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	<title>Kurt Tucholsky &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<title>Kurt Tucholsky &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1632-14 &#8211; Literatür: Auf auf, sprach der Fuchs zum Hasen, der Jäger hat zur Jagd geblasen. Im Neuschnee. #Tucholsky rulez!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/194414-literatuer-auf-auf-sprach-der-fuchs-zum-hasen-der-jaeger-hat-zur-jagd-geblasen-im-neuschnee-tucholsky-rulez/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2014 18:57:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Serie: Historische Sprüche]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Bild kann man sich stibitzen und abspeichern. Man kann drauf klicken. Man kann das auch alles sein lassen. Um auf Kurt Tucholsky zurück zu kommen: Es ist ewig her, dass ich mich mit seinen Texten umfassender auseinander setzte. Damals war er für mich ein Popstar. Er schrieb, dass die Heide wackelte. Das machte auf ... <a title="1632-14 &#8211; Literatür: Auf auf, sprach der Fuchs zum Hasen, der Jäger hat zur Jagd geblasen. Im Neuschnee. #Tucholsky rulez!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/194414-literatuer-auf-auf-sprach-der-fuchs-zum-hasen-der-jaeger-hat-zur-jagd-geblasen-im-neuschnee-tucholsky-rulez/" aria-label="Mehr Informationen über 1632-14 &#8211; Literatür: Auf auf, sprach der Fuchs zum Hasen, der Jäger hat zur Jagd geblasen. Im Neuschnee. #Tucholsky rulez!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone  wp-image-15500" alt="Tucholsky_Es.gibt.keinen.Neuschnee" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee.jpg" width="650" height="650" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee.jpg 1000w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee-300x300.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee-144x144.jpg 144w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/Tucholsky_Es.gibt_.keinen.Neuschnee-900x900.jpg 900w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a></p>
<p>Das Bild kann man sich stibitzen und abspeichern. Man kann drauf klicken. Man kann das auch alles sein lassen. Um auf Kurt Tucholsky zurück zu kommen: Es ist ewig her, dass ich mich mit seinen Texten umfassender auseinander setzte. Damals war er für mich ein Popstar. Er schrieb, dass die Heide wackelte. Das machte auf mich Eindruck. Neulich war´s der Käse und die Löcher. Heute ist´s der Neuschnee, der niemals noch jungfräulich ist. Dass der Schnee so abgrundtief hundsgefährlich sein kann, wissen wir seit dem Jahreswechsel, weil ein Schweizer Bürger aus Kerpen sich derzeit in der Aufwachphase befindet. Wir drücken ihm die Daumen. Alles Gute von hier aus.</p>
<p>Kurt Tucholsky wusste vieles. Das waren damals seine Erkenntnisse, also 1931, kurze Zeit später brach in Deutschland das &#8222;braunausche Fegefeuer&#8220; durch und Deutschland war kurze Zeit später komplett im Ar&#8230;..</p>
<p><span id="more-15499"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15501" alt="kurt_tucholsky_-_es_gibt_keinen_neuschnee" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/kurt_tucholsky_-_es_gibt_keinen_neuschnee.jpg" width="266" height="482" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/kurt_tucholsky_-_es_gibt_keinen_neuschnee.jpg 266w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/kurt_tucholsky_-_es_gibt_keinen_neuschnee-165x300.jpg 165w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Genau, Deutschland hatte &#8222;Arbeit&#8220;. Sagten die einen.</p>
