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	<title>Droste-Hülshoff-Gymnasium &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<title>Droste-Hülshoff-Gymnasium &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1034-11 &#8211; Elternabend: Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf geht es um Lehrerballett und Elternskills</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 09:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Kind, mach bitte deine Schule ordentlich, ja? Sonst musst du später Straßenmusiker werden.&#8220; -&#8222;Au ja, Mama, fein! Aber, Mama, für Straßenmusik braucht man Abitur, oder?&#8220; Irgendwie ist jetzt Alltag eingekehrt. Seit Beginn dieses Schuljahres haben sich die Kinder in der neuen, siebenten Klasse am Droste-Hülshoff-Gymnasium irgendwie eingelebt. Ihre Schulsituation hat sich stark geändert. Aus der ... <a title="1034-11 &#8211; Elternabend: Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf geht es um Lehrerballett und Elternskills" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/137811/" aria-label="Mehr Informationen über 1034-11 &#8211; Elternabend: Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf geht es um Lehrerballett und Elternskills">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_3549" aria-describedby="caption-attachment-3549" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Skuril_Rosetrinker.jpg" rel="lightbox[10682]"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-3549 " title="Skurril: Eltern &amp; Rosétrinker (Zitat des Tages)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Skuril_Rosetrinker.jpg" alt="Skurril: Eltern &amp; Rosétrinker (Zitat des Tages)" width="450" height="450" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Skuril_Rosetrinker.jpg 500w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Skuril_Rosetrinker-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Skuril_Rosetrinker-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3549" class="wp-caption-text">Skurril: Eltern &amp; Rosétrinker (Zitat des Tages)</figcaption></figure>
<blockquote><p>&#8222;Kind, mach bitte deine Schule ordentlich, ja? Sonst musst du später Straßenmusiker werden.&#8220; -&#8222;Au ja, Mama, fein! Aber, Mama, für Straßenmusik braucht man Abitur, oder?&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Irgendwie ist jetzt Alltag eingekehrt</strong>. Seit Beginn dieses Schuljahres haben sich die Kinder in der neuen, siebenten Klasse am Droste-Hülshoff-Gymnasium irgendwie eingelebt. Ihre Schulsituation hat sich stark geändert. Aus der Grundschule &#8222;mit Dank entlassen&#8220;, hoffen sie nun auf ein Abitur &#8222;in spe&#8220;. Doch langsam: Zuvor gilt es ein Probejahr durchzuhalten und in die Klasse 8 versetzt zu werden. Erst mit Bestehen des Probejahrs, früher Probe-Halbjahres, gilt man als &#8222;aufgenommen am Gymnasium&#8220;. Die Versetzung reicht. Ein Jahr der sorgfältigen Prüfung. <strong>Gut Ding will Weile haben</strong>.</p>
<p><span id="more-10682"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></strong></p>
<p><strong></strong>[iframe_youtube video=&#8220;kONigDUkUZw&#8220;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra Live im Quasimodo &#8211; Schüttel das (via Youtube)</span> </em></p>
<blockquote><p>Alle mal schütteln, alle mal schütteln, alle mal schütteln, alle sagen: Schüttel das! #Rupert´s Kitchen Orchestra #Lyrics</p></blockquote>
<p><strong>Die Eltern der heranwachsenden, inzwischen Pubertierenden</strong> sind schon irgendwie gesettled, angekommen im Eltern sein. Sie schauen nicht mehr so dämlich dienstbeflissen drein, wenn die Klassenlehrerin vorn wichtige Dinge erzählt. Inzwischen ist alles ein Stück relativer. Okay, einige melden sich immer und haben fast zu jedem Thema was zu sagen. Das wenige, was Eltern an solch einem ersten Elternabend sagen, ist erstens schon mit Lampenfieber der Podiumsredner getränkt. Man kennt sich noch nicht. Und zweitens schärft schon das den Eindruck. Der Anderen. Sie schauen aufmerksam zu. <strong>Sie bilden sich ihre Meinung</strong>.</p>
<p><strong>Ist der Redebeitrags-Geltendmacher ein Schönredner</strong>, ein Hasardeur? Blickt aus dessen Augen ein eitler Fatzke? Oder ein selbstloser, liebender und deswegen besorgter Vater? Hat der Vater schon im Überfluss Intelligenz gepachtet und deswegen ist die Tochter auch auf dem Gymnasium? Ist das Gymnasium am Ende doch ein Beweis für eine &#8222;bessere Herkunft&#8220; aus gutem Elternhaus? All das schwummert als Gesichtspunkt im Klassenzimmer herum. Und übrigens auch die Mücken, davon nicht wenige. Einer klatscht fleißig in die Hände, nicht um zu applaudieren. Manchmal erwischt er eine Mücke und das war´s dann für die Mücke. Klatsch, tot. <strong>Die anderen Mücken sterben jetzt bald, denn es wird kälter. So wie die guten Vorsätze der Eltern, routiniert</strong>.</p>
<p><strong>Am Eingang des Elternabends</strong>, also eingangs, das ist wenn alle reinkamen und alle sich setzten, die Tür aber längst zu ist, gibt es an die Wand geworfene Fotos von der ersten Klassenreise. Die Bilder hinterlassen keine Flecken, sie bestehen aus eingefärbtem Licht. An der Decke hängt ein Beamer und die Klassenlehrerin hat einen PC am Lehrertisch und eine Fernbedienung. Multimedia ist angekommen in den altbackenen Schulräumen, Windows Sieben hängt wie Pik Sieben vor dem Bildervortrag. Die 7. Klassen sind gleich am Anfang ihres Bestehens auf eine Klassenreise verreist. <strong>Um sich gleich kennen zu lernen und nicht erst später</strong>.</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;lCram3WUCUc&#8220;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Ausschnitte aus dem Super 8 Film &#8222;Berlin K40&#8220; von Joachim Meinicke, Schnitt: Andreas Meinicke, Musik: Rupert´s Kitchen Orchestra (via Youtube)</span></em></p>
<p><strong>Heute Abend sind alle Eltern gekommen, auf den ersten Blick fehlt niemand</strong>, auf den zweiten wissen wir es nicht genau, denn was alle Eltern gemeinsam haben, habe auch ich, und das ganz aktiv: ich habe noch keinen Überblick. Es sieht nur so aus, als wären alle erschienen, nicht alle pünktlich, einige regelrecht zu spät. Sie sind noch voller guter Vorsätze. So wie die neuen, alten Lehrer, die schon seit Jahren ihre Dienste hier schieben. Obwohl sie es seit Jahren tun, machen die Lehrer alle und ohne Ausnahme einen guten, engagierten und dienstbeflissenen Eindruck. Es ist, als dienten sie in Liebe. <strong>Zur Sache der ihnen anvertrauten Kinder</strong>.</p>
<p><strong>Hervorhebenswert ist der &#8222;Auftritt&#8220; des Musiklehrers Herrn Wiesel</strong> (* Name geändert). Während er noch auf seinen Auftritt wartet, weil die Vorrednerin die Eltern sorgsam benetzt mit Wissenswertem über das Schulfach &#8222;Ethik&#8220;, steht er unauffällig im hinteren Halb des Klassenzimmers an der Wand. Doch als die Hauptregisseurin dieses Elternabends ihm souffliert, rennt er regelrecht strikt nach vorn und gibt seinen Auftritt gekonnt. Dazu ruft er, ohne schon vorn angekommen zu sein: &#8222;Bitte stellen sie sich hin&#8220; und dreht sich vorn angekommen mit dem Gesicht zur Klasse. Es geht ihm jetzt um &#8222;den Puls&#8220; seiner Sache, der Musik, rechtes Bein, linkes Bein, hüpf und seit, schluss hopps und links und rechts, ich überlege, wie viel &#8222;beats per minute&#8220;? Rhythmisch ist das noch nicht vertrackt. Heute Abend gibt es Geschlechterproporz: Mutti und Vati sind Bewegung, Frauenbewegung, Männerbewegung, ich liebe es, so lange es rhythmisch ist. Und damit erinnere ich an den Kündigungsgrund für den Radio DJ Lord Knut.  Schwierigkeiten bereitet den ersten dann das &#8222;Nachklatschen&#8220; zum Puls. <strong>&#8222;Alle mal schütteln, alle mal schütteln, alle mal schütteln, alle sagen: Schüttel das!&#8220;</strong></p>
<p><strong>Wir verstehen den Rhythmus vom Puls</strong> -eins-zwei-drei-vier- und dann addiert der Mann, flink wie ein Wiesel, Klatschkombinationen vom handclap und später auch vom &#8222;body talk&#8220; (auf Brustkorb usw.) hinzu. Die Vorbelasteten unter uns erkennen Viertel, Achtel undsoweiter, auch Triolen zak-zak-zak und bumms-klatsch, nennen wir das Claven. Weil der ganze Elternabend nun aufgestanden ist und Eltern im Grundsatz keine begnadeten Tänzer sein müssen, führt das vorgeführte, rhythmische Elternballett von Herrn Wiesel nach ca. vier Minuten Darbietung zum abschließenden &#8222;danke schön&#8220; seinerseits. Das Elternballett wechselt nun zurück zum Modus &#8222;Lehrerballett&#8220;, alle artig nacheinander vorstellen. Aufgewärmt, nachgewärmt und noch pulsierend in uns Rhythmus und wir verstehen, wie man sich fühlt, wenn man Musik fühlt. Aha. Das stimmt. <strong>Dieser Gesellschaftstanz der Eltern, das war die erste Pina Colada des Abends</strong>, <strong>ein Erfrischungstanz</strong>, <strong>allerdings ohne Eis, im Schweiße unseres Herzbluts</strong>. <strong>Eltern haben Skills</strong>.</p>
<p><strong>Während Herr Wiesel die weiteren, musikalischen Gesichtspunkte seines Lehrauftrags</strong> <strong>verdeutlicht</strong>, stehen schon artig die weiteren Fachlehrer anderer Unterrichtsfächer in Reih und Glied. Sie haben heute viel zu tun. Irgendwie postsozialistisch finden heute alle Elternabende der Siebenten Klassen statt und die Lehrer werden von Zimmer zu Zimmer rumgereicht. <strong>Artig vorstellen</strong>. <strong>Gute Idee das</strong>.</p>
