3277/19: Positionen: Es ist genug diskutiert worden.

Es wurde ein falsches Argument festgestellt #Software

Es wurde ein falsches Argument festgestellt #Software

Wenn es doch immer so einfach wäre:
Der Schalter wird umgelegt. Die Diskussion ist beendet.

Gerade auf Facebook & Co.: Diese Meldung wäre ja ein echter Mehrwert.

3275/18: Positionen: Nirgends wird in so großem Stil gelogen, wie in AutoReply-Antworten – In ihrer Art kennzeichnen sie den Tod des Systems.

Der Kritiker – MRR

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, vielen Dank für Ihre E-Mail-Anfrage. Unser Service-Center verarbeitet Ihren Vorgang und setzt sich dazu in Kürze mit Ihnen in Verbindung.
Bitte beachten Sie, dass der Austausch von unverschlüsselten E-Mails unsicher ist. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ihre E-Mail während der Übertragung von Unbefugten gelesen, kopiert, verändert oder entfernt wird. Nutzen Sie auch das bequeme Kundenportal MEINE GASAG. Damit können Sie jederzeit und von überall auf Ihre Kundendaten zugreifen, Zählerstände erfassen und sich über aktuelle Angebote der GASAG informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre GASAG

Früher schon hatten wir Gewaltfantasien: Wir stellten uns vor, wir schrieben der Telekom in Form einer Rolle Küchenpapier. Mit Thermofaxgerät auf der Gegenseite. So nudelt sich die Faxrolle komplett ab und die Kommunikation bricht zusammen. Heute würde man dies mit Email-AutoReply-Pingpong machen. Eine Regel erstellen, mit der auf ein AutoReply ein AutoReply gesendet wird. Ping Pong. Nutzloser kann man seine Zeit nicht verbringen.

Oder? Man schreibe einen Brief an einen Vertragspartner. Nennen wir ihn GASAG: Vorratskündigung. Eine 24-monatige Vertragslaufzeit endet am 31.12.2020 und Gott will, dass wir uns einen anderen Gaslieferanten suchen im Jahre 2020, dann stellt es für uns keine gute Vertragsnorm dar, aus dem Vertrag nur rauszukommen, wenn man mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Vertragsende (praktisch bis 30.09.2020, rechtzeitig) kündigt oder dann – Hallo? – zum 30.09.2021, damit das am 31.12.2021 erst gilt – Eine solche Kündigungsfrist ist unvorteilhaft. Für sie gibt es im Ermessenspielraum des eigenen Kopfs keinen vernünftigen Grund. Wenn ich weg will, will ich weg. Dann bin ich bereits unterwegs. Auch emotional.

Na klar, Wunschdenken derartiger Lieferanten. Kundenbindung funktioniert über Kundenzufriedenheit. Nicht über Tricks und Lederhosenklauseln. Wie werden wir derartig unvorteilhafte Vertragsklauseln los? Heute haben wir der Gasag den Zuschlag gegeben, das Mehrfamilienhäuschen mit 34 Einheiten zwei Jahre lang mit Erdgas zu versorgen. Das ist von der Größenordnung her ne halbe Industriekunden-Kondition, erfahre ich. Ab 500.000 kwH geben Gasag-Mitarbeiter besonders gute Konditionen.

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3274/18: Positionen: Was Barbara Schöneberger über Berlin denkt. – Restaurant in Piece, Berlin #BeBerlin

Und hier nochmal zum Auslesen:

Nein, denn Berlin ist nie richtig gut in irgendwas. Vielleicht fehlt ein bisschen der Druck. Denn alle studieren im 100. Semester, gucken sich um und sehen dann nur Leute, die auch im 100. Semester studieren. Es ist hier nicht so ein Spirit wie du das auf den Straßen in Hamburg, Frankfurt oder München hast. Da merkst du: Die Leute stehen unter Druck, die wollen etwas schaffen. Da ist Business angesagt. Wenn du in Berlin nicht gerade ein Start-up machst, ziehst du auch schnell wieder weg. Und Leute, die hierher kommen und ihren Job verlieren, die können keinen neuen Job suchen, weil es hier im Prinzip nichts gibt: keinen Mittelstand, keine Industrie. In Berlin liegt das Geld nicht auf der Straße. – Be Berlin? – Barbara Schöneberger, 27.12.17 Berliner Zeitung, Interview

