1219/11: FotoPodcast: Hunde

Schild "Hunde"

Schild "Hunde"

Die Message ist eindeutig: Was Hunde in der Wohnanlage in Berlin-Neukölln nicht tun dürfen, können sie lesen. Ob sie sich dran halten, hängt eher von den Hundehaltern ab! Und von „Hundeerziehung“ derselben, ausgeübt von ihren Herrchen und Frauchen! Wenn´s nicht klappt, so sagt der Berliner „isses Kacke“. Das sagt allerdings nur der Berliner, dem eine Art „Kodderschnauze“ nachgesagt wird. Alle anderen würden das Wort niemals in den Mund…

1077/11: Alltag: Kinderlieder, Abzählreime, hohes Kulturgut, das zum Himmel stinkt

Scheiße auf der Lampenschale, hela hela helo – gibt gedämpftes Licht im Saale, hela hela helo! (Altes Kinderlied, Auszug aus einer Emailkorrespondenz heute Morgen)

Das Thema „Scheiße“ gehört nicht zu den bevorzugten Themen guter Hausverwaltung und man darf auch nicht annehmen, dass ihr Geruch den Beruf schöner, sagen wir umfassender macht. Erlebnisintensiver. Nein, ist Kacke im Spiel, ist das Scheiße und das sagt man bekanntlich nicht, weil sonst die Bildung in Arsch geht! Alles klar?

Heute allerdings muss aufs Neue gerüttelreimt werden und das bekannte Kinderlied erfährt eine neue dichterische Wendung. Das gedämpfte Licht im Saale spiel dabei keine Rolle.

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Hundekackefreie Zone – sanfte Revolution der Hausbewohner

Hundekackverbot

Hundekackverbot

Hundekacke

Das Thema ist ‚eklig‘, ‚widerwärtig‘ und in hohem Maße emotional besetzt. Und doch muss es immer wieder angesprochen werden. Der Mensch verdrängt unangenehme Wahrheiten. Inwiefern ist es aber eine berufliche Aufgabe von professionellen Haus- und & Grundstücksverwaltern, Menschen in dieser Art und Weise an derartige Banalfragen des täglichen Zusammenlebens zu erinnern? Fest steht: der allgemein in Verwendung befindliche ‚erhobene Zeigefinger‘ verfehlt oft seine Wirkung. Denn ein Zeigefinger hat keine Vorbildwirkung. Auch der Stinkefinger übrigens nicht. Die Forderung danach, nun mach doch mal einen Hausaushang zu dem Thema, die kommt manchmal einfach so daher. Und dann müssen wir uns fragen, ob ein Aushang dafür eigentlich der richtige Weg ist? – Denn lieber einen pädagogischen Fingerzeig weniger, als einen zu viel. Derartiges darf nämlich niemals oberflächlich, spießbürgerlich, arrogant oder piefig daherkommen. Die Aufforderung, den Liebsten (den Hund) im Zaume zu halten, ist so überflüssig wie unsinnig. Kann ein kleiner, neu errichteter Schilderwald in einer Wohnanlage (siehe Abbildung) ‚beschissene Gebiete‘ strukturell zurückverwandeln in Wohnanlagen von erquicklicher Schönheit und Lebensqualität? – Antwort: Es kommt auf die Wohnanlage an, was in der einen gut ankommt, gilt in der anderen als unzulässiger Bevormundungsversuch.

Wir müssen uns dem Thema daher also gefühlig nähern und müssen berücksichtigen, dass Ying und Yang aufeinandertreffen: Die Haltung eines Hundes ist auf jeden Fall eine Herzensangelegenheit. Die sich verströmende ‚vollkommene Freiheit von Regeln, Anstand und Normen‘ im bewohnten Großstadt-Miteinander ist aber schlichtweg nicht erlaubt. Aufforderungen zur wechselseitigen Rücksichtnahme richten sich zu Recht an den Erziehungsberechtigten des Hundes. Erziehungsberechtigte sind Erziehungsverpflichtete.

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