3060/15: Der große Bohei: Zahlen und Statistiken, die einem nichts nützen, sondern Papierverschwendung darstellen #Vattenfall

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Vattenfall-Pseudostatistik Haushaltungen

Eine ordentliche Information ist nützlich. Eine falsche Information, in Serien gedruckt und über das Versorgungsgebiet gestreut, ist schädlich fürs Image. Kunden könnten denken, da will jemand ablenken. Vom Strompreis vielleicht? – Der Punkt: Hausstromzähler in Deutschland sind mit Haushaltungen in Deutschland im Grunde nicht vergleichbar. Ein Unsinn. Und eine Unsitte, Kunden mit derartigem Informationsmüll in Schriftform zu behelligen.

In Berlin-Wilmersdorf fällt die Abrechnung von Vattenfall für den allgemeinen Hausstromzähler nach Überprüfung richtig aus. Die Inventurangaben wurden von der Hausverwaltung Vattenfall gemeldet. Wie aber ist diese Darstellung in der Stromverbrauchsabrechnung 2014 zu verstehen? – Richtig: Sie ist sinnlos und damit sinnfrei. Es handelt sich um pseudofreundliche Verbraucheraufklärung, die keine ist.

Ein Hausstromzähler (Apfel) im Mehrfamilienhaus: Angeschlossen sind Unterstromzähler für Aufzug- und Heizungsstrom. Die hier dargestellte Grafik hat weder effiziente Energieverwendung noch repräsentative Angaben für Haushaltungen (Birnen) in Deutschland zum Inhalt. Solche unnützen Grafiken sind Falschinformationen, ein Verstoß gegen das Gebot der Informationsfreiheit. Falsche Informationen sind wie Sand in den Schuhen aus Hawaii oder Fatima Morgana, ein Wüstengespenst. Es wäre höchste Zeit, dass Vattenfall den Kundenwunsch „bestelle unnütze Gebrauchsgrafiken ab“ fest als Bestandspflegemerkmal integriert. Wir wären dafür: Keine falschen Informationen mehr. Danke, Vattenfall.

2014/14: Positionen: Vom „verarscht zu werden“ mit marketingtechnischem Sprachmüll

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Inder Tat

Inder Tat liegt die Kraft. Und was die Internetbude schreibt:

„vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns den Vorgang zu Ihrer E-Mail-Adressänderung zu schildern. Ich bedauere sehr, dass Sie einen schlechten Eindruck von unserem Kundenservice erhalten haben. Dieser ist, das versichere ich Ihnen, nicht exemplarisch für alle Vorgänge. Über den von Ihnen geschilderten Vorfall werden wir selbstverständlich mit den Beteiligten sprechen. Ich gehe davon aus, dass Ihnen bei zukünftigen Anfragen in angemessener Form beigestanden wird.“ (Quelle: Einleitung Kundenschreiben)

Nachruf auf eine früher intakte Geschäftsbeziehung: Etwas ändert sich und führt zu Verärgerung. Kunde reagiert, ruft an. Hotline-Mensch ist überfordert, spricht von „geht nicht“ und „machen wir so nicht“, nervt einfach nur. Belehrt einen eher so beleerend. Okay, besser schriftlich. Der Mann ist ein Hurtz. Schreiben und Antwortschreiben. Und dann das.

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1975/14: Goldene Worte: ‚Goldene Tulpe‘ – Begehrte Auszeichnung für gute Leistungen geht heute an das Wort ‚Ordnungswidrigkeit‘

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Das Wort „Ordnungswidrigkeit“ impliziert spießbürgerliche Bräsigkeit. Oder ist ein Aphorismus: Wer wider die Ordnung handelt, ist wirklich frei von bürgerlicher Konvention. #Taggedanken

Der Landkreis „Berliner Speckgürtel“ (* Name geändert) -Umweltamt- schreibt: „Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass eine weitere Nutzung der Kleinkläranlage ohne wasserrechtliche Erlaubnis als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.“ So sagt der Verwaltungs-Harry Hirsch und Michel Kohlhaas antwortet: „Wer dreimal mit der Knute spricht, den zerrt man vors Verwaltungsgericht.“ – Witz im Unwitz: Durch einen Schreibfehler der öffentlichen Verwaltung gilt der Bescheid bis zum Jahr 20013. Von wegen „ausgelaufen“. Ausgelaufene Kleinkläranlage? Igitt.

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1909/14: Positionen: Nur große Firmen brauchen Lokatoren! Alle anderen bleiben bei der Stange

Positionen

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Benütze den Office-Locator, fordert die internationale Website der Aufzugsfirma mich auf. Doch ich bin nur ein ganz kleines Licht, ein Berliner Armleuchter. Und hangele mich durch schlecht strukturierte Erreichbarkeitsdaten.

Liegen am offiziell 1. Arbeitstag bereits die Nerven blank. Jemand ruft an und meldet, der Aufzug steht. Die Aufzugswartung war da und seit dem steht der Aufzug. Die Aufzugsfirma angerufen.  Neuer Zeitgeist überall: Die Hotline für Aufzugsstörungen, die man zu melden bezahlt, ist jetzt eine Warteschleife, man wartet, während zu Servicezwecken die Belehrung erfolgt, Gespräche würden aufgezeichnet. Niemand zeichnet zu Schulungszwecken diese Warteschleifen auf, das ist ja das Fatale. Würden die das tun, würden sie verstehen…. So aber vergehen vier, fünf Minuten, in denen ein Eingeschlossener via Handy oder aus der Kabine versucht, die Aufzugsfirma zu kontaktieren. Vielleicht ist die Kabine ein Faraday´scher Käfig und was dann?