Bitte lasst uns jetzt nicht gleich streiten, wie es wirklich ist und ob Barbara S. aus B. eine dumme Kuh ist. Ist sie bestimmt nicht, ganz bestimmt nicht. Ich schlage der Einfachheit halber vor, wir durchdenken erst nochmal kurz unsere Argumente und fangen dann mit dem discotearen an, sobald der Großflughafen Berlin eröffnet ist.

Aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes, denn es ist ein Brandreden.  Ganz heißer Asphalt. Nicht am Flughafen. Der ist zwischenzeitlich kalt. Aus dem Speckgürtel Berlins wird berichtet: Indonesiens Vulkane speien wieder, man befürchtet weitere Tsunamis. Wir wünschen allen schönen Urlaub, die sich derzeit dort aufhalten und hoffen, dass nichts passiert. Wo bekommt man eigentlich in Berlin rote, gutaussehende und geschmackssichere Lederhosen? Diese Branche ist insgesamt mindestens verschnupft, wenn nicht unbemerkt gestorben. Guckt euch mal um. Für Tipps bin ich dankbar.

Weiterführend

(Herkunft des Fotos: Spezialistengruppe Musikerwitze auf Facebook)

3262/18: Positionen: Es gibt Warnungen, die Website fluege.de zu benutzen! Beträgt die Vermittlungsgebühr von 90% und mehr?

Flugzeug mit Gesichtspunkten

Flugzeug mit Gesichtspunkten

 

Der nachfolgende Bericht stellt die Schilderung einer persönlichen Sicht auf eine abgebrochene Flugbuchung auf der Internetseite fluege.de dar. Nach Erscheinen des Artikels am 8. September meldete sich das Referat Pressearbeit des Unternehmens beim Autor und verlangte in bestimmten Punkten Richtigstellung. Hieraufhin wurde die nachfolgende textliche Darstellung nochmals überprüft und sofern es erforderlich gehalten wurde, richtiggestellt. Naturgemäß besteht ein Anspruch, das unwahre Behauptungen unterbleiben. Andererseits besteht kein Anspruch, dass fluege.de versucht, Anspruch auf diese Berichterstattung zu nehmen. (Der ursprünglich hier stehende Kommentar eines Nutzers auf dem Portal tripadvisor.de wurde entfernt, da er aus 2014 stammt. Er ist unten verlinkt.)

Der Artikel hat jetzt folgenden überarbeiteten Wortlaut:

Wer das Internet intensiv durchsucht nach den Geschäftspraktiken einer Leipziger Firma namens Invia Flights GmbH mit Sitz im Dittrichring 18-20, 04109 Leipzig, stößt auf wenig muntermachende Bewertung im Sinne von „Gut“ oder „Ausgezeichnet“. Eher ist das Gegenteil der Fall. Regelrechte Betrugsabsichten unterstellen viele ungenannt bleibende Netzverbraucher auf yelp, tripadvisor, bei Facebook und Co. Darüber hinaus habe die Firma ein Leipziger Allerlei, ein Geflecht aus unterschiedlichen Websites und Anlaufstellen. Es sind alles Weideflächen, auf denen Schmalz zu holen ist.

Mein Eindruck: Die Firma bietet nichts Eigenes. Sie benutzt Andere und holt sich dabei heraus, was zu holen ist, in between of two business partners.

