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	<title>Banalität des Bösen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<title>Banalität des Bösen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>2019-18 &#8211; Filmtipp: In der #Ard #Mediathek noch bis 25.04. vorhanden &#8211; Hannah Arendt und ihre Sicht von der Banalität des Bösen!</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/3239-18-filmtipp-in-der-ard-mediathek-noch-bis-25-04-vorhanden-hannah-arendt-und-ihre-sicht-von-der-banalitaet-des-boesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2018 08:45:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt und es gab immer Menschen, die einem Tränen der Berührung in die Augen trieben. Wenn man nur offen ist für Empfindungen bzw. mit dem Herzen unverstellt geradeaus sehen kann. Eine solche Frau des Herzens ist zweifelsohne Hannah Arendt, die jüdische Prozessbeobachterin, Schriftstellerin, Politik-Sachverständige. Die dabei hart zupackend, nüchtern analysierend und kühl und in ... <a title="2019-18 &#8211; Filmtipp: In der #Ard #Mediathek noch bis 25.04. vorhanden &#8211; Hannah Arendt und ihre Sicht von der Banalität des Bösen!" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/3239-18-filmtipp-in-der-ard-mediathek-noch-bis-25-04-vorhanden-hannah-arendt-und-ihre-sicht-von-der-banalitaet-des-boesen/" aria-label="Mehr Informationen über 2019-18 &#8211; Filmtipp: In der #Ard #Mediathek noch bis 25.04. vorhanden &#8211; Hannah Arendt und ihre Sicht von der Banalität des Bösen!">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-17954 size-full" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2017/05/moviecamera.gif" alt="" width="800" height="600" /></p>
<blockquote><p>Es gibt und es gab immer Menschen, die einem Tränen der Berührung in die Augen trieben. Wenn man nur offen ist für Empfindungen bzw. mit dem Herzen unverstellt geradeaus sehen kann. Eine solche Frau des Herzens ist zweifelsohne Hannah Arendt, die jüdische Prozessbeobachterin, Schriftstellerin, Politik-Sachverständige. Die dabei hart zupackend, nüchtern analysierend und kühl und in wohl durchdachten Worten schrieb bzw. redete. Die den Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem <strong>ergebnisoffen</strong> besuchte und forschte bzw. ergründete, bevor sie schließlich berichtete.</p></blockquote>
<p>Nicht wie man es von ihr als Jüdin erwartete, sondern mit großem Zeithorizont. Weder die Chefredaktion des New Yorker, noch irgendeine andere beliebige Einflussnahme dieser Zeit konnte sie unter Druck setzen und veranlassen, undurchdachte Dinge zu äußern und ihr Urteil wirkte am Ende für viele verstörend, weil sie damit keineswegs gerechnet hatten. Sie braucht ihre Zeit und nachdem es ausgegoren erschien, veröffentlichte Arendt ihre unkonventionellen Gedanken zur persönlichen Schuld von Menschen, die langweilig und banal waren und gerade deswegen so megaböse. Es ging um die bösesten Verbrechen gegen die Menschheit.</p>
<p>So feinfühlig, dass sie die Zeitschreibung korrigierte: Es dürfe nicht heißen &#8222;Menschlichkeit&#8220;, denn darum ginge es nicht. Es ginge um die Menschheit an und für sich, denn auch Juden waren und sind zweifelsohne Menschen und damit Gottesgeschöpfe und vor der Schöpfung gleich. Hier sind wir nun ganz aktuell in der Gegenwart zurück:  Sogar &#8211; und das bleibt festzuhalten, so deutsche, fette Wohlstandskinder wie die Rapper + Kackbratzen Kollegah und Farid Bang, Echo-Musikpreisgewinner, denen man mit ergebnisoffenen Überlegungen zum Schlechten der Welt nicht kommen kann, weil sie gern laut und bedrohlich reden, um in Ruhe gelassen zu werden. Sie rappen ihre Texte ergebnissoffen: Um sich zu berauschen am Ergebnis der gesamtgesellschaftlichen Empörung. Aber so waren auch die Strickmuster totalitärer Machtergreifungen. Am besten, man hält die Fresse und kauft ihre Sujets&#8230;und ist damit böse, fies, gemein &#8230;und so banal wie Kollegah und Bäng. Oder wie es die Internetikone Jay Jay ausdrücken würde: Pow!</p>
<p>Deutschland 2018: Lasst uns weinen über die Abwesenheit von Empathie schon wieder.</p>
<p><strong>Weiterführend</strong></p>
<ul>