<p>Die anderen hatten nichts mehr zu sagen. Sie wurden vergast, verheizt oder als kunstvolles Unternehmen Barbarossa getarnt gesamtsowjetisch aufgerieben. Es war die Hölle auf Erden. Dagegen jetzt das reinste Zuckerschlecken.</p>
<p>Bzw. gesamtdeutsche Käse-Raclette. Mit Aufwärmphase, siehe oben.</p>
<p>Was war´s denn nun? Die Sache mit dem Neuschnee. Ich hab´s hier nochmal hin geschrieben, das Original von Kaspar &#8222;Kurt&#8220; Tucholsky geht wie folgt.</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<p>Es gibt keinen Neuschnee</p>
<p>Wenn du aufwärts gehst und dich hochaufatmend umsiehst, was du doch für ein Kerl bist, der solche Höhen erklimmen kann, du, ganz allein –: dann entdeckst du immer Spuren im Schnee. Es ist schon einer vor dir dagewesen.</p>
<p>Glaube an Gott. Verzweifle an ihm. Verwirf alle Philosophie. Laß dir vom Arzt einen Magenkrebs ansagen und wisse: es sind nur noch vier Jahre, und dann ist es aus. Glaub an eine Frau. Verzweifle an ihr. Führe ein Leben mit zwei Frauen. Stürze dich in die Welt. Zieh dich von ihr zurück &#8230;</p>
<p>Und alle diese Lebensgefühle hat schon einer vor dir gehabt; so hat schon einer geglaubt, gezweifelt, gelacht, geweint und sich nachdenklich in der Nase gebohrt, genau so. Es ist immer schon einer dagewesen.</p>
<p>Das ändert nichts, ich weiß. Du erlebst es ja zum ersten Mal. Für dich ist es Neuschnee, der da liegt. Es ist aber keiner, und diese Entdeckung ist zuerst sehr schmerzlich. In Polen lebte einmal ein armer Jude, der hatte kein Geld, zu studieren, aber die Mathematik brannte ihm im Gehirn. Er las, was er bekommen konnte, die paar spärlichen Bücher, und er studierte und dachte, dachte für sich weiter. Und erfand eines Tages etwas, er entdeckte es, ein ganz neues System, und er fühlte: ich habe etwas gefunden. Und als er seine kleine Stadt verließ und in die Welt hinauskam, da sah er neue Bücher, und das, was er für sich entdeckt hatte, das gab es bereits: es war die Differentialrechnung. Und da starb er. Die Leute sagen: an der Schwindsucht. Aber er ist nicht an der Schwindsucht gestorben.</p>
<p>Am merkwürdigsten ist das in der Einsamkeit. Daß die Leute im Getümmel ihre Standard-Erlebnisse haben, das willst du ja gern glauben. Aber wenn man so allein ist wie du, wenn man so meditiert, so den Tod einkalkuliert, sich so zurückzieht und so versucht, nach vorn zu sehen –: dann, sollte man meinen, wäre man auf Höhen, die noch keines Menschen Fuß je betreten hat. Und immer sind da Spuren, und immer ist einer dagewesen, und immer ist einer noch höher geklettert als du es je gekonnt hast, noch viel höher.</p>
<p>Das darf dich nicht entmutigen. Klettere, steige, steige. Aber es gibt keine Spitze. Und es gibt keinen Neuschnee.</p>
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			</item>
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		<title>1630-14 &#8211; Video: Wie kommen die Löcher in den Käse? Zwei Antwortversuche &#8211; Besonders profund: Peter Panter (1928)</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/194214-video-wie-kommen-die-loecher-in-den-kaese-zwei-antwortversuche-besonders-profund-peter-panter-1928/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2014 14:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Tiergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Tucholsky]]></category>
		<category><![CDATA[Moabit]]></category>
