<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Giovanni di Lorenzo &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
	<atom:link href="https://gesichtspunkte.de/tag/giovanni-di-lorenzo/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://gesichtspunkte.de</link>
	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Jun 2026 19:07:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/cropped-thomas.01-32x32.gif</url>
	<title>Giovanni di Lorenzo &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
	<link>https://gesichtspunkte.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>1955-16 &#8211; Nachruf: Frühstück mit Liebling Kreuzberg &#8211; Ein gelungener #Nachruf von Grit Maroske</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/317716-nachruf-fruehstueck-mit-liebling-kreuzberg-ein-gelungener-nachruf-von-grit-maroske/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/317716-nachruf-fruehstueck-mit-liebling-kreuzberg-ein-gelungener-nachruf-von-grit-maroske/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 09:38:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[EP]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Grit Maroske]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Krug]]></category>
		<category><![CDATA[Uschi Brüning]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=17693</guid>

					<description><![CDATA[Zum Tod von Manfred Krug Es war 2001, als wir uns begegneten. Manfred Krug, Held meiner Kinderzeit in seiner Rolle als “König Drosselbart”, später Idol eines DDR-Teenagers wegen seiner Rolle in “Spur der Steine”, geliebter koddriger Rechtsanwalt in “Liebling Kreuzberg” und vor allem später von mir verehrt als beseelter Jazz-Musiker. Ich arbeitete Tag für Tag ... <a title="1955-16 &#8211; Nachruf: Frühstück mit Liebling Kreuzberg &#8211; Ein gelungener #Nachruf von Grit Maroske" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/317716-nachruf-fruehstueck-mit-liebling-kreuzberg-ein-gelungener-nachruf-von-grit-maroske/" aria-label="Mehr Informationen über 1955-16 &#8211; Nachruf: Frühstück mit Liebling Kreuzberg &#8211; Ein gelungener #Nachruf von Grit Maroske">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1249" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/03/trauerkerze.gif" alt="Trauerkerze" width="124" height="115" /></p>
<p><strong>Zum Tod von Manfred Krug</strong></p>
<p>Es war 2001, als wir uns begegneten. Manfred Krug, Held meiner Kinderzeit in seiner Rolle als “König Drosselbart”, später Idol eines DDR-Teenagers wegen seiner Rolle in “Spur der Steine”, geliebter koddriger Rechtsanwalt in “Liebling Kreuzberg” und vor allem später von mir verehrt als beseelter Jazz-Musiker.</p>
<p>Ich arbeitete Tag für Tag in unserem kleinen Café direkt im Congresshotel. Nebenan in der Lausizhalle wurden regelmäßig Sendungen für den MDR aufgezeichnet, und so gehörten Prominente zu unseren täglichen Gästen. In unserem gemütlichen kleinen Laden gab es deshalb eine Regel: Wer zu uns kommt, kommt als Privatmensch in seiner Freizeit und hat wie jeder andere Mensch das Recht auf Privatsphäre und Ruhe. Wir behandelten also alle Gäste gleich freundlich, mit der gleichen Aufmerksamkeit und Diskretion und sorgten dafür, dass niemand belästigt wurde, der bei uns einkehrte, egal ob berühmt oder stinknormal.</p>
<p><span id="more-17693"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_17378" aria-describedby="caption-attachment-17378" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-17378" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss.png" alt="Blumenstrauß (DSC06099)" width="650" height="366" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss.png 2200w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss-300x169.png 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss-768x432.png 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2016/05/DSC06099_Blumenstrauss-1024x576.png 1024w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17378" class="wp-caption-text">Blumenstrauß (DSC06099)</figcaption></figure>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/h5HtelX5z7o?rel=0&amp;showinfo=0" width="650" height="366" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Manfred Krug &#8211; Die Ballade vom Briefträger Willliam L Moore aus Baltimore</p>
