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	<title>Mobbing &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Mobbing &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1795-15 &#8211; Unwort des Jahres: Verdammte Presse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 14:06:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„In früheren Jahren verzichteten die politischen Sammlungsbewegungen (Sekten) auf diese Praxis, um nicht auf den letzten Metern vor der Wahlurne die Stimmung der Wähler unwortmäßig zu beeinflussen.“ &#8211; 2015 hat sich das Blatt gewendet.Verdammte Presse! #Projektionen Das Unwort des Jahres heißt &#8222;Lügenpresse&#8220;. Alles was gedruckt da steht, ist gelogen. Verdammte Presse. Die es benutzen, gehen ... <a title="1795-15 &#8211; Unwort des Jahres: Verdammte Presse" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/300715-unwort-des-jahres-verdammte-presse/" aria-label="Mehr Informationen über 1795-15 &#8211; Unwort des Jahres: Verdammte Presse">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-16535" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/Unwortmaessig_Banner.jpg" alt="Unwortmaessig_Banner" width="650" height="433" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/Unwortmaessig_Banner.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/Unwortmaessig_Banner-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></p>
<blockquote><p>„In früheren Jahren verzichteten die politischen Sammlungsbewegungen (Sekten) auf diese Praxis, um nicht auf den letzten Metern vor der Wahlurne die Stimmung der Wähler unwortmäßig zu beeinflussen.“ &#8211; 2015 hat sich das Blatt gewendet.Verdammte Presse! #Projektionen</p></blockquote>
<p>Das Unwort des Jahres heißt &#8222;Lügenpresse&#8220;. Alles was gedruckt da steht, ist gelogen. Verdammte Presse. Die es benutzen, gehen teils in Dresden auf die Straße und reden Unsinn, so Dinge wie &#8222;Wir sind das Volk&#8220;. Die Wahrheit: Gerade auch diejenigen, die nicht mit auf die Straße ziehen, sind das Volk. Zahlenmäßig in der Überzahl. Die da laufen, mobben die Presse und die polyglotte Glückseligkeit der Bunten Republik Deutschland. Nicht mit uns. Verdammte Lügenpresse.</p>
<p><span id="more-16534"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p> <a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-16539" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_.jpg" alt="Open mind. Closed Mind." width="650" height="1055" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_.jpg 986w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_-185x300.jpg 185w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_-631x1024.jpg 631w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_9831_Open.Mind_.Closed.Mind_-900x1461.jpg 900w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a></p>
<blockquote><p>Einfach mal den Schalter drücken hilft. #OpenMind #ClosedMind</p></blockquote>
<p>&#8222;Es ist nicht definiert, wie viele Sprachen man wie gut sprechen können muss, um <i>polyglott</i> genannt zu werden.&#8220; Vielleicht reicht sächsisch allein noch nicht aus oder restrussisch?</p>
<p>Verdammte Presse: Sie zeichnen Karikaturen und veröffentlichen sie. Eine solche Redaktion wurde gerade fast komplett ausgelöscht in Paris. Verdammte Presse.  Das Wort &#8222;Lügenpresse&#8220; bezeichnet eine unwortmäßige Modeerscheinung mit geradezu kafkaesken Ausmaßen. Nein, was der Mob da sagt, ist nicht intelligent genug, um sich damit noch näher auseinander zu setzen.</p>
<p>Die Lügenpresse ist dabei durchaus auch Schrottpresse, wie wir es aus vielen erfolgreichen Filmen kennen. Hier wird kurz auf den Knopf gedrückt und weg sind unliebsame, unbotmäßige oder gar unvorteilhafte Gedanken. Auch Lügen.</p>
<p>Man schiebt die Lügen vorne rein und am Ende kommen versandfähige, entsorgbare Lügenwürfelchen &#8211; Presslügen &#8211; heraus.</p>
<p>Was gesagt wurde, muss jedoch vorher sorgfältig getrennt werden.</p>
<p>Sackleinen vom Reissack kommen nach China zur Rekulturrevolution, was das übrige betrifft, so fällt Sack mit der Zeit um. Das ging bereits durch die Lügenpresse. Womit wir wiederum in China sind: Es ist eine globalisierte Welt der Zusammenhänge, Verstrickungen und Verirrungen. Lügenpresse bezeichnet im Grunde etwas uns allen sehr bekanntes. Was bleibt? Ein Phänomen.</p>
<p>Verdammter Zeitgeist.</p>
<p>Einige glauben noch gar nicht, dass das <a title="externer Link" href="http://www.der-postillon.com/2015/01/pegida-anhanger-glauben-lugenpresse.html" target="_blank">Unwort des Jahres, Lügenpresse ist</a></p>
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		<title>1677-14 &#8211; Positionen: Politische Diskurse im sozialen Netzwerk, Klassenclown und Troll-Prollerei 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 11:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist das Trollen in sozialen Netzwerken sogar sinnvoll und erfüllt eine Art Wächterfunktion? Antwort gibt es auf diese Frage von hieraus mit Sicherheit nicht. Allerdings sagenhafte Neuigkeiten aus China. Wir berichten. Zuweilen geht in mir &#8222;ein Narr&#8220; verloren, wenn ich in sozialen Netzwerken rumtümmle. Schon früher wurde ich als &#8222;Klassenclown&#8220; bezeichnet. Gestern Abend nach vielen ... <a title="1677-14 &#8211; Positionen: Politische Diskurse im sozialen Netzwerk, Klassenclown und Troll-Prollerei 2.0" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/198914-positionen-politische-diskurse-im-sozialen-netzwerk-klassenclown-und-troll-prollerei-2-0/" aria-label="Mehr Informationen über 1677-14 &#8211; Positionen: Politische Diskurse im sozialen Netzwerk, Klassenclown und Troll-Prollerei 2.0">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_7143" aria-describedby="caption-attachment-7143" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7143" alt="Post vom Papst, via Facebook" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0021.jpg" width="640" height="480" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0021.jpg 640w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0021-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-7143" class="wp-caption-text">Post vom Papst, via Facebook</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ist das Trollen in sozialen Netzwerken sogar sinnvoll und erfüllt eine Art Wächterfunktion? Antwort gibt es auf diese Frage von hieraus mit Sicherheit nicht. Allerdings sagenhafte Neuigkeiten aus China. Wir berichten.</p></blockquote>
<p>Zuweilen geht in mir &#8222;ein Narr&#8220; verloren, wenn ich in sozialen Netzwerken rumtümmle. Schon früher wurde ich als &#8222;Klassenclown&#8220; bezeichnet. Gestern Abend nach vielen Jahren einmal mehr. Dabei habe ich die Schule längst verlassen und einen ganzen Sack Leben genossen, Genossen.</p>
<p>Gestern, später Abend: Ein deutsch-italienischer Sängertenor hat zum Thema &#8222;Wer hat was gesagt&#8220; auf facebook etwas gepostet. Larissa, die österreichisch-australische Dschungelkönigin, hat Johann Wolfgang von Goethe falsch zitiert. Goethe habe nicht gesagt, was Larissa zitiert, lautet der Vorwurf. Tausende Likes hat das bekommen. Der Sänger mokiert sich, er echauffiert sich. &#8222;Ein Beispiel für die Verdummblödung des Internets.&#8220;</p>
<p>Das mag zutreffen. Sänger gelten zuweilen als textsicher. Er selbst hat den Text, um den es bei Larissa geht, in seinem Textrepertoire. Der sei von einem Theologen und der Sänger Konstantin Wecker habe ihn aufgeführt. Er weiß es daher besser.</p>
<p><span id="more-15761"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_4002" aria-describedby="caption-attachment-4002" style="width: 414px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4002" alt="Dominostein Facebook-Mr. Wong" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/11/dominostein.facebook.jpg" width="424" height="85" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/11/dominostein.facebook.jpg 424w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/11/dominostein.facebook-300x60.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" /><figcaption id="caption-attachment-4002" class="wp-caption-text">Dominostein Facebook-Mr. Wong</figcaption></figure>
<p>Und so ist das ganze soziale Netzwerk gestrickt. Viele wissen einiges, alle wissen was und niemand weiß es ganz genau. Der Rest ist ein Hexenfest wie vom Gerüchtekochen, das daherkommt als das Beschäftigen mit Nichtigkeiten.</p>
<p>Es gibt Dampfplauderecken, Intellektuelle und komplette Blödians. Dort im Netz 2.0 findet jeder irgendwas gut. Oder schlecht. Ansonsten ist alles diese Nuancierung feinster Abstufungen, von &#8222;ganz schwarz&#8220; bis &#8222;ganz weiß&#8220; und lt. Simone de Bouvoir (Vorsicht, sinngemäßes Zitat) ist vieles davon ein Grau, also eine Mischung aus schwarz und weiß. Auf die Auflösung, auf die Zeichendichte kommt es an. Damit es graut. Grauenhaft.</p>
<blockquote><p>Jener Sänger geht gegen &#8222;die Braunen&#8220; vor und hat hierbei eine Härte und &#8222;moralische Integrität&#8220;, die an bestimmten Eckpfeilern seiner Sichtweise keinen Widerspruch duldet. Das macht ihn zu einem konsequenten Typen, einem mit &#8222;Ecken und Kanten&#8220;, wie wir gern sagen. Der hat Eier. Hier und da nennen wir es &#8222;anstrengend&#8220;. Selbst das ist eine Lobbezichtigung, denn pistolenartig erwidert der: &#8222;Ich bin anstrengend, weil ich konsequent eintrete.&#8220; Wir fragen: Trittst du für eine Sache um ihrer selbst willen ein? Oder um dich mit dir selbst besser zu fühlen?</p></blockquote>
<p>Das nach außen ins Öffentliche gewendete Engagement, wofür ist es gut? Mit der Zahl der ins Land gegangenen Lebensjahre legt sich diese &#8222;Neue deutsche Härte&#8220; doch etwas. Das Gegenteil die &#8222;neue deutsche Gemächlichkeit&#8220;, bzw das nachdenkliche mehr &#8222;sich selbst leben&#8220; und nicht diese äußere Sache der (Lippen)Bekenntnisse. In vielen Fällen, die mir bekannt sind, ist größte moralische Härte Ausdruck von Seelenverletzungen, die teils zurückgehen bis in die früheste Kindheit und ihren Ursprung ganz woanders haben. Ist die persönliche Härte ein Kompensationsgeschäft?</p>
<p>Ich gebe zu, ich habe bereits seit geraumer Zeit die Lust an öffentlichem Diskursen in sozialen Netzwerken verloren, wo es um Politik, die allgemeine Meinung und um Fragen wie Umweltschutz, Politik, Fleischverzehr, Fleischeslust und dies und jenes geht. Wozu öffentlich? Wen geht das an? Und was ändert es, wenn ich mich daran beteilige? Es sind meine persönlichen Sichtweisen.</p>
<p>Manchmal geht die Ratio auf Grundeis und der zivile Ungehorsam mit mir durch und wenn ich etwas bescheuert finde, kommentiere ich bewusst kontrovers zum &#8222;Pinnwandmonolog&#8220; von dreißig <del>Meinungsriesen</del> Armleuchtern.</p>
<p>Diesen Vorgang nennt man netzkonform die &#8222;Trollerei&#8220;. Das Netz hält Wikipediaeinträge bereit, die man zum Zeichen entlarvender Überlegenheit verlinkt. Ich als Armleuchter unterlasse das. Ein guter Link bedient eines der großartigsten Videos dazu.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="in-china-faellt-ein-sack-reis-um       www.stoneart-behre.de" width="825" height="619" src="https://www.youtube.com/embed/DR4vTk6UVNs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>Reissäcke sind nicht banal. Jemand warnt uns lyrisch: &#8222;Alle sagen China, China. Der Chinese überholt uns noch.&#8220; (Rainald Grebe) &#8211; Ching chong, wir sind schon da.</p></blockquote>
<p>Mir kommen viele Auseinandersetzungen im Netz lächerlich vor. Das ist mein Problem. &#8222;Hättest du geschwiegen, so wärest du ein Philosoph geblieben.&#8220; Gestern Abend zu später Stunde konnte ich nicht anders. Ich nutzte die Gunst der Stunde und trollte die bereits ausgeführten, wichtigen Meinungen mit Nonstop Nonsens.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15762" alt="220px-DoNotFeedTroll.svg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/220px-DoNotFeedTroll.svg_.png" width="220" height="220" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/220px-DoNotFeedTroll.svg_.png 220w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/220px-DoNotFeedTroll.svg_-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/220px-DoNotFeedTroll.svg_-144x144.png 144w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" /></p>
<blockquote><p>Bitte nicht füttern: der <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?p=14302">Troll</a></p></blockquote>
<p>Ich fühlte wie ein Existentialist.</p>
<p>Ein hochnotverbildeter Mann mit einem Profilbild voll Gesichtsbart hat sinngemäß ausgeführt, die anwesend gewesenen Mitdiskutanten hätten so oder so zur Sache geredet. Ich aber beziehe mich auf Larissa, die blonde österreichische Versuchung vom Weimarer Geheimrat und poste, das seien Diskotanten. Nicht Mitdiskutanten.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="In China ist ein Sack Reis umgefallen" width="825" height="619" src="https://www.youtube.com/embed/-45P6UbmfoI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>Weil aber das so vielschichtig ist, gibt es mehr als ein Video über die Wahrheit. Das weitere Video zeigt dies Problem noch einmal aus einer vollkommen neuen und unverfrorenen Perspektive. So sind die menschlichen Meinungen: Jeder findet was anderes wichtig. Ich allerdings bin konsequent: Ich nicht.</p></blockquote>
<p>Es ist politisch nicht korrekt und rücksichtslos von mir, trifft aber den Nagel auf den Kopf, wenn ich das Bliblablub von Menschen, die nichts Wesentliches sagen, in einen großen Keramiktopf werfe, heftig herumrühre und Larissa und Goethe als Diskotanten bezeichne.</p>
<p>Bereits Goethe wusste meiner Erinnerung nach, es sei einerlei, ob &#8222;ich nun Erbsen zähle oder Linsen&#8220;, wer sich um anderer Menschen Achtung, um Geld und Ruhm abmühe, sei &#8222;immer ein Narr&#8220;. Wir sagen im öffentlich erreichbaren sozialen Netzwerk schließlich nicht unsere Meinung um ihrer selbst willen und &#8222;bar jeder Absicht&#8220;, sondern um zu gefallen, geliked zu werden. Barprinzip: Viele sagen allerdings vieles &#8222;bar jeder Vernunft&#8220;. Genug davon.</p>
<p>So ist es gerade mit vielen &#8222;Promiprofilen&#8220; auf facebook. Dort ist ein Ort, wo man als unprominenter &#8222;Klassenclown&#8220; auf dadaistische Art und Weise auf die Sinnfrage zurückgreifen kann. Ich muss die Frage in den Raum stellen: Wozu das alles? Das soziale Netzwerk ist nichts anderes als &#8222;A Class Of Clowns&#8220;. Charlie Rivel, wir gedenken deiner!</p>
<p>Wozu schwachsinnige Diskussionen über die &#8222;Kultur- und Herzensbildung&#8220; der Deutschen an sich? Wozu die Frage nutzlos erörtern, ob Goethe was gesagt hat oder Heinrich Heine. &#8222;Schon Nikolaus Kopernikus führte schließlich wörtlich aus, dass man bei Zitaten im Internet nie wüsste, ob sie wahr seien.&#8220; Ähnlich hat es damals nachweislich Gallileo Galliläi gesagt. Und John F. Kennedy, nachweislich.</p>
<figure id="attachment_7636" aria-describedby="caption-attachment-7636" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7636" alt="Reissack-Theorie wackelt!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Reissack-Theorie.China_.jpg" width="450" height="461" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Reissack-Theorie.China_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Reissack-Theorie.China_-292x300.jpg 292w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-7636" class="wp-caption-text">Reissack-Theorie wackelt!</figcaption></figure>
<p>Jesus von Nazareth wusste: Traue keiner unchristlichen Suchmaschine aus Übersee.</p>
<p>Praxistipp: In den Asiamärkten lassen sich Exemplare Sackreis in Gebinden von 20 kg kaufen zu Preisen, die Uncle Bens &amp; Konsorten im klassischen, deutschen Supermarkt nicht unterbieten. Gehet hin und kauft Reissäcke und lasset sie umfallen. Paff.</p>
<p>So ist es: Politische, weltbürgerlich geprägte Spießbürger-Debattierzirkel, die sich &#8222;um des Kaiser´s Bart&#8220; stritten bzw. &#8222;neue Kleider&#8220; und ob Angela Merkel in Bayreuth einen Schweißfleck unter den Achseln hatte, wen kümmert´s?</p>
<p>Sinnlos wie jeder Versuch, auf facebook mit Menschen über politische Ansichten zu streiten. Allenfalls dienen solche Art von Diskursen als eitles Imponiergehabe.</p>
<p>Solche Diskussionen sind unerträglich. Soziale Netzwerke sind nicht gemacht für sinnvollen Zeitvertreib mit Mehrwert. Sie eignen sich für nutzlosen Zeitvertreib aus kommerziellen Gründen. In wirtschaftlicher Hinsicht für deren Betreiber, die darüber Werbeeinnahmen generieren und sich die Taschen vollstopfen. Die User sind ein Beuteschema für &#8222;sponsored ads&#8220;. Ihre Meinungsströme und ihr Suchverhalten selbst außerhalb von facebook wird gezielt ausgeforscht, heimlich bespitzelt und dazu genutzt, Menschen in spießbürgerliche oder marktwirtschaftliche &#8222;Profilkategorien&#8220; einzuteilen, denen es nicht auffallen darf, wie sie systematisch ausgebeutet werden. Suche ein außergewöhnliches populäres Plattencover einer CD mit google und logge dich bei facebook gleichzeitig ein. Betrete facebook erneut und achte auf die rechts eingeblendeten Werbebanner. Es ist erstaunlich: Diese decken sich mit den letzten Suchanfragen. Genau das ist der Sinn dieser Art von Freizeittötung.</p>
<p>Sie, die Nutzer, sollen derlei aber nicht als Kommerzialisierung ihrer Lebensinhalte sehen sondern als eine Art persönlichen Zugewinn an Freiheit. Endlich hört mir jemand zu.</p>
<p>Der Clown in mir sagt: So nicht. Und tatsächlich sollte ich besser den Mund halten und mich an aberwitzigen Diskussionskonstrukten nicht beteiligen. Der Clown in mir sagt: Mach den Anderen klar, wie lächerlich es ist, derlei zu &#8222;diskotieren&#8220;. Die Gebildeten und Intellektuellen werden es bemerken. Zum Schluss eine Online-Petition: Schluss mit der Clownerie im Internet. Wo unterzeichnen?</p>
<p>Sind beide abwesend, die Gebildeten und die Intellektuellen, wird alles noch viel schlimmer. Dann bleibt der Versuch, den langweiligen, spießbürgerlichen Gleichsinn zu stören, unentdeckt. Und dann troll dich. Mach dich vom Acker.</p>
<p><strong>Farewell</strong>.</p>
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		<title>1560-13 &#8211; Aushang: Wenn Du mal richtig nerven willst, frage vorher die Mitbewohner!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/187213-aushang-wenn-du-mal-richtig-nerven-willst-frage-vorher-die-mitbewohner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2013 07:16:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Übrigens: Rein mietrechtlich unterscheiden die Volljuristen durchaus zwischen Hausmusik einerseits und Housemusic andererseits. Das eine kann der &#8222;freien Lebensentfaltung&#8220; dienen und ein Grundrecht darstellen. Das andere kann als Lärmbelästigung verurteilt werden.  #nurmalso Gesehen in Berlin-Schöneberg, Lützowstr. von Klaus Schelzig, via facebook Weitere skurrile Aushänge im öffentlichen Raum hier]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4750" aria-describedby="caption-attachment-4750" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4750" alt="Aktion: Aushang für die Ewigkeit" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei.jpg" width="450" height="67" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/Aktion.Aushang.fuer_.Ewigkei-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4750" class="wp-caption-text">Aktion: Aushang für die Ewigkeit</figcaption></figure>
<figure id="attachment_15005" aria-describedby="caption-attachment-15005" style="width: 606px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Bewohnerumfrage.aus_.der_.luetzowstr.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15005" alt="Bewohnerumfrage Lützowstr., Schöneberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Bewohnerumfrage.aus_.der_.luetzowstr.jpg" width="616" height="960" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Bewohnerumfrage.aus_.der_.luetzowstr.jpg 616w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/11/Bewohnerumfrage.aus_.der_.luetzowstr-192x300.jpg 192w" sizes="auto, (max-width: 616px) 100vw, 616px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15005" class="wp-caption-text">Bewohnerumfrage Lützowstr., Schöneberg</figcaption></figure>
<blockquote><p>Übrigens: Rein mietrechtlich unterscheiden die Volljuristen durchaus zwischen Hausmusik einerseits und Housemusic andererseits. Das eine kann der &#8222;freien Lebensentfaltung&#8220; dienen und ein Grundrecht darstellen. Das andere kann als Lärmbelästigung verurteilt werden.  #nurmalso</p></blockquote>
<p>Gesehen in Berlin-Schöneberg, Lützowstr. von Klaus Schelzig, via facebook</p>
<p>Weitere skurrile Aushänge im öffentlichen Raum <a title="externer Link" href="http://www.notesofberlin.com/" target="_blank">hier</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>1461-13 &#8211; Positionen: Ausgebuht, geschlagen, weggemobbt &#8211; Meinungsvielfalt, Maulwurftaktiken, Rezensionen + Narzissmus en gros im Internet</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/177313-positionen-ausgebuht-geschlagen-weggemobbt-meinungsvielfalt-maulwurftaktiken-rezensionen-narzissmus-en-gros-im-internet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 12:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute weiß er sich zu wehren. Er nimmt zu Einsätzen, bei denen es Ärger geben könnte, vorsichtshalber Pfefferspray und sein Handy mit auf das Feld. Kürzlich hat er sich eine kleine Kamera gekauft, die steckt er sich an die Brusttasche seines Trikots, um Beweisfotos machen zu können, falls er angegriffen wird. (aus: Freiwild, über Aggressionen ... <a title="1461-13 &#8211; Positionen: Ausgebuht, geschlagen, weggemobbt &#8211; Meinungsvielfalt, Maulwurftaktiken, Rezensionen + Narzissmus en gros im Internet" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/177313-positionen-ausgebuht-geschlagen-weggemobbt-meinungsvielfalt-maulwurftaktiken-rezensionen-narzissmus-en-gros-im-internet/" aria-label="Mehr Informationen über 1461-13 &#8211; Positionen: Ausgebuht, geschlagen, weggemobbt &#8211; Meinungsvielfalt, Maulwurftaktiken, Rezensionen + Narzissmus en gros im Internet">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_3296" aria-describedby="caption-attachment-3296" style="width: 430px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3296" alt="Briefe aus dem Untergrund" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers.jpg" width="440" height="330" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers.jpg 440w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers-300x224.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px" /><figcaption id="caption-attachment-3296" class="wp-caption-text">Briefe aus dem Untergrund</figcaption></figure>
<blockquote><p>Heute weiß er sich zu wehren. Er nimmt zu Einsätzen, bei denen es Ärger geben könnte, vorsichtshalber Pfefferspray und sein Handy mit auf das Feld. Kürzlich hat er sich eine kleine Kamera gekauft, die steckt er sich an die Brusttasche seines Trikots, um Beweisfotos machen zu können, falls er angegriffen wird. (aus: Freiwild, über Aggressionen gegen Fußballschiedsrichter, <a title="externer Link" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90049006.html" target="_blank">Artikellink hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Wie der SPIEGEL in seiner Ausgabe 50/2012 berichtet, werden Schiedsrichter in Fußball-Amateur- und Jugendligen &#8222;bedroht, bespuckt und zusammengeschlagen&#8220;. Eine gute Idee, auch Internetblogger, Bewertungsportal-Kritiker und Freiwild-Journalisten ähnlich zu geißeln? Weil sie missliebige Dinge sagen, die sonst niemand sagt. Eine Beschreibung der Theorie, im Internet sei zu wenig Platz für alle Meinungen.</strong></p>
<p>Wer sich regelmäßig mit Selbstgeschriebenem an die Öffentlichkeit wendet, besitzt &#8222;Sendungsbewusstsein&#8220;. Das gefällt nicht jedem. Diejenigen, deren Machenschaften zur Sprache kommen, fühlen sich schnell auf den Schlips getreten. Sie fühlen sich &#8222;in die Öffentlichkeit&#8220; gezerrt. Die Öffentlichkeit sind wir: Internetnutzer haben heute überall Smartphones dabei. Man ist in der Lage, Geschäfte, Lokale, Orte -locations- aufzusuchen und zuvor deren Ranking zu prüfen. Was sagen Andere darüber? ist ein &#8222;geflügeltes Wort&#8220;. Diese Art Wort-Geflügel ist aber auch &#8222;das gerupfte Huhn&#8220;, der verrissene Lebensmitteldiscounter, die Restaurantkette mit Pferdefleischanteil oder der Schlüsseldienst an der Berliner Hauptstr. in Beautymountain, Schöneberg. Der Konsument war schon virtuell da und hat gelesen, wie es dort ist: &#8222;Over the hills and far away&#8230;&#8220;</p>
<p><span id="more-14302"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_14042" aria-describedby="caption-attachment-14042" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2901.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14042" alt="Klara Fall: Sprich zur Sache selbst" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2901-768x1024.jpg" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2901-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2901-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2901.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14042" class="wp-caption-text">Klara Fall: Täglich ein Stück Klara!</figcaption></figure>
<blockquote><p>&#8222;<i id="yui_3_7_2_1_1369041860807_1578">Jeder von uns ist mehrere, ist viele, ist ein Übermaß an Selbsten. Deshalb ist, wer die Umgebung verachtet, nicht derselbe, der sich an ihr erfreut oder unter ihr leidet. In der weitläufigen Kolonie unseres Seins gibt es Leute von mancherlei Art, die auf unterschiedliche Weise denken und fühlen</i>.&#8220; (Fernando Pessoa, Schriftsteller)</p></blockquote>
<p>Die ARD hat gestern Abend einen Krimi namens &#8222;Der rote Wolf&#8220; zelebriert, dem es an Spannung, Verve und Sendungsbewusstsein nicht fehlte. Allerdings, beim nachträglichen Aufgugeln (!!) am Sonntagvormittag sticht in der ARD-Mediathek folgender Satz ins Auge:</p>
<blockquote><p>Diese Sendung ist für Jugendliche unter 12 Jahren nicht geeignet. Der Clip ist deshalb nur von 20 bis 6 Uhr verfügbar. (ARD-Zeitzensur, abgefragt am 12.05.13 um 11:17 Uhr) <a title="externer Link" href="http://www.ardmediathek.de/das-erste/ein-fall-fuer-annika-bengtzon/der-rote-wolf?documentId=14551330" target="_blank">hier</a></p></blockquote>
<p>So macht uns die ARD Glauben, man könne Kinder und Jugendliche von diesem Teil der Wirklichkeit abhalten, wenn man den Abruf von Inhalten auf die Zeit nach 20 Uhr einschränkt. Welcher 11-jährige geht heute um 20 Uhr pünktlich ins Bett? In dem Film geht es wie folgt zu, abgekürzt beschrieben:</p>
<blockquote><p>Nach dem gewaltsamen Tod eines Kollegen setzt Annika Bengtzon dessen Recherchen fort. Dabei kommt sie auf die Spur einer linksextremistischen Gruppe, die vor Jahrzehnten einen Anschlag auf eine Militärbasis verübte. Dabei verfolgt sie die Spuren von erst drei, dann überraschend vier Morden, die Verstrickung einer Ministerin und die Auflösung des Ganzen, indem sich der Überzeugungstäter durch einen einfahrenden Zug wegrammen lässt in den Freitod, hinüber ins Jenseits, von dem aus sich auf die eigene Lebenschronik nur noch mit Freude schauen lässt.</p></blockquote>
<p>Wenige können wirklich Internet machen. Weit mehr nutzen es passiv. Internetnutzer konsumieren das Internet überwiegend in der Art einer großen, reich bebilderten Boulevardzeitung. Nach der &#8222;yellow press&#8220; aus Printtagen erhalten weltweit diejenigen Websites die erstaunlichsten Zugriffszahlen, in denen es &#8222;um nichts&#8220; anderes geht als Gossip, Klatsch &amp; Tratsch und &#8222;oberflächlichen Scheiß&#8220;. Daneben gibt es, ähnlich wie in der Musikbranche inzwischen das &#8222;Sparteninternet&#8220;, das auf &#8222;ausbalancierte Schichtungen der Bevölkerung&#8220; zielt und &#8222;Nutznießer mit special interests generiert&#8220;. Nutzer, die Mehrwerte aus dem Internet zu ziehen trachten, sind potenzielle Zielgruppen. Sie stecken in sozialen Netzwerken fest, es gibt Apps zum Einchecken, Entdecken und Verorten, wir wollen uns verorten beim Kaufhaus Horten. Mit unseren Daten fangen die kostenlos überall in Breitbandwerbung genommenen Internetgiganten Werbekunden ein, denen sie praktisch nichts Wertvolles verkaufen, sondern eingebildete Hypes der Relevanz, Zielgruppensicherheit und Marktfortüne.</p>
<p>Wir aber sind Individuen und hinterlassen unsere Spuren im Internet, auf Plattformen, die sich oberflächlich betrachtet dafür hergeben: Für Meinungsvielfalt, echte Demokratie und &#8222;Jeder darf mal mitreden&#8220;. So wie im Reality TV der Privaten: Es kommt unheimlich viel &#8222;bullshit&#8220; dabei raus. Wir erzählen der Welt, wie es da war. Ganz gleich, ob wir Legastheniker sind, keinen vernünftigen Satz bzw. Sinn aneinanderreihen können, wir reihern unsere Bewertungen für die Nachwelt via Smartphone auf die Bedürfnisplattform &#8222;Erlebnisinternet&#8220;.</p>
<figure id="attachment_14304" aria-describedby="caption-attachment-14304" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4232.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14304" alt="Ich esse nichts, was Augen hat! - Paul McCartney" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4232-768x1024.jpg" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4232-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4232-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4232.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14304" class="wp-caption-text">Ich esse nichts, was Augen hat! &#8211; Paul McCartney</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ich esse nichts, was Augen hat! &#8211; Paul McCartney &#8211; Aber die Augen und der Kopf essen stets mit. Der Gastro- und Shopping-Rezensent schaltet das Hirn nie ab, wenn er auszieht, in der quietschebunten Erlebniswelt unerhörten Konsums zu hinterfragen, was persönlich, subjektiv befremdlich allem Positiven entgegensteht. Es ist ein eigener Standpunkt, allerdings und nur ein erlaubter Standpunkt unter vielen. Erst alle zusammen und &#8222;das eigene, wirkliche Erleben&#8220; bestätigen bzw. verändern gar den Erfolg oder den Misserfolg eines Marktteilnehmers. Zutreffende Kritik, &#8222;auf den Punkt&#8220; gebracht, muss ernst genommen werden. Sie ist eine Facette Pluralität, die man benötigt. &#8211; Nicht umsonst ruft dich ein Meinungsforscher an, sobald FIAT dein Auto repariert hat. &#8211; Ja, man ist zufrieden, so lange einen keiner auch noch anruft, um Weltenlärm zu verursachen.</p></blockquote>
<p>Einige dieser Erlebnisberichte und eine Vielzahl von Erfahrungen und subjektiv verfassten Schilderungen habe ich schon als &#8222;Duftspuren&#8220; hinterlassen. Man kann sie nachgugeln, ich mache aus ihnen &#8222;kein Geheimnis&#8220;, verstecke mich nicht hinter irgendeinem Nickname und bilde nicht einfach einen abfotografierten Stinkefinger oder eine räudige Katze als Profilbild ab. Nein, ich möchte &#8222;Farbe bekennen&#8220;, wie es gute Menschen tun, die zu dem stehen, was sie zu sagen haben. Authentizität. Nur so sind für mich Bewertungen glaubwürdig. Und Kommentare von Lesern meiner Bewertungen auch.</p>
<p>Das ist nicht immer leicht. Wir treffen auf eine schwer einzuschätzende Leserstruktur, die es stets leichter hat, als wir selbst, die Schreibenden. Denn wir präsentieren uns, lassen tiefe Einblicke in unsere Gedankenwelt zu und werden trotz aller Ehrlichkeit und Offenheit dafür angespuckt, angezählt und angegriffen. Dabei ist unschwer zu erkennen, von wem solche Angriffe ausgehen, Zitat:</p>
<blockquote><p>Am 24. März urteilt der Benutzer cynopz über meine Beschreibung von Zuständen beim Schlüsseldienst Knorr in Berlin-Friedenau, wörtlich zitiert: &#8222;Kurz zu diesem Text : Der Verfasser ist ein Vollpfosten, der seine Wünsche und seine Unkenntnis mixt und dann erbricht.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das Wort &#8222;Vollpfosten&#8220; ist intellektuell nicht gesichert definiert. Jörg Kachelmann bezeichnet so gerne den Journalismus dieses Genres, der Dinge schreibt und berichtet, die die Sache selbst nicht wert sind. Man braucht nicht sonderlich viel Hirn, um zu verstehen, von wem exakt dieser Kommentar (hier oben) ist. Es ist einer derjenigen Protagonisten, deren Handeln und Wirken genau an diesem &#8222;fotografisch präzise beschriebenen&#8220; Platz beschrieben ist. Die Bewertung hat zutreffend gesessen, es wurde genau das beschrieben, was diesen Platz und eine negative Erfahrung dort ausmacht. So tief, so unangreifbar, so zulässig und nun? &#8222;Wenn du sowas über mich schreibst, dann spiele ich nicht mehr dir, rabähhhh&#8230;..&#8220;</p>
<figure style="width: 140px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Troll! Bitte nicht füttern. (Quelle: Deutsche Wikipedia)" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ea/DoNotFeedTroll.svg" width="150" height="150" /><figcaption class="wp-caption-text">Troll! Bitte nicht füttern. (Quelle: Deutsche Wikipedia)</figcaption></figure>
<p>Schon früher sah ich Anlass, deutlich Stellung zu nehmen dazu, wie ich meine Rezensionen zu beachten bitte und was sie vor allem nicht sind: Bezahlte Auftragsarbeit, um irgendjemand zu huldigen, der in Wirklichkeit ein &#8222;ganz Schlächter&#8220; ist. Der Artikel <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2010/03/15610/" target="_blank">ist hier</a>. Wir Autoren erhalten Leserbriefe, verdeckte Echos, Kommentare von <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29" target="_blank">Internettrollen</a> und Herabwürdigungen möglichst umfassender Art. Unmöglich, einen Troll nicht zu füttern. Sein newsfeed ist all das, was Menschen mit Mühe, Engagement und in fleißiger Arbeit an &#8222;Content&#8220; errichten. Da &#8222;scheißt er drauf&#8220;, um bildlich zu bleiben. Dabei ist stets das Vernichtende in kurz, aggressiv formulierten Rundumschlägen der &#8222;Kern einer Unsache&#8220;, der vollkommenen Unsachlichkeit. So wie beispielsweise dieser Kommentar einer vermutlich weiblichen, guten Freundin des hier Erstgenannten auf qype, unter einer wohlmeinenden, gut abgewogenen Restaurantkritik hier:</p>
<figure id="attachment_14307" aria-describedby="caption-attachment-14307" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/Cyber.Mobbing.auf_.qype_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14307" alt="Trollartiger Kommentar auf qype #Cyber Mobbing" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/Cyber.Mobbing.auf_.qype_-768x1024.jpg" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/Cyber.Mobbing.auf_.qype_-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/Cyber.Mobbing.auf_.qype_-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/Cyber.Mobbing.auf_.qype_.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14307" class="wp-caption-text">Trollartiger Kommentar auf qype #Cyber Mobbing</figcaption></figure>