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					<description><![CDATA[http://www.youtube.com/watch?v=dMJMHVtHBOo Wie kommen die Löcher in den Käse? &#8211; Ein Antwortversuch Die Erklärmaus erklärt uns das. Die Frage ist berühmt. Kurt Tucholsky warf die Frage lange vorher auf. Bereits durch ihn wurden wesentliche Gesichtspunkte dieser Frage abgearbeitet. Mit der Folge, dass die Erklärmaus sich jetzt auf andere, weitere Gesichtspunkte kapriziert. Soll sie. Mit Mühe ernährt ... <a title="1630-14 &#8211; Video: Wie kommen die Löcher in den Käse? Zwei Antwortversuche &#8211; Besonders profund: Peter Panter (1928)" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/194214-video-wie-kommen-die-loecher-in-den-kaese-zwei-antwortversuche-besonders-profund-peter-panter-1928/" aria-label="Mehr Informationen über 1630-14 &#8211; Video: Wie kommen die Löcher in den Käse? Zwei Antwortversuche &#8211; Besonders profund: Peter Panter (1928)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>http://www.youtube.com/watch?v=dMJMHVtHBOo<br />
Wie kommen die Löcher in den Käse? &#8211; Ein Antwortversuch</p>
<p>Die Erklärmaus erklärt uns das.</p>
<p>Die Frage ist berühmt. Kurt Tucholsky warf die Frage lange vorher auf. Bereits durch ihn wurden wesentliche Gesichtspunkte dieser Frage abgearbeitet. Mit der Folge, dass die Erklärmaus sich jetzt auf andere, weitere Gesichtspunkte kapriziert. Soll sie.</p>
<p>Mit Mühe ernährt sich das Eichhörnchen. Selbiges gilt für alle Backenfutterer.</p>
<p>Kurt Tucholsky hat sich einstmals mehr Mühe mit Erklärversuchen gegeben.</p>
<p><span id="more-15488"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15489" alt="220px-Kurt_Tucholsky_Signature.svg" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/220px-Kurt_Tucholsky_Signature.svg_.png" width="220" height="219" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/220px-Kurt_Tucholsky_Signature.svg_.png 220w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/220px-Kurt_Tucholsky_Signature.svg_-150x150.png 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/02/220px-Kurt_Tucholsky_Signature.svg_-144x144.png 144w" sizes="(max-width: 220px) 100vw, 220px" /></p>
<p><strong>So erklärt er die Löcher im Käse</strong></p>
<p>Wenn abends wirklich einmal Gesellschaft ist, bekommen die Kinder vorher zu essen. Kinder brauchen nicht alles zu hören, was Erwachsene sprechen, und es schickt sich auch nicht, und billiger ist es auch. Es gibt belegte Brote; Mama nascht ein bisschen mit, Papa ist noch nicht da.</p>
<p>»Mama, Sonja hat gesagt, sie kann schon rauchen – sie kann doch noch gar nicht rauchen!« – »Du sollst bei Tisch nicht reden.« – »Mama, guck mal die Löcher in dem Käse!« – Zwei Kinderstimmen, gleichzeitig: »Tobby ist aber dumm! Im Käse sind doch immer Löcher!« Eine weinerliche Jungenstimme: » Na ja – aber warum? Mama! Wo kommen die Löcher im Käse her?« – »Du sollst bei Tisch nicht reden!« – »Ich möcht aber doch wissen, wo die Löcher im Käse herkommen!« – Pause. Mama: »Die Löcher &#8230; also ein Käse hat immer Löcher, da haben die Mädchen ganz recht! &#8230; ein Käse hat eben immer Löcher.« – »Mama! Aber dieser Käse hat doch keine Löcher! Warum hat der keine Löcher? Warum hat der Löcher?« – »Jetzt schweig und iß. Ich hab dir schon hundertmal gesagt, du sollst bei Tisch nicht reden! Iß!« – »Bwww –! Ich möcht aber wissen, wo die Löcher im Käse &#8230; aua, schubs doch nicht immer &#8230; !« Geschrei. Eintritt Papa.</p>