<li>Zeitbefristet: Der <a href="http://www.ardmediathek.de/tv/Filme-im-Ersten/Hannah-Arendt/Das-Erste/Video?bcastId=1933898&amp;documentId=51731838" target="_blank" rel="noopener">Film in der ARD-Mediathek</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #999999;">Recherchetipp</span></p>
<p><span style="color: #999999;">YouTube: Videos mit Interviews mit Hannah Arendt </span></p>
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		<title>1730-14 &#8211; Erinnerung: Hannah Arendt schuf den Begriff der &#8222;Banalität des Bösen&#8220;</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/204214-erinnerung-hannah-arendt-schuf-den-begriff-der-banalitaet-des-boesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2014 10:34:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Banalität des Bösen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Hannah Arendt]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
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					<description><![CDATA[Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus In voller Länge! &#8222;Das beste Gespräch, das ich je geführt habe.&#8220; (G. Gaus). Das legendäre Interview mit Günter Gaus in ungekürzter Fassung! Filmmaterial ergänzt mit Standbildern. Im Zentrum stehen Gegenwartsfragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungsfeld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Ein weiterer Aspekt ... <a title="1730-14 &#8211; Erinnerung: Hannah Arendt schuf den Begriff der &#8222;Banalität des Bösen&#8220;" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/204214-erinnerung-hannah-arendt-schuf-den-begriff-der-banalitaet-des-boesen/" aria-label="Mehr Informationen über 1730-14 &#8211; Erinnerung: Hannah Arendt schuf den Begriff der &#8222;Banalität des Bösen&#8220;">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-16126" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt-1024x850.jpg" alt="Erinnerung: Hannah Arendt" width="640" height="531" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt-1024x850.jpg 1024w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt-300x249.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt-900x747.jpg 900w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/08/Erinnerung_Hannah.Arendt.jpg 1300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/J9SyTEUi6Kw?rel=0" width="650" height="488" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<em><span style="color: #c0c0c0;">Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus</span></em></p>
<blockquote><p>In voller Länge! &#8222;Das beste Gespräch, das ich je geführt habe.&#8220; (G. Gaus). Das legendäre Interview mit Günter Gaus in ungekürzter Fassung! Filmmaterial ergänzt mit Standbildern. Im Zentrum stehen Gegenwartsfragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungsfeld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Ein weiterer Aspekt sind Geschlechterrollen sowie insbesondere der Prozess gegen Adolf Eichmann. Das Buch von Hannah Arendt (´Eichmann in Jerusalem´) war im Herbst 1964 in der Bundesrepublik und 1963 in den USA erschienen,  Arendt nimmt hierzu Stellung (&#8222;Zur Person&#8220;, 28.10.1964). &#8211; Hier gibt&#8217;s noch ein sehenswertes Portrait über Hannah Arendt (64 Min.): <a class="yt-uix-redirect-link" dir="ltr" title="http://www.youtube.com/watch?v=HDKHevKaiR8" href="http://www.youtube.com/watch?v=HDKHevKaiR8" target="_blank" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=HDKHev&#8230;</a><br />
Teil der Playlist &#8222;Hannah Arendt (Vorträge, Gespräche und ein Portrait)&#8220; hier: <a class="yt-uix-redirect-link" dir="ltr" title="http://www.youtube.com/playlist?list=PL5rv0LxqofNo1_Z-VfkABAIqUe5tbdqW-" href="http://www.youtube.com/redirect?q=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fplaylist%3Flist%3DPL5rv0LxqofNo1_Z-VfkABAIqUe5tbdqW-&amp;redir_token=l3fbZ76ekER3k1tEAzXD65ZFDQt8MTQwOTU2NTA5OUAxNDA5NDc4Njk5" target="_blank" rel="nofollow" data-redirect-href-updated="true">http://www.youtube.com/playlist?list=&#8230;</a></p></blockquote>
<p>Weiter geht es auf Seite 2 mit einem Gespräch zwischen Hannah Arendt und Joachim Fest aus dem Jahre 1964.</p>