<blockquote><p>Manfred Krug &amp; die Rhythmusgruppe der Jazz-Optimisten Berlin spielen Wolf Biermanns Ballade vom Briefträger Willliam L Moore aus Baltimore</p></blockquote>
<p>Nur ein einziges Mal in 10 Jahren habe ich meine eigene Regel gebrochen und einen Gast angesprochen, weil ich wirklich Fan war.</p>
<p>Im Hotel, das angrenzte, war Manfred Krug als “schwierig”, jähzornig, anspruchsvoll und als “Diva” verschrieen. Das Personal fürchtete sich vor ihm und seinen Ausbrüchen. Alle flatterten schon Tage vorher aufgeregt herum. Als ich sagte, ich würde mich auf ihn freuen und ihn gern kennenlernen, wünschte mir der befreundete Nachtportier “viel Glück” und meinte grinsend: “Ich werd dann deinen Nachruf schreiben.”</p>
<p>Tatsächlich gab es wohl mehrfach bei seinen Aufenthalten zornige Brüller oder Anranzer, wenn irgend etwas nicht richtig lief. Krug hatte gerade eine schwere Zeit, die Werbung für die Telekom, die er später als “größten Fehler seiner beruflichen Karriere” bezeichnet hatte, hing ihm immer noch nach.</p>
<p>In unsere Stadt kam er, um zu lesen und zu singen. Mein Idol so nah! Doch ich musste arbeiten und hatte keine Zeit, zu seiner Aufführung zu gehen, die nur 50 Meter von mir entfernt stattfand. Ich war tief deprimiert. Meine einzige Chance, ihn zu sehen, war also hier im Haus. Ich hatte mir im Jahr zuvor seine Platte “Schlafstörung” gekauft und war hingerissen und in Liebe für diese Stimme. Ich musste ihm wenigstens sagen, wie großartig ich sie fand.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/RDLgTep9t5I?rel=0&amp;showinfo=0" width="650" height="366" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Der Matrosen-Witz von Manfred Krug</p>
<p>Ich sprach einen befreundeten Tontechniker der Lausitzhalle an und bat ihn um einen Gefallen. Ich besorgte zwei Flaschen wirklich guten Rotwein, eine der bevorzugten Zigarren und bat ihn, dies in Krugs Garderobe zu stellen. Meine CD lag dabei und eine Visitenkarte, auf der ich ihn bat, mir die CD zu signieren, da ich arbeiten müsse und nicht selbst Gast der Veranstaltung sein könne. Ich würde sie mir dann am Empfang im Hotel abholen.</p>
<p>Am nächsten Morgen, ich ging wie immer 2 Stunden vor Öffnung ins Cafe, um alles für den Tag vorzubereiten, rief mich die Hausdame an, ich solle doch kurz mal herüberkommen.</p>
<p>Ich schloß den Durchgang zum Hotel auf und trat an den Empfang. Sie reichte mir meine CD und meinte: “Er sitzt übrigens im Frühstücksraum.” Mein Herz klopfte. Tatsächlich, da saß sie, die Legende, vertieft in eine Unterhaltung mit einem Mann.</p>
<p>“Meinst du, ich kann&#8230;” fragte ich meine Freundin und deutete mit einem Achselzucken in Krugs Richtung. “Klar, wenn du lebensmüde bist!” antwortete sie. War ich. Es gab ja nur diese eine Chance. Ich ging in den Frühstücksraum und stellte mich in gebührendem Abstand auf. Als Krug mich irgendwann wahrnahm, nickte ich ihm freundlich zu, während ich mir innerlich fast in die Hosen machte. Ich fragte ihn, ob er, wenn er fertig wäre, einen Moment Zeit hätte.</p>
<p>Er sah mich über seine Brille hinweg an. Sah auf die CD in meiner Hand. Fing an zu lächeln. Er entließ seinen Begleiter mit einer Handbewegung, klopfte auf den frei gewordenen Stuhl und sagte: “Warst du das gestern mit dem Wein? Na dann setz dich mal hin, Mädchen.” Ich machte große Augen, tat aber wie mir geheißen. Er winkte der Bedienung und bestellte ein zusätzliches Gedeck und Kaffee. Für mich. Mein Staunen wuchs von Minute zu Minute.</p>