<p>»Was ist denn hier los? Gun Ahmt!« – »Ach, der Junge ist wieder ungezogen!« – »Ich bin gah nich ungezogen! Ich will nur wissen, wo die Löcher im Käse herkommen. Der Käse da hat Löcher, und der hat keine –!« Papa: »Na, deswegen brauchst du doch nicht so zu brüllen! Mama wird dir das erklären!« – Mama: »Jetzt gib du dem Jungen noch recht! Bei Tisch hat er zu essen und nicht zu reden!« – Papa: »Wenn ein Kind was fragt, kann man ihm das schließlich erklären! Finde ich.« – Mama: »Toujours en présence des enfants! Wenn ich es für richtig finde, ihm das zu erklären, werde ich ihm das schon erklären. Nu iß!« – »Papa, wo doch aber die Löcher im Käse herkommen, möcht ich doch aber wissen!« – Papa: »Also, die Löcher im Käse, das ist bei der Fabrikation; Käse macht man aus Butter und aus Milch, da wird er gegoren, und da wird er feucht; in der Schweiz machen sie das sehr schön – wenn du groß bist, darfst du auch mal mit in die Schweiz, da sind so hohe Berge, da liegt ewiger Schnee darauf – das ist schön, was?« – »Ja. Aber Papa, wo kommen denn die Löcher im Käse her?« – »Ich habs dir doch eben erklärt: die kommen, wenn man ihn herstellt, wenn man ihn macht.« – »Ja, aber &#8230; wie kommen denn die da rein, die Löcher?« – »Junge, jetzt löcher mich nicht mit deinen Löchern und geh zu Bett! Marsch! Es ist spät!« – »Nein! Papa! Noch nicht! Erklär mir doch erst, wie die Löcher im Käse &#8230; « Bumm. Katzenkopf. Ungeheuerliches Gebrüll. Klingel.</p>
<p>Onkel Adolf. »Guten Abend! Guten Abend, Margot – &#8217;n Ahmt – na, wie gehts? Was machen die Kinder? Tobby, was schreist du denn so?« – »Ich will wissen &#8230; « – »Sei still &#8230; !« – »Er will wissen &#8230; « – »Also jetzt bring den Jungen ins Bett und laß mich mit den Dummheiten in Ruhe! Komm, Adolf, wir gehen solange ins Herrenzimmer; hier wird gedeckt!« – Onkel Adolf: »Gute Nacht! Gute Nacht! Alter Schreihals! Nu hör doch bloß mal &#8230; ! Was hat er denn?« – »Margot wird mit ihm nicht fertig – er will wissen, wo die Löcher im Käse herkommen, und sie hats ihm nicht erklärt.« – »Hast dus ihm denn erklärt?« – »Natürlich hab ichs ihm erklärt.« – »Danke, ich rauch jetzt nicht – sage mal, weißt du denn, wo die Löcher herkommen?« – »Na, das ist aber eine komische Frage! Natürlich weiß ich, wo die Löcher im Käse herkommen! Die entstehen bei der Fabrikation durch die Feuchtigkeit &#8230; das ist doch ganz einfach!« – »Na, mein Lieber &#8230; da hast du dem Jungen aber ein schönes Zeugs erklärt! Das ist doch überhaupt keine Erklärung!« – »Na, nimm mirs nicht übel – du bist aber komisch! Kannst du mir denn erklären, wo die Löcher im Käse herkommen?« – »Gott sei Dank kann ich das.« – »Also bitte.«</p>
<p>»Also, die Löcher im Käse entstehen durch das sogenannte Kaseïn, was in dem Käse drin ist.« – »Das ist doch Quatsch.« – »Das ist kein Quatsch.« – »Das ist wohl Quatsch; denn mit dem Kaseïn hat das überhaupt nichts zu &#8230; gun Ahmt, Martha, gun Ahmt, Oskar &#8230; bitte, nehmt Platz. Wie gehts? &#8230; überhaupt nichts zu tun!«</p>
<p>»Was streitet ihr euch denn da rum?« – Papa: »Nu bitt ich dich um alles in der Welt; Oskar! du hast doch studiert und bist Rechtsanwalt: haben die Löcher im Käse irgend etwas mit Kaseïn zu tun?« – Oskar: »Nein. Die Käse im Löcher &#8230; ich wollte sagen: die Löcher im Käse rühren daher &#8230; also die kommen daher, dass sich der Käse durch die Wärme bei der Gärung zu schnell ausdehnt!« Hohngelächter der plötzlich verbündeten reisigen Helden Papa und Onkel Adolf. »Haha! Hahaha! Na, das ist eine ulkige Erklärung! Der Käse dehnt sich aus! Hast du das gehört? Haha &#8230; !«</p>
<p>Eintritt Onkel Siegismund, Tante Jenny, Dr. Guggenheimer und Direktor Flackeland. Großes »Guten Abend! Guten Abend! – &#8230; gehts? &#8230; unterhalten uns gerade &#8230; sogar riesig komisch &#8230; ausgerechnet Löcher im Käse! &#8230; es wird gleich gegessen &#8230; also bitte, dann erkläre du –!«</p>