Eine Flugbuchung für den November 2018 von Berlin nach Wien kostet im am vergangenen Freitag nachgestellten Feldversuch bei fluege.de insgesamt rund 450,- €. Allerdings ist, was die Seite angibt zu sein nicht richtig. Als erstes sei fluege.de eine Art Portal, die anbieterunabhängig Flüge vermittelt, zu besten Konditionen für den Kunden. Für fluege.de mag sich das rechnen. Der Flugbuchungsversuch mit Hin- und Rückflug zu Wunschzeiten des Kunden (hier der Berichterstatter) Anbieters Austrian Airlines kann zeitgleich sicherer und zuverlässiger über Austrian Airlines selbst gebucht werden: Hier kostet die selbe Leistung nur noch 276,44 €. Im nachhinein präzisiert: fluege.de bietet in bestimmten Buchungsmasken Rückflugzeiten nicht an, die für mich wichtig sind. Sie lassen sich nicht kombinieren. So kommt am Ende ein Stücklungsvorgang heraus, bei dem Austrian Airlines hin- und Lufthansa zurückfliegt. Allerdings bestand bei uns der Wunsch, erst später am Sonntag gegen 19 Uhr zurückzufliegen. Diese Flugmöglichkeit bestand bei Austrian Airlines sehr wohl, wurde aber auf fluege.de schlichtweg nicht anklick- und damit auswählbar gemacht. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Halten wir also fest:

Der falsche Anschein, es handele sich bei dem Flugangebot von fluege.de um das herausgesuchte Angebot des Fluganbieters Austrian Airlines, das nur zum Flugpreis von (abweichend zu oben) rund 360,- € zu bekommen sei (180,- € pro Person) ist unwahr.  Austrian Airlines berechnet buchungsbestätigt am Freitag nachmittag exakt 276,44 €. Hier ist eine unerklärliche Differenz von bereits 173,56 € hineingerechnet versteckt. Das ist für mich ein Trick. Im Nachhinein weist mich fluege.de darauf hin, dass diese Differenz nicht im Verdienst von fluege.de liege? Das mag sein: Ich hätte gern gewusst, wer sich die Differenz in die Tasche steckt. Fakt ist: Flüge werden bei zunehmender Relevanz und kürzer vor dem Termin stets teurer, je besser sie dann ausgelastet sind. Hier aber ist genau das Gegenteil der Fall, nachdem sich der Berichterstatter eingehend mit fluege.de und dem direkten Vergleich mit Austrian Airlines befasst.

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3239/18: Filmtipp: In der #Ard #Mediathek noch bis 25.04. vorhanden – Hannah Arendt und ihre Sicht von der Banalität des Bösen!

Es gibt und es gab immer Menschen, die einem Tränen der Berührung in die Augen trieben. Wenn man nur offen ist für Empfindungen bzw. mit dem Herzen unverstellt geradeaus sehen kann. Eine solche Frau des Herzens ist zweifelsohne Hannah Arendt, die jüdische Prozessbeobachterin, Schriftstellerin, Politik-Sachverständige. Die dabei hart zupackend, nüchtern analysierend und kühl und in wohl durchdachten Worten schrieb bzw. redete. Die den Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem ergebnisoffen besuchte und forschte bzw. ergründete, bevor sie schließlich berichtete.

Nicht wie man es von ihr als Jüdin erwartete, sondern mit großem Zeithorizont. Weder die Chefredaktion des New Yorker, noch irgendeine andere beliebige Einflussnahme dieser Zeit konnte sie unter Druck setzen und veranlassen, undurchdachte Dinge zu äußern und ihr Urteil wirkte am Ende für viele verstörend, weil sie damit keineswegs gerechnet hatten. Sie braucht ihre Zeit und nachdem es ausgegoren erschien, veröffentlichte Arendt ihre unkonventionellen Gedanken zur persönlichen Schuld von Menschen, die langweilig und banal waren und gerade deswegen so megaböse. Es ging um die bösesten Verbrechen gegen die Menschheit.

