Continental-Schreibmaschine

3208/16: Positionen: Das unerträglich laute Gebrüll der Vögel, viel Lärm um Nichts. – Ich bin doch keine Maschine.

Der schräge Vogel!


Tim Bendzko – Keine Maschine (Offizielles Akustikvideo)

Die Ladetagsveränderung (Quelle: BRS Recycling Service)

Die Ladetagsveränderung (Quelle: BRS Recycling Service)

Man kann den Gedanken eigentlich kaum noch ertragen:

Immer mehr Unternehmen setzen immer mehr Software ein, um immer mehr Briefe zu schreiben und am Ende ist es doch nur Papier, das man recyceln muss. Übrigens seit mehr als einem Jahr erneut kostenpflichtig. Also machen sich große, orangefarbene Unternehmen mit Sitz in Berlin daran, noch mehr Briefe in das Wertstoffsystem einzuführen. Mit großen Poststraßen und riesigen Rechneranlagen, die in der Lage sind, Post automatisch versandfertig zu machen. Win-Win-Situation: Ich produziere Papiermüll, also verdiene ich.

Dann kommt die geballte Ladung Brief. Darunter solche, die Ladetagsveränderungen ankündigen (bisher: Mittwoch, künftig: Mittwoch). War die Software buggy? Es sind, sagen wir einmal rund 20 Briefe für verschiedene Ladestellen. Solche Briefe lassen sich leicht drucken. Aber sie tragen viel Widersinn in sich. In den Emailsignaturen steht häufig: Denken Sie auch an die Umwelt (kleines grünes Bild eingebettet), ob diese Email ausgedruckt werden muss? Ja, mach ich gern. Ich denke nach. Berlin Recycling Service, ein Tochterunternehmen der BSR, erinnert uns an diesen frommen Wunsch unter vielen Emails. Und trägt ganz erheblich zum CO2-Ausstoß bei: Durch Briefe, die die Welt nicht braucht.

Was wirklich überall inzwischen wirklich fehlt, in allen möglichen Kundencentern von großen Unternehmen: Ein Häkchen, das man setzen kann: „Entscheiden Sie, welche Art von Mitteilungen Sie brieflich haben möchten? – Und welche elektronisch?“ Oder: „Kreuzen Sie bitte hier an, wenn Sie Internet haben.“ Es hieße dann: Ladetage, Ladetagsänderungen kann man online abrufen, no problem, dafür ist es doch da, das Internet. – Oder das Negativbeispiel: Die Website der BSR (Berliner Stadtreinigung) ist da trockner. Da wird einem ja übergeholfen, wer das Kundencenter benutzt, stimmt (unwiderruflich) dem vollelektronischen Rechnungsverkehr zu. Nein, nein: Niemand ist verpflichtet, irgendein ausgedachtes Gedöns zu akzeptieren. Hallo? Wir sind die Kunden. Das Gedöns muss kundenfreundlich sein und nicht nur helfen, Unternehmenskosten von Großgiganten ordentlich zu drücken.

Wir sind doch keine Maschinen. Hat schon Tim Benzdko gesungen.

Innovatives Telekomprodukt in Planung: Das T-Licht

3142/16: Wetter: Berlin unter Wasser, Haustürbrausen, heiße Quellen und Elementarschäden. Doch wo bleibt der Telefonmann?

Button_Satire.

Berlin unter Wasser (gif)

Starkregen in Berlin: Eine fassungslose Zusammenfassung.

Gerade wartet gestern Benno Klein (* Name geändert) auf den Telekomtechniker. Doch dann schwimmt Berlin. Es fällt Wasser, dass die Kanaldeckel hoch quellen. In Teilen von Berlin Land unter.

Benno hatte den magentafarbenen Branchenriesen bestellt, als er Nachrichten hörte. Es ging um dunkle Kanäle, es gäbe heiße Quellen im Internet, die man nicht gleich sieht. Die aber doch funktionieren und sie machten die Menschen wunschlos glücklich. Es gäbe dort nichts, was es nicht gäbe. – Großer Stadtregen, Benno ganz pragmatisch und seine Flucht nach vorn: „Ich schwimm dem Mann entgegen.“ – Akopalüze nau! Wo ist der Telefonmann? Ich geh trotzdem ran. Vibrationsalarm.

