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	<title>Helmut Kohl &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Helmut Kohl &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1756-14 &#8211; Philosophie-Cluster: Man kann nicht alles haben &#8211; Was von Helmut Kohl übrig geblieben ist&#8230; #Gnade #Ungnade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 11:51:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war anderswo zu lesen: &#8222;Auf der Suche nach den richtigen Worten für seine Erinnerungen findet Marcus kluge&#8230;&#8220; (das hier) &#8211; Inhaltlich ging es um Marcus Kluges schlaue Erinnerungen an ein Pink-Floyd-Konzert 1970. Kluge war 15 damals. Man kann sein Erinnerungen nachlesen. Wer schreibt, der bleibt. So sind auch unsere Erinnerungen. Helmut Kohl taugt selten ... <a title="1756-14 &#8211; Philosophie-Cluster: Man kann nicht alles haben &#8211; Was von Helmut Kohl übrig geblieben ist&#8230; #Gnade #Ungnade" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/206814-philosophie-cluster-man-kann-nicht-alles-haben-was-von-helmut-kohl-uebrig-geblieben-ist-gnade-ungnade/" aria-label="Mehr Informationen über 1756-14 &#8211; Philosophie-Cluster: Man kann nicht alles haben &#8211; Was von Helmut Kohl übrig geblieben ist&#8230; #Gnade #Ungnade">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_16308" aria-describedby="caption-attachment-16308" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-16308" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/10/Yin.und_.Yang_Gnade.Ungnade.jpg" alt="Die Gnade und die Ungnade zur späten Geburt." width="650" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/10/Yin.und_.Yang_Gnade.Ungnade.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/10/Yin.und_.Yang_Gnade.Ungnade-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /><figcaption id="caption-attachment-16308" class="wp-caption-text">Die Gnade und die Ungnade zur späten Geburt.</figcaption></figure>
<p>Heute war anderswo zu lesen: &#8222;Auf der Suche nach den richtigen Worten für seine Erinnerungen findet Marcus kluge&#8230;&#8220; (das <a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=7726" target="_blank">hier</a>) &#8211; Inhaltlich ging es um Marcus Kluges schlaue Erinnerungen an ein Pink-Floyd-Konzert 1970. Kluge war 15 damals. Man kann sein Erinnerungen <a title="externer Link" href="http://marcuskluge.wordpress.com/2014/10/25/familienportrait-a-saucerful-of-loschpapier-audi-max-der-tu-13-marz-1970-von-marcus-kluge/" target="_blank">nachlesen</a>. Wer schreibt, der bleibt.</p>
<p>So sind auch unsere Erinnerungen. Helmut Kohl taugt selten als &#8222;Leitfaden&#8220; für &#8222;von Gott geborene Ideen&#8220;, er war Zeit seiner Regentschaft einer, der aussaß. Anders ausgedrückt hat Gerd Schröder (Nachfolger) seine &#8222;Politik der ruhigen Hand&#8220; &#8211; das sind &#8222;geflügelte Worte&#8220;. Unterm Strich bleiben uns Erinnerungen an verflossene Zeiten und Gedankenblitze wie jener. Kohl hatte die Gnade der späten Geburt ins Feld geführt, an der nationalsozialistischen Gräuelepoche von dreizehn Jahren Terror, Krieg und Verbrechen gegen die Menschlichkeit maßgeblich unbeteiligt gewesen zu sein. Gorbi wusste: &#8222;Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.&#8220; Ein jeder legt sich seins zurecht. Wir müssen nur noch die Salatisten ruhig stellen. Dann funktioniert´s.  Sonst: Rübe ab. Mohrrübe.</p>
<p>Die ganze Wahrheit ist, all diesen Ausflüchten zum Trotze: Ein jeder lebt in seiner eigenen &#8230;.Zeit. Dies ist das wesentliche Ansinnen am Tage der Zeitrechnungsumstellung 2014. Schönen Sonntag allerseits.</p>
