Der Filoso-Fisch spricht: Arbeitsqualität lässt sich nicht beliebig vervielfältigen

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Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

Wer in unternehmerischen Zusammenhängen denkt, macht sich manchmal ‚filoso-fische‘ Gedanken. Der Gedanke legt den Weg zu Tat. Die Frage ist, ob man lieber ganz viele Häuser verwaltet, oder ob es besser ist, nur wenige -aber gute- ‚Kabachen aufzumüpfen‚?  Aufmüpfen? Richtig, mit einem Verwalterwechsel bezweckt jemand doch im Wesentlichen eine Verbesserung von bislang unbefriedigenden Zuständen. Niemand wechselt im Übrigen grundlos seinen Verwalter aus. Es muss etwas im Argen liegen, und das tut es auch, zumeist.

Mal ist der Verwalter mit der Instandhaltungsrücklage abgehauen, z.B. nach Malaysia, von wo er jetzt einen illustren Immobilienladen betreibt, der Ferienhäuser an Singapurs Traumstränden offeriert, sehr gern auch an ehemalige Nachbarn, die sich in Asien einen Wohnsitz erwerben. In einem solchen Fall teilte uns mal die Staatsanwaltschaft mit, ein internationaler Haftbefehl werde nur dann erwogen, wenn sich die Gesamtsumme einer begangenen Untreuehandlung auf insgesamt mehr als eine Million Deutsche Mark belaufe. Ob das jetzt anders geworden ist, damit haben wir uns nicht (mehr) beschäftigt, denn der Untreueakt dieses Verwalters liegt schon entsprechend lange zurück. Ein anderer ‚Kollege‘ wurde in Berlin von allen nur der ‚einarmige Bandit‘ genannt. Der ist auch in dieser Branche nicht mehr tätig. Namensgebend war zweierlei: eine Behinderung an einem Arm, und die Spielautomaten gleichen Namens in Las Vegas. Tommy Schmidthuisen (* Name geändert) hat eine beträchtliche Anzahl von Wohnungseigentümern in Berlin um die Rücklagen gebracht.

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Gründung einer ‚bad bank‘ erneut abgelehnt.

In diesen Tagen ist wieder deutlich zu lesen. Peer Steinbrück (Finanzminister der Bundesregierung) lehnt allen Vorschlägen zum Trotz die Neugründung einer ‚bad bank‘ ab. In Krisenzeiten ist das ein Konzept zur Sanierung von Banken, indem notleidende Kredite der zu sanierenden Banken in ein gesondertes (eventuell neues) Kreditinstitut überführt werden. Der Staat, ein Einlagensicherungsfonds oder eine Bankengruppe übernimmt folgend die Haftung für die faulen Kredite.

Wie wäre es aber, wenn man diese innovative Idee der Gründung von ‚bad banks‘ in die Branche der Haus- & Grundstücksverwalter überträgt. Nun gut, die  Bad Company gab es bereits in den Siebzigern. Vorreiter dieser Idee war gewiss auch nicht Michael Jackson, dessen Album  ‚Bad‘ sich nicht so gut verkaufte wie  ‚Thriller‘. Aber eine ‚bad Hausverwaltung‘, die sozusagen die schlecht verwalteten WEGs und Miethaus-Besitztümer Deutschlands unter einem Dach vereint? Das wäre doch die Idee? Oder gibt es sogar mehrere solcher, sehr großen Firmen schon? Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Branchen Bank und Hausverwaltung liegt bekanntlich oft in der unterschiedlichen Größenordnung. Doch eins ist sicher: Beide können Geld vernichten! Darüber nochmals nachdenken. Für heute nur so eine fixe Idee…