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	<title>Abgrenzungsfragen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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	<description>Wohnen, Existieren, Überleben in the #Morefamilyhouse ;-)</description>
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	<title>Abgrenzungsfragen &#8211; Gesichtspunkte.de by #Bloggwart</title>
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		<title>1668-14 &#8211; Positionen: Zum § 35a EStG und praktischem Firlefanz, Bierdeckeln und dem Sinn des Lebens, von #Ulision und #Kollision</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/198014-positionen-zum-%c2%a7-35a-estg-und-praktischem-firlefanz-bierdeckeln-und-dem-sinn-des-lebens-von-ulision-und-kollission/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2014 15:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Dienstleister im Fokus einer gerechten, fiskalischen Verteilungswirklichkeit: Von den unsinnigsten aller anzunehmenden Bearbeitungsnotwendigkeiten gehört das richtige, angeblich sachgerechte Erklären von Steuern zu den ganz großen Ausnahmen vom Sinn des Lebens. Der Systemumsturz hat am 31.12. begonnen und wurde dies Jahr in Riesenschritten vollzogen. Denn Brüssel macht uns alle so glücklich. SEPA, jeder hat schon ... <a title="1668-14 &#8211; Positionen: Zum § 35a EStG und praktischem Firlefanz, Bierdeckeln und dem Sinn des Lebens, von #Ulision und #Kollision" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/198014-positionen-zum-%c2%a7-35a-estg-und-praktischem-firlefanz-bierdeckeln-und-dem-sinn-des-lebens-von-ulision-und-kollission/" aria-label="Mehr Informationen über 1668-14 &#8211; Positionen: Zum § 35a EStG und praktischem Firlefanz, Bierdeckeln und dem Sinn des Lebens, von #Ulision und #Kollision">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-378" alt="Positionen" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2008/11/_iconpositionen.jpg" width="80" height="15" /></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-15710" alt="Steuern_uns_Steuern_Banner" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Steuern_uns_Steuern_Banner.jpg" width="650" height="379" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Steuern_uns_Steuern_Banner.jpg 650w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/Steuern_uns_Steuern_Banner-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></p>
<blockquote><p>Der Dienstleister im Fokus einer gerechten, fiskalischen Verteilungswirklichkeit: Von den unsinnigsten aller anzunehmenden Bearbeitungsnotwendigkeiten gehört das richtige, angeblich sachgerechte Erklären von Steuern zu den ganz großen Ausnahmen vom Sinn des Lebens.</p></blockquote>
<p>Der Systemumsturz hat am 31.12. begonnen und wurde dies Jahr in Riesenschritten vollzogen. Denn Brüssel macht uns alle so glücklich. SEPA, jeder hat schon viel Post bekommen. Wir auch.</p>
<p>Wir denken über das nach, was wir tun. Eine Hausreinigungsfirma weist für Hausreinigung und Hauswartung in den Rechnungen Lohnkosten und Fahrtkosten nach § 35a EStG aus. Das ist nichts Neues. Das genauere Hinterfragen ergibt eine Überraschung, über die man erst mal nachdenkt, wie über bittere Pillen.</p>
<p><span id="more-15709"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6279" alt="UW_Flaschenbiergeschaeft" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/UW_Flaschenbiergeschaeft.jpg" width="450" height="288" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/UW_Flaschenbiergeschaeft.jpg 450w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/03/UW_Flaschenbiergeschaeft-300x192.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<blockquote><p>In vielen anderen Themen gibt es Maßgeblichkeitsgrenzen und Abwägungsgrenzen, Einkommens- und Progressionsstufen. Wann aber fängt es an, Blödsinn zu werden, sich mit dem Thema des § 35a EStG auseinanderzusetzen? Wo liegt hier die Maßgeblichkeitsgrenze? #Antworten gesucht</p></blockquote>