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		<title>1681-14 &#8211; Positionen: Er ist ein Vorbild, wie er im Buche steht: Kim Jong Un läßt Frisuren neu festlegen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2014 16:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienecho]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Kohl]]></category>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Aussagen eines ehemals in Nordkorea lebenden Chinesen werde die Frisur auch als „chinesischer Schmuggler-Haarschnitt“ bezeichnet, berichtet unter anderem die BBC unter Berufung auf den Radiosenders „Radio Free Asia“. (Fokus) Helmut staunt beim Zeitung lesen. Wir aber auch: Oder hat in dieser Nachricht &#8222;DER POSTILLON&#8220; herummanipuliert? Man kann heutzutage ja auch Nachrichtenmagazinen nicht trauen. Jeder schreibt ... <a title="1681-14 &#8211; Positionen: Er ist ein Vorbild, wie er im Buche steht: Kim Jong Un läßt Frisuren neu festlegen!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/199314-positionen-er-ist-ein-vorbild-wie-er-im-buche-steht-kim-jong-un-laesst-frisuren-neu-festlegen/" aria-label="Mehr Informationen über 1681-14 &#8211; Positionen: Er ist ein Vorbild, wie er im Buche steht: Kim Jong Un läßt Frisuren neu festlegen!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15798" alt="Helmut.Kohl" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Helmut.Kohl_.jpg" width="234" height="211" /></p>
<blockquote><p>Nach Aussagen eines ehemals in Nordkorea lebenden Chinesen werde die Frisur auch als „chinesischer Schmuggler-Haarschnitt“ bezeichnet, berichtet unter anderem die BBC unter Berufung auf den Radiosenders „Radio Free Asia“. (Fokus)</p></blockquote>
<p>Helmut staunt beim Zeitung lesen. Wir aber auch: Oder hat in dieser Nachricht &#8222;DER POSTILLON&#8220; herummanipuliert? Man kann heutzutage ja auch Nachrichtenmagazinen nicht trauen. Jeder schreibt von jedem ab und am Ende? Alle zum Friseur&#8230;</p>
<p>Damit hatte aber auch Helmut Kohl wirklich nicht gerechnet. Das Haupthaar ist im hohen Alter recht schütter geworden. Früher, ja früher, denkt er, da wäre das&#8230;.</p>
<p>Und heute? Ein ganz neuer Gesichtspunkt, den man sich nochmal bewusst vergegenwärtigen muss: Die Koreaner tragen keine Glatzen. Ganz egal, aus welchem Grund. Und sei es aus Staatsräson.</p>
<p>Gut, das wussten wir. Denn auch die Trauer um den Vater des jetzigen Diktators war groß und nicht gespielt. Ich hab es vor einigen Tagen in anderem Zusammenhang schon mal bedauert, es ging um Ché Guevara: Früher, da hatten wir mal einen richtigen Standpunkt. Und heute? Banal ist die Welt geworden.</p>
<p><span id="more-15797"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15799" alt="Kim.Jong.Un" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Kim.Jong_.Un_.jpg" width="304" height="418" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Kim.Jong_.Un_.jpg 304w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Kim.Jong_.Un_-218x300.jpg 218w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /></p>
<blockquote><p>So weit ist der Sachverhalt allerdings auch vom Alt-Bundeskanzler &#8222;der Einheit&#8220; nicht entfernt. Denn immerhin macht Kim Jong Un nun wenigstens frisurentechnisch klar, was Helmut Kohl sich immer wünschte: Ein Volk, ganz wie aus einem Zuckerguss. Wenn auch die &#8222;Mauern in den Herzen&#8220; noch überwunden werden müssten, so wären doch die Frisuren schon mal gleich.</p></blockquote>
<p>Jetzt allerdings kommt Mode ins Spiel. Zeitgeist auch und geschmäcklerische Finesse. Der Herr Diktator lässt die Frisuren festlegen, wie übereinstimmend einige dekadente, westliche Medien berichten.</p>
<p>Womit sie sich in einen Viralkrieg mit Nordkorea begeben. Die Ärzte, ursprungs eine Berliner Spaß-Punkband, sangen über die Ureinwohner Amerikas, sinngemäß: &#8222;Du kannst gehen, aber deine Kopfhaut bleibt hier.&#8220;  So ähnlich lässt nun Kim Jong Un seinen Bewohnern das Gehen als Möglichkeit. Z.B. &#8222;zur Arbeit gehen&#8220;. Allerdings: Auffrisiert.</p>
<p>Wenn sie ihr Individuelles beim Friseur zurücklassen, dürfen Nordkoreaner machen, was sie möchten: Arbeiten zum Beispiel. Oder arbeiten.</p>
<p>Es ist eine weitere Kulturrevolution im asiatischen Raum im Gange, Geschichtskenner wissen: Mao Tse Tung war der letzte Revolutionär, nach Schätzungen von Kennern hat er bis zu 70 Millionen Menschen auf dem Gewissen. Die erste Kultur-Revolution inszenierte er. Unbekannt blieb: Wie viele Haarschnitte hat Mao wirklich auf dem Gewissen? Es sind zahllose, ganz ohne Frage.</p>
<blockquote><p>Erste Zeitungsredaktionen bereiten große Nachrufe vor: Auf Bubi, Afro, Dutt und Hochsteck wird hinter vorgehaltenem Friseurumhang mit leisen Andeutungen kondoliert. Farewell Miniplay!</p></blockquote>