<p><span id="more-16125"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube.com/embed/GN6rzHemaY0?rel=0" width="650" height="366" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<em><span style="color: #c0c0c0;">Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest (1964)</span></em></p>
<blockquote><p>Vollständige Fassung: Joachim Fest hat zur selben Zeit wie Hannah Arendt &#8222;Eichmann in Jerusalem&#8220; sein Werk &#8222;Das Gesicht des Dritten Reiches&#8220; veröffentlicht, welches zu einem ähnlichen Schluss kam wie Arendt, nämlich dass man mit dem Problem konfrontiert sei, wie „so viel Unvermögen, so viel Durchschnittlichkeit und charakterliche Nichtigkeit“ mit den ungeheuren Verbrechen , die hiervon ausgingen, in einen begrifflichen Zusammenhang zu bringen sind. Das Gespräch behandelt Themen wie die Definition eines neuen Verbrechertypus, welcher eben keine kriminelle Energie hat, sondern aus (oft blindem) Gehorsam handelt, es handelt von der Frage nach Verantwortung und Schuld in einem totalitären System, von Gerechtigkeit nach einem historischen Unrecht solchen Ausmaßes, sowie von Gut und Böse als moralischen Urteilen. Dieses Gespräch wurde am 9. November 1964 im Südwestrundfunk (SWR) in der Reihe „Das Thema“ gesendet.<br />
Transkription sowie Briefe zur Vor- und Nachbereitung des Radiogesprächs in: Arendt, Hannah; Fest, Joachim Titel: Eichmann war von empörender Dummheit. Gespräche und Briefe.</p></blockquote>
<p>Ein Stückchen deutsche Normalität in den Jahren 1964/5 von Nachkriegsdeutschland. Die Zeit richtig einzuordnen, während der Nationalsozialismus über Deutschland hereingebrochen war (1933-1945) gehört allen anderslautenden Rufen zum Trotz auch heute noch zu den erwähnenswerten, bzw. erinnerungswürdigen Tatbeständen. Dass Häftlinge in Auschwitz sich ruhig zu verhalten hätten, während des Abortbesuchs, ist dabei nur ein Gesichtspunkt, wie <a title="externer Link" href="http://wp.me/p4dVhm-q" target="_blank">in folgendem Artikel beschrieben ist</a>.</p>
<p>Das Konzentrationslager Auschwitz habe ich besichtigt. Erinnerungen <a title="externer Link" href="http://www.yelp.com/biz/pa%C5%84stwowe-muzeum-auschwitz-birkenau-o%C5%9Bwi%C4%99cim?hrid=uY4f7ccYDfq5k5B694lHiw" target="_blank">daran hier</a>.</p>
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			</item>
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		<title>1232-12 &#8211; Positionen: Toilettenregeln, Tod, Deutschland und youtube-Sendungen über die Herkunft von Adolf Hitler #yelp</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/157512/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 09:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Positionslicht]]></category>
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		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau. Paul Celan (* 1920 &#8211; + 1970) Fünf Sterne deluxe für ein Vernichtungslager, aber es müssten Judensterne sein. Alles andere ist nicht angemessen. Als ich mal dort war, in Auschwitz-Birkenau, hat es mir nicht ... <a title="1232-12 &#8211; Positionen: Toilettenregeln, Tod, Deutschland und youtube-Sendungen über die Herkunft von Adolf Hitler #yelp" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/157512/" aria-label="Mehr Informationen über 1232-12 &#8211; Positionen: Toilettenregeln, Tod, Deutschland und youtube-Sendungen über die Herkunft von Adolf Hitler #yelp">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" title="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" alt="" width="80" height="15" /></p>
<figure id="attachment_17211" aria-describedby="caption-attachment-17211" style="width: 641px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/Auschwitzfoto_1.jpg" rel="attachment wp-att-17211"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17211" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/Auschwitzfoto_1.jpg" alt="Auschwitz-Birkenau (Historienfoto)" width="651" height="410" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/Auschwitzfoto_1.jpg 800w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/Auschwitzfoto_1-300x189.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/Auschwitzfoto_1-768x484.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17211" class="wp-caption-text">Auschwitz-Birkenau (Historienfoto)</figcaption></figure>
