3271/18: Positionen: Wo gearbeitet wird, fallen auch Schornsteinfeger vom Dach

Arbeit am Abgrund – Als Schornsteinfeger über Berlin

Arbeiten in 20 Metern Höhe – nichts für schwache Nerven. Und schon gar nichts für Menschen mit Höhenangst.

Für Schornsteinfeger wie Max ist die Höhe Berufsalltag, denn sein Arbeitsplatz sind die Kamine Berlins. Für die neue Folge “follow me.reports” nimmt er Robin einen Tag als Praktikanten mit aufs Dach. Ob der wohl so schwindelfrei ist, wie er denkt? Schwarzer Zylinder, schwarze Uniform und der Stoßbesen über der Schulter: Am traditionellen Bild des Schornsteinfegers hat sich nicht viel geändert. Dabei ist das Handwerk mindestens so alt wie der Kamin selbst. Heute gibt es mehr als 9.000 ausgebildete Schornsteinfeger in Deutschland und abgesehen von seiner namensgebenden Tätigkeit erfüllt der Schornsteinfeger mittlerweile ganz unterschiedliche Aufgaben: Neben Elektriker und Dachdecker, ist er Experte für Abluftsysteme und Heizungsanlagen – und natürlich Glücksbringer. Doch warum bringt ein Schornsteinfeger überhaupt Glück? Auf diese und viele weitere Fragen sucht Robin im Video antwort. Er begleitet Max nicht nur zum Kaminkehren aufs Dach, sondern auch in einem Heizungskeller. Dabei wird klar, wie wichtig der Beruf des Schornsteinfegers auch heute noch für den Brandschutz sowie für den Umweltschutz ist. Egal ob Kamin oder Kachelofen, Gasheizung oder Dunstabzugshaube – ohne regelmäßige Überprüfung der Feuerstätte kann es schnell brenzlig werden. Am Ende des Tages muss Robin den Balanceakt auf dem 25cm-Steg in schwindelerregender Höhe bestehen – behält er die Nerven? (Klappentext auf YouTube – Wir danken für diesen tollen Beitrag! Herzlich)

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3264/18: Positionen: Worauf sich Christoph Azone freut… #Jahreszeitenindex

Heizkörper-Thermostatventil (Foto: Lo Graf von Blickensdorf, Januar 18)

Heizkörper-Thermostatventil (Foto: Lo Graf von Blickensdorf, Januar 18)

Ich freu mich schon auf den Geruch versengten Staubs, der mir anzeigt, dass endlich die Heizung läuft.

(via Christoph Azone, Berlin, Radiatormoderateur, für Gas, Wasser, Sch...)

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3237/18: Mangelmeldung: Das Wespennest in Schöneberg

Überall summserum #Wespen (Quelle: https://wallscover.com/yellowjacket.html)

Überall summserum #Wespen (Quelle: https://wallscover.com/yellowjacket.html)

Wat machen se denn?
Na..se sind überall.
Wo sin..se denn?
Mönsch, überall
summserum.
(Der abgeschlossene Kurzroman)

Geht das wieder los.

Der Schädlingsbekämpfer ist beauftragt. Dass se nicht mehr rumsumm…

3227/18: Jahreszeiten: Ein falscher Dreh und Berlin erlebte einen Klimawechsel sondersgleichen – Lo Graf von Blickensdorf ist Schuld.

Heizkörper-Thermostatventil (Foto: Lo Graf von Blickensdorf, Januar 18)

Heizkörper-Thermostatventil (Foto: Lo Graf von Blickensdorf, Januar 18)

Kaum habe ich den Heizungsknopf auf >Schneeflocke< gestellt, schneit es draußen! #schnee #zauberei #magie #winter #heizung (Lo Graf von Blickensdorf, gestern auf Facebook)