<p>Anstatt froh zu sein, dass nun &#8222;Kraut &amp; Rüben&#8220; bei den &#8222;Trendfrisuren&#8220; in Deutschland bald ein Ende haben, beklagen sich einige Deutsche bereits über die Warnungen aus Korea und fürchten Gleichbehandlung in Deutschland. Bei der Friseurinnung ist nichts dergleichen bekannt.</p>
<p>Nein, die Frisur wird festgelegt, befreit wird man von der &#8222;Pflicht zur Frisur&#8220;  nur aus unabwendbaren Gründen des persönlichen Schicksals. Wer zum Friseur möchte und etwas andere Haarmodellierungen anfrisieren lassen will, muss zum FA, zum Frisurenamt. Über grundsätzliche Fragen urteilt jedoch weiterhin das Bundesaufsichtsamt für das Haarschneidewesen. Anders als die von Angela Merkel getragene Frisur, eine leichte Fönwelle mit ansprechendem Haupthaar, Schnitt, Haarfarbe, Fassong, wird alles werden. All das ist künftig nur &#8222;auf Wartemarke&#8220; erhältlich zu festen amtlichen Sprechstunden beim Bürgeramt: Der Abweichling braucht künftig einen <strong>FBS</strong>, ein amtliches Dokument, das wir noch als &#8222;WBS&#8220; kennen, Wohnberechtigungsschein.</p>
<p>Und dreimal darfst du raten, was diese Abkürzung nun heißt. Siehste?</p>
<p>Ist einfach.</p>
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		<title>1021-11 &#8211; Kritik: Vom Rest das Beste gibt´s bei Günther Jauch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 07:33:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[iframe_youtube video=&#8220;6zMsZ8vG9JQ&#8220;] Achtung! Achtung! Hier ist die Sendestelle Berlin (via Youtube, gefunden via Peter Glaser, danke!) Der Ort ist Programm. Die neueste ARD-Polit-Talkshow &#8222;Günther Jauch&#8220;, die ab dem 11. September jeden Sonntag auf das Gesprächsrunden-begeisterte deutsche Fernsehpublikum losgelassen wird, ist im Gasometer in Berlin-Schöneberg zuhause. Das 80 Meter hohe Industriedenkmal wurde für die Sendung neu ... <a title="1021-11 &#8211; Kritik: Vom Rest das Beste gibt´s bei Günther Jauch" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/136511/" aria-label="Mehr Informationen über 1021-11 &#8211; Kritik: Vom Rest das Beste gibt´s bei Günther Jauch">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-278" title="Stimme der Kritik" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconstimmederkritik_100x2.jpg" alt="" width="100" height="22" /></p>
<figure id="attachment_2866" aria-describedby="caption-attachment-2866" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2866" title="Der Kritiker - MRR" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/08/der.Kritiker.jpg" alt="" width="300" height="207" /><figcaption id="caption-attachment-2866" class="wp-caption-text">Der Kritiker - MRR</figcaption></figure>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;6zMsZ8vG9JQ&#8220;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Achtung! Achtung! Hier ist die Sendestelle Berlin (via Youtube, gefunden via Peter Glaser, danke!)</span></em></p>
<blockquote><p>Der Ort ist Programm. Die neueste ARD-Polit-Talkshow &#8222;Günther Jauch&#8220;, die ab dem 11. September jeden Sonntag auf das Gesprächsrunden-begeisterte deutsche Fernsehpublikum losgelassen wird, ist im Gasometer in Berlin-Schöneberg zuhause. Das 80 Meter hohe Industriedenkmal wurde für die Sendung neu ausgebaut. Der offene Turm aus einem Metallgerüst ist mit einer Kuppel versehen, die nicht zufällig an die des Reichstags erinnert. (stern.de, 05.09.11, <a title="externer Link" href="http://www.stern.de/kultur/tv/guenther-jauch-stellt-neue-show-vor-lass-es-erstmal-laufen-1724301.html" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Vor meinem geistigen Auge</strong> erinnere ich dies Foto von der jungen 28-jährigen, schwarzen Amerikanerin, die sich aus dem 81. Stock eines der zwei Zwillingstürme gerettet hatte und das um die Welt ging. Heute heißt sie für mich &#8222;Dusty Springfield&#8220;, ähnlich wie die amerikanische Countrysängerin. Eine junge, 28-jährige, überaus staubige (&#8222;dusty&#8220;) &#8222;Spring ins Feld&#8220;, stand sie eben noch am Kopierer im World Trade Center (WTC) und nun geht ihr Foto um die ganze Welt. Ihr Name: Marcy Borders. Sie selbst über und über mit Staub beladen, der so schwer wiegt, schwerer noch als Blei. Gestern Abend ist ihr Part der des Eröffnungs-Einspielers, es spielt ein bisschen Klavier dazu und uns Deutschen wird nun erklärt, wer sie ist. <strong>Als wüssten wir das nicht, jedenfalls so ungefähr</strong>.</p>