<p>Onkel Siegismund: »Also – die Löcher im Käse kommen daher, dass sich der Käse bei der Gärung vor Kälte zusammenzieht!« Anschwellendes Rhabarber, Rumor, dann großer Ausbruch mit voll besetztem Orchester: »Haha! Vor Kälte! Hast du schon mal kalten Käse gegessen? Gut, dass Sie keinen Käse machen, Herr Apolant! Vor Kälte! Hähä!« – Onkel Siegismund beleidigt ab in die Ecke.</p>
<p>Dr. Guggenheimer: »Bevor man diese Frage entscheiden kann, müssen Sie mir erst mal sagen, um welchen Käse es sich überhaupt handelt. Das kommt nämlich auf den Käse an!« Mama: »Um Emmentaler! Wir haben ihn gestern gekauft &#8230; Martha, ich kauf jetzt immer bei Danzel, mit Mischewski bin ich nicht mehr so zufrieden, er hat uns neulich Rosinen nach oben geschickt, die waren ganz &#8230; « Dr. Guggenheimer: »Also, wenn es Emmentaler war, dann ist die Sache ganz einfach. Emmentaler hat Löcher, weil er ein Hartkäse ist. Alle Hartkäse haben Löcher.«</p>
<p>Direktor Flackeland: »Meine Herren, da muß wohl wieder mal ein Mann des praktischen Lebens kommen &#8230; die Herren sind ja größtenteils Akademiker &#8230; « (Niemand widerspricht.) »Also, die Löcher im Käse sind Zerfallsprodukte beim Gärungsprozeß. Ja. Der &#8230; der Käse zerfällt, eben &#8230; weil der Käse &#8230; « Alle Daumen sind nach unten gerichtet, das Volk steht auf, der Sturm bricht los. »Pö! Das weiß ich auch! Mit chemischen Formeln ist die Sache nicht gemacht!« Eine hohe Stimme: »Habt ihr denn kein Lexikon –?«</p>
<p>Sturm auf die Bibliothek. Heyse, Schiller, Goethe, Bölsche, Thomas Mann, ein altes Poesiealbum – wo ist denn &#8230; richtig!</p>
<p>GROBKALK BIS KERBTIERE</p>
<p>Kanzel, Kapital, Kapitalertragssteuer, Karbatsche, Kartätsche, Karwoche, Käse –! »Laß mich mal! Geh mal weg! Pardon! Also:</p>
<p>›Die blasige Beschaffenheit mancher Käsesorten rührt her von einer Kohlensäureentwicklung aus dem Zucker der eingeschlossenen Molke.‹« Alle, unisono: »Hast es. Was hab ich gesagt?« &#8230; »›eingeschlossenen Molke und ist &#8230; ‹ wo geht denn das weiter? Margot, hast du hier eine Seite aus dem Lexikon rausgeschnitten? Na, das ist doch unerhört – wer war hier am Bücherschrank? Sind die Kinder &#8230; ? Warum schließt du denn den Bücherschrank nicht ab?« – »Warum schließt du den Bücherschrank nicht ab ist gut – hundertmal hab ich dir gesagt, schließ du ihn ab – « – »Nu laßt doch mal: also wie war das? Ihre Erklärung war falsch. Meine Erklärung war richtig.« – »Sie haben gesagt, der Käse kühlt sich ab!« – » Sie haben gesagt, der Käse kühlt sich ab – ich hab gesagt, dass sich der Käse erhitzt!« – »Na also, dann haben Sie doch nichts von der kohlensauren Zuckermolke gesagt, wie da drinsteht!« – »Was du gesagt hast, war überhaupt Blödsinn!« – »Was verstehst du von Käse? Du kannst ja nicht mal Bolles Ziegenkäse von einem alten Holländer unterscheiden!« – »Ich hab vielleicht mehr alten Holländer in meinem Leben gegessen wie du!« – »Spuck nicht, wenn du mit mir sprichst!« Nun reden alle mit einemmal.</p>
<p>Man hört:</p>
<p>– »Betrag dich gefälligst anständig, wenn du bei mir zu Gast bist &#8230; !« – »saurige Beschaffenheit der Muckerzolke &#8230; « – »mir überhaupt keine Vorschriften zu machen!« &#8230; »Bei Schweizer Käse – ja! Bei Emmentaler Käse – nein! &#8230; « – »Du bist hier nicht bei dir zu Hause! hier sind anständige Leute &#8230; « – »Wo denn –?« – »Das nimmst du zurück! Das nimmst du sofort zurück! Ich lasse nicht in meinem Hause meine Gäste beleidigen – ich lasse in meinem Hause meine Gäste nicht beleidigen! Du gehst mir sofort aus dem Haus!« – »Ich bin froh, wenn ich raus bin – deinen Fraß brauche ich nicht!« – »Du betrittst mir nicht mehr meine Schwelle!« – »Meine Herren, aber das ist doch &#8230; !