Natürlich hatte der Verband der Schneeräumbetriebe Berlins gehofft, sich die Goldtalerchern der Grundbesitzer auch diese Saison 2017/2018 ohne Gegenleistungen in die Tasche zu stecken. Wie bereits Jahre zuvor, handelt es sich beim Salär für die Branche nur noch um eine Haftungsvergütung: Fällt jemand auf die Fresse, sind die ausreichend gut versichert. Stets rückwärts gewendete Rechtsprechungsexperten erinnern frühere Zeiten: Früher war mehr Lametta, Schnee, Eis und Glitzer. Heute möchte niemand Eisbär sein. Iss klar. Und Pustekuchen: Zuerst bemerkt der Mensch auf Facebook, es hätte geschnitten. Dann ein weltläufiger Blick aus dem Fenster: Stimmt. Wenns nur liegen bliebe, bräuchte es einen sachlich-fachlich dazu in der Lage seienden Glätte- und Eisbeseitiger. Aber welchen Fall haben wir tatsächlich? – Es hatte spiegelglatt sein sollen. Demgegenüber hatten wir den Matschkamperfekt. Der österreichische Journalist Peter Glaser (NZZ, Neue Zürcher Zeitung) bemerkt bei Wetterumschwüngen schon seit Jahren, korrekt aus dem „Indoornet“: „• Alle, bei denen’s geschneit hat, sagen jetzt allen, bei denen’s nicht geschneit hat, dass es geschneit hat.“ Und: Inder Tat.

Lo Graf von Blickensdorf, Berliner Künstler, Tortenblogger und Lebemann im Karo-Großschnittmuster-Anzug, brachte die Gewinnabsichten dies Jahr durcheinander. Mit seinem Heizkörperventil (Foto oben). Alles blinder Alarm. Von vornherein übte er  für den vermeintlichen Ernstfall. Kurz nachdem die ersten Schneefälle auf Facebook gepostet wurden, reagierte der Ausnahmekünstler blitzgescheit, schnell und umsichtig und drehte das Ventil von >Schneeflocke< auf >5< (5°) zurück. Der Schnee schmolz. Mit modernsten Smartphonefotos lässt sich der kalte, matschige Schneeregen auch bei Erkältung und Lungenentzündung trotz modernster Bluthusttechnologie kaum einfangen.

Peter Glaser dazu: „• Das Schneefoto ist das Essensfoto des Weihnachtskeksdiäthaltenden.“ – Womit wir – nebenbei bemerkt – auch schon wieder beim Grafen sind. Wir bestellen uns derweil als Substitut zum Niederschlag dieses Winters ein Eischnee-Baiser. Wohl bekomm’s.

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Continental-Schreibmaschine

3208/16: Positionen: Das unerträglich laute Gebrüll der Vögel, viel Lärm um Nichts. – Ich bin doch keine Maschine.

Der schräge Vogel!


Tim Bendzko – Keine Maschine (Offizielles Akustikvideo)

Die Ladetagsveränderung (Quelle: BRS Recycling Service)

Die Ladetagsveränderung (Quelle: BRS Recycling Service)

Man kann den Gedanken eigentlich kaum noch ertragen:

Immer mehr Unternehmen setzen immer mehr Software ein, um immer mehr Briefe zu schreiben und am Ende ist es doch nur Papier, das man recyceln muss. Übrigens seit mehr als einem Jahr erneut kostenpflichtig. Also machen sich große, orangefarbene Unternehmen mit Sitz in Berlin daran, noch mehr Briefe in das Wertstoffsystem einzuführen. Mit großen Poststraßen und riesigen Rechneranlagen, die in der Lage sind, Post automatisch versandfertig zu machen. Win-Win-Situation: Ich produziere Papiermüll, also verdiene ich.

Dann kommt die geballte Ladung Brief. Darunter solche, die Ladetagsveränderungen ankündigen (bisher: Mittwoch, künftig: Mittwoch). War die Software buggy? Es sind, sagen wir einmal rund 20 Briefe für verschiedene Ladestellen. Solche Briefe lassen sich leicht drucken. Aber sie tragen viel Widersinn in sich. In den Emailsignaturen steht häufig: Denken Sie auch an die Umwelt (kleines grünes Bild eingebettet), ob diese Email ausgedruckt werden muss? Ja, mach ich gern. Ich denke nach. Berlin Recycling Service, ein Tochterunternehmen der BSR, erinnert uns an diesen frommen Wunsch unter vielen Emails. Und trägt ganz erheblich zum CO2-Ausstoß bei: Durch Briefe, die die Welt nicht braucht.