<p>Als hätte in den Vorjahren niemand nachgedacht, fällt uns folgendes auf.</p>
<p>Die Hausreinigung ist der Kostenbetrag Eins, der in Rechnung gestellt wird. Die genauere Recherche ergibt, dass die Reinigungsfirma kalkuliert hat und unterstellt, dass von diesen Kosten 99,44% Lohnkosten und 0,66% Materialkosten sind.</p>
<blockquote><p><strong>Ulision und Kollision:</strong> Es ist etwas anderes, ob jemand 130 Millionen Euro in die Schweiz transferiert und zockt, bis der Kanaldeckel klappert. <strong>#Ulision</strong> &#8211; Oder ob steuerehrliche Normalbürger sich mit der Frage auseinandersetzen, wo genau die Wirtschaftlichkeitsgrenze steuerlicher Gesetzgebung liegt? Was genau man zu tun verpflichtet sei, um fiskalischen Ansprüchen zu genügen bzw. was man zu unterlassen hätte, um stattdessen einen schönen Nachmittagskaffee zu trinken oder ein gutes Buch zu  lesen? <strong>#Kollision</strong></p></blockquote>
<p>Die inhaltlich in derselben Rechnung berechneten Kosten für die Hauswartung (alles was über die Hausreinigung hinaus separat noch wahrzunehmen ist) fällt mit 100% ins Gewicht. Lieschen Müller rechnet nach.</p>
<p>Wenn die Hausreinigung bspw. zwei Drittel ausmacht und die Hauswartung ein Drittel, dann liegt also der Satz von 99,44% auf Hausreinigung in einem mathematisch zu berechnenden &#8222;Gewichtel&#8220; (das sind kleine Zwerge) von -sagen wir es ruhig einfach- deutlich unter 0,66%. Sagen wir mal 0,45%, nur mal schätzungsweise.</p>
<p>Hier wird deutlich, dass der Gesetzgeber an manchen Stellen gutes bezweckt, im Interesse der Steuerehrlichkeit aber regelrecht &#8222;mit dem Klammerbeutel&#8220; gepudert ist, wenn man nachrechnet.</p>
<figure id="attachment_4317" aria-describedby="caption-attachment-4317" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4317" alt="Kneipe - Stampe - Bierlokal" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/00_Kneipe.jpg" width="300" height="300" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/00_Kneipe.jpg 300w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/12/00_Kneipe-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-4317" class="wp-caption-text">Kneipe &#8211; Stampe &#8211; Bierlokal</figcaption></figure>
<p>Das Beispiel rechnet sich so:</p>
<p>Hausreinigung pro Jahr (Beispiel)   5.000,- EUR (davon sind 0,66% = 33,- EUR) Materialkosten</p>
<p>Hauswartung pro Jahr (Beispiel)  2.500,- EUR (0,- EUR Materialkosten)</p>
<p>oder 0,45% von 7.500,-, das machte 33,75 EUR.</p>
<p>Wer wegen dieser Zahlen eine &#8222;Vereinfachungsregel&#8220; anwendet, die es offenbar noch nicht gibt, errechnet eine steuerliche Ungerechtigkeit bei &#8222;Vereinfachung&#8220;, indem er auf 33,75 EUR (zu Unrecht) 20% als Steuervorteil einheimst, das sind betragsmäßig 6,75 EUR für ein Jahr. Dies ist der Betrag, der in der Verwaltung eines Mehrfamilienhauses durch vollen Ansatz der Hausreinigungs- und Hauswartungskosten zu viel beim Finanzamt geltend gemacht wird. Wenn in einem Haus mit 30 Wohnungen 6,75 auf ca. 1.500 m² Wohnfläche verteilt werden und eine Durchschnittswohnung ca. 75 m² hat, errechnet sich hierbei ein Steuervorteil von 0,3375 € für diese Wohnung.</p>
<p>Der Steuerpflichtige hat einen Steuervorteil von 0,3375 € auf Wischmop, Politur, Meister Proper und Spüli fürs Wischwasser eingestrichen.</p>
<p>Normal ist das nicht. Das Wort #Ulision gab es bis gerade eben noch nicht. Es wurde von mir neu in den deutschen Sprachschatz eingeführt. Man kann es auch als Kofferwort begreifen aus einem CD-Titel hergeleitet, der heißt: &#8222;Use Your Illusion.&#8220; Auf diese Weise wäre das Wort auch weg vom Hoeneß. Die genaue Definition findet man sicher bald in der deutschen Wikipedia. Oder auch nicht.</p>
<p>Aber es ist steuergerecht, mit jedem Cent zu rechnen, centgenau. Während der Hoeneß &#8230;.. Kranke Republik.</p>
<p>Friedrich Merz (CDU) beschwor die Bierdeckel-Steuererklärung. <strong>Prost.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" alt="Weblotse" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/02/weblotse_banner.jpg" width="200" height="100" /></p>
