1514/11: Positionen: Vom Verwalternachweis zur Verwalterbestellung, der Verwalterzustimmung und dem Spandauer Brückenzoll

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Most users ever online were 72, on 4. Februar 2012, 03:59 #aus der Zugriffsstatistik dieser Website

Ja, lustig ist das Verwalterleben. Und nachts um 03:59 Uhr tummelten sich auf dieser Website gleichzeitig 72 Leser, das ist viel. Haben die Leute nachts nichts Besseres zu tun?

Eine Sache, die nicht unerwähnt bleiben darf, ereignet sich heute „vor den Toren Berlins“, weit außerhalb der Stadtgrenzen, in Berlin-Spandau, also noch nicht im „Berliner Speckgürtel“, obwohl…. Haha, früherer Witz aus den Zeiten, als Berlin noch von einer funktionierenden Stadtmauer umgeben war. Schon in den achtziger Jahren hat ein lieber Freund seit jenen Jahren und Berufskollege seinen Hauptwohnsitz in Spandau gehabt. An diesen erinnert uns heute Korrespondenz mit einem weiteren Spandauer Verwalterkollegen, den wir hier und da geschätzt haben und hier und da als „bisschen neben dem fachlichen Faden“, nicht unschräg, eingeschätzt haben. Diese Art Einschätzungen ist nie statisch, sondern belebt und aktiv, wie das Leben selbst. Die Wiedereinführung des „Spandauer Brückenzolls“ und nicht mehr und nicht weniger steht hier auf dem Spiel und das geht so:

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1450/11: Personen: Die Illustratorin Nadia Budde aus Berlin hat über ihre U-Bahnfahrten nachgedacht, mit unerwarteten Folgen #Awards

Eine kleine, miesepetrige, verschwitzte Fachjury aus international unbedeutenden Kunstkuratoren hat nach langer Phasen untätiger Zeiten heimlich in der Kunstredaktion „rent a tulip“ (verleiht eine Tulpe, für gute Leistungen) von gesichtspunkte.de getagt. In ausgelassener Weihnachtsstimmung entschied sich die ewiggestrige Redaktion, die Berliner Illustratorin Nadia Budde zur Preisträgerin der begehrten Auszeichnung zu küren. Ob dieser Preis allerdings Aufnahme in die Liste der Awards der Künstlerin findet, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Wann schreibt man eigentlich „Nadia“? Oder „Nadja“? Liegt denn in zweitem mehr Optimismus? Ja? Jaaaa! Nad-ja. Nadia Budde ist Jahrgang 1967. Herkunft: Ost. Für diejenigen, für die das noch eine Rolle spielt. Sie fährt immer wieder U-Bahn: Zurückbleiben! Die Aufforderung ist bekannt. Sie bezeichnet das Ende der Fahnenstange, das Beendigen des Zug-Wartezustands im Bahnhof. Zurückbleiben.

Darüber hat sie eines Tages nachgedacht. Mit überraschenden, unerwarteten Folgen. Auch für Nadia Budde: Denn jetzt widmen wir Nadia Budde unseren 1.450tigsten Gedanken ever. Zurückbleiben.

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Jürgen Rüttgers (CDU) hatte nur eine kleine Tüte…

Awards

Wie der Kölner Stadtanzeiger heute meldet, bekommt Jürgen Rüttgers (CDU) den ‚Orden wider den tierischen Ernst‘, verliehen vom Aachener Karnevalsverein, die Zeitung schreibt:

Zitat Rüttgers sei zudem Anwalt des kleinen Mannes und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, dessen Wurzeln in der Kindheit lägen. Zur Einschulung habe er von seiner Mutter nur eine sehr kleine Schultüte bekommen, damit die Kinder aus dem örtlichen Kinderheim nicht neidisch werden konnten.“

Jürgen Rüttgers gibt uns mit der kleinen Schultüte ein gutes Beispiel dafür, wie man ‚mit bescheideneren Verhältnissen‘ als den eigenen vorbildlich umgehen kann. Ganz im Gegenteil zur regelmäßigen Präsentation eigenen Wohlstands. Fanden wir interessant. Haben und Sein. Sympathisch.