<p>“Was hast du denn auf dem Herzen?” Ich sagte ihm, ich würde ihm so gern zwei persönliche Fragen stellen, hätte das auch gern gestern getan, aber da wäre ich arbeiten gewesen. “Was machst du denn?” fragte er. Er zündete sich einen seiner Stinkbalken an und lehnte sich zurück. Dann fingen wir an, uns zu unterhalten. Der Kaffee kam und er schenkte mir ein, ganz Gentlemen. Wir unterhielten uns ganze zwei Stunden lang. Wie zwei Leute, die neugierig aufeinander sind und die sich was zu sagen haben. Die Angestellten des Hotels standen staunend am Tresen, als er zwei-, dreimal laut und dröhnend loslachte. Er fuchtelte viel mit den Händen und hatte dieses wirklich charmante Lächeln aufgesetzt. Um Sätze zu unterstreichen, schlug er auf den Tisch und mir einmal sogar auf die Schulter. Ich war ganz erschrocken als ich feststellte, dass ich das Cafe öffnen musste und zwei Stunden um waren.</p>
<p>Ich verabschiedete mich hastig und bedankte mich mit hochroten Wangen für seine Zeit und raste los. Dabei vergaß ich die CD auf seinem Tisch.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/RrP5y7GIe-4?list=PL40q2gp36l76WlFeNwJpjEpcszCMukfM6&amp;showinfo=0" width="650" height="366" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Manfred Krug und Uschi Brüning</p>
<blockquote><p>Veröffentlicht am 23.01.2015: Fernfahrer Franz Meersdonk, Kommissar Paul Stoever, Rechtsanwalt Robert Liebling in diesen Rollen wurde Manfred Krug zum Fernsehstar. Inzwischen liegt sein letzter TV-Auftritt mehr als 10 Jahre zurück, aber jetzt ist Manfred Krug zurück und hat seine alte Liebe im Gepäck: den Jazz. Gemeinsam mit Gesangspartnerin Uschi Brüning erzählte Krug bei 3nach9 von der neuen Platte &#8222;Auserwählt&#8220; und von dem, was ihm sonst noch auf der Seele brennt. Freitag, 23. Januar 2015, 3nach9, Radio Bremen Fernsehen</p></blockquote>
<p>Meine ganze Schicht über schwebte ich wie auf Wolken durch den Laden, hin und her zwischen Gastraum und Küche und vor mich hinsummend. Ich bediente die Gäste, machte Smalltalk und war versöhnt mit dem Schicksal.</p>
<p>Als ich wieder aus der Küche kam, das Tablett voller Speisen, fiel mein Blick auf den Tresen.</p>
<p>Auf unserem Tresen lag ein Gästebuch, in dass sich jeder eintragen konnte, und das mit unzähligen Autogrammkarten und lustigen Sprüchen unserer Gäste gespickt war.</p>
<p>Meine CD lag auf dem aufgeschlagenen Gästebuch.</p>
<p>Ich brachte das Essen an den Tisch und flitzte zum Tresen zurück. Unter der CD lag eine Karte für seine Lesung am nächsten Tag in der nächsten Stadt.</p>
<p>Dieses Gästebuch habe ich noch heute, und als ich von Manne Krugs Tod erfuhr, habe ich es noch einmal zur Hand genommen und nachgesehen, ob auch dieser bedeutsame Tag darin vermerkt war. Da steht im Februar geschrieben: “Danke fürs Frühstück und die nette Unterhaltung. Hier gibt es Herz und Schnauze. M. Krug”</p>
<p>Eben läuft die CD. Mein Lieblingstitel ist bis heute die Nummer 10. Ich singe es mit und lächle und erinnere mich an zwei der schönsten Stunden meines Lebens.</p>
<p>Danke, Manne.</p>
<p>(Wir bedanken uns bei Grit Maroske für diese wunderbaren Gedanken.)</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/317716-nachruf-fruehstueck-mit-liebling-kreuzberg-ein-gelungener-nachruf-von-grit-maroske/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>1710-14 &#8211; Foto des Tages: Spreeblick zur Oberbaumbrücke, Universal, Stadtentwicklungssenator, Volksbegehren und Aerosole wider Willen</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/202214-foto-des-tages-spreeblick-zur-oberbaumbruecke-universal-stadtentwicklungssenator-volksbegehren-und-aerosole-wider-willen/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/202214-foto-des-tages-spreeblick-zur-oberbaumbruecke-universal-stadtentwicklungssenator-volksbegehren-und-aerosole-wider-willen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2014 14:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[#Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[#Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[#Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Goldene Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Häusler]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Winninghoff]]></category>
		<category><![CDATA[Netzgeplapper]]></category>
		<category><![CDATA[Oberbaumbrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Spreeblick]]></category>
		<category><![CDATA[Universal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=15985</guid>

