3258/20 #Alltag – Die Durchführung eines Auftrags mit einer Querulantenklausel in Berlin (Wilmersdorf)

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*** Achtung! Wegen einer Besonderheit HIER ist bei Erstellung des Angebots bzw. späterer Bearbeitung des Auftrags mit Manpower dort zufällig aufhältigen Personen strikter Hinweis zu geben, das Personal nicht anzusprechen und in Gespräche zu verwickeln. Neugierige Passanten werden STRIKT und kurz gehalten hingewiesen, sich bei Rückfragen an die Hausverwaltung zu wenden und die Arbeit JETZT HIER nicht weiter zu beeinträchtigen und weitere Beaufsichtigung derselben zu unterlassen. Sodann sind derartige Personen strikt zu ignorieren (Querulantenklausel). Die Klausel bezieht sich auf namentlich in diesem Auftrag NICHT erwähnte, andere Personen und erfolgt erfahrungsgemäß.***

Es hat doch keinen Sinn, wenn es nur textlich da steht, aber sich die Sache niemand zu eigen machen kann, weil sie zu fern ab jeglichen Verständnisses stattfindet. Es geht um einen dicken Elektriker aus Wilmersdorf, der dort ein Teileigentum besitzt und nun Gott und die Welt drangsaliert, und niemand kann noch vernünftig Hausverwaltungsaufgaben durchführen, ohne mit dem Dicken in Konflikt zu geraten.

Von den oberen Geschossen erfolgen aus den Wohnungsfenstern Ausastungen an einem großen Essigbaum, alsbald. Dazu wird man keinen Steiger (Hebebühne) mieten, als Baumdienst, sondern hohe Stockwerksetagen im dreiseitigen Innenhof betreten und aus Fenstern und von Balkonen langstielige Teleskopschneidegeräte verwenden. Das Natur- und Grünflächenamt des Bezirks hat den Umfang der Arbeiten behördlich genehmigt. Schon das sicherheitshalber. Wegen Herald B., dem dicken Elektriker. Er droht schon telefonisch, „mit dem Amtsleiter dort befreundet“ zu sein und fragt telefonisch die Hausverwaltung. Auch zu dem Sachbearbeiter vom Amt ist Herald B. wie eine Klette. Man wird ihn einfach nicht los. Sobald irgend jemand den Hof betritt, taucht „der Dicke“ wichtigtuerisch auf, schwingt bedrohlich wirkende Reden, droht mit seinen guten Beziehungen zum Chef von Bundesrechnungshof, zur Steuerfahndung und sagt, das Wohnungsamt würde Zwangsmaßnahmen einleiten. Es ist ein hanebüchener Quatsch, den der Dicke absondert. Wer ihn länger kennt, weiß das. Man schaltet auf Durchzug. Lass ihn reden.

Man verhält sich den Erfordernissen entsprechend: Aufträge an Handwerker werden bis zur Undurchführbarkeit und Verteuerung erschwert, niemand arbeitet dort gern und die Hausverwaltung kriegt solche Aufträge „nicht mehr auf die Kette“. Die Handwerker haben genug zu tun, sie müssen nicht auch noch die Bescheuerten bedienen. Die Hausverwaltung setzt jetzt ganz offiziell solche Querulantenklauseln zu den Aufträgen hinzu als Warnhinweis. Das ist natürlich total abschreckend.

Verfassungsrichter Andreas Voßkuhles Senat (Beschluss  2 BvR 2153/18 – hier) entschied schriftlich nachzulesen: „Die Verfassungsbeschwerde des gerichtsbekannten Beschwerdeführers ist aus den genannten Gründen offensichtlich unzulässig. Die Ausführungen in den Schriftsätzen erschöpfen sich zudem über weite Teile in persönlichen Angriffen auf Angehörige der Justiz (**); sie sind weit überwiegend obszöner, vulgärer und beleidigender Natur.“ Und weiter: „Die Verfassungsbeschwerde wurde missbräuchlich im Sinne von § 34 Abs. 2 BVerfGG erhoben. Dem Beschwerdeführer war daher eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 250 Euro aufzuerlegen.“ – Zum letzten Mal zog Andreas Voßkuhle am 5. Mai 2020 nach zwölf Richterjahren seine rote Robe an.  Mehr Mut, mehr Räson. – Querulanten für die Quadraturen ihrer Querulanz zu bestrafen wird sie nicht wirklich treffen, es füttert doch den Affen mit Zucker. Der Berichterstatter überträgt den Justizfall Querulantenklausel auf den dicken Elektriker aus Wilmersdorf. Wer kann hier noch folgen? 

