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	<title>Baumschutz &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Baumschutz &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1553-13 &#8211; Gerichtsgeschäft: Vom Sachverständigensprech! &#8211; Der Wurzelwuchs, der Stamm und Grenzbäume!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 11:12:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Beim Ortstermin wurde der mauernah gewachsene Wurzelstock selektiv in vorsichtiger Handarbeit gemäß der Methoden von KuTSCHERA &#38; LICHTENEGGER (2002) sowie nach BARSIG et al. (2008) in vorsichtiger Handschachtung entlang der baumseitigen Mauerwange des Kellerabgangs freigelegt. Der relevante Wurzelverlauf wurde außerdem auf beiden Grundstücksseiten mit einem Metall-Sondierstab lokalisiert, um repräsentative Aufgrabungen durchführen zu können. Die freigelegten ... <a title="1553-13 &#8211; Gerichtsgeschäft: Vom Sachverständigensprech! &#8211; Der Wurzelwuchs, der Stamm und Grenzbäume!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/186513-gerichtsgeschaeft-vom-sachverstaendigensprech/" aria-label="Mehr Informationen über 1553-13 &#8211; Gerichtsgeschäft: Vom Sachverständigensprech! &#8211; Der Wurzelwuchs, der Stamm und Grenzbäume!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8908" alt="Banner Baum der Erkenntnis" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis.jpg" width="450" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/03/banner.Baum_.der_.Erkenntnis-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Beim Ortstermin wurde der mauernah gewachsene Wurzelstock selektiv in vorsichtiger Handarbeit gemäß der Methoden von KuTSCHERA &amp; LICHTENEGGER (2002) sowie nach BARSIG et al. (2008) in vorsichtiger Handschachtung entlang der baumseitigen Mauerwange des Kellerabgangs freigelegt. Der relevante Wurzelverlauf wurde außerdem auf beiden Grundstücksseiten mit einem Metall-Sondierstab lokalisiert, um repräsentative Aufgrabungen durchführen zu können. Die freigelegten Wurzeln wurden begutachtet, vermessen und auf ihre Verzweigungsdynamik hin überprüft. Weil keine Konkurrenzbäume in der Nähe wachsen, konnte auf eine zusätzliche Laboruntersuchung zur Identifizierung der Baumart der Wurzeln verzichtet werden. (Zitat, teilweise)</p></blockquote>
<p><span style="color: #888888;">Quelle: Sachverständigengutachten des <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dendrologie" target="_blank">Dendrologen</a> Dr. Michael Barsig im Gerichtsgutachten für das Amtsgericht Pankow/Weißensee</span></p>
<p>Halten wir erinnerungshalber folgendes fest:</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-14958"></span>&#8230;</p>
<blockquote><p>Die <b>Dendrologie</b> (altgriech. δένδρον <i>dendron</i> ‚Baum‘ und -logie) ist die Lehre von den Bäumen und Gehölzen. Sie beschäftigt sich als Teilgebiet der Botanik mit verholzenden Pflanzen, insbesondere Bäumen, Sträuchern und verschiedenen Kletterpflanzen. Sagt Wikipedia (Link oben). Der Dendrologe kann also einem Grundstücksnachbarn schon mal den richtigen Weg bedeuten. Würde er wohl in England zum Nachbarn reden, so hieße es eventuell: &#8222;You are on the woodway!&#8220; (Du bist auf dem Holzweg). Oder er würde ihm bedeuten: &#8222;You can´t see the wood before the trees.&#8220; (Du siehst nicht den Baum vor lauter Waltern. Link dazu: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?p=8506">hier</a>)</p></blockquote>