Neuer Award in Bearbeitung: die Jury tagt

Award from the wood - Award aus dem Wald
Award from the wood – Award aus dem Wald

Es sind die besonderen Glanzleistungen auf dem Gebiet der Immobilienverwaltung, die uns alle gleichermaßen betreffen. Täter sind alle Beteiligten, nicht nur wir selbst oder unsere geschätzten Kollegen. Nein: auch Kunden sind in der Lage, wahre Glanzleistungen anzuzetteln. Oder Wohnungseigentümer, Mieter, Richter, Behörden, kurz: auch alle weiblichen, passenden Gegenstücke sind dazu in der Lage. Niemand ist vor Glanzleistungen gefeit. Sie passieren uns, bzw. preisverdächtigen Anwärtern auf den neu ausgelobten Preis, wenn Menschen in diese Geschichten verstrickt sind und sich bestimmte, eigentlich ganz einfach Punkte nicht (mehr) auflösen und klären (lassen), weil psychologische oder systematische Ladehemmungen bestehen. Verständnisferne, Bürokratie, die Überschätzung von rechtlichem Gedankengut, all diese Dinge führen oft zu Zuständen, in denen Menschen schlicht und ergreifend nicht mehr durchblicken. Jemand sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr)! Diese Redensart ist übrigens sogar in der anglophilen Sprachenwelt weltumspannend begrifflich zuhause. Den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, bedeutet schließlich einen empfindlichen Ressourcenverzehr auf allen beteiligten Seiten, die konstruktiven Kräfte sind blockiert und dem destruktiven, verschwenderischen und sinnlosen Kräfteabfluss gehört nun die Führerschaft im vergeblichen Miteinander. Manches Mal sind es dann sogar ausschließlich finanzielle Fliehkräfte, die dem aufgezeigten Verfahren den tödlichen Nimbus geben: denn wer Geld hat, dem scheint die Welt zu gehören! In ein auffälliges Missverhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen (Geld, Arbeitskraft, Energie) zum erzielbaren „Profit“ müssen die Dinge geraten, wenn sie -wie hier angedacht- preiswürdig werden wollen, um schließlich sogar ausgezeichnet zu werden.

Award des Monats für ‚die österreichische Justiz‘

Der Award des Monats März 2009 wurde heute in einer geheimen Redaktionssitzung von gesichtspunkte.de bereits vorfälligerweise an die österreichische Justiz vergeben. Redaktionssprecher ‚Bloggwart‘ begründete die Verleihung kurz und zackig wie folgt:

 Von der österreichischen Justiz geht derzeit eine maßgebliche, nicht zu vernachlässigende Signal- und Vorbildwirkung für die deutsche Justiz aus. Denn wie der Fall des bereits rechtskräftig verurteilten Thüringer Ministerpräsidenten Althaus deutlich zeigt, ist die Abhandlung komplexer Tathergänge, hier im Strafverfahren, binnen nur einer Woche durchaus möglich. Die Reaktionen in Deutschland reichen von ‚Das ist atypisch schnell, was immer man daraus folgert.‘ (Jürgen Gehb, rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU im Bundestag) bis zu ‚Ich wusste nicht, dass es in der österreichischen Justiz Turboverfahren gibt. Das macht mich sprachlos‘ (Bodo Ramelow, Spitzenkandidat der Linken bei der Thüringer Landtagswahl).  

gesichtspunkte.de wünscht sich eine äquivalente Gleichbehandlung in den Wohnungseigentum- und anderen Zivilrechtssachen von der deutschen Justiz und hofft, mit der Ausbringung des März-Awards ein Stückchen dazu beigetragen zu haben, dass die Vorbildhaftigkeit des österreichischen Vorgangs auch in Deutschland erkannt wird. Herzlichen Glückwunsch von Herzen, Österreich!

Landesflagge Österreich - Quelle: Auswärtiges Amt

Landesflagge Österreich - Quelle: Auswärtiges Amt

Marcel Reich-Ranicki erhält den Award des Monats

Marcel Reich-Ranicki, 2007 (Quelle: wikipedia.de)

Marcel Reich-Ranicki, 2007 (Quelle: wikipedia.de)

Er gehört zu den zotigen und sehr deutlich formulierenden Kritikern Deutschlands, und damit zu einer aussterbenden Kaste von Ausnahmejournalisten: Marcel Reich-Ranicki. Was die deutsche Presse nun über die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises schreibt, braucht hier sicher nicht noch ergänzt zu werden. Allenfalls kann noch ein Kommentar hinzugefügt werden. Es ist schade, dass wir nicht Online-Awards in größerer Anzahl zu vergeben haben. Unsere waren rückschauend nur für besonders bemerkenswerte Fehltritte verliehen worden. Was man verleiht, das will man bei Gelegenheit wiederhaben.

Einen Award aber für besonders zutreffende Glanzleistungen, wie er jetzt Marcel Reich-Ranicki gebührt, den haben wir jedoch -bedauerlicherweise- nicht anzubieten. Bleibt uns nur hervorzuheben, dass dieser 88 Jahre alte Mann den richtigen Ton getroffen hat. Selten hat ein Mediengewaltiger so zutreffend das Wort für ein gutes Fernsehprogramm ergriffen wie er. Und deshalb gebührt ihm unser Dank. Hätten wir einen Award, so hätten wir ihn jetzt verschenkt, und nicht verliehen. Danke, Marcel Reich-Ranicki, Du hast uns aus dem Herzen gesprochen.

