Merkblatt für den Übernachtungsgast

1927/14: Fotowelt: Hat Berlin einen an der Waffel? Oder der Hotelchef? Ein Merkblatt für den Hotelgast zur Übernachtungssteuer! #ÜnStG

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Merkblatt für den Übernachtungsgast

Merkblatt für den Übernachtungsgast


Ausdruck der Berliner Politik, hier am Platz der Luftbrücke: Der Wackeldackel!

Echtes Berliner Aushängeschild, Zitat: „Um zu verhindern, dass von der Steuer freizustellende Übernachtungsleistungen zu Unrecht der Besteuerung unterworfen werden, sind die Betreiber der Beherbergungsbetriebe in die Prüfung der besteuerungsrelevanten Voraussetzungen eingebunden.“

Tatsächlich: Als sei Berlin „psychisch gestört“, werfen wir versehentlich einen Blick auf dieses Merkblatt. Das ist doch echt krank. Der genaue Wortlaut ist verlinkt unten.

Wie auf einer Hutablage im Auto der Wackeldackel, so schauen wir fassungslos auf den Tresen eines in die Jahre gekommenen Hotels am Platz der Luftbrücke und trauen unseren Augen nicht. Das Pamphlet kommt uns zuerst wie ein Witz vor, aber unbestreitbar liegt es dort auf dem Tresen aufgeklebt, damit es auch jeder sehen kann. Hat der Hotelchef einen an der Waffel? Oder Berlin?

Tante Google hat das Ding auch als pdf zum download gefunden. Lest Euch das mal durch und stellt Euch vor, Ihr seid Berlingast und übernachtet heute Nacht hier in Berlin. Normal ist das wirklich nicht.

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1899/13: Fotowelt: Vom Unterschied zwischen Mängelmeldung und Mängelhinweis

"Klingel defekt"

„Klingel defekt“

Das ist der „kleine Unterschied“: Die Mängelmeldung erfolgt aus dem Recht, einem beauftragten Mehrfamilienhausverwalter den Zustand zu schildern, dessen umgehende Abänderung man damit verbindet. Hier heißt „Klingel defekt“ nonverbal: „Schicke Elektriker, der die Klingel wieder in Ordnung bringt.“

Geht der Hauswart in die Offensive, hängt er einen Mangelhinweis aus. Der bedeutet nonverbal vieles. Entweder „Hier repariert sowieso niemand etwas“ oder „Wir wissen Bescheid, da kommt bald einer.“ Oder irgendetwas ganz anderes. Nonverbal ist damit nämlich eigentlich gar nichts kommuniziert. Entgegen aller Beschriftungswünsche könnte man ja auch denken: Das wird man schon merken, sobald man nur klingelt. Deswegen sind solche Hinweise so gefahrenvoll: Man weiß nie, was sie eigentlich sollen?

Anschreiben lassen, im "Glaube Liebe Hoffnung"

1898/13: Fotowelt: Vom „Anschreiben lassen“, dem Kreditgewerbe, von Glaube, Liebe und Hoffnung und dem garantierten Datenschutz

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Anschreiben lassen, im "Glaube Liebe Hoffnung"

Anschreiben lassen, im „Glaube Liebe Hoffnung“

Er schlürft eine nasskalte Ceviche, ein Sommergericht, und das mitten im November 2013 in Berlin-Charlottenburg. Aus den Lautsprechern quillt „Tatoo You“, ein Album von den Rolling Stones. Anfang Dezember gibt es hier die ersten Weihnachtsgerichte: Entenkeule mit Rotkraut. Am Tresen hängt ein Pinboard mit Kreditverträgen.

Wenn du mit einem am Tresen darnieder sitzt, um über den Sinn des Lebens im allgemeinen zu reüssieren und dein Gegenüber hinterm Tresen auf die Frage „Was arbeitest eigentlich du so?“ mit dem kurzen Satz antwortet: „Ich arbeite im Kreditgewerbe.“, dann fragst du dich vielleicht: Wieso denn das? Droht hier ein ungestümer Zinsfuß? Oder am Ende gar paar Hühneraugen? Weit gefehlt.

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Stellenanzeige des Tages: Yin, gesucht von Yang!

1825/13: Fotowelt: Stellenanzeige des Tages: Yin, gesucht von Yang! #Foto des Tages

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Stellenanzeige des Tages: Yin, gesucht von Yang!

Stellenanzeige des Tages: Yin, gesucht von Yang!

Als ich Herrn Yang am Kassiertresen frage, gibt er mir bereitwillig Auskunft. Drei Stück gibt es in Berlin, sagt er. Und beeilt sich hinzuzufügen: „Aber der hier ist der Beste.“ Nun ja. Fest steht eins: Der einstige Vorzeigemulti Vinh Loi mit ebenfalls drei Filialen in Berlin bekommt Konkurrenz. Ja, das kann man schon so sehen.