<p><span id="more-10573"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5604 aligncenter" title="_seitentrenner Klobuerste" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Klobuerste.jpg" alt="" width="60" height="18" /></p>
<p><object width="450" height="399" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="xmlsrc=http://www.bild.de/video/clip/video/doku-staubfrau-marcy-borders-19892142,view=xml,autoplay=true.bild.xml" /><param name="src" value="http://www.bild.de/BILD/System/video/embedplayer" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="flashvars" value="xmlsrc=http://www.bild.de/video/clip/video/doku-staubfrau-marcy-borders-19892142,view=xml,autoplay=true.bild.xml" /><embed width="450" height="399" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.bild.de/BILD/System/video/embedplayer" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" FlashVars="xmlsrc=http://www.bild.de/video/clip/video/doku-staubfrau-marcy-borders-19892142,view=xml,autoplay=true.bild.xml" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" flashvars="xmlsrc=http://www.bild.de/video/clip/video/doku-staubfrau-marcy-borders-19892142,view=xml,autoplay=true.bild.xml" /></object><br />
<span style="color: #888888;">Eingebettet via BILD &#8211; <a title="externer Link" href="http://www.bild.de/video/clip/video/doku-staubfrau-marcy-borders-19892142.bild.html" target="_blank"><span style="color: #888888;">hier</span></a></span></p>
<blockquote><p>Als Seiten- bzw. Absatztrenner dieser Website ist es Usus, ein Flugzeug dazwischen zu setzen. Es ist ein Usus, der durchbrochen wird aus Anlass des hiesigen Themas. Fliegende Flugzeuge gehören einfach als grafische Ikonen nicht in einen Artikel hinein, der thematisch auf &#8222;nine eleven&#8220; aufsetzt. Wenn auch der alternativ gewählte Seitentrenner (siehe hier oben) auslegungsfähig ist: Denn will man die Erinnerung an &#8222;nine eleven&#8220; einfach herunter spülen und nochmal nachbürsten? Wie es einige fordern, in diesen Tagen?</p></blockquote>
<p><strong>Im Reigen der verschiedenen Talkformate im Ersten</strong> ist nun ganz neu der öffentlich rechtlich einst wohlgeborene Sohn und Wunsch-Schwiegersohn aller älteren Damen um die siebzig: Günther Jauch, Potsdam, fährt jetzt nicht mehr nach Köln, wo stern.tv abgedreht wurde, sondern nach Berlin-Schöneberg, in die Studios am Gasometer, das übrigens eine ganz hervorragende Kulisse für derartige Talktechtelmechtel abgibt. Gleich die erste Ausstrahlung von Günter &#8222;Fettdruck&#8220; Jauch heißt schlicht wie ihr Moderator und <strong>so wird es auch künftig bleiben</strong>.</p>
<p><strong>Vom flachen Palaver eines Flachberg</strong>, einer Maischenberger, von Anne &#8222;Yes, we will!&#8220;  und aller weiteren &#8222;reden wir mal drüber&#8220;-Heinis ist Günther Jauch der Allerbeste aller Reußen! Es ist inzwischen nicht mehr so hemdsärmelig und schlaksig, sondern etwas staatstragen, Typ Anchorman, gesetzt, gediegen und irgendwie sonor. Geschichten, die uns dieser öffentliche Mann nahebringt, sind weder Schnurren noch Schnarren. Sie klingen irgendwie ergreifend, persönlich und wie ein Therapeuticum maximum. <strong>Ich gebe es zu: Ich bin ein Fan von Günther Jauch</strong>.</p>
<blockquote><p>Vor längerem entschied ich, der Sendung stern.tv insgesamt überdrüssig geworden, diese Sendung komplett zu verweigern. Das hatte viel damit zu tun, dass erstens das Privatfernsehen schon immer Fluch und viel weniger Segen für mich bereithielt. Dieses kontinuierliche &#8222;Geld verdienen&#8220; müssen der privaten Sendeanstalten, ein nahezu vollkommen beliebiger Sendeinhalt und die zunehmende Ausbreitung von &#8222;Lebenstrivia&#8220; machten das Sehen dieser Sendungen immer unerträglicher. Und die Wahrheit ist doch auch: stern.tv war ausgelutscht, lustlos und zunehmend anachronistisch geworden, und das trotz, nicht wegen Günther Jauch. Auch deswegen ein &#8222;Chapeau&#8220;, dieses hat er begriffen und nun am 11.09.2011 einen geglückten Wiederbelebungsversuch gestartet. Aber abwarten, was daraus wird!</p></blockquote>