Die Querulantenklausel im Handwerkerauftrag für den Baumdienst in Berlin-Wilmersdorf: Wer hätte das gedacht? Während wir hier Bericht erstatten, sitzt irgendwo ein beschäftigungsarmer, dicker Elektriker und schreibt Verriss-Bewertungen über seine Hausverwaltung. Mit Fotos und mit roten Pfeilen auf den Fotos, die beweisen sollen, wie bescheuert die Hausverwaltung ist. Herald B. ist einer von vielen, die wie Andreas Voßkuhle zu entscheiden hatte, obszöner, vulgärer und beleidigender Natur sind – im Grunde seines Herzens. Männer wie Herald B., das sind auch Wutbürger, wütende Deutsche, besorgte Bürger und verkrachte Existenzen. Die geliebt werden müssten. Liebe ist alles.  

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3256/20 #Positionen Die Regeln für das heutige Sachverständigentreffen im Dachgeschoss sind einfach #Berlin

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Regeln für das Sachverständigentreffen:

1.) Auf Küsschen und den Austausch von Zärtlichkeiten wird heute verzichtet.

2.) Die Teilnehmer stellen sich im Halbkreis auf, Mindestabstand 1,50 m.

3.) Husten in die Armbeuge.

4.) Vor und nach dem Treffen: Händewaschen (2 X Happy Birthday To You durchsingen reicht)

 

Also: Alles ganz wie immer. Und – letzte Meldung: Achtung! –

 

3255/19 #HIStory: Exzerpt „In Berlin in Stellung“ – Violet Schulz – Dienstmädchen im Berlin der Jahrhundertwende (Berliner Geschichte(n))

Exzerpt "In Berlin in Stellung" - Violet Schulz - Dienstmädchen im Berlin der Jahrhundertwende (Berliner Geschichte(n)), Edition Hentrich (1. Auflage 1989)

Exzerpt „In Berlin in Stellung“ – Violet Schulz – Dienstmädchen im Berlin der Jahrhundertwende (Berliner Geschichte(n)), Edition Hentrich (1. Auflage 1989)
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Viele schieben zwar heute Dienst, Mädchen. Aber: Im Allgemeinen gibt es heute viel weniger Dienstmädchen.

Als es noch welche gab, hat das Gesinde durchaus Spuren in der Architekturlandschaft in Berlin hinterlassen. Dieser Ausriss belegt die Dimension und die Bedeutung von gutem Hauspersonal. Wie heute. Nur ganz anders.

Das Dienstmädchen war ganz dichte beigeordnet. In einem schmalen Schlauch, das war schon Luxus, hinten an der Küche dran.
Die billigere Variante war der in der Diele eingezogene Hängeboden, auf dem zu schlafen der Magd gut tat.
Wenigstens ein Dach über dem Kopf.

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* Das so genannte Dienstmädchenprivileg – Erläuterung

3254/19 #Positionen Wie der Deutsche Paketdienst tickt

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Schild Deutsche Post

Dass der Paketzusteller vor der Tür herumlungert hat man selten.

Wir hören doch häufiger das Gegenteil. Keine Zeit. Zeitdruck, Stress.

Nur beim Deutschen Paketdienst, hören wir heute von einem Zusteller, laufen die Trackingverfahren anders. Hier wird erst zugestellt, wenn Zustellung erfolgen muss. Nun steht er bestimmt schon 10 Minuten vor der Tür und …..wartet. Aber auf was?