Gesagt getan. Wenn nur nicht der Gullydeckeldruck wäre.

Telefonmann Gustav Glasfasel (*) wurde derweil vom Vorstand des Unternehmens eilig herbeigerufen. Eine Farbunverträglichkeitsgarantie zwischen schwarz und magenta sei festgestellt worden, dies alles geschehe in ängster Abstimmung mit der Bundesregierung. Man dürfe die Telekommitarbeiter jetzt nicht mit ihren Engsten allein lassen, dachte Benno.

Glasfasel spricht schnell auf Bennos Mailbox: „Magenta und schwarz, das passt nicht zusammen,“ das habe jetzt die Telekom entschieden. „Weisung von ganz oben.“  Im Hauseingang hat Benno zur Stoß- bzw. Schwallzeit eine Torbrause genommen. Dann legt er sich flach auf die Sonnenallee und schwimmt gegen die Fließrichtung Glasfasel entgegen. Nach dem Torbrowsen.

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Fotoserie: Katzenopfer Prachtlibelle

2062/14: Fotowelt: Libelle mit appem Kopf, Stevie Wonder, Lippenfettstift und eine mörderische Diskothek

Icon fotowelt

Fotowelt!


Stevie Wonder: „The Secret Life Of Plants“ –

Wir erinnern uns zufällig an das im Jahre 1979 herausgekommene Stevie-Wonder-Album „Journey through the secret life of plants“, denn das Thema des Artikels ist die Insektenwelt, hier Libellen. Auf dem Album, dessen Stücke nicht alle im Internet zur Verfügung stehen, gibt es das Geräusch einer herumfliegenden Fliege. Das Album gehört zu den wunderschönsten Machwerken des amerikanischen Großmeisters guter Musik, Stevie Wonder, und ist nicht allen bekannt. #Empfehlung

Früher diente obiges Menschen als musischer Background zum Liebesspiel, bevor Elton John die umumwundensten Stoßseufzer des vorherigen Jahrhunderts veröffentlichte. Er -Elton John- wurde bald der Liebe-lecker-Leidenschaft-Held Nummer EINS. Um diese Sache muss niemand einen großen Bohei machen.

Uns ist gerade danach. Der Grund: Wir sind fasziniert „wie Bolle“ wegen einer toten Libelle, ihrer Schönheit, ihrer Einzigartigkeit, aber es ist zu spät. Als die Libelle sich verflog, gab es keinen Ausweg. Unter ein verglastes Dach der Außenterrasse geflogen, kam sie nicht wieder weg, sie hätte nur wenig unter die Tragbalken absinken müssen, um im schnellen Fluchtflug das Weite zu suchen. So sind Glasdächer: Durchsichtig nach oben und trügerisch, die Freiheit ist zu sehen, aber den wenigsten gelingt es, durch Glas in wirkliche Freiheit hinaus zu diffundieren.

Kater Ginger allerdings hatte eine diebische Freude und war viel geschickter. Er sprang über die Brüstung einer Umfassungsmauer hoch und schwupps zwischen die Tragbalken-Konstruktion. Dort war die verwirrte, arme Libelle gefangen in ihrem „mentalen Käfig“. Der Rest war ein „kurzer Prozess.“

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1994/14: Alltag: Von Fraßstationen, Tilgungsbescheinigungen, Pasta al dente und Rattenkragen! Die Rechnungsprüfung.

Alltag

Banner Schädlingsbekämpfung - Ratte sich, wer kann!

Die veröffentliche Rechnungsprüfungs-Besprechung in Textform.

Einen Moment unaufmerksam beim Verschlagworten dieses Artikels: Aus Berlin & seine Bezirke wird unaufmerksam „Berlin & seine Probleme“. Eine Art freudsche Glanzleistung meinerseits.

Den Ratten in Berlin-Kreuzberg ging es an den Kragen. Auf dem Hof des Mehrfamilienhauses sind nun Befälle nicht mehr feststellbar. Es gab eine Art Luxusphase, die hintertücksch gewählt war: Es wurden Rattenköderstationen aufgestellt.