<p><strong>Dass nun gleich der erste öffentlich rechtliche Auftritt</strong> seit längerem ein &#8222;memorial day&#8220; ist und dazu ein so ergreifender, ist Glück und Pech der Erstausstrahlung. Wir Zuschauer haben nun Glück und begreifen, dass uns unsere Erinnerung in Vielem gar nicht trügt. Dass wir genauer erinnern, als einige Gäste im Talk bei Günther Jauch, dass die Vergangenheit so unbegreiflich wie unglaublich war. Dieser Tage haben alle möglichen Internetseiten ihren Besuchern angeboten zu erzählen, &#8222;was hast du eigentlich am 11. September 2001&#8243; gerade gemacht&#8220;, als es gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit die ersten Nachrichten von einem Sportflugzeug gab, <strong>das versehentlich in einen der zwei Zwillingstürme des WTC geflogen war</strong>?</p>
<p><strong>Pech und Glück für Günther Jauch</strong>, als Talkgast auch Jürgen Todenhöfer eingeladen zu haben. Der stand früher mal in Richterdiensten und verurteilte RAF-Strafgefangene, stand selbst auf Abschusslisten, wie er sagt. Stand später in Regierungsverantwortung in der Ära Kohl. Und steht heute in &#8222;viel internationaler Verantwortung&#8220;, bereist ein geschundenes, zerbombtes Land wie Afghanistan und gehört zu den wenigen Mahnern, die immer wieder gebetsmühlenartig den historischen Fehler dieses Krieges betonen. Auch wenn dies gar nicht mehr so viel Sinn macht: Denn es gibt ja jetzt (endlich) einen breiten politischen Konsens weltweit, dass das Engagement in Afghanistan beendet werden muss. <strong>Ab 2014 soll´s damit losgehen, zu recht</strong>.</p>
<p><strong>Pech für die Zuschauer</strong>, dass Günther Jauch auch Jürgen Klinsmann, Fußballtrainer der Amerikaner und seit 13 Jahren &#8222;drüben&#8220; wohnhaft, zu Wort kommen lässt. Denn buchstäblich nichts, was er sagt, trägt viel zum Erkenntnisgewinn der Debützuschauer von Jauch bei. Immer wenn &#8222;Klinsi&#8220; was sagt, schaut man sich um und fragt sich, warum &#8222;Klinsi&#8220; Gast ist. Und wünscht sich, dass vielleicht eher Dr. Mathias Döpfner, Vorstandschef vom Springer-Verlag noch was hinzu steuert. Für mich steht Dr. Döpfner für vieles: Für eine radikale Verjüngung der überalterten Vorstandsspitze im Springer-Verlag, für den Bruch von Tabus bei der Aufarbeitung von &#8222;schwarzen Flecken&#8220; auf der Firmenverlagsgeschichte in Nachkriegsdeutschland, für transparentes Handeln, glaubwürdiges Veröffentlichen der Verlagsarchive zum Zwecke der Dokumentation von &#8222;Untaten&#8220; des Springer-Verlags in Bezug auf die Studentenbewegung und vieles mehr. <strong>Mit diesem Vorstandsvorsitzenden hat der Verlag viel gewonnen</strong>.</p>
<p><strong>So sehr ich Elke Heidenreich für ihr Lebenswerk verehre</strong>, so wenig konnte sie zum Themenfokus beitragen. Eine allerdings streng &#8222;pazifistische&#8220; Grundhaltung kann man nicht bemängeln und muss verstehen, dass diese Haltung immer &#8222;alternativlos&#8220; ist. Dabei erfahren wir noch, dass Harald Schmidt sie davor bewahrt hatte, in New York geblieben zu sein, seinerzeit. &#8222;Einem Harald Schmidt sagt man nicht ab&#8220;, sagt Heidenreich, als sie erklärt, warum sie ein paar Tage früher zurückgekehrt ist aus New York, damals. Elke Heidenreich kann nur gebetsmühlenartig sagen: &#8222;Nie wieder Krieg&#8220; und &#8222;Es war ein Fehler&#8220; und &#8222;Macht schnellstens Schluss damit&#8220;. Na, wenn die Wahrheit eben so einfach ist? <strong>Siehste</strong>.</p>
<p><strong>Die ganze Sendung inhaliert</strong>, hatte ich am Morgen danach keinen Kater und kein schlechtes Gefühl. Allerdings hat Jauch auch den Ball flach gehalten. Zu tief ging die Sendung nicht. Dafür durften eigentlich alle ausreden, und das ist im Vergleich zu vielen anderen Sendungen doch schon mal, was wir vorsichtig &#8222;Kultur in diesem, unseren Lande&#8220; nennen können. <strong>Dann hat die Sendung ja durchaus etwas Anständiges verströmt, wofür Günther Jauch ja unbedingt steht</strong>.</p>