<blockquote><p>Entdeckt, entlarvt und gut beschrieben: Frieda0012 sagt: &#8222;Narzissmus, wie er leibt und lebt. Hätte dieser arme Tropf Thai Wissen, wäre das Erste, bescheiden über sich selbst und seinen eigenen Eindruck zu berichten. Hier ist ein Mensch aus einer kleinen Welt, der arrogant urteilt und übrigens in seinen &#8222;Wertungen&#8220; meist negativ urteilt. Selbsttherapien sind auch anders möglich. (Kommentar gelöscht, <a title="externer Link" href="http://www.qype.com/place/556555-DOKMAI-Thai-Restaurant-Berlin-Steglitz?p_listing=53157141" target="_blank">Ursprungsbeitrag hier</a>)</p></blockquote>
<p>Trollartige Kommentare auf Rezensionen, die so umfassend und in &#8222;Vernichtungsabsicht&#8220; daherkommen, sind seltene Ausnahmen. Die Trollin &#8222;Frieda&#8220; aber besitzt eine klare Auftragsstruktur: Sie nimmt Wächteraufgaben für die &#8222;manipulierte Öffentlichkeit&#8220; wahr und definiert sich als ihr Anwalt. Sie macht die Blinden sehend. Sie gibt sich den Touch gekonnten Durchblicks und hat ein klar definiertes Ziel: Der Rezensent möge bitte sofort gänzlich schweigen, aufhören Rezensionen wie diesen Rohrkrepierer zu verfassen, denen es an jeder inhaltlichen Berechtigung fehle. Ruhe. Halt ein, du törichter Narr, du Narzisst. Hör auf, mein Internet vollzuschreiben.</p>
<p>Ähnlich wie dieser offensichtliche Frontalangriff gegen den Autor ist auch dem ersten, obigen Kommentar ein Hassaspekt zu entnehmen. Indem Kommentatoren versuchen, über das freie Wort Macht auszuüben, weil sie glauben, das Internet werde zu vollgeschrieben mit gefährlichem Gedankengut. Ihnen passt die Sichtweise Anderer-aus welchen Gründen auch immer- nicht in den Kram.</p>
<p>Noch unverständlicher, vollkommen realitätsfern, war der Percussionist einer Berliner Musikgruppe. Es gab (und gibt) eine Reihe der &#8222;Band-Soziologie&#8220; auf <a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv" target="_blank">dieser Website</a>, in der ein Musiker über seinen Bandalltag Berichte verfasst, eine Art soziologische Realitätsbeschreibung, aus seiner eigenen, subjektiven Sicht. Es gibt Soziologien der Arbeit, der Beziehungen, der Vereinsmeierei und letztlich auch von Bandzusammenarbeit. Weil immer einer zu spät kommt oder immer einer nicht geübt hat, was zu üben er versprochen hat.  Dieser druckte sich die Band-Soziologien aus dem Internet aus, führte sie aggressiv zum Streit ins Feld, ja, er habe sie extra mitgebracht, um allen zu zeigen, so&#8230;. Ja, und? -Die Gedanken eines Anderen nicht ertragen zu können lässt vermuten, ein ganz anderes Problem wird an der Band abgearbeitet.</p>
<figure id="attachment_14305" aria-describedby="caption-attachment-14305" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4241.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-14305" alt="Ruhig gestellter Kritiker!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4241-768x1024.jpg" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4241-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4241-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/05/IMG_4241.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14305" class="wp-caption-text">Ruhig gestellter Kritiker!</figcaption></figure>
<blockquote><p>Er hatte sich tücksch eingeschlichen in der Art eines Maulwurfs. Und gesagt, was noch niemand sich getraut hatte zu sagen: Dass die Pizza nicht richtig durch war und der Käse in Wirklichkeit Käse-Ersatz. Harsche Worte. Nun ruht er in Frieden! Er ist ein ruhig gestellter Kritiker! #Resümees</p></blockquote>
<p>Das Ende vom Lied. Der Autor der &#8222;Band-Soziologien&#8220; verließ die Band. Fünf Wochen später brannte sein Auto nachts lichterloh. Vom Tathergang gibt es ein Video, das zeigt, wie der Täter professionell mit Brandbeschleunigern hantiert. Wochen später lag eine übelriechende, bereits verweste, tote Katze vor der Eingangstür des Autors.</p>
<p>So weit geht Hass gegen freie Meinungsäußerung. Allerdings ist das Schicksal der regimekritischen Journalistin <a title="externer Link" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Stepanowna_Politkowskaja" target="_blank">Anna Politkowskaja</a> in der samtdeutschen Öffentlichkeit noch nicht Realität, die virtuellen Täter verstecken sich in der Nacht im Netz, hinter Pseudonymen, deren Ursprung man meint, verschleiern zu können. Oder schleichen sich in der Nacht an und hinterlassen Wut an toten Gegenständen. Im Krimi &#8222;Der rote Wolf&#8220; allerdings sterben Menschen aus Gründen einer Sache, die in Dienst gestellt ist.</p>
<p>Am Ende lässt sich zusammenfassen: Von wirklicher Freiheit ist auch die bundesdeutsche Gesellschaft in Zeiten des weltweiten Internets noch weit entfernt. Und der Brandstifter bleibt, was er ist: Der Biedermann bleibt ein Brandstifter. Bzw. umgekehrt.</p>
<p>Feige, wie der Kommentator vom &#8222;sich erbrechenden Autor&#8220; und feige wie die analysierende Freudianerin, die den Narzisst bekämpft. Den Narziss im Autor einer Restaurantkritik? Sie alle bekämpfen in Wirklichkeit nicht den Autor, sondern sich selbst und das gesprochene, freie Wort, dessen Relevanz auszuhalten, sie nicht ertragen. Vor solchen unfreien Menschen muss man sich tatsächlich gehörig in Acht nehmen. Sie gefährden den Restfrieden.</p>
<p>Guten Hunger.</p>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>1441-13 &#8211; Positionen: Wer wird gutverwaltet glücklich? Der Verwalter? Die Wohnungseigentümer?</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/175313-positionen-wer-wird-in-einem-gutverwalteten-haus-glucklich-der-verwalter-oder-die-wohnungseigentumer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 13:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Wohnungseigentümer schreibt eine SMS: Sie werden in diesem Haus nicht mehr glücklich. Sie geldgeiler Armleuchter (* Formulierung geringfügig öffentlichkeitsgerecht abgeändert, wir bitten um Verständnis!) Dann hat er damit einem Verwalter gesagt, wo´s jetzt &#8211; ab sofort &#8211; lang geht. Langzugehen hat. Der kann &#8211; ab sofort &#8211; nichts mehr richtig machen, was er tut, ... <a title="1441-13 &#8211; Positionen: Wer wird gutverwaltet glücklich? Der Verwalter? Die Wohnungseigentümer?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/175313-positionen-wer-wird-in-einem-gutverwalteten-haus-glucklich-der-verwalter-oder-die-wohnungseigentumer/" aria-label="Mehr Informationen über 1441-13 &#8211; Positionen: Wer wird gutverwaltet glücklich? Der Verwalter? Die Wohnungseigentümer?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_5719" aria-describedby="caption-attachment-5719" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5719" alt="Messerscharfer Verstand - Beim Bloggen nicht hinderlich!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Messerscharfer.Verstand.jpg" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Messerscharfer.Verstand.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Messerscharfer.Verstand-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-5719" class="wp-caption-text">Messerscharfer Verstand &#8211; Beim Bloggen nicht hinderlich!</figcaption></figure>
<p>Ein Wohnungseigentümer schreibt eine SMS:</p>
<blockquote><p>Sie werden in diesem Haus nicht mehr glücklich. Sie geldgeiler Armleuchter (* Formulierung geringfügig öffentlichkeitsgerecht abgeändert, wir bitten um Verständnis!)</p></blockquote>
<p>Dann hat er damit einem Verwalter gesagt, wo´s jetzt &#8211; ab sofort &#8211; lang geht. Langzugehen hat. Der kann &#8211; ab sofort &#8211; nichts mehr richtig machen, was er tut, ist zwecklos. Es ist ein Gelübde. Losgelöst von persönlicher Zuspitzung: In einem gut verwalteten Haus werden Wohnungseigentümer glücklich. Nicht Verwalter. Die wohnen dort. Nicht der. Eine Wohnanlage mit ca. 30 Wohnungen bringt ca. 650,- EUR pro Monat. Schreibt man für 500,- EUR Briefe + Emails zur Konfliktbefriedigung auf psychologisch anspruchsvollem Niveau, rechnet sich das nicht.</p>
<p>Der Verwalter hat einen Glücksgriff mit gedeihlicher Verwaltung und verständigen Wohnungseigentümern. Es gibt WEGs, die gelten als schwierig. Erst wenn der letzte Punkt aufgearbeitet ist, sind Eigentümer glücklich. Vielleicht sind sie glücklich, dass ihnen dabei jemand half, der ein geschicktes Händchen für sie führte. Eventuell sind sie undankbar. Oder sie verschleißen Verwalter wie andere Frühstücksbrötchen. Mit Schrot und Korn. Manche Prophezeiung aus dem Wutbürger-Evangelium ist für Atheisten in Wohnungseigentumssachen wortsprachlich falsch. Es erreicht einen nicht, klingt vom Verstand fern. Man muss erst mal frei vom Glauben sein. Dann flutscht es. Oder nie.</p>
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		<title>1064-11 &#8211; Vorverwalter: Der ehemalige Verwalter ist (immer) an allem schuld! &#8211; Oder trügt uns hier die Erinnerung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 16:14:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wohnungseigentümer bleiben! Die Verwalter kommen und gehen! (Quelle: ich selbst, Vorlage: Die Deutschen bleiben! Die Hitler kommen und gehen! Joseph Stalin) &#8211; Aber was bleibt von einem früheren Verwalter nach vielen Jahren als Erinnerung an ihn wirklich noch hängen ? Würde es eine gute Erinnerung sein? Die Antwort ist recht einfach: wohl kaum. Aus ... <a title="1064-11 &#8211; Vorverwalter: Der ehemalige Verwalter ist (immer) an allem schuld! &#8211; Oder trügt uns hier die Erinnerung?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/140811/" aria-label="Mehr Informationen über 1064-11 &#8211; Vorverwalter: Der ehemalige Verwalter ist (immer) an allem schuld! &#8211; Oder trügt uns hier die Erinnerung?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-805" title="Vorverwalter" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/01/_iconvorverwalter.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-143" title="Verwalter werden ist nicht schwer, Verwalter bleiben dagegen sehr!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/05/verwalterwerdenistnichtschwer.jpg" alt="" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/05/verwalterwerdenistnichtschwer.jpg 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/05/verwalterwerdenistnichtschwer-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/05/verwalterwerdenistnichtschwer-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<blockquote><p>Die Wohnungseigentümer bleiben! Die Verwalter kommen und gehen! (Quelle: ich selbst, Vorlage: Die Deutschen bleiben! Die Hitler kommen und gehen! Joseph Stalin) &#8211; Aber was bleibt von einem früheren Verwalter nach vielen Jahren als Erinnerung an ihn wirklich noch hängen ? Würde es eine gute Erinnerung sein? Die Antwort ist recht einfach: wohl kaum. Aus welchen Gründen auch immer ein Verwalter gegen einen neuen ausgetauscht wird, im Wesentlichen ist es der dringende Wunsch nach Veränderung, von wem auch immer.</p></blockquote>
<p><strong>Die beruflichen Jahre ziehen dahin</strong>. Wir schauen zurück auf eine berufliche Tätigkeit seit ihrem Anbeginn im September 1980. Wir schauen zurück auf eine Vielzahl von Jahren. Sie haben uns geschliffen. Wir waren jung, wir waren (fast) schön, wir sollten neue, bedeutende Wege gehen. Doch jetzt sind diese Jahre alle dahin, verstrichen. In unseren Erinnerungen sind schon viele Menschen verblichen. Oder zumindest weniger konturenscharf, unscharf, verschwommen. Wir leben ganz im Hier und Jetzt. Was sich spinnert esoterisch anhört, ist aber so nicht gemeint. Wir schauen nicht im Wesentlichen zurück zum Anfang von allem, sondern nach vorn: in die Zukunft. Die gestalten wir kreativ, wir wenden möglichst viel zum Besseren. Interessant ist aber die Erinnerung an damals doch. <strong>Hiervon handelt die nachfolgende Geschichte und sie erzählt zwei unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Erinnerung</strong>.</p>
<p><span id="more-10996"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure id="attachment_10849" aria-describedby="caption-attachment-10849" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Korrekturvorschlag_Verwalterwechsel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10849" title="Korrekturhilfe &quot;Verwalterwechsel&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Korrekturvorschlag_Verwalterwechsel.jpg" alt="Korrekturhilfe &quot;Verwalterwechsel&quot;" width="450" height="300" /></a><figcaption id="caption-attachment-10849" class="wp-caption-text">Korrekturhilfe &quot;Verwalterwechsel&quot;</figcaption></figure>
<blockquote><p>Der Verwalterwechsel ist zugleich auch ein Paradigmenwechsel: Was vorher jahrelang gut war, ist nun schlecht. Was schlecht war, wird nun hoffentlich besser. Vom Regen in die Traufe, oder, wie Wolf Biermann einst sagte, &#8222;vom Regen in die Jauche&#8220; zu kommen, wünscht sich niemand. Vielleicht tröstlich: wenn die Gegenwart als angenehmer empfunden wird, als die Vergangenheit. Jedenfalls ist sie schon mal nicht schlechter, als die Vergangenheit.</p></blockquote>
<p><strong>Ich bin mit Wolfgang</strong> (* Name nicht geändert) durchaus per &#8222;Du&#8220; seit gefühlten hundertzwanzig Jahren. Als ich gestern mit ihm telefoniere, kommen wir auf die alten Zeiten. Ich schätze, es war so 1986/87. Ein ehemaliger Berufskollege meines Vaters, ein hoher Polizeidirektor, rief meinen Vater (einen Polizei-Hauptkommissar im Ruhestand) an und bat ihn um Hilfe! &#8222;Dein Sohn ist doch Hausverwalter&#8220;, fing er das Gespräch an. <strong>Daraus wurde eine Geschäftsbeziehung</strong>. <strong>Sie fußte auf persönlichem Vertrauen, wir kannten uns von meinen Kindesbeinen an</strong>.</p>
<p><strong>In B-Steglitz hatten er und seine Frau eine Eigentumswohnung erworben</strong>, die sie nicht selbst bewohnten, sondern vermieteten. Verwalter der Wohnanlage war seinerzeit eine Firma namens TFB-Universal Immobilien GmbH, die es heute nicht mehr gibt, da die Firma später abgewickelt werden musste. Der Inhaber dieser Firma, Thomas F. (* vollständiger Name hier aus rechtlichen Gründen unzulässig), wurde in der Berliner Immobilienszene &#8222;der einarmige Bandit&#8220; genannt, aufgrund von zwei Umständen: einerseits hatte er eine Behinderung und daher nur einen funktionsfähigen Arm. Andererseits stand er im Geruch &#8222;zu klauen&#8220;. Und das ging so: In einer ganzen Reihe von nicht gerade wenigen seinerzeit gegründeten Wohnungseigentümergemeinschaften wurde diese Firma aufgrund guter Kontakte zu den damaligen Initiatoren Verwalter nach dem WoEigG (Wohnungseigentumsgesetz). <strong>Dieser Verwalter war der neugegründeten WEG übergestülpt worden</strong>.</p>
<p><strong>In nicht gerade wenige solcher Gemeinschaften</strong> verschwand u.a. auch die Instandhaltungsrücklage, die die Eigentümer ansparten. Offensichtlich wurde das vor allem angesichts von einsetzenden Verwalterwechseln, denn zunehmend wendeten sich Eigentümer gegen diese Verwalterin, bei der es aus allen möglichen Gründen immer wieder Ärger und Unzufriedenheit gab, was so detailliert nun auch wieder nichts zur Sache der Geschichte an sich beiträgt.</p>
<p><strong>Mit unserer Hilfe hat die Gemeinschaft</strong> diesen Verwalter seinerzeit rausgeworfen. Es folgte die Konsolidierung der zerrütteten Finanzen, Abrechnungen wurden erstellt, alles in Ordnung gebracht. Binnen zwei Jahren war die Gemeinschaft buchungstechnisch und auch inhaltlich auf dem Laufenden. Ein weitgehender Rechtsstreit mit Nachbarn führte sodann zum erstmaligen Einbau einer eigenen Heizungsanlage. Die Gemeinschaft war bis dahin von den Nachbarn mitversorgt worden, die unter der Fuchtel der &#8222;anrüchigen Vorverwaltung&#8220; stand. Dann wurde mit viel Geld das Dach neu gedeckt. Ein ganz vorzüglicher Dachdecker und Sachverständiger, der hinterher noch für viele Jahre unsere Dächer auch anderswo betreute, wurde auf Vermittlung durch den dortigen Dachgeschoss-Miteigentümer gefunden. <strong>Gute Arbeit, nachprüfbar preiswert. Alles gut</strong>.</p>
<p><strong>Die Jahre gingen dahin</strong>. Viel änderte sich in der Gemeinschaft. Alte Eigentümer schieden aus, neue kamen hinzu. Irgendwann kam auch Rechtsanwalt Pufe (* Name geändert) als Eigentümer hinzu. Pufe war ein stets etwas zu lauter &#8222;Stänkerer&#8220;, vielleicht müssen Rechtsanwälte auch mal so sein. Irgendwann war der Punkt erreicht, da ging es nicht mehr weiter in dieser Konstellation. Man trennte sich. In gutem Einvernehmen. <strong>Wir besorgten der Wohnungseigentümergemeinschaft noch eine neue Verwalterin, die wir für eine gute Alternative hielten</strong>.</p>
<p><strong>Soweit zur Vergangenheit</strong>. Schnitt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11006" title="FaktenFaktenFakten" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/11/FaktenFaktenFakten.jpg" alt="" width="450" height="238" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/11/FaktenFaktenFakten.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/11/FaktenFaktenFakten-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Gegenwart: Das Telefonat mit Wolfgang</strong> erfolgt im Grunde genommen gestern nach einer Vielzahl von Jahren, die inzwischen verstrichen sind. Aber es macht uns hellhörig, was wir hören und wir finden es interessant, es einmal wirklich auch festzuhalten. Wolfgang sagt, &#8222;Die hassen Dich jetzt alle&#8220; und ich sage: &#8222;Ups, warum das denn?&#8220; &#8211; &#8222;Erinnerst Du dich noch an die Gabi, die Architektin?&#8220; fragt er. &#8222;Ja, schwach, aber ihr Gesicht sehe ich nicht mehr exakt vor mir!&#8220; sage ich. &#8222;Ach,&#8220; sagt er, &#8222;alle wissen, wie es wirklich war! Der Verwalter damals, der Verwaltungsbeirat, die haben doch alle linke Tasche, rechte Tasche!&#8220; &#8222;Ich?&#8220; Ich bin total erstaunt. &#8222;Ich hab doch den Laden aufgeräumt,&#8220; sage ich, &#8222;komisch, ich habe eine vollkommen andere Erinnerung!&#8220; Wie die so was über mich sagen könnten, frage ich Wolfgang noch. Er sagt, er hat gefeixt, als sie gesagt hätten: &#8222;Der hat sich doch 5% in die Tasche gesteckt!&#8220; <strong>Nein, er entgegnet denen: &#8222;Quatsch, mindestens 20%&#8220;. Ironie.</strong></p>
<p><strong>Mir ist wichtig, ihm zu sagen</strong>: Das habe ich niemals gemacht. Es ist ungerecht. Was ist das für eine Erinnerungsgabe der Menschen, die du früher aus ihrem eigenen &#8222;hausgebackenen Unglück&#8220; herausgeführt hast, dass sie sich nicht daran erinnern, sondern an etwas anderes, dass niemals im Gespräch war zwischen uns?  Regelrecht ehrverletzend empfinde ich das, denke ich nach kurzem Nachdenken. Was denen einfällt? Irgendwo in Berlin sitzen solche &#8222;Ehemaligen&#8220; von dir und behaupten wüstes Zeugs über dich und du selbst kannst eigentlich nichts dagegen unternehmen. Du musst es schlucken, hinnehmen, akzeptieren: Du bist raus aus dem Geschäft! Und das ist auch gut so. Damit es auch gut ist für die, haben sie sich einfach eine komplett andere Erinnerung verschafft. An Sachen, die nie gewesen sind. <strong>Fast wird mir jetzt ein bisschen schlecht</strong>.</p>
<p><strong>Summa summarum zwei Scheiben unterschiedlicher Erinnerungen</strong> an eine gemeinsame Zeit. Für mich eine erfolgreiche Zeit des Bewährens in schwierigen Ausnahmesituationen, in denen eine WEG regelrecht &#8222;an die Wand gefahren&#8220; ist, in maßgeblichen Schwierigkeiten steckt. Dann eine Phase des Aufräumens und des Sorgens für rechtssichere Abrechnungen, Wirtschaftspläne, Beschlüsse, der Sanierungen und Instandsetzung. Dann eine kurze Ruhephase, Entzweiung und Differenz, es folgt die Trennung. <strong>Und nun dies</strong>.</p>
<blockquote><p>Das muss man sich auch mal deutlich machen: Die Qualität von solchen Treppenhaus-Gesprächen, von vereinfachenden Rationalisierungen, also von &#8222;zu einfachen Wahrheiten&#8220;, ist immer suboptimal. Wenn man auch in Frage stellen muss, wie Leute dazu kommen, solch einen &#8222;Kappes&#8220; zu reden. Normal ist das nicht.</p></blockquote>
<p><strong>Bei denen eine Erinnerung</strong> an eine &#8222;korrupte Vorverwalterin&#8220; damals, die mit dem Verwaltungsbeirat &#8222;linke Tasche, rechte Tasche&#8220; macht, sich ungerechtfertigt an ihnen bereichert hat. Davon weiß ich nach vielleicht fünfzehn Jahren gestern das erste Mal, davon, dass da Menschen &#8222;so reden&#8220;, wie ich es hier beschreibe. Ich bin darüber innerlich in einem gewissen Zorn, würde am liebsten da hinfahren und klingeln und sagen: &#8222;Was Sie über mich sagen?&#8220; Und ich würde fragen: &#8222;Wollen Sie mir das bitte noch einmal ins Gesicht sagen?&#8220; &#8211; Nein, das werde ich nicht tun. Ich muss es verarbeiten, mir bleibt keine andere Wahl. Man hat auch einen Ruf zu verlieren, er besteht auch darin, besonders zuverlässig zu sein und darüber unbeanstandet Rechenschaft abzulegen. In Jahresabrechnungen, die man ganzheitlich verstehen kann, wo klar ist, wo jeder Cent steht und wie er da hingekommen ist, wo er steht. <strong>Dass das gerade eine Stärke unserer Arbeit war</strong>. </p>
<p><strong>Was uns das lehrt</strong>?</p>
<p><strong>Dass man die Aussagen von Menschen</strong> mit Vorsicht genießen muss. Vielleicht. Ein bitterer Nachgeschmack aber bleibt. Man fühlt sich ungerecht behandelt. <strong>Nach vielen, vielen Jahren</strong>. Es gibt weitere Geschichten wie diese. Ob man so was aufschreiben darf? Warum nicht? <strong>Es hat sich doch so zugetragen</strong>. <strong>Eine andere Stärke von Menschen ist Ehrlichkeit</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>916-11 &#8211; Video: Ein Traum von einer Nachbarin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 11:25:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hausordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sind Sie jetzt fertig? Rückfrage des Beleidigten bei 0:45 Minuten des Videos Wir wissen nicht, was zuvor vorgefallen ist, aber es hatte wohl Auswirkungen. Deshalb ist es trügerisch, den Beweiswert eines Videos heranzuführen. Allerdings gibt es die Emotionalen, die außerhalb jeder menschlichen Form schimpfen, sie spucken, zetern und beleidigen einfach nur noch. &#8222;Ich hab den ... <a title="916-11 &#8211; Video: Ein Traum von einer Nachbarin" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/125811/" aria-label="Mehr Informationen über 916-11 &#8211; Video: Ein Traum von einer Nachbarin">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2884" title="Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/Nachbarn.Nachbarn.jpg" alt="" width="246" height="54" /></p>
<figure id="attachment_365" aria-describedby="caption-attachment-365" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-365  " title="Digitale Aufzeichnung mit Videohandy" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/drostefest_-20081115-00004_.jpg" alt="" width="450" height="320" /><figcaption id="caption-attachment-365" class="wp-caption-text">Digitale Aufzeichnung mit Videohandy</figcaption></figure>
<blockquote><p>Sind Sie jetzt fertig? Rückfrage des Beleidigten bei 0:45 Minuten des Videos</p></blockquote>
<p><strong>Wir wissen nicht</strong>, was zuvor vorgefallen ist, aber es hatte wohl Auswirkungen. Deshalb ist es trügerisch, den Beweiswert eines Videos heranzuführen. Allerdings gibt es die Emotionalen, die außerhalb jeder menschlichen Form schimpfen, sie spucken, zetern und beleidigen einfach nur noch. &#8222;Ich hab den Kanal gestrichen voll.&#8220; Heutzutage jedenfalls kein völlig risikofreies Unterfangen mehr: auf  jedem Handy gibt es Aufzeichnungsmöglichkeiten und schon <strong>ist der Wortlaut mit bewegt-erregten Bildern sauber und gerichtsfest dokumentiert</strong>.</p>
<p><span id="more-9713"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;8cEvFKsb60k&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Ein Traum von Nachbarin &#8211; verantwortlich für dieses Video: Nutzer UmbrellaCorporation (via Youtube)</em> </span></p>
<blockquote><p>Die hier gezeigte Frau hat ganz sicher schwere psychische Probleme. Ist sie der deutsche Wutbürger, vor dem wir uns eher fürchten müssen? Oder hat sie einfach nur &#8222;einen an der Klatsche&#8220;? Muss man ihr letztlich helfen, sie therapeutisch besuchen und ihr Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken, damit ihr Leben wieder lebenswert ist? Der Youtube-User &#8222;UmbrellaCorporation&#8220; allerdings macht einen Gedankenfehler: er will das jetzt endlich einmal dokumentieren, alles aufnehmen, Beweise sichern und stachelt die Frau immer weiter an, noch weitere Dinge zu sagen, die sie nicht gesagt hätte, wenn er sich zurückgezogen hätte. Er will das seinem Rechtsanwalt geben, und dann? So eskaliert das noch mehr. </p></blockquote>
<p><strong>Niemand braucht nun noch nutzlos darüber zu streiten</strong>, welche Worte gefallen sind. Man kann zurückspulen, nochmal anhören, Lautsprecher etwas lauter drehen und der ganze &#8222;Jargon der Gosse&#8220; ist wieder präsent, Omnipotenz des Beschimpfenden, Omnipräsenz der Beleidigungs-Hagelschauer und Omnilegalität vor deutschen Gerichten: <strong>einfach noch einmal&#8230;</strong></p>
<p><strong>Natürlich hätte Herr Nachbar auch den kontrollierten Rückzug antreten können</strong>, das Handy gar nicht erst einschalten und demonstrativ draufhalten, auf die alte Zimtzicke, die sich in die irresten Beleidigungen verliert, ohne ihre eigene Bodenhaftung überhaupt noch in Frage zu stellen. Es ist ein seelischer Konflikt. Für die Schmach, die man lange Zeit erlitten hat, schafft das Gefilme jetzt den berechtigten Ausgleich: <strong>Schadenersatz im Digitalformat.</strong></p>
<p><strong>Normal ist das nicht</strong>.</p>
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			</item>
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		<title>803-11 &#8211; Baum der Erkenntnis: Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann&#8230;</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/114611/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 10:30:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ausnahmerecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
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		<category><![CDATA[Falko]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Natürlich hat das x-te Rechtsmittel gegen ein sorgsam abgewogenes Urteil der Vorinstanzen manchmal auch etwas Befreiendes: das kann man Erkenntnis nennen. Die Erkenntnis beispielsweise, dass ein gerichtsnotorischer Querulant auf Kosten der Allgemeinheit Rechtsmittel einlegt, die zu bezahlen er ja gar nicht vorhat.   [iframe_youtube video=&#8220;VObwKuA-4Pg&#8220;] Falko &#8211; Egoist (via Youtube) Niemand rechnet genauer nach, im ... <a title="803-11 &#8211; Baum der Erkenntnis: Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann&#8230;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/114611/" aria-label="Mehr Informationen über 803-11 &#8211; Baum der Erkenntnis: Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann&#8230;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8908" title="Banner Baum der Erkenntnis" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis.jpg" alt="Banner Baum der Erkenntnis" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></p>
<p><strong>Natürlich hat das x-te Rechtsmittel</strong> gegen ein sorgsam abgewogenes Urteil der Vorinstanzen manchmal auch etwas Befreiendes: das kann man Erkenntnis nennen. Die Erkenntnis beispielsweise, dass ein gerichtsnotorischer Querulant auf Kosten der Allgemeinheit Rechtsmittel einlegt, <strong>die zu bezahlen er ja gar nicht vorhat</strong>.</p>
<p><span id="more-8907"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p> </p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;VObwKuA-4Pg&#8220;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Falko &#8211; Egoist (via Youtube)</span></em></p>
<p><strong>Niemand rechnet genauer nach</strong>, im verselbständigten Rechtsstaat. Dass der Querulant Prozeßkostenhilfe-Anträge stellt, die &#8222;keine hinreichende Erfolgsaussicht&#8220; beinhalten. Dass er weitere Rechtszüge ohne solche Anträge wahrnimmt. Es ist psychopathologisch. <strong>Denn er ist nur ein Egoist</strong>.</p>
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		<title>776-11 &#8211; Positionen: Vom Alter, psychologischen Tricks, dem Versuch, Männlein, Weiblein + Nachbarn zu sortieren!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 12:11:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Mensch um die 50 seiner Lebensjahre ist in einem permanenten Zwist mit sich selbst. Es geht um die Frage, ob was routiniert als Leben Revue passiert, ausreicht um alt zu werden oder ob das überhaupt erstrebenswert ist. Der Mensch um die 20 seiner Lebensjahre wäre niemals auf die Idee gekommen, älter als 40 zu ... <a title="776-11 &#8211; Positionen: Vom Alter, psychologischen Tricks, dem Versuch, Männlein, Weiblein + Nachbarn zu sortieren!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/111911/" aria-label="Mehr Informationen über 776-11 &#8211; Positionen: Vom Alter, psychologischen Tricks, dem Versuch, Männlein, Weiblein + Nachbarn zu sortieren!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6806 alignnone" title="Report Nachbarn - Banner" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/Report.Nachbarn.Nachbarn.B.jpg" alt="Report Nachbarn - Banner" width="450" height="345" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/Report.Nachbarn.Nachbarn.B.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/Report.Nachbarn.Nachbarn.B-300x230.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></strong></p>
<p><strong>Der Mensch um die 50 seiner Lebensjahre</strong> ist in einem permanenten Zwist mit sich selbst. Es geht um die Frage, ob was routiniert als Leben Revue passiert, ausreicht um alt zu werden oder ob das überhaupt erstrebenswert ist. Der Mensch um die 20 seiner Lebensjahre wäre niemals auf die Idee gekommen, älter als 40 zu werden. 40 sein, das hat schon was von scheintot sein, meinen zumindest nicht wenige 20-jährige. <strong>Mich seinerzeit eingeschlossen</strong>.</p>
<p><strong>Inzwischen bin ich fast 50 Jahre alt</strong> und habe gelebt. Ich lebte Höhen und Tiefen, ich konnte weinen und lachen, manches davon erst nach einem gewissen Bemühen, derartige Ecken, Kanten, Leuchtkandelaber der Lebenslust zuzulassen. <strong>Die Jahre gingen dahin und da steh bzw. sitz ich nun herum und schaue auf dies Leben zurück</strong>.</p>
<p><span id="more-8696"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></p>
<figure id="attachment_34" aria-describedby="caption-attachment-34" style="width: 190px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-34" title="Böse Nachbarn unerwünscht!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht.gif" alt="" width="200" height="200" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht.gif 200w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption id="caption-attachment-34" class="wp-caption-text">Böse Nachbarn unerwünscht!</figcaption></figure>
<p><strong>In Bezug auf das Leben</strong> mit anderen haben wir früher viel genetzwerkt. Das hat sich inzwischen gänzlich eingestellt. Aber früher! Das Leben war noch nicht so in einen festen Kokon von Endgültigem eingesponnen, als dass es nicht interessant gewesen wäre, Bekanntschaften zu schließen. Man war noch neugieriger, nicht so abgeklärt. Bzw. abgeschmackt. Wenn man sich irgendwo bei einer Art Stelldichein traf, und sei es auf einer Stehparty mit Sekt, Gürkchen und Appetithappen, tauschte man papierene Visitenkarten. <strong>Welche gedruckt dabei zu haben, das war schon mal was</strong>.</p>
<p><strong>Inzwischen mag ich weder Gürkchen- und Appetithäppchen-Festivitäten mehr</strong>, noch schätze ich papierene Visitenkarten. Bekomme ich heute eine, denke ich erstens, Gott, was ist dieser Mensch altbacken und halte sofort trotzig entgegen, wir könnten über die Schüttelapp &#8222;Shook me up, Baby&#8220; auf dem iPhone vCard-Dateien austauschen. <strong>Wenn man nur wüsste, wie?</strong></p>
<p><strong>In den letzten aufgerundet dreißig Jahren</strong> dieses Lebens hat sich viel verändert. Eine digitale Revolution hat nahezu alle Lebensbereiche erfasst und was wir heute alles mit PC, Handy und digitalem Schnickerdöns &#8222;bearbeiten&#8220;, anstatt zu leben, das ist schon eine Menge. <strong>Der Großteil dieses &#8222;modernen Lebens&#8220; bildet sich über digitale Inhalte ab, bzw. spiegelt sich in ihnen wieder.</strong></p>
<p><strong>Und dann ist da der Geschmack</strong> der schnellen, einfachen Wahrheiten, des oberflächlich Reizvollen, die Chimäre der Halbwahrheit. Zu ihr gehört die Erkenntnis, dass wir älter werden, wenn wir gesünder leben und -bspw.- Sport treiben. Was nur, wenn das Mühe macht? Einen Personal Trainer können sich nicht alle Fünfzigjährigen leisten. Also gibt es Hüttenzauber wie den der Erfolgsgeschichte von McFit, einer Kette, die nicht nur Love Parade-Pech hatte, sondern auch Fitnesserfolg deutschlandweit für 16,90 € pro Monat verspricht. Oder stimmt der Preis nicht mehr? <strong>Ich war zu faul, es zu überprüfen</strong>.</p>
<p><strong>Zu faul war ich, mich dort anzumelden</strong>. Zu faul war ich, ein Probetraining zu absolvieren, zu faul war ich, mich auf eine längere Vertragslaufzeit mit Kleingedrucktem einzulassen, mit Kündigungsfristen, Klauseln, versteckten Fußangeln. So wie alle heutzutage nichts Besseres zu tun haben, als uns mit Kleingedrucktem die Lust am Leben zu vergällen. Ab einem bestimmten Alter fängt man an, visionär zu sehen. Dann gesellen sich zu den Dingen, die offenkundig vor einem herumliegen, zusätzliche Aspekte, die niemand gesagt hat, die aber vermeintlich &#8222;offenkundig&#8220; sind. <strong>Ich bin offenkundig eine faule Sau</strong>. <strong>Besser faul als fett</strong>.</p>
<blockquote><p>Um abzunehmen, musst du dir morgens ein paar Mohrrüben stifteln in feine Stiftel. Die kannst du dann tagsüber essen, immer wenn du Hunger hast. Mohrrüben machen satt. (Tipp eines Diätarztes zum Thema Abnehmen)</p></blockquote>