<blockquote><p>Der Tod ist ein Meister aus Deutschland<br />
sein Auge ist blau<br />
er trifft dich mit bleierner Kugel<br />
er trifft dich genau.<br />
Paul Celan (* 1920 &#8211; + 1970)</p></blockquote>
<p>Fünf Sterne deluxe für ein Vernichtungslager, aber es müssten Judensterne sein. Alles andere ist nicht angemessen. Als ich mal dort war, in Auschwitz-Birkenau, hat es mir nicht gut geschmeckt. Es blieb mehr als ein im Vergleich zu banaler, bitterer Nachgeschmack. Überrascht war ich nicht. Ich hatte damit gerechnet.</p>
<p>Zu gut hatte ich jedes Detail des deutschen Nationalsozialismus von vielen, verschiedenen, nie ausgewogenen Seiten beleuchtet. Mit den Leugnern, Zweiflern und mit Menschen, die sich wie ich nichts Vergleichbares hätten vorstellen können. Ich hatte immer verstehen wollen: Wie hatte es so kommen können? Das Deutsche Reich in Perfektion: Eine arische Tötungsmaschine, deutsche Perfektion, made in Germany, im Reich der Wurm des Unerträglichen. Und Hannah Ahrendt hat den Hauptbuchhalter der Reichsgasverwesung Adolf Eichmann im Prozess beobachtet und die von ihm ausgehende Banalität des Bösen.</p>
<p><span id="more-12587"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_12588" aria-describedby="caption-attachment-12588" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12588" title="2 be A champion in Auschwitz? Nein, danke!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/auschwitz_champion.jpg" alt="2 be A champion in Auschwitz? Nein, danke!" width="310" height="315" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/auschwitz_champion.jpg 310w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/06/auschwitz_champion-295x300.jpg 295w" sizes="auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px" /><figcaption id="caption-attachment-12588" class="wp-caption-text">2 be A champion in Auschwitz? Nein, danke!</figcaption></figure>
<p>Wäre die Zeit, die verstreicht, ein Fluidum, in dem Menschen mit der Zeit klüger werden?</p>
<p>Wir schauen immer etwas hochmütig zurück und lächeln über zeitgeistige Angelegenheiten, verstrichene Zeitepochen wie z.B. Biedermeier, Barock, Gelsenkirchener Barock, Pilzkopffrisuren, Schlaghosen, Afrolook und vieles andere.</p>
<p>Der Nationalsozialismus ist in Deutschland aus der Mode gekommen. Die ihn noch hegen, dürfen wir nicht belächeln, nicht hochmütig noch süffisant, wir müssen diese Irren ernst nehmen. Sie sind und bleiben gefährlich, wenn sie auch dumm sind, erkennbar dumm. Aus deutscher Weltkriegsnachgeschichte blubbert auf geschichtslos gebliebenen Straßen im Beitrittsgebiet der deutsch-deutschen Wiedervereinigung brauner Morast hoch. Er ist ohne genauere Kenntnis von der Geschichte 1933 bis 1945 entstanden und die sich auf  rassistische Abgrenzung berufen, handeln ohne schlechtes Gewissen. Gewissen kommt von Wissen. Gewissen braucht auch Mitgefühl und Empathie, Einfühlungsvermögen in das unerträgliche Früher. Nichts wissen macht nichts, deswegen sind die großdeutschen Amplituden dummdreister Rechtsradikaler so gottvergessen. In Auschwitz finden wir diese Menschen nicht.</p>
<p>Dabei hat Deutschland traditionell besseres vorgehabt, früher. Ein schönes Land zu jener Zeit. Seit 1933 wurde unter Regierungsverantwortung die Rolle Germaniens umchiffriert: Dass der Tod ein Meister aus Deutschland ist, hat vor längerem <a href="http://www.lea-rosh.de" target="_blank">Lea Rosh</a> zum Titel einer Dokumentation über den Holocaust gemacht und ein Gedicht von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan" target="_blank">Paul Celan</a> ordnungsgemäß gebraucht, wie ich finde. Als ich sie einmal am Flughafen traf, habe ich ihr das gesagt. Sie war sehr erfreut, dass jemand so zufälliges wie ich sich an diesen Aspekt ihres Schaffens präzise erinnert. Die Todesfuge als Titel jener Dokumentation war meine Eselsbrücke, mich daran noch viele Jahre später erinnern zu können.</p>
<p>Später haben Zankfrüchte (Äpfel) Lea Rosh gescholten. Sie hat gleichwohl durchgesetzt, dass es in Berlin ein Stelenfeld zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust gibt. Wenn sich heute dort einige gern fotografieren lassen oder Skateboard fahren, war das natürlich so nicht gewollt. Das sind die, die nicht fühlen bzw. wissen, was gewesen ist.</p>
