Kampagnen: Achtung, erneut äußerst billige Fälschungen in Umlauf geraten und gestoppt!

Jägermeister - Billige Fälschung

Jägermeister - Billige Fälschung

Nur durch beherztes Zugreifen konnte erneut eine billige Fälschung der als berühmt geltenden Werbekampagne eines deutschen Likörherstellers beschlagnahmt werden. Weitere Exemplare davon gibt es -dank uns- nicht. Wir weisen noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Plakat nicht echt ist, sondern von subversiven Elementen plagiiert wurde. Durch die Beschlagnahme ist letztlich sichergestellt, dass die weitere Verwendung unterbleibt.

Immer wieder werden wahllose, unschuldige Kleinindustrielle wie die Deutsche Bank, der Bundesverband der Deutschen Apotheken oder andere, wie auch beispielsweise der genannte Likörhersteller Opfer der Serienfälscher. Nicht einmal vor dem Handelsriesen EDEKA machten die Fälscher halt. Hier erweist sich die sorgsame Bemühtheit der Redaktion als wirksame ‚Wächterfunktion‘ und oft gerade noch rechtzeitige Warnung vor den äußerst billig hergestellten Falsifikaten. Wir sind weiterhin wachsam.

Zappenduster: Mieter sitzen im Zelt….

Spiegel Online berichtet über einen bemerkenswerten Umgang mit Bewohnergefühlen. In Berlin-Mitte befindet sich an irgendeiner Stelle, deren Name nichts zur Sache tut, eine Wohnungseigentümergemeinschaft. Diese beschließt, eine vollflächige Fassadenplakatierung, wobei zuvor ein großes, 30 m breites Baugerüst aufgestellt wird und die gesamte Vorderfassade sodann hinter einem großflächigen Plakat eines DSL-Anbieters verschwindet. Der Beitrag ist sehenswert, das Vorgehen bemerkenswert. Auf die Idee wären wir nicht gekommen! Und Nachäffen wollen wir es auch nicht. Nichts gegen Werbung zur Steigerung der Einnahmen einer WEG, doch Werbung muss sich einfügen und verträglich sein. Die durch und durch intensiver werdende Kommerzialisierung zum Nachteil von Bewohnerzufriedenheit und sozialer Ausgewogenheit kann nur äußerst kritisch angemerkt werden. Dass die dort tätige Hausverwaltung das nicht abgewiegelt und in richtige Schranken gewiesen hat, sollte zu denken geben.

Der Fall ist typisch verschachtelt in rechtlichen Fallstricken, die im Beitrag deutlich werden: die WEG wird von den Wohnungseigentümern verwaltet, die Mieter sind offenbar ohne gleichzeitige Betreuung (Mietsonderverwaltung). Und die Wohnungseigentümer wiegeln gegenüber den Mietern ab, wie auch die Hausverwaltung: als Mieter hast Du hier nichts zu sagen! Bzw.: Ich habe mit Dir nicht verbindlich darüber zu reden! – Das nennt man Problembewusstsein.  Nein, auch eine Hausverwaltung darf eine Meinung haben, und sicherlich muss sich diese am zu rettenden Hausfrieden orientieren. Was im Beitrag zu sehen ist, nennen manche den ‚Manchester-Kapitalismus‘, also die ärgste aller denkbaren Stufen eines ausufernden…. Wir stufen es als Katastrophe ein.

 Spiegel Online Video (04:43 Minuten) – externe Website

Vom Emails schreiben, Todsünden eines Emailschreibers!

Wir sind Tag und Nacht für Sie da!

Alles schläft. Einer wacht. (Fälschung)

(Achtung, dieses Bild ist eine Fälschung, ein derartiges Plakat hat nie am Potsdamer Platz gehangen!)

Weise Worte: ‚Um sein Leben aufzuschreiben, muss man sich aber daran erinnern!

(Mick Jagger, über die neue erschienene Autobiografie von Keith Richards, Gitarrist, Rolling Stones)

* * *

Heute morgen habe ich folgende Post in meinem Emaileingang:

Subject/Betreff: Re: Auftragsanfrage: Bau eines Pumpensumpfes

Sehr geehrter Herr Gotthal,

Wir haben die abgesagte Gehwegsteine begradigt, und haben festgestellt, dass da mäuse leben. Entweder Sie benachrichtigen eine Firma dazu, oder Ich kann mich gerne dazu kümmern. Bitte schreiben Sie uns ob Wir oder Sie sich dazu kümmern.

Mit freundlichen Grüßen,  Unterschrift

So weit, so gut. Folgende Fragen:

Um was geht es hier eigentlich? Um den Bau eines Pumpensumpfes und das angeforderte Angebot? Es wurde RE:, also Antwort auf eine Email geschickt. Die Antwort betrifft aber nicht die Anfrage nach dem Angebot für den Pumpensumpf. Es geht um Mäuse? Wo sind Mäuse? Ich verstehe nur Bahnhof, den muss ich anrufen. Werde ich ihm überhaupt begreiflich machen, dass seine Art zu emailen, ziemlich rücksichtslos ist, weil ohne weiteres Nachfragen überhaupt nicht verstanden werden kann? Emails sind auch Ausdruck von menschlichen Eigenschaften, sie legen die Struktur, auch die nicht vorhandene, von Menschen offen. Leute, gebt Euch doch ein bisschen Mühe, uns Emails zu schreiben, die allen etwas nützen.

Und was sind eigentlich ‚abgesagte‘ Gehwegplatten, richtig: abgesackt waren die! Whow! Mein Sprachinterpreter hat’s jetzt verstanden. Die Email ist insgesamt aufgeklärt, ich kann jetzt sofort losarbeiten. Es wird heute bestimmt sonnig.

Das Leben ist zu schade, um die Zeit zu verschwenden mit Emails, die keinen Sinn erfüllen. Oder?