Was wirklich überall inzwischen wirklich fehlt, in allen möglichen Kundencentern von großen Unternehmen: Ein Häkchen, das man setzen kann: „Entscheiden Sie, welche Art von Mitteilungen Sie brieflich haben möchten? – Und welche elektronisch?“ Oder: „Kreuzen Sie bitte hier an, wenn Sie Internet haben.“ Es hieße dann: Ladetage, Ladetagsänderungen kann man online abrufen, no problem, dafür ist es doch da, das Internet. – Oder das Negativbeispiel: Die Website der BSR (Berliner Stadtreinigung) ist da trockner. Da wird einem ja übergeholfen, wer das Kundencenter benutzt, stimmt (unwiderruflich) dem vollelektronischen Rechnungsverkehr zu. Nein, nein: Niemand ist verpflichtet, irgendein ausgedachtes Gedöns zu akzeptieren. Hallo? Wir sind die Kunden. Das Gedöns muss kundenfreundlich sein und nicht nur helfen, Unternehmenskosten von Großgiganten ordentlich zu drücken.

Wir sind doch keine Maschinen. Hat schon Tim Benzdko gesungen.

Innovatives Telekomprodukt in Planung: Das T-Licht

3142/16: Wetter: Berlin unter Wasser, Haustürbrausen, heiße Quellen und Elementarschäden. Doch wo bleibt der Telefonmann?

Button_Satire.

Berlin unter Wasser (gif)

Starkregen in Berlin: Eine fassungslose Zusammenfassung.

Gerade wartet gestern Benno Klein (* Name geändert) auf den Telekomtechniker. Doch dann schwimmt Berlin. Es fällt Wasser, dass die Kanaldeckel hoch quellen. In Teilen von Berlin Land unter.

Benno hatte den magentafarbenen Branchenriesen bestellt, als er Nachrichten hörte. Es ging um dunkle Kanäle, es gäbe heiße Quellen im Internet, die man nicht gleich sieht. Die aber doch funktionieren und sie machten die Menschen wunschlos glücklich. Es gäbe dort nichts, was es nicht gäbe. – Großer Stadtregen, Benno ganz pragmatisch und seine Flucht nach vorn: „Ich schwimm dem Mann entgegen.“ – Akopalüze nau! Wo ist der Telefonmann? Ich geh trotzdem ran. Vibrationsalarm.

Gesagt getan. Wenn nur nicht der Gullydeckeldruck wäre.

Telefonmann Gustav Glasfasel (*) wurde derweil vom Vorstand des Unternehmens eilig herbeigerufen. Eine Farbunverträglichkeitsgarantie zwischen schwarz und magenta sei festgestellt worden, dies alles geschehe in ängster Abstimmung mit der Bundesregierung. Man dürfe die Telekommitarbeiter jetzt nicht mit ihren Engsten allein lassen, dachte Benno.

Glasfasel spricht schnell auf Bennos Mailbox: „Magenta und schwarz, das passt nicht zusammen,“ das habe jetzt die Telekom entschieden. „Weisung von ganz oben.“  Im Hauseingang hat Benno zur Stoß- bzw. Schwallzeit eine Torbrause genommen. Dann legt er sich flach auf die Sonnenallee und schwimmt gegen die Fließrichtung Glasfasel entgegen. Nach dem Torbrowsen.

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Fotoserie: Katzenopfer Prachtlibelle

2062/14: Fotowelt: Libelle mit appem Kopf, Stevie Wonder, Lippenfettstift und eine mörderische Diskothek

Icon fotowelt

Fotowelt!


Stevie Wonder: „The Secret Life Of Plants“ –

Wir erinnern uns zufällig an das im Jahre 1979 herausgekommene Stevie-Wonder-Album „Journey through the secret life of plants“, denn das Thema des Artikels ist die Insektenwelt, hier Libellen. Auf dem Album, dessen Stücke nicht alle im Internet zur Verfügung stehen, gibt es das Geräusch einer herumfliegenden Fliege. Das Album gehört zu den wunderschönsten Machwerken des amerikanischen Großmeisters guter Musik, Stevie Wonder, und ist nicht allen bekannt. #Empfehlung

Früher diente obiges Menschen als musischer Background zum Liebesspiel, bevor Elton John die umumwundensten Stoßseufzer des vorherigen Jahrhunderts veröffentlichte. Er -Elton John- wurde bald der Liebe-lecker-Leidenschaft-Held Nummer EINS. Um diese Sache muss niemand einen großen Bohei machen.