<ul>
<li>Download: <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2014/03/2014-01-10-BMF-Paragraf-35a.pdf" target="_blank">Das Anwendungsschreiben zu § 35a EStG vom 10. Januar 2014</a></li>
</ul>
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		<title>1241-12 &#8211; Rechtsprechung: Der Bundesgerichtshof im Beschluss &#8222;V ZR 174/11&#8220; vom 11. Mär 2012 #Außenfenstererneuerung (Kostenfolgen)</title>
		<link>https://gesichtspunkte.de/158412/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloggwart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 09:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#BerlinUndSeineBezirke]]></category>
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					<description><![CDATA[WEG § 21 Abs. 1, Abs. 5 Nr. 2 Weist die Gemeinschaftsordnung die Pflicht zur Instandhaltung und Instandsetzung der Fenster nebst Rahmen in dem räumlichen Bereich des Sondereigentums den einzelnen Wohnungseigentümern zu und nimmt dabei den Außenanstrich aus, ist eine vollständige Erneuerung der Fenster im Zweifel Sache der Gemeinschaft. BGH, Urteil vom 2. März 2012 ... <a title="1241-12 &#8211; Rechtsprechung: Der Bundesgerichtshof im Beschluss &#8222;V ZR 174/11&#8220; vom 11. Mär 2012 #Außenfenstererneuerung (Kostenfolgen)" class="read-more" href="https://gesichtspunkte.de/158412/" aria-label="Mehr Informationen über 1241-12 &#8211; Rechtsprechung: Der Bundesgerichtshof im Beschluss &#8222;V ZR 174/11&#8220; vom 11. Mär 2012 #Außenfenstererneuerung (Kostenfolgen)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_3895" aria-describedby="caption-attachment-3895" style="width: 452px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3895" title="Bundesgerichtshof" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Bundesgerichtshof.Gerichtss.jpg" alt="" width="462" height="366" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Bundesgerichtshof.Gerichtss.jpg 462w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2009/10/Bundesgerichtshof.Gerichtss-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px" /><figcaption id="caption-attachment-3895" class="wp-caption-text">Bundesgerichtshof</figcaption></figure>
<blockquote><p>WEG § 21 Abs. 1, Abs. 5 Nr. 2 Weist die Gemeinschaftsordnung die Pflicht zur Instandhaltung und Instandsetzung der Fenster nebst Rahmen in dem räumlichen Bereich des Sondereigentums den einzelnen Wohnungseigentümern zu und nimmt dabei den Außenanstrich aus, ist eine vollständige Erneuerung der Fenster im Zweifel Sache der Gemeinschaft. BGH, Urteil vom 2. März 2012 &#8211; V ZR 174/11 &#8211; LG München I AG München</p></blockquote>
<p>In der obigen Entscheidung hat sich der Bundesgerichtshof mit der Zuständigkeiten-Zuweisung hinsichtlich von Außenfenstern im gängigen, streitüblichen Abgrenzungs<a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tintin" target="_blank">tintin</a> von Wohnungseigentümern, Verwalter und Verwaltungsbeiräten eingemischt und für eine weitere Klarstellung gesorgt. Die Entscheidung haben wir aus eigenem, bedarfsgerechten Anlass durchgearbeitet und teilen dieses relevanterweise mit den Wohnungseigentümern der Welt, hier. Getreu dem niemals angewendeten Verwaltungssatz: <a title="externer Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Divide_et_impera" target="_blank">Divide et impere</a>. Teile und herrsche! Für Verwalter: <a title="externer Link" href="http://www.wer-weiss-was.de/theme143/article2002121.html" target="_blank">Kasus knaxus</a> oder: Beherrsche die Teilungserklärung! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><span id="more-12672"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;</p>