<p><strong>Nach dem systematischen Vorgestelle der einzelnen Fachlehrer</strong> und anschließendem &#8222;Danke schön&#8220; und Applaus der Eltern übernimmt die Klassenlehrerin wieder das Zepter und dirigiert einem unklaren Ende des Elternabends entgegen. Das Thema &#8222;Wahl von Elternvertretern&#8220; steht auf der Agenda und bedarf einer gekonnten Wahlleitung durch einen Wahlleiter. Niemand will das machen, schließlich erklärt sich eine Frau, Hauptberuf Mutter, bereit, es zu tun. Darin ist sie nicht sonderlich geübt. Meinen Antrag auf  &#8222;en bloque&#8220;-Abstimmung beider Kandidaten kontert sie mit &#8222;Gern&#8220; und verliest dann separat abgestimmt &#8222;dafür-dagegen-Enthaltung&#8220; für die zwei zur Wahl stehenden Eltern. Von wegen Blockabstimmung. Jetzt steht es in einem Blog. Dass es überhaupt Kandidaten gibt, ist schließlich das einzige, wesentliche Verdienst meinerseits. Hervorhebenswert ist, dass im Fach Englisch von &#8222;fünf Skills&#8220; die Rede ist, die man zu beherrschen habe. Aha. Skills. Wie viele Skills benötigen eigentlich Eltern? Proud to be a Local Hero, beginne ich zu entwerfen! Nur im Geiste. Sage heute Abend nicht, was ich alles denke! Tut nichts zur Sache tun. <strong>Die erklären mich sonst für verrückt</strong>.</p>
<p><strong>Nachdem die Frage der Wahlleiterin nämlich fast ungehört verhallt</strong>, wer wen vorzuschlagen beabsichtige und ob sich jemand selbst für dieses Amt zur Verfügung stellt, passiert gar nichts. Da beschließen wir, schon um einem baldigen Ende dieses Elternabends behilflich zu sein, unsere ganze berufliche Reputation als geübter Versammlungsleiter in die Waagschale zu werfen &#8211; to throw all my skills as community leader in to the weight can? Würde man das so sagen? Ab sofort wird es lustig: ich melde mich mit gut zu hörenden, systematisch das Klassenzimmer durchdringenden Wortbeiträgen. Alle Beiträge sind bewusst lust- und spaßdurchtränkt, die Anderen lachen. Schüttel das! Be locker! &#8211; Ihre Verkrampftheit und mangelnde Lockerheit endlich abwerfen, to throw away a summary of minus moods! &#8211; Ich sage, mit dem nackten Finger auf eine Mutter zeigend: <strong>&#8222;Diese Frau hat den ganzen Abend über äußerst präzise und gekonnte Wortmeldungen gemacht, die ist ideal für das Amt!&#8220; Gelächter</strong>.</p>
<blockquote><p>Wäge sorgfältig ab, was du beabsichtigst, in die Waagschale zu werfen. #Zentaurismus meinerseits, soeben selbst entworfen © Bloggwart, 2011, zu Zentaurismus <a title="externer Link" href="http://www.google.de/search?q=Zentaurismus" target="_blank">google-Abfrage</a></p></blockquote>
<p><strong>Eine andere Kandidatin, auf die ich zeige, ist Frau Hugendubel</strong> (* Name geändert). Sie ist mir seit Jahren als äußerst zuverlässige Verwalterin der Klassenklasse aus Grundschulzeiten bekannt, da stimmte die Abrechnung immer auf den letzten Cent. Gelächter. Eine andere Mutter hat rote Haare und vor sich ein Schild, auf dem Tom steht, das ist ihr Sohn. Ich rufe ins Klassenzimmer: &#8222;Ich könnte mir nichts schöneres vorstellen, als Sie als meine Klassesprecherin!&#8220; <strong>Gelächter</strong>. <strong>Sie winkt sofort ab und sagt, sie hat keine Zeit für sowas</strong>.</p>
<figure style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://rupertskitchen.de/Cover-vorne.jpg" rel="lightbox[10682]"><img decoding="async" title="CD &quot;Wir wollen keine Party&quot; (Quelle: Rupert´s Kitchen Orchestra)" src="http://rupertskitchen.de/Cover-vorne.jpg" alt="CD &quot;Wir wollen keine Party&quot; (Quelle: Rupert´s Kitchen Orchestra)" width="300" height="270" /></a><figcaption class="wp-caption-text">CD &quot;Wir wollen keine Party&quot; (Quelle: Rupert´s Kitchen Orchestra)</figcaption></figure>
<p><strong>Schließlich verhaften die Eltern zwei Elternvertreter </strong>und zwei Elternvertreter-Vertreter mit &#8222;einfachen Mehrheitsbeschlüssen&#8220;, die einstimmig und allstimmig mit einer Enthaltung (des Gewählten, aha, fein!) ausfallen. Das Ergebnis wird in kein Protokoll geschrieben, sondern an die Tafel mit Tafelkreide. Eine Beschlusssammlung der Elternabende ist hier nicht vorgesehen. Das Entscheidende aber war: Ich habe mit meiner beruflichen Erfahrung Schwung in die &#8222;müde Masse Elternfleisch&#8220; (engl. &#8222;parent meat&#8220;) gebracht und die Menschen dazu bewegt, ihre Lethargie abzustreifen. <strong>Wenn ich was kann, dann war es schon immer, den Klassenclown zu geben</strong>. <strong>Ich muss aufpassen, sonst ist mein Ruf ruiniert</strong>.</p>
<p><strong>Hinter mir sitzt die als Schauspielerin bekannte Mutter</strong> einer anderen Tochter. Sie fragt mich: &#8222;Was sind sie von Beruf?&#8220; Ich sage die Wahrheit, ohne zu flunkern: &#8222;Ich leite beruflich oft Eigentümerversammlungen, deswegen sind mir solche Wahlen vertraut.&#8220; Sie lacht und sagt: &#8222;Ich hätte gedacht, sie sind Aufnahmeleiter!&#8220; Aufnahmeleiter <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Filmaufnahmeleitung" target="_blank">beim Film</a>? Müssen die auch so sein wie Wohnungseigentumsverwalter? Den Haufen zusammenhalten und dafür sorgen, dass endlich was passiert, weil alle irgendwie jeck sind? Na ja, Aufnahmeleiter, okay, ich denk mal drüber nach, wär wohl auch nicht so schlecht. Der Abend ist endlich vorüber. <strong>Alle rennen auseinander</strong>, <strong>es folgt der schmerzlichste Prozess des gesamten Abends: die Auflösung</strong>. <strong>In Salzsäure</strong>.</p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;syrUI1ubn7w&#8220;]<br />
<em><span style="color: #888888;">Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra &#8211; Skankin&#8216; Karl Marx Str. U-Bhf. (via Youtube)</span> </em></p>
<blockquote>
<div id="watch-description-text">
<p id="eow-description">English for Runaways, Englisch für Fortgeschrittene: &#8222;Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra performs on a crosswalk on Karl-Marx-Str., Berlin/Neukölln. Filmed by Cem Mete.&#8220;</p>
</div>
</blockquote>
<p><strong>Wenn das Kind dieses Video vom &#8222;Skankin´&#8220; &#8211;<a title="externer Link" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Skank_(dance)" target="_blank">to skank</a> is a form of dancing- sieht</strong>, wer weiß: Straßenmusik scheint Spaß zu machen. Skankin´oder <a title="externer Link" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Street_performance" target="_blank">Buskin´</a>: ach, die Welt ist voller Fachbegriffe und Anglizismen. Oder sie wird Schauspielerin? Und ich ihr Aufnahmeleiter, Talent dazu hätte ich ja, weiß ich seit heute Abend. <strong>Das Rupert´s Kitchen Orchestra hat allerdings erklärt: Wir wollen keine Party</strong>! <strong>So heißt jedenfalls der aktuelle Tonträger des Quartetts aus Berlin</strong>.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Straßenmusik &amp; mehr: <a title="externer Link" href="http://www.rupertskitchen.de/" target="_blank">Berlins beste Funkband der Welt</a> (Homepage)</li>
<li>Historie: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/07/130011/">Früher hörten wir alle &#8222;Schlager der Woche&#8220; auf der HiFi-Truhe mit dem grünen Auge! Oki doki, sagte Lord Knut</a></li>
<li>Video: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/06/125011/">Brundibar &#8211; Sommerfest im Droste-Hülhoff-Gymnasium</a></li>
<li>Video: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/05/124511/">Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)</a></li>
<li>Lied des Tages: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/12/104310/">Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf</a></li>
<li>Tiefenrecherche: <a title="interner Link zur Artikel-Volltextsuche" href="https://gesichtspunkte.de/?s=Droste+H%C3%BClshoff">Die Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf</a> (Artikelsuche)</li>
<li>Tiefenrecherche: <a title="externer Link zur Artikelsuche nach &quot;Rupert´s Kitchen&quot;" href="http://blackbirds.tv/?s=Rupert+Kitchen" target="_blank">Rupert´s Kitchen Orchestra</a> (Artikelsuche)</li>
</ul>
<p><span style="color: #778899;"> (EP)</span></p>
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		<title>908-11 &#8211; Video: Brundibár (Komponist: Hans Krása) &#8211; Sommerfest &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium #Lied des Tages</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 10:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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		<category><![CDATA[Droste-Hülshoff-Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Grönemeyer]]></category>