Go Asia, das ist eine relativ neue Supermarktkette in Berlin. Drei Filialen gibt es. Eine in der Kantstr., Ecke Stuttgarter Platz, eine in der Turmstr. in Berlin-Moabit und diese hier, in der Hauptstr. 132 in Berlin-Schöneberg. Während noch vor kurzem ein namentlich ungenannter Anrainer (gegenüberliegend) beklagte, der alte kleine Tante Asia-Laden habe schließen müssen und bei den Großen kaufe er nicht ein, boomt der Verkauf von asiatischem Food in Berlin. Herr Yang sucht Mitarbeiter: Yin, gesucht von Yang. Mit unvergleichlich schönen Suchanzeigen.

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1817/13: Vergnüglich und diskret: Holz vor der Hütte #Redensarten

Wir sehen „rechts“ und „links“ abgebildet und befassen uns nur am Rande mit dem Spruch, jemand habe „reichlich Holz vor der Hütte“. Was das genau bedeutet, wissen wir indessen nicht exakt. Mit der Folge, dass wir darüber tiefsinnig sinnieren. Was?

Man sagt auf dem Lande zu solchen großen Stapeln aufgetürmtem Holz, das ist eine „Holzmiete“. Was ganz überwiegend nicht stimmt: Gekauft ist gekauft. Verheizt werden hier nicht die Menschen, sondern die Holzmieten. Stück um Stück.

Das Thema wird als kontrovers aufgefasst von der breiten Weltöffentlichkeit. Niemand findet gern Fotos davon im Internet, nur weil er bzw. sie „reichlich Holz vor der Hütte“ besitzt. Es ist ein Frage, die eher mit Diskretion belegt ist. Zu recht.

Pamela Anderson allerdings beißt bei vielen inzwischen „auf Granit“. Oh Gott. Mit Google-Tiefenrecherche zu „Holz vor der Hütte“ lässt sich die Begriffsklärung vermutlich vorantreiben…

1788/13: Linktipp: Michael Zoll hat das Laternenmuseum besichtigt und Fotos gemacht

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Soldatenlieder „Lilli Marleen“ by Lale Andersen (via Youtube)

Wir vernichten sukzessive unser kulturelles Vermächtnis zugunsten von Lobbyisten und einzelnen Interessengruppen. die Berliner Gaslampen waren schon immer eine Art Wahrzeichen von Berlin und wenn wir diese demontieren, demontieren wir auch unser Verständnis und städtebauliche Geschichte. (Susanne Dühmert, hier)

Das ist schön. Michael Zoll hat sich herumgetrieben und das Gaslaternenmuseum angesehen und Fotos gemacht, ist verlinkt.

Susanne Dühmert setzt sich für den Erhalt von Straßenlaternen (Gas) in Berlin ein. Berlin, das virtuelle Dorf. Die Initiative ist ebenfalls verlinkt.

Gruß an beide. S´wackelt die Heide.

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1778/13: Positionen: Die Updates meines Lebens #Alltag

Positionen


Apple-Store am Ku´damm, Berlin (facebook-Video via Socialcam)

Apple-Store am Kudamm: Hier kauft man das, was vom Mainstream nachgefragt wird. Sonderapplikationen, ausgefuchste TechWare bekommt man hier nicht, dafür ist das Flair gekonnt inszeniert. Wie auf einem Campus des Weltwissens stellen sich hier Teenager vor die Webcams der Geräte, zappeln und posieren herum und versuchen schon jetzt einmal vorsorglich, sich gekonnt in Szene zu setzen. 2 be unique with all the others here. Endlich einzigartig.

Die Updates meines Lebens vollziehen sich leise, still, aber bemerkt. Während ich schon loslegen will, benötigt am Morgen der PC erhebliche Eingriffe und Neustarts, um überhaupt wieder ordnungsgemäß arbeiten zu können.

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Das prüfe ich später! Bloß jetzt nicht.

1766/13: Foto: Das prüfe ich später! Bloß jetzt nicht.

Das prüfe ich später! Bloß jetzt nicht.

Das prüfe ich später! Bloß jetzt nicht.

Mit Haftnotizen lässt sich Arbeit organisieren. Was ist wichtig? Der Witz, dass an einem überprüften Ordner mit Papier an jedem zweiten Blatt eine Haftnotiz steckt. Wichtig. Gleich prüfen. Oder später? Egal, irgendwann. Bloß jetzt nicht zu genau drüber nachdenken. Büroalltag.

Versicherungsprämie

1765/13: Fotowelt: Versicherungsprämie

Versicherungsprämie

Versicherungsprämie

Mieter zum Verwalter: „Die Schweine haben mir Versicherungen abgebucht. Da konnte ich die Miete nicht mehr  bezahlen. – Antwort: Ja, war das denn nicht zu erwarten?

Oft gehörter Spruch von Mietern, die mit der Mietezahlung in Rückstand geraten sind, weil sie unverhoffte Prämienabbuchungen erhielten. Allerdings: Ein Plan sieht anders aus. Eine Vorstellung von den „costs of living“ berücksichtigt die turnusmäßig wiederkehrenden, lfd. Verpflichtungen. Über das Bier am Abend hinaus.