					<description><![CDATA[Ein unverschämter Stadtentwicklungssenator bedauert nach dem Volksbegehren, nun doch keine billigen, dringend benötigen Wohnungen bauen zu dürfen, findet Johnny Häusler (spreeblick.com, verlinkt) #Lesetipps Es heißt &#8222;Sundown&#8220;, es ist aber auch ein &#8222;Spreeblick&#8220;. Fotos von Markus Winninghoff sind oft &#8222;berlinaffin&#8220; und zeigen seinen Blick auf die deutsche Hauptstadt Berlin. Bonn hat ausgedient, der Alte in Rhöndorf ... <a title="1710-14 &#8211; Foto des Tages: Spreeblick zur Oberbaumbrücke, Universal, Stadtentwicklungssenator, Volksbegehren und Aerosole wider Willen" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/202214-foto-des-tages-spreeblick-zur-oberbaumbruecke-universal-stadtentwicklungssenator-volksbegehren-und-aerosole-wider-willen/" aria-label="Mehr Informationen über 1710-14 &#8211; Foto des Tages: Spreeblick zur Oberbaumbrücke, Universal, Stadtentwicklungssenator, Volksbegehren und Aerosole wider Willen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-232" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/09/fotowelt.png" alt="Icon fotowelt" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_15986" aria-describedby="caption-attachment-15986" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/sundown.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15986" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/sundown.jpg" alt="&quot;Sundown&quot; © Markus Winninghoff 2014" width="650" height="433" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/sundown.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/sundown-300x199.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/sundown-900x599.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a><figcaption id="caption-attachment-15986" class="wp-caption-text">&#8222;Sundown&#8220; © Markus Winninghoff 2014</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ein unverschämter Stadtentwicklungssenator bedauert nach dem Volksbegehren, nun doch keine billigen, dringend benötigen Wohnungen bauen zu dürfen, findet Johnny Häusler (spreeblick.com, <a title="externer Link" href="http://www.spreeblick.com/2014/05/26/als-ginge-es-nur-um-das-tempelhofer-feld/" target="_blank">verlinkt</a>) #Lesetipps</p></blockquote>
<p>Es heißt &#8222;Sundown&#8220;, es ist aber auch ein &#8222;Spreeblick&#8220;. Fotos von Markus Winninghoff sind oft &#8222;berlinaffin&#8220; und zeigen seinen Blick auf die deutsche Hauptstadt Berlin. Bonn hat ausgedient, der Alte in Rhöndorf züchtete Rosen. Hier in Berlin, und das ist was hervorzuheben sich anbietet, ist die Skyline am Abend &#8222;fluggastfrei&#8220;. Ein Fluchhafen macht nicht auf, der andere bleibt, birgt aber keine Fluggastgefahren. In Tegel gibt es den Knast sowie das alte Fluchhafengelände wider Willen. &#8222;Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld&#8220;, titelt der obige Artikel zutreffend.</p>
<p>Richtig: Es geht um ganz Berlin. Es geht auch um Zehlendorf an der Clayallee/Ecke Argentinische Allee, die &#8222;Zehlendorfer Welle&#8220; und allerhand andere Unglücksgriffe bornierter Stadtplaner und Investoren. Es ist nicht alles amber, was glänzt. Besonderen Reiz, das zeigt das Foto, gibt allein schon alles Existierende her.</p>
<p><span id="more-15985"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube.com/embed/zUeWPQHzycg?rel=0" width="640" height="480" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Sayonara Japanese Good Bye</p>
<blockquote><p>Sayonara, Japanese goodbye<br />
Whisper sayonara but you mustn&#8217;t cry<br />
Sayonara, if it must be so<br />
Whisper sayonara, smiling as we go<br />
No more we stop to see pretty cherry blossoms<br />
No more we &#8217;neath the tree looking at the sky<br />
Sayonara, sayonara<br />
Goodbye</p></blockquote>
<p>Zwischen Fluchfeldern drapiert sich das nettere Berlin. Im Norden schlagen Flugzeuge Schneisen in die Aerosole, während mit Blick auf die in amber getauchte Oberbaumbrücke die Welt in Ordnung ist. Wie sie ist ohne unser Zutun.</p>