<p>In den &#8222;wilden Achtziger Jahren&#8220; des vorherigen Jahrhunderts hieß der Bundesinnenminister <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Baum" target="_blank">Dr. Gerhard Baum</a> (FDP). Zu jener Zeit war es noch erheblich einfacher, mit einer klaren, ergebnisorientierten Sprache Forderungen zu formulieren.  Heute im tagtäglichen, mühsamen Gerichts- und Sachverständigensprech wird zum Akteninhalt, was man erst nach mehreren Anläufen zu verstehen in der Lage ist. Der Berufsverband Deutscher Beamtenbund, der die Beamten des öffentlichen Dienstes vertritt und die Angestellten, forderte kurzentschlossen: &#8222;<strong>Baum ab!</strong>&#8220; und druckte Aufkleber diesen Inhalts. Heute ist dieselbe Forderung, dem Nachbar vorgetragen, eine solche, die auf dessen erbitterten Widerstand stößt. Nicht weil er Bäume mag. Er will sich nur nicht darum kümmern.</p>
<blockquote><p>Auch Wahnwitz trägt ein solcher Streit in sich. Wenn z.B. die Gegenseite vorträgt, ein Baum hätte dort ja schon immer gestanden und durch seine Existenz sei inzwischen das Recht auf Beseitigung des Baums verwirkt, den man jahrelang &#8222;billigend in Kauf genommen&#8220; hätte.  Dass Bäume wachsen, muss tatsächlich gerichtlich streitig vorgetragen werden.</p></blockquote>
<p>Das mit dieser Forderung &#8222;Baum ab&#8220; ist Geschichte. Heute ist die Welt viel komplexer geworden. Weil nicht einfach sein darf, was zu kompliziert erscheint, um gerade noch gerecht zu bleiben. Der Sachverständige aber, soviel lässt sich festhalten, hat einen richtigen Job gemacht. Sein Urteil ist eindeutig, so eindeutig wie unseres vor Ingangsetzung eines gerichtlichen Verfahrens gegen den Grundstücksnachbarn in Berlin-Pankow: Gesunder Menschenverstand.</p>
<blockquote><p>Das Wurzelsystem der Robinie gilt als weitläufig und den jeweiligen Bodengegebenheiten sehr anpassungsfähig, die Bodenbewurzelung ist in Stammfußnähe am intensivsten und bis 2-3m tief reichend. (Quelle: wie eingangs oben)</p></blockquote>
<p>Weiter arbeiten&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" alt="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Waldwissen: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/?p=12783">Willst du in den Wald, &#8230;.</a></li>
<li>Bericht: <a title="externer Link" href="http://diepolitischebaumscheibe.wordpress.com/2011/06/30/%E2%80%9Esie-haben-die-arbeit-der-behorden-nicht-in-frage-zu-stellen%E2%80%9C/" target="_blank">Sie haben die Arbeit der Behörden nicht in Frage zu stellen&#8230;</a></li>
<li>Download: <a title="kostenloser Download BGH-Beschluss &quot;Grenzbaum&quot;" href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2013/10/BGH_Beschluss_zum_Grenzbaum_v_zr__33-04.pdf" target="_blank">Beschluss des BGH vom 02.07.04 zum Aktenzeichen V ZR 33/04 &#8222;Was ist ein Grenzbaum?&#8220;</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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		<title>985-11 &#8211; Kritik: Der Guttenberg-Aspekt einer Fällung von Saalweiden in Berlin-Schöneberg #Skandale</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/132811/</link>