« – »Sie halten überhaupt den Mund – Sie gehören nicht zur Familie! &#8230; « – »Na, das hab ich noch nicht gefrühstückt!« – »Ich als Kaufmann &#8230; !« – »Nu hören Sie doch mal zu: Wir hatten im Kriege einen Käse – « – »Das war keine Versöhnung! Es ist mir ganz egal, und wenn du platzt: Ihr habt uns betrogen, und wenn ich mal sterbe, betrittst du nicht mein Haus!« – »Erbschleicher!« – »Hast du das –!« – »Und ich sag es ganz laut, damit es alle hören: Erbschleicher! So! Und nu geh hin und verklag mich!« – »Lümmel! Ein ganz fauler Lümmel, kein Wunder bei dem Vater!« – »Und deine? Wer ist denn deine? Wo hast du denn deine Frau her?« – »Raus! Lümmel!« – »Wo ist mein Hut? In so einem Hause muß man ja auf seine Sachen aufpassen!« – »Das wird noch ein juristisches Nachspiel haben! Lümmel! &#8230; « – »Sie mir auch –!«</p>
<p>In der Türöffnung erscheint Emma, aus Gumbinnen, und spricht: »Jnädje Frau, es is anjerichtet –!«</p>
<p>4 Privatbeleidigungsklagen. 2 umgestoßene Testamente. 1 aufgelöster Soziusvertrag. 3 gekündigte Hypotheken. 3 Klagen um bewegliche Vermögensobjekte: ein gemeinsames Theaterabonnement, einen Schaukelstuhl, ein elektrisch heizbares Bidet. 1 Räumungsklage des Wirts.</p>
<p>Auf dem Schauplatz bleiben zurück ein trauriger Emmentaler und ein kleiner Junge, der die dicken Arme zum Himmel hebt und, den Kosmos anklagend, weithinhallend ruft:</p>
<p>»Mama! Wo kommen die Löcher im Käse her –?«</p>
<p><i>Peter Panter (aka Kurt Tucholsky) Vossische Zeitung, 29.08.1928</i></p>
<p><a title="externer Link" href="http://www.tufs.ac.jp/ts/personal/narita/Tucholsky_Kaeseloecher.pdf" target="_blank">Text als pdf</a></p>
<p><a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Tucholsky" target="_blank">Tucholsky auf wikipedia</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>1099-11 &#8211; Gedichte: Kurt Tucholsky schrieb 1927 das Gedicht &#8222;Das Ideal&#8220;</title>
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					<comments>https://gesichtspunkte.de/144311/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 19:48:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurt Tucholsky muss man dem geneigten Leser kaum noch en detail vorstellen. Aus dem Jahre 1927 stammt dieses Gedicht, an das uns heute eine liebe Kundin erinnert. Das Ideal Kurt Tucholsky 1890 &#8211; 1935 Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstrasse; mit schöner Aussicht, ländlich – ... <a title="1099-11 &#8211; Gedichte: Kurt Tucholsky schrieb 1927 das Gedicht &#8222;Das Ideal&#8220;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/144311/" aria-label="Mehr Informationen über 1099-11 &#8211; Gedichte: Kurt Tucholsky schrieb 1927 das Gedicht &#8222;Das Ideal&#8220;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10151" title="Icon Zitatfilter, Zitate" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/08/icon.Zitatfilter.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10788" title="Historische Sprüche: &quot;Schadenersatz&quot; (by Kurt Tucholsky)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Historisch_Schadenersatz.jpg" alt="Historische Sprüche: &quot;Schadenersatz&quot; (by Kurt Tucholsky)" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Historisch_Schadenersatz.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/10/Historisch_Schadenersatz-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Kurt Tucholsky muss man dem geneigten Leser</strong> kaum noch en detail vorstellen. Aus dem Jahre 1927 stammt dieses Gedicht, <strong>an das uns heute eine liebe Kundin erinnert</strong>.</p>
<p><strong>Das Ideal</strong><br />
Kurt Tucholsky 1890 &#8211; 1935</p>