<p><strong>So wie die Behauptung</strong>, der Nachbar sei eine &#8222;fette Sau&#8220;, ist übergewichtig, und schuld ist er selbst. Das Akademikerpärchen von gegenüber: Deren Kinder erzählen in der Schule überall herum, dass ihre Eltern es zu etwas gebracht haben. Stimmt: eine Villa, ein Swimmigpool, Mercedes Benz-Limousine. Vor kurzem hatten sie sich ein Reise-Wohnmobil gekauft. Sie sind einmal damit in den Winterurlaub gefahren, ausgerechnet in den Winterurlaub. Das war todschick. Jetzt haben sie den Bus wieder verkauft. Er hatte was um die 60.000,- € gekostet.</p>
<blockquote><p>Ist es eine Begabung oder eine Last, hinzusehen, zu sehen, zu betrachten und zu denken. Hinterhältig, aus dem Hinterhalt. Offenkundiges zu sehen und nicht einschreiten zu dürfen. Würdest du, was du denkst sagen, gäbe es Krieg. Also &#8222;halt die Schnauze&#8220;.</p></blockquote>
<p><strong>Ab einem gewissen Alter&#8230;.</strong>! Wir können daher sicher sein, dass diese Einschätzung der Kinder in der Schule und auf dem Pausenhof keine &#8222;Eigenschöpfung im Geiste Gottes&#8220; ist. Sie ist das Ergebnis des einhundert Mal Gebeteten, des Vorgesagten, eines Beschwörens ihres erlangten Reichtums, von Material, Materiellem, Haben, nicht Sein, Besitz und Wohlstand, endlich, nach all den Jahren der Entbehrungen, iranische Revolution und Umkehrung von Flucht und Vertreibung in das Gegenteil: materiellen Wohlstand. <strong>Schrecklich</strong>.</p>
<p><strong>Ab einem gewissen Alter haben sie sich sortiert und gesagt</strong>, sie sind etwas Besseres, sie haben es geschafft und was sie haben, kann ihnen niemand mehr nehmen. Irgendwann. Vor vielen Jahren. Es ist eine irgendwie abgehobene, eine beleidigenden Sichtweise, von oben herab auf Nachbarn und Mitmenschen, die nicht das geschafft haben, was sie selbst geschafft haben, eine Art Darwinsche Überlegenheitsstrategie. Es ist nicht eine Überlebensstrategie, wohlgemerkt. Die Kinder plappern, was sie zuhause hören, unreflektiert nach. Niemand sagt ihnen, das tut man nicht, so zu reden. <strong>Denn sogar die Eltern reden so, mit Erfolg oder mit, was sie für Erfolg halten, andere verächtlich machen</strong>.</p>
<p><strong>Vor zwei Jahren hat der Sohn</strong> das erste Mal sein Gesicht gezeigt, virtuell. Via facebook hat er die Nachbarstochter von gegenüber niedergemacht, hat ihr auf die Pinnwand geschrieben, sie sei hässlich, zu dick, eben so wie ihr Vater, unansehnlich, und ihre Eltern hätten es zu nichts gebracht. Sie seien &#8222;übergewichtige Verlierer&#8220;. Er hört Technomusic, wenn die Eltern aus sind, sie sind Iraner, hört man ihn mit den Jungs von gegenüber stoßartig &#8222;Du Hure, Du Hure&#8220; durchs Haus rufen. Wenn die Eltern da sind, spielt er den biederen Artigen.  Für seine 14 Jahre ist er viel zu klein. Jungs in seinem Alter sind 30 cm grösser. Wird er mal &#8222;ein kleiner Mann&#8220;, man sagt, das sind die Gefährlichen. Die Eltern der im Internet gemobbten Tochter von gegenüber erfuhren, <strong>was gesagt worden war via Pinnwand</strong>.</p>
<p><strong>Sie sprachen die Eltern des Jungen von gegenüber an</strong>. Er war jetzt in Kanada in einem &#8222;Elite-Internat&#8220; für eine Zeit: Er soll Tugendhaftigkeit lernen, ein Stück reifer werden, egal was es kostet. Es kostete viel. Ein paar Gespräche im Bermudadreieck der Nachbarn, Dreiecksgespräche. Schräg gegenüber wohnen die Eltern von zwei weiteren Söhnen und die haben regelmäßig Kontakt mit dem zu klein Geratenen, der so fies austeilt, weil er was besseres ist. Eingetrichtert haben es ihm allerdings seine Eltern, von frühester Kindheit an. Sie wollen ihm jetzt beibringen, das niemals offen zu sagen, sondern so zu leben, aber stillschweigend. <strong>Erhabene Überlegenheit, nonverbal</strong>.</p>
<p><strong>Neulich hat die Schwester des Jungen</strong> auf dem Schulhof auch sowas gesagt, der Mann von gegenüber stecke in finanziellen Schwierigkeiten. Das war jetzt schon das zweite Mal. Und sie wissen, was er neulich getan hat. Es ist aufgezeichnet. Auf Videos. Die Wiederholung dieser verdeckten Bösartigkeiten hat jetzt eine Art System: es ist eine Welt der Wissensvermittlung an die Kinder, in der diese lernen, dass die Welt nicht so ist, wie sie scheint, dass Andere Dinge tun, die Straftaten darstellen, um ihre finanziellen Probleme zu lösen und dann so tun, als stecke dahinter ein fieser Angriff der bösartigen Außenwelt. <strong>Ist es am Ende das, was sie selbst, die Eltern, immer glaubten</strong>?</p>
<p><strong>Die von gegenüber haben jetzt die Faxen dicke</strong>. Was diese Kinder so von sich geben, ist das Ergebnis eines elitären Überlegenheitsgefühls auf der Basis von Geld. Sie reden mit &#8222;denen&#8220; jetzt nicht mehr. Es ist zu viel gesagt worden, dass nicht stimmt und das <strong>viel zu weit unterhalb der Gürtellinie war</strong>.</p>
<blockquote><p>Mit einem Kopftuchmädchen gesprochen: Sie hofft, dass es jetzt was wird mit ihrer Juraprofessur! (Rechtsanwalt Udo Vetter, Düsseldorf, via Twitter)</p></blockquote>
<figure id="attachment_7666" aria-describedby="caption-attachment-7666" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Deutsche.Kopftuchmaedchen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7666 " title="Deutsche Kopftuchmädchen mit Eltern - 1911/Kanada" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Deutsche.Kopftuchmaedchen.jpg" alt="Deutsche Kopftuchmädchen mit Eltern - 1911/Kanada" width="450" height="554" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Deutsche.Kopftuchmaedchen.jpg 570w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Deutsche.Kopftuchmaedchen-244x300.jpg 244w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7666" class="wp-caption-text">Deutsche Kopftuchmädchen mit Eltern - 1911/Kanada</figcaption></figure>
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		<title>760-11 &#8211; Positionen: Guttenberg, Netzethik, Beleidigung im Netz und der Versuch, sich zu konzentrieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 12:11:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jeder hat eine Meinung, seine. Oder er hat keine. Viele Leute haben zu alles eine Meinung, manche zu nichts. Meine Meinung ist: Der von und zu Guttenberg ist als deutscher Verteidigungsminister  jetzt Angriffen ausgesetzt: sich derer zu erwehren, dürfte kein Problem sein &#8211; als Verteidigungsminister! Hallo, geht&#8217;s noch? Jeder schreibt irgendwo ab. Wo ist das ... <a title="760-11 &#8211; Positionen: Guttenberg, Netzethik, Beleidigung im Netz und der Versuch, sich zu konzentrieren" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/110311/" aria-label="Mehr Informationen über 760-11 &#8211; Positionen: Guttenberg, Netzethik, Beleidigung im Netz und der Versuch, sich zu konzentrieren">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_4314" aria-describedby="caption-attachment-4314" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/Biertischzettel.Instaruecklage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4314  " title="Biertischzettel mit Meinung" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/Biertischzettel.Instaruecklage.jpg" alt="Biertischzettel mit Meinung" width="450" height="166" /></a><figcaption id="caption-attachment-4314" class="wp-caption-text">Biertischzettel mit Meinung</figcaption></figure>
<p><strong>Jeder hat eine Meinung, seine. Oder er hat keine. Viele Leute haben zu alles eine Meinung, manche zu nichts. Meine Meinung ist: Der von und zu Guttenberg ist als deutscher Verteidigungsminister  jetzt Angriffen ausgesetzt: sich derer zu erwehren, dürfte kein Problem sein &#8211; als Verteidigungsminister! Hallo, geht&#8217;s noch? Jeder schreibt irgendwo ab. Wo ist das Problem? </strong></p>
<p><strong>Der SPIEGEL hat einen Stern-Titel als Satire entworfen, der &#8222;die Abschreibungsbranche&#8220; kenntnisreich aufmüpft, beschreibt, entlarvt und erkennbar macht.</strong></p>
<p><span id="more-8599"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.spiegel.de/images/image-181628-galleryV9-trbp.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="  " title="Quelle: Spiegel Online vom 17.02.11" src="http://www.spiegel.de/images/image-181628-galleryV9-trbp.jpg" alt="Quelle: Spiegel Online vom 17.02.11" width="450" height="360" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Quelle: Spiegel Online vom 17.02.11</figcaption></figure>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7351" title="Banner Fotocredits" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/banner.FotoCredits.jpg" alt="Banner Fotocredits" width="163" height="32" />Spiegel Online, 17.02.11 (Quelle: <a title="externer Link" href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,746086,00.html" target="_blank">Homepage</a>)</p>
<p><strong>Der Stern schreibt vom SPIEGEL ab, und umgekehrt.</strong> Jeder schreibt von jedem ab. Nur die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung auf &#8222;orginal content&#8220;, unverwechselbare Einzigartigkeit, nobody´s copyright und überhaupt:</p>
<p><strong>Vieles von dem</strong>, was heute im Netz kursiert, ist morgen schon vergessen. Alles ist schnelllebig geworden. Multimedial entstehen Nachrichten und es gibt -Gott sei Dank- keine irgendwie geartete Zensur nach dem Motto: Das ist jetzt so wichtig auch wieder nicht! Infolgedessen ist die Nachrichtenlage zu Konflikten in einigen arabischen Staaten eigentlich wichtiger, als die gezielte Versuchung, den Freiherrn von und zu Guttenberg zu unterminieren. Das gelang interessierten Moralwedlern bislang nicht, wenn es um die Amtsführung geht, also inhaltlich. Nun suchen die Interessenten einer Guttenbergschen Gesamtdemontage eben im Dissertations-Dickicht. <strong>Er hat also abgeschrieben</strong>: <strong>na und</strong>? <strong>Ich auch, z.B. das hier</strong>:</p>
<blockquote><p>Die Kernfrage ist, ob zu Guttenbergs Arbeit als Dissertation eine wesentliche, wissenschaftlich nachhaltige Aufarbeitung des Dissertationsthemas enthält oder ob sie keine eigenen Gedanken und Anstrengungen im normativen Denken enthält? Die Kernfrage ist nicht, ob zu Guttenberg die Stimmen Dritter benützt hat. Das macht heute jeder, denn niemand kann noch etwas grundlegend Neues hervorbringen. Das gilt für die Musik ebenso, wie für die Wissenschaften, für die Kultur, die Mode, die Politik und auch für Dissertationen. Natürlich nicht.  Bahnbrechendes steht heutzutage kaum noch in irgendeiner Doktorarbeit. Die bahnbrechenden Erkenntnisse wissenschaftlicher Betätigung sind alle schon gemacht, weitere werden eher die Ausnahme von der Regel sein. Also Schluss mit der Aufregung. Es ist ein Zweckthema, um den Mann zu demontieren.</p></blockquote>
<p><strong>Das schrieb ich direkt ab und rotzte es dahin, ergossen aus meinen eigenen Schlussfolgerungen, ich sollte vielleicht ein Copyright druntersetzen? Sonst wird´s am Ende als Plagiat verwurstet, demnächst von einem Brandstifter, der vor einem deutschen Gericht zu erklären versucht, warum er nicht genug eigenen Gehirnschmalz unterm schütter werdenden Scheitel hatte? Man kann nie wissen. </strong></p>
<figure id="attachment_8611" aria-describedby="caption-attachment-8611" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/Guttenberg.Tastaturlayout.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8611  " title="ebay-Schnäppchen: Tastaturlayout zu Guttenberg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/Guttenberg.Tastaturlayout.jpg" alt="ebay-Schnäppchen: Tastaturlayout zu Guttenberg" width="450" height="330" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/Guttenberg.Tastaturlayout.jpg 500w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/02/Guttenberg.Tastaturlayout-300x220.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8611" class="wp-caption-text">ebay-Schnäppchen: Tastaturlayout zu Guttenberg</figcaption></figure>
<blockquote><p>Nur noch kurze Zeit aktuell: Bei ebay versteigert <a title="externer Link" href="http://myworld.ebay.de/wellera/" target="_blank">Verkäufer Wellera</a> (100% positive Bewertungen derzeit! Noch!) &#8211;&gt; Sie bieten auf eine, unter arbeitsergonomischen Gesichtspunkten optimierte, Tastatur mit dem sogenannten &#8222;Guttenberg Tastaturlayout&#8220;. So ist ein angenehmes und entspanntes Arbeiten an z.B. Dissertationen mit nur zwei Fingern möglich &#8211; geübte Autoren meistern hiermit sogar einhändiges plagiieren. (<a title="externer Link" href="http://cgi.ebay.de/Tastatur-ergonomischem-Guttenberg-Tastaturlayout-/330532240329?pt=Wissenschaftliche_Ger%E4te_1&amp;hash=item4cf541bbc9#ht_1284wt_1141" target="_blank">Link nur kurze Zeit hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>&#8222;Kein Suchergebnis für Anstand&#8220;</strong>, raue Sitten im Netz, Beleidigung, Niveaulosigkeiten, all das findet das <a title="externer Link" href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/02/18/kein-suchergebnis-fuer-den-anstand.aspx" target="_blank">FAZ-Blog hier</a>. Die Verrohung der Sitten führt allerdings auch kaum zu einem befriedigenden Ergebnis, <strong>die FAZ sagt abschließend</strong>:</p>
<blockquote><p>Wer eine Debatte ohne Austausch, ohne Unterlass und mit den stetig gleichen Argumenten versucht in eine bestimmte Richtung zu drängen, gilt im Internet als Troll. Und während fernab der Politik die spannenden Partizipationslinien im Netz offengelegt und ausgeschöpft werden, sorgt sich eine kleine Gruppe verschnupfter Offliner um eine kleine Gruppe keifender Onliner. Diese als Grundgesamtheit der Netznutzer zu nehmen, um daraus ein Verständnis der digitalen Gesellschaft und Handlungsempfehlungen für diese abzuleiten, entspricht wohl kaum den Anforderungen politischer und wissenschaftlicher Ethik. (Theresa Maria Bücker, FAZ-Blog, Link oben)</p></blockquote>
<p><strong>Eindeutiger ist da schon Sascha Lobo</strong>: Er fordert eine Beleidigungskultur im Internet, <a title="externer Link" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,745848,00.html" target="_blank">hier</a>. Er sagt u.a.:</p>
<blockquote><p>Mit dem Internet ist ein Kommunikationsraum entstanden, der mündliche Spontaneität mit schriftlicher Dauerhaftigkeit verbindet. Ins Internet übertragen wäre jedes zweite Gespräch in bundesdeutschen Firmenteeküchen rechtlich problematisch. Normale Unterhaltungen sind voll von Beleidigungen, ungerechten Unterstellungen bis hin zur Verleumdung, Schmähkritiken und übler Nachrede: ein bunter Blumenstrauß von Verletzungen verschiedenster Persönlichkeitsrechte. Ist es nicht bigott, dass eine alltägliche Unterhaltung strafbar wird, wenn sie im Netz stattfindet, weil in der digitalen Sphäre die Grenzen zwischen privater und öffentlicher Kommunikation nicht mehr trennscharf zu ziehen sind. (Sascha Lobo, Spiegel Online 16.02.11, Link oben)</p></blockquote>
<p><strong>Dann bedeutet das auch</strong>, dass Verteidigungsminister von und zu Guttenberg kein Recht auf vorläufige Ruhe hat, etwa um die Ergebnisse einer nochmaligen Überprüfung seiner Dissertation abzuwarten. Nein, der Angriff auf ihn findet jetzt schon statt und daran wird auch nichts ändern, wenn er seinen Doktortitel vorläufig ruhen lässt. Sascha Lobo findet, dass die Forderung nach digitaler Höflichkeit nervt. Er fragt:</p>
<blockquote><p>Wieso nimmt der Befindlichkeitsbürger für sich in Anspruch, Politiker straffrei als Idioten bezeichnen zu können, aber strengt eine Beleidigungsklage an, wenn man ihn so nennt? &#8230;Aber eine Firma als Arschgeigen zu bezeichnen, kann in einer Zeit, in der Dieter Bohlen im Fernsehen Minderjährige demütigt, einfach keine Straftat sein&#8230;.. (Sascha Lobo, Spiegel, Link oben)</p></blockquote>
<p><strong>Ganz genau, das ist ein Widerspruch</strong>!  Allerdings muss ich hier aufpassen: Zu leicht könnte dieser Text letztlich als Plagiat entlarvt werden, wenn man die dargestellten Zitate in die Google-Suchmaschine eingibt: <strong>Sie stammen nicht von mir</strong>.</p>
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		<title>754-11 &#8211; Zitat des Tages: Wo ist man wirklich zuhause? Christian Morgenstern weiß die Antwort?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 11:58:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gute Leistungen erbringt die Novavita-Gruppe für ältere Menschen. Auf der Firmenhomepage heißt es: “Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.” Christian Morgenstern, Zitat auf Homepage hier Dies versteht man vom Grundsatz her. Mit Kopfschütteln haben Menschen entgegnet, was sich gestern Nacht in Berlin-Zehlendorf abspielte. Der Täter wurde beobachtet ... <a title="754-11 &#8211; Zitat des Tages: Wo ist man wirklich zuhause? Christian Morgenstern weiß die Antwort?" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/109711/" aria-label="Mehr Informationen über 754-11 &#8211; Zitat des Tages: Wo ist man wirklich zuhause? Christian Morgenstern weiß die Antwort?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_3296-2" aria-describedby="caption-attachment-3296-2" style="width: 430px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3296" title="Briefe aus dem Untergrund" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers.jpg" alt="" width="440" height="330" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers.jpg 440w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/briefe_eines.Stalkers-300x224.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px" /><figcaption id="caption-attachment-3296-2" class="wp-caption-text">Briefe aus dem Untergrund</figcaption></figure>
<figure id="attachment_3695" aria-describedby="caption-attachment-3695" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3695" title="Polizeiticker auf gesichtspunkte.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/polizeiticker.jpg" alt="" width="300" height="225" /><figcaption id="caption-attachment-3695" class="wp-caption-text">Polizeiticker auf gesichtspunkte.de</figcaption></figure>
<p><strong>Gute Leistungen erbringt die Novavita-Gruppe</strong> für ältere Menschen. <strong>Auf der Firmenhomepage heißt es</strong>:</p>
<blockquote><p>“Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.” Christian Morgenstern, Zitat auf Homepage <a title="externer Link" href="http://www.novavita.com/" target="_blank">hier</a></p></blockquote>
<p><strong>Dies versteht man vom Grundsatz her</strong>. Mit Kopfschütteln haben Menschen entgegnet, was sich <a title="externer Link" href="http://www.bz-berlin.de/tatorte/auto-in-flammen-totalschaden-article1113022.html" target="_blank">gestern Nacht in Berlin-Zehlendorf abspielte</a>. Der Täter wurde beobachtet und es existieren Beweise des genauen Tathergangs. Man kennt den Täter in der Gegend bereits, er hat sich hier schon mal monatelang herumgetrieben. Er ist namentlich bekannt, gilt als psychisch auffällig. Das Brandkommissariat ermittelt. Glück im Unglück: In Brasilien werden unter bestimmten Umständen <a title="externer Link" href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/inzest-taeter-von-mithaeftlingen-gekoepft-article1113650.html" target="_blank">Mithäftlinge geköpft</a>. In Deutschland lebt es sich sicherer. <strong>Allerdings: Gefängnis ist Gefängnis.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Polizeiticker Berlin: <a title="externer Link" href="http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/330343/index.html" target="_blank">Die Meldung #0483 vom 09.02.11 im Ursprung</a></li>
<li>Kleine Zoologie: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/stalking-hausverwalter/" target="_self">Was ist eigentlich ein &#8222;Tatfrosch&#8220;</a>?</li>
<li>Kleine Psychologie: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/der-stalking-beauftragte-meldet-das-comeback-der-kultband-ton-steine-scherben-in-zehlendorf/" target="_self">Petrosilius Siegmund Hirschhornkäfer im Diskurs</a></li>
<li>Foto des Tages: <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/12/foto-des-tages-eine-allianz-der-hirnlosen-bildet-gefahrliche-banden-im-suden-berlins-von-videotie/" target="_blank">Eine Allianz der Hirnlosen &#8230;.</a></li>
<li>Briefe aus dem Untergrund: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/briefe-aus-dem-untergrund/" target="_self">Lieber Auftraggeber&#8230;.</a></li>
</ul>
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		<title>685-10 &#8211; Kommunikation: Es ist schwierig. Verwaltung, Mieter, Wohnungseigentümer &#8211; alles Menschen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 08:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Alltag]]></category>
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		<category><![CDATA[Haustechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Es kann einem wirklich leidtun, wenn Wohnungseigentümer als Vermieter an Mieter geraten, die nichts besseres zu tun haben, als nachts seitenlange Stellungnahmen darüber aufzuschreiben, wie die Welt wirklich ist, wie mängelbehaftet, wie unfotogen (Beweis: x Digitalfotos) einerseits. Wie unzuverlässig, dumm, faul und mopsig andererseits die Hausverwaltung ist und natürlich nicht die Vermieterin selbst, denn es ist ... <a title="685-10 &#8211; Kommunikation: Es ist schwierig. Verwaltung, Mieter, Wohnungseigentümer &#8211; alles Menschen!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/102810/" aria-label="Mehr Informationen über 685-10 &#8211; Kommunikation: Es ist schwierig. Verwaltung, Mieter, Wohnungseigentümer &#8211; alles Menschen!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6256" title="_banner.Kommunikation" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/banner.Kommunikation-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Es kann einem wirklich leidtun, wenn Wohnungseigentümer als Vermieter an Mieter geraten, die nichts besseres zu tun haben, als nachts seitenlange Stellungnahmen darüber aufzuschreiben, wie die Welt wirklich ist, wie mängelbehaftet, wie unfotogen (Beweis: x Digitalfotos) einerseits. Wie unzuverlässig, dumm, faul und mopsig andererseits die Hausverwaltung ist und natürlich nicht die Vermieterin selbst, denn es ist nicht in erster Linie das Bestreben dieses Mieters, die Miete zu mindern. Nein, sein Ziel, so sagt der Mieter doch tatsächlich schriftlich, ist: &#8222;dass das Haus und das Grundstück in einem Zustand gehalten wird, wie dies Mieter und Vermieter sich sicherlich gleichermaßen wünschen.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Wir schwimmen durch die verschiedenen Gewässer des Lebens</strong> und ob wir unter Wasser was sehen, das ist eine ganz andere Frage. Wie im Falle der Kommunikation zwischen verschiedenen Menschen. Handwerker kommen und reparieren etwas. Mieter wohnen in Berlin-Wilmersdorf und meinen, Ansprüche zu besitzen. Wohnungseigentümer haben Wohnungen gekauft und fürchten Mietminderungen ihrer Mieter, wenn nicht alles 100% klappt. Die Hausverwaltung verwaltet das Haus, genauer alles das, was außerhalb der Wohnungen (Gemeinschaftseigentum) liegt.</p>
<p><span id="more-8087"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5539 aligncenter" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<figure id="attachment_6159" aria-describedby="caption-attachment-6159" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6159" title="Der Querulant" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant.jpg" alt="Der Querulant" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6159" class="wp-caption-text">Der Querulant</figcaption></figure>
<p><strong>Und alle reden</strong> aneinander vorbei.</p>
<blockquote><p><strong>Mieter mobbt Hausverwaltung</strong>, mit der er nichts zu tun hat. Mieter mobbt Eigentümer, indem er angibt, Hausverwaltung zu mobben. Mieter mobbt Umwelt. Mieter ist Schriftführer gegen den allgemeinen Zustand der Wohnanlage selbst. Eigentümer fühlt sich überfordert: Das Leben ist zu kompliziert. Leitet als Durchlauferhitzer Korrespondenz des gerne schreibenden Mieters an die Hausverwaltung weiter. Diese antwortet binnen weniger als eine Stunde per Email und bittet darum, weitere Korrespondenz des Mieters nicht mehr weitergeleitet zu bekommen, sondern klare, fassbare, sachliche Aussagen, die die gemeinschaftl. Verwaltung betreffen. <strong>Gott, wer hätte das geahnt</strong>?</p></blockquote>
<p><strong>Der Mieter</strong>, das ist so ein Eloquenter, ein Gescheiter. Oder hält er sich nur für gescheit? Ist jemand gescheit, der so ist wie er? Er ist nur einer von zwei Mietern! Beide zusammen verfassen Emails, aber in den Emails unterscheidet er durch Hinzufügung des Wortes &#8222;Verfasser&#8220; und hebt in der Email-Signatur hervor, wer von beiden verfasst hast und wer nicht! Schon das ist ganz bemerkenswert. Er spricht und redet hauptsächlich für sich selbst, würde man jetzt vermuten wollen. Ist wenn einer sich als Verfasser geriert, der Andere ein Dulder dessen? Oder ein Akzeptanzler? Oder findet dieser dann diese Seite des Verfassers im Grunde abstoßend? <strong>Bzw. besonders erfolgversprechend? Egal</strong>.</p>
<blockquote><p>Wenn einer von mehreren Vertragsparteien einen Salm zu einer Sache schriftlich abgibt, so kann man für gewöhnlich diese Äußerungen auch dem anderen zurechnen, der sie selbst nicht geschrieben hat, vielleicht nicht einmal kennt. Es gilt Gesamtschuldnerschaft. Oder etwa nicht? Das bedeutet: Wer sich als Mensch gern besonders stark hervortut, sollte sich in Teamzusammenhängen wie diesen im Vorhinein vergewissern, dass es dem weiteren in diesem Konstrukt gefällt, was man tut, zu tun beabsichtigt. Denn ist das nicht der Fall, so ist gleichwohl ein etwaiges Fehlverhalten eines starken, unverbrüderlichen Schriftstückeverfassers dem weiteren Vertragspartner mit zuzurechnen, auch und sogar dann, wenn es sich um ein mietvertragliches Fehlverhalten handelt. Hinzu kommt noch der Aspekt der Schämung: Fremdschämen, Schämen, den Gedanken unangenehm finden, &#8230;.aber findet man das heut noch?</p></blockquote>
<p><strong>Er schreibt sehr gern nachts</strong>. Bei Kerzenschein und einem guten Glas Rotwein? Die Email, die er absetzt, ist lang und wohldurchdacht, psychologisch raffiniert, scheinbar sehr freundlich und er setzt sie -vielleicht nach ein paar Gläsern Wein?- um 2:38 Uhr PM (nachts) ab. Er beginnt sie mit der vertraulichen Anrede &#8222;Liebe Frau..&#8220;., das ist die Wohnungseigentümerin. Alles was er schreibt, hat viel zu viel Hand und Fuß, es ist nicht, wie die Wirklichkeit war und ist, sondern wie sie sein soll, festzementiert. Ich schreibe, also bleibe ich, ich kommuniziere, also kann ich Beweise erbringen, wie es ist.</p>
<p><strong>Seit unserem Telefonat</strong> am letzten Mittwoch habe sich &#8222;wenig verändert&#8220;, sagt er seiner Vermieterin. Die Elektrofirma habe ihn nicht zurückgerufen, trotzdem er auf dem AB der Firma eine Nachricht hinterlassen hätte. Seit Donnerstagabend funktioniere die Klingel wenigstens wieder. Anders herum gesagt: Es hat sich viel geändert. Die Klingelanlage war ausgefallen. Die Elektrikerfirma hatte noch am Mittwochnachmittag (dem Tag der auftretenden Störung) den Schaden messtechnisch in einer ganz bestimmten Wohnung des gesamten Elektrostranges festgestellt. Man kann das machen: 2. OG. links, die Wohnungssprechstelle, da ist die Ursache. <strong>Das geht bei modernen Anlagen</strong>.</p>
<p><strong>Für Korrespondenz,</strong> Rückrufe und Trallala mit einem Mieter, dessen Wohnung mitbetroffen ist, hatte der Elektriker keine Zeit. Das wird ihm auch nicht bezahlt. Ihm wird bezahlt, dass er &#8222;an der Front&#8220; die Ursache sucht, und nicht die Verwaltung zärtlicher Rückrufanliegen. Wo lebt denn dieser Mieter? Alles aufgebauscht, aber nichts dahinter. Es gehört zur Ehrlichkeit, der Wohnungseigentümerin, die diesen Mieter hat, das zu sagen. <strong>Der Mieter lebt nachts um 2:38 Uhr in einer Scheinwelt des Schriftlichen und konstruiert die Versäumnisse der Umwelt</strong>.</p>
<blockquote><p>Mit System: Die Email vom Sonntag ist in der Nacht um 02:38 Uhr abgesetzt. Eine weitere, ebenfalls lange Textmail setzte er ein paar Tage zuvor nachts um 02.12 Uhr ab.</p></blockquote>
<p><strong>Und es hat den Anschein</strong> einer gewissen Scheinheiligkeit, eine Art gestelzte Freundlichkeit. Liebe Vermieterin, ich werde dich jetzt mal unterrichtet halten über alle Aspekte des Lebens in meiner Mietwohnung, geschrieben nachts um 02:38 Uhr. Damit die Vermieterin aber nicht nur zufrieden ist, dass seit Donnerstag die Klingelanlage wieder in Ordnung ist (Mittwoch zu Donnerstag war sie also aus), bemängelt er nun noch die Beleuchtung unten an der Straße am Klingeltableau. Nach &#8222;seinem Ermessen&#8220; deutet das darauf hin, dass die Klingeltasten überhaupt nicht mit Energie&#8220; versorgt werden. <strong>Wieso nach seinem Ermessen</strong>?</p>
<p><strong>Er hat nun erneut eine Nachricht</strong> auf dem AB der Elektrikerfirma hinterlassen und mit &#8222;größtmöglichem Nachdruck darauf hingewiesen&#8220;, er erwarte, dass dieser Defekt am Montag beseitigt und er habe &#8222;keinerlei Verständnis mehr&#8220;. Auch habe er (den Anrufbeantworter!) darauf hingewiesen, <strong>dass er die Miete mindern werde</strong>.</p>
<p><strong>Ich kann als Verwalter</strong> mit einiger Berufserfahrung nur sagen, dass das ja ein nettes Menschenkind zu sein scheint. Null Verständnis für die schwierige Situation, null Empathie, Einfühlungsvermögen, ein rücksichtsloser Mensch, der lediglich nur &#8222;sein Ding&#8220; im Kopf hat, und das aufs Geratewohl durchzieht. Sprachlich hangelt sich die noch bei weitem längere Email immer wieder an Freundlichkeiten entlang, die man bei genauerer Aufschlüsselung der &#8222;harten Fakten&#8220; nur noch als pure Unfreundlichkeit gegen die Vermieterin auffassen kann. Er liefert die Wohnungseigentümerin mit seinen Forderungen, Fotos vom Wetter draußen (ja, Wetter, Wetter, Wetter) ans Messer einer ausstehenden Streitigkeit, anstatt sich nicht zu sorgen, <strong>sondern zu leben</strong>!</p>
<p><strong>Es war der Künstler Max Liebermann</strong>, dessen folgendes Zitat weltberühmt wurde:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Ach, wissen Se, ick kann jar nich soville fressen, wie ich kotzen möchte.&#8220; (<a title="externer Link" href="http://de.wikiquote.org/wiki/Max_Liebermann" target="_blank">Link</a>) &#8211; Zeitgemäss übersetzt müsste es nun der Mieter auf sich selbst bezogen umformulieren und schreiben:&#8220;Ich kann gar nicht so viel emailen, wie ich kotzen möchte.&#8220; &#8211; Der Unterschied: Mit fast demselben Satz kann der eine ein Kotzbrocken sein und der andere ein Verfolgter, ein Gejagter.</em></p></blockquote>
<p><strong>Ja, die Zeiten haben sich stark verändert</strong>.</p>
<blockquote><p>Jetzt fehlt nur eine Doku-Soap irgendeines Privatfernsehsenders, der die Serie &#8222;Du und dein Vermieter&#8220; in Episodenform ausbreitet.</p></blockquote>
<p><strong>Es gab zwar schon immer große Briefeschreiber</strong>, die es ablehnten zu leben, anstatt zu schreiben! Aber es ist viel leichter geworden, jegliche Meinungsäußerung nur noch schriftlich einzufassen, sie formlos abzusenden und damit jemand anderem seine persönliche Messlatte vor die Füße zu &#8230;. &#8211; doch auch das bedeutet noch nicht, dass es richtig ist, viel von solchen Meinungsäußerungen abzusondern. Wer Texte absetzt, hat diese Erfahrung schon x-mal gemacht: Nicht in der Menge eines Textes, sondern in der Kraft der einzelnen Sätze liegt das Geheimnis erfolgversprechender Kommunikation. Und leider ist es so: Je mehr einer Text absondert, desto mehr hat ein Leser auch die Möglichkeit, <strong>dieses ganz besonders absonderlich zu finden, vor allem in den Nebensätzen</strong>.</p>
<p><strong>Vor jede schriftliche Meinungsäußerung zu Fragen wie diesen gehört zu überlegen</strong>! Ob es nicht besser wäre, bestimmte Sachen lieber gar nicht erst zu sagen. Es hätte ja in diesem Beispielfall auch eine SMS gereicht: Hallo, hier Mieter, Klingelschildbeleuchtung noch defekt, bitten um Veranlassung! Danke, schönes WE, Ihr Mieter. <strong>Der Ton macht die Musike</strong>.</p>
<figure id="attachment_8057" aria-describedby="caption-attachment-8057" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8057" title="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg" alt="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" width="450" height="200" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend-300x133.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-8057" class="wp-caption-text">Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)</figcaption></figure>
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		<title>552-10 &#8211; FotoPodcast: Aushang des Tages &#8222;genitalische Aushänge&#8220; &#8211; Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht #Stilfragen</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/8952010/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 10:52:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[  (Dieser Beitrag ist zugleich auch in der Kategorie Lied des Tages verschlagwortet.)    Es war eine schnulzige Schlagerschmonzette, die die Gebrüder Hoffmann &#38; Hoffmann einst (1983) zum Besten gaben: Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht. Geschrieben von Volker Lechtenbrink.  Das ist das Credo, aus dem die Verhaltensweisen von Mehrfamilienhausbewohnern eingerührt werden müssen. Es geht darum, aufeinander Rücksicht ... <a title="552-10 &#8211; FotoPodcast: Aushang des Tages &#8222;genitalische Aushänge&#8220; &#8211; Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht #Stilfragen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/8952010/" aria-label="Mehr Informationen über 552-10 &#8211; FotoPodcast: Aushang des Tages &#8222;genitalische Aushänge&#8220; &#8211; Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht #Stilfragen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-232" title="Icon fotowelt" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/fotowelt.png" alt="" width="80" height="15" /> </p>
<p><span style="color: #c0c0c0;">(Dieser Beitrag ist zugleich auch in der Kategorie Lied des Tages verschlagwortet.)</span> </p>
<figure id="attachment_7186" aria-describedby="caption-attachment-7186" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7186 " title="LP Cover Hoffmann &amp; Hoffmann" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/Himbeereis.jpg" alt="LP Cover Hoffmann &amp; Hoffmann" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/Himbeereis.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/Himbeereis-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7186" class="wp-caption-text">LP Cover Hoffmann &amp; Hoffmann</figcaption></figure>
<p> </p>
<p><strong>Es war eine schnulzige Schlagerschmonzette</strong>, die die Gebrüder Hoffmann &amp; Hoffmann einst (1983) zum Besten gaben: Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht. Geschrieben von <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Lechtenbrink" target="_blank">Volker Lechtenbrink</a>. </p>