					<comments>https://gesichtspunkte.de/132811/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 13:13:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Merke: Eine Ulme ist keine Saalweide. Und umgekehrt. #Gärtnerwissen Es ist richtig, dass schon seit Jahren das Bemühen der öffentlichen Verwaltung dahin geht, holzfreies Papier zu verwenden. Rettet die Bäume! Und doch ist &#8222;holzfreies Papier&#8220; hart und nicht &#8222;alt wie ein Baum&#8220;. Die Saalweide im Hofe des Mehrfamilienhauses in Berlin-Schöneberg einer Wohnungseigentümergemeinschaft steht da schon ... <a title="985-11 &#8211; Kritik: Der Guttenberg-Aspekt einer Fällung von Saalweiden in Berlin-Schöneberg #Skandale" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/132811/" aria-label="Mehr Informationen über 985-11 &#8211; Kritik: Der Guttenberg-Aspekt einer Fällung von Saalweiden in Berlin-Schöneberg #Skandale">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-278" title="Stimme der Kritik" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/10/_iconstimmederkritik_100x2.jpg" alt="" width="100" height="22" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9421" title="Kritiker.der.Elche" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Kritiker.der_.Elche_.jpg" alt="" width="450" height="250" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Kritiker.der_.Elche_.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/05/Kritiker.der_.Elche_-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>Merke: Eine Ulme ist keine Saalweide. Und umgekehrt. #Gärtnerwissen</p></blockquote>
<p><strong>Es ist richtig</strong>, dass schon seit Jahren das Bemühen der öffentlichen Verwaltung dahin geht, holzfreies Papier zu verwenden. Rettet die Bäume! Und doch ist &#8222;holzfreies Papier&#8220; hart und nicht &#8222;alt wie ein Baum&#8220;. Die Saalweide im Hofe des Mehrfamilienhauses in Berlin-Schöneberg einer Wohnungseigentümergemeinschaft steht da schon seit Jahren dumm rum. Eigentlich ist es ein ansehnliches, schönes Stück, aber es wächst. Flachwurzler oder Tiefwurzler? <strong>Keine Ahnung</strong>.</p>
<p><span id="more-10253"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5539" title="_seitentrenner Flugzeug" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/seitentrenner.Flugzeug.gif" alt="_seitentrenner Flugzeug" width="43" height="15" /></p>
<blockquote><p>Es gilt wohl die Bloggwartsche Relativitätstheorie: Der Fortschritt ist eine Schnecke (näheres <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/zitat-des-tages-der-fortschritt/">dazu hier</a>)</p></blockquote>
<p><strong>Der Sachbearbeiter vom Amt für Natur und Umwelt</strong>, Fachbereich Umwelt, fertigt seinen Bescheid antragsgemäß aus. Auf den Antrag von 01.06.2011 erfolgt jetzt am 02.08.2011 (Bearbeitungszeit: zwei Monate) die Ausnahmegenehmigung zur Fällung des Baums. <strong>Mit ganz überraschenden Details</strong>.</p>
<p><strong>Wir freuen uns</strong>, dass der Name des Sachbearbeiters vor Hoffnung &#8222;schon grün&#8220; anmutet. Es gibt in Berlin mehrere Platzhirschen unter den stadtweit bekannten Gartencentern. Dazu zählt Tentrup, aber auch Pluta und noch ein paar andere tümmeln sich im &#8222;grünen Geschäft&#8220;. Dass nun der Sachbearbeiter, der unseren Antrag bearbeitet, wohl rein zufällig einen der &#8222;großen Berliner Namen&#8220; im Grüngewese trägt, na klar, warum nicht? <strong>Es ist auch &#8222;Situationskomik&#8220;, jedenfalls solange man noch zu lachen weiß</strong>.</p>