Uns ist gerade danach. Der Grund: Wir sind fasziniert „wie Bolle“ wegen einer toten Libelle, ihrer Schönheit, ihrer Einzigartigkeit, aber es ist zu spät. Als die Libelle sich verflog, gab es keinen Ausweg. Unter ein verglastes Dach der Außenterrasse geflogen, kam sie nicht wieder weg, sie hätte nur wenig unter die Tragbalken absinken müssen, um im schnellen Fluchtflug das Weite zu suchen. So sind Glasdächer: Durchsichtig nach oben und trügerisch, die Freiheit ist zu sehen, aber den wenigsten gelingt es, durch Glas in wirkliche Freiheit hinaus zu diffundieren.

Kater Ginger allerdings hatte eine diebische Freude und war viel geschickter. Er sprang über die Brüstung einer Umfassungsmauer hoch und schwupps zwischen die Tragbalken-Konstruktion. Dort war die verwirrte, arme Libelle gefangen in ihrem „mentalen Käfig“. Der Rest war ein „kurzer Prozess.“

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1994/14: Alltag: Von Fraßstationen, Tilgungsbescheinigungen, Pasta al dente und Rattenkragen! Die Rechnungsprüfung.

Alltag

Banner Schädlingsbekämpfung - Ratte sich, wer kann!

Die veröffentliche Rechnungsprüfungs-Besprechung in Textform.

Einen Moment unaufmerksam beim Verschlagworten dieses Artikels: Aus Berlin & seine Bezirke wird unaufmerksam „Berlin & seine Probleme“. Eine Art freudsche Glanzleistung meinerseits.

Den Ratten in Berlin-Kreuzberg ging es an den Kragen. Auf dem Hof des Mehrfamilienhauses sind nun Befälle nicht mehr feststellbar. Es gab eine Art Luxusphase, die hintertücksch gewählt war: Es wurden Rattenköderstationen aufgestellt.

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1975/14: Goldene Worte: ‚Goldene Tulpe‘ – Begehrte Auszeichnung für gute Leistungen geht heute an das Wort ‚Ordnungswidrigkeit‘

Goldene.Tulpe.Award

Das Wort „Ordnungswidrigkeit“ impliziert spießbürgerliche Bräsigkeit. Oder ist ein Aphorismus: Wer wider die Ordnung handelt, ist wirklich frei von bürgerlicher Konvention. #Taggedanken

Der Landkreis „Berliner Speckgürtel“ (* Name geändert) -Umweltamt- schreibt: „Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass eine weitere Nutzung der Kleinkläranlage ohne wasserrechtliche Erlaubnis als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.“ So sagt der Verwaltungs-Harry Hirsch und Michel Kohlhaas antwortet: „Wer dreimal mit der Knute spricht, den zerrt man vors Verwaltungsgericht.“ – Witz im Unwitz: Durch einen Schreibfehler der öffentlichen Verwaltung gilt der Bescheid bis zum Jahr 20013. Von wegen „ausgelaufen“. Ausgelaufene Kleinkläranlage? Igitt.

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1865/13: Gerichtsgeschäft: Vom Sachverständigensprech! – Der Wurzelwuchs, der Stamm und Grenzbäume!

Banner Baum der Erkenntnis

Beim Ortstermin wurde der mauernah gewachsene Wurzelstock selektiv in vorsichtiger Handarbeit gemäß der Methoden von KuTSCHERA & LICHTENEGGER (2002) sowie nach BARSIG et al. (2008) in vorsichtiger Handschachtung entlang der baumseitigen Mauerwange des Kellerabgangs freigelegt. Der relevante Wurzelverlauf wurde außerdem auf beiden Grundstücksseiten mit einem Metall-Sondierstab lokalisiert, um repräsentative Aufgrabungen durchführen zu können. Die freigelegten Wurzeln wurden begutachtet, vermessen und auf ihre Verzweigungsdynamik hin überprüft. Weil keine Konkurrenzbäume in der Nähe wachsen, konnte auf eine zusätzliche Laboruntersuchung zur Identifizierung der Baumart der Wurzeln verzichtet werden. (Zitat, teilweise)

Quelle: Sachverständigengutachten des Dendrologen Dr. Michael Barsig im Gerichtsgutachten für das Amtsgericht Pankow/Weißensee

Halten wir erinnerungshalber folgendes fest:

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