<p><strong>Das ist das Credo</strong>, aus dem die Verhaltensweisen von Mehrfamilienhausbewohnern eingerührt werden müssen. Es geht darum, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Darüber kann streiten, wer sich einen in Berlin ausgehängten Privat-Hausaushang eines Bekenntnisträgers verinnerlicht, der jetzt via facebook auftauchte. Das Bekenntnis lautet, Eltern zu sein. Ob Eltern allerdings in ähnlicher Weise vorzugehen etwas Positives vorleben, ihren Kindern, indem sie Aushänge mit bemerkenswertem Inhalt ins Treppenhaus hängen, steht auf einem anderen Blatt. </p>
<p><strong>Denn ob eine junge Frau mit dunklen Haaren</strong> (nur noch auf dem Kopf) oder ein etwas dicklicher Mann allein oder zu zweit am Fenster stehen, ist für den Hausfrieden zunächst einmal von wenig Bedeutung. Bedeutungsschwanger wird die Angelegenheit, die einer &#8211; er hat Kinder &#8211; schriftlich festgehalten hat, durch die Art und Weise der Zur-Schau-Stellung vermittels eines Hausaushanges. <strong>Der hat folgenden Wortlaut</strong>: </p>
<p><span id="more-7184"></span> </p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /> </p>
<figure id="attachment_7185" aria-describedby="caption-attachment-7185" style="width: 432px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/genitalien_Hausaushang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7185 " title="Rasierte Genitalien, Begattung und dickliche Liebhaber" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/genitalien_Hausaushang.jpg" alt="Rasierte Genitalien, Begattung und dickliche Liebhaber" width="442" height="563" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/genitalien_Hausaushang.jpg 553w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/08/genitalien_Hausaushang-235x300.jpg 235w" sizes="auto, (max-width: 442px) 100vw, 442px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7185" class="wp-caption-text">Rasierte Genitalien, Begattung und dickliche Liebhaber</figcaption></figure>
<p> </p>
<p><strong>Es ist eine Art &#8222;genitalischer Aushang&#8220;</strong>, also weiter weg vom &#8222;genialen Aushang&#8220; und er zielt auf eine gewisse Breitenwirkung, offenbar nicht in erster Linie als gezielte Beschwerdeführung über ein &#8222;unmögliches Verhalten&#8220;, sondern darauf, jemanden an den Pranger zu stellen. Die Breitenwirkung hat er nun, der Aushangverfasser. Mehr als 3.000 facebook-Besuchern gefiel der Hausaushang und die Kommentare gehen in die Hunderte. Das Foto wurde am 27. Juli 2010 auf dem Profil des facebook-Nutzers Stephan Barth (verheiratet und -offensichtlich- Kinder oder war´s ein anderer, der diesen Aushang fertigte und Stephan Barth, Berliner, fotografierte ihn lediglich?). </p>
<p><strong>Die junge Frau mit den dunklen Haaren</strong> nur noch auf dem Kopf hat ein komplexes Privatleben und mit dem ist es nun dahin! Der Aushangschreiber zerrt ein intimes Detail an die Öffentlichkeit. Hätte es ausgereicht, die Dame am nächsten Tag diskret anzusprechen? Rücksicht?  Hat sie eventuell in einer ekstatischen Situation gar nicht mitbekommen, dass ihr Liebhaber sich allzu heftig am Heizkörper festgehalten hat und die lauten &#8222;kommunizierenden Heizungsrohre&#8220; andere Hausbewohner erst auf das Ächzen und Stöhnen der lieben Liebenden aufmerksam machten? &#8211; Und nun schauten die Nachbarn aus dem gegenüberliegenden Fenster und wunderten sich, was die Beiden denn da treiben? Es war offensichtlich, sie gingen der &#8222;natürlichsten Sache der Welt&#8220; nach, &#8222;am Fenster&#8220;! Einmal wissen, tief im Blute fühlen, dies ist mein, und es ist nur durch dich &#8230;. (CITY, 1977, Am Fenster) </p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong> </p>
<p><strong>Klar ist der Aushang köstlich</strong>, lustig, schräg und mithin erwähnenswert. Allerdings dürfte der Aushangautor auch gewiß gewesen sein, was er damit erreicht! Übersehen hat er nur, dass durch die Verbreitung via Internet diese Sache nun von Tausenden gesehen wird. Und zur Nachahmung anregt? </p>
<p><strong>gesichtspunkte.de meint</strong>: </p>
<p><strong>Das gehört eher in den Bereich vertraulicher Kommunikation</strong> und wenn eine junge Frau mit dunklen Haaren es eben gelegentlich tun will, so ist das gerade in den eigenen Privaträumen erlaubt. Rücksichtsvolles &#8222;Bumsen&#8220; ist in Zeiten zunehmend abnehmender Gardinisierung von Fenstern (Gelsenkirchener Barock ist out) ein Gebot der Rücksicht. Leute, tut es nicht vor öffentlich einsehbaren Fenstern! Es muss ja auch nicht in der Besenkammer sein. Und wer ein solches sieht, dem sei ins Höflichkeitsstammbuch geschrieben: &#8222;Sei diskret&#8220;. Eine direkte, höfliche Ansprache der entsprechenden Liebhaberin ungewöhnlicher public-viewing-Stellungen hätte durchaus ausgereicht. Die Privatadresse von Stephan Barth werden wir hier allerdings nicht veröffentlichen! Insbesondere auch der rassigen Liebhaberin und ihres dicklichen Begatters zuliebe, deren Privatsphäre hierdurch empfindlich gestört würde. Kein Fall für die inzwischen aus der Mode gekommene Website &#8222;rotten neighbor&#8220; (Mieterin im Dachgeschoß bumst gern mit dicklichen Liebhabern am offenen Fenster und hält sich dabei am Heizkörper fest&#8220;) </p>
<p><strong>Allerdings: hoher Humorfaktor dies</strong>! Der Vollständigkeit halber noch die eingangs erwähnte Schmachtschmonzette als &#8222;Lied des Tages&#8220;! </p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DWxDJqoe-gc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="385" src="http://www.youtube.com/v/DWxDJqoe-gc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/> </object> </p>
<p><span style="color: #888888;">Hoffmann &amp; Hoffmann (1983) &#8211; Vorsicht, Rücksicht &#8211; via Youtube</span> </p>
<p><span style="color: #888888;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></span> </p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;">Einsicht: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/04/7702010/" target="_self">Aushang des Tages vom 08. April 2010</a></span></li>
<li><span style="color: #000000;">Einfalt: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/03/7042010/" target="_self">Probieren kost nüscht</a> </span></li>
<li><span style="color: #000000;">Weitsicht: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/01/selbstbezichtigung-in-eigenregie-erstellten-unterlage/" target="_self">Die Selbstbezichtigung</a></span></li>
<li><span style="color: #000000;">Voraussicht: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/01/aus-einem-hausaushang-rundschreiben-wetter-schnee-eis-terrassen-zeit-der-schneeschmelze/" target="_self">Hausaushang der Verwaltung zur Schneeschmelze</a></span></li>
<li><span style="color: #000000;">Eigensicht: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/foto-des-tages-in-eigenregie-ausgehangt-eine-fortsetzungsgeschichte-aus-neukolln/" target="_self">Zusammenrottung von Beschwerdeführern</a></span></li>
<li><span style="color: #000000;">Fremdsicht: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/foto-des-tages-in-eigenregie-ausgehangt/" target="_self">In Eigenregie ausgehängt</a>!</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Profisicht: <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/hausaushang" target="_blank">Was ein guter Hausaushang zu bieten haben muß</a>! (extern/Büro Gotthal Berlin)</span></li>
</ul>
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		<title>401-10 &#8211; Die Neuigkeiten vom Tage, und mein Tagebuch der gesammelten Harmlosigkeiten&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 21:22:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lied des Tages: House of Cards (Omega, 1976) Wenn viele Dinge passieren und reflektiert werden, und alle innerhalb eines Arbeitstages, dann nennt man deren Zusammenfassung eine Subsumtion. Eine solche versuchen wir hier überfliegerartig als Tagesbericht zu erstatten. Wem das zu schwierig erscheint, der suche Zerstreuung auf der neuen Partner-Website bekenntnisblog.de. Wir halten nochmals fest: das ... <a title="401-10 &#8211; Die Neuigkeiten vom Tage, und mein Tagebuch der gesammelten Harmlosigkeiten&#8230;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/7452010/" aria-label="Mehr Informationen über 401-10 &#8211; Die Neuigkeiten vom Tage, und mein Tagebuch der gesammelten Harmlosigkeiten&#8230;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6159-2" aria-describedby="caption-attachment-6159-2" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6159" title="Der Querulant" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant.jpg" alt="Der Querulant" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Der.Querulant-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6159-2" class="wp-caption-text">Der Querulant</figcaption></figure>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lied des Tages: House of Cards (Omega, 1976)</span></p>
<p><strong>Wenn viele Dinge passieren und reflektiert werden, und alle innerhalb eines Arbeitstages, dann nennt man deren Zusammenfassung eine <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subsumtion_(Recht)" target="_blank">Subsumtion</a>. Eine solche versuchen wir hier überfliegerartig als Tagesbericht zu erstatten. Wem das zu schwierig erscheint, der suche Zerstreuung auf der neuen Partner-Website </strong><a title="externer Link" href="http://bekenntnisblog.de" target="_blank"><strong>bekenntnisblog.de</strong></a><strong>. Wir halten nochmals fest: das könnten wir sehr gut verstehen&#8230;denn das Thema ist schnell ranzig.</strong></p>
<p><span id="more-6158"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Neues Artwork</span></strong></p>
<p><strong>Wer hat nicht</strong> schon einmal an ihn gedacht und sich insgeheim vor ihm gefürchtet? Wenn wir es mit einem <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/05/ernahrungsumstellung/" target="_self">Querulanten</a> zu tun haben, dann unternehmen wir zunächst noch etliche Versuche, ihn möglichst nicht zu reizen. Doch alle Liebesmüh ist umsonst, bzw. vollkommen vergeblich. Der Querulant braucht <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/01/querulanten-vor-gericht/" target="_self">die Querulanz</a>, damit er sich selbst fühlen kann. Er ist unfähig, menschlich im direkten Diskurs zu interagieren. Rede und Widerrede sind für ihn nicht der Versuch, eine Lösung zu erreichen, sondern einseitige Bestätigung seines Selbst: Ich bin wichtig, denn ich werde wahrgenommen. Unter Querulantenwahn haben hauptsächlich die öffentliche Verwaltung, Gerichte und Instanzen zu leiden. Oder schlichtweg auch betroffene Nachbarn, also wir selbst! Denn der Querulant sucht sein Recht, koste es was es wolle. Nicht wenige Querulanten sind bei den Gerichten unterwegs, sondern etliche. Querulanten und ihr Handeln zu beschreiben, darüber zu berichten und deren Psychologie offen zu legen, könnte ein lohnenswertes, allerdings auch ein <em>gefährliches</em> Ziel sein. Denn wenn der Querulant sich ertappt fühlt und seine Handlungsweise entlarvt ist, wird er bös. Das wird hier auch mal Thema sein. Allerdings nicht heute. <strong>Deswegen kommen wir nun zu etwas ganz anderem</strong>. <strong>Flieg, mein Flugzeug flieg!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<figure id="attachment_6167" aria-describedby="caption-attachment-6167" style="width: 215px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6167 " title="Unternehmen Kartenhaus - Wir geben ihrer Zukunft kein Zuhause!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Unternehmensgruppe.Kartenha.jpg" alt="Unternehmen Kartenhaus - Wir geben ihrer Zukunft kein Zuhause!" width="225" height="306" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Unternehmensgruppe.Kartenha.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Unternehmensgruppe.Kartenha-220x300.jpg 220w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-6167" class="wp-caption-text">Unternehmen Kartenhaus</figcaption></figure>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Neue Entscheidungen vom Gericht</span></strong></p>
<p><strong>Wie die Firmenwebsite</strong> des Büro Gotthal heute in den <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/news-nutzungsuntersagung" target="_blank">News meldet</a>, liegt ihr ein weiterer Beschluss des Landgerichts zu einem Rechtsstreit vor. In dem Rechtsstreit ging es darum, dass ein Wohnungseigentümer einen anderen auf Unterlassung der Nutzung seines Sondereigentums verklagt hat. Wie bitte? Doch, doch: der Fall ist schnell zusammengefasst und hat offen gesagt <em>wenig grundsätzliche</em> Bedeutung für die Fortschreibung des deutschen Wohnungseigentumsrechts. Was aber nicht gleichbedeutend ist damit, dass um abstruse Klagen nicht auch fürstlich gestritten werden könnte, vor allem, wenn Geld keine Rolle spielt. Der Fall ist eher im rechtlichen Mainstream von solchen Entscheidungen angelegt, mit denen sehenden Auges gerechnet werden <span style="text-decoration: line-through;">konnte</span> musste.</p>
<p><strong>Das allerdings</strong> muss nicht bedeuten, dass nicht Wohnungseigentümer immer aufs Neue auf abstruse Ideen kommen.</p>
<p><strong>Der Kläger verklagte</strong> seinen Miteigentümer und dessen Mieter auf Unterlassung. Beide hätten es forthin zu unterlassen, das im Untergeschoss des Hauses liegende Teileigentum (Teileigentum: nicht zu Wohnzwecken dienend) zu nutzen, beispielsweise als Büro oder zu Wohnzwecken. Dabei bemühte der Kläger buchstäblich &#8222;Gott und die Welt&#8220;. Das Landgericht fand nun in knappen, aber durchaus klarstellenden Worten eine Lösung: wie in der 1. Instanz blieb der Kläger erfolglos. Seine Klage wurde auf seine Kosten zurückgewiesen. Das hatten die Beklagten auch nicht anders erwartet. Wer sich für solche Fälle interessiert, besuche die entsprechende <a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/news-nutzungsuntersagung" target="_blank">newsmeldung hier</a>.</p>
<p>Schon <em>krass</em>, was Wohnungseigentümer so klagen. Allerdings: Wer die neueste Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Nutzung von Wohnungen als Ferienwohnungen gelesen hat, wundert sich kaum. Nicht über das, was Wohnungseigentümer anficht, aussichtslose Prozesse zu führen, sondern was dabei herauskommt! Die Bauernregel lautet: Die Enten sind am <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/verivox-de-verglich-strompreise-private-haushalte-zahlen-viel-zu-viel-dafur/" target="_self">Ende fett</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Weitere Entscheidung mit Hochspannung erwartet</span></strong></p>
<p><strong>Die Reihe der gerichtlichen Entscheidungen</strong> ist nach wie vor eine Perlenschnur der tagtäglichen und spannenden Ereignisse. In einem anderen Fall, über den wir nach Abschluss der Gerichtssache ausführlicher berichten, klagt ein Wohnungseigentümer gegen seinen Nachbarn. Der hat im Erdgeschoss aufgrund von Bestimmungen der Teilungserklärung sogenannte <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/in-berlin-neukolln-soll-endlich-ganzheitlich-gedacht-werden-versammlung/" target="_self">Sondernutzungsrechte</a>. Diese beinhalten den Ausschluss der übrigen Eigentümer von der Nutzung derselben. Dabei handelt es sich um Gartenfläche. Dem Sondernutzungsrechtsinhaber waren durch den teilenden Alleineigentümer seinerzeit weitgehende Umgestaltungsrechte zuerkannt worden. Das ist für kleinste Wohnanlagen mit Zweifamilienhauscharakter (Wohnung oben, Wohnung drunter) auch nicht weiter ungewöhnlich. Eingeschlossen auch gartenarchitektonische Abgrabungen des Erdreichs. Was den Kläger nun veranlasst, die Vornahme solcher Arbeiten (Ausgraben und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/zitat-des-tages-die-enteignung/" target="_self">Entfernen eines Erdtanks</a>, Wegschaffung von <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/09/rohrbruch/" target="_self">Erdreich</a>, Anlage von Kraftfahrzeugabstellplätzen = so wie es die Teilungserklärung wörtlich vorsieht) für unzulässig zu erklären und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands auf Kosten des Sondernutzungsberechtigten einzuklagen, versteht niemand. Auch das Gericht hat den Antrag nicht verstanden. Brisant aber der Kunstfehler eines damit beauftragten Rechtsanwalts: Statt den Klagevortrag schlüssig zu gestalten, vergaß Anwalt Liebling (* Name geändert) die Verjährung. Mit dem Klageantrag reichten die Kläger auch Fotos aus dem Jahre 2005 (* Jahreszahl nicht geändert) ein und verlangte die Wiederherstellung in den Zustand, wie er 2005 vor der Vornahme derartiger Arbeiten ausgesehen habe, Beweis: die Fotos. Apropos &#8222;die Kläger&#8220;. Hatten die doch trotz Rechtsanwalt vergessen, dass einer der beiden dieselbe Klage vor Jahren schon einmal ohne Rechtsanwalt eingereicht hatte. Da lag sie nun jahrelang herum, weil die Richter nicht verstanden, was der Kläger nun eigentlich einklagen mochte. Jetzt trat der nochmalige Kläger schnell vom Antrag zurück und überlässt seiner Ehefrau das Feld, das weite Feld des Rückbauantrages.</p>
<p><strong>Derartige Arbeiten unterliegen</strong> nun aber einer dreijährigen Verjährung. Dumm gelaufen. Nicht nur für die Mandantschaft: Sie kann u.U. Regress am Rechtsanwalt nehmen, der das &#8222;versaubeutelt&#8220; hat. Oder hat Herr Rechtsanwalt Liebling (* siehe oben) die Verjährung geprüft und abgeraten? War die Klage blindwütig, aber von vornherein ohne Aussicht auf Erfolg? <strong>Fragen über Fragen</strong>.</p>
<figure style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" " title="Omega - Time Robber" src="http://www.progarchives.com/progressive_rock_discography_covers/708/cover_185113332007.jpg" alt="Omega - Time Robber" width="170" height="167" /><figcaption class="wp-caption-text">Omega - Time Robber</figcaption></figure>
<p><strong>Nach der mündlichen Verhandlung</strong>, die vor kurzem stattfand, entscheidet nun das erkennende Gericht, wie, kann nicht vorausgesagt werden, aber eine Tendenz, eine Rechtsprechungstendenz, die hat sich eigentlich schon ganz klar angedeutet. Der Sohn des Klägers hat die Beseitigungsansprüche seiner Eltern mit 20.000,- € angesetzt. So viel Gewicht stellt sich der Kläger vor, kann er auf den Beklagten ausüben und in die Waagschale werfen, wenn er den Anspruch durchsetzt. Der Sohn, so heißt es jetzt in sogenannten Internwitzen, sei nie ein guter Rechner gewesen. Mal sehen: die ungarische Rockgruppe Omega (<a title="externer Link" href="http://www.gammapolis-omega.de/" target="_blank">deutsche Fansite</a>) &#8211;die Rolling Stones des Ostens!- veröffentlichte vor gefühlten einhundert Jahren ein Album mit dem Namen Time Robber. Eines der Stücke auf dieser Platte hieß <strong>&#8222;House of Cards&#8220;. Unternehmen Kartenhaus &#8211; Wir geben ihrer Zukunft kein Zuhause!</strong></p>
<p><strong>Mal sehen, wie die Sache ausgeht</strong>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="250" height="200" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/w8UtbAL9uyk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="250" height="200" src="http://www.youtube.com/v/w8UtbAL9uyk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Omega (Ungarn) &#8211; House of Cards (Album: Time Robber) 1976 &#8211; via Youtube</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Noch interessante Entscheidungen?</span></strong></p>
<p>In einer weiteren Sache klagt ein anderer Kläger derweil vor dem Landgericht auf Rückbau eines<a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/03/dieser-weg-wird-kein-leichter-sein/" target="_self"> kompletten Zauns</a>, gelegen vorn zur Straße hin. Auch in diesem weiteren Fall hat der Berechtigte, ein Erdgeschoss-Eigentümer ein sogenanntes Einfriedungsrecht, dass ihm nach Maßgabe der Teilungserklärung zusteht. Auch hier steht die Entscheidung noch aus. Alle Parteien erwarten die Entscheidungen mit Spannung.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5912" title="_fazit" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/fazit.jpg" alt="" width="50" height="20" /></p>
<figure id="attachment_6164" aria-describedby="caption-attachment-6164" style="width: 171px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6164 " title="Bouillon vom schwierigen Wohnungseigentümer (Quelle: unbekannt)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/Bouillon.vom_.schwierigen.Wo_.jpg" alt="Bouillon vom schwierigen Wohnungseigentümer (Quelle: unbekannt)" width="181" height="240" /><figcaption id="caption-attachment-6164" class="wp-caption-text">(Quelle: unbekannt)</figcaption></figure>
<p><strong>Wir lernen was draus?</strong> <span style="text-decoration: line-through;">Nichts</span>. Wir haben es im Tagesbericht mit drei Klagegegenständen zu tun, die vor deutschen Gerichten ausgetragen werden. Vier Kläger und drei Beklagte, das macht vier mal drei gleich zwölf. Zieht man die m²-Wurzel aus 12 und rechnet den errechneten Wert noch einmal von sich selbst ab, dann bleibt als Endergebnis Null. Wie immer in solchen Rechnungen, selbst <a title="externer Link" href="http://bekenntnisblog.de/?p=10" target="_blank">mit Pi</a> kommt ein vollkommen anderer Wohnungseigentümer keinen Schritt weiter. Kann man nachvollziehen? Nein, es geht dabei jetzt mal nicht ums verpulverte Geld, um die Einbuße von Lebensqualität, um neue Autos, die sich Rechtsanwälte davon anschaffen können. Es geht um den Topf Bouillon, den Brühextrakt, den sich die Parteien hinterher in den Vorratsschrank stellen können. Berechnet wurde hier ein Nullsummenspiel, wenn auch herbeigezogen aus vollkommen unterschiedlichen Gerichtssachen. <strong>Alle finden bald in Berlin ihr Ende.</strong></p>
<p><strong>Hinterher wird&#8217;s gewürdigt werden</strong>, eventuell waren&#8217;s sogenannte <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/eine-geisel-der-menschheit-ist-zwangsvollstreckungsmissbrauch/" target="_self">Hornberger Schießen</a>. In diesem Fall für die Kläger.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<li>Blog April 09: <a title="externer Link: gesichtspunkte.de" href="https://gesichtspunkte.de/2009/04/verfahrensbericht-2/" target="_blank">Eine Contrahage wegen Wohngeld</a></li>
<li>Blog Oktober 09: <a title="externer Link: gesichtspunkte.de" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/wilder-westen-von-grossen-finalen/" target="_blank">Wilder Westen: Vom großen Finalen und vom Duellieren im Kellergeschoss</a></li>
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		<title>352-10 &#8211; Fernsehtipp der Woche: Dennis Gastmann bemüht wieder 80.000 Fragen! Heiß!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 09:21:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[screenshot Sind alle Australier Verbrecher? Aus gegebenem Anlass: Empfehlenswerte Sendung! Dennis Gastmann ist investigativ unterwegs, kein Zweifel. Er wird der Frage mit Sicherheit erschöpfend nachgehen! Bei der Suche nach der richtigen Antwort kann es eigentlich keinen Zweifel geben, oder? Nicht alle, aber einige schon&#8230;so lautet vermutlich die richtige Antwort.   Dennis Gastmann &#8211; Wie leben ... <a title="352-10 &#8211; Fernsehtipp der Woche: Dennis Gastmann bemüht wieder 80.000 Fragen! Heiß!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/6962010/" aria-label="Mehr Informationen über 352-10 &#8211; Fernsehtipp der Woche: Dennis Gastmann bemüht wieder 80.000 Fragen! Heiß!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<dl id="attachment_5716" class="wp-caption alignnone" style="width: 424px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/screenshot.Australier.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5716 " title="screenshot Sind alle Australier Verbrecher?" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/screenshot.Australier.jpg" alt="screenshot Sind alle Australier Verbrecher?" width="414" height="187" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/screenshot.Australier.jpg 460w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/screenshot.Australier-300x135.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">screenshot Sind alle Australier Verbrecher?</dd>
</dl>
<p><strong>Aus gegebenem Anlass</strong>: Empfehlenswerte Sendung! Dennis Gastmann ist investigativ unterwegs, kein Zweifel. Er wird der Frage mit Sicherheit erschöpfend nachgehen! Bei der Suche nach der richtigen Antwort kann es eigentlich keinen Zweifel geben, oder? <strong>Nicht alle, aber einige schon&#8230;so lautet vermutlich die richtige Antwort.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-5715"></span><strong> </strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></p>
<p class="mceTemp"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="315" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/d_zfz9vbksU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="315" src="http://www.youtube.com/v/d_zfz9vbksU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Dennis Gastmann &#8211; Wie leben eigentlich die Hottentotten? &#8211; via Youtube</span></p>
<p class="mceTemp"><strong>Dennis Gastmann macht sich immer wieder </strong>auf vergnügliche Weltreisen auf und erforscht mitgebrachte Fragen seiner Zuschauer, wie z.B.: &#8222;Wie leben die Hottentotten?&#8220; Oder &#8222;Wer liegt vor Madagaskar?&#8220; <strong>gesichtspunkte.de</strong> empfiehlt die Sendung daher zur persönlichen Freude, denn sie wird mit Sicherheit wieder Antworten auf Häufig gestellte Fragen geben. Aus der Sicht eines Hausverwalterblogs allerdings könnten auch noch folgende Fragen geklärt werden, wobei das eine unverbindliche Vorschlagsliste &#8222;ins Blaue hinein&#8220; ist:</p>
<div class="mceTemp">
<ul>
<li>Was haben die Aborigines heute noch an Fidschiness?</li>
<li>Ist das Kroko lieber dil als nil und bleiben die australischen gern bei ihren <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leistenkrokodil" target="_blank">Leisten</a>?</li>
<li>Ist die Sterblichkeit von Berliner Fluss-Schwimmern über 70 in Australien höher, als das in die Wüste schicken von <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/08/australien-ist-weit-weg/" target="_blank">Berliner Touristinnen</a> am Ayers Rock?</li>
<li>Hat die Hausordnung australischer Eigentumswohnanlagen standardmäßig ein Querulationsverbot? Warum haben dann einige Querulanten welche dort? </li>
</ul>
</div>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Update zum Beitrag am 21.03.2010</span></strong></p>
<p>Dennis Gastmann hat die Frage nun beantwortet. Die Antwort ist: &#8222;Ja, eindeutig ja!&#8220; &#8211; Tröstlich und gut zu wissen. Hier der Beitrag von Dennis Gastmann, der die Frage untendenziös, geschichtlich richtig und nachvollziehbar erzählt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="315" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PhE2NBTl1FA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="315" src="http://www.youtube.com/v/PhE2NBTl1FA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Dennis Gastmann &#8211; Sind alle Australier Verbrecher? (via Youtube)</span></p>
<p><span style="color: #888888;">(Dennis Gastmann via facebook)</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Dennis Gastmann: <a title="externer Link" href="http://weltbilder.blog.ndr.de/" target="_blank">Mit 80.000 Fragen um die Welt</a> (Homepage/Blog)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>344-10 &#8211; Petersilie als untrügliches Symbol für funktionierende Bindungen &#8211; Grün ist die Hoffnung!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/6882010-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 14:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Hausordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Serie: Plattitüden]]></category>
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		<category><![CDATA[Nützliches Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Nach zwölf und ein halb Ehejahren verlangt die Lieb nach neuer Kraft, um der Gemeinschaft Fortbestand zu wahren. Hier empfiehlt sich Petersiliensaft. Man braucht ein kräft&#8217;ges Exemplar dessen Wurzel man dann flugs entsandet, zärtlich schält, ganz wunderbar, bevor es im Entsafter landet.&#8220; Grün ist die Hoffnung! Hoffentlich nicht das Gesicht! Geschäftsmodell: Langfristigkeit? Die neue Erkenntnis ... <a title="344-10 &#8211; Petersilie als untrügliches Symbol für funktionierende Bindungen &#8211; Grün ist die Hoffnung!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/6882010-2/" aria-label="Mehr Informationen über 344-10 &#8211; Petersilie als untrügliches Symbol für funktionierende Bindungen &#8211; Grün ist die Hoffnung!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_5638" aria-describedby="caption-attachment-5638" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5638" title="Petersilie - Geschäftsmodell: Langfristigkeit" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Petersilie.Langfristigkeit.jpg" alt="Petersilie - Geschäftsmodell: Langfristigkeit" width="450" height="344" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Petersilie.Langfristigkeit.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Petersilie.Langfristigkeit-300x229.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-5638" class="wp-caption-text">Petersilie - Geschäftsmodell: Langfristigkeit</figcaption></figure>
<blockquote><p>&#8222;Nach zwölf und ein halb Ehejahren<br />
verlangt die Lieb nach neuer Kraft,<br />
um der Gemeinschaft Fortbestand zu wahren.<br />
Hier empfiehlt sich Petersiliensaft.<br />
Man braucht ein kräft&#8217;ges Exemplar<br />
dessen Wurzel man dann flugs entsandet,<br />
zärtlich schält, ganz wunderbar,<br />
bevor es im Entsafter landet.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Grün ist die Hoffnung! Hoffentlich nicht das Gesicht! Geschäftsmodell: Langfristigkeit</strong>? Die neue Erkenntnis dieses Tages: Nach 12,5 Jahren Ehe feiert man die sogenannte Petersilienhochzeit. Wer jetzt sagt, das sei noch nichts, irrt. 12,5 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. <strong>Allerdings nicht in jedermanns Augen</strong>.</p>
<p><span id="more-5637"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></strong></p>
<p><strong>12,5 Jahre Ehe halten statistisch gesehen nicht viele Ehen</strong>. Ich habe daraufhin heute die Scheidungsraten nicht näher untersucht, denn für mich kommt diese Frage derzeit nicht zum Tragen. Sie besitzt für mich keine Relevanz. Denn ich habe derartiges gerade nicht vor, ich bin &#8222;wundervoll vergeben&#8220;. Ich hab wirklich Schwein gehabt, will mir scheinen. Ein guter Griff oder aß ich einen chinesischen Glückskeks? <strong>Wahrscheinlicher ist: ich habe lange genug gewartet</strong>.</p>
<blockquote><p>Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Besseres findet. (Plattitüde)</p></blockquote>
<p><strong>Was für gute Ehen gilt, gilt in ähnlicher Weise auch für andere Beziehungen</strong>, die auf der Idee basieren, über den Tag hinaus Geltung zu haben. Was die Verwaltung von Immobilien, Mietwohnhäusern, Gewerbeliegenschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften angeht, hat die Idee der Langfristigkeit in der Beziehung durchaus nicht zu unterschätzende Bedeutung. Wer den Verwalter alle Jahre wechselt, bekommt seinen roten Faden nicht an einer gedachten Lebenslinie entlang verzogen. Wer heute hier, morgen dort in unergründeten Gewässern wildert, kann ertrinken.</p>
<p><strong>Eine Geschäftsbeziehung sollte ein Kontinuum mobile sein</strong>. Kontinuität, Berechenbarkeit und (wechselseitige) Wertschätzung gehören unabdingbar dazu. Aber auch &#8222;mobile&#8220;: Bewegung. Zeit, dass sich was dreht! Achtung von der Meinung, der Einstellung und dem Sein des Anderen. Etwas genau Entgegengesetztes gilt nur für Querulanten, die -genau genommen- menschliche Beziehungen nicht wertzuschätzen wissen. Oder für Chaoten. Die Gewissheit, dass man Erfolg nicht mit blindem Aktionismus erkämpfen kann, gehört ebenso dazu. Allerdings sind über Jahre gewachsene Beziehungen regelmäßig auf ihre Beständigkeit hin zu überprüfen. Die Geschäftsbeziehung eines Verwalters für Wohnungseigentum über eine Zeit von 12,5 Jahren mit einer WEG ist schon ein Indiz dafür, dass auf den ausgewählten Verwalter (jedenfalls bislang) Verlass war. Denn ohne Not wechselt man den Verwalter besser nicht aus. Entscheidungen über die Auswahl eines bestimmten Verwalters, <strong>die heute Petersilien-Hochzeit feiern könnten</strong>, müssten Mitte 1997 rechtskräftig beschlossen worden sein.</p>
<p><strong>Petersilie für <span style="text-decoration: line-through;">jedermann!</span> die Guten.</strong> Die anderen sollen sich sputen. &#8222;Für mich soll&#8217;s <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/05/manna-manna/" target="_self">rote Rosen regnen</a>&#8220; (10 Jahre) sagte mir schon die eine oder andere Geschäftsbeziehung. Mein Privatleben sowieso. Im Hinblick auf eine Vielzahl <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/der-filoso-fisch/" target="_self">langfristiger Geschäftsbeziehungen</a> habe ich nachgeschaut. Baumwöllern, hölzern, zinnern, kupfern und blechern waren schon viele Geschäftsbeziehungen. Etwas Besonderes sind Rosen- (10), Petersilien- (12,5), Kristall- (15), Porzellanhochzeiten (20) &#8211; und an Silber- (25), Perlen- (30) und Leinwandhochzeiten (35) will ich derzeit noch gar nicht denken, <strong>denn ich lebe im Hier &amp; Jetzt</strong>.</p>
<figure id="attachment_5657" aria-describedby="caption-attachment-5657" style="width: 440px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/eintagsfliege_8831337_002_G.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5657   " title="Geschäftsmodell: Eintagsfliege (Foto: Rigo Meyer)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/eintagsfliege_8831337_002_G.jpg" alt="Geschäftsmodell: Eintagsfliege (Foto: Rigo Meyer)" width="450" height="359" /></a><figcaption id="caption-attachment-5657" class="wp-caption-text">Geschäftsmodell: Langfristigkeit vs. Eintagsfliege (Foto: Rigo Meyer)</figcaption></figure>
<p> <span style="color: #888888;">(Fotograf: </span><a title="externer Link" href="http://www.rigomeyer.de" target="_blank"><span style="color: #888888;">Rigo Meyer</span></a><span style="color: #888888;">, ausgezeichnet)</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></strong></p>