So feinfühlig, dass sie die Zeitschreibung korrigierte: Es dürfe nicht heißen „Menschlichkeit“, denn darum ginge es nicht. Es ginge um die Menschheit an und für sich, denn auch Juden waren und sind zweifelsohne Menschen und damit Gottesgeschöpfe und vor der Schöpfung gleich. Hier sind wir nun ganz aktuell in der Gegenwart zurück:  Sogar – und das bleibt festzuhalten, so deutsche, fette Wohlstandskinder wie die Rapper + Kackbratzen Kollegah und Farid Bang, Echo-Musikpreisgewinner, denen man mit ergebnisoffenen Überlegungen zum Schlechten der Welt nicht kommen kann, weil sie gern laut und bedrohlich reden, um in Ruhe gelassen zu werden. Sie rappen ihre Texte ergebnissoffen: Um sich zu berauschen am Ergebnis der gesamtgesellschaftlichen Empörung. Aber so waren auch die Strickmuster totalitärer Machtergreifungen. Am besten, man hält die Fresse und kauft ihre Sujets…und ist damit böse, fies, gemein …und so banal wie Kollegah und Bäng. Oder wie es die Internetikone Jay Jay ausdrücken würde: Pow!

Deutschland 2018: Lasst uns weinen über die Abwesenheit von Empathie schon wieder.

Weiterführend

Recherchetipp

YouTube: Videos mit Interviews mit Hannah Arendt 

3231/18: Positionen: Not Heidis Girl. #notheidisgirl


„Not Heidis Girl“

Lynne und ihre Freund*innen sind sauer! Sie haben nämlich keinen Bock mehr auf den Beautystress und das Bodyshaming, das ab heute wieder von Germany’s Next Topmodel in die Welt getragen wird. Deswegen haben sie sich zusammengetan und gemeinsam mit mir und Pinkstinks eine Kampagne gegen Heidi Klum und ihre Horrorshow gestartet. Mit Stickern, Videos und einem selbst komponierten Anti-GNTM-Song.
Regie: Lara-Maria Wichels (Lu Likes)
Musik & Text: Marcel Wicker
Vocals: Aliya Ilgin & Jamie Watson
Kamera & Schnitt: Jendrik Hillebrecht
Haare & Make-Up: Ruth Vahle Haruna
Nach dem Hashtag #notheidisgirl der Vulvarines

Dass Roger Willemsen fehlt, wer wollte es bestreiten. Dieser Tage läuft uns das obige Zitat wie Olivenöl rein. Läuft.

Und dies Video sagt ja doch alles, was noch – in aller Kürze – dazu gesagt werden kann.

Weitermachen…

3225/18: Kampagnen: Was bitte ist eine Kreditoren-Fatwa? Und wem nützt das?

Sie arbeiten nicht mit uns zusammen. Wir haben elektronischen Schriftwechsel mit Ihrem BackOffice of Monsters, in dem wir Menschen nicht kennen, uns dämliches Zeug, unzutreffende Buchungen, Saldenmischmasch, unzutreffende Jahresabgrenzungen und so weiter und sofort untergeschoben werden. Nicht einmal der Stromeinkauf ist günstig. Wir haben uns entschlossen, Sie zu entlassen. Wir werden uns nicht weiterhin mit nutzlosem Zeug aus Ihrem Hause beschäftigen. (Auszug „Unzufriedenheit – Projekt Despacito Vattenfall“)

Wir Verwalter mühen uns einigermaßen, unsere Jahresabrechnungen so gut als möglich zu machen. Dazu gehört Fehlerfreiheit. Um den 31.12. eines Jahres findet bei uns eine groß angelegte Verbrauchsinventur statt. Die Spielregeln haben sich mit den Jahren geändert und verschärft. Viele Unternehmen mit Lieferantenstatus (Fachwort: Kreditoren) haben Kundencenter mit Zugriff via Internet eingerichtet. Auf diese Weise haben sie unbemerkt ihre Kunden zu digitalen Abrechnungssklaven und Mitarbeitern degradiert. Spielt der Kunde nicht mit, bekommt er eine Schätzung aufs Auge. Na und? Den damit verbundenen Scheiß badet der Kunde allein aus. Selbstverständlich automatisch abgebucht.