<p><strong>Der Sendung &#8222;Günther Jauch&#8220; drücke ich</strong> von heute an beide Daumen, aber meine eigenen: mir selbst zuliebe, meinem Sonntagabend zuliebe und ganz Deutschland zuliebe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6933" title="Es kann eigentlich gar nichts mehr passieren - Daumen drücken!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/daumen_druecken.jpg" alt="Es kann eigentlich gar nichts mehr passieren - Daumen drücken!" width="400" height="305" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/daumen_druecken.jpg 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/06/daumen_druecken-300x228.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><strong>Nein, ich sagte ja schon: Ich mag Günther Jauch und oute mich als Fan</strong>. Ich wünsche seinem (neuen) Baby, dass es erwachsen wird, respektable Quoten erarbeitet und freue mich, dass Anne Will nun um eine andere Zeit ausgestrahlt werden muss. Denn Sonntagabend hatte ich früher selten Lust, den Fernseher überhaupt mal anzuschalten. Günther Jauch wird seinen Weg bei diesem Sender, auf diesem Sendeplatz und in seiner ganz eigenen Art machen, da besteht kein Zweifel.  <strong>Es ist ja nicht jeden Sonntag ein 11. September, Gott sei Dank</strong>.</p>
<p><strong>Peter Struck (SPD, Ex-Verteidigungsminister</strong>, tätschelte &#8222;dem Jungen&#8220; Günther Jauch die Wange: &#8222;Ich finde, Sie haben das auch gut gemacht&#8220;, tröstete er Jauch. Und Günther Jauch lachte, da blitzte schnell der Schalk in seinem Nacken auf, nur sah man ihn nicht, <strong>denn der Nacken leuchtet stets auf der der Kamera abgewendeten Rückenseite</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Maße: </strong><br />
&#8211; Gasometer: 2.922m² mit einer Höhe von: 77m und einem ø von 61m<br />
&#8211; Kuppelbau: 740m² mit einer Höhe von: 21m und einem ø von 30,7m<br />
&#8211; Außenfläche: 2.000m² davon 400m² Nutzfläche zzgl. 250 Besucherparkplätze</p>
<p><strong>Kapazität (auf Anfrage mit Tribünenbauten zu erweitern): </strong><br />
&#8211; maximal 600 (bestuhlt oder stehend)<br />
#Fakten zum &#8222;BERLIN GASOMETER&#8220; (Quelle: <a title="externer Link" href="http://www.berlin-gasometer.de/fakten.html" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Was nun die neu entstandenen Fernsehstudios &#8222;auf dem Gasometer&#8220;</strong> in Berlin-Schöneberg angeht, überlege ich noch einen Moment. Ich hatte ein Projekt am Start, dessen Rahmen wir mit einem Hintergrundgespräch &#8222;auf dem Gasometer&#8220; verortet hatten. Ich wollte mich dort mit Klaus treffen, wir wollten das Gasometer besteigen und währenddessen wollte ich ihm ein paar, mir wichtige Fragen stellen, die die Gesamtberliner Kulturszene betreffen und seine Rolle hierbei. Ob das noch geht? <strong>&#8222;Jauch statt Klaus&#8220;, würde mich das erwarten</strong>? <strong>Von nirgendwo anders könnte man sich vermutlich besser in ein solches Gespräch stürzen, oder</strong>?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>888-11 &#8211; Video: Walter Kohl, Sohn von Helmut, schrieb ein eigenes Buch. Vom Sohn sein und Emanzipation!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 13:16:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Hanns-Martin Schleyer]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Kohl]]></category>
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					<description><![CDATA[Leben und leben lassen. Leben und Sterben lassen. Leben oder gelebt werden. (#Maxime des Lebens, James Bond-Filmtitel, Titel des im Jan. 2011 erschienen Buchs mit dem Untertitel Schritte auf dem Weg zur Versöhnung von Walter Kohl) Walter Kohl sieht seinem Vater eigentlich ähnlich, nur ist er viel jünger. Einen Schuß Hannelore hat er ebenfalls abbekommen, ... <a title="888-11 &#8211; Video: Walter Kohl, Sohn von Helmut, schrieb ein eigenes Buch. Vom Sohn sein und Emanzipation!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/123011/" aria-label="Mehr Informationen über 888-11 &#8211; Video: Walter Kohl, Sohn von Helmut, schrieb ein eigenes Buch. Vom Sohn sein und Emanzipation!