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					<description><![CDATA[»Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so hell und so bedroht.« Unsererseits provisionsfreie Kaufempfehlung: Selma Meerbaum-Eisinger &#8211; Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. Herausgegeben von Jürgen Serke, Verlag Hoffmann &#38; Campe hier &#8211; im übrigen gilt: Der Bloggwart bekämpft den deutschen Blockwart in uns! Letztere sind die, die neben ... <a title="908-11 &#8211; Video: Brundibár (Komponist: Hans Krása) &#8211; Sommerfest &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium #Lied des Tages" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/125011/" aria-label="Mehr Informationen über 908-11 &#8211; Video: Brundibár (Komponist: Hans Krása) &#8211; Sommerfest &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium #Lied des Tages">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4768" title="_icon Tageslied/Lied des Tages" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/icon.Tageslied.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5678" title="Banner Kulturecke" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke-300x166.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<figure id="attachment_9651" aria-describedby="caption-attachment-9651" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/40121_1_meerbaum11.jpg" rel="lightbox[9650]"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9651  " title="Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. (Buchtitel Hoffmann &amp; Campe)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/40121_1_meerbaum11.jpg" alt="Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. (Buchtitel Hoffmann &amp; Campe)" width="450" height="662" /></a><figcaption id="caption-attachment-9651" class="wp-caption-text">Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. (Buchtitel Hoffmann &amp; Campe)</figcaption></figure>
<blockquote><p>»Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so hell und so bedroht.« Unsererseits provisionsfreie Kaufempfehlung: Selma Meerbaum-Eisinger &#8211; Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. Herausgegeben von Jürgen Serke, Verlag Hoffmann &amp; Campe <a title="externer Link" href="http://www.hoffmann-und-campe.de/de/ich-bin-in-sehnsucht-eingehuellt/" target="_blank">hier</a> &#8211; im übrigen gilt: Der Bloggwart bekämpft den deutschen Blockwart in uns! Letztere sind die, die neben uns wohnten und unsere geliebten Nachbarn an die Schergen verpfiffen, dann wurden unsere Nachbarn abgeholt und waren nimmer mehr gesehen! Der Blockwart hingegen verlebte noch viele schöne Jahre.</p></blockquote>
<p><strong>Mit der videotischen Wiedergabe</strong> des Orchesterstücks &#8222;Brundibár&#8220; (zu deutsch: „Die Hummel“) von <strong>Hans Krása </strong>beenden wir eine Art Schwerpunkt-Berichterstattung über die diesjährigen Sommerkonzerte am 31. Mai/01. Juni 2011 am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf. Aus dem Stück ist die &#8222;Suite für Orchester&#8220; (Gesamtlänge des Videos: 18:44 Minuten) <strong>zu sehen bzw. zu hören</strong>.</p>
<p><span id="more-9650"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;sr3gGRAAfdo&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Brundibár (Hans Krása) &#8211; gespielt vom Orchester I des Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em> </span></p>
<blockquote><p><strong>Hans Krása</strong> (* 30. November1899 in Prag; † 17. Oktober1944 im KZ Auschwitz-Birkenau, Polen) war ein tschechisch-deutscher Komponist. 1938 schrieb Hans Krása die Kinderoper <em>Brundibár</em> für einen Wettbewerb des Ministeriums für Schulwesen und Volksbildung. Wegen des deutschen Überfalls auf Polen gelangte dieser nicht mehr zur Auswertung. 1941 wurde diese Oper heimlich im jüdischen Waisenhaus uraufgeführt. Am 10. August 1942 wurde Hans Krása ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort wurde <em>Brundibár</em> über 55-mal aufgeführt. Im Film <em>Theresienstadt („<a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_F%C3%BChrer_schenkt_den_Juden_eine_Stadt" target="_blank">Der Führer schenkt den Juden eine Stadt</a>“)</em> wird auch eine Aufführung von <em>Brundibár</em> gezeigt. Im Lager war er mehrere Monate mit Eliška Kleinová verheiratet, um deren Deportation als alleinstehende Frau zu verhindern. In der Nacht zum 16. Oktober 1944 wurde Hans Krása in einen Eisenbahnwaggon mit Ziel Auschwitz verladen. Dort wurde er als „älterer“ Mann sofort nach der Ankunft in der Gaskammer ermordet. (Quelle: Deutsche Wikipedia, <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Kr%C3%A1sa" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Manche Geschenke sollte man für sich behalten</strong>. Sie passen dem Beschenkten nicht recht gut. Manches erweist sich als &#8222;der Untergang&#8220;, so wie <a title="interner Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt" target="_blank">Theresienstadt</a>. Nur mit Zynismus kann man den Menschen auf diese Weise eine Stadt schenken, so wie Theresienstadt. <strong>Theresienstadt? Nein danke</strong>. <strong>Regelrecht erlesen hingegen sind die in diesem Artikel enthaltenen Geschenkempfehlungen in Form von kleinen, silbernen Scheiben, die zu Herzen gehen werden, soviel ist sicher! Jedenfalls für die, die sich noch spüren!</strong></p>
<figure id="attachment_9654" aria-describedby="caption-attachment-9654" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9654" title="Ilse Weber (Quelle: Privatarchiv)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Ilse.Weber_.jpg" alt="Ilse Weber (Quelle: Privatarchiv)" width="450" height="510" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Ilse.Weber_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Ilse.Weber_-264x300.jpg 264w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-9654" class="wp-caption-text">Ilse Weber (Quelle: Privatarchiv)</figcaption></figure>
<p><strong>Wenngleich der Inhalt der Oper auf den ersten Blick</strong> frei von Politik ist, betonen überlebende Mitwirkende aus Theresienstadt immer wieder, dass Brundibár, der fortgejagt wird, für sie Hitler darstellte, den sie so in der Oper durch ihr Zusammenhalten verjagen konnten. Insofern bekommt die Oper bei genauerer Betrachtung eine zweite, tiefere Ebene als die schlichte Geschichte der Kinder, die Milch für ihre Mutter brauchen. (Quelle: Deutsche Wikipedia, Artikel &#8222;Brundibár&#8220; <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brundib%C3%A1r" target="_blank">hier</a>)</p>
<blockquote><p><em>Das ist das Schwerste: sich verschenken<br />
und wissen, daß man überflüssig ist,<br />
sich ganz zu geben und zu denken,<br />
daß man wie Rauch ins Nichts verfließt.<br />
</em>(Letztes Gedicht im Gedichtsband von Selma Meerbaum-Eisinger, kurz vor ihrer Deportation)</p></blockquote>
<figure id="attachment_9655" aria-describedby="caption-attachment-9655" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9655" title="Selma Meerbaum-Eisinger (Quelle: Privatarchiv)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma.Meerbaum-Eisinger_Ste.jpg" alt="Selma Meerbaum-Eisinger (Quelle: Privatarchiv)" width="450" height="317" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma.Meerbaum-Eisinger_Ste.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma.Meerbaum-Eisinger_Ste-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-9655" class="wp-caption-text">Selma Meerbaum-Eisinger (Quelle: Privatarchiv)</figcaption></figure>
<p><strong>So wie die Musik von &#8222;Brundibár&#8220;</strong> ihre ganz eigene, umfassende Geschichte hat, die nun für immer auch mit dem KZ Theresienstadt verbunden bleiben wird, so hat der Schweizer Welt- und Jazzmusiker <strong>David Klein</strong> die Wurzeln der (nur) 18 Jahre alt gewordenen, jüdischen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger &#8222;wiedergefunden&#8220;, <strong>für sich und mit persönlichen Motiven</strong>:</p>
<blockquote><p>Als Jude haben der zweite Weltkrieg und der Holocaust seit ich denken kann eine Faszination auf mich ausgeübt. Erst als ich im Nachlass meines kürzlich verstorbenen Vaters Oscar Klein einen Brief entdeckte, begann ich zu ahnen, warum das sein könnte. Es war der letzte Brief meiner Urgrossmutter mütterlicherseits aus dem KZ Theresienstadt, kurz bevor sie umgebracht wurde. Die Eltern meines Großvaters haben sich, nachdem sie erfuhren, dass sie nach Auschwitz deportiert werden sollen, umgebracht. Mein Vater hatte darüber nie gesprochen. Er lebte übrigens die letzten zwanzig Jahre seines Lebens in Deutschland und fühlte sich da sehr wohl. Er war auch Musiker und sagte in einem Interview: „Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und rechtsextremistische Gewalt, das ist die Fratze Deutschlands, ihr Gesicht jedoch, ist die Toleranz.“ (Quelle: selma.tv &#8211; über &#8222;David Klein&#8220; &#8211; <a title="externer Link" href="http://www.selma.tv/de/selma/" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<figure id="attachment_9657" aria-describedby="caption-attachment-9657" style="width: 390px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9657" title="Selma - In Sehnsucht eingehüllt! (CD-Cover)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma1_Worldquintet.jpg" alt="Selma - In Sehnsucht eingehüllt! (CD-Cover)" width="400" height="400" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma1_Worldquintet.jpg 400w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma1_Worldquintet-150x150.jpg 150w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Selma1_Worldquintet-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9657" class="wp-caption-text">Selma - In Sehnsucht eingehüllt! (CD-Cover)</figcaption></figure>
<p><strong>Diese CD kaufen</strong> via amazon: <a title="externer Link" href="http://www.amazon.de/Selma-Sehnsucht-eingeh%C3%BCllt-World-Quintet/dp/B000N4S8IE/ref=cm_cmu_pg__header" target="_blank">Link</a></p>