<p><strong>Yin (einerseits) &amp; Yang (andererseits)</strong> wurden<a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/02/6832010/" target="_self"> hier schon angesprochen</a>. Was für obige erfreuliche Tendenzen gilt, muss nicht für jede Art weiterer Beziehung gelten, die zu anderen besteht. Denn es gibt auch Beziehungen, die nicht auf Freiwilligkeit, geteilter Freude und Glück basieren, sondern auf einem Gegenteil davon. Diese Art sachliche Zwänge gilt es, sich begreiflich zu machen. <strong>Daher nun zu etwas ganz anderem</strong>.  <strong> </strong></p>
<div><strong></strong></p>
<div><strong>Anders als heute nur noch selten anzutreffende Bibelforscher</strong>, die im Alten Testament nach Wahrheit suchen, befasse ich mich nach einer missliebigen Phase von ebenfalls schon 12 Jahren mit Menschen, die seit dieser Zeit ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Es gilt eine als &#8222;Tödliche Zweiheit&#8220; aufzufassende, bereits viel zu lang andauernde Zweierbeziehung von zwei Ein-und-den-selbigen zu Dritten aufzulösen und diese schädliche Beziehung <span style="text-decoration: line-through;">abzuschütteln</span> aufzulösen. Die &#8222;Tödliche Zweiheit&#8220; findet dabei allerdings nur in einem Einzelnen statt und in dem &#8222;in sich selbst.&#8220; Und so kann es sein, dass die &#8222;Tödliche Zweiheit&#8220; versucht, eine schädliche Dreiheit durch ständige Übergriffe zu bilden: wir kennen das aus ähnlich gelagerten Zusammenhängen wie <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/category/metaebenen/stalking-metaebenen/" target="_self">Stalking</a>, obsessiver <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=obsessive+verfolgung" target="_self">Verfolgung</a> und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=wahnhaft" target="_self">wahnhafter</a> Überschüttung mit Kontakt- und Liebesbeweisen, aber auch von Tumoren,<strong> die als wucherndes, energiefressendes Gewebe gesunde Umwelt anzugreifen versuchen.</strong></div>
<p><strong>Das Credo ist aufgedrängte Aufmerksamkeit</strong>, das Ziel ist, endlich <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=wahrgenommen+zu+werden" target="_self">wahrgenommen zu werden</a>. Solche Dinge haben ganz insgesamt gar nichts zu tun mit funktionierenden menschlichen Beziehungen. Allerdings habe ich den Anderen gesagt, dass wir den Kerl nicht mit Petersilie bewerfen dürfen, nur um ihn (endlich) loszuwerden. Um das Prinzip der Tödlichen Zweiheit besser verstehen zu können, mal ein ausreichend ausführlicher Auszug aus einem Buch zum Thema. <strong>Wir -die Petersilienfraktion- müssen gegenüber jeglicher Tödlichen Zweiheit den Rechtsweg einhalten, soviel Zeit muss sein!</strong> <strong>Denn sie -beide- wissen nicht, was sie tun.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="71" height="25" /></span></p>
<p><span style="color: #888888;">(Verbundener Dank an Familie Wenig zur positiven Petersilie, und an Tobias Goldschmidt zur negative Petersilie!)</span></p>
</div>
<figure id="attachment_5664" aria-describedby="caption-attachment-5664" style="width: 411px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Toedliche.Zweiheit1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5664 " title="Tödliche Zweiheit (Ausriss)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Toedliche.Zweiheit1.jpg" alt="Tödliche Zweiheit (Ausriss)" width="421" height="840" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Toedliche.Zweiheit1.jpg 701w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Toedliche.Zweiheit1-150x300.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /></a><figcaption id="caption-attachment-5664" class="wp-caption-text">Tödliche Zweiheit (Ausriss)</figcaption></figure>
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			</item>
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		<title>250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/querulanten-vor-gericht/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/querulanten-vor-gericht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 12:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
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		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
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		<category><![CDATA[Report: Das Leben der Anderen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Gefängnis: Bald wieder Zeit für kultige Spiele (Dieter Hallervorden, Nonstop Nonsens, Fernsehserie 1975-1980) via Youtube Es gibt, immer wenn Gerichtsdinge anstehen, diese Art Verfahren, die komplett überflüssig sind. Sie haben überhaupt keine Aussicht auf Erfolg oder kosten lediglich nur Zeit und Geld, verfolgen aber kaum lohnenswerte Ziele. Manchmal ist selbst das nicht zu erkennen: ... <a title="250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/querulanten-vor-gericht/" aria-label="Mehr Informationen über 250-10 &#8211; Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></strong></p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1199" title="Das Leben der anderen..." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif" alt="" width="179" height="179" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen.gif 255w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/_daslebenderanderen-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /></strong></a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nQAM2KTGNeE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/nQAM2KTGNeE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Im Gefängnis: Bald wieder Zeit für kultige Spiele (Dieter Hallervorden, Nonstop Nonsens, Fernsehserie 1975-1980) via Youtube</span></p>
<p><strong>Es gibt, immer wenn Gerichtsdinge anstehen, diese Art Verfahren, die komplett überflüssig sind. Sie haben überhaupt keine Aussicht auf Erfolg oder kosten lediglich nur Zeit und Geld, verfolgen aber kaum lohnenswerte Ziele. Manchmal ist selbst das nicht zu erkennen: das Ziel. In denen es um etwas geht, was von einem menschlichen Standpunkt aus zweitrangig ist. Entscheidender erscheint uns, dass wir gesund sind und unsere begrenzte Lebenszeit nützlichen, schönen Dingen zugewendet ist, besonders wenn wir glauben, dass die Lebenszeit von vornherein begrenzt ist. Die inzwischen aufgelöste, etwas schräge Berliner Band </strong><a title="externer Link" href="http://www.knorkator.de" target="_blank"><strong>Knorkator</strong></a><strong> (1994-2008) hat das sehr gut auf den Punkt gebracht: Wir werden alle sterben! Den Kopf frei bekommen von Zwängen und wirtschaftlichen Sorgen, dass es uns gut geht. Und doch streiten manche wie die Kesselflicker vor Gericht. Das sind oft Menschen, denen etwas abhanden gekommen ist: Lebensglück</strong>.</p>
<p><span id="more-4359"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Sie sind passiv und aktiv an Gerichtsklagen beteiligt und das macht ihnen nicht einmal Angst</strong>. Einmal weil sie etwas wollen, das sie freiwillig nicht von den Anderen bekommen, weil ihnen menschliche Größe fehlt. Rechtschaffenheit, ein reines Herz und Integrität sind Voraussetzung für Akzeptanz. Sie aber werden nicht akzeptiert, und das wurmt sie. Sie gelten in diesen Bereichen als äußerst ungelenk, ja untalentiert. Kläger klagen manchmal nicht nur sich selbst an, ohne es zu merken, sondern im Zweifel Beklagte als Stellvertreter ihres eigenen, verlustig gegangenen Lebensgefühls. Mit der ins Feld geführten Klage wollen sie ihren Schmerz über die Sinnlosigkeit ihrer Existenz und ihre innere Leere bekämpfen, wofür sie Stellvertreter benötigen. Den zerren sie vor Gericht und nötigen ihm damit Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Gusto auf. Endlich werden sie wahrgenommen. Das ist eine persönliche Grenzüberschreitung frei von Achtung, Respekt und sozialverträglichem Miteinander. <strong>Eine Kommunikationsstörung</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/U7-60tyLQhA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/U7-60tyLQhA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">Knorkator &#8218;Wir werden alle sterben&#8216; (via youtube)</span></p>
<p><strong>Grenzüberschreitungen, Quälereien, ständige Perfidie</strong>: Solche Menschen müssen manchmal (aktiv) verklagt werden, als Beklagte, weil sie in die Rechte anderer (zu) empfindlich eingreifen. Sie sind verantwortungslos in einem sozialen Kontext, weil sie es ablehnen, Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen und beherzt dafür Position beziehen. Sie überschreiten (teils ständig) <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/stop-stalking-nachbarn/" target="_self">Benimmgrenzen</a> und lassen imaginäre Muskeln spielen. Sie verkennen dabei, dass Gerichte Probleme <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">niemals lösen</a> und dass selbst gewonnene Rechtsstreite niemals etwas Sinnvolles folgen lassen. Dass nämlich Gesetze im Wesentlichen Lücken aufweisen, darüber wurde <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/weg-rechtsnovelle-mehr-probleme-geschaffen/" target="_self">hier auch schon mal berichtet</a>. Sie denken als Kriegsherr in den Kategorien von Obsiegen, Niedermachen und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/01/verfahrensbericht/" target="_self">Machtausübung</a>. Allerdings ist der Mächtige in den Persönlichkeitsgrenzen der Anderen kaum dazu berechtigt und daher müssen die Gerichte Stellvertretergefechte ertragen, die der Regent ins Feld führt, um den Gegner niederzukämpfen. Dass sie die Gerichte anrufen, ist ein Zeugnis ihrer eigenen Unfähigkeit, sich zur rechten Zeit zu artikulieren, Dinge ins Gespräch zu nehmen und einen Konsens zu finden, der auf Gemeinsamkeit beruht. <strong>Manche reden nicht mit anderen, weil ihr Selbstwertgefühl beschränkt ist</strong>.</p>
<p><strong>Von einem Kläger können wir bspw. berichten</strong>, der ergeht sich inzwischen -soweit Anwaltslosigkeit noch erlaubt ist-  in seinen ausufernden Schriftsätzen immer in Dubletten von Wörtern, Begriffen und Argumenten einer prozessualen Scheinwelt, die er andernorts, in anderen Zusammenhängen, aufgeschnappt hat. Aber es sind und es bleiben Kopien aus anderen Zusammenhängen und das man fremde Sachverhalte aus anderen rechtlichen Welten schablonenhaft auf jeden weiteren rechtlichen Vorgang übertragen kann, liegt nicht auf der Hand. Durch die Verwendung von Begriffen will er sich zeigen, männlich, und darlegen, dass er niemals aufgeben wird, auch wenn weitere Verfahren noch so nutzlos sind. Er ist schon vor Jahren auf ein Pferd aufgesprungen, und er hat nun Angst, dass es ihn irgendwann einfach abwerfen wird. Dagegen kann er sich nur schützen, wenn er seinen Gegnern beweist, wie fest er im Sattel sitzt. &#8218;Gestern noch waren wir dicht am Abgrund, heute, da sind wir schon einen Schritt weiter&#8216;, frohlockt der Reiter, und weil er zurückschaut und nicht nach vorn, <strong>reitet er gegen die Wand</strong>.</p>
<p><strong>Kopien von rechtlich gehörten Argumentationsketten lassen sich nicht</strong> auf jeden x-beliebigen Sachverhalt nochmals in ähnlicher Weise übertragen. Niemals lässt die bloße Wiederholung von Fachbegriffen und hintergründigen Wortkonstrukten auf eine besondere Intelligenz oder Eloquenz des Verwenders schließen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer abkupfert, ohne sich eigenes Wissen zu erarbeiten und dieses (richtig) anzuwenden, mutiert zum Clown und gibt sich der Lächerlichkeit preis. Denn die rechtliche Argumentation muss richtig auf den Sachverhalt angewendet werden, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben will. Das Gegenteil davon, das sind lediglich &#8218;Lippenbekenntnisse&#8216;, die sich der Erwidernde argumentatorisch aneignet. Mangels eigener tiefsitzender Bildung glaubt er oberflächlich an ein Gewinnenkönnen durch bloßes Kopieren von Textfragmenten, die andere Menschen (in anderen Zusammenhängen) entworfen haben.</p>
<p><strong>Das Abkupfern fing er zunächst grafisch an</strong>: er kopierte die Briefbögen einer Anwaltskanzlei in Stil, Art und Aufbau und individualisierte sie mit seinen eigenen Lebensdaten. Er fand das lustig. Kein anderer hat darüber gelacht. Die Anderen wussten seit dem, dass er ein Idiot sein muss. Später tauchte ein Briefbogen von ihm als &#8218;Verwaltungsbeirat a.D.&#8216; auf, angelehnt an den Briefbogen des amtierenden Verwaltungsbeirats, und auf dem gefälschten Rechtsanwaltsbogen -Tätigkeitsschwerpunkt: Wohnungseigentumsrecht- schrieb er  Architekturstudent mit Tätigkeitsschwerpunkt Wohnungseigentumsrecht. Warum aber, so fragt man sich im Nachhinein, hat er dann alle Prozesse immer verloren? Richtig: es war ein juristischer Dadaismus, den er pflegte, eine menschliche Katastrophe und auch eine offensichtliche Lüge. Seine Kenntnisse vom Recht waren nicht einmal marginal. Er hatte sich noch niemals in seinem Leben Mühe gegeben, etwas von Grund auf zu erarbeiten, weder das abgebrochene Architekturstudium, noch der ins Feld geführte Tätigkeitsschwerpunkt, denn von beidem hat der Mann zu wenig Ahnung. <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2007/09/die-ausfrierung-des-wohngeldschuldners-teil-01/" target="_self">Gefährliches Halbwissen</a>. Aber auch: <strong>Nonstop Nonsens</strong>, in Anlehnung an eine <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nonstop_Nonsens" target="_blank">Fernsehserie</a> der Siebziger. Seit Dieter Hallervorden in Berlin-Steglitz <a title="externer Link" href="http://www.schlossparktheater.de/" target="_blank">ein Theater</a> führt, könnte er sich Hoffnung auf einen Platz in seinem Ensemble machen. Doch Hallervorden soll streng sieben, wenn&#8217;s ums Personal geht. Noch etwas anderes spricht gegen diese Idee: Hallervordens Nonsens hatte Kultcharakter und humorige Qualitäten. <strong>Das spricht gegen die Idee, unseren Protagonisten dorthin zu vermitteln</strong>.</p>
<p><strong>Aktuell fertigt er ellenlange Doktorarbeiten an</strong>, über mehrere Rechtsfragen, und dem äußeren Anschein nach, auch über die Frage, warum seit mehr als zehn Jahren <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/02/josef-lieber-josef-mein/" target="_self">kein Wohngeld</a> für die Eigentumswohnung zu entrichten sei. Rechtliches Gedöns seitenlang: es heißt zur Überzeugung für ein hohes Gericht in Berlin, der Bundesgerichtshof habe schon früher entschieden, dass <a title="externer Link" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=WEG+%22zehn+Jahre+kein+Wohgeld+bezahlt%22&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">kein Wohngeld zu zahlen sei</a>, aus diesen oder jenen Gründen. Wohngeldbefreiungen allerdings kennt das Wohnungseigentumsrecht allerdings nicht für gutgelegene Eigentumswohnungen mit mehr 100 m² Wohnfläche, Heizungs- und Wasseranschluss und vielen weiteren Ausstattungsstandards. Er sagt, wenn seine Einheit zwangsverwaltet ist, dann zahlt ja der Zwangsverwalter das Wohngeld und <em>doppelt</em> will er nicht zur Kasse gebeten werden.</p>
<figure id="attachment_4836" aria-describedby="caption-attachment-4836" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4836" title="Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht...." src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld-300x146.jpg" alt="Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht...." width="300" height="146" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld-300x146.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot.google.Abfrage.Wohngeld.jpg 644w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4836" class="wp-caption-text">Keine Suchergebnisse: Gibt´s nicht....</figcaption></figure>
<p><strong>Allerdings ist die Kasse von ihm auch nicht gefüllt worden</strong>. Der Zwangsverwalter zahlt das Wohngeld, weil der betreibende Gläubiger (in diesem Fall: die WEG) an den Zwangsverwalter Gläubigervorschüsse zahlt. Aus diesen Vorschüssen zahlt der Zwangsverwalter das monatliche Wohngeld. Und er -der betreffende Wohnungseigentümer- will jetzt dem Gericht beweisen, dass er selbst daher kein Wohngeld zahlen muss. Wozu <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/praxisbericht-der-schuldner-hat-die-haft-abgesessen-nun-droht-erneut-verhaftung/" target="_self">das führen kann</a>. Unfreiwillig erinnert uns diese Argumentation an Hütchenspieler aus dem Kosovo, die es immer schaffen, das Geldstück unter diejenige Blechtüte zu zaubern, auf die man auf gar keinen Fall tippen würde. Nicht nur ein bisschen ist das Hütchenspiel sein Steckenpferd. Oder sind es Taschenspielertricks? Von einem anderen Rechtsanwalt und aus Blogartikeln im Internet hat er &#8218;gelernt&#8216;, was das Wort <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/zitat-des-tages-rabulistisch-ist-die-auffassung-des-beklagten-rabulistisch-klarungsbedarf/" target="_self">Rabulistik</a> inhaltlich bedeuten soll. Das wirft er jetzt dem Rechtsanwalt vor, der die offenen Wohngelder gegen ihn einklagt. Rabulistisch ist die Zahlungsklage <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/gewusst-wie-gewusst-warum/" target="_self">nun wirklich nicht</a>, wenn Wohnungseigentümer bereits seit mehr als zehn Jahren kein Wohngeld bezahlen und nichts unversucht lassen, den durch ihre Nichtzahlung entstandenen Schaden noch zu vergrößern.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Nb1-YYOIId4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/Nb1-YYOIId4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;">(Berühmtes Rhabarbergedicht via Youtube)</span></p>
<p><strong>Eine andere Art von rechtlichem Rhabarber</strong> ist sein ständiges Lamento, die Schuld- und Sündenbocktheorie. Er wird die Welt nicht umdrehen: er ist und bleibt das schwarze Schaf, gleich wie viel er noch -in querulatorischer Weise- Juristen versucht, vor seinen Wagen prozessualer Dialektik zu zerren. Rabulistik meint ja genau das: in einem vollkommen abwegig und aussichtslos erscheinenden Punkt Recht behalten zu wollen.</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-67" title="Wissen ist Macht!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif" alt="" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender.gif 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/11/wim_gesellschaftender-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
<strong>Vor kurzem hatte er eine Koalition der Gleichgesinnten gegründet</strong>, mit einem alten Mann, der kaum noch laufen kann, aber gerne streitet. Der alte Mann und das Meer, ein Sargassosee von Prozessen, Verfahren, Vorgängen, und zwei beauftragte Rechtsanwaltsbüros im Auftrag ihres Herrn: Der eine der zwei Anwälte spricht davon, dass die Verfahren des Alten schon einen ganzen Schrank mit Akten füllen. Was er nicht sagt: er hat sehr gut dran verdient. Der Alte hat Moos und jetzt auch diesen törichten Helfershelfer. Schuld an allem, so sagen die zwei unabhängig voneinander tätigen Rechtsanwälte des Alten, ist immer der Ehemann der (beklagten bzw. klagenden) Ehefrau und Wohnungseigentümerin, von dem sie inzwischen manchmal fälschlich behaupten, er sei der Stiefsohn seines Vaters, eines weiteren Eigentümers. Der sei ein <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/spiritus-rector/" target="_self">spiritus rector</a>, schalte und walte, obwohl nicht Miteigentümer, immer ganz allein und im eigenen Belieben gegen die Interessen aller anderen Parteien, auch der Ehefrau und des <span style="text-decoration: line-through;">Stief</span>vaters. <strong>Eins ist klar: Wenn Anwälte solchen Käse schreiben</strong>,<strong> haben sie zur Sache zu wenig zu sagen</strong>.</p>
<p><strong>Es ist ein Mangel an Argumenten inhaltlicher Art</strong>, es sind Rechtsstreitigkeiten in einem ominösen Gedankengebirge mit Sündenbock-Aspekten und <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/erbittertes-freund-feindenken-ist-im-anwaltsberuf-ein-schlechter-berater/" target="_self">Stellvertreter-Theorien</a>. Der Sündenbock hält als Stellvertreter dafür her, dass den zwei Anwälten gute Argumente wohnungseigentumsrechtlicher Art fehlen. Dass ihre Klagen abstrus sind, merkt der Alte nicht, und so verdienen beide Anwälte weiterhin gut. Und der Pferdereitsportler oben reitet mit auf dieser Welle und wildert in <span style="text-decoration: line-through;">Feuchtgebieten</span> Sümpfen. Beteiligt sind an Rechtstreitigkeiten immer die Parteien selbst, und Sündenböcke, das können Ehemänner oder Ehefrauen sein, Strohmänner, Strohfrauen, Habenichte, pleite gegangene Pleitiers und so weiter und so fort.  Indem der Sündenbock als Stellvertreter herhalten muss, wird den eigentlichen Beteiligten die eigene Lebensgrundlage aberkannt. Sie geraten in die Rolle von Marionetten aus der Augsburger Puppenkiste. An den Fäden zieht der Drahtzieher, <a title="externer Link" href="http://www.das-schwarze-schaf.com/html/schwarzes_schaf_melden.html" target="_blank">das schwarze Schaf</a>, der Sündenbock.</p>
<p>Wikipedia bringt es sehr gut auf den Punkt, vor allem im letzten Halbsatz:</p>
<blockquote><p>&#8222;Als <strong>Sündenbock</strong> wird ein Mensch bezeichnet, dem man die Schuld für Fehler, Misserfolge oder sonstiges Konfliktpotential zuschiebt. <strong>Tatsächliche Schuld spielt dabei keine Rolle</strong>.&#8220; (ergänzende Informationen <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCndenbock" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Was für Dummköpfe</strong>.</p>
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		<title>221-10 &#8211; Linktipp: Wie man unhaltbare Zustände visualisiert und einen Arsch mit Ohren zeichnet</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/linktipp-wie-man-unhaltbare-zustande-visualisiert-und-einen-arsch-mit-ohren-zeichnet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 08:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Foto des Tages]]></category>
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					<description><![CDATA[Stell dir vor, du ahnst nichts Schlimmes und dann kommst du in den Treppenhausflur und siehst an deinem Telefonschrank, der dort hängt, dass sich daran ein großes Arschloch (Gegenteil von kleines Arschloch) zu schaffen gemacht hat. Der Metallriegel ist aufgebrochen. Wie Walter Moers es nennen würde: &#8218;Die Rückkehr der Überrüpel&#8216;. Er kann kaum noch laufen, ... <a title="221-10 &#8211; Linktipp: Wie man unhaltbare Zustände visualisiert und einen Arsch mit Ohren zeichnet" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/linktipp-wie-man-unhaltbare-zustande-visualisiert-und-einen-arsch-mit-ohren-zeichnet/" aria-label="Mehr Informationen über 221-10 &#8211; Linktipp: Wie man unhaltbare Zustände visualisiert und einen Arsch mit Ohren zeichnet">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><strong>Stell dir vor, du ahnst nichts Schlimmes</strong> und dann kommst du in den Treppenhausflur und siehst an deinem Telefonschrank, der dort hängt, dass sich daran ein großes Arschloch (Gegenteil von <a title="externer Link" href="http://www.kleines-arschloch.de/" target="_blank">kleines Arschloch</a>) zu schaffen gemacht hat. Der Metallriegel ist aufgebrochen. Wie Walter Moers es nennen würde: &#8218;Die Rückkehr der Überrüpel&#8216;. Er kann kaum noch laufen, der alte Sack (weitere Figur in Walter Moers Heldenepos), aber er schafft es noch, Sachen kaputt zu machen. Im höheren Alter kehrt der Mensch an die Wiege seiner Kindheit zurück. Momentan ist die anale Phase wieder eingekehrt. Er macht fremdes Spielzeug kaputt. Es ist dieser gescheiterte Nachbar, der einst über dir wohnte und den du gedanklich längst nach Australien verbannt hast.</p>
<p><strong>Solche unhaltbaren Zustände, wie sie gestern</strong> wieder wie ein <a title="externer Link" href="http://www.mosapedia.de/wiki/index.php/Tinktur_zur_Vort%C3%A4uschung_von_Gelbem_Fleckfieber" target="_blank">gelbes Fleckfieber</a> aufgetreten sind, müssen nicht sein. Mit einer kostenlosen Software, die im Internet erhältlich ist, kannst du die Fotos derartiger Sachbeschädigungen schön filtern.</p>
<p><strong>Beispiel</strong> (hier das Original einer Decken-Revisionsklappe)</p>
<figure id="attachment_4607" aria-describedby="caption-attachment-4607" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_Original.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4607" title="Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Original)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_Original-300x225.jpg" alt="Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Original)" width="300" height="225" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_Original-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_Original.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4607" class="wp-caption-text">Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Original)</figcaption></figure>
<p><span id="more-4606"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>*** </strong></p>
<p>Und -mit wenigen Mausklicken, oh Überraschung, wird <strong>dies</strong> hier draus:</p>
<figure id="attachment_4608" aria-describedby="caption-attachment-4608" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_bearbeitet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4608" title="Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Bearbeitung)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_bearbeitet-300x225.jpg" alt="Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Bearbeitung)" width="300" height="225" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_bearbeitet-300x225.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/IMG_0003_bearbeitet.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4608" class="wp-caption-text">Rigipsdecke mit Revisionsklappe (Bearbeitung)</figcaption></figure>
<p><strong>So macht man sich die Welt schön</strong>, auch ohne Einnahme von Drogen, wenn trotz klirrender Kälte so genannte &#8218;große Arschlöcher&#8216; nichts besseres zu tun haben, als deine Sachen kaputt zu machen. Möglich wurde das mit dem kostenlosen Programm <strong>Paint.NET </strong>v3.5.2. Klar ist nun folgendes: Man könnte einem Arsch auch Ohren ankleben, indem man eine derartige Bildbearbeitungssoftware benutzt. Aber das wäre reine Zeitverschwendung, eine Verbannung nach Süd-Australien, also zum am weitesten entfernten, denkbaren Punkt, wäre angemessener. Ob das Programm auch eine Repair-Funktion hat (Filter), mit der kaputt gemachte Telefonschränke automatisch rückentwickelt werden können, war bei Redaktionsschluss heute Morgen am Rande einer Krisensitzung noch nicht bekannt. Als relativ sicher gilt indes die Vermutung, dass man den Filter &#8218;Krätze an den Hals wünschen&#8216; derzeit noch entwickelt, wobei nicht wenige hier schon heftig nachfragten.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Weiterführend</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.getpaint.net" target="_blank">Website</a></p>
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		<title>203-09 &#8211; Zu Weihnachten 2009 gibt es keine überraschenden Geschenke: alles ist vorhersehbar</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/zu-weihnachten-2009-gibt-es-keine-uberraschenden-geschenke-alles-ist-vorhersehbar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 09:16:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Er gehört ganz unbestreitbar nicht zu den gut Belichteten, was den &#8218;human factor&#8216; angeht. Seine Umgangsformen sind eher rüde, dafür aber präzise und knapp. Nur was man nicht verleugnen kann, wird von ihm anerkannt. Alles andere unterscheidet er wie ein italienischer Pizzabäcker in Streifen und Formen, in flache Teller, Ebenen. Niemand weiß so richtig über ... <a title="203-09 &#8211; Zu Weihnachten 2009 gibt es keine überraschenden Geschenke: alles ist vorhersehbar" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/zu-weihnachten-2009-gibt-es-keine-uberraschenden-geschenke-alles-ist-vorhersehbar/" aria-label="Mehr Informationen über 203-09 &#8211; Zu Weihnachten 2009 gibt es keine überraschenden Geschenke: alles ist vorhersehbar">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2884" title="Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/Nachbarn.Nachbarn.jpg" alt="Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag" width="246" height="54" /></p>
<p><strong>Er gehört ganz unbestreitbar nicht</strong> zu den gut Belichteten, was den &#8218;human factor&#8216; angeht. Seine Umgangsformen sind eher rüde, dafür aber präzise und knapp. Nur was man nicht verleugnen kann, wird von ihm anerkannt. Alles andere unterscheidet er wie ein italienischer Pizzabäcker in Streifen und Formen, in flache Teller, Ebenen. Niemand weiß so richtig über ihn Bescheid, denkt er.</p>
<p><strong>Doch jetzt ist Weihnachten</strong> und seine Mutter hat ihm was geraten, damit er in einem langfristig angelegten Streit noch Punkte auf dem eigenen Wohlverhaltenskonto verdient. Er hat es weitgehend so geschrieben, wie es Mama von ihm verlangt hat. Sogar ohne Schreibfehler.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Vor ein paar Jahren wurde er Vater</strong>, doch seine Tochter wohnt inzwischen anderswo: in einer richtigen Familie, in  der es warm ist und reich an sozialen Kontakten in Berlin-Steglitz. Sie ist da gut aufgehoben. Ganz anders er. <strong>Mike Manteciori</strong> (* Name geändert) hat seinen <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Menschlicher_Faktor" target="_blank">human factor</a> so gut wie gar nicht im Griff. Im Moment lebt er so ein bisschen in einem Provisorium. Mike muss einen Weihnachts-Wunschzettel geschrieben haben an den lieben Gott und der hat ihn gefragt, ob er sich 2010 verändern möchte? Dazu gehört erneut ein Umzug, diesmal zurück ins Grüne. Gut, letztes Wochenende war er mit seiner Neuen schon in der Wohnung Maße nehmen, in die er jetzt einziehen will. Mama hat auch da geholfen. <strong>Beim Messen</strong>.</p>
<p><span id="more-4475"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Wird er diesmal alles besser machen</strong>? 2009 war irgendwie kein gutes Jahr. Er ahnt instinktiv, dass er sich nun mal für etwas entscheiden muss. Seine neue Perle, beispielsweise. Er fühlt, er hat keine Wahl, er muss sich bewusst für sie entscheiden. So wie bisher kann er auf gar keine Fall weiter machen. Es ist zu viel Porzellan zerschlagen worden, es wurden Verletzungen zugefügt. Weihnachten würde eine gute Gelegenheit für einen neuen Anfang sein.</p>
<p><strong>Er schreibt der Kindesmutter einen elektronischen Kurzbrief und sagt, er habe ein Weihnachtsgeschenk für die gemeinsame Tochter. Er würde es gern am Heiligabend mittags um 12 Uhr vorbeibringen. Ob das in Ordnung sei? Auch das ein Weihnachts-Wunschzettel, diesmal an die Kindesmutter und nicht an den lieben Gott, an den er nicht glaubt.</strong></p>
<p><strong>Das wäre es vielleicht schon</strong>, denkt sie nach. Wenn da nur nicht so unendlich viel vorgefallen wäre, allein nur 2009. Es ist viel gewesen, viel zu viel. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat er mit einem Immobilienmakler telefoniert und gesagt, erst werde er den Xy fertig machen und dann sei sie dran, die Mutter ihres gemeinsamen Kindes. Sie ist wie Xy in Ungnade gefallen bei ihm, hat nicht so gespurt, wie er es von diesen <span style="text-decoration: line-through;">Frauen</span> Menschen erwartet. Oder auch von jedem anderen Menschen, insbesondere von Frauen. Er hat sie verfolgt, mit Bremsspuren vor ihrem Wochenendgrundstück, mit Haut und Haaren. Er hat ihr nachgestellt, versucht, alles rauszubekommen, jedes Detail. Sein Vater ist ein ganz großer Stratege, und der hat ihm Tipps gegeben. In seine ehemalige Wohnung hat er vorübergehend sogar einen Ex-Häftling einziehen lassen, hat die Kindesmutter vor Gericht gesagt. In eine Wohnung mit einem Häftling drin, hat sie gesagt, da will sie ihre Tochter nicht schicken.</p>
<p><strong>Und jetzt dieses Weihnachtsgeschenk</strong>, ohne jede Vorwarnung und aus heiterem Himmel? Er hatte nicht einmal ein Geburtstagsgeschenk gebracht, keine Karte, kein nichts. Steht er jetzt unter psychologischer Beratung? Wie kommt der Sinneswandel? Ist es eine große, menschliche Geste?</p>
<p><strong>Ein kurzer Augenblick will an das Gute in jedem Menschen glauben</strong>, an Wahrheit, Aufrichtigkeit, Zuversicht in die Besserung eines jeden Menschen. Doch dann kommen die Erinnerungen zurück an die gemeinsame Zeit. Es stellen sich Zweifel ein, zuerst ganz leise, und schließlich immer drängender. Nein, er hat damals die Beziehung geführt, wie man eine Beziehung nicht führt. Doppelleben. Lauter Geheimniskrämereien, versteckte Kontoauszüge, Zugänge zu Single-Plattformen und heimliche weitere Kontakte mit anderen Frauen. Es war, als brauchte er ständig neue Bestätigung dadurch, dass er sich durch verschiedene Betten schlief. Sein Blick auch heute nie direkt und ruhig in die Augen schauend.</p>
<p><strong>Ist allerdings nicht irgendwann</strong> einmal in jeder noch so verkrachten Existenz ein Fünkchen Hoffnung? Sie glaubt, seinen wirklichen Veränderungen stünden seine gesellschaftlichen Verhältnisse im Weg. Seine Eltern, beispielsweise. Die eine zu dominante, fast beherrschende, nein, herrschende Rolle spielen. Seine Eltern, denkt sie, sind seine Strippenzieher, die ihm überhaupt erst eingetrichtert haben, zu Weihnachten 2009 müsse es &#8218;menscheln&#8216;, das gäbe Punkte vor Gericht. Die Kindesmutter glaubt nicht an Läuterung, an vorgespiegelte Eindrücke, an Weihnachtsgeschenke, die seine Eltern ausgesucht und bezahlt haben, nur um vor Gericht zu punkten. <strong>Mike M</strong>. soll vor Gericht den liebenden Vater geben, der für ein regelmäßiges Umgangsrecht auch den Gang nach Canossa nicht scheut, direkt zum Wohnort der Kindesmutter aufs Grundstück in Berlin-Steglitz. Es ist gar keine Frage: Wo sie wohnt, hat sie ein umfassendes Hausrecht und sie kann und will das nicht aufweichen für jemanden, der aus heiterem Himmel den Weihnachtsmann gibt. Sie will das Geschenk in einer so verfahrenen Situation auf gar keinen Fall annehmen. Zuallererst findet sie den Gedanken abwegig, ihn als Treppengast zu empfangen am eigenen Wohnort.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Er hat sie (früher) geschlagen, er hat sie (vor kurzem) noch fertig machen wollen</strong> und nun dies? Es steht fest: Beide brauchen jetzt Beratung. <strong>Er</strong> muss ein langfristiges Konzept der richtigen, kleinen Schritte einüben und -vor allem- verinnerlichen. Selbst daran zu glauben und fest auf einen Weg kommen, von dem es kaum noch ein Zurück gibt. Nachhaltigkeit. <strong>Er</strong> muss vertrauensbildende Maßnahmen ergreifen, den Häftling nachhaltig rauswerfen aus seiner Wohnung, aus seinem derzeitigen Provisorium ausziehen, Frieden mit den Nachbarn schließen, seine Eltern, die das alles anstiften, zurückpfeifen und in ihre altersbedingten Schranken weisen. Wenn <strong>er</strong> umgezogen ist, so denkt sie in einem Anflug guter Gedanken, zurück an seinen letzten Wohnort, eine Etage tiefer, in die größere von zwei Eigentumswohnungen, kann er sich aufrichtig um Frieden und echte, gutnachbarschaftliche Beziehungen kümmern. <strong>Sie</strong> wird sich darüber berichten lassen, denkt <strong>sie</strong>. Ob <strong>er</strong> jetzt aufhört, ein Doppelleben zu führen? Ob <strong>er</strong> anfängt, mit den Nachbarn wie mit gleichberechtigten Menschen nebeneinander zu leben, deren Gefühle und Sorgen respektiert und deren Lebensleistungen? Ob <strong>er</strong> diesen abwegigen Gedanken aufgibt, seinen ehemaligen Nachbarn immer wieder aufzuoktroyieren, er werde ihnen schon zeigen, wo&#8217;s  langgeht, obwohl die das eigentlich gar nicht wissen wollen, nein, wovon seine früheren Nachbarn eine gänzlich andere, funktionierende Vorstellung haben?</p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/00_Keep.it.under.control.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2404" title="Keep it under control!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/07/00_Keep.it.under.control-150x87.jpg" alt="Keep it under control!" width="150" height="87" /></a></p>