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6665" title="_personen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/05/personen.jpg" alt="" width="188" height="48" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9498" title="Gefangenschaftsflüchtling" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Gefangenschaftsfluechtling.jpg" alt="Gefangenschaftsflüchtling" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Gefangenschaftsfluechtling.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Gefangenschaftsfluechtling-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Leben und leben lassen. Leben und Sterben lassen. <em>Leben oder gelebt werden. (#Maxime des Lebens, James Bond-Filmtitel, Titel des im Jan. 2011 erschienen Buchs mit dem Untertitel Schritte auf dem Weg zur Versöhnung von Walter Kohl)</em></p></blockquote>
<p><strong>Walter Kohl sieht seinem Vater eigentlich ähnlich</strong>, nur ist er viel jünger. Einen Schuß Hannelore hat er ebenfalls abbekommen, na ja, man kann Helmut und Hannelore Kohl zunächst einmal nicht mit Arnold Schwarzenegger vergleichen, der <del>es</del> vieles anders machte. Jedenfalls ist auch nichts Vergleichbares bekannt. Durch das Leben eines Helmut Kohl zieht sich jedenfalls eine gehörige Portion Diskretion über all das, was wir für gewöhnlich als &#8222;private Sache&#8220; betrachten. Darüber zu spekulieren, ist müßig. Nun schaut Walter Kohl, Sohn Kohl´s, nicht aus Mann-, sondern aus Oggersheim, zurück: seine Mutter nahm sich das Leben und sein Vater ist wieder in neuen, jüngeren Händen, ein elder statesman, und rückblickend betrachtet hatte Kohl das erreicht, woran ihm am meisten lag: Er wollte als Person unbedingt in die Geschichte eingehen. <strong>Geschafft</strong>.</p>
<p><span id="more-9496"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong> </strong>[iframe_youtube video=&#8220;5FDvxKpjjr4&#8243;]</span><br />
<span style="color: #888888;"><em>Walter Kohl &#8211; im Gespräch mit Beckmann (ARD, Sendung vom 07.02.11) &#8211; via Youtube</em> </span></p>
<blockquote><p>Lange Zeit war war es schwer für mich mit den ungewöhnlichen Herausforderungen meiner Herkunft als „Sohn vom Kohl“ umzugehen. Ich lebte in einem extremen Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdbestimmung. Im Buch beschreibe ich meinen Weg aus einem weitgehend fremdbestimmten Leben als Kind in einer nicht nur in Deutschland sehr bekannten Politikerfamilie in ein neues Lebensverständnis als Walter Kohl. Durch die Arbeit an meinem Buch konnte ich den Weg der Versöhnung für mich entdecken und beschreiten. Versöhnung ist eine starke Quelle der Kraft. Sie ist die Kraft, die einen Menschen zu sich selbst bringt und Menschen zueinander führt. (Walter Kohl und sein spirituelles Credo auf seiner Homepage, Link unten)</p></blockquote>
<p><strong>Niemand hätte es ihm zugetraut und alle haben sich geirrt</strong>. Es war ein begnadetes Polit-Talent, sagt auch sein Sohn über ihn, und was für andere Menschen die Familie, sei für Vater Kohl die Partei gewesen. So gesehen war Kohl Alt-Stalinist und jubilierte, wenn auch heimlich &#8222;Die Partei, die Partei, die hat immer Recht.&#8220; <strong>Spaß beiseite</strong>.</p>
<p><strong>Deswegen muss man sich das so vorstellen</strong>: Die Kindheit der Kohl-Söhne war in vielerlei Hinsicht eine übliche Sixties-, Seventiesgeschichte von Mutters Gnaden. Hannelore Kohl bemühte sich als Frau, Politiker- und später Kanzlergattin, immer für ihre Söhne da zu sein. Vater Kohl war weg: auf Parteiveranstaltungen, Konventen, Kongressen, auf Hearings, zu diplomatischen Vielfachpässen, später Bundeskanzler von Volkes Gnaden. Und seine Söhne? <strong>Keine Zeit</strong>.</p>
<p><strong>Dem noch sehr jungen Walter Kohl </strong>begegnet Arbeitsgeberpräsident <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Martin_Schleyer" target="_blank">Hanns-Martin Schleyer</a> als &#8222;väterlicher Freund&#8220;, bevor die Rote-Armee-Fraktion ihn hinrichtete.</p>