<figure id="attachment_7317" aria-describedby="caption-attachment-7317" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/09/Foto.Podcast_Fensteranlage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-7317" title="FotoPodcast: Defektes Außenfenster" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/09/Foto.Podcast_Fensteranlage-683x1024.jpg" alt="FotoPodcast: Defektes Außenfenster" width="640" height="959" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/09/Foto.Podcast_Fensteranlage-683x1024.jpg 683w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/09/Foto.Podcast_Fensteranlage-200x300.jpg 200w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2010/09/Foto.Podcast_Fensteranlage.jpg 801w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7317" class="wp-caption-text">FotoPodcast: Defektes Außenfenster</figcaption></figure>
<blockquote><p>Wer sagt, er hat schon alles erfahren, was es auf dem Gebiet der WEG-Verwaltung gibt, lügt. Denn das WEG-Recht ist nicht systemimmanent und von häufigen Fortentwicklungen betroffen.</p></blockquote>
<p>Im Klartext: Man muss seine eigene Einstellung zu Dingen alle paar Jahre grundlegend ändern. So könnte es übrigens auch mit der Behandlung von Fenstern in der WEG-Verwaltung sein. Gemeint sind nur diejenigen, die Sondereigentum der Wohnungseigentümer äußerlich abgrenzen, also Wohnungsabschlussfenster, Balkontüren und dergleichen. Gemeint sind nicht Treppenhausfenster und -türen, die unstreitig stets zum Sondereigentum gehören. Sondereigentum ist Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum ist Gemeinschaftseigentum. Sondereigentum instandhält der Wohnungseigentümer selbst, zur eigenen Kostenlast. Gemeinschaftseigentum instandhält die Gemeinschaft zur eigenen Kostenlast. Es sei denn, in der Teilungserklärung ist etwas anderes bestimmt. Dann spricht man von einer &#8222;Kostentragungsregelung&#8220;. Diese besagt inhaltlich, dass selbst wenn etwas sich im Gemeinschaftseigentum befindet, abweichend geregelt sein kann, dass es auf Kosten eines bestimmten Sondereigentümers instandzuhalten ist. Wobei dann aber insbesondere noch nichts zur Dispositionsfreiheit der handelnden Personen gesagt ist. Also: Kann dann der Verwalter den Auftrag erteilen und der einzelne Eigentümer muss blechen? Oder hat der betreffende Eigentümer selbst die Dispositionsfreiheit? Und die Gemeinschaft nur eine Art Notgeschäftsführungsrecht, wenn der Sondereigentümer gebotene Handlung unterlässt? Dieses vertiefen wir nachfolgend nicht.</p>
<p>Im besprochenen Fall geht es um Dachflächenfenster, deren Austausch und Begutachtung Kosten verursachte. Ein Beschluss der Gemeinschaft wurde für ungültig erklärt und</p>
<blockquote><p>Die Beklagten werden verurteilt, folgenden Maßnahmen zu zu-stimmen: Das in der Küche der Wohnung des Klägers vorhandene Dachflächenfenster und die dazugehörige Laibung sind auf Kosten der Wohnungseigentümergemeinschaft auszubauen. Es ist ein vollwertiges Wohnraumdachfenster fachgerecht mit einer standardgemäßen Isolierung einzubauen.</p></blockquote>
<p>Aus dem Tatbestand des Beschlusses zitiert:</p>
<p>&#8222;Gemäß § 6 Abs. 1 der Gemeinschaftsordnung hat jeder Wohnungseigentümer unter anderem die von ihm allein genutzten Gegenstände auf eigene Rechnung ordnungsgemäß zu pflegen, instandzuhalten und instandzusetzen. In dem räumlichen Bereich seines Sondereigentums treffen den einzelnen Wohnungseigentümer deshalb unabhängig von der Zuordnung zu dem Sonder- und Gemeinschaftseigentum bestimmte Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten, die beispielhaft genannt werden. Dazu gehören zunächst Schönheitsreparaturen einschließlich des Anstrichs der Innenseite der Fenster samt Rahmen. Weiter wird die Behebung von Glasschäden und die Instandhaltung und Instandsetzung der Außenfenster samt Fensterrahmen und Rollläden aufgeführt. In diesem Zusammenhang heißt es, soweit dabei die Außenansicht betroffen werde, sei eine einheitliche Ausführung unabdingbar; daher sei die Erneuerung des Außenanstrichs der Fenster samt Rahmen und Rollläden Sache der Eigentümergemeinschaft.&#8220;</p>