<p><strong>Um wieder ins Gespräch zwischen Kindesvater und Kindesmutter zu kommen</strong>, brauchen beide professionelle Hilfe. Oder einen Wink des Schicksals, der alles auf den Kopf stellt. <strong>Er</strong> muss lernen, sich für die Vergangenheit zu entschuldigen, <strong>er</strong> muss Mitgefühl entwickeln für erlittene Schmerzen. <strong>Sie</strong> muss lernen, vergeben zu können. Aber wie immer im Leben bedarf es dazu einer guten, bemühten Vorarbeit, vor allem einer ehrlichen. Das alles sind <strong>Gesichtspunkte</strong>, über die es sich lohnt, so kurz vor Weihnachten einmal nachzudenken. Vielleicht ist Weihnachten 2010 schon alles ganz anders? Niemand kann das vorhersagen, bis dahin steht der gesamte Vorgang insgesamt unter Beobachtung.</p>
<p><strong>Nein, er soll nicht kommen am Heiligabend</strong> um 12 Uhr mittags, sie wird ihm einen Weihnachtsbrunch zu nehmen empfehlen im <a title="externer Link" href="http://www.qype.com/place/24792-Brauhaus-in-Rixdorf-Berlin" target="_blank">Brauhaus in Rixdorf</a>. Er soll sie Weihnachten (erst einmal) in Ruhe lassen. <strong>Rixdorf ist weit genug weg von Steglitz</strong>.</p>
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		<title>185-09 &#8211; Foto des Tages: Eine Allianz der Hirnlosen bildet gefährliche Banden im Süden Berlins &#8211; von Videotie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 14:32:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#8222;Er ist auch ausgezogen, aber nur, um ungezogen zu sein.&#8220; (Erkenntnis) Es ist eine &#8218;Allianz der vollkommen Hirnlosen&#8216;, hat einer gesagt. Eine andere nannte ihn den Wurm. Wieder ein anderer sagte, er sei eine Zecke. Er habe sich einen Wirt gesucht, wie das Parasiten so machen. Und den saugt er jetzt aus. Nicht alles trifft ... <a title="185-09 &#8211; Foto des Tages: Eine Allianz der Hirnlosen bildet gefährliche Banden im Süden Berlins &#8211; von Videotie" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/foto-des-tages-eine-allianz-der-hirnlosen-bildet-gefahrliche-banden-im-suden-berlins-von-videotie/" aria-label="Mehr Informationen über 185-09 &#8211; Foto des Tages: Eine Allianz der Hirnlosen bildet gefährliche Banden im Süden Berlins &#8211; von Videotie">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4342" aria-describedby="caption-attachment-4342" style="width: 252px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC05928_Stalking.Joe_.Mc.Do_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4342" title="Stalking Joe Mc Donald" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC05928_Stalking.Joe_.Mc.Do_-262x300.jpg" alt="Stalking Joe Mc Donald" width="262" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC05928_Stalking.Joe_.Mc.Do_-262x300.jpg 262w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC05928_Stalking.Joe_.Mc.Do_.jpg 875w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4342" class="wp-caption-text">Stalking Joe Mc Donald</figcaption></figure>
<blockquote><p>&#8222;Er ist auch ausgezogen, aber nur, um ungezogen zu sein.&#8220; (Erkenntnis)</p></blockquote>
<p><strong>Es ist eine &#8218;Allianz der vollkommen Hirnlosen&#8216;</strong>, hat einer gesagt. Eine andere nannte ihn den Wurm. Wieder ein anderer sagte, er sei eine Zecke. Er habe sich einen Wirt gesucht, wie das Parasiten so machen. Und den saugt er jetzt aus.</p>
<p><strong>Nicht alles trifft die Sache richtig gut</strong>. Richtig ist aber folgendes: er macht Psychoterror, hält sich selbst für einen bewegten Linken, aber achtet die Menschenwürde anderer Menschen nicht, sondern tritt sie mit Füssen. Seit Monaten macht er dieses Spiel mit den Videokameras. Ob er eine angeschlossen hat oder nicht, darüber streitet er nicht. Wenn man ihn danach befragt, dann weicht er nebulös aus, obwohl es alle gesehen haben. Die hier abgebildete Kamera ist in einem Dachgeschoss montiert auf einem Stativ. Das &#8218;magische Auge&#8216; zeigt aus dem Küchenfenster der Büroeinheit und schielt zwischen den Lamellen einer heruntergelassenen Jalousie hindurch. Die Kamera ist auf einen privaten Garten gerichtet. Er ist weiterhin &#8218;der Wurm&#8216;, und einer nennt ihn jetzt auch Stalking Joe Mc Donald.</p>
<p><strong><span id="more-4341"></span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><a href="http://twitpic.com/ddkm7" title="Nachbar hat alles im Blick. Zum Gl&Atilde;&frac14;ck nicht meiner. on Twitpic"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://twitpic.com/show/thumb/ddkm7.jpg" width="150" height="150" alt="Nachbar hat alles im Blick. Zum Gl&Atilde;&frac14;ck nicht meiner. on Twitpic"/></a><br />
(Foto: Rechtsanwalt Udo Vetter auf twitpic: Nachbar hat alles im Blick. Zum Glück nicht meiner &#8211; Original: aufs Bild klicken)</p>
<p><strong>Sie soll den Eindruck permanenter Überwachung suggerieren</strong>. Wer sich in diesem Garten bewegt, wird erfasst. Neulich hat er ans Gericht geschrieben, die Polizeibeamten hätten die bemängelten Zustände (eine permanent auf den Garten zeigende Kamera) nicht vorgefunden. Die Polizei sagt dazu, dass sei Privatsache. Denn es zeigt auf den privaten Garten einer Familie. Die will nicht gefilmt werden. Sie will sich weder filmen lassen von dem Idioten, der da oben zeitweise aufhältig ist, noch will sie sich auch nur dem äußeren Anschein nach mit einer permanenten Bedrohung abfinden, es könnte gefilmt werden. Könnte? Ja, könnte. Denn wahrscheinlich ist, dass die Kamera dort lediglich nur aufgebaut wurde, von einem dämlichen Jungen, der zwar schon lange aus der Pubertät raus sein müsste, der aber solches Spielzeug offenbar schick findet.</p>
<p><strong>&#8218;Eine schwere Persönlichkeitsstörung&#8216;, so sagen Psychologen</strong>, könne dazu führen, dass ein Täter aus Rachsucht derartige Versuche unternimmt, Macht über andere Menschen zu gewinnen. Es geht darum, einem Opfer klarzumachen, dass man es nun komplett beherrschen könne, jederzeit, rund um die Uhr. Solche Menschen kommen nicht an ihre eigenen Emotionen ran, sind unfähig, das Leid anderer Menschen nachzuempfinden.</p>
<p><strong>Und damit sind wir in dem</strong> hier berichteten Fall auch schon bei einer Allianz der vollkommen Hirnlosen. Denn hier gibt es eine Besonderheit: es gibt einen vorgeschickten Täter, der die Dreckarbeit machen soll, und es gibt die Auftraggeber, gleich mehrere davon. Ihr Ziel, so sagen sie in geheimen Gesprächszirkeln, ist es, den &#8230;.(Name unwichtig)&#8230; fertig zu machen. Wenn der fertig ist, dann ist die &#8230;.(Name ebenfalls unwichtig)&#8230; dran. Sie hat zwar mit ihm nur gemeinsam, dass sie beide fertig gemacht werden sollen. Aber das hat erstens vollkommen unterschiedliche Gründe und ist zweitens sowieso egal.</p>
<p><strong>Für ihn nehmen sie sich dieses Spielzeug Videoüberwachung</strong> und zermürben ihn. Seine Frau hat jetzt einen Antrag an das Amtsgericht geschickt, es diesen Leuten zu verbieten, derartige Kameraüberwachungen vorzutäuschen oder auszuüben. Die Schriftsätze, die die Auftraggeber und ihr Auftragnehmer zur Sache schicken, sind das rechtliche Gehör, das ein Amtsrichter diesen &#8218;Vollpfosten&#8216; wohl gewährt, obwohl die Rechtslage ganz, ganz eindeutig ist. So wird aus einer Videoüberwachung wie dieser, eine Schriftsätze-Schlacht. Weder die Auftraggeber noch der Auftragnehmer bestreiten es. Der eine sagt, dessen bislang auch polizeilich nicht überführt worden zu sein, was gelogen ist. Einige Wochen vorher hatte er sogar das gesamte öffentliche Straßenland nach vorn raus videoverfilmt. Die Polizei hat nichts gemacht. Erst als der Betroffene sich wiederholt an sie wandte, wurde der Abbau dieser Anlage straßenseitig von der Polizei gefordert. Beim Amtsgericht lügt jetzt der Auftragnehmer, dass sich die Balken biegen. Die Personen, die jetzt verklagt sind, versuchen nun auch noch, ein Eilbedürfnis zu bestreiten. Mit dem Ziel, die Videotie auf Dauer rechtschaffen zu sprechen. Ein kranker Zustand.</p>
<p><strong>Sie, die Auftraggeber, sind sicherheitshalber mal schnell</strong> nach Australien verreist. Sie können eigentlich auch schon deswegen nichts darüber wissen. Die Geschichte klingt verwegen, abwegig und ist doch wahr. Immer wenn der Auftragnehmer jetzt da war, und das war gerade in der Nacht von gestern zu heute wieder einmal der Fall, schaltet sich danach die gesamte Büroeinheit stromtechnisch für Stunden ab. Ein anderer, der mit diesem Pack nichts zu tun hat, setzt die Speicher zurück, schaltet den Kameraknopf aus und fährt die PCs herunter, die dahinter laufen. Erst dadurch wird die Videoüberwachung gestoppt. Nicht durch Gerichte, denn die haben alle Zeit der Welt und halten es für einen Akt wechselseitiger Gerechtigkeit zu erforschen, ob vielleicht ein videotischer Täter Argumente hätte, die ihn dazu veranlassten. Dass eine Einstweilige Verfügung einen Zeitrahmen von fünf bis sechs Wochen braucht, ist außergewöhnlich. Findet das Gericht es vielleicht hinnehmbar?</p>
<p><strong>Währenddessen kämpft ein weiterer Hirnloser</strong> gegen die Windmühlen der Familiengerichtsbarkeit. Ein jedes Blatt kann sich gegen einen selbst wenden, und wer schlechte Energien auslebt, muss sich nicht wundern, wenn diese Stromschläge irgendwann einmal einen selbst treffen. Dessen Rechtsanwalt hat den Spitznamen &#8218;Feige&#8216; erhalten, munkelt man. Der &#8218;Feige&#8216; sagt, die Eltern seines Mandanten seien gut angesehene Leute. Seine Schwester war konsequent. Sie ist einfach ausgezogen. Er ist auch ausgezogen, aber nur, um ungezogen zu sein. <strong>Na, Prost Mahlzeit</strong>.</p>
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		<title>172-09 &#8211; Linktipp: Die Milch ist sauer &#8211; oder Wie man mit Berliner Schnauze auf die Fresse fällt&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 08:59:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ Lauthals klagt er, schreit er, geifert fast, der alte Mann, als er in die Kaffeetasse blickt, die er soeben frisch gefüllt und mit noch dampfendem Inhalt über dem Tresen der Baguetterie von der netten Bedienung entgegen nimmt, sie auf seinen Tisch stellt und sich irgendwie komisch mit seinem Körper und seiner geöffneten Jacke über die ... <a title="172-09 &#8211; Linktipp: Die Milch ist sauer &#8211; oder Wie man mit Berliner Schnauze auf die Fresse fällt&#8230;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/linktipp-die-milch-ist-sauer-oder-wie-man-mit-berliner-schnauze-auf-die-fresse-fallt/" aria-label="Mehr Informationen über 172-09 &#8211; Linktipp: Die Milch ist sauer &#8211; oder Wie man mit Berliner Schnauze auf die Fresse fällt&#8230;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1998" title="icon_linktipp" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/06/icon_linktipp.png" alt="icon_linktipp" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-73" title="Psychologische Leerformel" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/12/psychoformel.jpg" alt="Psychologische Leerformel" width="229" height="55" /></p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> Lauthals klagt er, schreit er, geifert fast, der alte Mann, als er in die Kaffeetasse blickt, die er soeben frisch gefüllt und mit noch dampfendem Inhalt über dem Tresen der Baguetterie von der netten Bedienung entgegen nimmt, sie auf seinen Tisch stellt und sich irgendwie komisch mit seinem Körper und seiner geöffneten Jacke über die Tasse gebeugt hat. <em>“Die scheiß Milch ist sauer!”</em> blökt er durch den Laden und versaut die ruhige freitägliche Atmosphäre in dem Laden. Alle schauen über ihre Zeitungen hinweg, erst in ihre Tassen, dann auf den Lauten, der sich weit in eine Ecke gesetzt hat. Stille. Der Blick ihn ihre Tassen sagt ihnen, dass ihre Milch nicht schlecht war &#8211; sie lesen weiter. Menschen eben.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Eine typische Berliner-Geschichte</strong> hat Ronny <a title="externer Link" href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=9175" target="_blank">hier aufgeschrieben</a>. <strong>Lesenswert</strong>. Schublade: Täglicher Sinnwahn.</p>
<p>Das Blog Kraftfuttermischwerk kann man auch <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=stalking" target="_self">stalken</a>, keine schlechte Idee. U.a. bei <a title="externer Link" href="http://twitter.com/das_kfmw" target="_blank">twitter</a> oder facebook&#8230;lohnt sich bei dieser Art Schreibe vielleicht? Soll jeder selbst entscheiden, wen er stalkt. Doch beachte die social rules (<a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/11/praktische-benimmregeln-fur-stalker-und-konkrete-lebenshilfe/" target="_self">Benimmregeln</a>), wen du wie <a title="externer Link" href="http://de-de.facebook.com/people/Ronny-Kraak/1336593656" target="_blank">stalkst</a>.</p>
<p>Zur Psychologischen Leerformel <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2007/12/fussabtreter/" target="_self">mehr hier</a>.</p>
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		<title>117-09 &#8211; Volker Semler ist Rechtsanwalt und Mediator &#8211; beides kann durchaus zusammenpassen</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/volker-semler-ist-rechtsanwalt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:46:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[  Die meisten Leute wollen streiten.&#8220; (Volker Semler, Rechtsanwalt, Mediator) Volker Semler aus Berlin-Zehlendorf ist Rechtsanwalt und beschäftigt sich u.a. mit außergerichtlichem Konfliktmanagement professionell. Er ist Partner in dieser Sozietät. Er hat einen seiner verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkte auf den Beruf des Mediators gelegt. In diesem (etwas neueren) Tätigkeitsbereich sind Menschen unterwegs, die sich mit dem Lösen ... <a title="117-09 &#8211; Volker Semler ist Rechtsanwalt und Mediator &#8211; beides kann durchaus zusammenpassen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/volker-semler-ist-rechtsanwalt/" aria-label="Mehr Informationen über 117-09 &#8211; Volker Semler ist Rechtsanwalt und Mediator &#8211; beides kann durchaus zusammenpassen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<figure id="attachment_1475" aria-describedby="caption-attachment-1475" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/skuril_500x500_rechtsanwalt.jpg"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1475  " title="Skuril 03.09 - Rechtsanwaltsempfehlung" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/skuril_500x500_rechtsanwalt-300x300.jpg" alt="Skuril 03.09 - Rechtsanwaltsempfehlung" width="210" height="210" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/skuril_500x500_rechtsanwalt-300x300.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/skuril_500x500_rechtsanwalt-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/skuril_500x500_rechtsanwalt.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" /></strong></a><figcaption id="caption-attachment-1475" class="wp-caption-text">Skuril 03.09 - Rechtsanwaltsempfehlung</figcaption></figure>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> Die meisten Leute wollen streiten.&#8220; (Volker Semler, Rechtsanwalt, Mediator)</p></blockquote>
<p><strong>Volker Semler aus Berlin-Zehlendorf ist Rechtsanwalt</strong> und beschäftigt sich u.a. mit außergerichtlichem Konfliktmanagement professionell. Er ist Partner in <a title="externer Link" href="http://www.schwamborn-schmidt-heisig.eu/4_5.html" target="_blank">dieser Sozietät</a>.</p>
<p>Er hat einen seiner verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkte auf den Beruf des Mediators gelegt. In diesem (etwas neueren) Tätigkeitsbereich sind Menschen unterwegs, die sich mit dem Lösen unüberwindlicher Konflikte zwischen Menschen befassen. Problemlösungen finden. &#8218;Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg&#8216;, so könnte der berufliche Ehrenkodex eines solchen Mediators lauten. Volker Semler erklärt das Entstehen von (zu weitgehenden) Konflikten so:</p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> Konflikte treten auf, wenn die Bedürfnisse eines Menschen oder einer Gruppe nicht in dem Maße erfüllt werden, wie es nach der jeweiligen Vorstellung sein sollte. In Konfliktsituationen sind die Betroffenen der Auffassung, sie hätten aus diesem oder jenem Grund einen Anspruch und ein Recht darauf, von anderen Personen/Parteien etwas zu verlangen bzw. zu verweigern. Wenn die andere Partei entgegengesetzter Auffassung ist, besteht bei beiden Beteiligten eine Abweichung zwischen der subjektiven Vorstellung, wie ihre jeweilige Realität beschaffen sein sollte und wie sie tatsächlich ist.&#8220; (Quelle: Homepage Semler, <a title="externer Link" href="http://anwalt-semler.de/media.html" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3809"></span><strong>***</strong></p>
<p>Über derartige, scheinbar unüberwindbare Interessengegensätze hat <strong>gesichtspunkte.de</strong> schon des Öfteren berichtet. Beispielsweise in den Interviews mit einem Stalkingopfer <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">hier</a>. Dass daher Mediationsbemühungen nicht immer erfolgreich sind, liegt u.a. auch daran, dass die eine Seite etwas verlangt, was die andere Seite nach objektivierbaren allgemeinen Rechtsgrundsätzen niemals auf dem gerichtlichen Wege zugesprochen bekäme. Solche Dinge, unerfüllbare Forderungen von Laien, die in einem Rechtssegment vollkommen unerfahren sind, sind daher Elfenbeintürme von Forderungen, die von <strong>guten Mediatoren</strong> (aber auch <em>eigenen</em> Rechtsanwälten, die nicht Mediatoren sein dürfen, sondern Interessenvertreter) zurechtgestutzt werden müssen. Die Berufe des Rechtsanwalts und des Mediators liegen eigentlich gar nicht mal so weit auseinander, auch wenn man erst mal anderes denken würde.</p>
<p><strong>Es geht auch um die &#8218;innere Einstellung&#8216;</strong> von Rechtsanwälten, ihre eigene Berufsethik. Rechtsanwälte vertreten fremde Interessen gegen Bezahlung. Mandanteninteressen. Ein Mediator muss sich aber neutral verhalten. Ist, wer beides ausübt, einer, der im Rechtsanwaltsauftrag einigungsfähiger ist, als ein Rechtsanwalt, der von Mediation keine Ahnung hat? Weit gefehlt: Mediation gehört zu den Standespflichten von Rechtsanwälten. Nur vergessen das viele. Die Standesregeln des Rechtsanwaltsberufs sind dabei -und das wird immer wieder vergessen- eigentlich eher so gestrickt, dass es bei der Wahrnehmung berechtigter Interessen um &#8218;ausgleichendes&#8216;, konfliktlösendes Verhalten geht. Rechtsanwälte sollen ihre Mandanten so beraten, dass diese Lösungen ihrer Probleme erreichen. Anwälte, die immer nur Öl in bereits brennende Feuer gießen, werden dieser zentralen Standesverpflichtung nicht gerecht und schüren aus wirtschaftlichen Eigeninteressen die naheliegende Streitbeendigung im Vergleichswege. Nicht schlecht ist der Überblick in <a title="externer Link" href="http://www.kottmeier-steuerberatung.de/vorschriften/01fd1295d70b168d7.html" target="_blank">stichwortartiger Form hier</a>.</p>
<p>Mit wenigen, aber zutreffenden Worten veröffentlichen die Rechtsanwälte Janke &amp; Kloth Mäßigungsempfehlungen an die werte Mandantschaft in übersichtlicher Form, <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/wenn-die-sonner-der-kultur-niedrig-steht-werfen-selbst-zwerge-lange-schatten/" target="_self">wir berichteten hier</a>. Über Rechtsanwälte, für die Rabulistik zum anwaltlichen Portfolio gehört, auch um andere dessen zu beschuldigen, oder sagen wir das Gegenteil einer nachprüfbar positiven Berufsethik <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Rabulistik" target="_self">hier</a>. Man sieht, die Themen Mediation, Rechtsanwaltsberuf und Konfliktlösung spielen offenbar (<em>auf dieser Website</em>) eine große Rolle.</p>
<figure style="width: 111px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" title="Volker Semler, u.a. Mediator" src="http://www.schwamborn-schmidt-heisig.eu/pics/anwaelte_neu/gross/semler.jpg" alt="Volker Semler, u.a. Mediator" width="121" height="150" /><figcaption class="wp-caption-text">Volker Semler, u.a. Mediator</figcaption></figure>
<p><strong>In eine derartige Problemgemengelage</strong> schneien Angebote wie das von <strong>Volker Semler</strong> mit hohem Aufmerksamkeitswert herein. Er hat dafür eine Zusatzausbildung gemacht, sagt er. Und so wird es wohl auch erforderlich sein. Weg vom Feinddenken, hin zum Verbindenden. Man fragt sich indessen, wie andere Menschen ihre Konflikte erfahrungsgemäß lösen? Unter Fremdanleitung? Aus eigener Kraft? Uns sind Menschen bekannt, die sich auf gar keinen Fall mit anderen einigen wollen. Die immer wieder gebetsmühlenartig den &#8218;final countdown&#8216; auf ihre Widersacher beginnen anzuzählen. Selbst wenn sie selbst nur noch wenige Jahre zu leben haben. Unerbittlichkeit. <strong>Streit als Lebenselixier</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>gesichtspunkte.de</strong> interessiert sich weiter für dieses Thema und wird bei passender Gelegenheit wieder darüber berichten.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Mediation" target="_self">Stichwort Mediation</a> auf gesichtspunkte.de</p>
<p><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Rechtsanwalt" target="_self">Stichwort Rechtsanwalt</a> auf gesichtspunkte.de</p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.gotthal.de/mediationgastbeitrag01" target="_blank">Gastbeitrag vom 15.10.09</a> auf gotthal.de (ausführliche Beschreibung)</p>
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		<title>104-09 &#8211; Berlin hat gute Erfahrungen: Die Zuständigkeit der Abteilung 21 &#8211; doch Opfer melden Kritik an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 18:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mediation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Verfahren werden in der Abteilung 21 der Amtsanwaltschaft geführt. Diese Zentralisierung der Bearbeitungszuständigkeit hat sich bewährt. Sie ermöglicht eine besonders effektive und nachhaltige Verfolgung jener Verstöße. Die Zusammenarbeit zwischen der zuständigen Abteilung der Amtsanwaltschaft Berlin, dem Familiengericht und der Polizei gestaltet sich gut.&#8220; (Quelle: Drucksache 6/12 132, Kleine Anfrage des Abgeordneten Sven Kohlmeier (SPD), ... <a title="104-09 &#8211; Berlin hat gute Erfahrungen: Die Zuständigkeit der Abteilung 21 &#8211; doch Opfer melden Kritik an" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/der-senat-von-berlin-21/" aria-label="Mehr Informationen über 104-09 &#8211; Berlin hat gute Erfahrungen: Die Zuständigkeit der Abteilung 21 &#8211; doch Opfer melden Kritik an">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="Positionen" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_2785" aria-describedby="caption-attachment-2785" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/parlamentsfernsehen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2785 " title="Screenshot parlamentsferien.de" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/parlamentsfernsehen-300x192.jpg" alt="Screenshot parlamentsferien.de" width="210" height="134" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/parlamentsfernsehen-300x192.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/parlamentsfernsehen.jpg 542w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2785" class="wp-caption-text">Screenshot parlamentsferien.de</figcaption></figure>
<blockquote><p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-180 alignnone" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /></a> Die Verfahren werden in der Abteilung <strong>21</strong> der Amtsanwaltschaft geführt. Diese Zentralisierung der Bearbeitungszuständigkeit hat sich bewährt. Sie ermöglicht eine besonders effektive und nachhaltige Verfolgung jener Verstöße. Die Zusammenarbeit zwischen der zuständigen Abteilung der Amtsanwaltschaft Berlin, dem Familiengericht und der Polizei gestaltet sich gut.&#8220; (Quelle: Drucksache 6/12 132, Kleine Anfrage des Abgeordneten Sven Kohlmeier (SPD), Antwort vom 05 Juni 2008, Justizsenatorin von der Aue, vollständiger Wortlaut der Anfrage <a title="externer Link" href="http://www.sven-kohlmeier.de/wp-content/uploads/2008/07/ka16-12132_gewschg.pdf" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Sven Kohlmeier (SPD)</strong> wollte vom Senat wissen, welche Erfahrungen das Land Berlin mit dem (2002 eingeführten) Gewaltschutzgesetz (GewSchG) gemacht hat? Die seit 2002 bis 2007 geführten Verfahren gibt der Senat wie folgt an (auf Bild klicken) Anzahl Verfahren GewSchG 2002-2007  (Quelle: Senat Bln)</p>
<figure id="attachment_3710" aria-describedby="caption-attachment-3710" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Anzahl.Verfahren.GewSchG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3710" title="Anzahl Verfahren GewSchG 2002-2007(Quelle: Senat Bln)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Anzahl.Verfahren.GewSchG-300x66.jpg" alt="Anzahl Verfahren GewSchG 2002-2007(Quelle: Senat Bln)" width="300" height="66" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Anzahl.Verfahren.GewSchG-300x66.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Anzahl.Verfahren.GewSchG.jpg 521w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3710" class="wp-caption-text">Anzahl Verfahren GewSchG 2002-2007(Quelle: Senat Bln)</figcaption></figure>
<p><span id="more-3709"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Allerdings </strong>sind die Maßstäbe für die Datenerhebungen während des Erfassungszeitraums unterschiedlich gewesen.</p>
<p>Die kursiv gesetzten Zahlen beziehen sich auf Verfahrens<strong>erledigungen</strong>; Eingangszahlen liegen zu einem aufschlussreichen Vergleich daher nicht vor. Eine Erfolgs- bzw. Trefferquote also auch nicht. Die Zahlen für die strafrechtlichen Ermittlungsverfahren umfassen auch Erledigungen durch Abgabe oder Verbindung. Zu dem Anstieg der Erledigungen ab dem Jahr 2005 und dem Rückgang im Jahr 2007 ist zu bemerken, dass dies vornehmlich aus der Änderung der Erfassung der Eingänge bei der Amtsanwaltschaft resultiert. Erst im Laufe des Jahres 2004 wurde damit begonnen, die von der Polizei gebildeten Sammelvorgänge nach der Zahl der verbundenen Einzeltaten zu erfassen. Diese Praxis wurde im Jahr 2007 wieder aufgegeben. Man sieht also, die Art der Datenerhebungen wechselte immer wieder mal. Und noch mehr: Nicht einmal der Anteil an weiblichen und männlichen Antragstellern wurde ermittelt. Die Zahlen sind also so wirklich aussagekräftig (noch) nicht.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: center;">
<dl class="wp-caption alignleft" style="text-align: center; width: 225px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sven-kohlmeier.de/wp-content/uploads/sk2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 15px;" title="Sven Kohlmeier (Quelle: Homepage)" src="http://www.sven-kohlmeier.de/wp-content/uploads/sk2.jpg" alt="Sven Kohlmeier (Quelle: Homepage)" width="215" height="143" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Sven Kohlmeier, SPD (Quelle: Homepage)</dd>
</dl>
<p>***</p></div>
<p>Zu überlegen ist tatsächlich, ob nicht einmal ein <strong>refresh</strong> dieser Anfrage sinnvoll wäre? Denn die Art und Weise der uneinheitlichen Datenerhebung lässt noch zu wenige Rückschlüsse allgemeiner Art zu, wie z.B. Aussagen über die Erfolgsquoten, tatsächliche Verteilung über den Geschlechterproporz und vieles mehr. Dass die Bildung der Spezialabteilung komplett abgeschlossen ist, könnte ein Gerücht sein. Bei Anfragenden wird am Telefon schon mal gesagt, das sei ja eine ganz neue Abteilung, die erst dieses Jahr an dieser Stelle beheimatet ist.</p>
<blockquote>
<div class="mceTemp"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> &#8222;Die meisten kommen durch sanften Druck zu uns&#8220;, so der Psychologe Gerd Hafner von der &#8222;Mannsarde&#8220;, einer Beratungsstelle für Männer. Kommt eine Beratung zu Stande, geht es fast immer darum, dass &#8222;die Männer erst mal lernen, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen&#8220;. (Quelle: Berliner Mieterverein, <a title="externer Link" href="http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0605/hauptmm.htm?http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0605/060520.htm" target="_blank">hier</a>)</div>
</blockquote>
<div class="mceTemp" style="text-align: center;"><strong>***</strong></div>
<p>Hinzu kommt die Forderung nach transparenten Bearbeitungszeiten bei der Amtsanwaltschaft. Bei Hilfesuchenden ist der Eindruck einer betätigungs- und wirkungslosen Bearbeitung entstanden. Diese erstreckt sich manchmal noch nach einem Monat lediglich nur auf die Bekanntgabe eines Aktenzeichens. Der Emailzugang zur Amtsanwaltschaft gestaltet sich kryptisch. Wer auf Autoreply-Antworten der Amtsanwaltschaft nachfragend reagiert und meint, diese Textbausteine unverständlich zu finden, erhält keine Antwort. Ob es konkret besser sei, eine derartige Anzeige bei der Amtsanwaltschaft einzureichen oder lieber bei der Polizei? Keine Antwort. Die behördlichen Abläufe folgen einem festen, für den Laien unbekannten Schema. Nach Wochen (und teils Monaten), wenn das Aktenzeichen (endlich) vergeben wurde und mitgeteilt ist, entscheiden Amtsanwälte, ob noch Ermittlungen zur Sache erforderlich sind. Diese werden nicht von ihnen selbst angestellt, sondern von der Berliner Polizei. Die Berliner Polizei hat auf diese Weise in konkreten Stalkingsituationen auf diese Weise bei entsprechender Vorkenntnis des Petenten schon Vorgänge auf dem Tisch, die sie einem Vorgang der Amtsanwaltschaft nicht zuordnen kann. Diese &#8218;kopflosen&#8216; Aktenüberstücke sind Fremdkörper in einer Flut anderweitiger Ermittlungsvorgänge. Die Sachbearbeiter haben zudem Nacht- und Außendienste abzuleisten und finden nicht genug Zeit für die Arbeit am Schreibtisch. Opfern wird daher bedeutet, die Zahl der Eingaben anlassunabhängig auf dem geringstmöglichen Level zu halten. Was menschlich verständlich ist, aber keine adäquate Ermittlungsarbeit mehr ist.</p>
<p>Zudem erfahren weitere Anzeigen, die zur selben Sache hinzukommen, eine vorläufige Chaos-Strategie:  Erledigung durch Zeitablauf und liegen lassen. Ganz entgegen aller Kommentare zur Rechtsquelle selbst, raten in dem Spezialgebiet nicht geschulte Polizeibeamte Opfern schon mal, vorläufig umzuziehen. Wie sagte die Bundesjustizministerin bei Einführung dieses Gesetzes: <strong>Der Täter geht, das Opfer bleibt. Pustekuchen.</strong></p>
<p><strong>Weiterführender Link</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite-Stalking%3Bart705,2809395" target="_blank">Tagesspiegel v. 29.05.09 &#8211; (eine) Täterbeschreibung</a></p>
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		<title>92-09 &#8211; Der große Spieletest: gesichtspunkte.de hat´s getestet: STALKopoly ist saustark und macht Spaß</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/der-grosse-spieletest-stalkopoly/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 07:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fake Spots]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon als Kinder haben wir gern Monopoly gespielt: und damit Weichen gestellt. Ziehe eine Ereigniskarte, hopse zur Schloßallee und dann setze drei Runden aus. Kaufe Parkallee, ach, herrlich war´s. Stunden verbrachte die Familie mit diesem beliebten Gesellschaftsspiel. Getreu dem Motto: Haste nüscht, biste nüscht besteht das Ziel darin, andere (Mitspieler) in die Insolvenz zu treiben, ... <a title="92-09 &#8211; Der große Spieletest: gesichtspunkte.de hat´s getestet: STALKopoly ist saustark und macht Spaß" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/der-grosse-spieletest-stalkopoly/" aria-label="Mehr Informationen über 92-09 &#8211; Der große Spieletest: gesichtspunkte.de hat´s getestet: STALKopoly ist saustark und macht Spaß">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure style="width: 240px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/df/German_Monopoly_board_in_the_middle_of_a_game.jpg/250px-German_Monopoly_board_in_the_middle_of_a_game.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" title="Monopoly - Quelle: wikipedia" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/df/German_Monopoly_board_in_the_middle_of_a_game.jpg/250px-German_Monopoly_board_in_the_middle_of_a_game.jpg" alt="Monopoly - Quelle: wikipedia" width="250" height="154" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Monopoly - Quelle: wikipedia</figcaption></figure>
<p>Schon als Kinder haben wir gern <strong>Monopoly</strong> gespielt: und damit Weichen gestellt. Ziehe eine <strong>Ereigniskarte</strong>, hopse zur Schloßallee und dann setze drei Runden aus. Kaufe Parkallee, ach, herrlich war´s. Stunden verbrachte die Familie mit diesem beliebten Gesellschaftsspiel. Getreu dem Motto: <strong>Haste nüscht, biste nüscht</strong> besteht das Ziel darin, andere (Mitspieler) in die <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Restschuldbefreiung" target="_blank">Insolvenz</a> zu treiben, ganz so wie im richtigen Leben. Ja, damals wurde bereits der Grundstein fürs berufliche Leben gelegt. Das Spiel hat unbestreitbar eine ganz unglaubliche Nähe zum Alltag im Beruf des Haus- und Grundstücksverwalters, da gibt es kein Vertun.</p>
