Der Briefumschlag des Jahres 2012

3116/16: Bewertung: Angemessen kann man DHL nur mit vielen Worten rezensieren. Weil fast nichts gut klappt.

Der Briefumschlag des Jahres 2012

Der Briefumschlag des Jahres 2012

Der Gebrauch deutscher Sprache kennt den Begriff vom Paket aufgeben anders. Er bedeutet nicht zwangsläufig, dass der das Paket am Schalter aufgebende Absender das Paket insgesamt aufgibt und auf dessen ordnungsgemäße Versendung verzichtet. Landläufig wird hierunter verstanden, dass das Paket -einmal aufgegeben- seinen Empfänger zuverlässig erreicht. Den dieser Erwartungshaltung widersprechenden Zustand nennen manche inzwischen Das Hilflos Lagern, als Akronym scheint sich einzubürgern: #DHL – Es bedeutet, wie man ein Paket aufzugeben inzwischen häufig missversteht.

Angemessen kann man DHL nur mit vielen Worten rezensieren. Weil fast nichts gut klappt. Entschuldigung.

Vernichtende Verbraucherbewertungen fichen Branchenriesen nicht zu Höchstleistung an, das ist bekannt. Es ist denen egal. Der Name DHL in meinem Racheportfolio bekommt jetzt Erwähnung. DHL als Unit der Deutschen Post sitzt in Bonn am Rhein. Das ist nicht die Provinz, frühere Bundeshauptstadt. Tiefste Zustellprovinz ist Berlin an der Spree. Hier der zutreffende Bericht aus dem Dschungelbuch der Kleinpaketzustellkunst. Art Of Noise. Lärm.

Die Steuerberaterin in Berlin-Friedenau will ein versichertes Wertpaket mit Belegen des zur Abgabe verpflichteten Mandanten. Der tütet alles artig in einen guten Versendekarton und gibt ihn auf, wie die Hoffnung. Alles ist richtig, landet der Karton 14 Tage später beim Absender: ‚Retoure‘. Grob beschädigt: Auf dem Unzustellbar-Aufkleber steht, der Empfänger ließe sich an der Adresse nicht ermitteln. Die Steuerberaterin hat nicht nur ein weißes Namensschild. Zu ihrer Zier gehört auch ein großes messingfarbenes Schild ‚Steuerberaterin Luise Humpendonck‘ (Name geändert). Die Empfängerangaben überprüft sind einwandfrei richtig. DHL-Quark.

Ein zweites Mal geht der Belegordner mit neuer Kartonage auf Reise. Nochmal 7,- EUR, wer ist kleinlich? Bloß jetzt nicht kleinkariert sein und überhaupt? Die Sendung muss ankommen, diese wichtige Sendung. Doch halt.

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Saturn Markt Steglitz fällt unangenehm auf! – Mediamarkt auch!

Nur mit Druck gibt die Zitrone Saft!

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Der Bloggwart hat videografisches Material gefilmt. Und nun muss das binäre Material von der Mini-DV-Kamera (It´s a Sony) auf den PC. Dazu benötigt der engagierte Filmer eine Firewire-Schnittstelle. Die besagte Schnittstelle funktioniert aber nicht mehr und hat offenbar ihren Geist aufgegeben. Das Videokameragerät hat der Berichterstatter seinerzeit beim neueröffneten Saturn-Markt Steglitz in der Schloßstrasse gekauft. Daher ruft er nun dort an und fragt nach. Er hätte gern, dass das Dings (die Kamera) mit dem Kabel (Firewire) in irgendeinen Slot (Firewire) reingesteckt würde, und dann würde man ja sehen, ob es an der Firewire, oder am Kabel (Ersatz gibt es ja dort) oder am Ende am FirmenPC zuhause läge? Kluger Gedanke, irgendwie. Der Anruf bei Saturn (Zentrale) ergibt, man werde mich weitervermitteln an die Videofachverkäufer. Die Pausenschleife droht. Alles ist besetzt. Ich darf die Durchwahl haben und schließlich komme ich durch. Nun frage ich, und wer fragt, bekommt Antwort. Ich soll tatsächlich kommen. Von wegen Servicewüste Deutschland. Ich darf, also komme ich…

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