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1975/14: Goldene Worte: ‚Goldene Tulpe‘ – Begehrte Auszeichnung für gute Leistungen geht heute an das Wort ‚Ordnungswidrigkeit‘

Goldene.Tulpe.Award

Das Wort „Ordnungswidrigkeit“ impliziert spießbürgerliche Bräsigkeit. Oder ist ein Aphorismus: Wer wider die Ordnung handelt, ist wirklich frei von bürgerlicher Konvention. #Taggedanken

Der Landkreis „Berliner Speckgürtel“ (* Name geändert) -Umweltamt- schreibt: „Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass eine weitere Nutzung der Kleinkläranlage ohne wasserrechtliche Erlaubnis als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.“ So sagt der Verwaltungs-Harry Hirsch und Michel Kohlhaas antwortet: „Wer dreimal mit der Knute spricht, den zerrt man vors Verwaltungsgericht.“ – Witz im Unwitz: Durch einen Schreibfehler der öffentlichen Verwaltung gilt der Bescheid bis zum Jahr 20013. Von wegen „ausgelaufen“. Ausgelaufene Kleinkläranlage? Igitt.

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1865/13: Gerichtsgeschäft: Vom Sachverständigensprech! – Der Wurzelwuchs, der Stamm und Grenzbäume!

Banner Baum der Erkenntnis

Beim Ortstermin wurde der mauernah gewachsene Wurzelstock selektiv in vorsichtiger Handarbeit gemäß der Methoden von KuTSCHERA & LICHTENEGGER (2002) sowie nach BARSIG et al. (2008) in vorsichtiger Handschachtung entlang der baumseitigen Mauerwange des Kellerabgangs freigelegt. Der relevante Wurzelverlauf wurde außerdem auf beiden Grundstücksseiten mit einem Metall-Sondierstab lokalisiert, um repräsentative Aufgrabungen durchführen zu können. Die freigelegten Wurzeln wurden begutachtet, vermessen und auf ihre Verzweigungsdynamik hin überprüft. Weil keine Konkurrenzbäume in der Nähe wachsen, konnte auf eine zusätzliche Laboruntersuchung zur Identifizierung der Baumart der Wurzeln verzichtet werden. (Zitat, teilweise)

Quelle: Sachverständigengutachten des Dendrologen Dr. Michael Barsig im Gerichtsgutachten für das Amtsgericht Pankow/Weißensee

Halten wir erinnerungshalber folgendes fest:

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1798/13: Prognosen: Es ist Glück im Unglück, denn „Nordsee ist Mordsee“ und für Holland ein Segen #Berliner Speckgürtelnews

Prognosen

Indianer 01.11: Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten.

Die Sache ist tatsächlich so ernst zu nehmen, als könne man mit ihr billigen Spott treiben. Doch der Morgengedanken bricht ohne Rücksicht Bahn und spekuliert… „You´re never too young to be a dirty old fan!“ (letzte Losung vom ‚Skaichannel‘, unten verlinkt) – Korrreeekkktt!

Großes Glück. Die in Süddeutschland und in Deutschlands Osten zu bewältigenden Wasserfluten und Hochwässer in den Griff zu bekommen, das ist eine Sache von gesamtdeutschem Interesse. Großartig die Hilfsbereitschaft der Mitbürger, denen Dank gebührt. Berliner Speckgürtel Süd (Bayern) und Ost (Dresden, Leipzig, Halle). In Hamburg meldet der Autor Hollow Skai, heute das letzte Mal Frühstücksbrote zu schmieren für „Schulkind“. Dazu ist die Kunst ja da, dass sie unsere Fantasie beflügelt: Ich denke: „Wenn aus Schulkind Deichkind wird.“ Es ist Urlaubszeit. Wo die Menschen aufpassen nicht zu ertrinken und wo die Menschen im Urlaub an die Nordsee fahren. Krabben puhlen. Komisches Land, einerseits.

Großes Glück liegt in der Tatsache, dass bislang die Nordsee noch nicht in vergleichbarer Art und Weise drastisch ansteigende Wasserpegel meldet, auch nicht infolge von abschmelzenden Polkappen, ertrinkenden Eisbären zwischen zu weit auseinander liegenden Schollen des Glücks und vermehrten Regenfällen. Denn eins ist vollkommen klar. Berliner Speckgürtel Nordnordwest prognostiziert: Dann wär´s aus mit Holland.