<p>Fast bei <a title="externer Link" href="http://www.universal-music.de" target="_blank">Universal Music Group</a>, dem Musikgigant, sitzt man auf dem Schoße, während Berlin der Dunkelheit entgegenfiebert. Dem Quatsch mit Soße des geschäftigen Treibens.</p>
<p>Die noch im DDR-Altwohnungsbestand wohnen, denken nicht alle nur gern über ihren Platten-Vertrag nach. Manch lebenskünstlerisch geschlossener Mietvertrag erweist sich als allzu platter.</p>
<p>Man erinnert sich hie und da ans Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre in Berlin-West, an Stadtsanierung, kommunale, staatliche und stattliche Bauvorhaben ungeahnten Ausmaßes. Das größte Sanierungs- bzw. Stadterneuerungsgebiet in Berlin-Wedding, die Brunnenstr. und ihre Seitenstraßen, rund um den Gesundbrunnen: Ganze Gegenden wurden vom Gesund- zum Jungbrunnen der Stadtgestaltung auserkoren.</p>
<p>Oder auch in Kreuzberg. In Schöneberg schuf man den Sozialpalast und riss den alten Sportpalast ab. Kühner Investitionstraum, furchtbares Lebenstrauma der Menschheit. Und sage bitte keiner, das hätte was. Was denn?</p>
<p>All diese Gegenden gehören heute nach Jahren bemühter Urbanisierung zu den so genannten Quartiersmanagement-Gegenden, denen die Politik zumindest grundsätzlich erhöhten Beratungsbedarf zuerkannt hat.</p>
<figure id="attachment_15993" aria-describedby="caption-attachment-15993" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-15993" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/Micky.Beisenherz_Giovanni.di_.Lorenzo.jpg" alt="Micky Beisenherz - Giovanni di Lorenzo #Netzgeplapper" width="650" height="344" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/Micky.Beisenherz_Giovanni.di_.Lorenzo.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/05/Micky.Beisenherz_Giovanni.di_.Lorenzo-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /><figcaption id="caption-attachment-15993" class="wp-caption-text">Micky Beisenherz &#8211; Giovanni di Lorenzo</figcaption></figure>
<blockquote><p>Warum dürfen eigentlich Staatsanwälte Fernsehen gucken? Menschen mit Migrantenhintergründen muss man hier beraten: Giovanni di Lorenzo saß im Gasometer bei Günter Jauch. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil di Lorenzo zweimal gewählt hat, einmal als Italiener, einmal als Deutscher. Ist das nicht skurril?</p></blockquote>
<p>Man hat die Gegenden zuvor vergessen zu plausibilisieren, weil durch schachbrettartige Planungen das Leben an sich durchgefallen ist. Planungen, die keinen Mikroblick haben. Wie denn auch?</p>
<p>Es blieb im Rinnstein liegen, heute braucht es Stadtteil-Streetworker, Psychologen, Therapeuten und Sozialarbeiter.</p>
<p>Nein, schön, organisch, melissenhaft und natürlich war das alles nicht gewachsen.</p>
<p>Sondern mit der Brechstange der Anmaßung durch Stadtplaner, die die Musikszene killen, weil nebenan plötzlich Wohnungen gebaut werden, für die die Standortbedingungen im Verdrängungswettbewerb von Menschen egalisiert werden.</p>
<p>Ausgeglichen durch Schließung störender Einflüsse. Nach sechzig Jahren verlangte man in Berlin unerfüllbare Umweltgeräuschpegel als Betriebsgeräusch vom Knaak-Club, <a title="interner Link" href="http://blackbirds.tv/?p=3065" target="_blank">siehste</a>?</p>
<p>Hinterher sind alle klüger.</p>
<p>Schön gemacht, Markus Winninghoff, und danke für das Bild. Es ist hier gut aufgehoben und wird in Ehren gehalten werden.</p>
<p>Sayonara!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/202214-foto-des-tages-spreeblick-zur-oberbaumbruecke-universal-stadtentwicklungssenator-volksbegehren-und-aerosole-wider-willen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>1700-14 &#8211; Historie: Ein Interview der #Zeit mit Renate Lasker-Harpprecht (90)</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/201214-historie-von-der-jahreszahl-her-mit-der-artikel-aufgeschlossen-ein-interview-der-zeit-mit-renate-lasker-harpprecht-90/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/201214-historie-von-der-jahreszahl-her-mit-der-artikel-aufgeschlossen-ein-interview-der-zeit-mit-renate-lasker-harpprecht-90/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2014 17:36:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Lasker-Harpprecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesichtspunkte.de/?p=15930</guid>