<p><strong>David Klein, Jahrgang 1961</strong>, wohnhaft in Basel, Schweiz (weitere Infos: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Klein_(Komponist)" target="_blank">hier</a>), hatte Vorfahren, die durch Theresienstadt gegangen waren. Das verbindet ihn &#8222;für immer und seit dem er denken kann&#8220; mit dem zweiten Weltkrieg und dem Phänomen des Holocaust. Selma Meerbaum-Eisinger war Jahrgang 1924, Ilse Weber Jahrgang 1903.</p>
<blockquote><p>Das Projekt &#8222;Selma&#8220; sei &#8222;aus Liebe entstanden, und mit Liebe haben wir es produziert und aufgenommen&#8220;, sagt Klein. Im Laufe der Arbeit ergänzen und formen sich Faszination und Genialität, geben sich letztlich überraschend schnell die Hand. Selten hat ein Album insgesamt musikalische und literarische Ansprüche so vereint wie diese Produktion. Dem &#8218;World Quintet&#8216; ist es meisterhaft gelungen, die Gedichte Selma Meerbaum-Eisingers aus dem mörderischen Braun deutscher Geschichte behutsam musikalisch herauszuheben bzw. im wahrsten Sinne des Wortes zu betonen. Auf der CD &#8222;Selma &#8211; in Sehnsucht eingehüllt&#8220; haben mit ihren unverwechselbaren Stimmen Sänger wie Xavier Naidoo, Ute Lemper, Reinhard Mey, Sarah Connor, Inga Humpe und Hartmut Engler zwölf ungewöhnlich ausdrucksstarke Gedichte der jungen Lyrikerin interpretiert. <a title="externer Link" href="http://www.amazon.de/product-reviews/B000N4S8IE/ref=dp_db_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1" target="_blank">Rezensent &#8222;Wolle&#8220; via Amazon </a></p></blockquote>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;fHNSD29GnYo&#8220;]<br />
<em>Tauer &#8211; World Quintet feat. Herbert Grönemeyer (erschienen 2003)  via Youtube</em> </p>
<figure id="attachment_9664" aria-describedby="caption-attachment-9664" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Trauer.Lyrics.jpg" rel="lightbox[9650]"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9664   " title="Trauer - Lyrics: Selma Meerbaum-Eisinger" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Trauer.Lyrics.jpg" alt="Trauer - Lyrics: Selma Meerbaum-Eisinger" width="450" height="306" /></a><figcaption id="caption-attachment-9664" class="wp-caption-text">Trauer - Lyrics: Selma Meerbaum-Eisinger (aufs Bild klicken)</figcaption></figure>
<p><strong>Diese CD kaufen </strong>via Amazon: World Quintet feat. Herbert Grönemeyer <a title="externer Link" href="http://www.amazon.de/World-Quintet-feat-Herbert-Gr%C3%B6nemeyer/dp/B0000794AB" target="_blank">Link</a></p>
<p><strong>Das Gedicht &#8222;Trauer&#8220; von Selma Meerbaum-Eisinger</strong> wurde -sozusagen in einer Art Vorstufe zum großen Hauptwerk &#8222;Selma &#8211; Ich bin in Sehnsucht eingehüllt&#8220; von David Klein und seinem World Quintet mit Herbert Grönemeyer produziert. Das Hauptwerk, die Umsetzung eines von langer Hand geplanten Vorhabens, erfolgte schliesslich 2005 und bringt einen bunten Blumenstrauß nationaler Gesangs- und Schauspielergrößen auf die Gedichte der jüdischen Poetin. Dem Youtube-Nutzer Funtomas5000 danken wir für die Illustrierung des Liedes!</p>
<p><strong>Eine ganze Zeit ging flöten</strong>, aber mit ihr nicht die Musik dieser Zeit, angefüllt mit allem, was gute Musik benötigt. Was David Klein betrifft, so hat er die Musik wesentlich später, um 1995 herum, nachträglich auf die bemerkenswerten Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger gesetzt und bekannte Protagonisten der Musik gebeten, ihre Stimmen zu leihen. Wie auch immer die Rückschau in die Vergangenheit ausgehen mag und mit welchen Mitteln sie vonstatten geht: <strong>Mit einer Idee schwanger zu gehen ist die Wiege der Tat!</strong></p>
<figure id="attachment_9659" aria-describedby="caption-attachment-9659" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9659" title="Mit einer Idee schwanger gehen: Die Wiege der Tat!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Mit.einer_.Idee_.schwanger.ge_.jpg" alt="Mit einer Idee schwanger gehen: Die Wiege der Tat!" width="450" height="350" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Mit.einer_.Idee_.schwanger.ge_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/06/Mit.einer_.Idee_.schwanger.ge_-300x233.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-9659" class="wp-caption-text">Mit einer Idee schwanger gehen: Die Wiege der Tat!</figcaption></figure>
<p><strong>Das Droste-Hülshoff-Gymnasium</strong> hat einen bemerkenswerten Stoff aufgegriffen, eine Thematik, an der niemand mit Gewissen vorbeikommt und die Sommerkonzerte 2011 waren daher zusammgefasst äußerst schwanger: <strong>bedeutungsschwanger</strong>. <strong>Ach ja, übrigens: 2012 ist wieder ein Jahr und die Sommerkonzerte des Droste-Hülshoff-Gymnasiums&#8230;und vergleicht man das einmal mit der Idee einer Dichterlesung von Wiglaf Droste&#8230;</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Video: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/06/124911/">Wenn das so weitergeht, werden wir alle untergehen&#8230;.</a></li>
<li>Videos: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/05/124511/">Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von &#8230;.</a></li>
<li>Positionen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/12/104910/">Heinz Eggert glaubt an Weihnachtswunder und erinnert sich an den 09.01.1984</a></li>
<li>Lied des Tages: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/12/104310/">Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule</a></li>
<li>Trauer: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/12/103010/">Mit der eigenen Traurigkeit umgehen! Vom Versuch, Trauer in Worte zu fassen!</a></li>
<li>Personen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/06/meerbaum-eisinger/">Selma Meerbaum-Eisinger &#8211; eine jüdische Poetin</a></li>
</ul>
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		<title>907-11 &#8211; Video: Wenn das so weitergeht, werden wir alle untergehen wie einst die TITANIC #Sommerkonzerte</title>
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					<comments>https://gesichtspunkte.de/124911/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 13:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertage]]></category>
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					<description><![CDATA[Titanic und Pubertät haben vieles gemeinsam, nicht zuletzt Wasser, Wasser, Wasser! Eine gewisse Grundfeuchte&#8230;.ist sozusagen evident! Rotz und Wasser haben sie geheult, die Damen und Herren Cineasten. Der großartige Filmkoponist James Horner hatte dem Epos &#8222;Titanic&#8220; mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet in den Hauptrollen tränennasse Musik beschert. So war letzten Endes genug Wasser ... <a title="907-11 &#8211; Video: Wenn das so weitergeht, werden wir alle untergehen wie einst die TITANIC #Sommerkonzerte" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/124911/" aria-label="Mehr Informationen über 907-11 &#8211; Video: Wenn das so weitergeht, werden wir alle untergehen wie einst die TITANIC #Sommerkonzerte">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4768" title="_icon Tageslied/Lied des Tages" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/icon.Tageslied.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5678" title="Banner Kulturecke" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke-300x166.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Titanic und Pubertät haben vieles gemeinsam, nicht zuletzt Wasser, Wasser, Wasser! Eine gewisse Grundfeuchte&#8230;.ist sozusagen evident!</p></blockquote>
<p><strong>Rotz und Wasser haben sie geheult</strong>, die Damen und Herren Cineasten. Der großartige Filmkoponist <strong>James Horner </strong>hatte dem Epos &#8222;Titanic&#8220; mit <strong>Leonardo di Caprio </strong>und <strong>Kate Winslet </strong>in den Hauptrollen tränennasse Musik beschert. So war letzten Endes genug Wasser unter dem Kiel, mehr als nur Krokodilstränen sammelte sich und gefror schliesslich bei abgekühltem Wetter. Väterchen Frost beendet alles: <strong>Leonardo di Caprio </strong>taucht ab, das ist das Ende. Das Ganze endete bekanntlich an &#8222;Spitzbergen&#8220; aus Eis, von denen nur ein Siebentel -das linke Ohr, klink- aus dem Wasser ragt. So wie im richtigen Leben: im Verborgenen blüht der alltägliche Wahnsinn, grösser, tiefer und von weit beeindruckenderen Ausmaßen, als wir in der Lage sind, uns das vorzustellen. <strong>Zu dieser Gesamt-Gemengelage wackelt artig einer die Musikanten anführend: der Berliner Musiklehrer Michael Riedel</strong>.</p>
<p><span id="more-9646"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5539 aligncenter" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;9D_gbdI1b7U&#8220;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Titanic (James Horner) Orchester I des Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em></span> </p>
<p><strong>Mein Herz wird nicht untergehen</strong>, aber die Erde eventuell, wenn wir so weitermachen wie bisher. So empfanden wir die ins Gesinge gebrachte, weitere Version von der kanadischen Gespenstschrecke Celine Dion, die das Stück knödelte, als hätte sie bei Pfanni ein Betriebspraktikum absolviert und sann nun auf Rache: <strong>Vokalrache</strong>.</p>