Ich öffne die Tür und frage ihn. Geklingelt hat er nicht. „Es ist noch zu früh,“ sagt er. Kein Problem, gib her. „Ja, das geht schon. Aber ich kann den Code noch nicht scannen.“ „Wieso?“ „Das ist so bei uns: Wir haben einen Trackinglauf, bestehend aus allen Einzelzustellungen der Tour. Die Tour wird berechnet und es wird ausgerechnet, wann welches Paket dran ist. Wenn das Paket noch nicht dran sein kann, ist es noch nicht abzugeben. „Dann muss ich warten,“ sagt er, „das ist nur beim Deutschen Paketdienst so.“

Ich murmle was von „Dann seid Ihr also digitale Sklaven, ja?“ und er hat es gehört.

Er nickt mit dem Kopf. Und piep…jetzt ist es so weit: Das Paket kann jetzt gescannt werden, läuft.

Übergabe, schönes Wochenende gewünscht.

Bedauern ausgedrückt. Dafür hat allerdings Amazon mitgeteilt, dass die neue Handyhülle zugestellt ist. Das stimmt aber nicht. Da ist es umgekehrt. Erst ist die Mitteilung über die erfolgte Zustellung da. Die Ware wird morgen eintreffen, heute sind die Paketdienste schon durch. Der vom Deutschen Paketdienst hat etwas anderes geliefert. Wir bestellen zu viel online und kaufen unterwegs zu wenig ein.

Armer Kerl.

 

3253/19 #Foto Wenn man auf der Party erzählt, dass man Handwerker ist

Icon #Fotowelt

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Wenn man auf der Party erzählt, dass man Handwerker ist. (Quelle: Internet)

Wenn man auf der Party erzählt, dass man Handwerker ist. (Quelle: Internet)

Das Foto des Tages. Quelle: Internet

Ohne Worte.

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* Wo soll denn das nur enden?

3252/19 #Positionen Wenn der Milieuschutz klingelt – Und was Bewohner über diese Information sagen

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Kinder der Straße (Heinrich Zille, 1923, Titelblatt der Ausgabe, nachbearbeitet) #Milljöh #Milieu

Kinder der Straße (Heinrich Zille, 1923, Titelblatt der Ausgabe, nachbearbeitet) #Milljöh #Milieu

Man lebt so rein im persönlichen Milieuschutz und hat schon eine Weile sehr gelitten. An der ganzen Gegend. An der Situation. An dem speziellen Haus. Man hofft, dass sich da mal was dreht: Dass die Vermieter unter den Eigentümern ihre Wohnung mal an bessere Mieter vermieten. Die alten Mieter sind schließlich gebrauchte und das freundliche Verhältnis hat sich durch deren schlechtes Benehmen deutlich abgenutzt.

Jetzt vorläufiger Milieuschutz, DAS Instrument gegen Vertreibung von Mietern. Mieter, die aus ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten zugezogen waren. In manchen Häusern und Gegenden sind Häuser wie Waffen. Man kann Menschen mit Wohnungen erschlagen, wussten früher kluge Leute. Anders herum: Damit alles so bleibt, wie es schon immer war. Wären in einem Hause im Milieuschutzgebiet schlechte Mieter angestammt, Menschen, die einer Gegend nicht gut tun, manifestierte sich durch Milieuschutz und ein Verbot von Mieterhöhungen (Mietendeckel) deren Angestammtheit.

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3251/19: Tageslied: Red keinen Müll. Und dann sing bitte auch keinen…

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Rainer Johann Gross – Müllmann, komm her! (Kinderlied) – Müll

Das Thema Müllreden ist bekanntlich dieser Tage in aller Munde.