<p><strong>Wir finden heraus</strong>, dass &#8222;alle Berliner Grünämter&#8220;, die sich mit Baumfällungen befassen, ihre &#8222;Gehölzwerte&#8220; aus demselben Unternehmenskatalog der <a title="externer Link" href="http://www.lorberg.com/de/lorberg.html" target="_blank">Fa. Lorberg Baumschulen</a> entnehmen. Warum das so ist und was Lorberg dafür tun musste, um sozusagen als &#8222;grüne Referenz&#8220; von stadtweiter Relevanz aufgetischt zu werden, entzieht sich unserer Kenntnis. Auch unsere Nachfrage bei einer anderen Sachbearbeiterin des Grünflächenamts erhellt das nicht. Sie weiß es nicht. Ist Lorberg für Berlin, was TEMPO für ganz Deutschland ist, das unzerschnittene Taschentuch der Garten- und Landschaftsbauern? <strong>Immerhin heißt es ja auch nicht, man fahre einen Mercedes, wenn man ein Auto meint</strong>. <strong>Allerdings &#8222;kärchert&#8220; man einen Hof, mit welchem Gerät auch immer</strong>.</p>
<p><strong>Der Guttenberg-Aspekt</strong> (Überschrift) gelangt aber schließlich hinein, wenn wir die &#8222;insgesamt sieben Textseiten&#8220; der holzfreien Bescheid-Verschickung per Analogpost gegenwärtigen. Zunächst ist das Crossmedia, denn unsere Anfrage erfolgte komplett papierfrei: eine Datei mit der Endung &#8222;pdf&#8220; wurde als &#8222;Brief ohne Papier&#8220; an das Grünamt gesendet, die Antwort erfolgt &#8222;natural&#8220;, wie gesagt. Die Stadt ist noch immer nicht darauf eingerichtet, digital Vorgänge abzuwickeln. Jemand setzt sich hin, fischt aus einem Windows-PC eine Anzahl von Textbausteinen und Briefvorlagen heraus und glaubt nun, einen Vorgang als Behördenbescheid versenden zu können, <strong>der dem Anliegen des Bürgers Befriedigung verspricht</strong>.</p>
<p><strong>Seit EDV in Verwendung ist</strong>, werden die Bescheide immer länger und unübersichtlicher. Sie strotzen vor Belehrungen, die niemand lesen will und was mitzuteilen in vier bis sechs klaren und kurzen Sätzen möglich wäre, versteckt sich vorliegend in sieben Textseiten, natürlich mit Rechtsmittelbelehrung. <strong>Das ist so gerecht wie unglaublich blöd</strong>.</p>
<blockquote>
<p align="left">&#8222;Die Genehmigung wird erteilt, weil der Baum Nr. 1 in versiegeltem Umfeld steht und mit seinen <span style="font-family: HiddenHorzOCR; font-size: small;" lang="JA">oberflächennahen </span>Wurzelausläufern den Pflasterbelag im Innenhofbereich stark anhebt und damit unbenutzbar macht.&#8220; (Begründung des Amts)</p>
</blockquote>
<p><strong>Soweit stimmt die Begründung</strong>, der wir uns sicherheitshalber anschließen. Allerdings ist &#8222;Baum Nr. 1&#8220; nicht, wie ausgedruckt, eine Ulme im Stammumfang von &#8222;79/93&#8220; (zwei Stämme), sondern eine einstämmige Saalweide mit anderem Maß, gemessen 1,30 m über Erde. Völlig losgelöst davon fragen wir uns als &#8222;gärtnerische Laien&#8220;, ob uns eine Bildungslücke gefangen hält? Wir fragen nochmals im Büro herum. &#8222;Ist eine Ulme auch eine Saalweide?&#8220; &#8211; Neulich fotografierten wir <a title="externer Link" href="http://www.mugshooting.de/blog/2011/07/21711/" target="_blank">Astern im Garten</a>, aber es waren keine Astern, die derzeit nicht blühen, sondern Dahlien. <strong>Shit happens</strong>.</p>
<p><strong>Gärtnerei ist nicht unser Kerninteresse</strong>. Und dann folgen diese Gesichtspunkte rechtschaffenden Verwaltungshandelns, die zu hinterfragen sich im vorliegenden Fall durchaus lohnen wird. Die Ersatzpflanzung eines Baums als Ersatz für die nichtvorhandene, zweistämmige Ulme kostete lt. Lorberg-Baumschulen einen Nettowarenwert von 702,- EUR. <strong>Sofern von der Ersatzpflanzug abgesehen werden soll, ist eine Ausgleichsabgabe im doppelten Wert von 1.404,- EUR zu zahlen</strong>.</p>
