3145/16: Raumreservierung: Das größte schwach besetzt. Mistladen, Kuhfladen, Hotelromantik und #Pizzacannibalis

Positionen

tfA_Kundenzufriedenheit

Inkompetenz und Inkontinenz dürfen nicht verwechselt werden. Wenn in einem großen Hotel Reservierungsanfragen nicht beantwortet werden können, weil die beiden Mitarbeiter im Urlaub sind. Hüstel.

Kompetenz am Telefon. Das Hotel Ungenannt am Kudamm (Seitenstraße) ist mehrfach verkauft worden. Jetzt heißt es wieder anders. Kompetenzen wurden zusammengezogen. Das Veranstaltungsmanagement zwei Personen. Beide sind derzeit im Urlaub. Zur Rezeption anruftechnisch vorzustoßen ist eine Kunst an und für sich. Ein Callcenter ist vorgeschaltet. Am 26.07. eine Veranstaltungsanfrage per Email: Kann ich am 18.08. und 18 Uhr den Raum „Suurbier“ (* Name geändert) haben? Wenn ja, bitte Bestätigung schicken. Die kennen mich seit mehr als 15 Jahren.

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Heizkostenabrechnung durch TECHEM

2094/14: Konfuzius spricht: Von Textbausteinmonstern, Callcentern, Sprachsekretär-Systemen und Email-Auto-Replies #techem

_Konfuzius_Textbausteinmonster

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Um Ihnen eine Auskunft erteilen zu können, benötigen wir noch Ihre Liegenschafts- oder Kundennummer. Nur so ist es uns möglich, Ihre Anfrage schnellstmöglich zu bearbeiten.
Alternativ können Sie uns auch die vollständige Anschrift der Liegenschaft nennen. Vielen Dank. Haben Sie noch Fragen? Unsere Kundenbetreuung steht Ihnen von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr gerne persönlich zur Verfügung.

Der Text kommt freundlich daher. Doch das ist ein Irrtum. Denn der Text sagt: Du bist zu doof, verständliche Daten anzugeben, wenn Du uns eine Email schickst. Hast Du noch Fragen? Dann ruf an. Ist doch einfach.

Was die Fa. TECHEM schreibt, stimmt so nicht und ist ein Textbausteinmonster. Denn der „beanstandeten Email“ ging folgendes voraus, im Interesse der Vollständigkeit.

Was Konfuzius, der nickelige chinesische Philosoph ebenfalls beanstandet, war passiert: Der Kunde hatte zuerst angerufen….

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1934/14: Positionen: Vom Kölner Landgerichts-GAU aller Zeiten (14 O 427/13), Rechtsprechungstendenzen & Warteschleifen

Rechtliches

Alle sagten, das geht nicht. Und dann kam einer, der hat´s einfach gemacht. #Credo – Und zu folgendem, berühmt gewordenen Disclaimer, u.a.: „Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.“

Zu Landgericht Köln, Aktenzeichen: 14 O 427/13, im „Berliner Speckgürtel“

Der größte, anzunehmende Unsinn „GAU“ der ersten Jahre im deutschen Internetz war jene Landgerichtsentscheidung 1998 aus Hamburg. Sie zeigte einen falschen, absurden Weg, es sei richtig und geboten, sich vom Inhalt fremder Websites zu distanzieren.  Wozu? In der Folge dieser Entscheidung distanzierte sich Gott von der Welt und der Mob vom Inhalt derselben. Ein hanebüchener Unsinn, etwas nicht existentes Digitales erst aufzugreifen, es mittels Hyperlinks (Lesehilfen) zu verlinken, um so sodann zu ….. Lieber vorsichtig: Ich distanziere mich von vorigen Sätzen.

Eine weitere, richtungsweisende Sachentscheidung hat jetzt das Landgericht Köln (Zum Urteil selbst hier….) gefällt. Wie zu lesen ist, reiche es nicht (mehr) aus, das Copyright eines Fotos zu achten und hinreichend zu würdigen, indem in „den Kontext der Einbettung“ des Fotos mit einer  schriftlichen Copyright-Erklärung aufgenommen wird. Vielmehr sei es technisch möglich und komme vor, dass Menschen Fotos „extraordinär“ ansurfen und (bspw. „rechte Maustaste, speichern unter“) abspeichern: In diesem Fall aber trage dieses Foto keinen Copyright-Vermerk (mehr), denn es steht nun nackig da, bar jeder Vernunft sozusagen. Wie hundsgefährlich. Berliner verstehen das „Bar jeder Vernunft“.

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1664/12: Positionen: Sträfliche Falschorganisation zu Kundenkontakten #Pingpong wie in Pjönjang

Gute Kommunikation? Telefon

Gute Kommunikation? Telefon

Wer meint, hier werde nun allein die GASAG gescholten, irrt. Inzwischen haben sehr viele größere Unternehmen ihre Einheiten für den telefonischen Kundenkontakt straff organisiert. Und zwar so straff, dass es kaum noch möglich ist, zu kommunizieren. Mit einer Ausnahme: „Communication breakdown“ ist ganz leicht, Mainstream geht, alles was sich schwierig darstellt, ist schlicht nicht mehr besprechbar.

„Es gibt da gar keine Nummern, die wir rausgeben können,“ sagt Frau Gasoline Gasag (* Name abgeändert). Eigentlich telefonieren wir schon seit zwanzig Minuten. Aber eigentlich bin ich gar nicht aufgelegt. „Ich kann für sie eine Email schicken, um einen Rückruf anzustoßen.“ „Das läuft falsch,“ sage ich. Die GASAG hat mich heute Vormittag fünfmal angerufen. Die übermittelte Rufnummer habe ich zurückgerufen. Ich habe rund 30 Minuten vergeigt.

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1315/11: Linktipp: Ein Arbeitstag im Callcenter, eine Satire

Die Quadratur des Kreises macht der Mitarbeiter im Callcenter mehrerer Firmen durch. Als er fertig ist, fängt die Sache wieder von vorn an.

Die Sache lehrt uns: Suche dir deine Geschäftspartner möglichst auch danach aus, wie sie arbeitsmäßig gestrickt sind. Und hinterfrage, wie der Telefonsupport später erfolgt. Rechtzeitiges Fragen kann Gold wert sein. Auch wir sind „callcentergeprüft“, nein leidgeprüft, was derartige „Outsource-Techniken“ angeht. Deshalb ist das „Wasser auf unsere Mühlen“ und wir verlinken es gern. Danke an rp-online.

Weblotse

Erfahrungen der Amis: die kommunikationsfreie Zeit….

Schöpferische Momente

Har har har, die Rechtsanwältin und Notarin Katja MK (* Name tut nichts zur Sache) sitzt in Berlin-Dahlem und hat einen Briefbogen, dessen Aufdruck silbern mit Prägedruck daherkommt. Verwalter haben mit Notaren viel zu tun, vor allem, wenn Wohnungsverkäufe anstehen und die Verwalterzustimmung zu erteilen ist. Frau MK (*) rufe ich soeben an, um ihr noch zu sagen, dass die Zustimmung bei uns liegt. Wir hätten noch gern eine vollstreckbare Ausfertigung des Kaufvertrages, denn dass dieser irische Käufer diese Wohnung gekauft hat, rechtfertigt auch dessen durchsetzbare Wohngeldzahlungsverpflichtung. Dann gebe es die Zustimmung auflagenfrei, fertig notariell beglaubigt und alles ist hübsch. Über diesen Anruf meinerseits möchte ich dem interessierten Leser doch berichten…..wer hätte das gedacht?

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