Das Tageslied der Woche heißt deswegen „Müllmann, komm her!“

Apropos lüstern klemmen: Hol den Kellerschleicher von den Lüsterklemmen weg. Auch wenn Simonetta oben Schmiere steht, falls jemand kommt. Alle wissen Bescheid, Freundchen. Mach die Abdeckung wieder zurück auf die Verteilerdose. Der älteste Elektrikerwitz, den ich kenne: „Bist wohl Elektriker geworden, weil Du nen Kurzen in der Hose hast?“ Gelächter, Schenkelklopfer. Ist das lustig? Eher nicht, um ehrlich zu sein. Ob er nen Harten schiebt, weil er keinen mehr kriegt? Noch so’n übler Kalauer. Aua.

Gossensprache 1.0 – also aus der Zeit vorm Internet.

Im Wedding hat einer mit Luftdruckmunition auf Verteiler geschossen im Keller. Sachen gips: Bleibt nur zu hoffen, sie schießen nicht auf Kellerkinder. Die ganze Sache ist absurd und krank. Wie der mit den Nüstern flämt, wenn die Lüster klemmt. So ein kranker Mist.

3250/19: Stilberatung: Der dicke Elektriker G. aus W. – Über Bewertungen im Netz!

Bewertung: 1 von 5 Sternen

#Katze #Affe #Reinigung (gif/ani)

#Katze #Affe #Reinigung (gif/ani)

Stichpunktartig: Schmuddeliger … … ohne Arbeitskleidung … hält Termine nicht ein (er sagt, er ruft um 9.00 Uhr an) 9.45 Uhr selbst angerufen…er antwortet, er ruft um 9.00 Uhr an…hä??? – Um 12.00 Uhr nochmal angerufen…er meint genervt…wenn sie nicht immer stören würden wäre er längst fertig…(wow) – 4 Stunden nach vereinbartem Anruf endlich da…(… Tugend???) auf Bitten hin Schuhe auszuziehen sagt er nein wegen Arbeitssicherheit (verständlich), gefragt wegen Überzieher (naja erklärt sich von selbst…Winter Dreck Nässe Teppich) er sagt wieder nein – ich frage…was ist denn das für ne Firma…er sagt tschüss… Anruf in der Firma… … geht ran und erläutert mir dass das der … persönlich war…ich sage, dann müsste ich glatt ne Bewertung schreiben im Netz…dann kam das beste…sie lacht!!! und meinte…wir haben soviel Aufträge machen sie ruhig…alles in allem schlechte und arrogante Firma, wobei Arbeitsweise nicht bewertet werden konnte…

Benehmen: Was Hänschen nie lernte, lernt Hans nimmermehr. Jemand schreibt, Hans sei bemerkenswert. Der G. heißt und Elektriker ist in Berlin-W.. Ein ganz und gar mieser Typ. Hans schreibt gern Bewertungen im Internet. Nachts um drei oder vier Uhr. Da hat er häufig schon ziemlich einen im Tee, denn Hans trinkt mehr, als ihm gut tut. Simonetta hat ihn schon xmal gebeten, damit aufzuhören. Mit dem Alkohol. Mit dem Hass. Mit den Tiraden. Mit der Suada, dem Hass auf sein Leben und die Selbstzerstörung, sein Unglück und die Philippiken.

Die Bewertung dieses nie guten Kunden, die oben zu lesen ist, drückt es unvollständig aus. Hass ist keine Meinung. Der Kritiker oben hat sinnbildlich die Kamera hingehalten und alles mitschneiden können. Genau so ist es nämlich gewesen. Wir wissen zwar nicht, ob die Firma was kann? Z.B. weil Christoph, der Sohn des dicken Elektrikers was kann. Wir wissen etwas über eine Art sehr verkommenen Benehmen: Er ist ruppig und kann mit Kunden nicht umgehen. Wer die Firma kennt und ihn, weiß, es ist richtig beschrieben. So ist der Chef. Gut beschrieben. Wir sagen nicht, wie die Firma heißt. Dass alles stimmt, was über diesen Chef aufgeschrieben steht, kann man laut sagen. Jemand muss doch die Katze wieder sauber kriegen.

Es ist ihm sowieso egal. Er ist so.

Weiterführend

* Hass ist keine Meinung: Nicht einmal im Netz