<p>Und damit ist jetzt klar, wie der Fall hier liegt, der zur Besprechung kommt: Die Teilungserklärung &#8222;überwälzt&#8220; bestimmte Arbeiten auf den Sondereigentümer. Unterstellt, er hat diese jahrelang ordnungsgemäß ausgeführt: Ein Fenster hat erfahrungsgemäß eine kürzere Lebensdauer (ca. 20 bis 30 Jahre) als ein Haus (ca. 100 Jahre). Das hat der BGH allein in die Zuständigkeit der WEG gestellt. Wenn auch alle anderen Regelungen für eine eher sondereigentümerorientierte Zuständigkeit sprechen.</p>
<figure id="attachment_12491" aria-describedby="caption-attachment-12491" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_5804.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-12491" title="Glasbruch-Fensterscheibe: Bitte große Holzplatte vorschrauben!" src="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_5804-768x1024.jpg" alt="Glasbruch-Fensterscheibe: Bitte große Holzplatte vorschrauben!" width="640" height="853" srcset="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_5804-768x1024.jpg 768w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_5804-225x300.jpg 225w, https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_5804.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12491" class="wp-caption-text">Glasbruch-Fensterscheibe: Bitte große Holzplatte vorschrauben!</figcaption></figure>
<p>Was der BGH urteilt, ist im Kern, zitiert:</p>
<p>&#8222;a) Die Fenster nebst Rahmen stehen gemäß § 5 Abs. 2 WEG zwingend im Gemeinschaftseigentum (OLG Karlsruhe, NZM 2011, 204; Armbrüster in Bärmann, WEG, 11. Aufl., § 5 Rn. 71). Dies hat nach der gesetzlichen Kompetenzzuweisung zur Folge, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer für ihren Austausch zuständig ist (§ 21 Abs. 1, Abs. 5 Nr. 2 WEG bzw. § 22 WEG) und die damit verbundenen Kosten zu tragen hat (§ 16 Abs. 2 WEG). Durch Vereinbarung können die Wohnungseigentümer hiervon abweichen, sofern sie eine klare und eindeutige Regelung treffen. Im Zweifel bleibt es bei der gesetzlichen Zuständigkeit (KG, ZMR 2009, 135, 136; AG Hannover, ZMR 2010, 483 f.; AG Pinneberg, ZMR 2005, 157, 158; vgl. auch BayObLG, ZMR 1996, 574).</p>
<p>b) Eine solche abweichende Regelung der Instandhaltung und Instandsetzung der Fenster und der damit verbundenen Kosten enthält § 6 Abs. 1 der Gemeinschaftsordnung. Die Auslegung einer derartigen, in dem Grundbuch in Bezug genommenen Bestimmung unterliegt vollen Umfangs der Nachprüfung durch das Revisionsgericht. Maßgebend sind ihr Wortlaut und ihr Sinn, wie er sich aus unbefangener Sicht als nächstliegende Bedeutung der Eintragung ergibt, weil sie auch die Sonderrechtsnachfolger der Wohnungseigentümer bindet. Umstände außerhalb der Eintragung dürfen nur herangezogen werden, wenn sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalles für jedermann ohne weiteres erkennbar sind (vgl. Senat, Urteil vom 10. September 1998 &#8211; V ZB 11/98, BGHZ 139, 288, 291 ff.).</p>
<p>c) Die Auslegung durch den Senat ergibt, dass § 6 Abs. 1 der Gemeinschaftsordnung den Austausch des Fensters nicht dem Kläger, sondern den Beklagten zuweist, und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen anfänglichen oder um einen nachträglichen Mangel handelt. Ausdrücklich wird nur die &#8222;Erneuerung des Außenanstrichs&#8220;, nicht aber die vollständige Erneuerung der Fenster geregelt. Die erforderliche eindeutige Zuweisung auch dieser Aufgabe an den einzelnen Wohnungseigentümer lässt sich der Gemeinschaftsordnung nicht entnehmen. Für eine Zuständigkeit des Sondereigentümers hinsichtlich der Erneuerung spricht zwar auf den ersten Blick, dass ihm nicht nur der Innenanstrich und die Behebung von Glasschäden, sondern auch die Instandhaltung und Instandsetzung der Außenfenster samt Fensterrahmen obliegen. Damit wird nicht nur die Kostenlast geregelt (zu einer derartigen Regelung vgl. Senat, Urteil vom 10. Juni 2011 &#8211; V ZR 2/10, NZM 2011, 589), sondern auch die Verwaltungsbefugnis im Hinblick auf diesen Teil des Gemeinschaftseigentums. In dem gesetzlichen Sprachgebrauch