Im Verdacht: Haupt-Hauszähler-Wasseruhr! "QN 10"

3084/15: Positionen: Von der Entzweigung des vernetzten Denkens

Drehstrom-Wohnungszähler

Drehstrom-Wohnungszähler

Es ist ein ganz einfacher Fall: Der Netzbetreiber verwaltet die Stromzähleranlagen und Stände, die Nutzer zu verabredeten Stichtagen ablesen müssen. Die Nutzer sind Stromkunden, die ihre Zählerstände dem Netzbetreiber übermitteln müssen. Dieser macht in großem Stil „Filesharing“ und stellt die Zählerstände auch den jeweiligen Stromunternehmen zur Verfügung. Denn der Strommarkt sei nun frei und einzigartig, es heißt, Konkurrenz belebt das Geschäft. Allerdings: Den Netzbetreiber kann man sich nicht aussuchen.

Den auszuwechseln wäre auch nicht mal so schlecht. Denn im Webauftritt des hier gemeinten Stromnetzbetreibers im Bundesland Brandenburg geht es auch drunter, wenn es nicht gerade drüber geht. Beispiele:

Weil ein Stromunternehmen unfähig bleibt, zutreffend mit einem Kunden abzurechnen und auch mehrfach Gegenabrechnungsentwürfe nichts fruchten, kommt es zur Androhung von Stromzählersperrungen. Der Kunde wehrt sich mit einer fristlosen Kündigung im November 2014 hiergegen und bestellt zwei alternierende Stromanbieter zu Stromlieferanten für Tag- und Nachtstrom, gemessen an zwei Stromzählern. Alles wird schriftlich ordentlich abgewickelt.

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2016/14: Psychowelt: Von Er- und Besonnenheit, innerer und äußerer Kündigung und dem Formalin des Marginalen.

Psycho-Logik

Merke: Der fristgerechten Kündigung geht überwiegend eine solche voraus, die nicht in Fristerwägungen gedacht ist. Sie ist frei ersonnen. Diese nennt man die innere Kündigung.

Geht allerdings die impulsive, emotionale der fristgerechten nicht voraus, so besteht in der Tat ein Fristenproblem. Denn Marginalien halten sich nicht mit Formalin auf. Oft fehlt ihnen als Lappalien das Licht der Besonnenheit. Marginalien wie diese streben zur Sonne. Hoppla di hopp! Da sind sie. #zumTage

1735/13: Rechtsprechung: Was das OLG München (AZ 23 U 3798/11) zu Emailkündigungen meint

Banner Rechtliches Gehör

Inwieweit trifft eigentlich Rechtsprechung auf unseren Einzelfall hilfreich zu und wir können sie uns hinter den Spiegel stecken? – Die hier angerissene Entscheidung ist so eine, die hilfreich ist und mit deren Hilfe wir ein besseres „standing“ in unserem „bürgerlichen Alltag“ erhalten. Deswegen haben wir die Entscheidung herausgesucht und sogar ausführlich besprochen.

Das OLG München (AZ 23 U 3798/11) hat sich mit der Frage der Zulässigkeit von nachhaltigen Willenserklärungen (hier: Kündigung eines Handelsvertretervertrages) umfassend auseinandergesetzt. Dies hat große Bedeutung für die alltägliche Praxis.

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1649/12: Positionen: Vom Versicherungen abschließen, Versicherungen kündigen und dem Speck auf warmem Kartoffelpüree

Kartoffelpürée mit Berliner Speckgürtelfleisch in Würfeln, angebraten

Kartoffelpürée mit Berliner Speckgürtelfleisch in Würfeln, angebraten

Im Berliner Speckgürtel fertigen die Brandenburger ein ganz vorzügliches, einfaches Gericht: Kartoffelpüree mit Speckgürtelfleisch in kleinen Würfeln aus gehäckselten Allgemeinen Vertragsbedingungen der deutschen Versicherungswirtschaft. Es ist die Freiheitsliebe der Menschen hier, die ihnen eine vollkommen andere Sichtweise auf Versicherungen (und Geschäftsbanken) gewährt: Brandenburg würde einmal zu einem Eldorado wirklicher Vertragsfreiheit werden.

Ein Lied besingt: Ich bin morgens immer müde. Und gewiss trifft dies auch auf mich zu. Wie ich schon manchen Vorabend über weiß. Doch morgens ist der Verstand glasklar. Das fällt mir auf, seit ich zur „schreibenden Zunft“ gehöre. Während ich mich durch die Emails der Nacht kämpfe, die andere abgesetzt haben, um mir zu versichern: Du bist nicht vergessen. Wir haben wichtige Mitteilungen: und diese handeln oft vom Ungleichgewicht der Kräfte und nicht wenige Male denke ich intensiv darüber nach, ob es mir wohl möglich wäre, das Kräfteverhältnis auf der Erde zu meinen/unseren Gunsten zu verschieben? Könnte ich denn die Welt stemmen, so wie sie ist und mich nicht mehr von „den Anderen“ austricksen lassen. So wie beispielsweise von der Versicherungswirtschaft.

