Blaue Flecken und Blessuren

Blaue Flecken und Blessuren

Blaue Flecken und Blessuren

Der Rückblick auf die Schneeräumperiode 2008/09 fällt schlecht für die Berliner Winterdienste aus. An allen Ecken knarzte es. Liegt es daran, dass nun schon die ersten Betriebe auf eine fortschreitende Erderwärmung zählen und diese fest mit einrechnen? Jedenfalls fiel in diesem Winter wieder mal mehr Schnee, als in den Jahren zuvor. Doch der Winterdienst klappte oft nicht. Schnee- und Eisbeseitigung? Weit gefehlt.

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Oft hat das Verschwenden von allerhand möglichem und unmöglichem Streugut, Sand, Kies, hier und da Salz, Lackschäden an parkenden Autos gebracht. Die neueste Finesse besteht jetzt darin, erst nur ordentlich viel Streugut zu verpulvern, viel davon nutzlos und hinterher auch noch Geld für die Schlussreinigung nach Abschluss der Saison zu fordern. Schon machen sich Hausverwalter darüber Gedanken, ob sie Empfehlungen der deutschen Schnee- und Eisverbände einholen sollen. Denn wie regelt man zuverlässig, dass nicht mehr als nur (wie viel?) Gramm Streugut pro gereinigtem m² ausgebracht werden? Und vor allem: auf gar keinen Fall mehr? Denn die Folgen sind für die Grünanlagenpflege im kommenden Frühling verheerend. Überall hat sich dreckiges Streugut eingenistet. Der Laie denkt doch, dass Schneebeseitigung auch Beseitigung (in erster Linie) heißt und das Streugut erst hinterher draufgepackt wird. Pustekuchen. Es ist billiger für die Schneeräumbetriebe, das Zeug centimeterdick in das Schnee- und Eisplanum einzuplanieren. Gepökelt forever. Fazit dieser Saison: Es werden nicht einige, sondern es werden ganz schön viele Schneeverträge gekündigt werden. Wir versuchen uns an neuen Ufern. Doch ob die besser sind?

Schnee & Eis, Winter 2008/9

Schnee & Eis, Winter 2008/9

Ein Gedanke zu „Blaue Flecken und Blessuren

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