<p><strong>Das klingt gerecht, ist es aber nicht</strong>. Denn die Frage ist: Warum kostet das 702,- EUR? Denn könnte nicht auch anderswo, als im Katalog von Lorberg-Baumschulen etwas besorgt werden, durch diversifizierende Angebotseinholungen? Und doch ist dieses nur oberflächlich richtig. Denn bereits im Grundsatz ist dieser Bescheid in sich falsch. Wir lesen wie zufällig noch weiter und weiter und auch aus grundsätzlichen Erwägungen. So etwas haben wir nicht jeden Tag auf dem Tisch und richtig gut wir Arbeit erst, wenn die sie treibenden Kräfte von grundauf verstanden werden. Eine Ulme bleibt übrigens eine Ulme und eine Saalweide ist eine Saalweide und wird niemals zu einer Ulme. <strong>Das ist eine ganz wesentliche Erkenntnis dieses Tages</strong>.</p>
<p><strong>Lasen wir vorher noch gedankenverloren</strong> auf Seite 2 des sieben Seiten umfassenden Bescheidwerks herum, sind wir nun schon auf Seite 7 von sieben Seiten. Und dort ist etwas, das aussieht wie die Zeile aus einem Tabellenkalkulationsprogramm, aus Excel oder Open Office. <strong>Es sieht so aus</strong>:</p>
<figure id="attachment_10254" aria-describedby="caption-attachment-10254" style="width: 408px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/08/Auszug_Baumfaellungsberechn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10254   " title="Berechnung Gehölzwert und Ausgleichsabgabe (Quelle: Amt für Natur, Berlin)" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/08/Auszug_Baumfaellungsberechn.jpg" alt="Berechnung Gehölzwert und Ausgleichsabgabe (Quelle: Amt für Natur, Berlin)" width="418" height="50" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/08/Auszug_Baumfaellungsberechn.jpg 773w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2011/08/Auszug_Baumfaellungsberechn-300x35.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10254" class="wp-caption-text">Berechnung Gehölzwert, Ausgleichsabgabe (Quelle: Amt für Natur, Berlin)</figcaption></figure>
<p><span style="color: #888888;">(aufs Bild klicken für Großansicht)</span></p>
<p><strong>Der Bescheid sieht also richtig</strong> und in sich schlüssig -vom Anfang bis zum Ende- aus, <strong>nur</strong>:</p>
<p>&#8211; Wir haben eine Saalweide. Keine Ulme.</p>
<p>&#8211; Ein Baum ist ein Baum und nicht zwei oder drei. Einen Baum durch drei neue zu ersetzen, kommt uns nicht zielführend vor.</p>
<p>&#8211; Unser ist nicht so dick. Ob Bäume mehrstämmig austreiben, obwohl sie nur eine Wurzel besitzen, ist zu vertiefen.</p>
<p><strong>Kurzum</strong>: Wir sind hier insgesamt einem Plagiat von sieben Seiten Text- nicht Stammumfang aufgesessen. Herr &#8222;Gartencenter&#8220; vom Amt für Umwelt hat guttenbergsches &#8222;Copy &amp; Paste&#8220; auf erkennbar niedrigem Niveau veranstaltet, wofür er gern Gebühren beanspruchen möchte und Gehölz- und Ausgleichsabgabebeträge ermittelt, die von grundauf zu hoch, falsch und zu Unrecht erhoben werden. Die spannende Rechtsfrage, ob nach dem Verstreichen der Rechtsmittelfrist der Bescheid mit Mitteln des Verwaltungszwangs durchgesetzt werden könnten, müssen wir nicht vertiefen. Wir haben ja noch fristgemäß gelesen. Niemand von uns hatte die Absicht, einen solchen Bescheid von Anfang bis Ende durchzulesen, und doch hatte Walter Ulbricht einst ähnliches gesagt und dann stand viele Jahre eine von niemandem ernstlich gewollte Stadtbegrenzungsmauer um Berlin herum <strong>und teils sogar mittenmang</strong>.</p>