Weiterführend, lies auch:

FAZ-Artikel von Elke Heidenreich

Axel des Bösen: Von der Achsel des Bösen – von Victoria Beckham und wirklichen Problemen, Wülsten & Zonen

 

Die BZ in Berlin steht nicht in dem Stallgeruch ausgesprochener Amerika-Unfreundlichkeit. Bekannt sind aber im positiven Sinne die gern angewendeten Wortspielereien, Ränke, kühne Formulierungen und textliche Steilvorlagen. Wir kennen den Cheftexter des Blattes und wissen das zu nehmen. Ein besonders schönes Exemplar von wahrer Dichterkunst war es uns heute wert, einen zweiten Award des Monats Dezember spontan zu vergeben. Mögen uns die preiskritischen Leser gewogen bleiben, der Preis ist zu Recht vergeben worden, finden Sie nicht auch? Was haben wir gelacht…

Die Achsel des Bösen - Viktoria Beckham

Die Achsel des Bösen - Viktoria Beckham

 (aufs Bild klicken)

 

 

Award Monat Oktober 2007 – Kraftfahrzeugzulassungsbehörde

 

 Rechtzeitig vor Ablauf dieses Monats vergeben wir heute den Award des Monats Oktober 2007  für eine weitere bemerkenswerte Fehlleistung. Merke: Der Award wird regelmäßig verliehen, denn wer hat heute schon was zu verschenken? Diesmal geht er an die Kraftfahrzeugzulassungsbehörde Berlin für den vollkommen geistlosen, nervtötenden,  jedoch fortgesetzten und üblichen Einsatz von unzutreffenden Textbausteinbriefen als Waffen gegen den Verstand. Empfehlungen: Macht Eure Arbeit endlich verständlich für Hinz & Kunz. Und auch für mich.

Ganz gewöhnlicher Wahnsinn für 5,10 EUR

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Award September 07 – Der Stalker

Der Award des Monats September 2007 wird verliehen für einen ’stalkingartigen Fall‘: Ein Wohnungseigentümer kam seinerzeit auf die Idee, in einer für zwei Plätze gebauten Doppelgarage mit gemeinsamen Schwingtor an die von ihm für richtig gehaltene Begrenzungslinie, die es nicht gab, zunächst eine Trennlinie aufzumalen, über die nun niemand mehr fahren dürfe. Auch nicht der zweite Eigentümer der daneben liegenden Sondereigentumsfläche. Schließlich baute der der ältere Herr einen großen Metallgitter-Käfig als massive Trennwand ein. Hiergegen richtete sich die Klage des betroffenen weiteren Miteigentümers. Die Klage ging durch drei Instanzen. Im Rahmen dieses Verfahrens trug nun der Errichter des großen Metallkäfigs fleißig vor, was der weitere Eigentümer alles nicht dürfe: so dürfe er weder ’seine Fläche‘ betreten, noch dürfe er diese überfahren, etwa um sein Auto einzuparken. Auch dürfe der nicht zum Handwaschbecken und zum Heizkörper auf dessen Seite laufen, dieses ließe sich schließlich auch umbauen auf die andere Seite.

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Neuer Award gegründet – Es ist ‚Zeit für Optimisten‘

 

Moderne Zeiten. Für alles gibt es Auszeichnungen und jede wichtige Institution hat ihren eigenen Award. Das brachte auch uns auf die Idee, einen weiteren, notwendigen Award zu stiften. Der F.Y. Award wird von uns vergeben für bemerkenswerte Fehltritte, für solche, die sich der Preisträger jeweils hätte sparen können. ‚Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!‘ lautet dabei das Credo, und wer sich gehörig daneben benimmt, hat allen Anspruch auf einen Award, auf das künftig Fehltritte nicht mehr im Dunkeln bleiben. Von Zeit zu Zeit, aber ohne Zeitnot, vergeben wir derartige Preise. Mit der Verleihung dieses Awards kann auch eine Kompromisssperre ausgesprochen werden: diese wird immer dann in Kraft gesetzt, wenn es sich um einen nur schlecht wieder gut zu machenden Fehltritt handelt. Wer eine Kompromisssperre verdient hat, muss weitere sechs Monate damit rechnen, nicht zum Ziel gelangen zu können. Das klingt nicht nur konsequent, sondern ist auch nachvollziehbar. Künftig heißt es also nicht,  wer die meisten Awards an gehäufelt hat (ein Verfahren ähnlich dem bayerischen Landeswahlrecht), sondern wer die wenigsten Awards eingeheimst hat, ist auf dem Weg zu vollkommenem Glück.