					<description><![CDATA[Eins ist klar. Auschwitz liegt nicht im Berliner Speckgürtel, wie sonst hier steif und fest behauptet wird. Dafür ist die Scham über das erlittene Unrecht von Millionen von Menschen während der 12 Jahre andauernden Terrordiktatur Hitler-Deutschlands zu groß, als das man Kosmopolit spielen könnte. Das Interview hat Giovanni di Lorenzo einfühlsam geführt. Das macht es ... <a title="1700-14 &#8211; Historie: Ein Interview der #Zeit mit Renate Lasker-Harpprecht (90)" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/201214-historie-von-der-jahreszahl-her-mit-der-artikel-aufgeschlossen-ein-interview-der-zeit-mit-renate-lasker-harpprecht-90/" aria-label="Mehr Informationen über 1700-14 &#8211; Historie: Ein Interview der #Zeit mit Renate Lasker-Harpprecht (90)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-260" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconhistorie_100x22.jpg" alt="Historie" width="100" height="22" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15917" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/04/Lesezeichen.jpg" alt="Lesezeichen" width="492" height="246" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/04/Lesezeichen.jpg 492w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/04/Lesezeichen-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px" /></p>
<p>Eins ist klar. Auschwitz liegt nicht im Berliner Speckgürtel, wie sonst hier steif und fest behauptet wird. Dafür ist die Scham über das erlittene Unrecht von Millionen von Menschen während der 12 Jahre andauernden Terrordiktatur Hitler-Deutschlands zu groß, als das man Kosmopolit spielen könnte. Das Interview hat Giovanni di Lorenzo einfühlsam geführt.</p>
<p>Das macht es zusätzlich lesenswert. Weil es fein, zärtlich und vorsichtig ist, Nuancierungen freilegt und Befindlichkeiten einer &#8222;großen, alten Dame&#8220; berücksichtigt. Man möchte weinen und darf es nicht.</p>
<p><span id="more-15930"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<blockquote><p>ZEIT: In den wenigen Interviews, die Sie gegeben haben, haben Sie sich mehrmals über ehemalige KZ-Häftlinge mokiert, die sich die Haare raufen und weinen, wenn sie von Auschwitz berichten.<br />
Lasker-Harpprecht: Ja, das macht mich wirklich verrückt.<br />
ZEIT: Haben die denn kein Anrecht darauf?<br />
Lasker-Harpprecht: Nein.<br />
ZEIT: Warum nicht?<br />
Lasker-Harpprecht:(stöhnt) Ich weiß es nicht, ich schäme mich für sie, wenn ich das sehe. Auschwitz erlaubt keine Altmänner-, keine Altweiber-Rührung. Das ist meine Meinung, aber ich bin vielleicht sehr ungerecht.<br />
(Aus dem Interview Die Zeit, unten verlinkt)</p></blockquote>
<p>Der hier gleich drüber zitierte Satz von Renate Lasker-Harpprecht (90) beschämt in seiner glasklaren, unverstellten Altersweisheit. Das Zitat aus obigem Interview und die Erkenntnis, dass wir uns wirklich dafür schämen müssten, banalerweise noch zu greinen.</p>
<p>So oder so wird es ein Auschwitz in dieser Art wohl nie mehr geben. Je stärker wir daran erinnern, desto größer die Hoffnung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Holocaust-Überlebende: <a title="externer Link" href="http://www.zeit.de/2014/19/auschwitz-ueberlebende-renate-lasker-harpprecht" target="_blank">&#8222;Auschwitz erlaubt keine Rührung&#8220;</a> (Die Zeit)</li>
<li>Auschwitz-Besuch: <a title="externer Link" href="http://www.yelp.de/biz/pa%C5%84stwowe-muzeum-auschwitz-birkenau-o%C5%9Bwi%C4%99cim?hrid=uY4f7ccYDfq5k5B694lHiw" target="_blank">Was ich seinerzeit über Auschwitz schrieb (auf yelp)</a></li>
<li>Auschwitz: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/weltweit/?p=26" target="_blank">Beachte die Toilettenregeln! Verhalte dich ruhig.</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://gesichtspunkte.de/201214-historie-von-der-jahreszahl-her-mit-der-artikel-aufgeschlossen-ein-interview-der-zeit-mit-renate-lasker-harpprecht-90/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