<p><strong>Der neue Bescheid</strong> wird anders aussehen, soviel ist sicher. Vielleicht wird er auch richtig sein. <strong>Kürzer aber mit Sicherheit nicht</strong>.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrtes Amt, bei Überprüfung Ihres Bescheides habe ich Guttenbergsche Fehler festgestellt, die im Ergebnis zur Aufhebung und einer Neuausfertigung führen müssen. Bitte fassen Sie sich bei dem richtigen Bescheid deutlich kürzer, da ich es mir nicht leisten kann, zwei mal sieben Textseiten Bescheid sorgfältig durchzuarbeiten. Bereits mit dem falschen Bescheid musste ich dies tun. Hierdurch sind meinerseits Bearbeitungsgebühren in Höhe von 75,20 EUR für behördlich veranlasste Doppelarbeit entstanden, die ich bei der Gebührenberechnung Ihres Hauses für den richtigen Bescheid der Einfachheit halber in Abzug bringen werde. Ich bitte um gleichlautende Buchung. Herzlichen Gruß, Michael Kohlhaas (* Name geändert)</p></blockquote>
<p><strong>Lust auf solche atemberaubenden, spannenden Beschäftigungstherapien</strong>, Perlenketten goldglänzender Arbeitszeiten-Kontingente mit &#8222;untergeordnetem Gehölzwert&#8220; hat niemand und doch muss man sie sich nehmen. Weil die Welt so umfassend gerecht ist, das Bürger Bescheide erhalten müssen, die jede Eventualität textlich in sich bergen. Nein, ein solcher Bescheid könnte, bei guter Organisation der öffentlichen Verwaltung, inzwischen leicht zusammengekürzt werden auf maximal ein, eineinhalb Textseiten. Warum macht sich niemand dort die Arbeit, die Bescheide einzukürzen auf eine lesbare Länge und warum benützen Behörden Briefdokumente-Vorlagen mit den Daten anderer Grundstücke, schicken sie heraus und lassen sie rechtskräftig werden, <strong>wenn´s keiner merkt</strong>?</p>
<blockquote><p>Arbeitsqualität lässt sich eben gerade nicht beliebig vervielfältigen, stellten wir <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/09/der-filoso-fisch/">dazu hier fest</a></p></blockquote>
<p><strong>Dass die wenigen &#8222;individuellen Textstellen&#8220;</strong> eines solchen standardisierten Bescheids überhaupt unbeanstandet die Postversendestelle des Bezirksamt erreichen, zeigt daher die großen Schwachstellen in der Arbeitsorganisation von öffentlichen Verwaltungen, die dem Inhaltlichen ihrer Tätigkeit lustlos, überfordert und letztlich nur &#8222;irgendwie erledigend&#8220; hinterherjagen. Okay, es ist bekannt. Die Stimmung im öffentlichen Dienst ist ausgesprochen mies. <strong>Das färbt ab, bzw. schlägt durch</strong>.</p>
<blockquote><p>Und schließlich wird uns beim Recherchieren für diesen Beitrag eines vollkommen klar. So unsinnig lang und vermeintlich offen/transparent auch der Genehmigungsbescheid ist, enthält er eine frappante &#8222;Eventualitätenlücke&#8220;. Denn die Fa. Lorberg Baumschulen hält eine goldrichtige Überlegung für vermarktungsreif: <a title="externer Link" href="http://www.lorberg.com/de/lorberg/rent-a-tree.html" target="_blank">Rent A Tree</a>, wir mieten uns einfach unsere künftige Hofbegrünung und wenn sie uns nicht mehr gefällt, kündigen wir den Mietvertrag. Keinen Ärger mit Behörden! Für die aber gilt: Macht eure eigene Arbeit einfacher, kürzer, präziser und letztendlich erst damit verständlich!</p></blockquote>
<p><strong>Man nennt den Kern eines Geschmacks die &#8222;Stammwürze&#8220;</strong>, das ist der Baum, der weg soll und die Überlegung im öffentlichen Interesse, dass ein neuer Baum den wegfallenden ersetzt. Vielmehr muss ein solcher Bescheid nicht enthalten und das muss richtig sein, worauf der Bürger einen Rechtsanspruch hat. <strong>Das gilt für Bäume, wie für Ersatzbehausungen von Sperlingen, Fledermäusen, Nebelkrähen und Aasgeiern und erst recht den Öffentlich-Rechtlichen</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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