Im Ernst. Nur mal so.

Weblotse

1672/13: Risiko: Das Leben ist lebensgefährlich und eine Versicherung eine gute Idee!

Dies ist ein hingeschiedenes Federtier! Der Vogel ist tot! #Monty Python

Dies ist ein hingeschiedenes Federtier! Der Vogel ist tot! #Monty Python

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Bzw. stürzt ab. Und wird dann selbst gefressen. So einfach ist das. So grausam. Und so endlich alles Leben. Dagegen gibt es keine Versicherung.

Ja, der Vogel kam, schwirrte herum und fiel dann wie ein Stein zu Boden. War es so gewesen? Oder hatte sich die Katze den Vogel geholt? Wir wissen es nicht. Später, soviel ist klar, war die Katze dran. Sie hat die Schadensituation ausgenützt. Das Tier wurde ordentlich ausgeweidet. Die Natur ist grausam. Im Baustein „Sorglos“ der Wohngebäudeversicherung sind viele Fälle versicherbar. Darunter auch der „Anprall/Absturz unbemannter Flugkörper“ – ja, man hat vorgesorgt. Und wenn die Amerikaner über Deutschland Drohnenflüge veranstalten, um „aufklärerisch“ zu wirken oder ein Vogel „vom Glauben abfällt“: Alles hübsch versichert. Ist ein Vogel auch ein „Unbemannter Flugkörper“? Im Bürgerlichen Recht gelten Tiere als „Sachen“, nicht als „Lebewesen“. Und wer reitet schon einen Vogel, etwa um den Flugkörper zu bemannen? Derartiges bleibt nur einem vorbehalten: Fuchur, der Glücksdrache aus der Unendlichen Geschichte. Alle anderen müssen versicherungstechnisch vorsorgen. Sicherheitshalber.

1683/13: FotoPodcast: Guten Morgen, Deutschland! Es wird wieder wärmer!

Guten Morgen, Deutschland!

Guten Morgen, Deutschland!

Wie zarter Schmelz auf nasskalten Zähnen am frühen Morgen: Etwas Wärme bricht sich Bahn. Der Schnee wird schmilzen, die Leute hören auf zu sülzen.

Guten Morgen, Deutschland! Noch nie war es so warm wie heute. Gefühlt. Erleichterung in der Winterdienstbranche: Der Schnee muss weg. Vertraglich. Auch wenn ab heute keine vertragsgemäße Leistung dahinter steckt. Ganz von alleine. Der jetzt ´nen Wetterbericht kann, heißt Kachelmann. Die Springerpresse hatte anderes tituliert auf den Schlagzeilen der angeblichen Weltpresse. Der Winter kriegt eins in die „Fresse“.

1668/12: News: Die einheitliche Wertstofftonne kommt – Abfalltrennung wird 2013 einfacher!

Die Berliner Orangen! BSR

Die Berliner Orangen! BSR

big orange news at the final curtain of year: Die Berliner Stadtreinigung versucht, den Müll besser als bisher zur Trennung zu bringen! Eine gemeinsame Pressemitteilung vom 10. Dezember erklärt´s. Wir fassen zusammen.

Jörg Rudolph von „the Berliner Stadtreinigung“ did 2012 a fine job, zu Deutsch: Jörg Rudolph von der Berliner Stadtreinigung tat 2012 einen feinen Job. Oder ist es eher eine Art Berufung? Er berät, nicht brät, seine Kunden. Kürzlich kam sogar ein newsletter mit Weihnachtsmannmütze von ihm. Großartig. Jetzt gibt es noch einen drauf:

Berlin, SenStadtUm, BSR und Alba frönen einem abfalltechnischen Lust-Zugewinn: Jogurtbecher in die Gelbe Tonne, kaputtes Plastiksieb in die Orange Box oder zum Recyclinghof, das ist nicht besonders logisch und ab Januar 2013 auch vorbei. Ja, Müllinformatik, so ungefähr hieß das noch zu gründende Studienfach an der Freien Mülluniversität Berlin, um Berlinern beizubringen, wie man richtig trennt. In der neuen einheitlichen Wertstofftonne werden alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien gesammelt – egal ob sie Verpackungen sind oder nicht.

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