<figure id="attachment_3636" aria-describedby="caption-attachment-3636" style="width: 189px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/vertrauensfrage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3636" title="Vertrauensfrage (quelle: gotthal.de)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/vertrauensfrage.jpg" alt="Vertrauensfrage (quelle: gotthal.de)" width="199" height="149" /></a><figcaption id="caption-attachment-3636" class="wp-caption-text">Vertrauensfrage (quelle: gotthal.de)</figcaption></figure>
<p>Umso überraschter war die Redaktion von <strong>gesichtspunkte.de</strong>, als sie als <em>weltweit erste</em> Online-Redaktion ein ganz neues, noch nicht erschienenes Spiel in die Hände bekam. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass die Verleger wegen der großen Nähe des Spiels zu Monopoly ihr neu erfundenes Brettspiel <strong>STALKopoly </strong>noch patentrechtlich überprüfen lassen wollen, um Schadenersatzansprüche zu vermeiden. Unsere <strong>Onlineredaktion Spieletest</strong> (Chefredakteur: Heribert Harpenkötter) befasste sich ausgiebig mit dem Spiel und hat es kritisch rezensiert. Das uns überlassene Testexemplar mussten wir dem Herausgeber inzwischen wieder zurückgeben. Hier der ausführliche Spieletest.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3614"></span><strong>***</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<figure id="attachment_2957" aria-describedby="caption-attachment-2957" style="width: 148px" class="wp-caption alignright"><strong></strong><strong><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/YearbookYourself_1976.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2957 " title="Ich selbst - 1976 - &quot;the year of the cat&quot;" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/YearbookYourself_1976.jpg" alt="Heribert Harpenkötter, Spieletest-Chefredakteur" width="158" height="224" /></a></strong><figcaption id="caption-attachment-2957" class="wp-caption-text">Heribert Harpenkötter, Spieletest-Chefredakteur</figcaption></figure>
<p><strong>Spieletest-Bericht: STALKopoly &#8211; Von Heribert Harpenkötter</strong></p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> <strong>Monopoly</strong> (englisch für <em>Monopol</em>) ist ein bekanntes Brettspiel. Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Dazu erwirbt man möglichst viele Straßenfelder (während die Sonderfelder Gemeinschafts- und Ereignisfeld, Los, Frei Parken, Einkommens- und Zusatzsteuer sowie das Gefängnis nicht erworben werden können), um von den Mitspielern Mieten zu kassieren, wenn diese durch Würfeln auf einem solchen Feld landen.</p>
<p>Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele und wird in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft (nach Angaben des Verlags) &#8211; Quelle: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monopoly" target="_blank">wikipedia.de</a></p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick sieht das noch nicht erschienene, neue Brettspiel <strong>STALKopoly </strong>aus, wie ein ganz gewöhnliches deutsches Monopoly herkömmlicher Art. Allerdings sind die Spielregeln an den Zweck des Spiels angepasst worden und lassen sich mit dem Original nicht mehr vergleichen. Der ausführlichen Spielebeschreibung, die in 90 verschiedenen Sprachen der Welt bei Redaktionsschluss vorlag, entnehmen wir in gutem Deutsch (die Initiatoren kommen wohl daher), dass der große Erinnerungs- bzw. Gewöhnungseffekt jahrelangen Monopoly-Spielens daher nicht vergeblich war. Und das ist auch unbestreitbar unser Eindruck. Die Spieletestredaktion hat das Spiel zu Testzwecken ausgiebig gespielt und kaum Einspielschwierigkeiten gehabt.</p>
<p>Aber was ist nun anders an dem <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morphing" target="_blank">gemorphten</a> Monopoly-Spiel namens STALKopoly?</p>
<p>Die Unterschiede sind im Wesentlichen folgende:</p>
<figure id="attachment_3633" aria-describedby="caption-attachment-3633" style="width: 158px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/uw_kuhmilch_240x148.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3633 " title="Unnützes Wissen: Leere Kühe melken (quelle: gotthal.de)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/uw_kuhmilch_240x148.jpg" alt="Unnützes Wissen: Leere Kühe melken (quelle: gotthal.de)" width="168" height="104" /></a><figcaption id="caption-attachment-3633" class="wp-caption-text">Unnützes Wissen: Leere Kühe melken (quelle: gotthal.de)</figcaption></figure>
<p>Anstatt 1.500,- EUR Spielgeld erhalten alle Spieler 2.000 Einheiten <strong>Vertrauensvorschuss. Dieser wird dann konsequent verspielt.</strong> Wie im Monopoly üblich, erhält jeder Teilnehmer eine Spieleperson, die sich zyklisch über das Spielebrett zu bewegen hat, um das spielerische Ziel zu erreichen. Wie in einer richtigen Stadt bewegt sich der Spieler und investiert vom vorhandenen Vertrauensvorschuss denjenigen Teil, den er für angemessen hält. In der elektrifizierten Fassung des Spiels ist ein jederzeitiges Online-Update mit der Website http://www.rottenneighbor.com  (derzeit, warum auch immer, <em>under construction</em> &#8211; Stand 05.10.09) möglich.  Die Update-Zuverlässigkeit konnte daher von der Testredaktion nicht näher überprüft werden. Jahres &#8211; Abos sollen günstiger sein, es drohen 15% Rabatt. So bekommen die Spieler zugleich verlässlichen Zugriff auf die sämtlichen Eigenarten wohnender Nachbarn. Dies kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn man Bedenken hat, zu viel Vertrauensvorschuss in eine derartige Immobilie zu investieren. <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikation" target="_blank">Diversifizierung</a> raten Fachleute, das Streuen von Risiken, im Anlagehandel ohnehin ein <strong>Gesichtspunkt</strong>, sollte auch hier jedem Mitspieler gut zu Gesichte stehen. Aber auch <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Due_Diligence" target="_blank">Due Diligence</a> (siehe Abbildung) hat noch keinem STALKopoly-Spieler geschadet. Wie beim Monopoly gibt es keinerlei negatives Kapital in Form von Misstrauen oder dergleichen. Identisch ist auch der weitere Spielablauf, Quelle Wikipedia:</p>
<figure id="attachment_3631" aria-describedby="caption-attachment-3631" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/WiM_duediligence.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3631 " title="Wissen ist Macht: Due Diligence (Quelle: gotthal.de)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/WiM_duediligence.gif" alt="Wissen ist Macht: Due Diligence (Quelle: gotthal.de)" width="210" height="210" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/WiM_duediligence.gif 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/WiM_duediligence-150x150.gif 150w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3631" class="wp-caption-text">Wissen ist Macht: Due Diligence (Quelle: gotthal.de)</figcaption></figure>
<blockquote>
<ul>
<li>je nach Art des erreichten Feldes bestimmte Aktionen ausführen:</li>
<li>Ausführen von Karten-Aktionen,</li>
<li>An- und Verkäufe von Grundstücken,</li>
<li>Miete an Mitspieler zahlen,</li>
<li>ein eigenes Grundstück durch Häuser oder Hotel aufwerten oder</li>
<li>Steuern bezahlen, Einnahmen erhalten und andere Sonderaktionen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Wenn ein Spieler im Gefängnis sitzt, darf er seine Figur nicht bewegen, kann aber weiterhin Wohnungen besitzen, Garagenteileigentume kaufen oder verkaufen und sogar Wohngeld schuldig bleiben.</p>
<figure id="attachment_3646" aria-describedby="caption-attachment-3646" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/stalkopoly_ereigniskarten.gif"><img loading="lazy" decoding="async" title="Stalkopoly, Auswahl von Ereigniskarten" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/stalkopoly_ereigniskarten-300x240.gif" alt="Stalkopoly, Auswahl von Ereigniskarten" width="300" height="240" /></a><figcaption id="caption-attachment-3646" class="wp-caption-text">Stalkopoly, Auswahl von Ereigniskarten</figcaption></figure>
<p>Das Besondere an <strong>STALKopoly</strong> sind die Karten-Aktionen, basierend auf so genannten <strong>Ereigniskarten</strong>. Diese haben es in sich.   Klick auch auf obige Auswahl von 11 weiteren Ereigniskarten-Beispielen:</p>
<p>&#8211; Filme deine Nachbarn mit einer Videokamera und speicher die Daten darüber auf einem mobilen Speicher.</p>
<p>&#8211; Schreibe deinen weiteren Mitspielern denunziatorische Briefe (nur) über Spieler B (Beispiel).</p>
<p>&#8211; Ziehe in das Dachgeschossbüro ein und feiere zwei ausgiebige Dachterrassenpartys.</p>
<p>&#8211; Schreibe kurz hintereinander zwei absurde Briefe an Spieler C (Beispiel), die diesen unter Druck setzen und eine abwegige Forderung enthalten.</p>
<p>&#8211; Beauftrage einen weiteren Mitspieler, Spieler D (Beispiel) ganztägig zu beschatten und sein Familienleben zu zerstören. Lass Dich vorher noch in die Liste bedeutender Künstler aufnehmen.</p>
<p>Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Ereignisse -hier jetzt trendgemäß Events genannt- ist groß, der Spaßfaktor auch. Die Spieletest-Redaktion hat das Spiel ausgiebig gespielt, und der Vergnügungsfaktor war beträchtlich.</p>
<p>Parallelen zur Mutter aller kapitalistischen Großmogulspiele sind nicht von der Bettkante zu stoßen: &#8222;Die Ereigniskarten können neben dem Würfeln als Zufallselement angenehme und unangenehme Überraschungen bieten. Eine Karte ist zu ziehen, wenn man auf ein Ereigniskartenfeld gelangt. Von Zahlung eines geringen Geldbetrages (z. B. auf Grund „zu schnellen Fahrens“) über Geldgeschenke bis zur Renovierungspflicht für alle Häuser (die schnell zum Ruin des reichsten Spielers führen kann) ist ein breites Spektrum an Ereignissen vorhanden.&#8220; (Quelle: wikipedia) Hier setzen die Spieleerfinder von STALKopoly an und kupfern ganz ungeniert beim Ideengeber ab. Zu den unangenehmen Ereignissen gehören beispielsweise solche originellen <strong>Strafmaßnahmen </strong>wie (beispielsweise):</p>
<figure id="attachment_3615" aria-describedby="caption-attachment-3615" style="width: 140px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Stalkopoly_deutsche.Grundversion-Kopie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3615" title="Stalkopoly, deutsche Grundversion (Vorabversion)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Stalkopoly_deutsche.Grundversion-Kopie-150x150.jpg" alt="Stalkopoly, deutsche Grundversion (Vorabversion)" width="150" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-3615" class="wp-caption-text">Stalkopoly, deutsche Grundversion (Vorabversion)</figcaption></figure>
<p>&#8211; Lass den Verwalter in die Wohnung, damit er dich <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Ausfrierung" target="_self">ausfrieren</a> kann (Heizung und Warmwasser abstellen)</p>
<p>&#8211; Gehe für 10 Tage ins Gefängnis, um eine Ordnungsstrafe <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Haftantritt" target="_self">abzusitzen</a>.</p>
<p>&#8211; In drastischeren Fällen: 30, 60, 90 Tage, je nach Bestrafungsstufe (spannend: es gibt wunderbare Eskalationsstrategien hierfür! Köstlich!)</p>
<p>&#8211; Du wurdest erfolgreich wegen Nichtzahlung von Wohngeld verklagt, der Gerichtsvollzieher erscheint und pfändet.</p>
<p>Interessant auch die im Originalspiel Monopoly nicht vorhandenen <strong>Rachekarten</strong>, die <strong>STALKopoly </strong>zusätzlich zu den <strong>Ereigniskarten </strong>anbietet:</p>
<p>&#8211; Gucke heimlich aus dem Küchenfenster und wackle mit dem Kopf, wenn du den Nachbarn siehst.</p>
<p>&#8211; Verreise auf Anordnung deines großen Bruders, um beim Stalking nicht zu stören.</p>
<p>&#8211; Gieße heißes Wasser auf die Grillgäste deines Nachbarn.</p>
<p>&#8211; Schneide ein paar Kabel zur Sat-Anlage deines Nachbarn durch.</p>
<p>&#8211; Ziehe vorübergehend aus dem Büro aus, um <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=stalking" target="_self">Platz für einen Stalker</a> zu machen. Melde Dich jedoch nicht ab.</p>
<p>&#8211; Verbreite schlechte Informationen über <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">deine Nachbarn</a>.</p>
<p>&#8211; Beschaffe eine Zeitschaltuhr, um den Eindruck permanenter Anwesenheit zu erzeugen.</p>
<p>Die Aufzählung ist keineswegs vollständig, vermittelt aber unserem Leser einen guten Überblick über die unendlichen Möglichkeiten gegenseitigen Mobbens und Stalkens, ganz nach individueller Herzenslust.</p>
<p>Kurzum: ein kurzweiliges, sehr gut durchdachtes, neues Spiel. <strong>gesichtspunkte.de</strong> ist sehr gespannt, ob dieses <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mashup_%28Internet%29" target="_blank">Mashup</a> sich in den Herzen der deutschen Brettspieler einen bedeutsamen Rang erspielen kann? Das Spiel wendet sich erkennbar an die interessierte Öffentlichkeit. Wer stalking<em>erfahren</em> ist, besitzt bei diesem äußerst amüsanten Brettspiel eindeutige Vorteile, während stalking<em>unerfahrene</em> Spieler sehr schnell nachhaltig und erfolgreich in die private Gesamtinsolvenz treiben werden. <strong>Kompliment. Wir wünschen recht herzlich: Gut Pleitegeier.</strong></p>
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		<item>
		<title>90-09 &#8211; (Teil 2/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; Wie Mobbing zum Stalking wird und Norderney zum Synonym</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 12:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarn]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Report: Nachbarn]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Versteh, was ich geworden bin Es war nicht mein Plan Und die Leute überall sie seufzen, halten sich für besser als mich.&#8220; (Cranberries, Ode to my family, deutsche Übersetzung) In Teil 1 des Interviews erzählte uns ein Stalkingopfer ausführlich die Vorgeschichte eines Stalkingfalls. In Teil 2 des Interviews schließt der Interviewer beim Interviewten (Opfer) an ... <a title="90-09 &#8211; (Teil 2/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; Wie Mobbing zum Stalking wird und Norderney zum Synonym" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" aria-label="Mehr Informationen über 90-09 &#8211; (Teil 2/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; Wie Mobbing zum Stalking wird und Norderney zum Synonym">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3531" title="Interview" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner.jpg" alt="Interview" width="180" height="179" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a></p>
<blockquote><p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-180 alignnone" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /></a> Versteh, was ich geworden bin<br />
Es war nicht mein Plan<br />
Und die Leute überall<br />
sie seufzen, halten sich für besser als mich.&#8220;</p>
<p>(Cranberries, Ode to my family, deutsche Übersetzung)</p></blockquote>
<p>In <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">Teil 1 des Interviews</a> erzählte uns ein Stalkingopfer ausführlich die Vorgeschichte eines Stalkingfalls. In <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">Teil 2 des Interviews</a> schließt der Interviewer beim Interviewten (Opfer) an die weitere Entwicklung der Geschichte in ebenfalls ausführlicher, nachhakender Weise an. Teil 3 des Interviews wird sich mit den Stalking-Angriffen selbst und den Tätern auseinandersetzen. Es wird empfohlen, zum besseren Gesamtverständnis alle drei Teile zu lesen. Die Interviews wurden geführt am Ort der Handlung: auf der Nordseeinsel Norderney. Wobei Norderney nur als Synonym zu verstehen ist, denn derartiges kann sich ebenfalls auf  jeder südlich von Norderney gelegenen Insel  ereignen. Vergleiche hierzu <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/about/" target="_self">dies hier</a>.</p>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">Teil 1</a> &#8211; &#8230;über die Vorgeschichte dessen (VÖ: 02.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">Teil 2</a> &#8211; &#8230;vom Mobbing zum Stalking (VÖ: 04.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">Teil 3 &#8211; noch nicht (under construction)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<figure id="attachment_3538" aria-describedby="caption-attachment-3538" style="width: 130px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/00_Avatar.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3538" title="Interview mit einem Unbekannten" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/00_Avatar-140x150.jpg" alt="Interview mit einem Unbekannten" width="140" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-3538" class="wp-caption-text">Interview mit einem Unbekannten</figcaption></figure>
<p>Frage: Wann fing das <strong>Stalking </strong>an? Sie sagten eingangs, das wäre im <strong>September 2007</strong> gewesen? Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das noch nicht <strong>Stalking</strong>, was bislang in Interview-Teil 1 von 3 erzählt wurde?</p>
<p>Antwort: Nein, das ist <em>nicht</em> <strong>Stalking</strong>. Was bis dahin geschehen war, nannte ich selbst <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing" target="_blank">Mobbing</a>. Diese ganzen unglaublichen Vorfälle hatten das erkennbare Ziel, mich und meine Familie aus dem Haus rauszuekeln. Mit ziemlich primitiven Mitteln. Mir kam bei diesem fortgesetzten Terror im eigenen Wohnhaus zugute, dass ich mich im Haifischbecken &#8218;Wohnen &#8211; Mietrecht &#8211; Eigentumsrecht&#8216; gut auskannte. Ich konnte meine berufliche Bildung entgegensetzen. Wir konnten uns wehren. Selbst wenn die Leute über viel mehr Geld verfügten, teure Anwälte beschäftigten und dergleichen. Selbst die teuersten Anwälte waren im Vergleich zu uns Luschen, sie blieben stets zu oberflächlich und verfehlten oft den Kern des Ganzen. Demgegenüber konnten wir durch Detailkenntnis glänzen. Sie hatten ganz einfach kein Herzblut, sahen es als eine Sache, eine Akte, ein Aktenzeichen.</p>
<p>Frage: Sie hatten keinen Anwalt dafür?</p>
<p>Antwort: Doch, doch, schon hier und da. Aber im Wesentlichen brauchte ich keinen. Mein Mobbing-Nachbar  hatte zu diesem Zeitpunkt schon fünfstellig in Anwaltshonorare investiert. Ich nicht.</p>
<p>Frage: Stellt sich nicht irgendwann einmal die Frage, ob solche Streitereien Sinn machen?</p>
<p><span id="more-3573"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>Antwort: Ja, das ist richtig. Die Frage stellen wir uns eigentlich die ganze Zeit. Man verliert das Zutrauen in sein eigenes Zuhause. In dessen Integrität. Du musst permanent auf der Hut sein, es kann sein, du kommst nach Hause und wieder ist irgendwas Unglaubliches passiert. Diese ganzen Eigenmachten sind ja permanente Grenzüberschreitungen. Irgendwann habe ich was von &#8218;gerichtsnaher <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtsverbundene_Mediation" target="_blank">Mediation</a>&#8218; gehört, mich darüber informiert und dann habe ich der Gegenseite wiederholt so was angeboten. Zuletzt hatte ich Erfolg, und auch die Gegenseite willigte ein, es zumindest zu versuchen, sich in sämtlichen Streitpunkten zu einigen. Es gab einen Moment lang eine Art &#8218;common spirit&#8216;, einen guten Geist von Helsinki. Das ist da, wo es um Menschenrechte geht.</p>
<p>Frage: Wie läuft so was ab, eine <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=mediation" target="_self">Mediation</a>?</p>
<p>Antwort: Eine Richterin beim Amtsgericht hat eine spezielle Ausbildung als Mediatorin. Wir haben uns in mehreren, jeweils drei Stunden dauernden Sitzungen bei ihr hingesetzt. Sie hat so einen Flipchart aufgestellt, da schrieb sie dann in Säulenform die streitigen <strong>Gesichtspunkte</strong> jeder Seite hin. Links Familie A, rechts Familie B. So häufelten wir die wechselseitigen Befindlichkeiten zu einer <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Todo" target="_blank">todo-Liste</a>.</p>
<p>Frage: Begann sich infolgedessen die Stimmung zu bessern, ich meine, die Gesprächsatmosphäre?</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NS8i6nZzN2c&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/NS8i6nZzN2c&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object></p>
<p>Antwort: Ich würde sagen, die Stimmung war weiterhin <em>falsch</em> freundlich. Die Freundlichkeit war nicht wirklich echt, sie war nur gespielt, nach meinem Empfinden. Diese beiden hatten in fast allen Fragen, die wir besprochen haben, menschlich irgendetwas auszusetzen. Es hagelte auch in Nebensächlichkeiten oft Vorwürfe und Vorhaltungen. Als ich ihnen sagte, dass meine Kinder aus bestimmten Überlegungen auf einer Privatschule sind, haben sie mir das gleich massiv vorgeworfen, ohne überhaupt nach den Gründen zu fragen. Daran konnte ich sehen, wie wenig sie bereit waren, mich zu akzeptieren bzw. zu verstehen. Das wäre aber Voraussetzung für einen echten Friedensschluss gewesen: dass die wenigstens versuchen, dich zu verstehen&#8230; sie verstanden eigentlich immer nur Bahnhof. Sie wussten immer alles besser.</p>
<p>Frage: Wann kippte das Mediationsgespräch um in eine gescheiterte Kommunikation?</p>
<p>Antwort: Die Mediation scheiterte an Folgendem. Wir stritten u.a. über die Frage, wie viel Wohngeld müssen die Eigentümer im Haus bezahlen. Ist der Verteilungsschlüssel richtig gewählt? Bereiche im Untergeschoss des Hauses waren aufgrund einer Klausel vom Wohngeld befreit, das sind Räume, wo man sich nicht dauernd aufhalten darf, also z.B.  ein paar Kellerräume, die als Hobbyräume bzw. auch als Büro genutzt werden dürfen. Obwohl die Garagen nicht expressis verbis befreit waren, zahlten auch sie kein Wohngeld, jedenfalls bislang.</p>
<p>Frage: Wie waren da die wechselseitigen Positionen?</p>
<p>Antwort: Ich habe gesagt, die Befreiung ist geregelt in unserem Gemeinschaftsvertrag. Wenn man davon abweichen will, ist das ein Zugeständnis. Wir verschließen uns nicht, dafür ein Wohngeld zu zahlen. Dies sei aber nicht 100% eines vergleichbaren Wohngeldes, wie man es für eine komplett nutzbare Wohnung oder ein Büro im Dachgeschoss bezahlen müsste. Also keine <em>vollwertige </em>Einheit. Denn das sei ja, vergleichbar mit den übrigen Wohnungen oben, nur sehr, sehr eingeschränkt zu nutzen. Ich schlug vor, eine 24 Stunden pro Tag nutzbare Einheit mit 100% zu bewerten und beispielweise die nur drei Stunden am Tag nutzbare Einheit demzufolge mit 12,5%, also anteilig. Das ganze <strong><em>künftig</em></strong><em>, also ab einem künftigen Zeitpunkt X</em>.</p>
<p>Außerdem sagte ich, was man messen könnte, also Wasser und Heizung, das würde komplett übernommen werden. Ich sagte noch, feste Kostenanteile sind aber auch an die konkrete Nutzung geknüpft. Grundsätzlich halte ich nämlich diese Regelung für rechtswirksam. Ich empfinde es als Gerechtigkeit nur, wenn jemand, der etwas nutzt, es auch bezahlt. Nutzt man so was beispielsweise tatsächlich nicht mehr, also unterlässt diese Nutzung, gibt es auch keinen Grund, dafür Wohngeld zu bezahlen. Kostenbefreiungen wie diese sind in Deutschland überall üblich, und das war auch der Grund, warum ich mir diese Ausnahme seinerzeit ausgedacht hatte.</p>
<p>Frage: Dieser Gedanke klingt durchdacht?</p>
<p>Antwort: Das reichte denen nicht aus. Als erstes warfen sie uns vor, unsere Kinder auf Privatschulen zu schicken, für die man bezahlt. Hätten wir sie deswegen abmelden sollen? Weil es nicht <em>deren</em> Vorstellungen von Kindeserziehung entspricht? Das hat wenig mit unseren Streitfragen zu tun, ob Kosten gerecht verteilt und abgerechnet werden. Dann verlangten sie 100%-ige Gleichbelastung dieser Einheit im Keller. Die bislang von Kosten freigestellten Stellplätze weigerten sie sich, auf zumindest ähnliche Weise mit Wohngeld zu belasten. Sie machten ein aus ihrer Sicht großzügiges Angebot. Wir sollten 100% Kostenbelastung rückwirkend seit 2001 übernehmen. Ich habe das gleich mal nachgerechnet und bin auf 15.000,- EUR gekommen. Ich sagte ihnen, das sei kein großzügiges Angebot. Wir würden uns gern einigen, aber es müsste ein faires Angebot sein, das unsere Möglichkeiten angemessen berücksichtigt und insbesondere nicht übersteigt.</p>
<p>Frage: Wie haben die darauf reagiert?</p>
<p>Antwort: Die haben die Mediationsverhandlungen abgebrochen. Später haben sie dauernd behauptet, wir hätten die Mediation abgebrochen.  Sie verdrehen immer alles ins Gegenteil. Sie selbst haben es abgebrochen, weil wir ihnen nicht genug entgegen gekommen sind, nach ihrer Meinung. Aber es stand außerhalb unserer Möglichkeiten und es gab auch keinen rechtlichen Grund, warum wir ihnen auf eine so weitgehende Weise entgegen hätten kommen müssen. Ich meine, man kann sich über alles Mögliche einigen. Wenn es einen Ansatz gibt, dass man dazu auch gerichtlich verdonnert werden würde, dann stellt sich doch die Frage als Vernunftsgesichtspunkt, ob man lieber freiwillig so was macht. Aber deren Forderungen überschreiten das bei weitem, was Gerichte sich dazu ausdenken. Ich habe das genau analysiert. Deren Forderungen waren einfach nicht auf selber Augenhöhe ausgedacht und entbehrten jeder Grundlage.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>Frage: Ist das nun eine Lüge, zu behaupten, Sie hätten die Mediation abgebrochen oder wissen die es nur nicht besser?</p>
<p>Antwort: Es ist schwierig, mit Menschen über echte Lösungen zu verhandeln, die keine kenntnisreiche Basis und realistische Vorstellung haben. Wenn sich einer auskennt, hat er eine Basis, was er erwarten kann. Ein Mediziner kann den baldigen Tod seines Patienten bei entsprechender Erfahrung voraussehen und angesichts des sicheren Todes dafür sorgen, dass der Patient die letzten Wochen schön empfindet. Das ist tröstend. Ein Heilpraktiker ohne entsprechende Kenntnis wird noch eine Woche vor dem bevorstehenden Tod  beschwörende, quälende Heilformeln sprechen, unfähig der Realität ins Auge zu sehen.  <strong>Ahnungslose verlangen Dinge, die schlicht abwegig sind.</strong> Ich als Person muss auch hinsichtlich meiner persönlichen Möglichkeiten realistisch eingeschätzt werden. Sonst ist der Patient tot, um beim Beispiel zu bleiben. Menschen, die nicht wissen, was sie zu verlangen berechtigt sind, empfinden ihre Vorschläge als großzügig.  <strong>Hier wäre der Anwalt gefordert</strong>, seinen Mandanten zu verdeutlichen, wo die absteckbaren, erreichbaren Grenzen einer Kompromisslösung wirklich liegen. Weil alles andere grenzenlose Grenzenlosigkeit darstellt. Sie stocherten weit über der Belastungsgrenze von uns und hörten mir nicht zu, als ich ihnen das deutlich sagte. Was nützt das?  Wir resignierten, es erschien uns billiger, eine gerichtliche Lösung zu erreichen, als eine freiwillige, weil Gerichte sachliche Erwägungen verstehen, Laien eben nicht.</p>
<p>Frage: Haben die denn inzwischen erfolgreich geklagt in dieser Geschichte?</p>
<p>Antwort: Das ist eine gute  Frage. Nein. Die haben zwei Rechtsanwaltskanzleien, unter denen sie nach irgendeinem mir unbekannten Gesetz die gerichtlichen Klagen aufteilen. Wir haben eine Menge gerichtliche Klagen von denen, wobei du nie weißt, von welcher Kanzlei die nächste kommt. Die Klagen von denen kommen aus heiterem Himmel und enthalten abstruse rechtliche Vorstellungen darüber, wie man erfolgreiche Rechtstreitigkeiten führt. Die haben überschneidende Streitstoffe und argumentieren  verwirrend und verzerrend, und der eine bestreitet Dinge, auf die sich der andere Anwalt beruft. Manchmal dachte ich, man nehme einen Klebestift und schneide deren Schriftsätze auseinander, schließlich klebe man die Argumentationsfahnen nebeneinander. Und dann könne man das Gesetz dieses Wahnsinns und die Willkürlichkeit ihrer Argumente erkennen. Ich habe das nie gemacht. So sind zwei Kanzleien damit beschäftigt, jeweils Dinge vorzutragen, die sich kaum noch als Realität darstellen. Ich habe manches Mal gedacht, dass diese beiden Kanzleien ihre Mandantschaft ordentlich melken. Sie machen einfach die eine Klage nicht, auf die es ankommt. Ich hab es schon x-mal angesprochen. Die Klagen, die uns übers Gericht erreichen, betreffen immer Nebenkriegsschauplätze und niemals den Kern dessen, was sie versuchen zu erreichen.</p>
<p>Frage: Wenn sie denen das gesagt haben, warum machen die es dann nicht?</p>
<p>Antwort: Ich denke, sie vertrauen nur ihren Anwälten. Wir müssten schlicht das Gegenteil dessen behaupten, dann würden sie das Gegenteil tun.</p>
<p>Frage: Ich möchte den Aspekt <strong>Stalking </strong>jetzt genauer erfragen! Im September 2007 geschah was genau?</p>
<p>Antwort: Ich bekam Kenntnis von einem Kaufvertrag für deren Garage. Sie verkauften ihre Garage an einen Menschen, bzw. dessen Firma, der am Geschäftsleben nicht mehr teilnehmen darf. Weil er insgesamt pleite ist. Das war uns sehr eingehend bekannt. Er ist ein beruflicher Gegner von uns, wir machen sechsstellige, titulierte Forderungen gegen ihn und sein Fliegennetz geltend.</p>
<p>Frage: Was für ein Fliegennetz?</p>
<p>Antwort: Die Käuferin, eine kaputte Firma ohne Geschäftsbetrieb, hatte Schulden und bezahlte diese nicht. Es wurde bereits fruchtlos vollstreckt. Wir hatten titulierte Forderungen und beauftragten daher unsere Rechtsanwälte, den Kaufvertrag unverzüglich zu pfänden.</p>
<p>Frage: Und wer steckte hinter dieser Firma?</p>
<p>Antwort: Ein beruflicher Zwangsvollstreckungsschuldner unserer Firma, der sich mit einer Vielzahl von querulatorischen Prozessen bereits in der &#8218;ostfriesischen&#8216; (*) Justiz einen Namen gemacht hat.</p>
<p>Frage: Was war denn der Sinn davon, diese Garage an so jemanden zu verkaufen?</p>
<p>Antwort: Ich kann nicht für andere antworten, die das selbst erklären müssen. Meine Deutung ist: Sie wollten einen Herrn haben, der in der Lage ist, uns &#8222;das Wasser zu reichen&#8220;, sie stellten sich vor, ihn als Eigentümer in diese kleine WEG einzubinden, damit er nun als Stellvertreter all diejenigen Erfolge einheimst, die sie auf zulässigen Wegen in der deutschen Gerichtsbarkeit niemals erreichen würden. Sie überschätzen den Herrn, soviel ist sicher. Denn der kann auf diesem Gebiet gar nichts.</p>
<p>Frage: Aber wenn der querulatorisch gerichtsbekannt ist, ist er dann nicht &#8218;verbrannt&#8216;, solche Dinge für seine Auftraggeber zu erledigen?</p>
<p>Antwort: Dass seine Auftraggeber ihren Auftragnehmer überschätzen, das ist das eine. Der Mann hat keine Ahnung. Für mich ist er ein &#8218;biggest loser&#8216;. Der war in den anderen Fällen, die wir beruflich betreuten, stets so weit weg von der Realität, als dass es schlicht unmöglich war, mit ihm Gemeinsamkeit zu finden. Das Täterprofil ähnelt sich also, wer nichts von der Materie versteht, kann auch keine realistischen, erfüllbaren Forderungen stellen. Denn gerichtlich käme immer viel weniger raus, als die sich vorstellen. Ich halte den Beauftragten für einen vollkommen realitätsfremden Spinner. Dieser Fall erscheint mir aussichtslos. Was mich aber stört, ist die Tatsache, dass ein Nachbar in meinem direkten Wohnumfeld so einen &#8218;Hirni&#8216; in meine Privatsphäre einschleust, damit der meine Familie aufs Übelste bedrängt. Nachstellung ist seit 2007 ein Straftatbestand. Das darf er nicht, da kann es gar keinen Zweifel geben.</p>
<p>Frage: Aber nun war dieser Kaufvertrag da und auch diese Pfändung. Wie ist das ausgegangen? Dieser Kaufvertrag&#8230;</p>
<p>Antwort: Wie das Hornberger Schießen. Der Kaufvertrag musste rückabgewickelt werden. Ich denke, sie haben zwischenzeitlich verstanden, dass sie derartiges nicht machen können. Es war grottenschlecht eingefädelt und nutzlos, überflüssig wie ein Kropf, dieser Kaufvertrag. Da waren ausgesprochene Laien am Werk. Allerdings gehört es zu deren Portfolio, solche Fehler niemals einzusehen und noch Jahre später zu behaupten, da  sei alles mit rechten Dingen zugegangen. Ist es eben nicht, daran wird das Gerede nichts ändern.</p>
<p>Frage: Waren damit auch Gerichte befasst?</p>
<p>Antwort: Mehrere sogar. Ein Richter beim Landgericht stellte so eine Aussage in den Raum, er verstünde das eigentlich nicht, welchen Sinn das machen würde, wenn dieser Herr So-und-so jetzt da in dieser WEG auch noch Wohnungseigentümer werden wolle? Die beantworteten dem Richter diese Frage nicht. Gute Fragen sind eben schwierig zu beantworten. <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/der-begriff-des-fremdschaemens/" target="_self">Fremdschämen</a>, das war mein Gefühl in diesem Moment. Ich habe mich stellvertretend für diese Leute geschämt.</p>
<p>Frage: Gab es irgendwann einmal den Gedanken, die Wohnungen dort zu verkaufen? Ausgezogen waren die ja 2003, soweit ich recht erinnere&#8230;</p>
<p>Antwort: Diese Überlegung gab es auf beiden Seiten. Die haben letztes Jahr den Verkauf versucht. Sie scheiterten daran, dass sie zu hohe Kaufpreisvorstellungen hatten. Uns wurde von ihrem Makler angedeutet, ein erfolgreicher Verkauf bedeute das Ende der Zwistigkeiten. Man bot uns Teamwork an. Alle Abrechnungen sollten schnell genehmigt werden, es sollte eine &#8218;positive Verkaufssituation&#8216; entstehen&#8230;.für die Protokolle, die die Erwerber lesen müssten&#8230;</p>
<p>Frage: Um Käufer zu täuschen, womit man es hier zu tun habe?</p>
<p>Antwort: Um den Verkauf zu fördern. Die Idee fand ich gut. Sie scheiterte aber erneut an der mangelnden Kompromissbereitschaft von denen und den Kaufpreisen, die Menschen bereit waren, für diese Wohnungen zu bezahlen.</p>
<p>Frage: War diese &#8218;<a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/stop-stalking-ein-stalking-fall-dauert/" target="_self">persona non grata</a>&#8218; noch da?</p>
<p>Antwort: Die war zunächst nur immer in den Gerichtsprozessen als &#8218;interessierte Öffentlichkeit&#8216; anwesend. Da kannst du nichts machen, das gehört auch zu dieser Fairnessmacke der Justiz. Die Öffentlichkeit zuzulassen, auch wenn sie da nichts zu suchen hätte, sich lediglich stalkingartig betätigt, um psychologischen Druck auszuüben. Der saß immer da und griente doof rum. Ich hab ihn einfach ignoriert. Allerdings bestand ich drauf, ihn im Sitzungsprotokoll schriftlich aufzuführen. Der Dummkopf hatte seine Freude daran, als vermeintlicher Kaufanwärter zur Kunstfigur des Prozessbeteiligten zu mutieren. Sie verschwiegen den Gerichten, dass der Kaufvertrag längst rückabgewickelt war. Wieder so Scheinwelten, Scheingefechte, Lügen&#8230;</p>
<p>Frage: Wann wurde die Sache nach ihrer Meinung zu <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=stalking" target="_self">Stalking</a>?</p>