umfasst die Instandhaltung und Instandsetzung auch einen Austausch (vgl. Merle in Bärmann, WEG, 11. Aufl., § 21 Rn. 89). Die erforderliche Auslegung der differenzierten Regelung in ihrem Gesamtzusammenhang spricht aber dafür, dass der Begriff der Instandhaltung und Instandsetzung enger gemeint ist und nicht die vollständige Erneuerung, sondern nur die übliche Pflege, die Wartung und die Reparatur der vorhandenen Fenster erfasst. Denn die Erneuerung des Außenanstrichs der Fenster samt Rahmen wird der Eigentümergemeinschaft zugewiesen. Das erlaubt nicht den Schluss, dass alle anderen Maßnahmen dem einzelnen Wohnungseigentümer obliegen (so aber &#8211; jeweils für ähnliche Klauseln &#8211; OLG Düsseldorf, NZM 1999, 277; BayObLG, WuM 1993, 562; ZfIR 2004, 23 f.), sondern führt im Zweifel dazu, dass der Austausch der Fenster Gemeinschaftsaufgabe ist; behält sich die Gemeinschaft schon den Außenanstrich vor, gilt dies erst recht für die vollständige Erneuerung. Mit einer solchen Regelung wollen die Wohnungseigentümer nämlich eine einheitliche Außenansicht des Gebäudes sicherstellen. Ein Aus-tausch der Fenster kann die Außenansicht in gleichem oder noch stärkerem Maße als ein Anstrich beeinflussen. In der hier verwendeten Klausel ist dieser Zweck sogar ausdrücklich festgehalten worden, weil eine einheitliche Ausführung von Maßnahmen, die die Außenansicht betreffen, als &#8222;unabdingbar&#8220; bezeichnet und der Außenanstrich aus diesem Grund der Gemeinschaft zugewiesen wird.&#8220;</p>
<p>Für die Leser der Website gesichtspunkte.de habe ich die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in ihrem vollen Wortlaut als nichtkommerziellen download hier (Format pdf) zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Fazit: Der BGH zeigt uns auf, dass die grundsätzliche Bejahung der Erneuerungsbedürftigkeit eines (ungeteilten Außen-)Fensters primär Sache der Gemeinschaft bleibt und von ihr auszugestalten ist, ordnungsgemäße Vorinstandhaltung, -wartung und Pflege vorausgesetzt. Im vorliegenden Fall einer Eigentümerin in Berlin-Wilmersdorf führt die ausführlichste, jahrelange Befassung mit dem Fall zu keinem anderen Ergebnis. Im Ergebnis wird daher die verwaltete Gemeinschaft in Anbetracht der sich fortentwickelnden Rechtsprechung des BGH, die in diesem Beschluss aus dem Jahre 2012 zum Ausdruck kommt, der ursprünglichen Absicht ggü. ablehnend verhalten, die Kosten auf einen bestimmten Betrag zu deckeln, auch wenn dies zunächst beschlossen worden war. Ohne weitere Versammlung, wofür nur noch zusätzliche Zeit benötigt würde, wird die Verwalterin den Auftrag nunmehr zügig zur Kostenlast der Gemeinschaft beauftragen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Wohnungseigentümerin bereits Klageauftrag an ihren im Übrigen verwalterseitig bekannten, versierten Rechtsanwalt erteilt hat und Kostenfolgen drohen.</p>
<p>Die Sache ist damit abgeschlossen.</p>
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<ul>
<li>Heruntergeholt: <a title="externer Link" href="https://gesichtspunkte.de/wp-content/uploads/2012/07/BGH_V_ZR_174_11.Fenster.pdf" target="_blank">Der BGH-Beschluss als kostenloser, nichtkommerzieller download </a></li>
<li>Foto des Tages: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2012/07/158212/">Der Fensterbeschlag des Tages, fotografiert von Ilka Posin</a></li>
<li>Report Instandhaltung: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2012/05/156512/">Die verglaste Scheibe zur Straße hin ist Gemeinschaftseigentum</a></li>
<li>Awards: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2012/04/154712/">Die Nominierungen für die Fenster &#038; die Homepage des Monats sind raus</a></li>
<li>Wutbürger: <a title="interner Link" href="https://gesichtspunkte.de/2011/09/138511/">Ich hasse es&#8230;. Kostenfolgen von Sonder- &#038; Gemeinschaftseigentum</a></li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;">(EP)</span></p>
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