<p><strong>Die Schüler des Orchesters I</strong>, <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/05/124511/">die kürzlich noch in Theresienstadt (Tschechien) gewesen waren</a>, führten das Stück am 31.05.11 in der großen Schulaula des Droste-Hülshoff-Gymnasiums zu aller Eltern Freude auf und wie man sieht bzw. hört, war das Stück Filmgeschichte äußerst wohlgeraten. Wellen großer Emotionen schwappten von links nach rechts durch den gutbesuchten Konzertsaal und am Ende brandete reichlich Applaus auf, Orchester aufstehen, Orchester hinsetzen, Dirigent aufstehen, Dirigent hinsetzen und &#8222;Ach, laßt mal&#8230;&#8220;, Augen auf den Fussboden gerichtet, Bescheidenheit, aber auch Glück, ja, das war eine richtige Entscheidung für das richtige Stück Finalmesse <strong>zum Ausklang des ersten von zwei Sommerkonzerten am 31.05 und 01.06.11</strong>.</p>
<p><strong>Wie Weiberheld und ex-Senator Arnold &#8222;Arnie&#8220; Schwarzenegger</strong> (I´ll be back!) stammt auch James Horner aus der Alpenrepublik Österreich ab. 1953 geboren, ist der jetzt fast 60-jährige Kinofans auf der ganzen Welt ein fester Begriff. Ähnlich wie der deutsche Filmkomponist <strong>Hans Zimmer</strong> trägt Horner´s Arbeit feste, wiedererkennbare Grundzüge und Prinzipien, die die Filmfans der Welt in so erfolgsträchtigen Kassenschlagern wie Titanic, Avatar oder Braveheart stets als &#8222;eigene Klasse neben der Klasse des Films im übrigen&#8220; wahrnehmen. Nicht selten erwerben Menschen die zu Herzen gehende, besondere Musik als CD-Soundtrack extra. <strong>Ausgesorgt hat er praktisch schon rechtzeitig vor dem Eintritt in sein persönlichen Renteneldorado</strong>.</p>
<p><strong>Und wir konnten heulen wie die Schloßhunde</strong>. Und sind auch erwiesenermaßen die persönlichen Gefühle nie mehr so stark und voll von Wirnissen wie in der Pubertät. Dann schaut man sich einen Film unter der Mitwirkung von James Horner an und möchte sofort wieder jugendlich sein: noch einmal auf einem Zwischendeck eines großen Passagierdampfers mit der Anbeteten wild rumknutschen oder ihr &#8222;den Rücken freihalten&#8220;, <strong>wenn sie sich entschlossen vor den Schiffsbug stemmt, die Arme ausgebreitet, der Sonne entgegen</strong>.</p>
<blockquote><p>Der heilige Stern vom Schwarzenegger hat inzwischen sichtlich gelitten und ist verblaßt. Der von James Horner noch lange nicht, er wird einmal als Unsterblicher gelten, der bleibende Werte schuf, die säublicher aufgeschrieben und daher reproduzierbar sind. Wenn die Welt nicht untergehen soll, müssen wir uns Kultur bewahren und die gewachsene Erkenntnis, dass die Erde gerade keine Scheibe ist, plumps, sondern kreisrund. Da wo der Anfang ist, ist auch das Ende. Und umgekehrt.</p></blockquote>
<p><strong>Danke, Droste-Hülshoff-Gymnasium</strong>, das war eine schöne Erinnerung. Ach, wäre es doch Usus in Berliner Schulen, der Herzensbildung mit Musik auf die Sprünge zu helfen: <strong>Musik, Musik, Musik</strong>. Titanic ist aus gegebenem Anlass heute &#8222;Lied des Tages&#8220; zum Vatertag, denn Vater tut sich ja sonst kaum Gutes und &#8222;Väterchen Zufall&#8220; kann bitte warten. <strong>Allerdings: er spricht drüber</strong>!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Filmkomponist <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/James_Horner" target="_blank">James Horner</a> (wikipedia)</li>
<li>Filmkomponist <a title="externer Link" href="http://blackbirds.tv/?p=4389" target="_blank">Hans Zimmer</a>, König der Löwen, Droste-Hülshoff-Gymnasium (blackbirds.tv)</li>
</ul>
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		<title>903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 21:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
		<category><![CDATA[Zehlendorf]]></category>
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		<category><![CDATA[Droste-Hülshoff-Gymnasium]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Zehlendorfer Droste-Hülshoff-Gymnasium findet aktive Verschmelzung der Schüler mit der deutschen Geschichte statt. Anders als an vielen anderen Berliner Schulen, besser intensiver als dort greift hier das Anfassen unrühmlicher Zeitabschnitte deutlich Platz: wider das Vergessen, wider Wiederholungsgefahren und eben nicht wider die Vernunft. In diesem Fall ist der Schmelztiegel, der Jugendliche und Geschichte zusammenführt und miteinander fest verschweißt, ... <a title="903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/124511/" aria-label="Mehr Informationen über 903-11 &#8211; Videos: Ilse Weber in Theresienstadt &#8211; interpretiert von Julia Kaiser (voc)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-260" title="Historie" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconhistorie_100x22.jpg" alt="" width="100" height="22" /></p>
<blockquote><p>Im Zehlendorfer Droste-Hülshoff-Gymnasium findet aktive Verschmelzung der Schüler mit der deutschen Geschichte statt. Anders als an vielen anderen Berliner Schulen, besser intensiver als dort greift hier das Anfassen unrühmlicher Zeitabschnitte deutlich Platz: wider das Vergessen, wider Wiederholungsgefahren und eben nicht wider die Vernunft. In diesem Fall ist der Schmelztiegel, der Jugendliche und Geschichte zusammenführt und miteinander fest verschweißt, die Musik. So darf uns Geschichte berühren. Beim Sommerkonzert 2011 am 31. Mai werden Werke aufgeführt, die 1575 und drumrum geschaffen wurden, aber auch der Beatles-Song &#8222;Eleanor Rigby&#8220; von 1967. Oder König der Löwen, deutlich später ebend. Einen Schwerpunkt bildet aus gegebenem Anlass Musik aus dem Konzentrationslager Theresienstadt. Sie bildet einen Reiseabschluss in ein &#8222;Vorzeige-KZ&#8220; der Nazis, die das KZ wahrheitswidrig als &#8222;Wiege freudigen Kulturschaffens&#8220; propagandatechnisch maliziös verballhornt hatten. Erinnerung an die Opfer dieses perfiden Systems und &#8222;der Ekel&#8220; ggü. den damaligen Tätern.</p></blockquote>
<p><strong>Ich war in Auschwitz. Deutsche unrühmliche Geschichte 1933-1945</strong>. Genauer gesagt: schon bald nach der Machtergreifung durch den österreichischen Gefreiten Adolf Hitler, dessen Familienname &#8222;Schicklgruber-Hiedler&#8220; eigentlich anders war. Hitler hieß die Familie nicht, aber <strong>als Familie Hitler</strong> (Sendung: <a title="externer Link" href="http://www.youtube.com/watch?v=P-nSuwC8lTc" target="_blank">Familie Hitler auf youtube</a>) ging sie später in die Geschichte ein. Von Anfang bis Ende unrühmlich. <strong>Post mortem betrachtet</strong>.</p>
<p><strong>Später griff er nach der Macht, die Deutschen waren nicht stark genug, </strong>ihre eigene Politikunmündigkeit zu  erfassen, zu begreifen, dass alles, was nun folgen würde, ohne jeden Vergleich sein würde<strong>.</strong> Ein ganz kleines bisschen später kamen viele, viele Menschen plötzlich in neu geschaffene Lager, die sie Konzentrationslager nannten. Die Lager waren weit verstreut und hatten Grausamkeitsstufen. Ich war &#8222;nur&#8220; in Auschwitz, nie in Theresienstadt. Auschwitz war schlimmer. <strong>Alles zusammen war</strong>: <strong>Widerlich, menschenverachtend und vor allem menschenvernichtend</strong>.</p>
<p><span id="more-9610"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><strong></strong>[iframe_youtube video=&#8220;eZbo9H6zNk8&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Ich wandre durch Theresienstadt &#8211; Julia Kaiser (voc) &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em> </span></p>
<blockquote><p>Dass Zeitungen wie der Tagesspiegel das Kultur- und Werkschaffen einer solch eloquenten Schule wie dem Droste-Hülshoff-Gymnasium bislang nur zu wenig beachteten, beklagt man. Liegt es doch auch daran, dass man im Kulturbetrieb Musik die Trivia hinter sich lassen muss. Denn die kulturellen Trivia sind im &#8222;artigen&#8220; Schulbetrieb gang und gäbe. Es gilt, die Grenzen des Bisherigen zu sprengen, sie zu überwinden und einer Kultur Platz zu geben, die aufsehenerregend, bisherige Grenzen überschreitend und damit bedeutsam ist. Gelungen ist das offenbar mit der Orchesterreise nach Theresienstadt. Das erschien dem Tagesspiegel offenbar als bedeutend, siehste! Daraus kann man lernen. Dass es nämlich richtig wäre, bedeutsame &#8222;Artefakte&#8220; platzgreifender anzufassen und für deren Bekanntmachung laut zu trompeten. Kein Zweifel: Theresienstadt hat diese Bedeutung für Nachkriegsdeutschland. Die es nicht kennen, denen muss man genau davon erzählen! Sie glauben es sonst nicht oder leugnen gar, so könne es niemals gewesen sein!</p></blockquote>
<p><strong>Ilse Weber </strong>(Link unten)<strong> war so eine, die die Nazis nach Theresienstadt verschleppten</strong>. Wir fühlen uns -eingedenk unsererVorberichterstattung- zugleich auch an <strong>Selma Meerbaum-Eisinger</strong> aus der Bukowina erinnert, und auch wenn ihre Geschichten miteinander auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben, so sind doch bemerkenswerte Parallelen sichtbar. Die vielleicht perverseste Parallele war: es war noch möglich, kunstbeflissen zu sein. Man konnte dichten, aber die Zettel musste man verstecken. Man konnte auch komponieren, so wie Ilse Weber, und sei es auch nur ein Schlaflied für den eigenen Sohn. Der war schon weg, sie schrieb es ihm von Sehnsucht voll hinterher. <strong>Tiefer Schmerz in flachatmender Mutter-Brust</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Ich wandre durch Theresienstadt</strong></p>