Es wird Mumpitz gebucht, was Abschlagszahlungen angeht. Egal, was richtig ist, jede Zahlung irgendeine Art von Abenteuer. Die Jahre durcheinander, die Salden hin und her und die Forderungen im edv-gestützten Mahnwesen, das nicht nachdenkt. Vor einiger Zeit haben wir dann systematisch die Lastschrift-Einzugsermächtigungen gekündigt. Jetzt geht es erst richtig durcheinander. Hier geht es jetzt um Vattenfall: Die buchen wirklich, was sie wollen. Und damit ist jetzt Schluss.

Wir haben jetzt eine Kreditoren-Fatwa beschlossen. Vattenfall Strom fliegt bei uns raus, generell. In allen Häusern. Vattenfall selbst hat den Grund dafür gelegt. In einem Haus in Reinickendorf: Dort hat Vattenfall schriftlich mit mehrfachen Einwendungen unsererseits bewiesen, dass es sich verbittet, noch einmal zu diskutieren, was richtig und was falsch ist. Jetzt gibt es diese Fatwa. Die Fatwa beseitigt in der stromgläubigen Welt nämlich die Diskussion, was richtig und was falsch ist. Man geht einfach weg von einer durch und durch ungesunden Konstruktion. Mal sehen, wie lange das dauert, bis die merken, dass sie nicht skandinavisch klug sind?

Der entsprechende Vordruck zur Gesamtkündigung aller Verträge ist oben stark gekürzt zitiert. Das Despacito Vattenfall ist irgendwie auch wie das Knut von Ikea: Alles muss raus. Es ist soweit. Halleluja! Frohes 2018.

3224/17: Kampagnen: Nach der Me-Too-Debatte in Schweden gibt es jetzt den praktischen Abreiß-PostIt #WeThree von #Ikea

Rechtzeitig zum Vorweihnachtsgeschäft hat die schwedische Möbelkette einen praktischen PostIt-Block aufgelegt, der unter dem Hashtag #WeThree (Du und ich und unser Einverständnis-Schreibblock) weltweit vermarktet werden soll. Dabei regelt der praktische kleine Helfershelfer das Zusammenleben von Mann und Mann, Mann und Frau und Frau und Frau äußerst praktisch und kongenial, zum Ankreuzen häufig gestellter Fragen (#Fuck #Faq)

Direkt im Berliner Speckgürtel, in Schweden, beratschlagt die schwedische Regierung über eine wichtige Aktualisierung des Sexualstrafrechts. Im Kern verständlich, schaffen die Schweden dieser Tage endlich Rechtssicherheit beim sexuellen Zusammensein von Männlein und Weiblein, gleich in welcher Kombination. Ob auch die gerade erst in Deutschland ausgeurteilte dritte Geschlechterkategorie davon betroffen ist, war bei Redaktionsschluss noch unklar. Dabei wird von vornherein glasklar gedacht. Unsicherheiten sind weitgehend ausgeräumt, ja nahezu beseitigt.

Das neue Gesetz hat gute Chancen: Man muss nun vor dem Geschlechtsverkehr sicherstellen, dass der andere will. Währenddessen auch.

Andernfalls macht man sich strafbar.

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3211/17: Positionen: Ich bin doch keine Maschine. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut. Wie man Kunden nicht behandelt.

Wir wissen nicht, ob dieser Artikel eigentlich wirklich gelesen wird.

Denn vieles ist inzwischen Code. Beispielsweise im täglichen Emailverkehr. Wozu niemand je seine Einwilligung gegeben hat, erfolgt jetzt von selbst, ganz automatisch und ohne dass wir das je verabredet hätten. Mag sein, es stand in irgendwelchen verschwurbelten, elektronischen AGBs. Fest steht aber auch: Wir haben das so nicht gewollt. Und niemand hat uns gewarnt.