<p>Mein Besuch in Auschwitz-Birkenau war noch einmal ein Stempel drauf, eine Art Verstärkung meines fundamentalistischen Weltbildes, wonach derjenige, der Andersartige ins Gas schickt nichts anderes als das verdient hätte. Wäre ich nicht zutiefst gegen Vergasung und biblisch motivierte Rache. Auschwitz-Birkenau, eine tiefe Erinnerung an das braune Deutschland gewissenloser, hässlicher Geister. Aufzählung derjenigen, die Täter waren, ist namensmäßig unmöglich. Anders ist es mit den Opfern, so wie beispielsweise die Verlesung der zu Tode gekommenen an der Jüdischen Gemeinde Berlin in der Fasanenstr. . Schauerlich. Zum Weinen. Und wie schön die Tradition, an die Opfer gewissenhaft zu erinnern.</p>
<p>Nein, ich werde mich nie daran gewöhnen. Unlängst stellte ich via youtube eine Fernsehdokumentation über die Herkunft von Adolf Hitler ins Netz. Wie oft dieses Video angeklickt wird, erschraken mich in erster Linie die dümmlichen, kreuzdämlichen Kommentare von Leuten, die nie Arbeit am Vergangenen abgeleistet haben. Die Leute im Internet fühlen sich sicher und sie sagen Sachen daher. Dann steht da Beton. Ich lösche diese Kommentare und lasse mich von Giftverspritzern beschimpfen dafür, ich sei ein Zensor. Na und? Dann bin ich eben einer. Wir sind das dem Respekt ggü. den Millionen Opfern schuldig.</p>
<blockquote><p>&#8222;Das ist das Schwerste: sich verschenken<br />
und wissen, dass man überflüssig ist,<br />
sich ganz zu geben und zu denken,<br />
dass man wie Rauch ins Nichts verfließt.&#8220;<br />
Selma Meerbaum-Eisinger (* 1924 &#8211; + 1942)</p></blockquote>
<p>Auschwitz-Birkenau, &#8222;Verhalte Dich ruhig&#8220; steht dort auf den Toilettenwänden geschrieben. Ich schrieb meine Erinnerungen an den Besuch auf &#8211; ich habe geweint um  die Opfer, deren Haare, Brillen und Schuhe vor mir aufgetürmt herumlagen. Nie wieder das, Du unsäglichste aller deutschen Epochen! (<a href="http://www.mugshooting.de/weltweit/?p=26" target="_blank">Artikel hier</a>)</p>
<p>Aus zutreffendem und gegebenem Anlass möchte ich auf die Arbeit des Schweizer Musikers David Klein hinweisen, über die sich alle informieren können. Klein hat mit einer Vielzahl von bedeutenden, bekannten, deutschsprachigen Künstlern das Album &#8222;Selma &#8211; Ich bin in Sehnsucht eingehüllt.&#8220; mit Gedichten der jüdischen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger vertont. Die Gedichte der früh verstorbenen, talentierten Jungdichterin jagen einem Tsunamis schauriger Schönheit über den Rücken, im Volksmund: Gänsehäute. Hört mal rein, ein Zugewinn:</p>
<p style="text-align: center;"><a title="externer Link" href="http://www.selma.tv" target="_blank">http://www.selma.tv</a></p>
<p>P.S.: Mit Schreck las ich von der Möglichkeit, Champion in Auschwitz zu werden, indem ich mich hier oft genug einchecke. Ich gebe zu, ich habe auf diese Möglichkeit gern verzichtet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" title="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" alt="Weblotse" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Ursprung: <a href="http://www.yelp.com/biz/pa%C5%84stwowe-muzeum-auschwitz-birkenau-o%C5%9Bwi%C4%99cim?hrid=uY4f7ccYDfq5k5B694lHiw" target="_blank">Dieser Artikel auf yelp</a></li>
<li>Selma Meerbaum-Eisinger, <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2008/06/meerbaum-eisinger/" target="_blank">eine jüdische Poetin</a></li>
<li>pdf-Booklet: <a title="externer Link" href="http://www.jmonikawalther.de/downloads/meerbaumeisinger.pdf" target="_blank">Text zu Selma Meerbaum-Eisinger</a></li>
<li>Das <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2009/04/projekt-stolpersteine/" target="_blank">Projekt Stolpersteine braucht Sponsoren</a></li>
<li>Lea Rosh: <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/08/133211/" target="_blank">Der Tod ist ein Meister aus Deutschland</a></li>
<li>NS-Zeit: <a href="http://www.zeit.de/2012/36/Deutschland-Vergangenheit-Erinnerung-Schuld/komplettansicht" target="_blank">Wer sind wir, heute?</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(Dieser Artikel erschien gekürzt auf yelp)</span></p>
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