<p>Ich wandre durch Theresienstadt,<br />
das Herz so schwer wie Blei,<br />
bis jäh mein Weg ein Ende hat,<br />
dort knapp an der Bastei.</p>
<p>Dort bleib ich auf der Brücke stehn<br />
und schau ins Tal hinaus:<br />
Ich möcht so gerne weitergehn,<br />
ich möcht so gern – nach Haus!</p>
<p>»Nach Haus!« – du wunderschönes Wort,<br />
du machst das Herz mir schwer,<br />
man nahm mir mein Zuhause fort,<br />
nun hab ich keines mehr.</p>
<p>Ich wende mich betrübt und matt,<br />
so schwer wird mir dabei,<br />
Theresienstadt, Theresienstadt<br />
– wann wohl das Leid ein Ende hat –</p>
<p>wann sind wir wieder frei?</p></blockquote>
<p><strong>Schwer wie Blei, aber nicht zäh wie Leder oder hart wie Kruppstahl</strong>, oder wie der Unsinn noch so heißt, den sich Adolf Hitler in seinen Reden herbeisehnte, kurzum: voll von Traurigkeit sind diese wenigen Zeilen. <strong>Julia Kaiser </strong>ist 16 Jahre alt, Schülerin am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf und in ihrem Umfeld heißt es, sie könne sehr gut singen. Das macht sie prädestiniert für den Solovortrag des Liedes &#8222;Ich wandre durch Theresienstadt&#8220; von Ilse Weber, am Klavier begleitet. So schauerlich schön ist das Lied und man möchte meinen, alle hätten diese deutsche Geschichte schon vergessen. Wenn da nur nicht die Schule wäre. Kürzlich waren die Schüler in Theresienstadt. Musiklehrer <strong>Michael Riedel </strong>erklärt den Besuchern eines der Sommerkonzerte, dass am <strong>31. Mai 2011 </strong>in der großen, alten Aula des Gymnasiums stattfand, was es mit Theresienstadt und den dorthin verreisten Schülern auf sich hat. Sie waren ein paar Tage da. Schulleiterin Frau <strong>Dr. Wittkowski</strong> ist eine freundliche, nette Person mit vielen Vorzügen, aber einem Nachteil: Ihre Reden sind immer recht lang! <strong>Entschuldigung, dabei mag man sie</strong>. <strong>Trotzdem</strong>.</p>
<blockquote><p>Die Droste-Hülshoff-Schule hat ein besonderes, musikalisches Profil. So gibt es in jeder Klassenstufe eine musikbetonte Klasse, in der Schülerinnen und Schüler zusammenkommen, die sich in besonderem Maße musikalisch engagieren wollen. Alle spielen ein Instrument und/oder haben sängerische Erfahrungen. (Aus dem Schulprofil der DHS, <a title="externer Link" href="http://www.droste-gymnasium-berlin.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=70&amp;Itemid=71" target="_blank">hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>2005 kehrte Greta Klingsberg aus Jerusalem </strong><a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-kinderstar-von-theresienstadt/657544.html" target="_blank">noch einmal zurück</a>. In Berlin wurde die KZ-Oper &#8222;Brundibár&#8220; aufgeführt, von 12 bis 15-jährigen Schülern. Greta Klingsberg hatte als Kind Teile der Oper in Theresienstadt selbst aufgeführt und gesungen. <strong>2011 </strong>ist es auf andere Weise wieder so weit, Reisen in die Erinnerung sind nie total gleich: Schüler aus dem Schülerorchester 1 des Droste-Hülshoff-Gymnasiums unternehmen eine Orchesterreise nach Tschechien in das frühere Konzentrationslager Theresienstadt. <strong>Spielen dort die Musik von damals</strong>. <strong>Gänsehaut</strong>.</p>
<blockquote><p>55 Mal führten jüdische Kinder in Theresienstadt Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“ auf. Es waren immer neue Kinder, die auf der Bühne sangen und tanzten. Viele wurden nach Auschwitz abtransportiert und ermordet. Etwa 70 Jahre später brachten jetzt die Schüler die Orchester-Suite aus der Kinderoper „Brundibár“ in Theresienstadt auf die Bühne. Zusammen mit einem tschechischen Mädchenchor spielten sie Stücke jüdischer Komponisten, die dort komponiert und aufgeführt wurden. Viele der damaligen Musiker starben bald darauf in Auschwitz. Ihre Musik aber ist eher fröhlich und selten tragisch. „Die Menschen haben die Musik als Strohhalm angesehen“, sagt Musiklehrer Michael Riedel. Damit auch der „fröhliche Geist der Musik“ nicht zu kurz kam, standen auch Mozart und Smetana auf dem Programm. (Tagesspiegel, 30.05.2011, Link unten)</p></blockquote>
<p>[iframe_youtube video=&#8220;oSB7hCBGny8&#8243;]<br />
<span style="color: #888888;"><em>Und der Regen rinnt  und Wiegenlied &#8211; Julia Kaiser (voc) &#8211; Droste-Hülshoff-Gymnasium, Sommerkonzert 31.05.11- via Youtube</em></span></p>
<blockquote><p>Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Ich denk im Dunklen an dich, mein Kind.<br />
Hoch sind die Berge und tief ist das Meer,<br />
mein Herz ist müd und sehnsuchtsschwer.<br />
Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Warum bist du so fern, mein Kind?</p>
<p>Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt&#8230;<br />
Gott selbst hat uns getrennt, mein Kind.<br />
Du sollst nicht Leid und Elend sehn,<br />
sollst nicht auf steinigen Gassen gehn.<br />
Und der Regen rinnt, und den Regen rinnt&#8230;<br />
Hast du mich nicht vergessen, Kind?</p></blockquote>
<p><strong>Andere Version</strong><br />
<a href="http://www.zwockhaus.de/music/und_der_regen_rinnt.mp3">http://www.zwockhaus.de/music/und_der_regen_rinnt.mp3</a><br />
<span style="color: #888888;">Quelle: zwockhaus.de</span></p>
<p><strong>Auch die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums</strong>, Orchester 1, treffen eine Zeitzeugin von damals: Dagmar Lieberova. Sie hatte als Kind die Oper in Teilen gesungen und mitaufgeführt. So ist das musikalische Treiben in Theresienstadt im festen Fokus der Berliner Schulen nochmals ein Stück mehr als Pflock eingeschlagen worden. Die Hoffnung stirbt zuletzt, weil Schüler Musik machen, die in einer hoffnungslosen Zeit als Strohhalm aufgefasst werden konnte. Im Paradies, dass dem Märtyrium folgt, muss es besser sein! Michael Riedel erklärt: &#8222;Dagmar Lieberova überlebte eigentlich nur, weil ein Zahlendreher eine andere vorsah, die nun statt ihrer verschleppt wurde ins Gas.&#8220; <strong>Reiner Zufall</strong>.</p>
<p><strong>Ilse Weber wurde im Oktober 1944, fast ganz zum Schluß von Auschwitz, nach ihrer Deportation, dorthin gebracht und sofort umgebracht</strong>. <strong>Im Januar 1945, nur wenige Monate später, befreiten sowjetische Soldaten die Lagerinsassen und es bot sich ihnen ein schreckliches Bild</strong>. <strong>Ilse Weber aber war schon im Paradies angelangt</strong>. <strong>Zurück blieben Berge von Schuhen, menschlichen Haaren und Brillen</strong>. <strong>Die liegen da noch heute</strong>.<strong>Ich war in Auschwitz am 06. Mai 2005, mir standen Flüsse gefüllt mit Wasser in den Augen und sie zeronnen in Stürzbächen unter meinem Gesicht: ich schämte mich nicht dafür, sondern für Deutschland! Einmal im Leben sollte jeder Mensch in Auschwitz sein</strong>!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Tagesspiegel: <a title="externer Link" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/konzertreise-an-einen-besonderen-ort/4235640.html" target="_blank">Theresienstadt: Konzertreise an einen besonderen Ort</a> (vom 30.05.2011)</li>
<li>Wikipedia: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Weber" target="_blank">Nähere Informationen zu Ilse Weber</a></li>
<li>Eine jüdische Poetin: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/06/meerbaum-eisinger/">Selma Meerbaum-Eisinger</a></li>
<li>Personen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/11/101310/">Lange genug in der braunen Soße gelebt zu haben bedeutet&#8230;</a></li>
<li>Kampagnen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/07/8832010/">Stolperstein in Waltraudstr. 27 verlegt&#8230;</a></li>
<li>Jahrestag: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/04/7752010/">Der 12. April wurde/wird in Berlin weitgehend unbeachtet begangen&#8230;</a></li>
<li>Verhalte dich ruhig: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/weltweit/2009/11/18/in-oswiecim-toilettenregeln/" target="_blank">In Oswiecim gab es genaue Verhaltensregeln für den gemeinsamen Toilettengang&#8230;</a> (mein Bericht aus Auschwitz)</li>
</ul>
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		<title>706-10 &#8211; Positionen: Heinz Eggert glaubt an Weihnachtswunder und erinnert sich an den 09.01.1984</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 14:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertage]]></category>
		<category><![CDATA[Lied des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Metaebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Droste-Hülshoff-Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[George Bizet]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Eggert]]></category>
		<category><![CDATA[Tageslied]]></category>