<p>Ja, das möchste:</p>
<p>Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,<br />
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstrasse;<br />
mit schöner Aussicht, ländlich – mondän,<br />
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehen –<br />
aber abends zum Kino hast du’s nicht weit.</p>
<p><span id="more-11314"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter  wp-image-11270" title="_seitentrenner Berliner Bär" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/seitentrenner.Berliner.Bae_.jpg" alt="" width="22" height="36" /></p>
<p style="text-align: left;">[iframe_youtube video=&#8220;PkY1BpeT-I8&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"> Fips Asmussen &#8211; Tucholsky (via Youtube)</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Einfach nochmal rezitieren lassen durch Fips Asmussen!</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:</p>
<p style="text-align: left;">Neun Zimmer, &#8211; nein, doch lieber zehn!<br />
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,<br />
Radio, Zentralheizung, Vakuum,<br />
eine Dienerschaft, gut erzogen und stumm,<br />
eine süße Frau voller Rasse und Verve –<br />
( und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -,<br />
eine Bibliothek und Drumherum<br />
Einsamkeit und Hummelgesumm.</p>
<p style="text-align: left;">Im Stall: Zwei Ponnies, vier Vollbluthengste,<br />
acht Autos, Motorrad – alles lenkste<br />
natürlich selber – das wäre ja gelacht!<br />
Und zwischendurch gehst Du auf Hochwildjagd.</p>
<p style="text-align: left;">Ja, und das habe ich ganz vergessen:<br />
Prima Küche – erstes Essen –<br />
Alte Weine aus schönem Pokal –<br />
Und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.<br />
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.<br />
Und noch ne Million und noch ne Million.<br />
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.<br />
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.</p>
<p style="text-align: left;">Ja, das möchste:</p>
<p style="text-align: left;">Aber, wie das so ist hienieden:<br />
Manchmal scheint’s so, als sei es beschieden<br />
Nur pö a pö, das irdische Glück.<br />
Immer fehlt dir irgend ein Stück.<br />
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;<br />
Hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –<br />
Hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:<br />
Bald fehlt uns der Wein, bald fehlt der Becher.</p>
<p style="text-align: left;">Etwas ist immer</p>
<p style="text-align: left;">Tröste dich</p>
<p style="text-align: left;">Jedes Glück hat einen kleinen Stich.<br />
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.<br />
Dass einer alles hat:<br />
Das ist selten.</p>
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11319 alignnone" title="xmasbanner2011" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/xmasbanner2011.jpg" alt="" width="450" height="433" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/xmasbanner2011.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/12/xmasbanner2011-300x288.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
