1713/13: Positionen: Vom Finanzanlagekonzept „NULL“

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Finanzanlagekonzept NULL bezeichnet den gegenwärtigen Zustand am europäischen Geldmarkt. Verzinsung gleich Null, Idee, etwas besser verzinslich anzulegen: Ergebnisgenullt. Der Finanzmarkt ist eingelullt in Bedeutungslosigkeit. Eine Zustandsbeschreibung von Wohnungseigentümerverwaltung, diesbezüglich dessen….

Wir Hausverwalter sind Sachverwalter fremden Vermögens. Aber sind wir auch unvermögend? Wissen also vielleicht, wie man eine richtige Wohngeldabrechnung macht, aber nicht Bescheid am liquiden Geldmarkt? Manchmal glaubt man das.

In jeder WEG gibt es einen, der hat mehr wirtschaftlichen Sachverstand als man selbst und tut es kund. „Wir sollten mal einen Teil der Instandhaltungsrücklage, den wir kurz- und mittelfristig nicht benötigen, anlegen,“ sagt er auf der Versammlung. Das finden alle gut. Endlich einer, der sich Gedanken macht. Dass das Geld vom Verwalter nicht so gut verwahrt werden könne, wie von den Wohnungseigentümern selbst, höre ich oft auf Versammlungen. Meist geht dem voraus, dass ich selbst pflichtschuldigst über die „derzeit drögen Finanzmärkte“ fabuliere und gelangweilt und routiniert zum Besten gebe, die Instandhaltungsrücklage sei zwar „sicher“ (geflügeltes Wort von Merkel) aber uninteressant verzinst derzeit. Deswegen hat auch Hr. Müller aus Dahlem das Wort ergriffen und gesagt, da kümmern wir uns jetzt mal drum.

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Crisis what Crisis? (Supertramp)

Crisis what crisis? (Supertramp, Plattencover)

Crisis what crisis? (Supertramp, Plattencover)

Das Album ‚Crisis? what crisis?‚ der englischen Band Supertramp erschien 1975. Doch was hat diese Platte mit dem Weblog einer Hausverwaltung zu tun? Die Antwort ist naheliegend: Der Titel ist aktuell Programm für eine möglicherweise angenehmere Überlebensstrategie für viele.

Wir sind beruflich Beobachter des Marktes. Immobiliär sind wir lokal interessiert. International schauen wir in die Ferne, wenn uns Nachrichten aufgedrängelt werden, die uns interessieren könnten. Nachrichten über die internationale Finanzkrise sind momentan im höchsten Prioritätenrang. Doch machen wir halblang: Wie viel verstehen wir wirklich von internationalen Finanz-Zusammenhängen? Ist das nicht vielmehr nur der kühne Traum eines jeden jungen, gegeelten Branchenkollegen, wenn er beabsichtigt, sein Geld in Amerika zu verdienen? Das mag in Ordnung sein als Perspektive. Nur momentan sind auch in Berlin nicht wenige Menschen beruflich abgeschmiert, die einst mit Lehmann Brothers an immobiliären Seifenblasen in Berlin gestrickt haben. Richtig ist: Die internationale Krise ist ein verschachteltes Etwas von irgendwelchen Zusammenhängen. Wir titeln heute ‚Crisis? What crisis?‘ und erinnern an Supertramp. Ob wir die Finanzkrise als dies begreifen, oder gar als ‚Crime of the century‘ (Supertramp, Veröffentlichung 1974), werden wir erst später zu beurteilen haben. Supertramp, wir danken Dir für die frühe Warnung. Hätten wir nur auf Dich gehört. Heute gibt es einen Erklärungsversuch für ‚Finanzdummys‘ von einem gewissen Jonathan Jarvis auf die Augen. Wir sagen nur: sehenswert. Do you speak English?, Honey, we do…. (Chris Roberts, VÖ 1976, Zeit genug war also)


The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo.