denn die deutsche Hauptstadt mit ihren fast vier Millionen Einwohnern befindet sich auf einer schiefen Ebene der Verwahrlosung, die sich mit Slogans wie «arm, aber sexy» nicht länger schönreden lässt. Dem schwarz-roten Senat unter CDU-Bürgermeister Kai Wegner ist es nicht im Ansatz gelungen, diesen Trend aufzuhalten. Touristen mögen zwar immer noch in Scharen am Zoo, am Reichstag oder an der Museumsinsel vorbeiziehen und den Niedergang dabei vielleicht kaum bemerken. Doch die Berliner verzweifeln, langsam, aber sicher.&#8220;</p>
<p>Hallo Echo!<br />
Hallo Zürich!</p>
<p>Richtig subsumiert.</p>
<p><span id="more-19326"></span></p>
<figure id="attachment_19330" aria-describedby="caption-attachment-19330" style="width: 1790px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26.png"><img decoding="async" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26.png" alt="#BerlinWedding #BerlinMitte #Bezirksamt #Müllerstraße #Streetview #GesichtspunkteDE" width="1800" height="2400" class="size-full wp-image-19330" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26.png 1800w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26-488x650.png 488w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26-768x1024.png 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26-1152x1536.png 1152w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Eingangsbereich_Version_28.02.26-1536x2048.png 1536w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19330" class="wp-caption-text">#BerlinWedding #BerlinMitte #Bezirksamt #Müllerstraße #Streetview #GesichtspunkteDE</figcaption></figure>
<p>Man kann es nicht besser sagen. Was die Neue Zürcher Zeitung alles sagt, habe ich <a href="https://www.nzz.ch/international/berlin-du-kannst-so-haesslich-sein-die-hauptstaedter-verzweifeln-langsam-an-ihrer-stadt-ld.1910816" target="_blank">hier gebookmarked</a>. </p>
<p>Mein Besuch galt dem Bauaktenarchiv im Bezirksamt Wedding. Soviel Brimborium um eine Akteneinsicht habe ich noch nicht erlebt. Sie haben mich in diesem Amt gequält bis aufs Blut, Berechtigungen zur Akteneinsichtnahme nachzuweisen. Mit Formulartricks, hindernden Anforderungen, nur Vollmachten neuesten Datums seien genehm und pi pa po. &#8222;Halt die Fresse, ich hab Feierabend.&#8220; &#8211; Eine läppische Aktensicht dauerte so zwei Monate. Das ist so lächerlich. Sie können es einfach nicht.</p>
<p>Inklusive Bezirksbürgermeisterin. Die stellt sich einfach tot. Anstatt sich auf die Seite von BürgerInnen zu stellen, die sich gegen absolutistische Verwaltungsknäuel zur Wehr setzen. Gleich abwählen. Diese Frau kann es nicht. Diese Frau kann es nicht.  </p>
<p>Jetzt hatte ich Akteneinsicht. Endlich. Was für ein Kampf. Ohne in lähmende Details zu gehen: Es gibt so zehn bis zwölf Rathäuser mit ebenso vielen Bauaktenarchivs. Berlin Mitte (Wedding) ist absolut Spitze im Komplizieren. Währenddessen sehe ich links am Backsteinbau Extraeingänge für Geflüchtete, ich weiß nicht, aus Afghanistan, Syrien, von anderswoher. Lange Schlangen, Laufkorrekturen-Gitter, wie man sie vor einer Schlachthofhalle aufbauen würde und 100 m lange Warteschlangen. Sie warten auf ihre Hilfe. Die Würde des Menschen ist&#8230;.schrecklich. Am Haupteingang Müllerstr. sind große Gitter wie bei großen Rockkonzerten. Damit niemand reinkommt. Am Haupteingang. Wieso dürfen die das? Diese Hausherren? &#8211; Wachschutzbedienstete mit gelbem Warnwesten machen Personenkontrollen. Es sind auch irgendwie ethnisch wirkende Scans von Besuchern. Ich gehöre zu denjenigen, die man offenbar gern einlässt. Alter, weißer Mann mit modernem iPhone, kein Problem. Kein Wunder: Ich bin aggressiv. Berliner Gesamtscheiße. Bürgernähe? Pah, leck mich. Schikane.</p>
<p>Sie haben hier Probleme mit Drogensüchtigen, sagt die Mitarbeiterin der Bauaufsicht. Sie bearbeitet Rechtssachen der Bauaufsicht. Eine nette, aufrichtige Frau, mir zugewendet. Empfinde sie als freundliche Ausnahmeerscheinung. Da ich so lange nicht im Haus war, ist sie Licht. Auf ihrem Schreibtisch steht ein LED-artiges Tageslicht, eine Art Gesichtsheizstrahler. Vielleicht etwas gegen tiefe Traurigkeit und mangelhafte Beleuchtung in dem Amtsstuben. Alles ist so trist hier. Es ist schmuddlig, heruntergekommen. Man ahnt hier gar nichts von beginnender Digitalisierung. Man könnte direkt anfangen zu weinen. Aber auf sie werde ich nichts kommen lassen. Sie macht ihren Job.</p>
<p>Natürlich hat die Parkuhr auf dem Hof nicht funktioniert, mit Apps kann man nicht einchecken, nur mit Geldkarte. Die Zeit springt weiter und ich buche versehentlich fünf Stunden Parkzeit. In Berlin darf ich die Überzahlung nicht anderswo abparken, dann gibt es Tickets. Guten Morgen, Berlin, Du kannst so hässlich sein &#8211; niemand hat es besser getroffen als Peter Fox. </p>
<figure id="attachment_19331" aria-describedby="caption-attachment-19331" style="width: 1790px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26.png" alt="Die Hitlerei #BerlinWedding #BerlinMitte #Bezirksamt #Müllerstraße #Streetview #GesichtspunkteDE" width="1800" height="2400" class="size-full wp-image-19331" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26.png 1800w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26-488x650.png 488w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26-768x1024.png 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26-1152x1536.png 1152w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2026/02/BezirksamtWedding_Hitlerei_Version_28.02.26-1536x2048.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19331" class="wp-caption-text">Die Hitlerei #BerlinWedding #BerlinMitte #Bezirksamt #Müllerstraße #Streetview #GesichtspunkteDE</figcaption></figure>
<p>Und ich muss an The Sweet denken:<br />
Fox on the run<br />
You scream and everybody comes<br />
A running, take a run and hide yourself away<br />
Fox is on the run&#8230;</p>
<p>Mich sehen sie hier nur, wenn es gar nicht anders geht. Einsichtnahme im Bauaktenarchiv war erfolgreich: Wir haben Kellergeschoss-Wohnungen ausfindig gemacht. Als nächstes droht ein bauaufsichtliches Verfahren, das zu beendigen. Nicht weil es Spaß macht, sondern weil Menschen aufhören müssen, andere Menschen wie Kellerasseln einzuquartieren und finanziell auszunehmen. </p>
<p>Weil sie es können. Und keine Sau merkt&#8217;s.<br />
Du kannst so hässlich sein, schmutzig und grau. </p>
<p><strong>Weiterführend</strong></p>
<p>Gedenktafel in Berlin &#8211; <a href="https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/elise-und-otto-hampel/3310" target="_blank">Mehr Informationen</a></p>
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