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Der Quatsch wird immer quätscher bei der Zürich

Die Zürich Versicherung hat sich inzwischen fitgemacht für die Globalisierung. Sie heißt jetzt nur noch Zurich, das ‚ü‘ wurde durch ein internationales ‚u‘ (sprich: you) ausgetauscht. Wir hören aus dem Privatkundengeschäft von folgendem Fall, der für uns auch einen ‚gesichtspunkt‘ darstellt.

Sie hat eine Privathaftpflichtversicherung bei der Zurich schon seit Jahren. Irgendwann sagt ihr Gatte, sie soll den Vertrag zum Jahresende mal umstellen auf ‚Laufzeit Kalenderjahr‘. Das wird auch irgendwie eingefädelt. Dann schafft sie einen Hund an. Der Hund muss nach aktueller Berliner Rechtslage haftpflichtversichert werden. Der kleine Köter könnte einen Supergau verursachen. Und nun macht sie einen ganz schweren und monatelang eigentlich gar nicht mehr gut zu machenden Fehler: Sie ruft den Versicherungsmann, eine Generalagentur mit Sitz in Berlin-Zehlendorf an. Der Anruf verläuft so: Sie sagt, sie will ihren Hund privathaftpflichtversichern. Er sagt, das sei kein Problem, und er schicke da was zu. Das kostet rund 130,- € pro Jahr.

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Award Januar 09 – Die Continentale – mehr als eine Versicherung

Der immer wieder gern verliehene Award des Monats Januar 09 geht an die Continentale, lt. Briefbogen mehr als eine Versicherung. Das können wir gern bestätigen.

Eine Kundin zieht aus und weg ins Ausland. Sie schreibt der Hausratversicherung, sie ziehe ins Ausland und die Wohnung sei verkauft, der Hausrat mithin weg. Deshalb würde sie gern zum 31.12. des Jahres den Versicherungsvertrag kündigen. Die Versicherung antwortet, sie könne die Hausratversicherung nicht ohne weiteres beenden. Der Versicherungsschutz bleibe weiter bestehen, wenn die Sachen verkauft oder verschenkt wurden. Die Anschrift des Erwerbers solle mitgeteilt werden. Der Erwerber übernehme nach dem Versicherungsvertragsgesetz ggf. die Hausratversicherung.

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Vom Pfadfindern : jeden Tag eine gute Tat…oder auch zwei?

Logo der Pfadfinder

Heute verläuft die Erkenntniskette ausgesprochen positiv. Kurz vor dem Urlaub häufeln sich einer Chaostheorie zufolge noch die unvermeidlichen Ereignisse. So, als würden alle anderen auch noch schnell ihren Schreibtisch leerräumen wollen. Also beginne ein Hausverwalter einen jeden Vorgang so rechtzeitig, als das er noch geräumig vor drohenden Jahresurlauben zu beendigen geeignet wäre. Dies trifft nun heute vollkommen unerwartet für zwei eklige Vorgänge zu, die in einer Wohnanlage in Berlin-Wilmersdorf vor uns hergeschoben werden, seit langem. Warum Hausverwalter auch als Pfadfinder fühlen können, lies weiter…

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‘farewell, my friend’, oder: eine Kündigung ist eine Kündigung ist eine…

Kündigung von VerträgenEine Kündigung ist eine Kündigung ist eine Kündigung. Mit steigendem Alter kommt dem Bloggwart nun auch die Geduld zuzuhören abhanden. Denn eine Kündigung ist eine Kündigung ist eine Kündigung. Wir nennen den Namen der betreffenden Aufzugsfirma nicht, die nervig eine Kündigung auf freiwilliger Basis vereitelt. Wir haben neue Aufzugssteuerungen in zwei Altbau-Aufzüge eingebaut und nun sind neue drin. Aber das Notrufsystem, das zuvor langfristig von der (gescheiten?) Vorverwaltung vertraglich einbetoniert wurde ins System der Wohnanlage, das werden wir nun nicht los. Also passiert ein folgendes Paradoxon ständig: Wenn die (neuen) Aufzüge auf Störung gehen, betätigen die Eingeschlossenen den Notrufknopf und die (alte) Aufzugswartungsfirma reagiert. Und zwar schlecht. Denn es ist nicht ihr gewöhnlicher Tellerrand, wie es hier ist: Sie muss dann die (neue) Aufzugsfirma verständigen und mehrfach sind aber stattdessen einfach die Monteure der (alten) Aufzugsfirma rausgefahren. Total nervig. Und alles nur, weil: Pacta sunt servanda! (lateinisch, zu deutsch: Verträge sind einzuhalten).

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