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					<description><![CDATA[Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab nichts, was mich freuet, Verlassen steht ein Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet. Der Wind nur geht bei stiller Nacht und rüttelt an dem Baume, Da rührt er seine Wipfel sacht Und redet wie im Traume. Er träumt von künftger Frühlingszeit, Von Grün und Quellenrauschen, ... <a title="706-10 &#8211; Positionen: Heinz Eggert glaubt an Weihnachtswunder und erinnert sich an den 09.01.1984" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/104910/" aria-label="Mehr Informationen über 706-10 &#8211; Positionen: Heinz Eggert glaubt an Weihnachtswunder und erinnert sich an den 09.01.1984">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_7656" aria-describedby="caption-attachment-7656" style="width: 407px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-7656" title="Heinz Eggert (Quelle: Privatarchiv)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Profilfoto.Heinz_.Eggert.jpg" alt="Heinz Eggert (Quelle: Privatarchiv)" width="417" height="363" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Profilfoto.Heinz_.Eggert.jpg 417w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/10/Profilfoto.Heinz_.Eggert-300x261.jpg 300w" sizes="(max-width: 417px) 100vw, 417px" /><figcaption id="caption-attachment-7656" class="wp-caption-text">Heinz Eggert (Quelle: Privatarchiv)</figcaption></figure>
<blockquote><p>Verschneit liegt rings die ganze Welt,<br />
Ich hab nichts, was mich freuet,<br />
Verlassen steht ein Baum im Feld,<br />
Hat längst sein Laub verstreuet.</p>
<p>Der Wind nur geht bei stiller Nacht<br />
und rüttelt an dem Baume,<br />
Da rührt er seine Wipfel sacht<br />
Und redet wie im Traume.</p>
<p>Er träumt von künftger Frühlingszeit,<br />
Von Grün und Quellenrauschen,<br />
Wo er im neuen Blütenkleid<br />
Zu Gottes Lob wird rauschen.</p>
<p>&#8222;Verschneit liegt rings die ganze Welt&#8220;, von Joseph von Eichendorff</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #888888;">(Folgend ein Gastbeitrag von Heinz Eggert)</span></p>
<p><strong>Weihnachten ist</strong> eigentlich <em>immer</em> für Überraschungen gut.</p>
<p><strong>Wir wissen zwar alle</strong>, dass das Wesentliche und insgeheim Erträumte doch nicht zu kaufen ist und versuchen es doch immer wieder. Vielleicht ist wirklich der am besten dran, der das hoffen auf ein Wunder nie aufgegeben hat.</p>
<p><strong>Das macht uns menschlicher und offener</strong>, als wenn wir die Banalitäten des Lebens für reales Leben halten. Das hört sich jetzt alles ein wenig nach Predigt an. <strong>Ich weiß</strong>!</p>
<p><span id="more-8228"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/J-0hZn4jNY8?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="350" src="http://www.youtube.com/v/J-0hZn4jNY8?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<span style="color: #888888;"><em>DHS-Weihnachtskonzerte 2010: Georges Bizet &#8211; L´Arlesienne Suite Nr. 2, aufgeführt durch Orchester 1 (via Youtube)</em></span></p>
<p><strong>Das ist aber auch nicht</strong> verwunderlich, weil ich 16 Jahre lang in der Oybiner Bergkirche zu Weihnachten gepredigt habe.</p>
<p><strong>Dort vollzog sich jedes Jahr ein kleines Weihnachtswunder</strong>. Wir hatten zwar nur 320 Kirchgemeindemitglieder, aber zur Christnacht kamen manchmal über 700 Besucher, so dass manche wieder gehen mussten, weil die Kirche überfüllt war. Die Weihnachtsgeschichte wurde gespielt, die alten Kirchenlieder gesungen und die Stasispitzel schrieben die Predigt mit. Ich habe meine Predigten nie aufgehoben, <strong>aber fast alle in meiner Stasiakte wieder gefunden</strong>.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8233" title="Joseph von Eichendorff" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Joseph.von_.Eichendorff.jpg" alt="Joseph von Eichendorff" width="221" height="300" /></p>
<p><strong>Da stellt sich bei mir trotzdem keine Dankbarkeit ein</strong>, denn sie sind zusammengeheftet mit Berichten, in denen der Gottesdienst eingeschätzt und die Staatsfeindlichkeit des Pfarrers herausgearbeitet wurde. In allen Berichten schießt ein Stasispitzel aus Löbau den „Vogel“ ab. Am 9.1.1984 schreibt er in seinem Bericht, dass er seiner alten Mutter eine Freude machen wollte und mit ihr mit dem Zug zur Oybiner Christnacht gefahren sei. Die Kirche wäre zum Brechen voll gewesen und die Predigt stellte eine einzige Anklage gegen das politische System der DDR dar.</p>
<p><strong>Er begründet das auch</strong>. Der Pfarrer habe behauptet, dass die Resignation immer mehr um sich greife. Die Geburt Christi habe sich nicht hinter verschlossenen Türen abgespielt, die die Bevölkerung dann nur hinnehmen und öffentlich begrüßen durfte. Es fehle an Offenheit in der Gesellschaft. Damit habe der Pfarrer nur das System der DDR meinen können. Zweifellos das wäre es aber auch gewesen dass die Predigt bei den Bürgern außerordentlich gut ankam.</p>
<figure id="attachment_8231" aria-describedby="caption-attachment-8231" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/001-NOCH_VEROEFFENTLICHEN.jpg" rel="lightbox[8228]"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8231 " title="Das Brathuhn und der Heizkostenverteiler!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/001-NOCH_VEROEFFENTLICHEN.jpg" alt="Das Brathuhn und der Heizkostenverteiler!" width="450" height="374" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/001-NOCH_VEROEFFENTLICHEN.jpg 500w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/001-NOCH_VEROEFFENTLICHEN-300x249.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8231" class="wp-caption-text">Das Brathuhn und der Heizkostenverteiler!</figcaption></figure>
<p><strong>Ein kluger Mann</strong>, der die Interpretation meiner Worte der Staatssicherheit gleich selbst erklärt.</p>
<p><strong>Aber auch ein hinterhältiger Mann</strong>. Denn zum Schluss denunziert er ein Ehepaar, das ihn und seine Mutter im Pkw RZL 0-85 mit nach Zittau nimmt. Dieses Ehepaar hätte geäußert, dass ihnen die Predigt aus dem Herzen gesprochen wäre. Die Adresse könne über die Polizei erfragt werden.</p>
<p><strong>Zum Schluss bittet er seine Mutter</strong>, den Pfarrer um die Zusendung der Predigt zu bitten, weil sie so toll sei und er sie an Bekannte weitergeben wolle.<br />
Die“ Bekannten“ sind jetzt bekannt. Dass sie jetzt keine Macht mehr haben, ist für mich auch nach 21 Jahren immer noch ein“ Weihnachtswunder“.</p>
<p><strong>Und Wunder machen dankbar. Oder</strong>?</p>
<figure id="attachment_8232" aria-describedby="caption-attachment-8232" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC04229.jpg" rel="lightbox[8228]"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8232  " title="Weihnachtsstern in Kirche" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/DSC04229.jpg" alt="Weihnachtsstern in Kirche" width="450" height="318" /></a><figcaption id="caption-attachment-8232" class="wp-caption-text">Weihnachtsstern in Kirche</figcaption></figure>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Gastbeitrag: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/10/96010/" target="_self">Heinz Eggert denkt an 1976</a>!</li>
<li>Jahreszeiten: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2010/12/18910/" target="_blank">Alle Jahre wieder feiert die Domäne Dahlem Weihnachten</a></li>
<li>Charlottenburg: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2010/12/19010/" target="_blank">Theater des (Wilden) Westens, Delphi und Quasimodo leuchten weihnachtlich</a></li>
<li>Zehlendorf: <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2010/12/19110/" target="_blank">In der Pauluskirche wurde die Rosette freigelegt</a></li>
<li>Lied des Tages: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/12/104310/" target="_self">Take Five vom Orchester des Droste-Hülshoff-Gymasiums</a></li>
<li>Kölner Kirchen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2010/08/9002010/" target="_self">Die Rechnung ist detailliert und kann angewiesen&#8230;</a></li>
<li>Zehlendorf: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/12/wo-die-wilden-kerleinnen-wohnen-in-zehlendorf-weht-ein-rauher-wind-kurz-vor-weihnachten/" target="_self">Es weht ein rauer Wind so kurz vor Weihnachten</a>!</li>
</ul>
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		<title>700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 16:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Michael Riedel ist der Orchesterleiter in diesem Fall und sowieso, so redet man, ein Freund der schöneren, jüngeren Künste! Wenn ihn die Muse küsst, dann darf es ruhig auch einmal etwas jünger sein, nicht in einem vorvorherigen Jahrhundert angesiedelt, sondern z.B. in den wilden Fünfzigern, Sechzigern oder -am Ende- noch ein bisschen später?  Das Stück ... <a title="700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/104310/" aria-label="Mehr Informationen über 700-10 &#8211; Lied des Tages: Take Five &#8211; und das Orchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4768" title="_icon Tageslied/Lied des Tages" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/icon.Tageslied.png" alt="" width="80" height="15" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5678" title="Banner Kulturecke" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/Banner.Kulturecke-300x166.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Michael Riedel ist der Orchesterleiter in diesem Fall und sowieso</strong>, so redet man, ein Freund der schöneren, jüngeren Künste! Wenn ihn die Muse küsst, dann darf es ruhig auch einmal etwas jünger sein, nicht in einem vorvorherigen Jahrhundert angesiedelt, sondern z.B. in den wilden Fünfzigern, Sechzigern oder -am Ende- noch ein bisschen später?  Das Stück <strong>Take Five</strong> ist eins, dass ein Jazzer namens <strong>Paul Desmond</strong> geschrieben hat für das Dave-Brubeck-Quartett. <strong>Als Entstehungsjahr ist allgemein 1959 bestätigt</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-8190"></span><br />