Wir bestellen zwei Pakete mit Fahrradständern zum an die Wand schrauben für zwei kleine Projekte an unterschiedlichen Wohnstraßen in Berlin-Spandau und Berlin-Wedding. Die Bestellung erfolgt mit viel Aufmerksamkeit, Sorgfalt. Wir haben dafür keinen Dienstleister beauftragt, sondern uns selbst einen Kopf gemacht. Zeichnungen wurden durchgearbeitet, Vermessungen überprüft: Wie viele Ständer wohin? Am Ende ist es ganz klar und Freund Excel positioniert die zwei Häppchen Auftrag zu zwei Aufträgen, mit Einzel- und Gesamtsummen. Alles ist supergründlich aufgestellt und wegbeauftragt bei der im Süden der Republik sitzenden Firma Ziegler-Metall AG.

Die Fahrradständer sollen paketweise an den Hausmeisterdienst geschickt werden, der nimmt die Pakete entgegen.

Als erstes kommen zwei Auftragsbestätigungen. Beide sind jeweils ca. sechs bis sieben Seiten lang, mit angehängten PDFs. Um das zu lesen, braucht man nicht nur eine Brille, sondern vor allem Zeit. Und man muss es wohl auch lesen, sonst heißt es später: Wir haben es Dir doch geschrieben.

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3209/17: Positionen: Das Schlagwort „eRechnung“ nimmt Fahrt auf und führt zu systematischerer Berichterstattung.

Dass wir uns entscheiden, Vorzüge des Internets zu nutzen, ja klar. Uih, wir sind sooo modern, aber so was von ….Allerdings verändert das die Verhältnisse erneut. Im Vorteil ist der Herausgeber. Und nun macht der Anbieter digitaler „Mehrwerte“ alles Mögliche: Er schickt die bestellte Rechnung nicht digital. Sondern Emails ohne jede Angabe, worum es eigentlich geht. Man soll sich irgendwo einloggen und irgendwas tun. Eine irische Firma meldet sich für den Stromanbieter Vattenfall: Wir testen die Kundenzufriedenheit. Ha! Die Krönung sinnfreier Formulierung aus der Telekom: Falls Sie in der Zwischenzeit etwas stöbern möchten, …, und nein: Wir wollen nicht stöbern. Wir wollen echte Mehrwerte. Bekommen wir das, was uns versprochen wird? Wenn wir in Kundencentern Zugangsdaten anlegen?

Wenn Menschen bloggen, ist es von Zeit zu Zeit tatsächlich so, dass bestimmte Themen immer mehr in einen Fokus geraten. Automatisierte Geschäftsprozesse beispielsweise. Also Autofokus. Was ist eigentlich noch richtig? Was ist falsch? Bin ich selbst durcheinander? Selbstkritisch zu reflektieren, was man schreibt, ist keine schlechte Idee.  Dies Thema bewegt mich derzeit sehr:

Der Trend ist die Umstellung von analogem auf digitalen Schriftwechsel. Stichwort: eRechnung. Sogar eine gesetzliche Grundlage existiert seit kurzem. Ganz klar: Mit der Überführung vom gelben Postrechnungs- auf elektronischen Versand sind enorme Einsparpotenziale verbunden. Ja, richtig: Für Unternehmen. Deswegen wollen immer mehr viele ihrer Prozesse digital abbilden. Da gibt es jede Menge Fehlentwicklungen, wie immer, wenn Unternehmen nur sich selbst denken. Der Kunde wird zum digitalen Sklaven degradiert, zum Hilfsangestellten. Gleichzeitig wird der bisherige Service drastisch -Hervorhebung: DRASTISCH- eingeschränkt. Weniger Mitarbeiter, weniger Telefonsprechzeiten, weniger Weswegen rufen Sie an?. Ganze Workflows schalten die Unternehmen vor: 10 bis 20 Minuten Tastatureingaben keine Seltenheit, und Warteschleifen.

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