<p><strong>Jetzt ist Vater Kohl offenbar sauer auf seinen Sohn</strong>, denn der hat mit der Vorlage eines eigenen Buchs offenbar eine Disziplinlosigkeit begangen, etwas inneres nach außen gekehrt, für die Öffentlichkeit transparent, dass den Ruf und die Lebensleistung des Altkanzlers und verdienten Staatsmanns im Ruhestand schmälern könnte! Wie die Geschichte mit dem &#8222;Ehrenwort&#8220;, alte Freunde und Weggefährten, Spendengeber, nicht zu verraten! Ein Wort ist ein Wort ist ein Wort, und nun noch geflügelte Worte dazu! Dass ein Politikerleben auch ein Gral der Insuffizienz sein kann, und dass Kinder ihren Vater brauchen, dringend benötigen und lange Jahre, fast ein Leben lang, immer nur vermissen. <strong>Au weia</strong>.</p>
<p><strong>Niemand würde es leugnen</strong>, es ist Banalwissen, aber es öffentlich auszusprechen und dann noch in &#8222;Kohl´scher Sache&#8220;? Diese Art von Offenheit ist seine Sache nicht. Und demzufolge bedeutet die Veröffentlichung dieses Buchs daher auch einen (weiteren) Bruch mit dem Vater, der weiß, was ist, aber nicht wahrhaben will, dass es ihn selbst angeht. Sohnematz allerdings verficht die Idee der Versöhnung, das wirkt etwas esoterisch, hat aber eine realistische Grundlage. Ob sie sich aussöhnen werden, weil Sohnematz die Dinge beim Namen nennt? Der Bannwald des Schweigens über den ersten fast fünfzig Jahren des Sohnes Walter Kohl bricht und heraus schält sich der emanzipierte, losgelöste Sohn eines lebenslangen, rücksichtslosen Politikers, der nichts lieber verfocht, als immer nur &#8222;seine Politik&#8220;, der sachverständig schwadronierte auf <strong>Parteitagen darüber, wie man das Menschenbild der bundesdeutschen Gesellschaft noch lebenswerter gestalten könne. Auch das vermochte er offenbar in eigener Sache nicht</strong>. <strong>Manche dürfen ihren Eltern ihr Leben lang nichts vorhalten, egal wie es war</strong>!</p>
<blockquote><p>Auch die Strauß-Kinder haben ähnliche Meriten ihrer Vergangenheit zu <del>schultern</del> stemmen und von welch Stamm sie als pausbäckige Äpfelchen einst fielen. Was Kohl selbst als die Gnade der späten Geburt bezeichnete, ist spiegelbildlich gesehen nichts anderes als die Ungnade der eigenen Herkunft vom Sohn, die Last mit dem erklären müssen, wo komme ich her und wie bin ich selbst gestrickt und -nein- ich habe nicht jede der Meinungen meines Vaters automatisch mit der Muttermilch kolportert. Ich bin ein eigener Fisch namens Walter und wenn er´s jetzt sagt, dann knallt er! Auch für die Straußenkinder gilt bis heute: der größte, anzunehmende, eigene Übervater hat ihnen einen grüngräsernen Weidegrund  hinterlassen, bzw. eine abgehalfterte, schlammfarbene Ackerkrume, und reichlich Erblasten, angesichts derer sie manchmal erblassten. Zu beneiden sind sie daher nicht wirklich, die Kinder der Götter von einst.</p></blockquote>
<p><strong>Es ist interessant und bezeichnend</strong>, Walter Kohl´s Erinnerungen zuzuhören und eine Vorstellung davon zu entwickeln, wieviel Vermißtes er in seinem Leben trägt, bis zurück in die unmittelbare Gegenwart. Das Buch wird der Versuch sein, sich freizuschwimmen von allem zurückliegenden Ballast. Es zeichnet sich ein sympathischer, irgendwie sehr ehrlich erscheinender, verletzbarer Mensch und Sohn ab und für diesen Mut zur Schwäche kann man nur Glückwunsch sagen. Auch wenn dieses schwach sein des Sohns genau das sein dürfte, was Vater Kohl auf seine alten Tage am stärksten verärgert. Doch das muss er mit sich selbst abmachen. <strong>Es ist jetzt die Nach-Kohl-Zeit, das System Kohl ist inzwischen gänzlich vorüber</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Linktipp: <a title="externer Link" href="http://www.walterkohl.de/" target="_blank">Homepage von Walter Kohl, Buchautor</a></li>
<li>Plädoyer: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/01/6022010/" target="_blank">König´s Wusterhausen darf definitiv nicht wegfallen</a></li>
<li>In eigener Sache: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/02/6692010/" target="_blank">Mein Leben als Avatar in verschiedenen Zusammenhängen</a></li>
<li>Historie: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/05/122611/" target="_blank">Granini-Säfte gehörten dazu und Onkel Dittmeyer´s Valensina</a></li>
<li>Historie: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/10/93910/" target="_blank">Vom Datenschutz, dem deutschen Herbst 1977 und der konspirativen Wohnungsanmietung</a></li>
</ul>
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