<img decoding="async" class="size-full wp-image-5539 aligncenter" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8193" title="Der feine Unterschied: McCarthy &amp; McCartney!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney.jpg" alt="Der feine Unterschied: McCarthy &amp; McCartney!" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/McCarthy_Mc.Cartney-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="345" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8qzPO6sEV_U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="345" src="http://www.youtube.com/v/8qzPO6sEV_U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"/></object><br />
<em><span style="color: #888888;">Take Five &#8211; Weihnachtsaufführung 2010 am 14.12.10 in Pauluskirche Zehlendorf (via Youtube)</span></em></p>
<p><strong>Die Aufführung war schön und vielschichtig</strong>, aber das Stück &#8222;Take Five&#8220; ist im Vergleich zum übrigen eine Ausnahmeerscheinung, ein flirrendes Licht am abendlichen Kulturhimmel, es sitzen überall ergriffene Menschen, weil´s die Kinder so schön &#8230;.und außerdem ist bald Weihnachten. <strong>Draußen verkaufen welche Kekse, Weihnachtsgebäck, für den Abiball 2010 sammeln einige erwachsen werdende Gören</strong>!</p>
<figure style="width: 425px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/uploads/pics/20090131__DSC2652.jpg" rel="lightbox[8190]"><img decoding="async" class=" " title="Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin" src="http://www.junges-ensemble-berlin.de/uploads/pics/20090131__DSC2652.jpg" alt="Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin" width="435" height="289" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Michael Riedel, Dirigent, Leiter Junges Ensemble Berlin</figcaption></figure>
<p> <img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7351" title="Banner Fotocredits" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/01/banner.FotoCredits.jpg" alt="Banner Fotocredits" width="163" height="32" /><span style="color: #888888;">Homepage Junges Ensemble Berlin e.V. </span><a title="externer Link" href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/so/leitung/" target="_blank"><span style="color: #888888;">hier</span></a></p>
<p id="eow-description"><strong>Die Droste-Hülshoff-Schule (Gymnasium) in Berlin-Zehlendorf</strong> führt am 14. und 15.12.2010 einige Musikstücke als Werkschau ihres Schaffens von Orchester und Chor auf. &#8222;Austragungsort&#8220; ist die Pauluskirche der Paulusgemeinde in Berlin-Zehlendorf, <strong>deren schöne Kirche ich bei der Gelegenheit das erste Mal betrat</strong>.</p>
<p><strong>Mit der weltweiten Veröffentlichung</strong> des (ab sofort) als &#8222;Riedelleaks&#8220; bekanntwerdenden, bislang geheimen Tondokuments wird natürlich die sich aufdrängende Frage an die (Schul-)Politik der Stadt gestellt, warum es nur durch &#8222;<em>erquicklich ausfallende Spendensammlungen</em>&#8220; möglich wäre, bspw. ein Bassfagott für Schüler (bei anfangs 8.000,- € und leicht bis zu 30.000,- €/Stück) anzuschaffen? <strong>Mann, Hamma, das sind Kosten</strong>!</p>
<p><strong>Die Schulleiterin</strong>, soviel steht fest, dankt am diesem Abend <em>zu vielen</em> Menschen und sogar auch den irgendwie mitverpflichteten Eltern. Als hätten diese sich sehr zur eigenen Freude dies Event ausgesucht! Hah! Wodurch sich der Anteil der Danksagungen ins Verhältnis gesetzt zum eigentlichen Musikschwerpunkt in ungünstige Korrelation zueinander&#8230;..? <strong>Man wird mit der Zeit müde vo Jauchszen, Frohlocken und Jubilieren, vom Festtagsgesänge mitsummen im Geiste. Und dann passiert etwas ganz zauberhaftes</strong>:</p>
<p><strong>Die Eltern beklatschen artig sich selbst, als ihnen ebenfalls gedankt wird</strong>,</p>
<blockquote><p>hurra, wir leben noch! und &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>&#8230;man fühlt sich an SED-Zeiten erinnert,</strong> und obwohl es gar kein bolschewistisch-sozialistisches Kulturprogramm ist, aber irgendwie sind es  kommunistische Sitten und Gebräuche. Ich hatte den McCarthy nie in mir, wenn dann den McCartney und doch: In diesem Fall hat fast niemand was bemerkt, geklatscht wurde eher rhythmisch/automatisch und weil Klatschen wieder dran war, denn wenn die Schulleiterin verstummt, dann nicht um ergriffen inne zu halten, sondern um das Klatschen einzufügen. Es hat ein bisschen was von Kirchenmusikmeister Johann Sebastian Bach: Erst gibt es eine Kantate auf alles Mögliche, z.B. auf die Danksagungen und dann -schwupps- ab in die Fuge den Beifall! <strong>So wird´s ein netter Abend</strong>.</p>
<blockquote><p>Ein bisschen lauert auch der Spieß der älter Gewordenen zwischen den Kirchenbänken: Ob man sich mal setzen könne da vorn, man könne ja hier hinten nichts sehen? Früher haben sie an der Krumme Lanke gesessen, die Eltern, <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2009/08/der-politische-club/" target="_blank">an der Affenschaukel</a>, du weißt schon, was da damals&#8230;.oder sie waren bei Bob Marley in der Waldbühne! Mann, wie das roch! Legalisierung und so! Pah, jetzt ist´s Weihnachts-Vorspiel und alle sollen artig sitzen, damit man von hinten&#8230;. und außerdem könnte die Schulleiterin ja auch mal was anderes anziehen, meint jemand! Ist schließlich ein feierlicher Anlass. Na, wenn das, dann&#8230;.<strong>Halt die Klappe, ich hab Feierabend</strong>!</p></blockquote>
<p><strong>Ach, hätte doch ein jeder ein wenig weniger gedankt</strong> und die Sache wäre reduziert gewesen auf den Themenkern dessen, worum es geht: Zu zeigen, es ist gut, wie es gelaufen ist, im vergangenen Jahr und nicht schlecht, <strong>was man insgesamt so herzeigen kann</strong>.</p>
<p><strong>Es lebe ein auskömmlicher Kulturetat</strong> für musizierende Schulen und für die noch mehr, als für vollkommen kulturlose Schulen, oder? <strong>Der Rest ist übrigens Ansichtssache</strong>.</p>
<p><strong>Wer von einer guten Idee besessen zu sein scheint</strong>, muss aufpassen, nicht zu enden, wie &#8222;Votan Wahnwitz&#8220;, dem Udo Lindenberg die bedeutungsschwangere Vita wie folgt antextete:</p>
<blockquote>
<div>
<div>
<p>Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand<br />
dieser Taktstockmeister war auch dafür bekannt<br />
dann stand er da, mit wirrem Haar<br />
dem Herzinfarkt verdächtig nah<br />
und wieder war er außer Rand und Band</p>
<p>Er wurde high von der Musik<br />
sehr schnell kam er in Rage<br />
der Satan saß ihm im Genick<br />
und trieb ihn zur Ekstase<br />
er heizte das Orchester an<br />
ein Befehl und hundert Mann<br />
im ganzen Saal ein einziges Gerase</p>
<p>Die Sopran-Vokalistin mit den riesigen Brüsten<br />
hatte es dem Meister angetan<br />
doch sie liebte einen Herrn vom Ballett, der war sehr nett<br />
der tanzte immer den sterbenden Schwan<br />
sie sang, so schön sie konnte<br />
nur für ihren Tänzer<br />
doch der hörte gar nicht hin<br />
denn seine ganze Liebe galt nur dem Maestro<br />
und nicht dieser Sängerin</p>
</div>
</div>
</blockquote>
<p><strong>Ob Meister Riedel nun als schwingender Taktstockmeister</strong> oder als (eher abwegig!) &#8222;taktloser Schwingstockmeister, aber als Zampano des ausufernden Tons durchgeht und ob er &#8222;nota bene&#8220; oder &#8222;bena note&#8220; spielt, dafür reichen die hiesigen Italienisch-Kenntnisse bei weitem nicht aus und wir sind &#8222;sowas von inkompatibilent, bzw. wie das heißt! Allerdings soll er das Ding recht gekonnt schwingen, wird  behauptet (hier), denn Riedel ist zugleich auch Leiter des Orchesters wider die tierische Versuchung, nicht etwa, wie Rainald Grebe, einer Art &#8222;Kapelle der Versöhnung&#8220;! Nein, Riedel kann den Beagle vielleicht Stöckchen holen schicken, aber der große Wurf, der steht dem Schulorchester der Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf doch jetzt unmittelbar bevor: Das Schulorchester wird die Charts stürmen mit dieser &#8222;Neuauflage&#8220; von &#8222;Take Five&#8220;. <strong>Gut gespielt</strong>!</p>
<figure id="attachment_8057" aria-describedby="caption-attachment-8057" style="width: 440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8057" title="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg" alt="Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)" width="450" height="200" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/12/Halt.die_.Klappe.Ich.hab_.Feierabend-300x133.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-8057" class="wp-caption-text">Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)</figcaption></figure>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Der <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taktstock" target="_blank">Taktstock</a> (bei wikipedia)</li>
<li>Der &#8222;Taktstockmeister&#8220; <a title="externer Link" href="http://www.udo-lindenberg.de/votan_wahnwitz.57150.htm" target="_blank">Votan Wahnwitz</a></li>
<li><a title="externer Link" href="http://www.junges-ensemble-berlin.de/so/" target="_blank">Junges Ensemble Berlin, Sinfonieorchester</a></li>
</ul>
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