Mir wird übel. So hörte das Jahr auf, wie es wieder anfängt. Ich bin im Trott, aber noch nicht im Tritt. Ich jedenfalls lege wutentbrannt auf und schicke eine Email. Leckt mich doch. Wer hat schon Zeit für diesen ganzen „overhead“, diesen Scheiß, der einen davon abhält, im neuen Jahr alles besser zu machen?  Wartet´s ab, Freunde: Bald kommt wieder so ein Papphefter auf Hochglanz mit Servicebericht. Die Wartung war perfekt, keine Störungen und dieser ganze Kladderadatsch. Marketingsprech, das einem übel wird. 2014, soviel steht fest, ist kein Deut besser als 2013. Jawoll.

Sturmschaden Tief "Xaver" 06.12.13

1893/13: News: Jörg Kachelmann und seine persönliche Nachlese zu #Xaver (aktuell vom 06.12.13) #Video

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Kachelmann-Wetter: Eine, seine kleine Nachlese zu #Xaver

Eine regelrechte eigendynamische, sich ständig weiter dramatisierende Wetterberichterstattung, verstärkt noch flimmernd flunkernde Internet-Newsdienste (wie z.B. yahoo) machen die Erlangung von guten, essenziellen Wetterlage-Nachrichten immer schwieriger. Dabei ist alles halb so schlimm. Sagt Kachelmann.

Vorübergehend könne jetzt alles werden wie Ententeich, meint heute Jörg Kachelmann, schwyzerischer Wetterfrosch im obigen Video. Quak!

Seinen einleitenden Bemerkungen möchten wir uns sehr gern anschließen: In unerträglichen Übertreibungen und Superlativen schaukeln sich bereits seit einigen Jahren immer mehr die Medien auf und verbreiten Angst und Panikmache. Es wirkt teils wie Desinformation, was die Medien übers Wetter reden. Und alle reden übers Wetter.  Es muss sich aber auch lohnen. „Skandal im Kehrbezirk. Die Schornsteinfegerinnung ist ratlos.“ – Aha.

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Terrorverdacht gegen Dienstleister

Auch ehrenwerte Häuser können in diesen Verdachtsstrudel geraten: mit einem aus den Fugen geratenen ’survey‘ genannten Vorgang.

Der Internetprovider

Nun hast Du eine Platin-Hotline mit gebucht, und die bezahlst Du schließlich auch. Doch, wann immer Du dort anrufst und ein Problem schilderst, wird Dir geholfen. Das ist ja gerade die verabredete Leistung. Dann legst Du auf, ein Problem ist gelöst. Gut so. So soll es sein. Nichts zu meckern.

Und dann kommt mit tödlicher Sicherheit diese Email, es heißt: Nehmen Sie sich nur ein paar Minuten Zeit! Sie hatten da ein Problem. Und sie waren in Kontakt mit unseren Mitarbeitern geraten. Wir bitten Sie nun, uns ein paar Fragen zu beantworten, damit wir auch sichergehen können, es ist alles zu ihrer Zufriedenheit gelaufen? Es öffnen sich lauter kleine Fensterchen, auf denen man vorformulierte Fragen anklicken und beantworten soll. Mir wird davon schwindelig, nein, übel. Ich habe keine Zeit dafür, nein, ich will dafür keine Zeit erübrigen. Profis nennen so was den Overhead, man kann es auch den Wasserkopf nennen. Eigentlich fragt doch der Kunde die Platin-Hotline, um seine Ruhe wieder zurück zu erlangen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Kunde fragt, also wird er umfassend zurück-gefragt. Damit wir auch ganz, ganz sicher gehen können? – Wer weiß, meint der Bloggwart, und hat noch nie eins dieser Dinger beantwortet. Sie nerven einfach nur tödlich.

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Sommer, Sonne, Nackedeis – wie man Kunden wirbt…

Ausriss Melodie & Rhythums - FKK in der DDR

80% der DDR-Familien hatten FKK-Erfahrungen, sagen die Statistiker. Das stellt der Verlag Melodie & Rhythmus fest und gibt einen reich bebilderten Foto-Text-Band heraus. Es ist die Art, wie der Verlag um Käufer buhlt, die bemerkenswert erscheint und hervorzuheben ist. Das Werbekonzept assimilieren wir sofort für künftige, denkbare (Neu-)Kunden unserer Hausverwaltung und setzen nun in sehr ähnlicher Weise zum Kundenfang an. Die PR-Abteilung unseres Hauses läuft heute Morgen heiß und zu Hochleistungen an und wir werden dieses Werbekonzept erfolgreich in eine vollkommen andere Branche hinüberretten. Eine Marketingoffensive ungekannten Ausmaßes steht unmittelbar ins Haus.

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Spreeblick gibt uns Maklertipps – lesenswert

Das Weblog spreeblick empfiehlt uns, deutsch nochmals ganz neu zu lernen. Aus Maklersicht verfasstes Kauderwelsch aus Immobilienanzeigen ist zur Überprüfung gestellt, distanziert betrachtet. Man spürt Sehnsucht nach Entlarvung durch Benennung. Das Weblog von Johnny Häusler ist lesenswert und der empfohlene Artikel befindet sich externer Link hier.  Spreeblick ist relevant und gehört zu den Weblogs in Deutschland, auf die wir gern hinweisen.  Das Credo ist einfach, aber profund: ‚I live by the river‘. Womit er nicht irrt, der Johnny.