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		<title>74-09 &#8211; Zitat des Tages: Kurt Tucholsky erklärt uns das Wort &#8218;Verve&#8216;</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/zitat-des-tages-kurt-tucholsky-erklart-uns-das-wort-verve/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 06:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[#Mietwohnung]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnungssuche]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Tucholsky]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße […] eine süße Frau voller Rasse und Verve, und eine fürs Wochenend, zur Reserve.&#8220; &#8211; Kurt Tucholsky, Das Ideal, 1927 Kurt Tucholsky hat mit diesem Spruch eine häufig verwendete, abgewandelte Berliner Redensart mitgeprägt, die Hausverwalter gut kennen. Während der ... <a title="74-09 &#8211; Zitat des Tages: Kurt Tucholsky erklärt uns das Wort &#8218;Verve&#8216;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/zitat-des-tages-kurt-tucholsky-erklart-uns-das-wort-verve/" aria-label="Mehr Informationen über 74-09 &#8211; Zitat des Tages: Kurt Tucholsky erklärt uns das Wort &#8218;Verve&#8216;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Sachen.gips.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3127" title="Sachen gips, die gips ja gar nicht!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/09/Sachen.gips-150x150.jpg" alt="Sachen gips, die gips ja gar nicht!" width="150" height="150" /></a></p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-180" title="Zitat" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße […] eine süße Frau voller Rasse und <strong>Verve</strong>, und eine fürs Wochenend, zur Reserve.&#8220; &#8211; <em><a title="Kurt Tucholsky" href="http://de.wikiquote.org/wiki/Kurt_Tucholsky" target="_blank">Kurt Tucholsky</a>, Das Ideal, 1927</em></p></blockquote>
<p>Kurt Tucholsky hat mit diesem Spruch eine häufig verwendete, abgewandelte Berliner Redensart mitgeprägt, die Hausverwalter gut kennen. Während der Zeiten großer Wohnungsnöte in Berlin und einem großen Bedarf nach bezahlbaren Mietwohnungen war der Spruch gar nicht mal so selten, und er lautete sinngemäß so: &#8218;Ey, hast Du Connections zu Wohnungen? Ich suche ne schöne Zwei-Zimmer-Wohnung (nicht -Raum-, das war DDR-Jargon) für 150,- Mark monatlich, inklusive Betriebskosten, Fußbodenheizung, 70 m², vorn raus den Grunewald, und hinten den Kudamm.&#8216; Womit gleich klar ist: Eine derartige Wohnung hatte niemand in seinem Vermietungsportfolio.</p>
<p><span id="more-3342"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p>Andere Idee: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Nachbarn" target="_self">Nachbarn</a> bewusst in die Irre führen. Vermietung von Büroräumen zunehmend schwieriger. Neuester Trend: Licht abends anschalten, um Anwesenheit vorzugaukeln. Ist aber gar keiner da.  Sehr lustig anzusehen: Nachbar purzelt durch den Garten und stolpert im Dunkeln über Holzliege. Ersatzidee (mit Verve): Gettoblaster auf Terrasse stellen und laut &#8218;<a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/der-stalking-beauftragte-meldet-das-comeback-der-kultband-ton-steine-scherben-in-zehlendorf/" target="_self">Das ist unser Haus</a>&#8218; abspielen. Verrückt: Anzeige gegen Unbekannt erstattet und Unbekannt ist gar nicht da. Auch sehr lustig. Kreativität, nein Verve, eine Frau voller Rasse und Verve (&#8230;), die dahinter steckt&#8230; <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?s=flashmob" target="_self">Flashmob</a> weiterhin in Gerüchteküche.</p>
<p>Weiteres schönes Zitat:</p>
<blockquote><p><img loading="lazy" decoding="async" title="Zitat" src="../wp-content/uploads/2008/06/_quotezeichen30x30.jpg" alt="Zitat" width="18" height="18" /> Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.&#8220; (<a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kraus" target="_blank">Karl Kraus</a>, österr. Schriftsteller, 1874-1936)</p></blockquote>
<p>Oder Gnome?</p>
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