<p>Antwort: Nach unserem Sommerurlaub dieses Jahr.  Vor unserem Urlaub zog plötzlich der Sohn weg und machte das Dachgeschossbüro, indem er gewohnt hatte, frei. Wir machten da noch eine Eigentümerversammlung. Ich sagte denen deutlich, sie sollten nicht auf die Idee kommen, unseren gemeinsamen Freund &#8217;non grata&#8216; da einzuquartieren.</p>
<p>Frage: Dann haben sie das doch selbst provoziert, wenn man nachdenkt, oder?</p>
<p>Antwort: Wieso provoziert? Ich hab es ihnen auch nochmal schriftlich gegeben. Wenn sie gegen die guten Sitten verstießen, dann sollte die Aktenlage jedenfalls klar sein. Während unseres Urlaubs trat er das erste Mal provokativ  auf. Zunächst musste er noch für 10 Tage ins Gefängnis, eine Ordnungsstrafe absitzen.</p>
<p>Frage: Wieso das?</p>
<p>Antwort: Das möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sagen, nur so viel: es hat was mit der WEG zu tun, in der er selbst wohnt. Veranlasst haben wir diese Ordnungsstrafe.</p>
<p>Frage: Ach so, also <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/abwegiger-gesichtspunkt-vermietung-aus-rache-ist-ein-niedriger-beweggrund/" target="_self">Rache</a>?</p>
<p>Antwort: Ja, Rache. Er kommt aus der Haft, bedankt sich für den schönen Urlaub hinter schwedischen Gardinen und schreibt uns gleich in mehreren Schreiben, er hätte jetzt die permanente Schlüssel<strong>gewalt</strong> zu unserem Wohnhaus. Wobei das Wort Gewalt da ja eine ganz neue Bedeutung bekommt.</p>
<p>Frage: Wir sind jetzt also genau am Anbeginn dessen angelangt, was sie als Stalking auffassen und wo eine Art <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/08/hausliche-gewalt/" target="_self">häuslicher Gewalt</a> beginnt? Das würden wir gern genauer erfahren&#8230;</p>
<p><strong>(Ende Teil 2)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>In Teil<strong> 3</strong>/3 schildert der Interviewte den genauen Ablauf der stalkingartigen, häuslichen Gewalt während der nächsten Wochen. Zum besseren Gesamtverständnis lies auch die Teile 1 und 2 der aus insgesamt 3 Teilen bestehenden Interviewniederschriften.</p>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">Teil 1</a> &#8211; &#8230;über die Vorgeschichte dessen (VÖ: 02.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">Teil 2</a> &#8211; &#8230;vom Mobbing zum Stalking (VÖ: 04.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">Teil 3 &#8211; noch nicht (under construction)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.list-of-important-artists.de/a.htm" target="_blank">Liste der wichtigen Künstler in Berlin, Buchstabe A</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>85-09 &#8211; (Teil 1/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; über die Vorgeschichte dessen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 08:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophen]]></category>
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					<description><![CDATA[gesichtspunkte.de führte kürzlich ein längeres Interview. Befragt wurde ein Stalkingopfer nach seinen Erfahrungen. Das GewaltschutzG ist noch relativ neu (2007), wie geht die Justiz mit angezeigten Stalking-Fällen um? Geht sie überhaupt damit um? Kann -wer gestalkt wird- Hilfe erwarten? Uns ging es darum, die gelebte Praxis mal anhand ganz konkreter Erfahrungen hinterfragen. Namen des Opfers und ... <a title="85-09 &#8211; (Teil 1/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; über die Vorgeschichte dessen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" aria-label="Mehr Informationen über 85-09 &#8211; (Teil 1/3) Interview mit einem Stalkingopfer &#8211; über die Vorgeschichte dessen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3531 alignnone" title="Interview" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner-150x150.jpg" alt="Interview" width="150" height="150" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Interview.Banner.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a></p>
<figure id="attachment_3538-2" aria-describedby="caption-attachment-3538-2" style="width: 130px" class="wp-caption alignright"><strong></strong><strong><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/00_Avatar.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3538" title="Interview mit einem Unbekannten" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/00_Avatar-140x150.jpg" alt="Interview mit einem Unbekannten" width="140" height="150" /></a></strong><figcaption id="caption-attachment-3538-2" class="wp-caption-text">Interview mit einem Unbekannten</figcaption></figure>
<p><strong>gesichtspunkte.de</strong> führte kürzlich ein längeres Interview. Befragt wurde ein Stalkingopfer nach seinen Erfahrungen. Das GewaltschutzG ist noch relativ neu (2007), wie geht die Justiz mit angezeigten Stalking-Fällen um? Geht sie überhaupt damit um? Kann -wer gestalkt wird- Hilfe erwarten? Uns ging es darum, die gelebte Praxis mal anhand ganz konkreter Erfahrungen hinterfragen. Namen des Opfers und der Täter sind aus Gründen des Personenschutzes nicht veröffentlicht. <strong>gesichtspunkte.de</strong> veröffentlicht heute nur Teil 1 von insgesamt 3 Interviewteilen, da das Interview recht umfangreich ausfiel. Die weiteren Teile erscheinen demnächst. Teil 1/3 betrifft die Anfänge einer Stalkinggeschichte und ihre Ursprünge.</p>
<div style="padding-left: 30px;">(Bislang erschienen)</div>
<div style="padding-left: 30px;"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">Teil 1</a> &#8211; &#8230;über die Vorgeschichte dessen (VÖ: 02.10.09)</div>
<div style="padding-left: 30px;"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">Teil 2</a> &#8211; &#8230;vom Mobbing zum Stalking (VÖ: 04.10.09)</div>
<div style="padding-left: 30px;">Teil 3 &#8211; noch nicht (under construction)</div>
<div style="padding-left: 30px;">(Bislang erschienen)</div>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>Frage: Guten Tag, Herr X. (* Name geändert). Sie sagen, sie sind ein Opfer von Stalking geworden?</p>
<p>Antwort: Ja, genau, das fing eigentlich genau genommen schon im <strong>September 2007</strong> an.  Die Geschichte zieht sich bin die Gegenwart hin. Ein Ende ist derzeit noch nicht abzusehen.</p>
<p>Frage: Was genau? Was zieht sich hin?</p>
<p>Antwort: Nach meinen Erfahrungen ist Stalking kein stillstehender, statischer Akt, sondern Stalking entwickelt sich mit der Zeit und ufert aus. Es gibt Ruhe- und Drangphasen, Höhepunkte, Unterbrechungen. Aber von vorn: Ich wohne im Grünen. Vor Jahren habe ich an einen alten Unternehmer ein paar Wohnungen verkauft, die er dann selbst bewohnen wollte, direkt über mir.</p>
<p>Frage: Was hat das damit zu tun?</p>
<p>Antwort: Zunächst einmal wenig. Die Sache hat sich entwickelt. Sagte ich schon.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3530"></span><strong>***</strong></p>
<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/Nachbarn.Nachbarn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2884" title="Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/Nachbarn.Nachbarn-150x54.jpg" alt="Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag" width="150" height="54" /></a></p>
<p>Frage: Können sie das näher erläutern?</p>
<p>Antwort: Gern. So 1999 rum musste ich in meinem Haus ein paar Wohnungen verkaufen. Ich bekam sie nicht gut vermietet und die Hypotheken waren recht hoch. Ich hatte keine andere Wahl. Also hab ich Eigentumswohnungen draus gemacht. Dieser Mensch kaufte dann mit seiner Frau drei davon, zwei im Obergeschoss, eine weitere, ein Büro-Teileigentum- direkt darüber im Dachgeschoss.</p>
<p>Frage: Sie wohnten dort und er?</p>
<p>Antwort: Die Sache war so. Ich wohnte mit meiner Familie im Erdgeschoss, darüber zog er mit seiner Frau ein. Sie haben viel investiert in die Wohnung drüber. Und das Dachgeschoss mieteten wir zurück für unser Büro, so hatte er noch eine Einnahme und ich ein Büro.</p>
<p>Frage: Das hört sich alles super an, oder?</p>
<p>Antwort: Es war anfänglich als eine gute Lösung gedacht, würde ich sagen. Aber schon bald gab es Zwist. Erst waren sie noch wie Oma und Opa, sie kamen sogar zu unseren Kindergeburtstagen und freuten sich offensichtlich, dass wir eine intakte Familie sind. Mit großer Verwandtschaft. Sie gingen ein und aus. Die Frau fing aber immer mehr an, sich wie eine &#8222;besserwissende&#8220; Oma zu benehmen. Erst sagte sie meiner Frau, wie man eine Waschmaschine bedient und dann mischten sie sich auch ständig ein, der Garten von uns, den sollten wir anders herrichten. Da kam irgendwann der Punkt, wo wir sagten Nein, das wollen wir nicht. Wir leben unser Leben, und die sollten ihres leben. Und sich nicht ständig in unsere Dinge einmischen. Dann beschwerte sie sich, dass ich auch manchmal abends arbeitete über ihnen. Sie hörten das.</p>
<p>Frage: Das hört sich nach Zurückweisung an? Ich meine, diese Oma-/Opa-Geschichte und die Verweisung in bestimmte, persönliche Schranken&#8230;.</p>
<p>Antwort: Ja, sowas. Ich denke, sie wollten, was sie selbst nicht haben, von uns haben: eine intakte, funktionierende Familie.</p>
<p>Frage: Das hatten die selbst nicht?</p>
<p>Antwort: Jedenfalls nach meinem persönlichen Eindruck eher nein. Gut, sie haben zwei erwachsene Kinder, aber denen müssen sie auch heute noch unter die Arme greifen. Ob die was geworden wären, wenn denen nicht immer wieder ihre Eltern geholfen hätten? Ich bin da zumindest unsicher. Die Frau des Unternehmers jedenfalls wünschte sich nichts sehnlicher, als irgendwann einmal Großmutter zu werden. Doch bei den Kindern klappten diese Dinge nicht. Sie funktionierten nicht wunschgemäß. Hinzu kamen persönliche Probleme der Kinder, nicht funktionierende Partnerschaften, immer wieder Wechsel in den Beziehungen. Nichts Kontinuierliches hatten die in ihrem Leben, aber einen Kokon &#8218;Familiennetz&#8216; schon, also ein durch den Vater unterstützen, dem Sohn Aufträge verschaffen, die Tochter anstellen und solche Dinge. Der Vater hat es sicher zu was gebracht, im Leben. Die Mutter war nur Mutter und hauptsächlich Unternehmergattin.</p>
<p>Frage: Wie alt sind denn diese Leute?</p>
<p>Antwort: Er ist Anfang der 30iger Jahre geboren, die prägenden ersten Jahre seines Lebens in Nazideutschland. Sie kommt vom anderen Ende der Welt, ist Mitte der 30iger Jahre geboren. Irgendwann 1960iger holte er sie nach hierher nach Norderney. Er gründete mit seinem Bruder hier eine Firma für irgendein Baunebengewerk, was mit Maschinen, ist ja auch egal. Die Kinder sind in den 60ern geboren, eine ganz gewöhnliche Familienchronik. Nichts Weltbewegendes&#8230;</p>
<p>Frage: Kommen wir zum Fragekern zurück, wie ging die Geschichte mit aufgedrängten &#8218;vermeintlichen&#8216; Großeltern weiter?</p>
<p>Antwort: Nachdem wir sie höflich, aber bestimmt in ihre Schranken gewiesen hatten, haben wir auch erste Eigentümerversammlungen gehabt. Denn das Haus war ja jetzt Wohnungseigentum. Gleich in einer der ersten sagte er zu mir, er habe so viel Geld investieren müssen, beklagte sich darüber. Seine Wohnungen wären viel zu teuer gewesen. Ich hätte ihm was verschwiegen und einen zu hohen Kaufpreis bekommen.</p>
<p>Frage: Stimmt das?</p>
<figure id="attachment_34-2" aria-describedby="caption-attachment-34-2" style="width: 140px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-34" title="Böse Nachbarn unerwünscht!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht-150x150.gif" alt="Böse Nachbarn unerwünscht!" width="150" height="150" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht-150x150.gif 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2007/10/boesenachbarnunerwuenscht.gif 200w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><figcaption id="caption-attachment-34-2" class="wp-caption-text">Böse Nachbarn unerwünscht!</figcaption></figure>
<p>Antwort: Nach meinem menschlichen Ermessen nein. Der Mann hat viel Geld. Ein jeder ist seines Glückes Schmied. Kaufpreise sind im Nachhinein nur noch begrenzt reversibel. Ich kann ihn auch verstehen: er hat schon viel bezahlt. Er wollte sich die Wohnung so richtig nett renovieren. Er hat alles sehr aufwändig gemacht. Auch die Terrassen. Er sagt, allein dafür hat er 70.000,- DM ausgegeben. Das mag sein, ich hätte die gleiche Arbeit sicher für die Hälfte bekommen. Später merkte ich bei einer anderen Sache, dass er sich von den Bauleuten auch ein bisschen hat ausnehmen lassen. An einen Maurer, den er eine Nachbarmauer verputzen ließ, ohne uns zu fragen, sollte er 8.500,- DM zahlen. Die Arbeit war nicht mehr als 2.000,- DM wert.</p>
<p>Frage: Woher wissen sie das?</p>
<p>Antwort: Ich habe beruflich ständig mit solchen Dingen zu tun. Ich kenne die Preise, die man aufrufen darf. Ich kenne die Tricks, wie Handwerker zu ihren Gunsten abrechnen. Die ganze Art, wie der Auftrag erteilt wurde, ohne vorheriges Kostenangebot und dann zu einem ausufernden Stundennachweis, so hätte kein vernünftiger Hauseigentümer die Sache angegangen. Später hat er ihn noch gedrückt auf irgendwas mit 5.000,- DM. Aber auch das war zu teuer. Das sagte ich ihm auch.</p>
<p>Frage:   Hmmmhhh, zurück zur Geschichte bitte&#8230;</p>
<p>Antwort: Okay, okay, die 70.000,- DM für die Terrassen, da stellte er sich vor, die sollte ich ihm zurückzahlen&#8230;, irgendwie so wegen &#8218;verschwiegener Mängel&#8216;. Ist das &#8218;arglistische Täuschung&#8216;?</p>
<p>Frage: Haben sie sich geeinigt?</p>
<p>Antwort: Nein, das ging nicht. Ich bin da sofort sehr ehrlich mit ihm umgegangen.</p>
<p>Frage: Das sagen alle&#8230;</p>
<p>Antwort: Doch, doch, wirklich. Ich habe ein paar Dinge dazu gesagt, gleich in derselben Sitzung. Ich hab ihm gesagt, ich habe die Wohnungen an ihn aus Gründen wirtschaftlicher Not verkaufen müssen. Ich hätte das Geld von ihm nicht in meine Taschen gepackt, sondern ich musste es damals komplett an die Hypothekenbank abführen. 70.000,- DM sind eine ganze Menge Geld. Ich hab ihm im selben Gespräch dann auch noch gesagt, ich hätte keine weiteren Ersparnisse, weder in dieser noch einer geringeren Größenordnung. Mit zwei Kindern und Frau müsse ich scharf rechnen. Er solle sich erkundigen über meine Verhältnisse. Er sei doch Mitglied einer solchen Organisation.</p>
<p>Frage: Und?</p>
<p>Antwort: Das hat er dann getan. Er hat eine negative Auskunft über mich bekommen, die auf diese Sache zurückging. Als er dann einfach eine Mauer verputzen ließ und von mir die Kosten von 8.500,- DM, geteilt durch drei Beteiligte, wiederhaben wollte, habe ich damals erstens gesagt, er hätte die Mauer nicht verputzen dürfen, denn die gehört einem Nachbarn. Und ich habe ihm vorgehalten, er sei nicht Verwalter des Hauses und dürfe Aufträge auslösen, zumal der Preis viel zu hoch war.</p>
<p>Frage: Wurde in dieser Sache eine Einigung mit ihm erzielt? Wie ging die Sache mit den Terrassen aus?</p>
<p>Antwort: Nein. Mit dieser Geschichte fing ein Drama ziemlichen Ausmaßes an. Er verweigerte sich regelrecht einer vernünftigen Vereinbarung mit mir und dem betroffenen Nachbarn. Der Nachbar ist ein ganz verdienter, friedliebender Mensch, ein Mediziner im Ruhestand, der hat ein Bundesverdienstkreuz am Bande und ist ein herzenswarmer, lieber Mensch. Der war richtig sauer wegen dieser Eigenmacht. Schließlich hat er einen Anteil zähneknirschend übernommen. Mit mir versuchte der Unternehmer gar nicht erst, eine abschließende Vereinbarung zu treffen. Stattdessen schrieb er nun den Mediziner an und warnte diesen schriftlich vor mir und sagte ihm, es lägen negative Auskünfte über mich vor. Der Mediziner hat mich damals zu sich und seiner Frau zum Kaffee eingeladen. Er war vollkommen fassungslos über diesen &#8222;Geruch des Bösen&#8220;, der in diesem Brief lag. Die Sache mit den Terrassen, da wendete ich dann später gegenüber seinem Rechtsanwalt erfolgreich die Einrede der Verjährung nach mehr als einem Jahr ein. Der hat ihm sicher gesagt, dass ich recht habe.</p>
<p>Frage: Wie ging es weiter?</p>
<p>Antwort: Ich habe ihn dann verklagt auf Unterlassung, was den Nachbarn betrifft. Es schlossen sich einige weitere Dinge an. Parallel erklärte mir der Unternehmer &#8218;den Krieg&#8216;.  Der dachte irgendwie so: &#8218;Den werde ich kleinkriegen.&#8216; Den Auftrag dazu bildete er sich ein, von seiner Frau bekommen zu haben. Seine Frau litt <em>sehr </em>unter der ganzen Situation. Ich denke, es waren psychosomatische Beschwerden. Erst versuchten sie doch tatsächlich, hinter meinem Rücken mit meiner Hausbank zu verhandeln. Sie hatte sogar schon neue Nachbarn für sich ausgesucht. Er wollte die Wohnungen von der Bank ankaufen. Ich habe das damals allerdings besser als er gelöst. Ich verhandelte ebenfalls mit der Bank und sorgte dafür, dass er die Wohnungen nicht kaufen konnte. Er ging ziemlich töricht vor. Ich war besser als er. Schließlich musste er sich geschlagen geben. Es hagelte immer Briefe von ihm: ich bin ein Betrüger, ich muss den Garten aufräumen und lauter so Zeugs, wo sich vernünftige Menschen irgendwann fragen, mit wem sie es da zu tun haben? Irgendwann zogen sie dann -Gott sei Dank- aus dieser Wohnung aus. Das war wirklich seit langem mal eine richtige Entscheidung von denen. Ich fühlte mich damals regelrecht erlöst und erhoffte eine Beendigung des immerwährenden Streits. Weil doch insbesondere ältere Menschen oft so gestrickt sind, dass sie sich einen friedfertigen, würdigen Lebensabend wünschen. So eine Art Schluss-Strich unter diese unangenehme Geschichte.</p>
<p>Frage: Und, war es so?</p>
<p>Antwort: Leider nein. Der Auszug war irgendwann 2003. Die gaben ihre Wohnungen und die Büroräume im Dach dann ihren Kindern, die dort einzogen.</p>
<p>Frage: Das hört sich doch nach einer vernünftigen Lösung an?</p>
<p>Antwort: So schien es auch. Ich verband große Hoffnungen mit dieser Lösung. Zumal ich mit dem Sohn mal früher zur Schule gegangen bin. Ich vermutete, er wäre sozusagen eine Brücke zu den nicht mehr mit uns redenden Eltern. Wir versuchten es beide redlich, er und ich. Allerdings war da auch das Problem, dass diese Eltern ihre beiden Kinder schon zuvor jahrelang nur unvollständig über ihre ganzen Attacken auf unsere Familie informiert hatten. Sie erzählten ihren Kindern immer nur diejenigen Anteile der Geschichte, die sie in ein positives Licht stellten. Um sich nicht rechtfertigen zu müssen. Der Sohn hat mir mehrmals gesagt, er wüsste, dass seine Eltern schwierig sind. Darauf habe ich gebaut, ich habe versucht, eine Vertrauensbasis mit ihm und seiner Schwester aufzubauen.</p>
<p>Frage: Und das gelang aber nicht?</p>
<p>Antwort: Genau. Ich wurde immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, aus denen ich sehen konnte, wie wenig sie überhaupt wussten. Sie waren ganz einfach unaufgeklärt. Und ich hätte ihnen den unbekannten Teil der Geschichte niemals vermitteln können. Das hat auch was mit Familiensolidarität zu tun, ich kann das verstehen.</p>
<p>Frage: Danach ging es weiter? Wie?</p>
<p>Antwort: Ein gefühlter Höhepunkt war dann folgende Geschichte 2003. Irgendwann erschienen so Leute in Blaulingen, Arbeitskleidung, von seiner Firma. Sie schleppten metallene Bauzaunelemente an. Zweimal passierte das. Er hatte seinen Mitarbeitern den Auftrag gegeben, in der Garage mit einem Platz für uns und einem von denen in der Mitte einen massiven Käfigzaun im Beton zu verschrauben. Ich verhinderte das zweimal, indem ich mich selbst dort hinstellte, wo der den Käfig errichten mochte, und die Polizei holte. Die sagte dem was davon, er müsse sich einen Titel bei Gericht holen, wenn er so was bauen will.</p>
<p>Frage: Na, um die beiden Plätze voneinander abzugrenzen, was ist dabei?</p>
<figure id="attachment_2649" aria-describedby="caption-attachment-2649" style="width: 140px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/StopStalking-Schild.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-2649" title="Stop Stalking - Nachbarn" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/StopStalking-Schild-150x150.jpg" alt="Stop Stalking - Nachbarn" width="150" height="150" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/StopStalking-Schild-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/StopStalking-Schild-300x300.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/StopStalking-Schild.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2649" class="wp-caption-text">Stop Stalking - Nachbarn</figcaption></figure>
<p>Antwort: Die Sache hatte mehrere Haken. So ein massiver Zaun in einer Doppelgarage, das ist eine Sache, da muss der weitere Eigentümer vorher zustimmen. Denn das ist so massiv, dass du dann deine eigene Garage nicht mehr ordentlich benutzen kannst. Du musst dir Sorgen machen, dass dein Auto verkratzt wird. Du bekommst die Tür nicht mehr richtig auf. Und auf seiner Seite der Garage ist auch der Gartensprenghahn, wo ich mir Wasser nehmen kann. Der Heizkörper ist auf seiner Seite. Den kann ich nicht mehr erreichen. Das dritte Mal baute er dann den Zaun, indem er eine Reise von uns nach Mallorca ausnutzte. Dabei hatte ich schon vor meinem Urlaub den Antrag auf eine Einstweilige Anordnung gestellt, die der damalige Richter nicht erlassen hat, ihm zu untersagen, dass er das ohne Genehmigung von uns bauen kann. Später ordnete dieser bemerkenswerte Richter noch an, der Zaun dürfe stehenbleiben, weil er ja Streitkontrahenten wirksam voneinander trenne. Etwa so sinngemäß, dann kann man wenigstens nicht mit einem Messer durchstechen, ach so, das ist ironisch&#8230;</p>
<p>Frage: Hmmmh&#8230;, sowas wie &#8222;kalte Aussperrung&#8220;?</p>
<p>Antwort: Richtig. Die Tür zum gemeinschaftlichen Treppenhaus ist versperrt. Was aber am schlimmsten war. Der Mann hat sich einfach eine ihm genehme Hälfte errechnet. Wir mussten für insgesamt fünf Jahre mit diesem Käfig leben. Wir haben bis zum Kammergericht geklagt und beim Landgericht und Kammergericht Recht bekommen. Der Mann hat nachweislich unseren Garagenplatz einfach teilweise okkupiert und einen beträchtlichen Anteil unseres eigenen Sondereigentums mit seinem dämlichen Käfig seinem zugeschlagen. In dieser Zeit bekam ich einen regelrechten Hass gegen den Amtsrichter, der in diesen Fällen einfach nicht durchblickte. Die Fälle waren eindeutig, der Amtsrichter trieb einen ziemlichen Schabernack mit unseren Anträgen. Hat dadurch noch vieles verschlimmert. Wir fühlten uns alleingelassen.</p>
<p>Frage: Wie hat sich das angefühlt?</p>
<p>Antwort: Wie Gewalt, psychische und körperliche Gewalt, begleitet von amtsgerichtlicher Duldung. Ich habe einen sehr großen, ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ich konnte nicht verstehen, wie man sich derartiges herausnehmen kann und dann auch noch jahrelange Prozesse mit hochbezahlten Anwälten über derart offensichtliches Unrecht führen konnte? Ich fühlte, Gerechtigkeit kann in Deutschland auch &#8222;verwaltet&#8220; werden, in diesem Falle bei Gerichten, die fünf Jahre brauchen, um einen so offensichtlich rechtswidrigen Umstand komplett ins Recht zurückzuführen.</p>
<p>Frage: Diese Geschichte, das war alles?</p>
<p>Antwort: Mitnichten. Wir können eine sehr lange, weitere Schilderung jahrelanger Erfahrungen zum Besten geben. Abgesehen von den beleidigenden, gewalttätigen Briefen, die wir teils im Wochenrhythmus bekamen, die keinerlei Substanz enthielten, wurden wir auch mit weiteren schlimmen Dingen malträtiert. U.a. verweigerte er uns, das Kabel zu unserer eigenen Satellitenanlage (auf dem Dach) zu erneuern, das schon immer durch einen Schacht nach oben geführt wurde. Noch besser: Er schnitt die Kabel dorthin mit einem großen Bolzenschneider dreimal durch, damit wir kein Fernsehen mehr haben. Dann baute er eine Videosprechstelle von uns aus dem Klingeltableau aus, beschlagnahmte die einfach. Der Amtsrichter hat dann schon wieder Unsinn getrieben und eine Anordnung erlassen, die diese widerrechtliche Eigenmacht noch belohnt. Hat noch Datenschutz falsch angewendet, von wegen Videoüberwachung. Erst mit Hilfe des Datenschutzbeauftragten konnte die Rechtslage zutreffend angewendet werden. Einmal hat der Nachbar an einem Tag dreimal die Schlösser zur Garage ausgebaut, um ein eigenes einzubauen, damit ich nicht mehr durchkam. Beim dritten Mal bin ich direkt in den Keller gegangen und hab ihm gesagt, wenn er jetzt nicht sofort aufhört, dann würde ich über meinen eigenen Schatten springen müssen und Dinge tun, die wir beide später bereuen.</p>
<p>Frage: Unglaublich. Ist die Polizei eingeschritten?</p>
<p>Antwort: Wir haben die Polizei in diesen brachialen Dingen immer wieder geholt. Ob es den Käfig betraf, ob es die Satellitenanlage betraf. In diesen Dingen machten wir die Erfahrung, dass uns die Polizei überhaupt nicht hilft. Diese Schlösser-Aktion, da kam ein Einsatzkommando mit zehn bewaffneten Polizisten. Die haben dann sehr schnell verstanden, dass der alte Mann da mit den Schlössern einen eindeutig widerrechtlichen, hartnäckigen Schabernack treibt. Er hat da in dem Flur gestanden und den verdutzten Beamten immer wieder lauthals bedeutet &#8218;Ich habe einen Titel!&#8216; Die haben den schließlich einfach stehen gelassen. Einer der Beamten zeigte ihm einen Vogel, das durfte er aber nicht sehen.</p>
<p>Frage: Also, dann hat die Polizei geholfen?</p>
<p>Antwort: Ich persönlich finde, eher nicht. Sie sagt gern solche Dinge, wie das ist ein Nachbarschaftsstreit. Wenn du Strafanzeigen wegen solcher offensichtlich rechtswidrigen Sachverhalte machst, erstreckt sich die Reaktion der Justiz lediglich darin, nach Wochen oder Monaten ein Aktenzeichen mitzuteilen. Wenn du so viele Strafanzeigen machst, wie ich das in den letzten Jahren tun musste, hast du schon Schwierigkeiten, die kryptischen Mitteilungen der Staatsanwaltschaft überhaupt der richtigen Strafanzeige zuzuordnen. Die schwimmen so in ihrem eigenen Saft, dass sie sich beispielsweise weigern, mein dazu angelegtes Aktenzeichen anzugeben. Du kannst nicht einmal telefonisch nachfragen, weil da niemand erreichbar ist. Das wird dann mit Personalknappheit und solchem Scheiß begründet. Du kannst natürlich dann auch Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. In Norderney (* Ort wurde geändert, Hinweis der Redaktion) ist die größte Staatsanwaltschaft von ganz Europa am werkeln. Deswegen ist sie aber nicht unbedingt besonders effizient. Da gilt dieser Beamtenwitz: &#8218;Du kannst einem Beamten nicht böse sein, er tut ja nichts.&#8216;</p>
<p>Frage: Habt ihr auch Strafanzeigen kassiert?</p>
<p>Antwort: Jede Menge. Einmal sind Mitarbeiter des Landeskriminalamts gekommen. Sein Rechtsanwalt hat behauptet, wir hätten bei der Verwaltung des Hauses betrogen. Die Unterlagen waren dann bei einem so genannten Wirtschaftsdezernenten, das ist ein Sachverständiger der Staatanwaltschaft, der prüft dann anhand der Vorwurfspunkte, ob ein strafrechtlicher Vorgang da ersichtlich ist.</p>
<p>Frage: Was war das Ergebnis?</p>
<p>Antwort: Die Staatsanwaltschaft hat nach vier Jahren Aktenbeschlagnahme zur Abholung der Unterlagen aufgefordert. Das Verfahren wurde eingestellt, und zwar, weil die Strafanzeige insgesamt vollkommen haltlos und unbegründet war. Strafrechtlich war überhaupt nichts zu beanstanden an der gewissenhaften und nachvollziehbaren Aktenführung durch uns. Noch Jahre später schreibt der frühere Nachbar immer wieder, wir hätten uns wie Straftäter verhalten, er denunziert uns als Serientäter und gibt vollkommen haltlose Dinge, wie diese Mauergeschichte oder andere Vorgänge an, die strafrechtlich absolut Null Relevanz besitzen. Richtig ist, dass der Mann sein gesamtes Weltbild so stark verinnerlicht hat, dass er unfähig zu einer &#8218;weicheren&#8216; Sicht der Dinge ist.  Eine weichere Sicht, nach dem Motto, es lohnt nicht, an derartigem festzuhalten, lass es los, finde einen Weg, Frieden mit dir selbst und deinem Nachbarn zu schließen. Vielleicht aufgrund seines Alters. Vielleicht aufgrund seiner Einstellung, er sei etwas besseres, er habe es im Leben zu etwas gebracht, zu Wohlstand, Reichtum &#8211; ein Leben als erfolgreicher Unternehmer. Wobei das noch nicht einmal den Tatsachen entsprechen muss. So ist das mit &#8218;verrückten&#8216; Selbstbildern, sie sind gefährlich.</p>
<p>Frage: Was war dann das Ergebnis derartiger Entwicklungen? Gab es da nicht ein Gefühl von Sinnlosigkeit irgendwann?</p>
<p>Antwort: Ich entwickelte einen großen Sarkasmus und wendete mich anderen Dingen zu. Ich analysierte intensiv das Selbstbild dieser Familie und entschloss mich, es zu karikieren. Es so zu überzeichnen, dass es ins Absurde abdriftet. Gleichzeitig bekam ich immer heftigere Zweifel, dass der deutsche Staat tatsächlich ein Rechtsstaat ist. Dass es in unserem Staat folgenlos möglich ist, anderer Leute Eigentum mit einem Käfig zu überbauen, und das man das nicht einstweilig sofort aus der Welt schaffen kann.</p>
<p>Das ist so, als wenn jemand gewaltsam in deine Wohnung eindringt und sich mit Rigips ein Stück Flur abzäunt, um dort zu leben. Nichts anderes. Sowas wird vom Staat fein delegiert zurück auf Streithähne, die ihre Konflikte nicht angemessen aus der Welt schaffen können. Sie nennen es die &#8218;zivilrechtliche Klärung&#8216;. Bei sowas besteht kein &#8218;öffentliches Interesse&#8216;. Strafrecht und Zivilrecht: beides ist so hundsgerecht, dass dieser Zustand &#8218;illegale Käfigüberbauung&#8216; fünf Jahre andauert, in diesem Fall 2003 bis 2008. Wenn einer fremde Kabel dreimal hintereinander absichtlich mit einem Bolzenschneider durchschneidet, gilt auch nichts anderes. Das liegt wieder fünf Jahre, nur weil der einen gutbezahlten Anwalt hat, der das deckt.</p>
<p>Irgendwann habe ich angefangen, die Sachen nur noch ironisch-lakonisch zu betrachten. Ich habe darüber eine Internetseite gemacht, die äußerst lustig war. Beim Erstellen derselben habe ich Tränen gelacht. Einige Freunde nicht minder, die den ganzen Irrsinn die ganzen Jahre über mitbekommen haben. Es waren vollkommen absurde Seiten, so absurd, dass man noch nicht einmal von einer Beleidigung sprechen konnte. Eine sich drehende Kuh stellte ich dar und nach einem tropfenden Wassertropfen schilderte ich den Vorwurf, &#8218;der hätte kein Geld&#8216; für eine Terrassensanierung. Mein Fehler war allerdings, dass ich dazu eine Domain mit dem Namen des Herrn nutzte, die daher (und nur deshalb) eine Persönlichkeitsrechts-Störung wäre. Das entdeckte einer der beiden Anwälte von dem und die untersagten mir bei der 30. (* Abteilungsnummer geändert)  Kammer des Landgerichts (Pressekammer) derartiges. Ich hab das eingesehen, das war meinerseits eine Grenzüberschreitung, die ich nach alledem allerdings auch  nach Meinung des Landgerichts in &#8222;pointierter Kritik&#8220; öffentlich gemacht hatte. Die Anwälte von dem haben daran gut verdient.</p>
<p>Frage: Hatte das noch weitere Auswirkungen?</p>
<p>Antwort: Ja, unter anderem die sehr lustige, dass bei Entdeckung dieser Website die Zugriffszahlen aus Australien immens anstiegen. Es folgte auch noch ein Prozess, um mich zu Schadenersatz zu verurteilen. In diesem Prozess haben die allerdings verloren. Das Gericht mochte keinen Schadenersatz zusprechen. Aber die Anwälte von dem, die haben daran wiederum gut verdient. Überhaupt: Die Anwälte von dem haben immer gut verdient. Die haben zwar viel Murks gemacht und einiges verloren, aber in Deutschland werden Anwälte bezahlt, egal, ob sie ihre Arbeit gut machen oder ob sie versagen. Ich hoffte schon häufiger insgeheim auf ein amerikanisches Honorarmodell für Rechtsanwälte.</p>
<p>Frage: Nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen?</p>
<figure id="attachment_3478" aria-describedby="caption-attachment-3478" style="width: 256px" class="wp-caption alignright"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Gesichtspunkt.Hoeflichkeit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3478" title="Gesichtspunkt Höflichkeit (Quelle: RAe Janke &amp; Kloth)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Gesichtspunkt.Hoeflichkeit-266x300.jpg" alt="Gesichtspunkt Höflichkeit (Quelle: RAe Janke &amp; Kloth)" width="266" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Gesichtspunkt.Hoeflichkeit-266x300.jpg 266w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Gesichtspunkt.Hoeflichkeit.jpg 307w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3478" class="wp-caption-text">Gesichtspunkt Höflichkeit (Quelle: RAe Janke &amp; Kloth)</figcaption></figure>
<p>Antwort: Ja, richtig. Das hat mich gelehrt, Kritik nur in berechtigter Form vorzubringen, und wenn ich das öffentlich mache, die Grenzen des Persönlichkeitsrechts strikt einzuhalten. Meine Kritik an denen halte ich aber nach wie vor für genau auf den Punkt. Was die uns in den Jahren alles zugemutet haben, das kann doch alles nicht wahr sein. Der Teufel scheut nicht nur das Weihwasser, sondern insbesondere auch, sein Treiben unter Beobachtung einer kritischen Öffentlichkeit. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Öffentlichkeit zu informieren. Es stärkt einem den Rücken gegen Intrigantentum und persönliche Verfolgung. Außerdem erleichtert es einem die Seele. Feedback von anderen Menschen, Zuspruch, interessierte Fragen. Es kommen andere <strong>Gesichtspunkte</strong>, andere Blickwinkel hinzu. Die Öffentlichkeit ist kein schlechter Ratgeber. Diese Art von permanenten Tätern gegen alle Regeln menschlichen Anstands müssen hingegen sehr aufpassen.</p>
<p>Frage: Wann fing das <strong>Stalking </strong>an? Sie sagten eingangs, das wäre im <strong>September 2007</strong> gewesen? Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das noch nicht <strong>Stalking</strong>, was da beschrieben wurde bis hierher?</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">(wird fortgesetzt)</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>Teil <strong>1</strong>/3 des geführten Interviews behandelte die Hintergründe und Vorläufe zu der <strong>Stalking</strong>-Geschichte der interviewten Person. Die beiden weiteren Teile des Interviews werden hier demnächst veröffentlicht. Bitte habt für die weitgehende Anonymisierung der Personen, Ort und Abläufe Verständnis. Sie sind aus Gründen des Persönlichkeitsrechts absichtlich vorgenommen worden.</p>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil1/" target="_self">Teil 1</a> &#8211; &#8230;über die Vorgeschichte dessen (VÖ: 02.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px"><a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/10/interview-mit-einem-stalkingopfer-teil2/" target="_self">Teil 2</a> &#8211; &#8230;vom Mobbing zum Stalking (VÖ: 04.10.09)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">Teil 3 &#8211; noch nicht (under construction)</div>
<div style="PADDING-LEFT: 30px">(Bislang erschienen)</div>
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